Zeaxanthin

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

zeaxanthin
© fotofuerst – fotolia.com

Schutz aus pflanzlichem Farbstoff für das Auge

Der natürliche gelbe Farbstoff Zeaxanthin aus der Pflanze gehört zu einer Untergruppe der Stoffklasse der Carotinoide, den Xanthophyllen. Zusammen mit seinem funktional eng verwandten Isomer Lutein findet sich Zeaxanthin als Pigment in der Retina des menschlichen Auges. Besonders im Gelben Fleck (Makula Lutea) reichert sich die Substanz an und übernimmt offenbar eine Schutzfunktion bei zu hoher Lichteinstrahlung. In Pflanzen spielt Zeaxanthin eine Rolle bei der Umwandlung von Licht in Wärme, ebenfalls eine Schutzfunktion für die Zellstruktur gegen oxidativen Stress (Xanthophyllzyklus). Sowohl Zeaxanthin als auch Lutin können nicht vom menschlichen Organismus gebildet werden und müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

Vorkommen des Farbstoffes

Als natürlicher Farbstoff kommt Zeaxanthin in zahlreichen Gemüsesorten wie Mais, Spinat sowie in Eigelb vor. Für medizinische Zwecke wird Zeaxanthin sythetisch hergestellt. Als E161h ist die Substanz in der EU als Lebensmittelfarbstoff zugelassen.

Schutzfunktion für das Auge

In der Retina des menschlichen Auges kommen Zeaxanthin und Lutein in verschiedenen optischen und geometrischen Unterformen vor (vgl. Dachtler et al., 1998; Khachik et al., 1997). Eine besonders hohe Konzentration tritt im Gelben Fleck in der Netzhautmitte auf, wo die Dichte der Photorezeptoren- und damit die Sehschärfe – am größten ist. Eine enge Beziehung der beiden Stoffe zu durch Lichteinwirkung verursachte oxidative, photochemische Vorgänge wird von Experten angenommen. Möglicherweise schützen sie die Sehzellen nicht nur vor freien Radikalen sondern auch vor kurzwelligem Licht, indem sie einen Anteil des blauen und potenziell schädlichen Lichts herausfiltern.

Es gibt Untersuchungen, die auf eine Verbindung zwischen der ausreichenden Versorgung mit den Farbstoffen und der Verminderung eines Risikos für die Erkrankung an Grauem Star oder einer altersbedingten Makuladedegeneration hindeuten.

Therapeutischer Einsatz

Die moderne Medizin vermutet eine Verbindung zwischen den antioxidativen Eigenschaften von Zeaxanthin und Schutzmechanismen, die beispielsweise bei altersabhängiger Makuladedegeneration und anderen retinale Degenerationen eingesetzt werden könnten. Aus diesem Grund rücken die beiden Stoffe ins Interesse wissenschaftlicher Forschung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Schreibe einen Kommentar