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Zuckersucht ist das neue Rauchen

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Täglich die 4fache Menge Zucker

Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO für die tägliche Zuckeraufnahme liegt bei 25g pro Tag. Der Durchschnitts-Deutsche nimmt aber immer noch die 4fache Menge täglich zu sich.

Versteckte Zucker auf dem Etikett

Bei Fertigprodukten im Supermarkt ist der Zuckergehalt oft nicht sofort ersichtlich. Hinter Begriffen wie Dicksaft, Glukosesirup, Maltodextrin, Joghurtpulver, Magermilchpulver oder Maltose verbirgt sich schlicht und einfach Zucker. Selbst natürliche Fruchtsüße ist nur ein fantasierreicher Begriff, um den wahren Zuckergehalt zu verschleiern.

Kleine Eselsbrücke

Als kleiner Leitfaden kann Ihnen dienen, dass Begriffe, die mit -ose oder -sirup enden versteckte Zucker sind. Wenn sie dann auch noch ganz oben auf der zutatenliste stehem, dürfen Sie davon ausgehen, dass Zucker ein Haupt-Inhaltsstoff ist.

Kleine Auswahl von Lebensmitteln, in denen sich Zucker versteckt

(Nahrungsmittel mit ungefährem Zuckergehalt pro Portion)

  • Softdrink: 40g pro Glas
  • Fertigpudding: 36g
  • Cornflakes, gezuckert: 30g
  • Multivitamin-Nektar: 22g pro Glas
  • Fruchtjoghurt: 18g
  • Heringssalat: 16g
  • Rotkohl: 15g
  • Ketchup: 10g
  • Müsli-Riegel: 9g
  • Joghurt-Dressing: 5g
Zucker ist eine Droge

Leider regt Zucker das Suchtzentrum im Gehirn an. Es fällt schwer auf Zucker zu verzichten oder ihn zu reduzieren, wenn man sich einmal an den Geschmack gewöhnt hat. Das ist ähnlich wie mit Tabak, Alkohol und anderen Drogen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Diese Kräuter hellen die Stimmung auf

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Psyche positiv beeinflussen

Es gibt Alternativen für die gefährlichen, gemütsverändernden Wirkstoffe der Psychopharmaka. Denn Lebensmittel können nicht nur schmecken, sie können auch die Stimmung heben und Depressionen abmildern. Auf ganz natürlichem Weg, ohne Nebenwirkungen können Nahrungsmittel die Psyche positiv beeinflussen.

Ernährung verändert Stimmungslage

Viele ernährungsspezifische Publikationen stimmen darin überein, dass z.B. Omega-3-Fettsäuren die Stimmungslage verbessern können. Fetter Fisch, Samen und Nüssen sind deshalb bekannte Stimmungsaufheller. Aber auch in der Kräuter- und Gewürzkiste gibt es einiges, was Ihnen bei negativer Stimmung oder Depression helfen kann.

Safran

In der traditionellen östlichen Medizin gilt Safran als „Gewürz der Glückseligkeit“. Nicht nur zur Aufhellung der Stimmung kann dieses Gewürz beitragen, sondern auch bei ernährungsbedingten Verhaltensproblemen wie übermäßigem Naschen zwischen den Mahlzeiten. Eine iranische Studie untersuchte 2015 die Wirkung von Safran auf die Psyche und stellte die These auf, dass Safran es sogar mit verschreibungspflichtigen Antidepressiva aufnehmen kann. In diese Richtung soll weiter geforscht werden. Indisches Essen, spanische Paella, italienisches Risotto und französische Bouillabaisse verwenden gerne Safran. Bei Schwangerschaft und Kindern unter 6 Jahren wird jedoch vor dem Verzehr gewarnt.

Zimt

Das berauschende Aroma von Zimt sorgt schon durch seinen Duft für gute Stimmung. Zimtstangen oder Zimtpulver stimulieren das Gehirn. Außerdem verbessert Zimt die Konzentration, das Gedächtnis und Aufmerksamkeit. Heißhunger auf ungesunden Zucker kann durch Zimt reduziert werden und die Libido anregen.

Kurkuma

Das als Antioxidans und Entzündungshemmer bekannte Kurkuma stimuliert die Freisetzung von Serotonin, dem körpereigenen Stimmungsaufheller. Die Zeitschrift Phytotherapy Research veröffentlichte 2013 eine Studie, wonach Kurkuma Depressionen wahrscheinlich sogar effektiver lindern kann als gängige pharmazeutische Antidepressiva.

Rosmarin

Dieses mediterrane Gewürz hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Geistige Ermüdung, Burn-out oder Depressionen sind Krankheitsbilder, die denen Rosmarin für spürbare Besserung sorgen kann. Bei Schlaflosigkeit helfen und blank liegenden Nerven beruhigen die nadelartigen, aromatischen Blätter ebenfalls. Über die medizinischen Eigenschaften von Rosmarin wird viel geforscht. Erstmals soll eine Komponente von Rosmarinöl im Blutspiegel mit einer verbesserten kognitiven Leistung einhergeht.

Thymian

Das typisch provenzalische Gewürz hilft Thervorragend bei psychischem Stress, Schlaflosigkeit und depressiven Verstimmungen. Er enthält neben Lithium, einem Mineral mit antidepressiven Eigenschaften, auch die Aminosäure Tryptophan, aus der Serotonin gewonnen wird, das für guten Schlaf sorgt. Auch Thymian beruhigt den Geist und die Nerven.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Schon „wenig“ ist „zu viel“: Süßstoff Sucralose

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Hin und wieder, aber wenig

Dass künstliche Süßstoffe ungesund sind und eine lange Liste von Nebenwirkungen aufweisen, ist inzwischen bekannt. Trotzdem handeln sehr viele Konsumenten nach dem Prinzip „Hin und wieder, aber nur wenig. Das kann doch nicht so schlimm sein.“ Leider gibt es bei künstlichen Süßstoffen keine Dosis, die sich als unbedenklich bezeichnen ließe.

600 x süßer als Kristallzucker

Der künstliche Süßstoff Sucralose läuft unter der Bezeichnung E 955. Er ist kalorienfrei und schmeckt etwa 600 x süßer als Kristallzucker. Dieser Süßstoff wird seit 1999 als Tablette oder wässrige Lösung vertrieben. Sucralose findet sich in zahlreichen Produkten, da es sowohl in Wasser als auch in Alkohol lösbar ist. Wird er zusätzlich mit Maltodextrin gestreckt, wirkt sich das auf die Kohlenhydratverdauung des Konsumenten aus. Der Markt mit Sucralose ist lukrativ: 2011 fielen 17,9% des weltweiten Markts für hoch wirksame künstliche Süßstoffe auf Sucralose. Das Marktvolumen beträgt ca. 1.146 Mrd. Dollar.

Verbindung von Süßstoff und Krebsrisiko?

Am Ramazzini-Institut in Bologna erforschen italienische Wissenschaftler den künstlichen Süßstoff Splenda, der Sucralose enthält. Er steht im Verdacht das Risiko an Leukämie und anderen Krebsformen zu erkranken zu erhöhen.
Eine umfangreiche Studie an Mäusen bestätigte den Anfangsverdacht. Bei 457 männlichen und 396 weiblichen Mäusen wurde die Nahrung mit Sucralose in Dosierungen von null, 500, 2.000, 8.000 und 16.000 ppm (parts per million) versetzt. Je höher die Dosis war, desto häufiger erkrankten die Mäusemänner an bösartigen Tumoren. Leukämie trat deutlich öfter bei den Mäuserichen auf, die die 2.000 und 16.000 ppm Sucralose erhielten. Der künstliche Süßstoff Sucralose ist also, entgegen der bisherigen Meinung, biologisch hoch aktiv.

„Diese Erkenntnisse stützen frühere Daten nicht,
denen zufolge Sucralose biologisch inaktiv ist.“

(Ramazzini-Institut in Bologna, Italien)

Reaktionen auf die Studie

Die Wissenschaftler waren über ihr Ergebnis sehr besorgt und forderten eine Folgeuntersuchung, um die Gefährlichkeit der Substanz weiter zu erforschen. Der Hersteller des Süßstoffes Splenda, die Heartland Food Products Group, erhob Zweifel an der Zuverlässigkeit der Studienergebnisse. Er warf den Wissenschaftlern vor, die die für Menschen empfohlene Tagesdosis überschritten zu haben. Wie relevant ist die Frage nach der Dosis für das Krebsrisiko?

 „Selbst wenn man weniger konsumiert, heißt das nicht, dass es keine Probleme gibt.
Wenn etwas in hoher Dosierung Krebs verursacht, verursacht es im Allgemeinen auch in geringeren Dosen Krebs.
Das Risiko ist nur geringer“
(Dr. Lisa Lefferts, Center for Science in the Public Interest, in Daily Mail)

Nebenwirkungen von Sucralose

Nicht nur für Menschen mit Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Allergien oder Magenkrebs kann sich der Verzehr von Sucralose negativ auswirken. Dieser künstliche Süßstoff reduziert nämlich die Zahl der nützlichen Bakterien im Magen-Darm-Trakt. Die Darmflora gerät aus dem Gleichgewicht. An der Mercer University School of Medicine, Macon (US-Bundesstaat Georgia) konnte eine Verbindung von Sucralose und Migräne festgestellt werden. Beim Erhitzen oder Backen von Sucralose können karzinogene Dioxine freisetzt werden.

„Wurde Sucralose auf hoher Temperatur gekocht, wurden Berichten zufolge chlorierte Diole freigesetzt. Das sind potenziell toxische Verbindungen. Sowohl Studien an Menschen wie auch an Nagetieren zeigten, dass Sucralose die Werte von Glukose, Insulin und GLP-1 (das Peptidhormon Glucagon-like Peptide) verändern kann.“
(Journal of Toxicology and Environmental Health, Part B, 2013)

Aspartam

Einer der beliebtesten Süßstoffe weltweit ist Aspartam. Seit über 30 Jahren auf dem Markt wird dieser künstliche Süßstoff im Körper in krebserregendes Formaldehyd umgewandelt. Dies kann nicht nur ernste negative Folgen auf die Gehirnfunktion, sondern auch auf den ganzen Körper haben. Aspartam regt den Appetit an und weckt Zuckergelüste, weil es die natürliche Hormonproduktion des Körpers verändert. Eine Gewichtszunahme ist wahrscheinlicher als bei Konsum von raffiniertem Zucker.

Keine unbedenkliche Dosis

Bei künstlichen Süßstoffen gibt es tatsächlich keine Dosis, die sich als unbedenklich bezeichnen ließe. Wer auf Süße nicht verzichten kann, sollte natürliche Alternativen einsetzen. Dicksaft, Sirup und Honig enthalten im Gegensatz zum weißen Industriezucker zahlreiche Mineralstoffe. Ahornsirup, Agavendicksaft, Apfeldicksaft, Rapshonig, Reissirup, Wildblütenhonig, Zuckerrübensaft sind eine gesunde Alternative.

Hinweis

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Mit Lebenslust und Elan in den Frühling

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10 Tipps für Körper und Geist

So kommen Sie gesund durch den Frühling:

  1. An frischer Luft in den Himmel schauen: Das blaue Tageslicht aktiviert das Gehirn, macht es wach und konzentriert. Die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin wird angeregt.
  2. Ein Vitalstoff für Nerven und Lebensfreude ist das Vitamin B1: Steuern Sie dem Stress entgegen mit Vollkornprodukten, Sonnenblumenkernen oder Walnüssen.
  3. Körpereigene Abwehrkraft stärken: Vitamin C, Acai oder Spirulina regen den Stoffwechsel an und bilden Abwehrzellen.
  4. 7 – 8 Stunden Schlaf pro Nacht: Melissentee eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen fördert den gesunden Schlaf. Lüften Sie Ihr Schlafzimmer gut durch.
  5. Kreislauf anregen: Eine Kalt-Warm-Wechseldusche am Morgen macht Sie richtig wach und stärkt auch die Abwehrkräfte. Danach vollwertig frühstücken.
  6. Pausen an der frischen Luft: Gönnen Sie sich kleine Auszeiten und füllen Sie diese durch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Z.B. 15 Minuten nach dem Mittagessen.
  7. Aktiv bleiben: Täglich 10 – 20 Minuten bewegen. Dehnübungen, Fahrrad fahren, Spazieren gehen oder Sport treiben.
  8. Zwischenmenschliche Beziehungen pflegen: Erfolgreiche Gesundheitspflege umfasst den Menschen als Ganzes. Familie, Freunde und soziale Kontakte gehören dazu.
  9. Belastende Ernährung reduzieren: Alkohol, Zigaretten, Kaffee, Weißmehl, Zucker und Fett belasten Ihren Körper und Ihr Wohlbefinden.
  10. Gewicht reduzieren: Eine Fastenwoche entlastet schon nach 3 Tagen spürbar. Abnehmen , Entschlacken und Gift- und Schadstoffe aus dem Körper schwemmen.

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

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Gutes für Ihre Nieren

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Schützenswerte Nieren

Die Niere hat gemeinsam mit der Leber eine zentrale Stellung bei der Entgiftung des Körpers. Sie reinigen das Blut, sorgen dafür, dass Abfallstoffe über den Harn ausgeschieden werden, neutralisieren Säuren, absorbieren Mineralien und produzieren Hormone. Leider bleiben Nierenschädigungen oft lange unerkannt, weil diese Organe auch noch mit 20% für den Körper arbeiten können.

So schützen Sie Ihre Nieren

  • Finger weg von Drogen
  • Verzicht auf Schmerzmittel (auch frei erhältliche)
  • Regelmäßig und ausreichend schlafen
  • Trinken Sie reichlich Wasser
  • Harn nicht zurückhalten (Gefahr von Nierensteinen, Inkontinenz und Nierenversagen)
  • Sparsam mit Salz (veränderter Flüssigkeitshaushalt belastet die Nieren)
  • Zucker vermeiden (zuckerhaltige Getränke können Risiko auf Nierenversagen erhöhen)
  • Kaffee in Maßen (Koffein belastet die Nieren)
  • Zu viel Alkohol (Schädigt nicht nur die Leber, sondern auch die Niere)
  • Nierenreinigung nach Dr. Hulda Clark

Nieren verarbeiten Schadstoffe. Zu den wichtigsten zählen die Abfallprodukte aus dem Eiweißstoffwechsel. Deshalb sind Diäten, die besonders reich an Proteinen sind, eine starke Belastung für die Nieren. Dies gilt vor allem für solche Diäten, die wenig andere Energiequellen enthalten und den Körper dazu zwingen, seine Energie stärker aus den Eiweißen zu beziehen.

Kräuter für die Niere

Auch Defizite in der Ernährung setzen die Nieren unter Druck. Hier erhöht vor allem ein Mangel an Magnesium oder ein zu niedriger Vitamin-B6-Wert das Risiko von Nierensteinen oder Nierenversagen. Wenn Sie unsere Gesundheitstipps bereits umsetzen, können Sie Ihren Nieren mit diesen gesunden Kräutern noch zusätzlich etwas Gutes tun:

Grüner Tee enthält wertvolle Polyphenole, die bei der Vorbeugung gegen Nierensteine sehr nützlich sind.

Java-Tee (auch: Nierentee). Das enthaltene Katzenbart-Kraut (Orthosiphon aristatus) wirkt harntreibend. Stickstoffhaltige Schadstoffe, Abfallprodukte aus dem Protein-Stoffwechsel, werden besser aus dem Körper gespült.

Kriech-Quecke (Agropyron repens) kurbelt bei Harnwegsinfektionen die Harnbildung an und ist bei der Auflösung von Nierensteinen hilfreich.

Rehmannia (Rehmannia glutinosa), sogenannter „Chinesischer Fingerhut“ genannt, wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als stärkendes Tonikum für die Nieren und die Nebennierenrinde eingesetzt.

Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) ist ein Adstringens und reinigt die Niere.
Doch Vorsicht: Dieses hoch wirksame Kraut sollte nicht bei Nierenentzündungen oder von Schwangeren eingenommen werden. Ebenso ist dringend davon abzuraten, es länger als sieben bis zehn Tage zu sich zu nehmen.

Hinweis

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Diabetes (Zuckerkrankheit)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Diabetes?

Diabetes mellitus wird auch die Zuckerkrankheit genannt. Bei dieser Stoffwechselstörung kann Zucker vom Körper nicht richtig verarbeitet werden. Deshalb ist die Glukosekonzentration im Blutspiegel ständig erhöht. Entscheidend für die Zuckerverwertung ist das Hormon Insulin, das in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird.

Schäden vorprogrammiert

Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht gerät, sind Schäden am Gefäßsystem vorprogrammiert. Das kann die Augen betreffen, das Herz, die Nieren, die Nerven und die Füße.

Ständige Achtsamkeit

Jeder Diabetespatient achtet sehr genau auf seine Blutzuckerwerte (BZ), also den Zuckergehalt im Blut. Er wird gemessen in mg/dl oder mmol/l. Gerade bei der Typ 2-Erkrankung zeigen sich oftmals lange keine Symptome, bis plötzlich der Blutzuckerspiegel einen kritischen Wert erreicht.

Ist der Blutzucker noch normal?

Ab den folgenden Normwerten spricht man von krankhaften Werten: nüchtern 126 mg/dl, zu jeder anderen Zeit über 200 mg/dl. Ein weiterer wichtiger Wert ist der Blutzucker-Langzeitwert, der HbA1c.

Symptome bei erhöhtem Blutzucker

Typische Symptome bei Diabetespatienten sind bei erhöhtem Blutzuckerspiegel, der sogenannten Überzuckerung oder Hyperglykämie, verstärkter Durst und häufiges Wasserlassen sowie Sehstörungen, Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen. Sehstörungen, Juckreiz und Fußprobleme können auftreten. Daneben wirken Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit und schnelle Ermattung und Müdigkeit zu den störenden Kennzeichen.
Eine schwere Hyperglykämie kann zu diabetischen Koma führen.

Symptome bei niedrigem Blutzucker

Anzeichen für Unterzuckerung oder Hypoglykämie sind ein pelziges Gefühl im Mund, Kribbeln und Nervosität, Schweißausbrüche und Heißhunger. Bei schwerem Unterzuckerung kann es zu Sprachstörungen, Sehstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
Ohne Zuckerzufuhr kann Bewusstlosigkeit eintreten, möglicherweise mit bleibenden Hirnschäden oder Todesfolge.

Es wird seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft unterschieden zwischen folgenden Diabetesformen.

Typ 1 betrifft oft Jugendliche

  • Bei Diabetes mellitus Typ 1 wird von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den Langerhansschen Inseln kein Insulin gebildet. Es entsteht ein absoluter Insulinmangel. Insulin wird benötigt, um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Wenn dieser Transportweg gestört ist, steigt der Blutzucker an, den Zellen fehlt jedoch nach wie vor Zucker für ihre Energiegewinnung. Der ständig zu hohe Blutzucker kann zu Schädigungen führen.
  • Bei Diabetes Typ 1, bei dem kein Insulin vom Körper gebildet wird, ist eine Insulintherapie unumgänglich.
  • Etwa 10 Prozent der Diabeteserkrankungen gehören zu diesem Typus. Da häufig Kinder zwischen 11 und 13 Jahren betroffen sind, wurde früher oftmals der Ausdruck juveniler Diabetes gebraucht.

Typ 2 als Zivilisationskrankheit

  • Diabetes mellitus Typ 2 wurde früher auch Altersdiabetes genannt. Bei dieser Diabetesform mit relativem Insulinmangel kann das Insulin in den Zellen nicht richtig verwertet werden. Das nennt man Insulinresistenz. Dazu kommen Unregelmäßigkeiten durch eine zu langsame Ausschüttung. Dadurch steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit zu schnell an. Der Körper versucht im Ausgleich, mehr Insulin zu produzieren. Störungen bei der Insulinproduktion sind die Folge.
  • Typ 2 tritt häufig auf in Verbindung mit Übergewicht (Adipositas) oder dem Metabolischen Syndrom, auch genannt „das tödliche Quartett“ aus Übergewicht plus Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und Diabetes mellitus. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt dabei sehr stark an. Dabei scheint nach neuesten Erkenntnissen ganz besonders das Übergewicht der entscheidende Faktor zu sein.
  • Diese Typ-2-Stoffwechselkrankheit ist die häufigste Form der Diabetes. 90 Prozent der Erkrankungen betreffen diese Form, die besonders in den Industriestaaten anzutreffen ist.

Typ 3 und 4

  • Typ 3 umfasst alle anderen spezifischen Diabetesformen außer Typ 4, den Schwangerschaftsdiabetes.

Das kann helfen bei Diabetes

Bei dem weitaus häufigsten Fall, der Typ-2-Erkrankung, sollte eine Insulintherapie vom Arzt nur dann verordnet werden, wenn zuvor alle anderen Mittel ausgeschöpft sind. Denn der Ursprung der Erkrankung ist zunächst nicht der Insulinmangel, sondern die Insulinresistenz, die bewirkt, dass das Insulin am Zielort wirkungslos bleibt. Der Insulinresistenz kann entgegengewirkt werden durch mehr Bewegung, eine vitalstoffreiche Ernährung und durch Gewichtsabnahme.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung und besonders Ausdauersport ist eine wirksame Maßnahme gegen Fettdepots. Als Faustregel gelten 150 Minuten Sport pro Woche, aufgeteilt auf drei oder fünf Tage.
Körperliche Aktivität wird nicht nur zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Die Insulinresistenz wird ebenfalls reduziert. Dadurch kann das körpereigene Insulin wieder besser wirken. Durch Bewegung wird außerdem die Glucoseaufnahme und die Verwertung in der Skelettmuskulatur verbessert. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel gesenkt werden.

Ernährung

Diätische Behandlungen mit dem doppelten Ziel der Gewichtsabnahme und der Vermeidung zu starker Schwankungen im Blutzuckerspiegel sind sehr sinnvoll. Für die Ernährung gelten dabei im Grunde genommen die gleichen Grundregeln wie für einen Nicht-Diabetiker:
Etwas über die Hälfte der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen, 10 bis 15 Prozent aus Eiweiß, 20 bis 30 Prozent aus Fett – wobei pflanzliche Fette und Omega-3-reiche Fettsäuren bevorzugt werden sollten. Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse auf den Speiseplan.
Die Kalorien aus der Fettzufuhr müssen der körperlichen Aktivität angepasst werden. Denn hier ist zwar nicht sofort ein erhöhter Blutzuckerwert die Folge, aber wenn das Übergewicht unterstützt wird, dann wird damit auch die Insulinresistenz erhöht.

Positive Berichte bei Gewichtsabnahme

Es gibt zahlreiche Krankenakten, bei denen Diabetiker-Patienten, die ihr Übergewicht auf Normalgewicht reduzieren konnten, keinerlei Medikamente mehr benötigten.

Vollkornprodukte

Vollkornprodukte lassen den Blutzucker langsamer ansteigen durch die Aufspaltung der langkettigen Zuckermoleküle. Dabei hat der reiche Ballaststoffanteil bei Vollkornprodukten eine sättigende Wirkung, was gegen die Bildung von Übergewicht hilfreich ist. Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch und frisches Obst gehören ebenfalls zu den zu bevorzugenden Lebensmitteln.

Achtung, kurzkettige Zucker

Die moderne Einstellung zu Diabetes verteufelt die kurzkettigen Zucker (Saccharose) wie beispielsweise in Haushaltszucker für Diabetiker nicht mehr komplett. In vernünftigem Umfang können diese konsumiert werden, jedoch ist es speziell bei süßen Getränken sinnvoll, solche mit Zuckeraustauschstoffen (Ersatzstoffen) zu bevorzugen, denn zuckerhaltige Getränke werden extrem schnell resorbiert. Ein sehr schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels ist die Folge.

Heilpflanzen

Der Heilpraktiker oder Arzt weist vielfach auf die positive Unterstützung bei Diabetes-Therapien durch Heilpflanzen hin.

Kürbis

Kürbis als Gemüse ist ein schmackhafter Blutzuckersenker und wirkt offenbar der Insulinresistenz entgegen. Studien forschen an der Nutzbarmachung von dem Potenzial der Erneuerung geschädigter Bauchspeicheldrüsenzellen durch Kürbiswirkstoffe. Außerdem enthält das Kürbisfleisch wenig Kalorien, viele Ballaststoffe und wertvolle Antioxidatien. Kürbiskernöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl mit essentiellen Fettsäuren.

Leinöl

Die essentiellen Fettsäuren aus Leinsamenöl sind in der Lage, Zellschädigungen durch chronisch erhöhten Blutzucker entgegenzuwirken.

Zimt

Zimtrinde vermag den Blutzucker senken und unterstützt die Insulinproduktion. Deshalb ist das Gewürz als Hausmittel bei Diabetes bekannt.

Mariendistel (Carduus intybus)

Ein natürlicher Wirkstoff zur Reduktion von Insulinresistenz ist Silymarin, das in der Mariendistel enthalten ist.

Ingwer (Zingiber officinale)

Der Namenszusatz von Ingwer „officinale“ deutet darauf hin, dass es sich um eine zugelassene Arzneipflanze handelt. Gingerole aus der vitalstoffspendenden Knolle können die Aufnahme von Glukose in die Zellen der Skelettmuskulatur unterstützen.

Artischocke (Cynara scolymus)

Die Wirkstoffe aus der Artischocke können den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen. Im Handel gibt es zahlreiche Fertigpräparate, die sich der Naturheilkraft aus der Artischocke bedienen.

Wegwarte (Cichorium intybus)

Regulierend auf den Zuckerstoffwechsel und ebenso auf die Leber wirken die Bitterstoffe der Wegwarte.

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Übersicht

Statine mit hohen Nebenwirkungen

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Atorvastatin gegen hohe Cholesterinwerte

Das Pharmaunternehmen Pfizer vertreibt den Wirkstoff Atorvastatin in Deutschland für rezeptpflichtige Mittel wie Lipitor ®, Sortis ® oder Atoris ®. Es gehört zur Familie der Statine. Diese Mittel werden eingesetzt, um die Cholesterinwerte in den Griff zu bekommen. Aber die Nebenwirkungen übertreffen den Nutzen bei Weitem.

Natürliche Leberfunktion eingeschränkt

Der Wirkstoff Atorvastatin in diesen Medikamenten verändert die Leberfunktion. Die Wirksamkeit eines speziellen Leberenzyms, das Cholesterin produziert wird dadurch reduziert: Die Leber kann besser Lipoprotein geringer Dichter (LDL) binden, wodurch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle sinkt. Bei Patienten mit schwerem Gefäßvorfall werden Statine vorbeugend verschrieben. Immer, wenn natürliche Funktionen eingeschränkt werden, führt das an anderer Stelle zu Problemen.

Risiko höher als der Nutzen?

Das University College London (UCL) und die Universität Glasgow untersuchen den Nutzen und die Risiken, die der Wirkstoff Atorvastatin in sich birgt. Laut ihren Untersuchungen steigt das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken und an Gewicht zuzunehmen mit der Einnahme von Statinen. Eine umfassende Analyse über die Mechanismen wie Statine das Diabetes-Risiko erhöhen, wurde vorgelegt. Demnach erhöht sich das Risiko für Diabetes Typ 2 um 12%.

Aussagekräftige Studien

Über einen Zeitraum von vier Jahren nahmen 130 000 Testpersonen an Studien teil, die die Wirkung von Statinen auf die Häufigkeit von Herzerkrankungen und Schlaganfällen untersuchten. Gleichzeitig wurde auch das Diabetes-Risiko ermittelt. Dieses Risiko stieg um 12%. Der Grund liegt in der Tatsache, dass Statine und Varianten von enzymkodierenden Genen in den Leberzellen ähnliche Wirkung erzielen: Gewichtszunahme und erhöhtes Diabetes-Risiko.

„Häufig auftretende Varianten in dem Gen, das dieses Leberenzym kodiert, werden mit einem geringeren LDL-Cholesterinwert in Verbindung gebracht. Unter Berücksichtigung der Werte von bis 220 000 Personen kamen wir zu dem Schluss, dass diese genetische Variante auch mit einem höheren Gewicht und einem leicht erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung steht.“
(Dr. Daniel Swerdlow, UCL-Institut für kardiovaskuläre Wissenschaft, Mitautor der Studie)

Folgen der genetischen Abweichung

Professor Aroon Hingorani, ein weiterer Autor der Studie, stellt fest, dass die Unterdrückung der natürlichen Leberfunktion auf lange Sicht zu Stoffwechselproblemen führt. Mithilfe der genetischen Ergebnisse der Studie könne man erklären, wie Statine das Gewicht und das Diabetes-Risiko erhöhen. Die Auswirkungen der genetischen Varianten seien allerdings um diverse Größenordnungen kleiner als die Auswirkungen von Statinen.

„Die Effekte waren sehr viel kleiner als bei der Statin-Behandlung, aber die genetischen Ergebnisse sprechen dafür, dass die in der Studienanalyse beobachtete Gewichtszunahme und das Diabetes-Risiko mit dem bekannten Handlungsmechanismus von Statinen in Zusammenhang stehen und nicht mit einem anderen unbeabsichtigten Effekt.“
(Dr. Daniel Swerdlow, UCL-Institut für kardiovaskuläre Wissenschaft, Mitautor der Studie)

Gefährliche Empfehlungen

Unerwünschte Nebenwirkungen wie Diabetes Typ 2 sind ein guter Grund vor pauschalen Empfehlungen Abstand zu nehmen. Das UK National Institute for Health and Care Excellence empfiehlt aber Ärzten, Statine Patienten zu geben, die innerhalb der nächsten zehn Jahre eine um mindestens 10% höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, eine kardiovaskuläre Erkrankung zu bekommen. Also wird Ärzten empfohlen Statine vorbeugend einzusetzen. Statine sind aber eine riskante Methode, wenn man kardiovaskuläre Erkrankungen verhindern will.

Alternativen zu Statinen

Wie können die Cholesterinwerte wirksam und ohne Nebenwirkungen kontrolliert werden? Führen Statine auf die falsche Fährte? Wie können Ärzte ihre Patienten besser ermutigen, für gesunde Gefäße zu sorgen?

„Viele Patienten, die für eine Statin-Behandlung infrage kämen, würden auch von einer Änderung des Lebensstils profitieren, unter anderem mehr körperliche Aktivität, mehr gesunde Ernährung und ein Verzicht aufs Rauchen. Die in dieser Studie beobachteten mäßigen Anstiege von Gewicht und Diabetes-Risiko lassen sich durch eine gesündere Ernährung und eine gesündere Lebensweise einfach ausgleichen. Wenn man im Gespräch mit diesen Patienten bekräftigte, wie wichtig eine Umstellung der Lebensweise ist, würde das den Nutzen der Statin-Behandlung mit Blick auf die Prävention von Herzinfarkten und Schlaganfällen weiter vergrößern.“
(Professor Naveed Sattar, Mitautor der Studie)

Gesündere Lebensweise

Eine Umstellung der Lebensweise unterstützt Ihre Leber auf ganz natürliche Weise und besprechen Sie Alternativen mit Ihrem Therapeuten.

Hinweis

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8 Fragen zu grünem Saft

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Grünen Saft herstellen – aber richtig!

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Saft für sich entdeckt haben? Um das Gewicht zu halten, um ausreichend mit Nährstoffen versorgt zu sein und um das gesunde Funktionieren des Körpers zu gewährleisten? Dann könnte es Sie überraschen, dass fehlerhaftes Vorgehen die volle Entfaltung der gesundheitsfördernden Wirkungen behindern kann. Hier ein paar Tipps, um Beeinträchtigungen wie Magenverstimmungen zu vermeiden und die wohltuenden Wirkungen des Saftes voll auszuschöpfen.

Grüne Säfte

Gesunde, besonders nährstoffreiche Saftmischungen benutzen vor allem grünes Gemüse. Diese sogenannten „grünen Säfte“ sind ein populärer Trend geworden. Babyspinat, Feldsalat oder Grünkohl, Kopfsalat, Staudensellerie, Spitzkohl oder Petersilie: Es wird richtig grün im Glas!
Einige, wichtige Faktoren sind bei der Herstellung jedoch zu berücksichtigen:

Wann trinkt man am besten  grüne Säfte?

Nur ein leerer Magen kann die vollständige Aufnahme der Nährstoffe über die Magenschleimhaut ermöglichen. Deshalb ist es wichtig, grüne Säfte immer auf nüchternen Magen zu trinken. Vor einem gesunden Saft deshalb mindestens zwei Stunden nichts zu sich nehmen. Und genauso nach dem Genuss des Saftes mindestens 20 Minuten warten, bevor man wieder etwas zu sich nimmt.

Wie schnell sollte man grüne Säfte nach der Herstellung konsumieren?

Die Antwort ist: möglichst sofort! Unter Sauerstoffeinfluss zufallen die gesundheitsfördernden aktiven Enzyme, die in grünem Saft enthalten sind. Je länger der Saft steht, desto mehr nimmt der Nährstoffgehalt ab. Halten Sie sich an die Faustregel, dass der frische Saft innerhalb von 15 Minuten getrunken sein sollte.

Tipp:

Wenn Sie einen Zwei-Gang-Entsafter verwenden, der Obst und Gemüse mit geringerer Geschwindigkeit entsaften kann, dann können Sie den Saft länger lagern. Allerdings nur im Kühlschrank und in einem randvollen Gefäß, dass luftdicht verschlossen ist.

Wie süß sollte der grüne Saft schmecken dürfen?

Ein zu hoher Anteil an natürlichem Zucker kann Ihren Insulinspiegel in ungesunde Höhen treiben. Statt abzunehmen, erreichen Sie das Gegenteil. Ein süßes Obst oder Gemüse pro Getränk reicht völlig aus. Zitronen und Limonen sind jedoch eine Ausnahme.

Sollte ein Saft eine ganze Mahlzeit ersetzen?

Die Antwort ist: nein! Grüne Säfte sind als Ergänzung zur normalen Ernährung zu betrachten. Sie ersetzen eine Mahlzeit nicht. Es ist grundsätzlich sinnvoller die Versorgung mit der empfohlenen Tagesdosis an Gemüsen zusammen mit fester Nahrung zu sich zu nehmen.
Eine Ausnahme ist die Saft-Diät.

Warum soll man bei Säften „Kaubewegungen“ machen?

Die Verstoffwechslung der Nährstoffe beginnt bereits im Mundraum. Im Speichel sind verdauungsfördernde Enzyme enthalten. Behalten Sie den Saft also ruhig einige Augenblicke im Mund, bevor Sie ihn herunter schlucken.

Warum man den Entsafter umgehend reinigen sollte!

Wer es einmal versäumt hat, der weiß wie schwierig es ist eingetrocknete Reste an den Maschinenteilen des Entsafters zu entfernen. Deshalb lieber sofort reinigen!
Wenn Sie in Eile sind, dann legen Sie die schmutzigen Teile in Wasser ein, bis Sie dazu kommen sie gründlich zu reinigen.

Warum man grüne Gemüsesorten abwechseln sollte!

Grünkohl, Spinat, Rauke und Stielmus – eine Abwechslung ist auch aus gesundheitlichen Gründen wichtig. Eine zu starke, ungesunde Anreicherung von Oxalsäure wirkt sich unter Umständen schädlich auf die Schilddrüse aus. Sie umgehen dieses Problem, indem Sie die Zutaten rotieren lassen. Damit sorgen Sie auch für eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen.

Was ist denn jetzt besser: Smoothies oder grüne Säfte?

Die Antwort ist: beides! Smoothies haben den Vorteil sehr ballaststoffreich zu sein. Bei Säften werden die Nährstoffe besser vom Köper aufgenommen. Trinken Sie einfach beides!

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Zucker verändert das Gehirn

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Neue Erkenntnisse

Zuckerreiche Ernährung bewirkt eine Veränderung im Gehirn. Diese Veränderungen ähneln denen, die auftreten, wenn man in der Frühphase seines Lebens Missbrauch und stressigen Situationen ausgesetzt war. Sie betreffen den Hippocampus. Der Hippocampus ist einer der wenigen Orte im Gehirn, wo zeitlebens neue Nervenzellen generiert werden. Er ist an der räumlichen Orientierung und an Gedächtnisprozessen beteiligt. Der Hippocampus ist ein Teil des limbischen Systems, das im Langzeitgedächtnis Inhalte erzeugt, archiviert und abruft.

Studie

Die Wissenschaftler Jayanthi Maniam und Margaret Morris und Autoren der neuen Studie untersuchten den sensiblen Teil des Gehirnes, der für Stress und Erinnerung zuständig ist, den Hippocampus.

„Wenn Menschen in ihrer Frühphase Traumata ausgesetzt sind, verändert sich ihr Hippocampus. Bei denjenigen Menschen, deren Ernährung am ‘westlichsten‘ war, stellten wir ein geringeres Hippocampus-Volumen fest. Das passte zu den Daten, die wir aus Tiermodellen gewonnen hatten.“
(Jayanthi Maniam und Margaret Morris, Daily Mail)

Veränderungen in diesem Bereich des Gehirns können später im Leben auch der Grund für eine psychische Erkrankung werden.

„Erlebte Feindseligkeit in frühen Jahren und eine zuckerreiche Ernährung könnten unabhängig voneinander das Risiko erhöhen, dass es in einer späteren Lebensphase zu psychischen Erkrankungen kommt … Die Ähnlichkeit der molekularen Hippocampus-Defizite, wie sie von Zucker und Stress im Kindesalter ausgelöst werden, sind sehr besorgniserregend angesichts des Umstands, dass gesüßte Getränke billig und einfach zu bekommen sind … Das Umfeld der Menschen zu manipulieren, die in frühen Jahren Feindseligkeit erlebten, und generell den Konsum gesüßter Getränke zu kontrollieren, könnte ein effektiver Ansatz sein, die Belastung durch psychische Störungen zu reduzieren.“
(Jayanthi Maniam und Margaret Morris, Frontiers in Molecular Neuroscience)

Droge Zucker

Zucker kann Stress unterdrücken. Er reduziert die Stresswerte im Gehirn. Gestresste oder ängstliche Menschen greifen daher oft gezielt zu zuckerhaltigen Produkten. Dabei verdrängen sie die Tatsache, dass Zucker wie eine Droge wirkt. Man braucht immer mehr und immer öfter von diesem Stoff. Das hat massive gesundheitliche Konsequenzen.

Weniger Zucker, weniger psychische Störungen? 

Ein Übermaß an Zucker führt Fettleibigkeit, Diabetes und andere Gesundheitsprobleme mit sich. Doch Zucker verändert auch die Gehirnfunktionen und damit die Persönlichkeit. Auch Jahre später können psychische Störungen auftreten, wenn in der Jugend zu viel Zucker und Fruchtzucker konsumiert wurde. Ganz besonders Kinder zwischen 9 und 16 Jahren nehmen übermäßig raffinierten Zucker über gesüßte Getränke auf.
Achten Sie daher auf sich. Schützen Sie Ihre kognitiven Fähigkeiten und schädigen Sie Ihr Gehirn nicht mit einem Übermaß an Zucker.

Das können Sie tun
  • Versuchen Sie auf Zucker in der Nahrung zu verzichten
  • Probieren Sie einen unserer gesunde Snacks gegen Stress
  • Greifen Sie lieber zu frischen, gesunden Lebensmitteln
  • Essen Sie reichlich Nüsse und Samen
  • Unterstützen Sie Freunde und Angehörige dabei, sich ebenfalls vernünftig zu ernähren
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Zucker: Eine Droge

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Abhängig?

Verharmlost und verniedlicht: das Verlangen nach Zucker. Im Übermaß vorhanden wird schon kleinen Kindern der Zucker-Konsum antrainiert. Die Zuckerkrankheit Diabetes ist zur Volkskrankheit geworden. Das Verlangen nach Süßem ist ebenso groß, wie die Auswahl in unseren Supermarkt-Regalen. Zucker ist überall drin. Man kann ihm schwer aus dem Weg gehen. Psychologisch und physiologisch wirkt Zucker wie eine Droge: In großen Mengen genossen führt er, wie Heroin, zu einem erhöhten Ausstoß von Dopamin.
Die Gefahren des Zuckerkonsums sollten uns zum Umdenken und zum völligen Verzicht auf Zucker bewegen.

Zuckerlust überlisten

Bei starkem Übergewicht kann zur Behandlung ein Psychopharmaka eingesetzt werden, dass die Opioidrezeptoren blockiert und den Appetit auf Süsses reduziert. Diese Rezeptoren reagieren auch auf Endorphin und Morphin. Aber dies ist sicherlich der falsche Weg, denn die Erkenntnis über die gesundheitlichen Risiken sollten uns etwas Disziplin Wert sein.

 

Warum sollten wir auf Zucker verzichten?

Gesundheitliche Argumente:

 

Psychologische Argumente:

  • Das Bedürfnis nach Süßem ist evolutionsbedingt, nur waren die Quellen immer sehr überschaubar. (Honig, Obst, Beeren, etc.) Überfluss gibt es in der Menschheitsgeschichte erst seit Kurzem.
  • Zucker dient der Nahrungsmittelindustrie als Geschmacksverstärker und täuscht bei geschmacksfreien Lebensmitteln Attraktivität vor. (Fertiggerichte, Süßigkeiten, Limonade, etc.)
  • Zuckern ist in vielen Fällen auch einfach eine Angewohnheit, die man gar nicht mehr in Frage stellt. So wird die Tasse Kaffee oder die gezüchteten Billig-Erdbeeren erst durch Zucker erträglich. Wir sollten uns fragen, ob wir sie dann überhaupt konsumieren wollen.
  • Süßstoffe sind keine Alternative zu Zucker, im Gegenteil. Sie gaukeln dem Körper durch ihren süßen Geschmack vor, dass nun Zucker kommt. Da dieser aber nicht kommt, steigt das Verlangen danach umso mehr.

 

Zucker: natürlich oder industriell?

Klar, im Obst ist auch Zucker: Fruchtzucker. Aber stets in Verbindung mit Fasern, welche seine Verdauung verlangsamen und so regulieren. Im natürlichen Verbund mit vielen weiteren Nährstoffen, wie Vitaminen und Mineralstoffen, kann Obst ganz natürlich sättigen. Ganz im Gegensatz zu Speckmäusen, Cola und Dauerlutschern, die viel zu viel Zucker enthalten, Durst machen und überhaupt nicht sättigen.

 

Am Anfang steht der Entschluss

Nur noch frische, echte Lebensmittel essen und Obst, Gemüse, Kräuter, Fisch, Eier und Fleisch bewusst einzukaufen und frisch zu verarbeiten… das fällt vielen Menschen schwer, die sich an den Geschmack von gezuckerter Nahrung gewöhnt haben. Dieses Gefühl, dass etwas fehlt, kann deshalb nur schrittweise abgebaut werden. Entschlossenheit und Konsequenz sind also für die Umgewöhnung nötig. Doch es lohnt sich!

 

Umstellung Schritt für Schritt
  1. Ersetzen Sie zunächst alle süßen Getränke durch Wasser. Damit senken Sie Ihr süßes Geschmacksempfinden. Ihre Geschmacksnerven können sensibler auf Zucker reagieren. Sie kommen schon in diesem ersten Schritt mit viel weniger Zucker aus.
  2. Lernen Sie wieder schmecken! Zucker und Süßstoffe sind nicht die einzigen Stoffe, die süß schmecken. Essen Sie achtsam und mit Genuss und geben Sie Ihren Geschmacksnerven wieder die Gelegenheit in Gewürzen, verschiedenen Obstsorten und Gemüsen eine natürliche Süße zu entdecken. Konzentrieren Sie sich auf die vorhandenen Aromen und nicht auf das Fehlen von Zucker.
  3. Der nächste Schritt kommt von ganz allein. Sie werden Zuckerquellen erkennen und von Ihrem Speiseplan streichen. Dinge, die eigentlich nur schmecken, weil sie süß sind, haben Ihnen auf einmal zu wenig Aroma. Industrie-Marmelade, Erdbeeren außerhalb der Saison, hochgezüchtete Apfelsorten, etc.
  4. Der Blick aufs Etikett der Lebensmittelverpackungen ist der nächste Schritt. Es gibt viele verschleiernde Begriffe für „süß“: Dextrose, Glucose-Fructose-Sirup, Agavensirup, Aspartam, Sucralose, Sucrose, Saccharose, die Liste ist lang. Sie werden feststellen, dass fast alle abgepackten Nahrungsmittel gezuckert sind. Auch solche, die es eigentlich gar nicht bräuchten.
  5. Wenn Sie an diesem Punkt angelangt sind, dann dürfen Sie sich selbst testen. Sehen Sie sich die Auslagen einer Konditorei an und schätzen Sie, wie viel Kilo Zucker Sie da verarbeitet sehen. Sie werden eine Schubkarre brauchen, um die vielen Säcke abzutransportieren.
    Das gute Gefühl all diesen Zucker jetzt nicht mehr zu brauchen und von der Droge nicht mehr abhängig zu sein, ist wunderbar.

 

Und wie geht’s weiter?

In der Regel dauert die Umstellung 1 – 2 Monate, kann aber auch etwas länger dauern. Geben Sie nicht auf. Sie merken es, wenn die Umstellung geklappt hat an folgenden Gewohnheiten:

 

  • Zucker und Süßes sind nun die Ausnahme, nicht mehr die Regel.
  • Sie haben kaum noch das Bedürfnis nach Süßkram.
  • Und wenn doch, dann werden Sie kleine Mengen ganz bewusst genießen können.
  • Zahnschmerzen beim Verzehr gezuckerter Speisen sind dabei nicht ungewöhnlich.
  • Gefühle des Ekels können sich beim Anblick stark gezuckerter Speisen einstellen.

 

Ab dann können Sie einfach Ihrem gesunden Instinkt folgen. Er wird Sie sehr hilfreich leiten die Droge Zucker dauerhaft zu überwinden!

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Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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