Tausche Windpocken gegen Gürtelrose

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Mehr Gürtelrosen

Der Grund, warum die Verbreitung von Gürtelrose (Herpes Zoster) seit den 1990er Jahren zunimmt, ist offiziell unbekannt. Nach neuesten Schätzungen bekommt jeder 3. Erwachsene eine Gürtelrose, oftmals mit erneuten Rückfällen. Jeder 5. Erkrankte leidet an der Post-Zoster-Neuralgie (PZN), die schwere und lähmende Schmerzen auslösen kann. Könnte der Impfstoff gegen Windpocken ein Teil der Erklärung dafür sein?

Dasselbe Virus

Das Varizella-Zoster-Virus (VZV) ist die Ursache für beide Krankheiten: Windpocken und Gürtelrose. Vor Einführung des Windpocken-Impfstoffes erkrankten fast alle Kinder an Windpocken. Durch diese Kinderkrankheit kamen die Erwachsenen wieder mit dem Virus in Kontakt. Dies diente ihnen als „Auffrischung“ der selbst einmal durchgestandenen Krankheit. Eine erneute Aktivierung des Virus, der sich im Erwachsenenalter als Gürtelrose äußert, konnte vermieden werden.
Die Sterblichkeitsrate von Windpocken beträgt 0,00135 Prozent. Von 3,7 Mio. an Windpocken erkrankten Kindern starben pro Jahr ca. 50. Schuld an ihrem Tod war meist eine Immunschwäche. Windpocken ist also keine gefährliche Kinderkrankheit.

Folgen der Impfung

Heute werden nur rund 70% der Kinder gegen Windpocken geimpft. Es kann also davon ausgegangen werden, dass Windpocken nicht aussterben, sondern im Gegenteil weite Verbreitung finden werden.
Seit Einführung der Impfung durchleiden die Kinder Windpocken nicht mehr und ihre Eltern bekommen keine Auffrischung mehr. Als Ergebnis steigt nicht nur die Anzahl der Gürtelrosenerkrankungen im Erwachsenenalter (50+), sondern auch bei Kindern wird Gürtelrose diagnostiziert. Vor Einführung der Impfung wäre dies undenkbar gewesen.

Das Virus bleibt

Wen Varizella-Zoster-Virus einmal im Leben befallen hat, der wird es nie mehr los. Das Virus versteckt sich an den Nervenwurzeln des zentralen Nervensystems. Bei Stress oder geschwächtem Immunsystem kann das Virus dann an die Hautoberfläche vordringen und die Gürtelrose bricht aus. Der schmerzhafte Hautauschlag begleitet den Erkrankten ca. einen Monat lang. Dann verschwindet er wieder. Die meisten Menschen haben einmal in ihrem Leben eine Gürtelrose. In manchen Fällen bricht die Gürtelrose jedoch immer wieder aus.

Komplikationen bei Gürtelrose

Doch nicht immer ist der Krankheitsverlauf ohne Komplikationen. Es können auftreten:

  • Post-Zoster-Neuralgie (PZN)
  • Bakterielle Hautinfektionen
  • Motorische Neuropathie
  • Blasenschwäche
  • Hirnhautentzündung (Enzephalitis)
  • Hörverlust
  • Hutchinson-Zeichen
  • Ramsay-Hunt-Syndrom
Doppelt kassiert

Der Erfinder und Hersteller des Windpocken-Impfstoffes ist das Pharmaunternehmen Merck. Das Problem, das durch die Windpockenimpfung erst geschaffen wurde, hat eine ganz profitable Lösung: Ein Impfstoff gegen Gürtelrose. Natürlich aus dem Hause Merck.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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