Tinnitus mit natürlichen Mitteln lindern

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Belastendes Ohrklingeln

Fast jeder zehnte Erwachsene leitet im Laufe seines Lebens einmal darunter: Tinnitus. Tinnitus aurium ist eine extrem störende Beeinträchtigung, die alle Bereiche des täglichen Lebens betrifft. Der Betroffene empfindet Geräusche, die keinen äußeren Schallquellen zugeordnet werden können. Das Summen, Zischen, Klicken oder Pfeifen ist unterschiedlich laut und beeinträchtigt das Hörvermögen entsprechend.

Ursachen von Tinnitus

Exzessiver und anhaltender starker Lärm, ein Knalltraumata oder ein Hörsturz können Ursachen sein. Aber auch Kopf- oder Nackenverletzungen oder Ohrinfektionen können Tinnitus zur Folge haben.

Fehlende Therapie für Tinnitus

Es gibt bislang keine Therapie für Tinnitus. Wir stellen ihnen hier jedoch 8 wirksame, ganzheitliche und natürliche Behandlungsmöglichkeiten vor, die dazu beitragen können, Ihren Tinnitus zu mildern. Probieren Sie aus, was Ihnen hilft.

Tinnitus-Tipp 1: Verzicht auf Koffein

Koffein steht schon seit langem im Verdacht die Symptome von Tinnitus zu verstärken. Das Koffein verengt die Kapillargefäße und verringert so die Blutversorgung des Kopfes und der Ohren. Versuchen Sie einmal den Kaffee wegzulassen.

Tinnitus-Tipp 2: Gingko biloba

Die Blätter des Gingkobaumes verstärken die  Blutzufuhr zum Kopf, Nacken und Gehirn. Zudem verringert Gingko Entzündungen in den Blutgefäßen. Deshalb ist die Aufnahme von Gingko biloba unser Tipp Nummer 2. Bedenken Sie jedoch, dass Naturmittel längerfristig eingenommen werden müssen, bis sie wirken.

Tinnitus-Tipp 3: Salz-Reduktion

Salz erhöht den Blutdruck. Dies kann sich negativ auf den Tinnitus auswirken und ihn verstärken. Mit diesem Tipp könnte die Intensität der Hörgeräusche vermindert werden. Probieren Sie es aus.

Tinnitus-Tipp 4: CoEnzym Q10

Auch das Coenzym Q10 soll sich positiv auf Tinnitus auswirken: Die Intensität der Ohrgeräusche ließ sich deutlich verringern, wie eine Studie des Journal of Otolaryngology – Head and Neck Surgery  herausgefunden hat.

Tinnitus-Tipp 5: gehen Sie starkem Lärm aus dem Weg

Viele Menschen weigern sich  trotz einer Tinnitus-Erkrankung lärmbelastete Situationen zu meiden. Entweder weil ihr Arbeitsplatz sehr laut ist oder weil sie sich nicht in ihrer Lebensführung einschränken möchten. Versuchen Sie es, wenn Sie können und wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann tragen Sie auf einen Gehörschutz.

Tinnitus-Tipp 6: Weißes Rauschen

Leise und zarte Geräusche können Linderung verschaffen, wenn sie permanent und gleichmäßig im Hintergrund laufen.  Dieses sogenannte „Weiße Rauschen“ trägt dazu bei das Tinnitus-Geräusch zu überdecken. Ein Zimmerbrunnen oder ein Föhn sind gute Quellen für Weißes Rauschen.

Tinnitus-Tipp 7: weg mit dem Ohrenschmalz

Die  Verstopfung des Gehörgangs durch Ohrenschmalz (Cerumen) ist eine weitere Ursache von Tinnitus. Ein regelmäßiger Besuch beim HNO-Arzt ist daher empfehlenswert. Er kann überflüssiges Ohrenschmalz entfernen und so zu einer Linderung beitragen. Zu Hause können Sie das Ohrenschmalz mit einigen wenigen Tropfen mineralischen Öls, Babyöls oder durch rezeptfrei erhältliche Ohrentropfen behutsam aufweichen und es mit einer Spritze lauwarmen Wassers vorsichtig herausspülen.

Tinnitus-Tipp 8: Fingertrommeln

Erlernen Sie ein einfaches, aber ungewöhnliches Verfahren, das schon vielen Menschen mit Tinnitus umgehend Linderung verschafft hat: Legen Sie Ihre Handflächen so über Ihre Ohren, dass die Finger leicht auf dem Hinterkopf aufliegen und die Mittelfinger aufeinander zeigen. Heben Sie nun Ihre beiden Zeigefinger an und klopfen Sie schräg nach rechts auf Ihre Mittelfinger. Erzeugen Sie so ein „Trommeln“, dass Sie 50 Mal wiederholen. Sie können diese Methode mehrmals am Tag anwenden. Probieren Sie es aus!

Ich wünsche Ihnen, dass diese einfachen, kostengünstigen und natürlichen Mittel und Methoden zur Linderung Ihrer Beschwerden beitragen und dass Sie Ihr alltägliches Leben wieder besser genießen können.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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