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Sanddornöl
(Hippophae rhamnoides)

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Gesunder Sanddorn

Der sommergrüne Strauch Sanddorn (Hippophae rhamnoides) wird auch Weidendorn, Dünendorn, Audorn, Fasanenbeere, Haffdorn, Seedorn, Rote Schlehe oder Sandbeere genannt. Ursprünglich beheimatet ist der Sanddornstrauch in Nepal. Durch Verschiebungen in der Eiszeit wurde dieser Strauch jedoch weit verbreitet. Er wächst heute im gesamten nordwestlichen Europa und findet seine nördliche Grenze in Norwegen. Sonnige Lagen und kalkhaltige Sand- oder Kiesböden werden von ihm bevorzugt. Oft wird dieser Strauch in Kiefernwäldern, trockenen Flussauen und Schotterfluren angetroffen. Sanddorn gedeiht in der Ebene und in Höhenlagen bis in 5000m. Steilhänge machen ihm nichts aus, da er über ein ausgeprägtes Wurzelsystem verfügt, mit dem er sich fest im Boden verankert.

Sanddornfrüchte

Anfang August bis Anfang Dezember bringt Sanddorn 6 – 8 mm große orangefarbene Früchte hervor. Das leicht breiige Fruchtfleisch dieser sogenannten Schein-Steinfrüchte enthält reichlich ätherische Öle, 10 Mal mehr Vitamin C als Zitronen, Carotinoide und zahlreiche wertvolle Fettsäuren. Wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Mangan, Kalzium und Eisen machen diese Beeren zu einem wichtigen pflanzlichen Wirkstoff für unsere Gesundheit. Alle diese natürlichen Wirkstoffe machen den Sanddorn zu einem idealen Begleiter bei Erkältungen.

Vitamin B12

Vegetarier und Veganer wissen, dass Vitamin B12 in wenigen pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommt. Hauptsächlich Fleisch ist eine wichtige Quelle für dieses Vitamin. Sanddorn ist eine der wenigen Pflanzen, die Vitamin B12 (Cobalamin) liefert.
Vitamin B12 ist beteiligt verschiedenen Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper. Es unterstützt den Abbau bestimmter Fettsäuren, unterstützt die Zellteilung und die Funktion des Nervensystems. Es ist bedeutsam für die Blutbildung durch die Aktivierung der im Körper gespeicherten Folsäure. Die Bedeutung des Vitamins am Folsäurestoffwechsel erkennt man daran, dass Cobalaminmangel indirekt zu Folsäuremangel führen kann.

Stark antioxidant

Sanddorn schützt Ihre Zellen gleich auf doppelte Weise: Die zahlreichen Carotinoide, die Sanddorn so orange machen, sind ebenso starke Antioxidantien wie das enthaltende Vitamin E. Diese Radikalfänger können schädlichen reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffatem entgegenwirken und so unsere Zellen schützen. Bei äußerlicher Anwendung schützen sie außerdem gegen UV-Strahlen.

Sanddorn Öl – rotes Gold

Sanddornöl wird durch Kaltpressung der Sanddornbeeren und der Samen gewonnen. Sein Geschmack ist fruchtig, etwas säuerlich und ausgesprochen aromatisch. Es sollte kaltgepresst, aus biologischem Anbau und ohne Zusätze sein. Das aus Sanddornfrüchten gewonnene Öl enthält Vitamin E und Carotinoide, beides starke Antioxidantien. Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe des Sanddornöls sind jedoch vor allem die zahlreichen wertvollen Fettsäuren. Gutes Sanddornöl enthält:

Die Inhaltsstoffe des Sanddornöls in ihrem natürlichen Verbund begünstigen sich untereinander und können dadurch positive Wirkungen für den Menschen entfalten. Vitamin E mindert als Radikalfänger Zellschäden und ist ein sehr gutes Antioxidant. Carotinoide schützen die Haut- und Schleimhautfunktionen z.B. der Speiseröhre. Omega 6 Linolsäure und Omega 3 α-Linolensäure wirken lindernd bei Neurodermitis-Beschwerden. Omega 9 Ölsäure kann sich begünstigend auf die Blutfettwerte auswirken. Auch wegen seiner wohltuenden Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt wird Sanddornöl sehr geschätzt.
Sanddornöl kann sowohl innerlich, wie äußerlich angewendet werden.

Nahrungsergänzung

Die zahlreichen Fettsäuren im Sanddornöl eignen sich auch als zuverlässige und wirksame Nahrungsergänzung, da der Organismus nicht selbst in der Lage ist, einfach ungesättigte Fettsäuren herzustellen. Das tiefrote, angenehm fruchtig riechende Öl kann in Kapselform zahlreiche positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben:

  • Effektives Antioxidans (Vitamin E + Carotinoide)
  • Wohltuende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt
  • Steigerung des Wohlbefindens der Haut, dem Spiegel der Seele.
  • Schutz der Schleimhäute
  • Erhöhung der Elastizität der Zellmembranen
  • Beteiligung am Stoffwechsel beteiligt
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Idealer Begleiter bei Erkältungen

Achten Sie darauf, dass der Anteil an Sanddornöl pro Kapsel ca. 80% beträgt. So kann auch schon eine Kapsel pro Tag eine sinnvolle und effektive Ergänzung zu Ihrer Ernährung sein.

Hauterkrankungen und -schäden

Der Alleskönner Sanddornöl lindert Erkrankungen und Schäden unserer Haut, weil die Zusammensetzung des Wirkstoffes unserer natürlichen Hautoberfläche sehr ähnelt. Das untermauert die Schutzfunktion unserer Haut und wirkt im Gegensatz zu chemischen Hautpflegeprodukten beruhigend und ausgleichend.
Obwohl Sanddornöl in Deutschland (noch) nicht offiziell medizinisch bewertet wurde, wurden die populären pflanzlichen Wirkstoffe des Öles gut untersucht. Die Belege für die Wirksamkeit sind eindeutig positiv.

  • Sanddornöl finden Sie in kosmetischen Produkten, wie Cremes z.B. in Form von Tagespflegen oder Augencremes. Entscheidend ist jedoch der Gehalt an Sanddornöl. Je höher dieser ist, desto effektiver wird die Wirkung sein.
  • Reines Sanddornöl ist hochkonzentriert. Beim Kauf sollten Sie jedoch auf Qualitätssiegel achten. Qualitätshinweise sind: Kaltpressung, biologischer Anbau und frei von Zusätzen. Verwenden Sie reines Sanddornöl stets kalt. Es passt zu Salaten, Quarkspeisen, Suppen oder zum Gemüse.
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Hydroxypropylmethylcellulose (pflanzliches Kapselmaterial)

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Vegane Kapselhülle

Andere Bezeichnungen für Hydroxypropylmethycellulose lauten HPMC, E464, Hypromellose oder Methylhydeoxypropylzellulose. Es handelt sich um ein rein pflanzliches Verdickungsmittel auf der Basis von Cellulose. Hydroxypropylmethycellulose ist also sowohl vegetarisch als auch vegan.

In der Lebensmittelindustrie der Stoff wahlweise als Füllstoff, Verdickungsmittel, Stabilisator oder Emulgator genutzt. Im pharmazeutischen Einsatz hat Hydroxypropylmethycellulose in den letzten Jahren verstärkt Einzug als Hartkapselhülle mit vegetarischem und veganem Anspruch gehalten (Veggicaps).

Vorteile zur Freisetzung der Inhaltsstoffe

Der Vorteil von Hydroxypropylmethycellulose gegenüber Cellulose ist, dass es wasserlöslich ist. Im Kontakt mit Speichel weicht der Stoff langsam auf und wird porös. Damit kann die Kapselhülle nach und nach im Magen ihre Inhaltsstoffe freigeben, die dort wirken, wo sie gebraucht werden und am besten aufgenommen werden können.

Herstellung aus Pflanzen

Gewonnen wird Hydroxypropylmethycellulose aus verholzter Cellulose von Pflanzenteilen. Gemahlen und gesiebt zu einem cellulosehaltigen Pulver, das mit Salzsäure verarbeitet wird, kommen als weiterer Bestandteil Linters hinzu, kurze Baumwollfasern, die fast ausschließlich aus Cellulose bestehen. Am Ende entsteht mikrokristalliner Cellulose. Mikrokristalline Cellulose kann man sich als freifließende Cellulose in Pulverform vorstellen. Im menschlichen Organismus wirkt Hydroxypropylmethycellulose als wasserlöslicher Ballaststoff, der ausgeschieden wird. Der Stoff ist gesundheitlich unbedenklich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Gelatine (Kapselhülle)

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Gelatine als Kapselhülle

Gelatine ist die häufigste Art, Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel in genauer Dosierung abzufüllen. Es gibt Kapseln zur oralen Einnahme aber auch Kapseln zur rektalen oder vaginalen Anwendung. Vorteile sind sichere Dosierung, eine übersichtliche Einnahmeplanung und die trockene, lichtgeschützte Aufbewahrung.

Gelatinekapseln bieten viele Vorteile

Die Kapseln lösen sich erst im Magen auf und können so ihre Wirkstoffe nach und nach abgeben. Wenn die Inhaltsstoffe erst im Darm aufgenommen werden sollen, kann die Kapsel magensaftresistent aufgebaut werden. Das sorgt dafür, dass die Inhaltsstoffe dort aufgenommen werden, wo sie gebraucht werden oder besonders gut absorbiert werden können. Gelatine ist geschmacksneutral und beeinflusst die Füllung nicht.

Unterschiedliche Kapselmodelle für verschiedene Zwecke

Es existieren Kapselhüllen aus Hartgelatine, Weichgelatine und Methylcellulose. Sie werden zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt.

Was ist Gelatine?

Gelatine besteht aus Eiweiß und ist absolut fettfrei. Sie wird aus dem Kollagen von Tieren gewonnen, meist Rindern, Schweinen aber auch Geflügel und Fischen. Sie wird in vielen Speisen als Verdickungsmittel oder Geliermittel eingesetzt. Für Diabetiker ist es wichtig, dass die Gelatinekapseln fast kalorienfrei sind. Der Wasseranteil beträgt je nach Härte rund 15 Prozent. Bei hoher Temperatur verflüssigt sich Gelatine.

Hartgelatinekapseln

Kapselhüllen aus Hartgelatine werden standardmäßig in acht verschiedenen Größen vorgehalten. Die Hülle kann transparent oder gefärbt sein, beispielsweise um den Inhaltsstoff vor Licht zu schützen. Sie enthalten meist eine Füllung aus Pulver, Granulaten oder Extrakten. Die Steckkapsel wird durch einen Rillen-Nocken-Mechanismus geschlossen und dann verklebt oder verschweißt.

Weichgelatine als Kapselhülle

Nichts ist so schwierig, wie Flüssigkeiten schonend zu transportieren, ohne dass sie verdunstet oder verunreinigt wird, das Transportmittel beim Herunterfallen in Scherben geht oder sich sein Verschluss ungewollt öffnet. Die Natur hat sich als ideale Form das Ei einfallen lassen. Kapselhüllen für Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel sind meist eiförmig diesem natürlichen Modell nachgebildet, um ihren Inhalt optimal zu schützen.

Weichgelatine wird verwendet um flüssige Inhalte aufzunehmen wie beispielsweise Öle. Damit die Kapseln nicht brüchig werden, wird der Gelatinemantel weicher und ein wenig dicker geformt als bei Hartgelatinekapseln. Auch werden sie durch Weichmacher wie Glycerol oder Sorbitol geschmeidig gehalten, damit sie nicht austrocknen. So bieten sie eine dichte Ummantelung flüssiger Inhaltsstoffe.

Weichgelatinekapseln setzen ihre Inhaltsstoffe nach und nach frei, da der Mantel sich langsam auflöst. Wenn gewünscht ist, dass sich die Kapsel nicht schon im Magen auflöst, kann die Kapsel einen magensaftresistenten Überzug erhalten. Auf diese Weise gelangen die Wirkstoffe in den Darm, wo sie nach und nach freigesetzt werden. Magensaftresistente Kapseln werden als enterisch bezeichnet, von griech. enteron, Darm.

Kapselhüllen für Vegetarier und Veganer

Da Gelatine aus tierischen Produkten gewonnen wird, wurde für Vegetarier und Veganer eine Kapselhülle ohne tierische Zusatzstoffe entwickelt, sogenannte Vegicaps. Die Ummantelung für die Inhaltsstoffe erfolgt hier aus pflanzlichem Verdickungsmittel. Auf Packungsbeilagen werden diese Kapselhüllen als „gelatinefrei“ gekennzeichnet.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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