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NADH (Coenzym 1)

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nadh
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Zellenergie pur

Das Coenzym Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NADH) wurde 1906 entdeckt von Arthur Harden und William Young. In der Abkürzung NADH steht das H für einen Wasserstoffanteil. Eine andere Bezeichnung für diesen Stoff lautet Coenzym 1, um seine Wichtigkeit vor allen anderen Coenzymen zu dokumentieren.

In jeder Zelle vorhanden

Biochemisch entsteht das NADH aus einer bestimmten Form des Vitamins B3, dem Niacinamid. Es handelt sich um nichts weniger, als den wichtigsten Träger von Elektronen bei der Energiegewinnung der Zellen, ein Oxidationsvorgang der Moleküle. Weiterhin ist NADH beteiligt an der Produktion von der Energiespeichersubstanz Adenosin-Triphosphat (ATP). Darüber hinaus erfüllt NADH wichtige Aufgaben in der Immunabwehr indem es Antioxidantien regeneriert, die freie Radikale abfangen, indem sie ein Elektron abgeben, bevor die freien Radikale die Zellsubstanz oxidieren können. Im Zellschutz wird sehr viel NADH benötigt, sozusagen als indirektes Antioxidans. NADH wirkt jedoch auch selbst als direktes Antioxidans, indem es Schädigungen der Zelle regeneriert, die durch freie Radikale entstanden sind.

Zellulärer Brennstoff

NADH ist in jeder Zelle vorhanden, bei Mensch, Tier und Pflanze. Je aktiver die Zelle ist, desto mehr NADH benötigt sie. Insbesondere das Gehirn und der Herzmuskel brauchen große Mengen des Coenzyms 1. In der letzten und wichtigsten Phase der Zellatmung im Energiestoffwechsel der Zelle hängt die ATP-Produktion und damit der entscheidende Schritt zur Energiegewinnung von NADH ab. Vergleichbar ist die Bedeutung des NADH mit dem Coenzym-Treibstoff, ohne den der beste Enzym-Motor nicht läuft.

Das berühmte ATP

In den Kraftwerken der Zellen, den Mitochondrien, wird aus Glucose, Sauerstoff aus der Luft, die wir atmen und NADH durch Verbrennung Energie gewonnen, Körperwärme produziert. Diese Stoffe werden alle über die Nahrung aufgenommen. Nährstoffarme Ernährung oder eine ernsthafte Störung der Darmflora kann die ausreichende Aufnahme der lebenswichtigen Stoffe behindern.

Vorkommen in Lebensmitteln

Da NADH Bestandteil jeder lebendigen Zelle ist, wird es mit sehr vielen Lebensmitteln verfügbar. Aufgrund ihres Energiebedarfs enthalten tierische Zellen mehr von der Substanz als pflanzliche Zellen. Am meisten ist im Herzmuskel von Tieren und in den Flügelmuskeln von Vögeln enthalten. Natürlich enthalten auch Obst und Gemüse NADH, jedoch wird es leicht beim Kochen zerstört. Ein Teil des NADH wird bei der Nahrungsaufnahme auch im Magen vernichtet.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Lycopin

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lycopin
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Radikalfänger aus der Tomate

Lycopin oder Leukopin ist ein Carotinoid und gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen. In Tomaten und Hagebutten ist es in großen Mengen enthalten. Aufgrund seiner roten Farbe wird es in der Lebensmittelindustrie unter der Bezeichnung E160d eingesetzt. Lycopin besitzt außerordentlich wirksame antioxidative Kraft und trägt als aktiver Radikalfänger zur Vorbeugung gegen Krankheiten bei.

Tomaten sind reich an Lycopin

Gute Lycopin-Lieferanten sind reife, rote Tomaten. Sie können bis zu 5 mg des antioxidativen Stoffs pro 100 Gramm Frucht enthalten. Wassermelonen können ähnliche Konzentrationen erreichen. (Grüne Tomaten enthalten kein Lycopin, aber das giftige Alkaloid Tomatidin und sollten nicht roh verzehrt werden).

Verbesserte Bioverfügbarkeit

Hohe Temperaturen schaden dem Vitalstoff nicht, sondern im Gegenteil: Hocherhitzte Verarbeitungsprodukte öffnen die Zellstrukturen und machen das Lycopin noch besser bioverfügbar. Deshalb sind auch Dosentomaten hervorragende Lieferanten mit sogar bis zu 10 mg Lycopin pro 100 Gramm. Noch konzentrierter ist Tomatenmark mit bis zu 60 mg Lycopin pro 100 Gramm.

Zusammen mit Fett wird die Aufnahme in den Körper gesteigert.

Biosubstanz mit Schutzfunktion

Beim Zellschutz gegen freie Radikale gehören Carotinoide allgemein zu den effektivsten Radikalfängern, da sie den schädlichen Singulettsauerstoff binden und unschädlich machen können. Diesen Prozess nennt man Quenching. Bei der Quenchingreaktion reagieren die Carotinoidmoleküle und bewahren so Aminosäuren, Nukleinsäuren und ungesättigte Fettsäuren davor, vom Singulettsauerstoff oxidiert zu werden. Da sich die Carotinoide danach wieder in ihren chemischen Ausgangszustand zurückbegeben können, stehen sie sofort wieder als Radikalfänger zur Verfügung. Sie verbrauchen sich nicht. Die Umwandlungsrate von Lycopin ist dabei fast doppelt so hoch wie bei Betacarotin.

Sonnenschutz

Nach einer englische Studie soll Lycopin die Schädigung durch UV-Strahlen reduzieren und den Hautalterungsprozess verlangsamen. Außerdem scheint die Biosubstanz einen positiven Einfluss auf das Cholesterin im Körper zu besitzen, einem Risikofaktor bei Infarkt oder Schlaganfall.

Doch kein Krebsschutz

Lange Zeit wurde Lycopin als Schutzfaktor gegen Krankheiten wie Krebs und insbesondere Prostatakrebs, Diabetes mellitus und Osteoporose angesehen. Eine großangelegte Studie von 2007 legt nahe, dass dieser Zusammenhang nicht besteht (vgl. American Association for Cancer Research: No Magic Tomato? Study breaks link between Lycopene and Prostate Cancer Prevention, Science Daily, 17. Mai 2007).

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Glutathion (reduziert)

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glutation

In allen Körperzellen einsatzbereit

Glutathion ist ein atypisches Tripeptid. Es besteht aus den Aminosäuren Cystein, Glutaminsäure und Glycin. Diese Bindung gilt als untypisch, weil sie biochemisch unabhängig von der Proteinsynthese stattfindet.

In allen Körperzellen ist Glutathion enthalten. Der Körper kann Glutathion synthetisieren, es kann auch zusätzlich über die Nahrung zugeführt werden. Eine besondere Bedeutung nimmt es für die Erythrozyten ein, die roten Blutkörperchen.

Sauerstoffzufuhr gewährleisten

In den Erythrozyten, den roten Blutkörperchen, schafft es die Voraussetzung für eine funktionierende Sauerstoffaufnahme. Es reduziert Methämoglobin, das keinen Sauerstoff mehr abgeben kann, weil sein zweiwertiges Eisenatom durch Oxidation dreiwertig blockiert ist, wieder zurück zum Blutfarbstoff Hämoglobin. Damit ist der Sauerstofftransport wieder gewährleistet.

Antioxidative Eigenschaften im Zellschutz

Beim Zellschutz wirkt es gegen freie Radikale, die bei oxidativem Stress entstehen. Reaktive Sauerstoffverbindungen können durch die Glutathion reduziert werden und die Körperzellen vor Schädigung bewahrt werden. Als starkes Antioxidans neutralisiert Glutation die Wirkung freier Radikale und bewahrt den Organismus vor Degenerationserkrankungen.

Beim Zellschutz wird die reduzierende Verbindung von Glutathion eingeschränkt, wenn nicht ausreichend Coenzym NADPH vorhanden ist.

Biochemische Funktionen

Die Substanz gilt als Hauptstoff des reaktiven Pools. Es ist beteiligt an der Taurinsynthese  und bildet eine Cystein-Notreserve. Glutathion hat wichtige Funktionen für die Biotransformation schädlicher Stoffe im menschlichen Organismus. Reaktive Stoffe, die eine Verbindung mit Glutathion eingehen, sind oftmals besser wasserlöslich und können auf diese Weise über die Niere mit dem Urin ausgeschieden werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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