Arctostaphylus Uva Ursi (Bärentraube)

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baerentraube
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In vielen Ländern der Welt als Heilpflanze angebaut

Die Echte Bärentraube oder Immergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Die strauchförmige Heilpflanze bildet Matten mit einer Wuchshöhe von fünf bis zehn Zentimetern Höhe und horizontalen Ästen, die bis zu 50 Zentimeter Länge erreichen können. Die Sträucher können bis zu 120 Jahre alt werden.

Natürliche Vorkommen

Die Echte Bärentraube ist eine von drei der 66 Arctostaphylos -Arten, die außerhalb von Nordamerika vorkommt. Sie ist zirkumpolar auf der Nordhalbkugel verbreitet. In Europa wächst die Echte Bärentraube besonders im Gebirge in trockenen, sonnigen Höhenlagen bis zu 3.100 Metern. Die Blüten sind weiß bis rosa und besitzen eine glockige Form. Die scharlachroten, eiförmigen Beeren erscheinen von August bis Oktober und haben einen mehligen, säuerlich-herben Geschmack. Sie können roh, getrocknet oder gekocht gegessen werden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der Preiselbeere.

In Deutschland gilt der Bestand als gefährdet und steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Heilpflanze wird in vielen Ländern der Welt angebaut.

Inhaltsstoffe

Arbutin, Gerbstoffe, Flavone und Glykoside. Das Arbutin kann im menschlichen Organismus in Hydrochinon umgewandelt werden. Es wirkt leicht desinfizierend. Seine antibakterielle Wirkung entfaltet es beim Ausscheiden über die Niere und die Harnwege. Bärentraubenblätter findet man oft als Bestandteile von Blasen- und Nierentees.

Anwendung in Naturheilkunde und Volksmedizin

Die Laubblätter der Echten Bärentraube werden getrocknet. Sie sind unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel: Bärentraubenblätter, Achelblätter, Moosbeerenblätter, Sandblätter, Steinbeerenblätter oder Wolfsbeerenblätter. Die Blätter werden als Tee aufgegossen, der in der Volksheilkunde als förderlich bei Harnwegserkrankungen, bei Durchfall sowie Gallenbeschwerden galt sowie als Wehenmittel. In englischen Kräuterbüchern des 13. Jahrhunderts soll die Bärentraube als Heilpflanze erwähnt sein. Die Moderne Medizin hat keine Hinweise auf seine Wirksamkeit gefunden. Untersuchungen legen nahe, dass das aus Arbutin entstehende Hydrochinon potenziell krebserregend sein kann, weshalb die Einnahme nicht länger als acht Tage hintereinander erfolgen sollte. Bei Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter 12 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen.

Zubereitungshinweis für Tee

Tee aus Bärentraubenblättern sollte kalt aufgegossen werden, da heißes Wasser möglicherweise zu viele Gerbstoffe auslöst. Die Dosierungsanleitung ist zu beachten. Es gibt Hinweise darauf, dass die antibakterielle Wirksamkeit unterstützt wird, wenn der Urin basisch ist. Aus diesem Grunde sollte auf den Verzehr von ausreichend Obst und Gemüse geachtet werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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