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Schilddrüsenunterfunktion
– was kann helfen?

schilddruese
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Wie äußerst sich eine Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert der Körper zu wenig Schilddrüsenhormone. Der Mangel kann sich auf verschiedene Organe, Nerven und die Psyche auswirken. Die Anzeichen sind oft relativ unspezifisch, so fällt die erste Vermutung bei einer Herzrhythmusstörung oder Depression meist nicht auf die Schilddrüse. Typische Symptome einer Unterfunktion sind:

  • Verlangsamte Reflexe
  • Gedächtnisschwäche
  • Kropf (Struma)
  • Brüchige Stimme und verwaschene Aussprache
  • Haarausfall und brüchige Fingernägel
  • Ständige Müdigkeit
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Ständige Verstopfung
  • Flüssigkeitsansammlung im Augenlid (Ödeme)
  • Flüssigkeitsansammlung im Bindegewebe
  • Unregelmäßige Regelblutung bei Frauen
  • Fruchtbarkeitsprobleme bei Frauen
  • Potenzprobleme bei Männern

Wenn die Schilddrüsenunterfunktion lange nicht erkannt oder behandelt wird, kann sich der Herzschlag verlangsamen und die Herzkranzgefäße können verkalken. In der Folge kann eine Herzmuskelschwäche oder ein Herzbeutelerguss auftreten.

Wodurch entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion?

Die Schilddrüse produziert das lebenswichtige Schilddrüsenhormon Thyroxin. Dazu benötigt sie Eiweiß und Jod. Jodmangel kann daher eine Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Ein Kennzeichen dafür kann eine Kropfbildung sein.

Wenn eine genügende Menge an Thyroxin im Körper vorhanden ist, kann aus dieser Vorstufe ein weiteres Schilddrüsenhormon gebildet werden, das Trijodthyronin. Die Schilddrüsenhormone sind beteiligt an Wachstum, Kreislauf und Psyche und daher sehr wichtig für die Gesundheit.

Mögliche Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion können eine Störung der Schilddrüse selbst sein oder auch Störungen in den Regelzentren der Hormonbildung, beispielsweise in dem Hypothalamus oder in der Hirnanhangsdrüse Hypophyse. Sie produziert den Botenstoff TSH, der die Produktion von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse anregt. Seelische Belastungen können ebenfalls zu Schilddrüsenproblemen führen.

Das kann helfen bei Schilddrüsenunterfunktion

Jod meist nicht notwendig

Eine zusätzliche Zufuhr an Jod sollte gründlich überdacht werden. In Deutschland ist eine gute Jodversorgung Standard und Jodmangel eine absolute Ausnahme. Eine Aufnahme von Jod durch natürliche Lebensmittel wie Blattspinat, Feldsalat, Brunnenkresse, Algen oder Meeresfrüchte ist der Einnahme einer Tablette auf alle Fälle vorzuziehen. Für die ausreichende Versorgung durch Jod genügen schon kleine Mengen frischer Lebensmittel.

Weglassen bei blockierter Jodaufnahme

Die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse kann von manchen Stoffen reduziert werden. Beispiele für Iodinationshemmer sind zum Beispiel Senfölglycoside (Glycosinolate), die in manchen Kohlarten vorkommen (z.B. Blumenkohl, Rosenkohl, Brokkoli) aber auch in Sojabohnen und Steckrüben. Sie können auch die Produktion von organischen Jodverbindungen behindern, die bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen notwendig sind. Diese Lebensmittel sollten eingeschränkt zu sich genommen werden.

Aminosäuren, Eisen und Selen

Die essentiellen Aminosäuren sind unabdingbar für einen funktionierenden Hormonstoffwechsel. Essentielle Aminosäuren müssen dem Körper durch die Nahrung zugeführt werden, da er sie nicht selber bilden kann. Weitere Vitalstoffe, die für die Schilddrüsenfunktion Bedeutung haben, sind Selen, Folsäure und Eisen. Die regelmäßige Versorgung aus der Nahrung mit diesen Spurenelementen und Vitaminen sollte geprüft werden.

Neue Gemmo-Therapie

Die Alternativmedizin kennt bereits gute Erfolge mit der Gemmo-Therapie, die in Frankreich, Belgien und der Schweiz schon eingesetzt wird. Dafür werden Knospen und Keimlinge, teilweise auch Wurzeln von wirksamen Pflanzen medizinisch als Spray aufbereitet. Dieses Spray wird direkt auf die Mundschleimhäute gesprüht und die Hormone aus den Heilpflanzen können so unmittelbar wirken, ohne den Umweg durch die Verdauung gehen zu müssen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Opioide: Nebenwirkung Verstopfung

verstopfung
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Schmerzmittel bescheren Schmerzen

Opioide: Eigentlich sollen sie die Schmerzen bekämpfen. Aber die Nebenwirkungen sind so groß, dass die Lebensqualität der Patienten ganz erheblich beeinträchtigt wird. Ein Drittel aller Schmerzpatienten bricht die langfristige Opioidtherapie aus diesem Grund ab. Sind die Schmerzen durch pharmazeutische Opioide nun langfristig größer, als ihr Nutzen?

Opioide

Opioide ist ein Sammelbegriff für eine chemisch uneinheitliche Gruppe synthetischer Substanzen, die morphinartige Eigenschaften aufweisen. Sie wirken an den sogenannten Opioidrezeptoren. Der Körper selbst kann Opioide produzieren, die eine Rolle bei der Schmerzunterdrückung im Rahmen der Stressreaktion spielen. Gemeint sind in diesem Artikel jedoch die exogenen, also durch Medikamente zugeführten pharmazeutischen Opioide.

Unangenehme Nebenwirkungen

Am American College of Gastroenterology wurde die häufigste Nebenwirkung von Opioiden untersucht: Schwere Verstopfung. Die Schmerzmedikamente dieser Gruppe legen also eine zentrale Körperfunktion lahm. Der Körper wird gezwungen, seine eigenen Abfälle zu konsumieren.

Die Opioide verursachen diese Nebenwirkung, indem sie sich an spezielle Rezeptoren im Verdauungstrakt und im zentralen Nervensystem ankoppeln. Die reduzierte Darmtätigkeit wird durch direkte und indirekte anticholinergische Mechanismen ausgelöst. Diese Medikamente zerstören so die natürliche Intelligenz des Körpers. Die Botschaft, die dem Körper mitteilt, wann es Zeit ist, den Darm zu entleeren, wird blockiert.

„Eine der häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen einer chronischen Opioidtherapie ist Verstopfung. Bis zu 95 Prozent der Patienten, die ein Opioid erhalten, klagen über Verstopfung als Nebenwirkung, und zwar schon recht bald nach Einnahme der ersten Dosis.“
(Australian Pain Society)

Warum Verstopfung gefährlich ist

41 Prozent aller Patienten, die über einen Zeitraum von bis zu acht Wochen ein orales Opioid einnahmen, leiden an einer sogenannten opioidinduzierten Obstipation. Ein erhöhtes Obstipationsrisiko haben statistisch gesehen eher Frauen. Weitere ungünstige Faktoren sind verminderte körperliche Aktivität, reduzierter Allgemeinzustand, reduzierter Volumenstatus und höheres Lebensalter.

Bei einer Obstipation wird der peristaltische Reflexe gehemmt. Der Darm „knetet“ den Speisebrei nicht mehr richtig durch, so dass sich die Verweildauer im Darm verlängert. Das hat schwerwiegende Folgen: Dem Speisebrei wird mehr Wasser entzogen, was zu trockenem und hartem Stuhl führt. Durch den Rückstau der Exkremente bleiben unbrauchbare und belastende Substanzen zu lange im Körper und verunreinigen damit das Blut. Magen, Dünn- und Dickdarm produzieren nur vermindert Sekrete, so dass es zu seltenen und sehr schmerzhaften Stuhlentleerungen kommt.

Weitere unangenehme Begleiterscheinungen können sein:

  • Völlegefühl
  • Bauchdruck/-schmerzen
  • Blähungen
  • Harninkontinenz
  • Risse im Anus
  • Blutungen im Analbereich
  • Magenkrämpfe
  • Darmverschluss

Die Lebensqualität der Patienten wird durch die Einnahme von Opioiden ganz erheblich beeinträchtigt. Das Schmerzmittel beschert also selbst langfristige Schmerzen.

Grundlage für Krankheiten und chronische Entzündungen 

Sind die Schmerzen durch pharmazeutische Opioide nun langfristig größer, als ihr Nutzen? Ist die Abschaltung einer so wichtigen Körperfunktion wie die Verdauung nicht eine perfekte Grundlage für Krankheiten und chronische Entzündungen?

„Einige Patienten würden eher chronische Schmerzen ertragen wollen, als an der schweren Verstopfung zu leiden, die als Folge einer langfristigen Opioidtherapie entstehen kann. Einer Studie zufolge setzte ein geschätztes Drittel der Patienten mit der Einnahme von Opioiden aus, verringerte die Dosis oder setzte das Mittel ganz ab, um einen normalen Stuhlgang zu erleichtern.“
(Australian Pain Society)

Zumal sich der Körper auch nach dem Absetzen des Mittels schwer damit tut, zum normalen Stuhlgang zurückzukehren. Das hat schwächenden Folgen auf den gesamten Körper. Seit Jahrzehnten sind Opioide im Einsatz, aber erst nach und nach wird zunehmend auch auf die Nebenwirkungen hingewiesen.

„Erst jetzt beginnen wir die zahlreichen Nebenwirkungen von Opioiden zu verstehen und zu erkennen. Verstopfung, Übelkeit, Emesis [Erbrechen], Pruritus [Juckreiz], Atemdepression und Somnolenz [Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit] sind gut dokumentiert. Nicht so gut bekannt sind Auswirkungen auf die Immunfunktion, auf den Harnverhalt, Endokrinopathien, Refluxösophagitis [Sodbrennen], Gastroparese, Schlafapnoe, das kardiovaskuläre System, Osteoporose, Gefühle, Dentition und Nierenfunktion.“
(Practical Pain Management)

Bessere Ansätze zum Schmerzmanagement

Synthetisch hergestellte Medikamente haben einen entscheidenden Nachteil: Chemische Arzneimittel kopieren die Natur und bestehen meist nur aus Einzelstoffen. Das Zusammenspiel der naturgegebenen Stoffe fehlt hier und daher sind diese Mittel mit erheblichen Nebenwirkungen belastet. Natürliche Präparate setzen sich meist aus den Stoffen der ganzen Pflanze zusammen und diese entwickeln dann in Synergie die gewünschten Heilkräfte bzw. regen die Selbstheilung des Organismus an.
Pflanzliche Heilpflanzen-Produkte rufen in den seltensten Fällen Nebenwirkungen hervor. Sie vertragen sich in der Regel gut mit anderen Medikamenten. Es gibt diverse Lebensmittel, Kräuter und Gewürze mit entzündungshemmenden Bestandteilen, die Schmerzen lindern und gleichzeitig für eine gute Verdauung und eine gute Gehirnfunktion sorgen. Sie lindern die Schmerzen und arbeiten mit dem Körper und nicht gegen ihn. Hier einige entzündungshemmende pflanzliche Mittel:

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Lactobazillus
(Lactobacillus acidophilus)

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Wichtiges Bakterium für die Darmgesundheit

Lactobazillus lautet der eingedeutschte Name des Lactobacillus, der zusammen mit anderen Bakteriengattungen zu den Milchsäurebakterien gehört. Wie der Name schon andeutet, können Milchsäurebakterien durch Gärung Milchsäure erzeugen.

Die Arten des Lactobazillus werden in der Lebensmittelindustrie für Milchprodukte verwendet und auch in der Bierspezialität Berliner Weiße. Durch die Besiedlung des menschlichen Magen-Darm-Traktes ab der kann der Lactobazillus viel Gutes für eine funktionierende Darmflora ausrichten.

Lactobazillus in der Darmflora

Lactobazillus ist ein natürlicher Bestandteil der gesunden Darmflora des Menschen und unterstützt das Immunsystem und die Verdauung. Der Darm mit seiner großen Oberfläche ist dem Angriff vieler Krankheitskeime ausgesetzt. Durch die Milchsäure wird das Milieu im Darm angesäuert, was für viele Krankheitserreger verdrängend wirkt. Gerade bei Durchfall und Blähungen kann oftmals Lactobazillus hilfreich wirken. Die Ansäuerung kann zudem impulsgebend auf den Ausscheidungsprozess wirken.

Zu den festen Darmsiedlern gehören Lactobacillus salivarius und Lactobacillus ruminis. Weitere Arten des stäbchenförmigen Lactobazillus können ebenfalls partiell auftreten.

Der Laktobazillus kann in der weiblichen Scheide beitragen, Krankheitskeime zu bekämpfen.

Hinweis

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Ballaststoffe

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Gesunde Verdauungshilfe aus der Pflanze

Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile aus pflanzlicher Nahrung wie Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte. Naturheilkundler Urs Buergi weist darauf hin, dass Ballaststoffe keineswegs überflüssiger „Ballast“ sind: „Ballaststoffe können bis zu 100 Prozent ihres Eigengewichts an Flüssigkeit binden und sind für eine gesunde Ernährung unabdingbar,“ erklärt Buergi. Vielen Krankheiten können sie vorbeugen und sind der Verdauung und Verwertung der Nahrung förderlich.

Das leisten Ballaststoffe für die Ernährung

Ballaststoffe sind Kohlenhydratpolymere, die in Pflanzen als Stütz- und Zellstoffe vorkommen. Der Ballaststoffgehalt ist je nach Pflanze unterschiedlich. Es gibt wasserlösliche (Pektin, Dextrine, Guar) und nicht wasserlösliche Ballaststoffe (Cellulose). Aufgrund fehlender Enzyme können sie nicht vollständig abgebaut werden. Ballaststoffe liefern dadurch ein wichtiges Nahrungsvolumen. Auch wenn darin kein Energiegehalt steckt, ist es für die Verdauung wichtig, dass Substanz vorhanden ist, die nebenbei die Fähigkeit besitzt, Wasser zu binden. Die gesamte aufgenommene Nahrung verweilt dadurch länger im Magen und kann aufquellen. Zur Mahlzeit getrunkene Flüssigkeit sorgt für die richtige Konsistenz des Nahrungsbreis oder muss durch Magensäfte zugesetzt werden, damit die Passage durch den Verdauungstrakt gewährleistet ist.

Positiver Effekt Nummer eins: Hilft beim Abnehmen

Der Magen fühlt sich gefüllt an und ein Sättigungsgefühl stellt sich ein, indem der Ghrelin-Spiegel gesenkt wird. Das wirkt sich auch auf die kontrollierte Nahrungsaufnahme aus und hilft beim Abnehmen.

Positiver Effekt Nummer zwei: wirkt auf Cholesterin und Risiko für Herz- und Krebsleiden

Die Peristaltik (Eigenbewegung des Darms) wird durch den Druck des Nahrungsbreis auf die Darmwände angeregt und sorgt für einen zügigen Verdauungsvorgang. Der Stuhl wird lockerer und schneller transportiert. Im Darm binden dann die Ballaststoffe neben Flüssigkeit auch schleimhautreizende, toxische und unverträgliche Stoffe, die dann mit den Nahrungsresten ausgeschieden werden, ein zusätzlicher Beitrag zur Krebsvorbeugung. Die einzige Möglichkeit des Körpers, Cholesterin auszuscheiden, erfolgt über den gallesäureabsorbierenden Stuhl. Um neues Cholesterin zu bilden, würde der Körper Gallensäure benötigen. Beim bakteriellen teilweisen Abbau von Ballaststoffen im Dickdarm entstehen zusätzlich Spaltprodukte, die die Cholesterinsynthese in der Leber hemmen. Möglicherweise haben daher Ballaststoffe auch einen cholesterinsenkenden Effekt. Verschiedene Studien haben diese Möglichkeit in Verbindung mit einer Verringerung des Risikos für Koronare Herzkrankheiten gebracht. (vgl. u.a. AT. Erkkila et al.: Cereal fiber and whole-grain intake are associated with reduced progression of coronary-artery atherosclerosis in postmenopausal women with coronary artery disease. In: Am Heart J., 2005 Jul, 150(1), S. 94-101). Es wird vermutet, dass neben der genetischen Prädisposition für ein Darmkrebsrisiko auch die Ernährung eine Rolle spielt. Möglicherweise kann ein zügiger Transport des Nahrungsbreis durch ballaststoffreiche Kost dazu beitragen, das Darmkrebsrisiko zu verringern, indem Karzinogene im Nahrungsbrei nur kurz auf die Darmwand einwirken.

Positiver Effekt Nummer drei: Blutzucker

Der Blutzuckerspiegel wird positiv beeinflusst, indem Kohlenhydrate aus ballaststoffreicher Nahrung langsamer aufgenommen werden. Der Insulinanstieg nach dem Essen fällt weniger stark aus und daher auch der Blutzuckerabfall nach der Spaltung der Stärke. Für Diabetiker wird eine ballastreiche Kost empfohlen.

Ballaststoffe gehören täglich auf den Speiseplan

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich zu sich zu nehmen. Die Harvard School of Public Health rät zu der Aufnahme von täglich mindestens 25 Gramm. Unter anderem sind Vollkornprodukte, Obst Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse für eine gute Ballaststoffzufuhr geeignet. Eine Scheibe Vollkornbrot enthält etwa 7 Gramm Ballaststoffe. Die Nationale Verzehrstudie II des Max Rubner-Instituts gibt Getreideerzeugnisse als beliebteste Ballaststoffquelle der Deutschen an mit 41 Prozent. Es folgen Obst mit 21 Prozent und Gemüse mit 16 Prozent.

Verstopfung entgegenwirken

Ballaststoffe und Flüssigkeitszufuhr gehören zusammen. Wer besonders ballaststoffreiche Nahrung wie Leinsamen oder Weizenkleie zu sich nimmt – beispielsweise gegen Verstopfung – sollte auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten, damit der Verdauungsbrei nicht verhärtet. Sonst wird eine Verstopfung hierdurch begünstigt statt verhindert. Außerdem ist bei separater Ballaststoffzufuhr zu bedenken, dass Ballaststoffe außer Wasser auch Mineralstoffe, Gallensäuren und Mikroorganismen binden. Auf längere Sicht könnte durch übermäßige Ballaststoffzufuhr ein Mineralmangel entstehen. Urs Buergi rät zu einer Basis aus gesunder Mischkost.

Hinweis

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Senne-Schoten
(Senna alexandrina)

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Natürliches Abführmittel

Die Alexandrinische Senna (Senna alexandria) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hülsenfrüchtler, genauer der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioidedae). Sie stammt aus Afrika und Arabien. Aufgrund ihres hohen Gehalts an Sennosiden und anderen Anthraverbindungen in denFrüchten und Blättern war die Heilpflanze als im 19. Jahrhundert als Abführmittel (Laxans) in der Volksmedizin allgemein bekannt.

Wissenschaftlich geprüft

Der wissenschaftliche Wirkungsnachweis aus klinischen Studien machte die Sennablätter auch der Pharmakologie zugänglich. Dafür ist ein Mindestgehalt an Sennosid laut dem Europäischen Arzneibuch vorgeschrieben. Der Wirkstoff setzt sich aus verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen.

Wirkung

Sennosid wird wirksam eingesetzt gegen Verstopfung sowie zur Darmentleerung vor Operationen oder Untersuchungen im Bauchraum oder wenn ein weicherer Stuhl wünschenswert ist wie bei Hämorrhoiden oder Analfissuren. Die Peristaltik der glatten Muskulatur der Dickdarmwände wird gefördert. Die Aufnahme des Sennosid erfolgt ebenfalls im Dickdarm.

Bei Schwangerschaft und in der Stillzeit sowie bei Kindern unter 12 Jahren ist die Anwendung kontraindiziert, ebenso bei Darmverschluss.

Hinweis

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Rhabarberwurzel (Rhei radix)

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rhabarberwurzel
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Wirksame Wurzel

Rhabarberwurzel (Rhei radix) ist das Rhizom (Wurzel) der chinesischen Pflanze Rhabarber (Rheum palmatum) aus der Gattung der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Es sind zahlreiche Namen für die Pflanze in Umlauf, so der Handlappige Rhabarber, Zier-Rhabarber, Arznei-Rhabarber oder Chinesicher Rhabarber. In der Pflanzenheilkunde gilt die Wurzel als Mittel bei Verstopfung.

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe der Wurzel sind Anthrachinone, Flavonoide, Phenolcabonsäuren und Gerbstoffe. Die arzneiliche Bezeichnung lautet Rhei radix.

Hausmittel gegen Verstopfung

Die abführende Wirkung von Rhabarberwurzel wird in der Volksmedizin gegen Verstopfung eingesetzt, führt zu weicherem Stuhl und kann einen günstigen auf Darmträgheit haben durch die Anregung der natürlichen Muskelbewegung der glatten Muskulatur der Darmwände. Ein weicher Stuhl kann bei Hämorrhoiden, Analfissuren oder nach rektal-analen Operationen als lindernd empfunden werden. Es kann zu Gelb- oder Rotbraunverfärbung des Urins als Begleiterscheinung kommen.

Die Inhaltsstoffe der Rhabarberwurzel können wahrscheinlich astringierend (zusammenziehen) und leicht antimikrobiell wirken.

Hinweis

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Leinöl (Leinsamen)

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Das natürliche Abführmittel

Leinsamen sind die Samen des Gemeinen Flachs (Linum usitatissimum), oder auch Gemeiner Lein genannt, eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschkeit. Gesundheitlich hochinteressant sind die Leinsamen aufgrund ihres hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Mit rund 50 Prozent Omega-3-Fettsäuren besitzt Leinöl die höchste Konzentration an Omega-3-Fettsäuren von allen bekannten Pflanzenölen. Leinsamen gelten als wirksames abführendes Mittel beispielsweise bei Verstopfung und sind ein nicht apothekenpflichtiges Arzneimittel.

Inhaltsstoffe

Die wirksamen Stoffe stecken in der Samenschale. Sie kann braun oder gelb sein, das kommt auf die Sorte an. Die Inhaltsstoffe sind Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren (Linolensäure), Linamarin, Lecithin, Eiweiß, Schleimstoffe, Sterine, Plastochromanol, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin E und weitere Substanzen des Vitamin-B-Komplexes wie Nicotinsäure, Folsäure und Pantothensäure. Omega-3-Fettsäuren haben vielfältige gesundheitsförderliche Eigenschaften und können vom Körper nicht selbständig hergestellt werden.

Samen vor Verzehr schroten

Die Samenschalen der Leinsaat wirken im Darm als natürliches Quellmittel durch ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden. Die enthaltenen Ballaststoffe und Schleimstoffe aus Xylose, Galactose und Galacturonsäure vergrößern das Volumen des Nahrungsbreis und regen durch den Druck auf die Darmwände den Transport durch Muskelkontraktion des Darms an und löst einen Entleerungsreflex aus. Das Öl besitzt einen Schmiereffekt und beschleunigt den Weitertransport des Nahrungsbreis. Um diese Wirkung zu erzielen, müssen die Samen vorher zerkleinert werden, zum Beispiel geschrotet, um ihre Wirkstoffe zugänglich zu machen. Sonst können die Leinsamen unter Umständen unverändert den Magen-Darm-Trakt durchlaufen. Die geschroteten Leinsamen brauchen ein bis zwei Tage, um ihre Wirkung voll zu entfalten und sollten stets mit viel Flüssigkeit eingenommen werden.

Physiologische Anwendungen

Leinöl kann die Elastizität der Blutgefäße offenbar positiv beeinflussen, eine Voraussetzung für einen gesunden Blutdruck. Angeblich soll es einen vorbeugenden Effekt gegen Arterienverkalkung besitzen und die Cholesterinwerte verbessern. Bisher unbewiesen ist die Annahme, dass sich Leinöl auch auf die Psyche wirken kann und wohltuend bei Ängsten und Depressionen sei.

Annahmen zur Wirksamkeit

Es gibt erste Hinweise darauf, dass Leinöl möglicherweise vorbeugend gegen bestimmte Krebsarten hilfreich sein wie Prostatakrebs, Dickdarmkrebs und Brustkrebs.

Ein paar praktische Tipps

Leinsamen können die Aufnahme von Medikamenten im Darm hemmen und sollten daher versetzt mit der Medikamenteneinnahme verzehrt werden. Die Omega-3-Fettsäuren sind licht- und luftempfindlich. Deshalb wird Leinöl für gewöhnlich in dunkel getönten Flaschen angeboten und sollte im Kühlschrank, ja sogar im Eisfach aufbewahrt werden. Bei bis zu minus 20 Grad bleibt Leinöl aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes flüssig. Die Haltbarkeit sollte beachtet werden, da die Fettsäuren ranzig werden können. Zum Kochen und Backen ist Leinöl ungeeignet. Das beste Öl ist stets das kaltgepresste Öl aus biologisches Anbau, da hier davon ausgegangen werden kann, dass es schadstofffrei ist und seine wertvollen Inhaltsstoffe bewahrt hat. Kaltgepresstes Leinöl ist goldgelb, raffiniertes Leinöl ist deutlich heller.

Hinweis

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Flohsamenschalen (Psyllium)

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Natürliches Darmregulativ

Die Samenschalen der Pflanze Plantago ovata sind unter der Bezeichnung Flohsamenschalen, Indische Flohsamenschalen oder Psyllium ein gebräuchliches Heilmittel gegen Durchfall und Blähungen in der Alternativmedizin. Die Wegerichgewächse werden überwiegend in Indien, im Iran und Pakistan angebaut sowie in Frankreich und Spanien.

Hilfreiche Wirkung der dunkelbraunen glänzenden Samen

Die Darmflora profitiert von Flohsamenschalen, die das Wachstum nützlicher Bakterien im Magen-Darm-Trakt unterstützen. Es gibt Hinweise darauf, dass sie positiven Einfluss auf entzündliche Prozesse im Darm besitzen. Offenbar sind Flohsamenschalen in der Lage, Gallensäure im Darm zu binden und dadurch zu einer erhöhten Cholesterinausscheidung beizutragen.

Quellwirkung von Ballaststoffen

Unbestritten ist die Quellwirkung durch die Ballaststoffe in Flohsamenschalen. Sie binden mehr als das 50-fache an Flüssigkeit. Bei Verstopfung ebenso wie bei Durchfall helfen Sie, durch ein gesteigertes Volumen des Nahrungsbreis die Darmfunktion zu regulieren, die natürliche Muskelbewegung des Darms anzuregen (Peristaltik) und die Darmentleerung zu begünstigen. Der Stuhl wird weicher und lockerer.

Flohsamenschalen wird ein möglicher Effekt zur Unterstützung bei Diabetes zugesprochen. Durch die darmregulierenden Eigenschaften wird Zucker durch die Damwände weniger schnell ins Blut transportiert. Der Blutzuckerspiegel muss daher nicht so hoch ausschlagen und in der Folge auch der Insulinspiegel. Diese These gilt noch nicht als wissenschaftlich ausreichend fundiert für arzneilichen Einsatz.

Die Quellwirkung von Flohsamenschalen beginnt bereits im Magen. Das kann möglicherweise ein günstiger Effekt zur Unterdrückung des Hungergefühls bei Gewichtsreduzierung und hilfreich bei Adipositas.

Hinweis

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Dong Quai
(Angelica sinensis, Chinesische Engelwurz)

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Vom einem Engel zur Erde gesandt

Dong Quai (Angelica sinensis, Chinesische Engelwurz) ist eine chinesische Heilpflanze aus der Gattung der Engelwurzen (Angelica). Die krautige Pflanze erreicht eine Höhe zwischen 40 Zentimetern und einem Meter. Für die Heilwirkung werden die Wurzeln verwendet. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Heilpflanze bei sogenannten Frauenleiden harmonisierend eingesetzt.

Seit Jahrtausenden in der TCM

Bereits das älteste bekannte Buch der Heilpflanzen aus China, der Shennong ben cao jing, reserviert der Dong Quai einen prominenten Platz. Man findet die Engelwurz auch als “weiblichen Ginseng“ oder „Ginseng der Frauen“ in der Literatur, weil er seine Wirkung rund um den weiblichen Zyklus entfaltet. Es heißt, dass er Menstruationsbeschwerden und Unterleibskrämpfe lindert, bei zu schwacher oder unregelmäßiger Mensis helfen soll und für Wohlbefinden in den Wechseljahren sorgt. Zur allgemeinen Stärkung, besonders nach einer Geburt, ebenso wie bei Anämie und zur Blutreinigung fand die Chinesische Engelwurz traditionell Anwendung.

Verwendung in westlicher Welt

Erst als wissenschaftliche Untersuchungen belegten, dass Dong Quai Phyto-Östrogene enthält, wurde die Heilpflanze auch in der westlichen Welt zur Kenntnis genommen. Seine Wirkung zur allgemeinen Muskelentspannung schlägt sich auch auf die Gebärmutter und damit auf Menstruationsbeschwerden nieder. Die Heilpflanze wird in der Naturheilkunde auch bei Bluthochdruck, Migräne, Magenschmerzen, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Angina pectoris oder Herzrhythmusstörungen und zur Regulierung von Hormonschwankungen eingesetzt.

Anwendungen aus Dong Quai werden im Allgemeinen gut vertragen, sollte jedoch nur in geringen Mengen verwendet werden, da bei hoher Dosierung Depressionen ausgelöst werden können.

Inhaltsstoffe

Für die krampflösende Wirkung sind wahrscheinlich enthaltene Furanocumarine verantwortlich. Es handelt sich dabei um wirksame sekundäre Pflanzenstoffe, die die Kalziumkanäle an der glatten Muskulatur blockieren und so entspannen. Bitterstoffe aus der Engelwurz regen die Ausschüttung von Magensäure an sowie von Gallensäure und Enzymen der Bauchspeicheldrüse. Der Appetit wird angeregt und der Verdauungsapparat aktiviert.

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