Weißdorn (Crataegus monogyna)

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weissdorn
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Linderung bei Herzschwäche

Weißdorn (Crataegus monogyna) ist ein baumartiger Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), der eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen kann. Er besitzt Dornen und weiße Blütendolden. Schon den Ärzten der Antike war der Weißdorn als Heilpflanze bekannt. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Verwendung als herzstärkendes Mittel durch Heilkundige im Mittelalter belegt. Er ist unter vielen verschiedenlautenden Namen bekannt: Christdorn, Hagapfel, Hagedorn, Heinzelmännerchen, Mehlbaum, Müllerbrot, Wibelken oder Zaundorn.

Die Legende

Der Legende nach war es ein Wanderstock aus Weißdorn, den Joseph in Arimathiäa in Glastonbury in den Boden gerammt haben soll, nachdem er den heiligen Gral mit dem Blut Jesu nach England gebracht haben soll. Der Stock trieb aus und der Weißdornenstrauch, der daraus wuchs, blühte angeblich zu Weihnachten und Ostern.

Joseph von Arimathiäa war ein Jünger Jesu. Das Felsengrab, in dem Jesus nach der Kreuzigung beigesetzt wurde, gehörte ihm. Nach Jesus Auferstehung wurde er des Leichenraubes beschuldigt und eingekerkert. Er überlebte seine Haft, indem ihm jeden Tag eine Taube ein Stück Brot auf den Kelch legte, in dem er das Blut von Jesus Christus gesammelt hatte. Diesen heiligen Gral brachte er nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis nach England.

Weißdorn wird gerne als Hecke verwendet und wächst in ganz Europa. Dass er zweimal im Jahr blüht, ist ungewöhnlich.

Sanftes Mittel ohne Nebenwirkung

Es werden Blätter und Blüten des Weißdorn für Heilzwecke in der Pflanzenheilkunde verwendet, seltener auch die Früchte. Die wichtigsten Inhaltsstoffe für seine Herzwirksamkeit sind Crataeguslacton und oligomere Proanthocyanidine. Weißdorn kann die Blutgefäße, insbesondere die Herzkranzgefäße, erweitern und die Durchblutung unterstützen. Damit kann er zusätzlich vorbeugend unterstützen gegen Herzinfarkt und Angina Pectoris. Zusätzlich werden ihm blutdruckregulierende Fähigkeiten zugeschrieben. Eine leicht beruhigende Wirkung wird besonders bei nervösen Herzleiden hilfreich sein, ebenso bei Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen.

Die herzwirksame Eigenschaft des Weißdorn wird als „positiv inotrop“ bezeichnet. Es steigert also die Kontraktionsfähigkeit des Herzens und stärkt das Herz ohne Nebenwirkungen.

Weißdorn wird in homöopathischen Potenzen unter der Bezeichnung Crataegus (D1 bis D3) angeboten und gegen Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen eingesetzt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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