Vitamin E (Tocopherol)

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Das Zellschutzvitamin

Vitamin E bezeichnet eine ganze Familien von 16 verschiedenen Antioxidantien, bestehend aus Tocopherolen und Tocotrienolen. Alpha-Tocopherol ist wohl die am besten untersuchte Substanz, weshalb im Zusammenhang mit Vitamin E häufig auf Studien zu Alpha-Tocopherol verwiesen wird. Verwendet wird der Begriff Vitamin E und Tocopherol synonym.

Vitamin E ist fettlöslich und wird dem Körper durch die Nahrung zugeführt. Es kann nur gleichzeitig mit Fett vom Körper aufgenommen werden. Vitamin E beeinflusst auch die Aufnahme von Vitamin A und Vitamin K.

Da Vitamin E geht beim Kochen nicht verloren, allerdings sind schonende Garmethoden vorzuziehen.

Starker Name

Der Name der Tocopherole leitet sich ab von griech. tocos, Geburt und griech. pherein, hervorbringen. Der Name wurde von seinen Entdeckern 1922 gewählt, als Hinweis auf das Phänomen, dass Ratten im Tierversuch bei einem Tocopherol-Mangel nicht in der Lage waren, lebende Junge zur Welt zu bringen.

Radikalfänger

Tocopherol schützt die Zellen mit stark antioxidativen Eigenschaften. Es kann freie Radikale unschädlich machen und so die Zellsubstanz vor ihrem schädlichen Einfluss bewahren. Damit unterstützt Vitamin E das Immunsystem. Es ist beteiligt an der Bildung von Antikörpern und am Energiestoffwechsel.

Haare und Haut

Vitamin E besitzt positiven Einfluss auf die Haut. Das Kollagen in der Haut wird in Zelllebensdauer und Elastizität unterstützt. Vitamin E-reiches Öl kann beispielsweise zur besseren Narbenheilung beitragen. Haut und Haare profitieren von einem gesunden Vitamin E-Spiegel.

Stoffwechselfunktionen

Gerade im Fettstoffwechsel erfüllt Tocopherol wichtige Funktionen bei der Umwandlung von Fett in Energie. Ablagerungen in den Blutgefäßen scheint das Vitamin E entgegenwirken zu können und hält damit die Arterien durchlässig. Unter anderem vermag es das schädliche Cholesterin LDL in der Oxidation zu hemmen, so dass es sich nicht ablagern kann.

Vorbeugend

Es kann günstig auf die Insulinempfindlichkeit der der Zellen wirken. Auch bezüglich der Gehirnfunktionen sind die antioxidativen Zellschutzeigenschaften von Tocopherol eine vorbeugender Faktor gegen Alterskrankheiten.

Damit kann Vitamin E wahrscheinlich hilfreich bei Koordinationsstörungen im Bewegungsapperat (Ataxien) wirken, bei rheumatoider Arthritis oder anderen entzündlichen Gelenkbeschwerden, und möglicherweise auch bei Netzhauterkrankungen (Retinopathien), Muskelleiden und Diabetes.

Sonnenschutz

Äußerlich und innerlich schützt Vitamin E-Öl vor der Sonne, deshalb wird auch Kokosöl als Sonnenschutz eingesetzt.

Vorkommen

Gute Vitamin E-Lieferanten sind pflanzliche Öle wie beispielsweise Sonnenblumenöl, Olivenöl oder Weizenkeimöl. Es befindet sich auch in Nüssen und Samen. Zum Beispiel können rund 20 Gramm Sonnenblumenöl oder 50 Gramm Haselnüsse den ungefähren Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen bereits decken. Mangos und Avocados enthalten das Vitamin ebenso wie Johannisbeeren oder Gemüse wie Paprika, Schwarzwurzeln, Spinat und Grünkohl.

Nicht ganz so große Mengen enthalten auch tierische Lieferanten wie Eier und Butter. Fetthaltige Fische können ebenso zum Vitamin E-Haushalt beitragen wie Lachs, Makrele oder Heringe.

Mangel

Bei einem Mangel an Vitamin E können gegebenenfalls Sehstörungen auftreten, Muskelschwäche oder Nervenstörungen bei Bewegungsabläufen. Ein gravierender Mangel muss bei einer ausgewogenen Ernährung nicht auftreten, es sei denn die natürliche Aufnahme von Tocopherol wird verhindert durch chronische Krankheiten oder extrem fettfreie oder einseitige Ernährung.

Dosierung

Am besten eignet sich eine ausgewogene Ernährung. Eine Überdosierung über normale Nahrungszufuhr ist fast unmöglich. Höchstmengenangaben bei Nahrungsergänzungsmitteln sollten beachtet werden.

Wenn über eine lange Zeit sehr hochdosiertes Vitamin E über zusätzliche Nahrungsergänzungsmittelgaben aufgenommen wird, kann gegebenenfalls eine Überdosierung eintreten, die sich möglichweise in Müdigkeit oder Magen-Darm-Problemen äußert. Vitamin E beeinflusst auch die Aufnahme von Vitamin A und Vitamin K. Vitamin E kann die Blutgerinnung herabsetzen, weshalb Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder mit Medikamenteneinnahme für die Blutverdünnung von hohen Dosierungen absehen sollte. Die Einnahme sollte stets in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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