Schlagwort-Archive: Zellteilung

Zeatin – ein wahrer Jungbrunnen

zeatin_moringa
© Syda Productions, ajkramer – fotolia.com

Anti-Aging Quelle Zeatin

Wie auch der Mensch benötigen Pflanzen Hormone, die das Wachstum anregen. Der Botenstoff Zeatin ist der wichtigste und aktivste Vertreter der Gruppe der Cytokinine (Zytokinine). Zeatin wird von vielen Pflanzen gebildet, aber selten in solch hoher Konzentration, wie es der Moringabaum tut. Den Pflanzenhormonen der Cytokinine wird deshalb so viel Aufmerksamkeit geschenkt, weil es die Pflanzen weniger anfällig gegen Krankheiten macht, dafür sorgt, dass sie schneller wachsen und weniger schnell altern. Natürlich stecken wirtschaftliche Interessen in diesem Forschungsinteresse: Die Erträge der Landwirtschaft könnten so gesteigert werden.

Aber uns interessieren an dieser Stelle, wie das Zeatin den Moringabaum stark macht und auch dem menschlichen Organismus Gutes gut. Moringa besitzt die 1000fache Konzentration an Zeatin gegenüber anderen untersuchten Pflanzen. Der Zeatingehalt eines Blattes schwankt zwischen 5 und 200 µg pro Gramm. Deshalb kann er in nur einem Jahr vier bis acht Meter hoch werden und gleichzeitig einen dichten Bestand von Blättern und Früchten ausbilden. Moringa ist extrem unanfällig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Ein echter Vorteil für die Pflanze. Auch für uns Menschen?

Ist Zeatin auch für den Menschen ein „Jungbrunnen“?

Die auf Anti-Aging-Produkte spezialisierte Firma Senetek PLC stellte sich genau diese Frage. Laut ihren Erkenntnissen ist die Wirkung von Zeatin bei sonnenlicht- und altersbedingten Hautschäden ausgezeichnet: Die Eigenproduktion von Kollagen wird angekurbelt und damit die Festigkeit und Elastizität der Haut wesentlich verbessert. Allgemeine Alterserscheinungen wie Pigmentflecken, Falten und Zellalterung werden abschwächt.

Doch nicht nur durch äußerliche Anwendung ist Moringa mit seinem hohen Zeatin-Gehalt ein Jungbrunnen für den Menschen. Zeatin regelt den Einsatz von Aminosäuren, Vitaminen, Fetten, Antioxidantien und Mineralien, damit alle Nährstoffe da eingesetzt werden, wo der Körper sie braucht. Zellwachstum, Zellteilung, Nährstoffumwandlung und Energietransport werden so optimiert. Je mehr Zeatin also vorhanden ist, desto besser ist die Nährstoffversorgung. Das wirkt sich positiv auf viele Krankheitsbilder aus. Für die Heilung von Krankheiten und die Gesundheitsprophylaxe spielt Zeatin also eine unglaublich wichtige Rolle.

Verdauung und Abnehmen

Verdauungssäfte wie Speichel, Magen- und Gallensäure und Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse werden durch die angenehmen Bitterstoffe der Moringablätter angeregt. Durch Wegzüchtung der Bitterstoffe in Früchten, Gemüsesorten, Kräutern und Wurzeln ist die Versorgung bei den Bitterstoffen inzwischen um 60 – 90% geringer, als früher. Moringa kann diese Lücke in der Ernährung wunderbar ausfüllen und beim Abnehmen helfen. Bitterstoffe stellen mehr Fettsäuren zur sofortigen Fettverbrennung bereit. Außerdem wird überschüssiges Cholesterin aus dem Blut befördert.

Atemwege

Auch für Atemwegsprobleme in Nase, Rachen und Bronchien können Bitterstoffe hilfreich sein: Sie wirken entzündungshemmend, desinfizierend und schleimlösend.

Krebs

Krebszellen sind durch Oxidation degenerierte Zellen, die sich vermehren. Zeatin kann dieses unkontrollierte Wachstum stoppen, indem es die Wachstumsrate normalisiert und Krebszellen anregt, wieder die vorgesehenen Funktionen zu übernehmen.

Alzheimer

Verklumpungen wie Proteinablagerungen im Gehirn, in Form von Beta-Amyloid-Plaques, tragen zur Entwicklung von Alzheimer bei. Zeatin kann als Prophylaxe vor diesen Ablagerungen schützen und so Alzheimer vorbeugen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Vitamin B5 (Pantothensäure)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

vit_b5
© Zerbor – fotolia.com

Bezugsquelle:
Vitamin B-100 Complex (Vitamin B5 als d-Calcium-Pantothenat: 100mg/Kapsel)

Körpereigenes Vitamin

Pantothensäure wird auch als Vitamin B5 bezeichnet und gehört zum Vitamin-B-Komplex. Es handelt sich um ein körpereigenes Stoffwechselprodukt aus Pantoinsäure und Beta-Alanin. Als Vorstufe zu dem Coenzym A (CoA), das Bestandteil aller lebenden Zellen ist, ist Pantothensäure an sehr vielen biochemischen Prozessen beteiligt.

Vitamin B5

Im Energiestoffwechsel besitzt Vitamin B5 eine wichtige Funktion für Aufbau und Regeneration von Zellen in Bindegewebe, Schleimhaut, Haaren und Nägeln. Es unterstützt den Energiestoffwechsel der Zellen und fördert die Zellteilung. Die Pantothensäure spielt außerdem eine Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Bei Sportlern kann Vitamin B5 die verfügbare Energie erhöhen.

Als Vorstufe von Coenzym A spielt es eine Rolle für den Kohlehydrat-Stoffwechsel, den Fettstoffwechsel, die Produktion von Sterolen, Steroidhormonen und Melatonin. Es unterstützt die Synthese des Blutfarbstoffs Hämoglobin. Der Neurotransmitter Acetylcholin hängt von der Verfügbarkeit von Vitamin B5 ab. In der Leber wird das Vitamin für den Leberstoffwechsel und die Entgiftungsfunktion gebraucht.

Therapeutischer Einsatz

Therapeutisch wird Pantothensäure zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden eingesetzt. Gemäß seiner Bedeutung bei der Bildung von Geweben und Haaren kann sich ein Mangel an Vitamin B5 in trockener, rissiger Haut und Haarbruch äußern.

Vorkommen

Gute Vitamin B5-Lieferanten sind Getreide, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Hefe, Eigelb, Leber, Fisch und Geflügel. Der Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen wird normalerweise als 1,5 bis 7 mg täglich angegeben. Ab einer Überdosierung von 200 mg können gegebenenfalls Verdauungsstörungen auftreten.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Vitamin B12 (Cobalamin)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

vit_b12
© ag visuell – fotolia.com

Bezugsquelle: Bioverfügbares Vitamin B12

In jeder Körperzelle benötigt

Cobalamin oder Vitamin B12 ist ein Vitamin, das ausschließlich durch den Verzehr tierischer Produkte aufgenommen werden kann, da es von Pflanzen nicht hergestellt wird. Genaugenommen ist Vitamin B12 ein Sammelbegriff für verschiedene Verbindungen des Vitamins mit ähnlichem Aufbau, den Cobalaminen. Vier aktive Verbindungen von Cobalamin besitzen eine biologische Wirkung im menschlichen Organismus. Sie heißen Adenosylcobalamin, Aquocobalamin, Hydroxycobalamin und Methylcobalamin. Außerdem ist die synthetische Verbindung Cyanacobalamin von Bedeutung.

Cobalaminstoffwechsel

Cobalamin, oder auch Vitamin B12 genannt, wird aus der Nahrung aufgenommen und im Magen freigesetzt (durch das Enzym Protease und Salzsäure). Es bindet sich an bestimmte Eiweiße, um in den Blutkreislauf zu gelangen. In die Organe und Zellen wird es dann über eine weitere Proteinverbindung mit Beta-Globulin transportiert. Cobalamin wird vom Körper recycled, indem es sich beim Ausscheidevorgang im Dünndarm wieder an ein Transporteiweiß heftet und so zurück in den Blutkreislauf kommt.

Funktionen dieses Vitamins im Körper

Das Vitamin ist beteiligt verschiedenen Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper. Es unterstützt den Abbau bestimmter Fettsäuren, unterstützt die Zellteilung und die Funktion des Nervensystems. Es ist bedeutsam für die Blutbildung durch die Aktivierung der im Körper gespeicherten Folsäure. Die Bedeutung des Vitamins am Folsäurestoffwechsel erkennt man daran, dass Cobalaminmangel indirekt zu Folsäuremangel führen kann.

In der Alternativmedizin wird Vitamin B12 zur Therapie von Schuppenflechte und Neurodermitis eingesetzt.

Entgiftung

Die cobalamine Verbindung Hydroxycobalamin fungiert als Antidot bei Cyanidvergiftung, auch Blausäurevergiftung, die bei Kunststoffbränden durch Einatmen geschehen können, beispielsweise bei der Brandbekämpfung. Hydroxycobalamin ist in der Lage, Cyanid-Ionen zu binden, die dann mit dem Urin ausgeschieden werden können. Ein entsprechendes pharmakologisches Medikament existiert seit 2007.

Empfindliche Störungen bei Mangel

Der Bedarf an Cobalamin wird bei einem gesunden erwachsenen Menschen auf 0,01 Milligramm pro Tag geschätzt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gar nur 0,003 Milligramm täglich. Da der Körper in Leber, Muskulatur und Herz eine Speicherkapazität für Vitamin B12 bereithält, wird ein Mangel wahrscheinlich erst nach schätzungsweise 20 Jahren auftreten, vorausgesetzt eine Ernährung, die komplett ohne Vitamin B12 auskommt. Bei strikt veganer Ernährung ist gegebenenfalls eine Unterversorgung zu prüfen. Ein Mangel kann sich äußern in Atropie, die in der Zurückbildung von Mund-, Darm- und Zungenschleimhaut besteht, Blutarmut, Taubheitsgefühlen, Reflexstörungen und gegebenenfalls Halluzinationen und Psychosen. Einige der Mangelsymptome stimmen überein mit denen von Folsäure, da Cobalamin am Folsäurestoffwechsel beteiligt ist. Bei Patienten mit Morbus Crohn kann möglicherweise ein Mangel an Vitamin B12 entstehen, wenn im Darm nicht genügend Cobalamin aufgenommen werden kann. Von schädlichen Effekten bei Überversorgung ist nichts bekannt, allerdings kann der Körper nur eine begrenzte Menge an Vitamin B12 aufnehmen und scheidet überschüssige Substanzen aus.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Folsäure (Vitamin B9)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

arterien
© freshidea – fotolia.com

An appel a day keeps the doctor away

Folsäure gehört zur Gruppe der B-Vitamine (Vitamin B, Vitamin B9, Vitamin B11, Vitamin M). Für den menschlichen Organismus ist die wasserlösliche Folsäure wichtig bei Zellteilung und Wachstum. Besonders oft teilen sich die Zellen im Blut und im Knochenmark. Folsäure muss über die Nahrung zugeführt werden, da der Körper dieses Vitamin nicht biosynthetisch herstellen kann. Der Name der Folsäure wird von lat. folium, Blatt abgeleitet, da das Vitamin besonders reichlich in grünem Blattgemüse enthalten ist. Schwangere Frauen benötigen besonders viel Folsäure. Ihnen wird im Volksmund der Verzehr von einem Apfel täglich empfohlen. Inhaltsstoffe eines Apfels sind außer Folsäure und Vitamin C auch viele Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Eine geringe Menge an Weizenkeimen oder Sojabohnen decken den Tagesbedarf allerdings ebenfalls.

Folsäure in Lebensmitteln

Folsäure muss über die Nahrung aufgenommen werden, sie ist für den Köper essentiell. Gute Folsäurelieferanten sind grüne Blattgemüse wie Spinat, weitere Gemüse wie Kohl und Spargel sowie Äpfel, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Eigelb und Leber.

Als Tagesbedarf empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rund 300 bis 400 Mikrogramm. Der Bedarf für schwangere Frauen liegt höher, weil sich die Zellen des Embryos sehr schnell teilen. Bei Folsäuremangel wächst das Risiko eines Neuralrohrdefekts (Spina bifida, offener Rücken) für das Baby. Daher sollten Frauen in der Schwangerschaft zur Vorbeugung möglichst rund 550 Mikrogramm Folsäure täglich aufnehmen.

Folsäuremangel

Der häufigste Vitaminmangel in westlichen Industriestaaten ist Folsäuremangel. Da sich immer weniger Menschen ausgewogen mit viel Obst und Gemüse ernähren, und zudem Folsäure durch Hitzeeinwirkung beim Kochen zerstört wird, betrifft dieser Mangel viel mehr Menschen als oft vermutet wird. Im Alter nimmt zusätzlich die Speicherungskapazität im Körper ab, so dass ständig frischer Nachschub notwendig ist, um den Bedarf zu decken.

Folsäure ist sehr bedeutsam für die Blutbildung im menschlichen Körper, an Zellreifung, Zelldifferenzierung und Zellteilung insbesondere der weißen und roten Blutkörperchen. Auch die Beteiligung an der Zellteilung der Schleimhautzellen steht im Fokus der Forschung. Möglicherweise existieren Zusammenhänge von Arteriosklerose und Folsäureversorgung. Auch die Verbindung von Folsäureversorgung und einem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird erforscht.

Wenn der Organismus nicht ausreichend mit Folsäure aus der Nahrung versorgt wird und die Speicherdepots innerhalb von wenigen Wochen aufgebraucht sind, kann es zu einer Anämie (Blutarmut) kommen und anderen Mangelerscheinungen.

Mangel gravierend in der Schwangerschaft

Da sich besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft die embryonalen Zellen oft und rasch teilen, steigt der Bedarf an Folsäure stark. Ein Folsäuremangel kann das Risiko für einen Neuralrohrdefekt (Spina bifida, offener Rücken) und die Ausbildung von angeborenen Herzfehlern beim Neugeborenen erhöhen. Neuere Forschungen deuten auf einen Zusammenhang von Folsäuremangel und Autismus hin. Daher wird bereits vorbeugend schon beim Wunsch auf Schwangerschaft eine erhöhte Zufuhr an Folsäure empfohlen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.