WARNUNG vor Amateur-Anleitungen „Kolloidales Silber“

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Gefährliche Rezepte von Amateurberatern

Im Internet kursieren zahlreiche Rezepte zum Selbermachen von Kolloidalem Silber und ebenso viele Hersteller mit Billigangeboten. Wir erklären Ihnen, warum es besser ist, die Herstellung von Kolloidalem Silber dem Fachmann zu überlassen.

Zunächst zur Herstellung von Kolloidalem Silber:

Gutes Kolloidales Silber wird durch Elektrolyse hergestellt. Dieser Vorgang ist rein physikalisch für alle Hersteller von Elektrolysesilberkolloiden gleich.

Bei der Elektrolyse wird ein Gleichstrom an zwei Silberelektroden angelegt. Diese Elektroden befinden sich in normalem Wasser. Normales Wasser besteht aus H2O plus verschiedenen Zusätzen, wie z.B. Natrium, Magnesium, Eisen, Calcium, Chlor usw. und je mehr von diesen Zusätzen im Wasser sind, desto besser leitet es den Strom. Der Strom fliesst von einer Elektrode zur anderen und löst Silberpartikel von der einen Elektrode. Diese Silberpartikel verbinden sich mit den anderen Teilen im Wasser zu Silbersalzen, die gesundheitsschädlich sind. Um dies zu verhindern, muss man Reinstwasser verwenden. Da bilden sich reine Silberionen und Silberkolloide, die nicht gesundheitsschädlich sind.

Problem A)

Reinstwasser ist elektrisch nicht leitend, das heißt, dass eine Elektrolyse theoretisch gar nicht stattfinden kann, da kein Strom fließt.
Spezialisten arbeiten hier mit besonderen Methoden, die sich Privatleute einfach nicht leisten können.

Resultat aus A:

  1. Falsche Zutaten

Hersteller von Billiggeräten empfehlen billiges Aqua Bidest, Batteriewasser oder gar Mineralwasser zu verwenden, weil ihre Geräte sonst nicht funktionieren, da kein Strom fließt. Ähnlich gefährliche Rezepte kursieren auch im Internet von Amateurberatern. Das Resultat sind gefährliche Silbersalze. Tun Sie sich das nicht an!

Problem B)

Ist nun einmal durch ein Spezialverfahren oder auch durch Verwendung von leitendem, also schlechtem Wasser die Elektrolyse zustande gekommen, dann erhöht sich die Leitfähigkeit des Wassers von Minute zu Minute und es werden immer schneller Partikel gebildet, wenn der Stromfluss nicht durch augeklügelte Steuerung reguliert wird. Je stärker der Stromfluss ist, desto größer werden die erzeugten Partikel. Da die Partkel nur bis zu eine bestimmten Größe (Gewicht !) im Wasser trotz der Schwerkraft schweben können, werden sie ab einem bestimmten Zeitpunkt zusammenclustern und zu Boden fallen und somit unwirksam werden.

Resultat aus B:

  1. Billig-Geräte 

Effektives Kolloidales Silber hat möglichst KLEINE Teilchen. Werden die Partikel zu groß, sinkt sowohl die Wirksamkeit, als auch die Haltbarkeit.

Billiggeräte ohne entsprechende Regelelektronik verhindern ein rasches Ansteigen der Partikelgröße nicht. Die ideale Partikelgröße und damit auch Partikelmenge erhält man bei 8-12 ppm.

Problem C)

Benutzer von Silber-, Gold-, oder anderen Kolloiden werden teils aus Unwissenheit teils aus Gewinnstreben an der Nase herumgeführt. Sie sollen denken, dass mehr ppm mehr Inhalt und mehr Wirkung zeigt, also besser sei als das der Konkurrenz. Das ist blühender Unsinn. Stabiles Silberkolloid z.B. funktioniert maximal bis 25 ppm. Was darüber hinaus angeboten wird ist minderwertiges Proteinsilber. Sie erkennen gutes Kolloidales Silber mit einem simplen Schüttel-Test. Gutes Elektrolyse-Silberwasser schäumt nicht. Schlechtes Protein-Silberwasser sehr wohl.

Resultat aus C:

  1. Größere ppm-Zahl bedeutet nicht größere Wirksamkeit!

Kolloidales Silber gibt es in verschiedenen Qualitäten. Diese wird in ppm angegeben. Ppm bedeutet „parts per million“ (Gewicht-Teile pro Million). Per Definition ist 1 ppm genau 1 Milligramm (mg) Silber enthalten in einem Liter Wasser (=1.000ml oder 1.000.000mg).

Bei der Qualität 10ppm handelt es sich um sehr kleine Teilchen (max. 0,01 µm), die sich gegenseitig abstoßen und deshalb schön gleichmäßig verteilt sind.
Je größer die ppm-Zahl, desto größer sind auch die Teilchen. Sie können sich nicht mehr so gut abstoßen, verklumpen und „flocken aus“ und sind deshalb nicht mehr wirksam.

Gedankenstütze:

Stellen Sie sich zwei Swimmingpools vor. Sie geben 10 kg Bälle in jeden Pool. Sie haben nun die gleiche ppm-Zahl in beiden Pools. 10kg Medizinbälle ergeben ca 3 Bälle in Pool eins, aber 10kg Tischtennibälle ergeben ca 100.000 Bälle im Pool zwei.  Sie wissen: 1 Ball tötet eine Bakterie. Welchen Pool wählen Sie? Doch den mit de kleinsten Bällen, weil es da mehr von gibt!

Schon gewusst?

Kolloidales Silber ist eine klare, durchsichtige Flüssigkeit. Gelbliche Verfärbungen deuten darauf hin, dass die Silber-Teilchen zu groß sind und es sich um mindere Qualität handelt. Das ist reine Physik. Je größer die Teilchen sind, desto stärker wird das Licht abgelenkt von durchsichtig über hellgelb bis im schlimmsten Fall dunkelgrau.

Es gibt tatsächlich Hersteller, die eine gelbe Farbe für en Qualitätsmerkmal halten.

Unser Rat

Sparen Sie sich die Mühe und die Kosten für ein wenig effektives, wenig haltbares und eventuell sogar gesundheitsschädliches Kolloidales Silber aus eigener Herstellung! Lassen Sie sich nicht, von Amateur-Informationen verleitet, auf teure Experimente mit Ihrer Gesundheit ein.

Empfehlung

Silbertau stellt seit 1994 erfolgreich Kolloidales Silber der Qualität 10 ppm her. Vertrauen Sie dem Fachmann. http://www.silbertau.com/Produkt-Angebot/Kolloidales-Silber/

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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