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Honig als Hausmittel: 16 Anregungen

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Honig als natürliches Hausmittel

Naturbelassener Honig ist ein wunderbares Hausmittel, das bei vielen Beschwerden helfen kann. Am besten wirkt er, wenn Gelée Royale, Propolis und Pollen enthalten sind. Organischer Honig hat oft eine im Glas befindliche Honigwabe.

Äußerliche Anwendungen 

  1. Haut-Maske für mehr Feuchtigkeit: Honig, Eier und Mehl mischen und auf die Haut auftragen.
  2. Bei Wunden: Honig wirkt antibakteriell. Das Antiseptikum hält die Wunden sauber, heilt und verhindert, dass der Schorf mit dem Verband verklebt.
  3. Bei Verbrennungen: Honig kühlt bei Verbrennungen, desinfiziert die Wunden, mindert Entzündung und Schmerz und fördert die Heilung.
  4. Körperpflege: Honig dient als ausgezeichneter Lippenbalsam und ist eine sinnvolle Zutat in Seife oder Bodylotion. Er macht die Gesichtshaut zart und wirkt als Peeling, reduziert oberflächliche Fältchen und macht trockene Haut an Ellbogen und Ferse geschmeidig.
  5. Akne und Pickel: Honig tötet die Bakterien, die Akne hervorrufen und verhindert Narbenbildung.
  6. Diabetische Geschwüre: Bei äußerlicher Anwendung heilt Honig diabetische Geschwüre
  7. Wellness: Ein wenig Honig enthärtet das Badewasser.
  8. Haare: Eine Honigkur schützt Ihr Haar vor Spliss, eine Honigspülung verleiht ihm Glanz.
  9. Scheidenpilz und Fußpilz: Honig wirkt antimykotisch

Innerliche Anwendungen

  1. Morgendliches Entgiftungsgetränk: Honig mit Zitrone und warmem Wasser
  2. Asthma: Honig mit schwarzem Pfeffer und Ingwer
  3. Kater am Morgen: Ein Löffel Honig hilft
  4. Ausgleichend auf den Blutdruck: Honig mit frischem Knoblauchsaft
  5. Darm: Honig reguliert die Darmtätigkeit, heilt Kolitis und entzündliche Darmerkrankungen.
  6. Sanftes Abführmittel: Honig spült Parasiten aus Leber und Dickdarm
  7. Verdauung: Honig bewirkt eine bessere Verdauung durch natürliche Enzyme. Honig hilft bei Verdauungsstörungen und Säure-Reflux, kann Magengeschwüre lindern.
  8. Heuschnupfen: Honigwaben kauen
  9. Halsschmerzen und Husten: Saft aus Honig mit rohen Zwiebeln (über Nacht gezogen)
Generelle Wirkung von Honig
  • Honig steigert die Energie
  • Honig nimmt die Müdigkeit
  • Honig stimuliert die geistige Wachheit
  • Honig stärkt das Immunsystem
  • Honig liefert Mineralstoffe, Vitamine und Antioxidantien
  • Honig verbessert die Sehkraft
  • Honig beugt Herzkrankheiten vor, indem er die Durchblutung verbessert und vor einer Schädigung der Kapillaren schützt
  • Honig wirkt beruhigend bei Angstzuständen, sorgt für ruhigen Schlaf und alkalisiert den pH-Wert des Körpers
  • Honig schützt mit seinen Anti-Krebs-Wirkstoffen vor der Bildung von Tumoren
  • Honig kurbelt den Stoffwechsel an, stimuliert das Abnehmen
  • Honig löscht den Durst und hilft bei Hitzschlag, stoppt den Schluckauf
  • Honig mindert die Wirkung von Giftstoffen
Wichtiger Hinweis

Im Honig finden sich Botulismus-Sporen, mit denen das Immunsystem eines Babys noch nicht fertig wird. Geben Sie deshalb Kindern unter einem Jahr niemals Honig zu essen, es besteht die Gefahr von Botulismus.

Quellen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Aminosäuren

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Grundbausteine des Lebens

Sämtliche Eiweiße (Proteine) im menschlichen Körper sind aus Aminosäuren gebildet. Sie sind die kleinsten Bausteine der Proteine. Im menschlichen Erbgut sind 22 Aminosäuren codiert, aus denen lebenswichtige Proteine entstehen, indem verschieden zusammengestellte Ketten von Aminosäuren durch Peptidbindung zu Eiweißmolekülen (Proteinen) mit unterschiedlichen Funktionen kombiniert werden. Tausende von verschiedenen Proteinen werden durch Aminosäuren gebildet, alle mit unterschiedlichen Aufgaben. In der Biochemie des menschlichen Körpers sind sie wichtig für den Aufbau von Muskeln und Gewebe, Hormonen, die Bildung von Botenstoffen im Gehirn sowie Enzyme. Aminosäuren sind die Grundlage für das reibungslose Funktionieren des Stoffwechsels. Immerhin rund 20 Prozent des menschlichen Körpergewichts bestehen aus Eiweißen.

Keine Aminosäure darf in einem gesunden Organismus fehlen

Der Körper kann nicht alle zweiundzwanzig Aminosäuren selbstständig durch Biosynthese herstellen. Daher müssen die sogenannten essentiellen Aminosäuren durch die Nahrung zugeführt werden, denn sie sind unersetzlich für einen funktionierenden Organismus. Fehlt nur eine davon, ist die Funktion aller Proteine betroffen. Ein Mangel an Aminosäuren bringt eine erhebliche Beeinträchtigung der Gesundheit mit sich. Einige sogenannte Zivilisationskrankheiten können unter anderem auf mögliche Stoffwechselstörungen zurückzuführen sein, wie beispielsweise Arthrose, so hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Erektionsstörungen, Übergewicht, usw.

Über die zweiundzwanzig proteinbildenden Aminosäuren hinaus existieren noch weit über 200 Aminosäuren, die an der Eiweißbildung nicht beteiligt sind aber wichtige Funktionen bei den chemischen Abläufen in den Zellen besitzen.

Unentbehrliche Aminosäuren aus der Nahrung

Folgende acht essentielle Aminosäuren können nicht im menschlichen Stoffwechsel hergestellt werden. Dieser Bedarf muss durch die Nahrung gedeckt werden. Diese acht Aminosäuren heißen Leucin, Isoleucin, Methyonin, Threonin, Valin, Lysin, Phenylalanin und Tryptophan. Säuglinge benötigen darüber hinaus Histidin und Arginin. Besonders viele Eiweißbausteine sind in Lebensmitteln enthalten wie Fleisch und Fisch, in Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten, Soja und Getreide. Um Aminosäuren aus der Nahrung aufnehmen zu können, schließt der Organismus die Lebensmittel bei der Eiweißverdauung im Darm in einzelne Aminosäuren auf.

Aminosäuren nehmen Schlüsselpositionen bei der biochemischen Funktion des gesamten Organismus ein. Die unterschiedlichen Funktionen sollen durch einige wenige Beispiele illustriert werden: Als Baustein für Kollagen kommt Lysin eine große Bedeutung für das Herz-Kreislaufsystem zu. Kollagen ist Bestandteil der Gefäßwände, so dass Lysin Stabilität und Festigkeit der großen wie auch der kleinen Blutgefäße unmittelbar beeinflusst. Eine Aminosäurenkombination, die bei Sportlern als regenerations- und leistungsfördernd bekannt ist, heißt BCAA (Branched Chain Amino Acids) und besteht aus Valin, Leucin und Isoleucin. Wiederum ist Arginin bedeutend für die Leitungsfähigkeit des Herzens. Diese Aminosäure ist Vorstufe eines Botenstoffes, der die Erweiterung der Gefäßmuskulatur kontrolliert und damit für die Blutzirkulation verantwortlich ist. An der Neurotransmittersynthese ist Phenylalanin beteiligt, während Tryptophan die Grundsubstanz für Serotonin liefert. Die Regelung des Gehirnstoffwechsels erfolgt über Isoleucin, Leucin und Valin.

Bedarf an Aminosäuren

Der Proteinbedarf von Babys und Kindern ist wachstumsbedingt höher als der von Erwachsenen. Das Gleichgewicht von Aminosäuren wird durch die Leber als zentrales Organ des Aminosäurestoffwechsels geregelt. Die Leber ist das einzige Organ, das über eine komplette Enzymausstattung zum Abbau von Aminosäuren verfügt. Bleibt eine essentielle Aminosäure bei der Nahrungsaufnahme aus, kann die Leber gespeicherte Stoffe freisetzen und so den Aminosäurespiegel im Blut konstant halten. Die verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin werden vor allem in der Skelettmuskulatur und im Herzmuskel verstoffwechselt.

Bei Operationen und Leistungssport, aber auch bei Reduktionsdiäten steigt der Bedarf an Proteinen. Das gilt auch für katabole Stoffwechselzustände bei Verbrennungen, Verletzungen, Krebs, Chemotherapie, AIDS oder Knochenmarkstransplantation. Die Körperfett- und Proteinspeicher werden dann zur Versorgung mit Energie und Aminosäuren für die Immunantwort und die Wundheilung mobilisiert. Eine erhöhte Freisetzung von Glutamin aus der Skelettmuskulatur ist insbesondere für das Immunsystem von Bedeutung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin C (Ascorbinsäure)

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Grundlage einer gesunden Ernährung

Der essentielle Vitalstoff Ascorbinsäure ist allgemein unter dem Namen Vitamin C bekannt. Ein Mangel an Vitamin C führt zu der Krankheit Skorbut (lat. Scorbutus), die bis ins 18. Jahrhundert als häufigste Todesursache auf Seereisen galt, da über lange Zeit auf frische Lebensmittel verzichtet werden musste. Von dem lateinischen Namen der Krankheit zusammen mit der Vorsilbe –a leitet auch die Bezeichnung Ascorbinsäure ab („den Skorbut abwehrend“). Der Biochemiker Casimir Funk prägte bereits 1912 das Kunstwort „Antiskorbut-Vitamin“, wobei er das Wort „Vitamin“ von dem lateinischen Wort vita für Leben entlehnte.

Ascorbinsäure kann vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden, daher muss die Aufnahme von Vitamin C über die Ernährung erfolgen. Die organische Säure ist farblos, geruchlos und als kristalliner Feststoff mit saurem Geschmack erhältlich, der wasserlöslich ist. In vielen Obst- und Gemüsesorten ist Vitamin C im kompletten natürlichen Verbund enthalten. Die vielen positiven Eigenschaften von Vitamin C können unterstützend bei vielen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Es wirkt als Antioxidationsmittel, das freie Radikale abfangen kann und dadurch die Zellen schützt. Die antioxidative Wirkung von Vitamin C schützt Zellen und Körpersubstanzen vor freien Radikalen. Es verhindert die Oxidation von Folsäure und Vitamin E und ist beteiligt an der Umwandlung von Kupfer zur Superoxiddismutase, einem antioxidativen Enzym. Im Immunsystem kann es Schutzfunktionen übernehmen und ist an der Wundheilung beteiligt. Volksmedizin und Naturheilkunde seien sich der gesundheitsfördernden Wirkung von Vitamin C bereits seit langer Zeit bewusst, weiß Urs Buergi: „Vitamin C gehört zu den am leichtesten zugänglichen Wirkstoffen, die von vielen noch immer unterschätzt werden“, meint der Naturheilkundler.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete von Vitamin C:

Zahlreiche positive Funktionen im menschlichen Organismus

Allergien: Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Vitamin C die Histaminproduktion reguliert. Allergische Symptome können dadurch entscheidend gelindert werden. Vieles weist darauf hin, dass Allergien unter anderem durch Vitamin C auf natürlichem Wege geheilt werden können (Ziemann B., Enzmann F., Vitamin C Ascorbinsäure, ein lebensnotwendiger Schutzfaktor, 1998, MSE Pharmazeutik). Ein Mangel an Vitamin C spielt gerade für Allergiker eine große Rolle: Je stärker der Vitamin-C-Spiegel im Blut fällt, desto höher steigt der Histamin-Spiegel, also der Stoff, der die allergischen Reaktionen in der Immunreaktion auslöst. Im Bronchialsekret und der Lungenflüssigkeit wirkt Ascorbinsäure als eines der wichtigsten Antioxidantien, weshalb Vitamin-C-Präparate vielfach bei Allergien von Asthma bis Heuschnupfen, ebenso wie bei Lungen- und Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Eine dauerhafte Vitamin-C-Gabe kann die Histaminwerte um bis zu 38 Prozent verringern.

Arteriosklerose (Arterienverkalkung, Verkalkung von Blutgefässen): Medizinische Studien belegen, dass Arteriosklerose in Beinarterien auf natürliche Weise abgebaut werden konnten. Hoch dosierte Vitamin-C-Präparate sind in der Lage, arterosklerotische Ablagerungen, die Verklumpung von Blutplättchen und die Gefahr von Blutgerinnseln zu verringern, beispielsweise nach Operationen. Die Wände der Blutgefäße werden gestärkt, Entzündungsfaktoren und Werte aus oxidativem Stress können durch Ascorbinsäure positiv beeinflusst werden. Die antioxidative Wirkung des Vitalstoffs schützt vor Radikalbildung und erhöht die Entspannungsfähigkeit der Blutgefäße. Außerdem hat Vitamin C positive Wirkung gegen erhöhten Blutdruck gezeigt, ein weiterer Schutz vor Ablagerungen an den Blutgefäßwänden. Die tägliche Gabe von 500 mg Vitamin C führte in einer randomisierten Studie mit rund 50 Patienten, die an koronarer Herzerkrankung litten, innerhalb eines Monats zu einer signifikanten Verbesserung der Gefäßentspannung. Orthomolekularmedizinerin E. Blaurock-Busch empfiehlt bei Arteriosklerose die Einnahme von einem Gramm Vitamin C zu jeder Mahlzeit (E. Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis. Mit Nährstoffen heilen. Lehrbuch für die Arzt- und Naturheilpraxis, 1996)

Bluthochdruck (Hypertonie): Der positive Einfluss von Ascorbinsäure bei Bluthochdruck wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. In einer randomisierten von Gröber veröffentlichten Doppelblindstudie mit 45 Bluthochdruckpatienten wurde eine deutliche Senkung des Blutdrucks um 9 Prozent im Durchschnitt festgestellt bei einer Gabe von 500 mg Vitamin C täglich über die Dauer von einem Monat. Bei normalem Blutdruck zeigte Ascorbinsäure jedoch keine blutdrucksenkende Wirkung. Vitamin C wird auch zur Vorbeugung eingesetzt, insbesondere zur Prävention von Verkalkung der Herzgefäße (Koronarsklerose), der Hirngefäße (Zerebralsklerose) oder peripherer Blutgefäße (beispielsweise an Armen und Beinen).

Blutzucker (Diabetes mellitus): Diabetes mellitus, wie die Blutzuckerkrankheit häufig genannt wird, gilt als Volkskrankheit. Rund 10 Prozent der Deutschen sind von der Stoffwechselerkrankung betroffen. Je nach Ausprägung können die Symptome bei Diabetes mellitus Typ 2 gravierend, sogar lebensbedrohlich sein mit Folgeerkrankungen an Blutgefäßen und Nervensystem. Wichtigster Laborwert ist stets der sogenannte HbA1C, der den prozentualen Hämoglobingehalt im Blut über die zurückliegenden Wochen bestimmt. Von Diabetes spricht man, wenn der HbA1C deutlich über 7 Prozent liegt.

Vitamin C und Zucker werden mit demselben Mechanismus in die Zellen transportiert. Bei einem hohen Blutzuckerspiegel sind die Andockstellen in den Zellen durch die hohe Konzentration von Zuckermolekülen in der Blutbahn besetzt. Daher benötigen Diabetiker gegenüber Gesunden ein Vielfaches an Vitamin C, um in den Zellen die gewünschte Wirkung zu erreichen. Ist Ascorbinsäure in hoher Konzentration vorhanden, kann es auch Andockstellen für Zucker an vielen Proteinen besetzen und beugt damit der Entstehung von weiteren AGEs vor (Advanced Glycation End Products), Zuckermolekülen in der Blutbahn, die sich unter dem Einfluss freier Radikale verkleben und die Blutgefäße zukleistern.

Die Einnahme von entsprechend dosiertem Vitamin C hat sich bei Blutzucker als sehr positiv erwiesen. Bereits die Einnahme von zweimal täglich 500 mg Vitamin C konnte den Plasma-Insulinwert und damit den Glucosespiegel signifikant senken, nachgewiesen in der in der Davie-Studie von 1992 (Davie S.E. et al.: Effect of vitamin C glycosilation of proteins. 1992, Diabetes 41:167-173). Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass Vitamin C die Eiweißverzuckerung in den Arterien hemmt, die bei Diabetes die Gefäße angreift (vgl. Gembal M., Druzynska J., Kowalczyk M., Przepiera E., Cybal M., Arendarczyk W., Wojcikowski CZ.: The effect of ascorbic acid on protein glycation in streptozotocin-diabetic rats). Das Infarktrisiko liegt bei diabetischen Rauchern enorm hoch, etwa zwanzigfach erhöht gegenüber Gesunden. Die antioxidative Wirkung von Vitamin C wirkt der beim Rauchen verstärkten Bildung von freien Radikalen entgegen. In Studien konnte bereits durch die Einnahme von einem Gramm Vitamin C täglich die Entstehung der AGEs um ein Drittel reduziert werden. Auch Vitamin E kann die Entstehung von AGEs mildern. Nichtrauchende Diabetiker haben immer noch ein vierfach höheres Risiko für Infarkt und Schlaganfall als Gesunde, bedingt durch die Zusetzung der Blutgefäße in Gliedmaßen, Nieren und Augen. Bei Diabetes mellitus gilt ein zwanzigfach erhöhtes Risiko zu erblinden und eine fünfzigfach höhere Wahrscheinlichkeit für Amputationen. Die wundheilende Wirkung von Vitamin C wirkt sich zusätzlich bei vielen Nebenleiden positiv aus, die Diabetiker verstärkt betreffen wie beispielsweise Zahnfleischentzündungen, Hautgeschwüre oder schlecht heilende offene Wunden.

Eisenmangel: Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus Nahrungsmitteln ebenso wie aus Eisenpräparaten.

Erkältungskrankheiten / Infekte: Die Einnahme von hochdosierten Vitamin C-Präparaten gleich zu Beginn einer Erkältung kann viele Symptome lindern und die Krankheitsdauer verringern. Im Immunsystem spielt Ascorbinsäure eine wesentliche Rolle. Vitamin C aktiviert die körpereigene Abwehr und wirkt positiv auf die Aktivität der Leukozyten, der weißen Blutkörperchen, die krankheitserregende Bakterien und Viren im Körper angreifen.

In medizinischen Studien fand man heraus, dass bei einem Infekt an den ersten beiden Tagen die Konzentration von Vitamin C im Organismus um rund die Hälfte sinkt. Positiv wirkt sich bei einer Vitamin C-Therapie daher die schnelle und hochdosierte Einnahme aus, sowie eine ausreichende Einnahmedauer über mindestens fünf Tage. Bei einer regelmäßigen Einnahme von etwa 1 Gramm Vitamin C täglich kann die Anfälligkeit für Infekte deutlich verringert werden.

Gicht: Vitamin C besitzt eine positive Wirkung auf die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere und kann daher auch bei Gichtpatienten hilfreich sein.

Geschwüre: Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C kann die Anfälligkeit für blutende Geschwüre (Hämorrhagien) verringern und hilft vorzubeugen und zu heilen.

Hämorrhoiden: Bei Hämorrhoiden kann Vitamin C hilfreich sein, indem es den Stuhl weich macht und die Venen rund um den After stärkt. Die Tendenz zu Blutgerinnseln kann verringert werden und Schwellungen werden positiv beeinflusst. Die Darmtoleranz ist bei hohen Gaben von Ascorbinsäure zu prüfen.

Abnehmen / Fettreduzierung: Eine unzureichende Carnitinproduktion kann einer der Gründe für Fettleibigkeit sein. Das Eiweißmolekül Carnitin transportiert Fette im menschlichen Organismus in die Mitochondrien, damit sie dort in Energie umgewandelt werden können. Ist die Carnitinproduktion gestört, wird es trotz Diät schwierig, überzählige Kilos loszuwerden. Vitamin C und ausreichend Protein begünstigen eine gesunde Carnitinproduktion.

Hepatitis: Studien des Forschers Baetgen von 1957 bis 1958 ergaben eine starke Wirksamkeit von Vitamin C bei Hepatis. Bei einer Einnahme von 10 Gramm täglich bei 245 infizierten Kindern erholten sich alle Patienten nach kurzer Zeit von der Krankheit. Bereits 1954 konnte bei einer Studie von Bauer/Straub konnte nachgewiesen werden, dass die tägliche Gabe von 10 Gramm Vitamin C die Krankheitsdauer der Testpersonen um 50 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe senkte.

Schmerzen und Entzündungen: In zahlreichen Studien dämmte hochdosiertes Vitamin C über die Regulierung des Prostagandin Entzündungen, Fieber und Schmerzen.

Krebs: Tumorzellen nehmen im Vergleich zu gesunden Zellen deutlich weniger Vitamin C auf, und je weniger Vitamin C es aufnahm, desto schneller entwickelte sich der Krebs. Auf diese Formel läßt sich die aktuelle Studien von Prof. Dr. Margreet Vissers von der University of Otago (Neuseeland) bringen. Hieraus schloß man, dass dies im Umkehrschluss bedeute, dass eine hochdosierte Gabe von Vitamin C die Entstehung von Krebs und der Entwicklung von krankhaften Zellveränderungen verhindern oder vermindern kann. (vgl. Cancer Resarch: Das zweimal im Monat erscheinende, von der American Association for Cancer Research, Philadelphia herausgegebene wissenschaftliche Journal)

Freie Radikale sind wesentlich für die Entstehung von Krebstumoren verantwortlich. Die DNS einer menschlichen Zelle ist täglich mit freien Radikalen konfrontiert. Vitamin C ist an der Abwehr freier Radikale stark beteiligt, es unterstützt die Leber bei der Entgiftung des Organismus von kanzerogenen Stoffwechselprodukten und krebserregenden Substanzen wie Schwermetallen, Pestiziden und Chemikalien, die mit der Nahrung aufgenommen werden und schützt die Zellen vor Oxidation. Auf diese Weise senkt Vitamin C das Krebsrisiko, besonders für Brustkrebs und im Verdauungstrakt (Mundschleimhaut, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm, Uterus, Harnblase).

Bei der sogenannten BaselStudie wurden 2974 Männern die Plasmaspiegel antioxidativer Vitamine untersucht. Die Studie ergab einen Zusammenhang von unzureichender Versorgung mit Vitamin C und einem erhöhten Krebsrisiko. Probanten mit niedrigem Vitamin C-Spiegel wiesen ein höheres Risiko für Magenkrebs und andere Krebserkrankungen der Verdauungswege auf. In der 1996 ausgewerteten Iowa-Studie mit 34.000 Frauen konnte das Brustkrebsrisiko durch eine Einnahme von 500 mg Vitamin C täglich um 21 Prozent gesenkt werden gegenüber Frauen, die kein zusätzliches Vitamin C einnahmen. FOCUS ONLINE machte drei Fallstudien vom National Institute of Health in den USA bekannt, die im renommierten Canadian Medical Association Journal veröffentlicht wurden. Bei den drei Patienten wurde jeweils 1996 Krebs diagnostiziert. Studienautor Mark Levine berichtete, wie die Lungenmetastasen der Patientin mit operiertem Nierentumor während einer Behandlung durch Vitamin C zurückgingen. Eine Chemotherapie lehnte die Patientin ab. Die anderen beiden Patienten litten an einem fortgeschrittenem Blasentumor und aggressiven Blutkrebs. Beide Patienten lehnten die Chemotherapie zugunsten einer Vitamin C-Therapie ab und waren zehn Jahre später noch am Leben – dem Autor zufolge bei bester Gesundheit.

Lebenserwartung: Eine Langzeitstudie über zehn Jahre an 10.000 Menschen im Alter zwischen 25 und 74 Jahren an der University of California Los Angeles ergab, dass die Teilnehmer, die täglich 800 mg Vitamin C einnahmen, im Durchschnitt sechs Jahre länger lebten, als diejenigen, die nur 60 mg einnahmen. Die Sterblichkeit durch Herz- Kreislauferkrankungen reduzierte sich bei regelmäßig hoher Vitamin C-Einnahme bei den Männern um 42 Prozent, bei den Frauen um 24 Prozent.

Müdigkeit/Abgeschlagenheit: Dauerstress und ungenügende Vitaminversorgung kann zu chronischer Müdigkeit führen, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit sowie im Extremfall zu Konzentrationsproblemen und Depression. Zusammen mit Vitamin B ist vor allem Vitamin C an der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Noradrenalin und Dopamin beteiligt. Eine hohe Vitamingabe kann daher zu mehr gesunder Energie führen.

Depressionen und Psychische Störungen: Ascorbinsäure ist an der Produktion der Neurotransmitter beteiligt. Vitamin C wird aus diesem Grund gerne in der Therapie von Depression, Schizophrenie und manisch-depressiven Störungen eingesetzt.

Rauchen/Alkohol: Für Raucher gilt ein doppelt oder dreifach hoher Bedarf an Vitamin C, denn durch die zahlreichen freien Radikale, die beim Rauchen freigesetzt werden, wird Ascorbinsäure schneller abgebaut. Leberschäden als Folge unmäßigen Alkoholkonsums kann durch Vitamin C entgegengewirkt werden.

Schwermetallvergiftungen: Vitamin C vermag die Aufnahme von Schwermetallen in den Körper zu verringern und kann die Ausscheidung und Entgiftung begünstigen. Ein interessanter Anhaltspunkt ist die Faustformel, dass 8 Amalgamfüllungen im Mund zu etwa 10 mg Quecksilberaufnahme täglich führen. Da Schwermetalle sich im Körper anreichern, ist das nicht zu unterschätzen. Bleiwerte von Rauchern konnten in Studien mit 1000 mg Vitamin C täglich über einen dauerhaften Zeitraum um bis zu 81 Prozent gesenkt werden.

Sehstörungen: Vitamin C hat einen positiven Effekt auf den erhöhten Augeninnendruck bei grünem Star (Glaukom). Durch seine antioxidative Wirkung kann es helfen, grauem Star (Katarakt) vorzubeugen. Eine Langzeitstudie über zehn bis zwölf Jahre mit 247 Frauen im Alter zwischen 56 und 71 Jahren ergab eine zu 77 Prozent verminderte Rate an der frühen Linsentrübung bei einer Gabe von mindestens 400 mg Vitamin C täglich. In weiteren 10 Vitamin C-Studien mit insgesamt 80. 000 Teilnehmern konnte eine Reduzierung von Altersstar um 40 bis 50 Prozent ableiten. Ein interessanter Fakt ist, dass der Gehalt an Vitamin C in der Tränenflüssigkeit etwa 59 mal so hoch ist wie im Blut, in der Augenlinse tritt er noch höher konzentriert auf, was die Bedeutung des Vitalstoffs für die Augengesundheit nahelegt.

Wundheilung: Der menschliche Körper benötigt zur Wundheilung besonders viel Vitamin C. In den Wunden begünstigt es die Neubildung von Kollagenfasern bei der Hautbildung. Da durch den hohen Bedarf bei akuten Verletzungen, Verbrennungen oder nach Operationen der Vitamin C-Spiegel im Körper bis zu 50 Prozent sinkt, kann hier durch eine schnelle Versorgung mit Gaben von 1 bis 3 Gramm Vitamin C am Tag die Wundheilung und Narbenbildung beschleunigt werden. Ascorbinsäure mit seiner antioxidativen Wirkung wirkt bei Keimen, die in die Wunden gelangt sein können, zudem entzündungshemmend und unterstützend für das Immunsystem.

Zahnfleischbluten / Zahnfleischentzündungen: Bei Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten kann Vitamin C hilfreich sein. Die Ascorbinsäure hemmt Entzündungen und fördert die Wundheilung. Bei regelmäßiger Einnahme kann die Anfälligkeit für Zahnfleischerkrankungen deutlich gemindert werden.

Symptome bei Vitamin C-Mangel

Im Endstadium führt die Abwesenheit von Vitamin C in der Ernährung zu der lebensbedrohlichen Krankheit Skorbut. Doch können bereits folgende Symptome früh auf einen möglichen Vitamin C-Mangel hinweisen. Es ist zu bedenken, dass der menschliche Organismus in vielen Lebenslagen einen erhöhten Bedarf an Vitamin C entwickelt wie beispielsweise im Wachstum und im Alter, bei Stress, bei Verletzung und Krankheit und durch Rauchen und Alkoholkonsum.

  • Entzündetes, blutendes Zahnfleisch, Zahnausfall, schlechte Wundheilung
  • Verminderte Immunabwehr und häufige Infekte
  • Abgespanntheit, Müdigkeit, das Gefühl von Schwäche und Antriebslosigkeit
  • Depression
  • Das Risiko für Infarkt oder der Erkrankung an Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Arthritis und Grauem Star ist erhöht.

Kollagenproduktion: In der Wundheilung, im Bindegewebe, in Gelenken, Muskeln, Knochen und Blutgefäßen kann Vitamin C die Kollegenbildung begünstigen.

Hormonproduktion: Neben der Produktion von Neurotransmittern, der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ist Vitamin C auch an der Produktion des Schilddrüsenhormons und Carnitin beteiligt. Letzteres wird zur Energiegewinnung aus Fetten benötigt. Für Muskelschwäche und schnelle Ermüdungserscheinungen sollte daher auch geprüft werden, ob ein Vitamin C-Mangel vorliegt.

Neurotransmittern (Nervenbotenstoffe): Bei der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin, wichtigen Überträgersubstanzen im Gehirn, ist Vitamin C beteiligt. Daher kann es unterstützend bei vielen Therapien von Depressionen eingesetzt werden.

Histaminspiegel: Ascorbinsäure trägt dazu bei, den Histaminspiegel zu kontrollieren und spielt daher im Immunsystem eine wichtige Rolle. Die positive Wirkung von Vitamin C ist bei Allergien und Asthmaerkrankungen hilfreich.

Leber: Das Enzymsystem der Leber wird durch Ascorbinsäure angeregt. Es sorgt für die Entgiftung des Blutes und die Ausscheidung toxischer Substanzen wie z.B. Schwermetalle, Pestizide, Medikamente und Lebensmittelzusätze.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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