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Avocado (Persea gratissima)

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Botanisch eine Beere

Die Avocadofrucht wächst an einem Baum, der bis zu 15 m hoch werden kann. Die Pflanzenart stammt aus der Familie der Lorbeergewächse. Der Avocadobaum hat bis zu 40 cm lange, immergrüne Blätter und gelb-grünlichen Blüten. Die Frucht der Avocado ist botanisch eine Beere. Sie hat eine birnenförmige Form mit gelblichem, grünlichem Fruchtfleisch. Der Kern ist etwa so groß wie ein Golfball.

Ursprung in Südmexiko

Die Avocado hat ihren Ursprung in Südmexiko. Sie wurde schon sehr früh von der Coxcatlán-Kultur in Tehuacán kultiviert. Seit etwa 10.000 Jahren nutzen die Menschen im tropischen und subtropischen Zentralamerika bereits die Avocado, bevor sie von den Spaniern in die Karibik, nach Chile und Madeira gebracht wurde und sich von dort weiterverbreitete. Runs ums Mittelmeer wird die Avocado erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts angebaut. Es existieren 400 Kultursorten weltweit. Heute wird die Avocado in den Tropen, sowie in Südafrika, Israel, Kalifornien, Chile, Peru, Australien, Neuseeland und Südspanien (Málaga, Küste von Granada) angebaut.

Heilwirkung der Avocado

Avocados enthalten viele wertvolle Nährstoffe. 20 Vitamine, Mineralstoffe, zahlreiche einfach ungesättigte Fettsäuren. Nicht nur als schmackhaftes und gesundes Essen eignet sich die Avocadofrucht. Viele Krankheiten und Beschwerden lassen sich durch Avocados auf dem Speiseplan vorbeugen und lindern. Das Superfood Avocado stärkt nicht nur das Herz, es schützt auch vor Erkrankungen wie Osteoporose und verschiedenen Krebsarten. Auch für die Augen und die Sehstärke ist Avocado eine heilsame Ergänzung zur Nahrung. Aber auch der Psyche kommt die Avocado zugute: Ein hoher Eiweißgehalt, einfach ungesättigte Fettsäuren und viel natürliches Vitamin B erhöht den Serotoninspiegel und kann daher die Stimmung aufhellen.

Neurodermitis

Der hohe Anteil von Linol und Linolen, Mineralstoffen und Vitaminen ist für Neurodermitiker sehr gut geeignet. Da ihre Haut sozusagen chronisch gestresst ist, neigt sie häufig zu Entzündungen mit zum Teil quälendem Juckreiz. Gezielte Pflege zur Vorsorge und Therapie sind Cremes mit Avocado-Öl, das die Zellregeneration fördert. Aber auch innerlich angewandt hilft die Avocado bei regelmäßigem Verzehr einigen Neurodermitikern.

Kopfschmerzen

Natürliche Salicylsäure kommt in Form ihres Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten und Wurzeln verschiedener Pflanzen vor. Die Avocado hat einen recht hohen Anteil von 0,6 mg/100 g an Salicylsäure, der Kopfschmerzpatienten helfen kann.

Herz Gesundheit

Lange Zeit galt die Avocado aufgrund ihrer Fetthaltigkeit als ungesund. Dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt. Der Verzehr von Avocados unterstützt das komplexe Transportsystem des menschlichen Körpers, das anatomisch aus dem Herz und den Blutgefäßen besteht und für die Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs verantwortlich ist: Das kardiovaskuläre System.

„Avocados enthalten wirklich viele Antioxidantien, sie schützen also vor Krankheiten und Krebs. Sie sind gleichzeitig eine wirklich gute Quelle für Fette, die dem Herzen gut tun und es schützen.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Muskelkater

Für Sportler ist die Avocado aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren sehr zu empfehlen. Die ungesättigten Fettsäuren fördern die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. So liefern sie die für den Sport notwendige Energie, ohne sich direkt in den Fettzellen anzusammeln. Avocados sind ein sehr gutes Mittel gegen Muskelkater, wenn sie vorbeugend vor der Sporteinheit eingenommen werden. Sie stärken ebenfalls die Muskulatur und helfen bei Muskelkrämpfen.

Sogar der Kern ist kostbar

Der harte golfballgroße Kern in der Mitte der Avocado ist ebenfalls ein sehr nährstoffreicher Teil der Avocado. Wenn Sie ihn im Ofen trocknen und anschließend in kleine Stücke schneiden oder zu feinem Pulver zermahlen, haben Sie eine wertvolle Quelle an Antioxidantien und Ballaststoffen. Der bittere Geschmack lässt sich kaschieren, wenn das Avocado-Kern-Pulver zu Smoothies oder Säften hinzugegeben wird.

 „Rund 70 Prozent der Antioxidantien in der Avocado sind im Kern enthalten.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Antioxidantien sind bei der Abwehr von Krankheitserregern und Entzündungen. Sie unterstützen das Immunsystem, indem sie freie Radikale neutralisieren. Sogar beim Verhindern von Faltenbildung haben sich Antioxidantien als hilfreich erwiesen.

Darmflora

Avocadokerne enthalten einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Deshalb fördert die Einnahme von Avocadokernpulver eine gesunde Darmflora, die gute Bakterien in Ihrem Darm unterstützt und als eine Art Präbiotikum wirkt.

Verdauung

Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffen führen zu einem stärkeren Sättigungsgefühl. Zum Abnehmen kann der Avocadokern deshalb sehr hilfreich ein, da man weniger Kalorien zu sich nimmt, wenn man bereits satt ist. Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für einen regelmäßigen Stuhlgang. Darüber hinaus senken sie das schädliche Cholesterin.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Orac-Testsieger: Moringa

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Oxidativer Stress

Im Blut können persönliche die Belastung und das Abwehrpotential nachgewiesen werden: Dieser sogenannte oxidative Stress wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Deshalb ist es so wichtig freie Radikale zu bekämpfen, die durch antioxidative Lebensmittel neutralisiert werden können. Denn ja, es gibt „Supernahrungsmittel“, die das können. Moringa ist so ein Superfood.

Orac

Leider steht dieser Wert auf keinem Etikett der Nahrungsmittel-Industrie. Dabei ist er fast wichtiger, als der Kalorien-, Fett-, Zucker- oder Eiweißgehalt. Orac bedeutet Oxygen Radical Absorbance Capacity. Er sagt aus, inwieweit ein Nahrungsmittel in der Gesamtheit aller natürlichen Inhalts- und Wirkstoffe in der Lage ist, freie Radikale zu neutralisieren. Außerdem zeigt er an, wie lange es dauert, bis diese antioxidative Wirkung abklingt. Damit besitzt der Orac-Wert eine qualitative und quantitative Aussagekraft.

Moringa wieder auf Platz eins

Selbst die Lebensmittel, die für eine starke antioxidative Kraft bekannt sind, werden von Moringa spielend geschlagen. Ob die Aronia Apfelbeere beim Obst, die Artischocke beim Gemüse oder der berühnte Rotwein bei den Getränken: Der Orac-Wert von Moringa übertrifft alle Spitzenwerte.

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Wieviel Orac braucht der Mensch?

Experten empfehlen, durch die Ernährung mindestens 3000 – 7000 Orac-Einheiten pro Tag aufzunehmen.
Mit 5g Moringa Blattpulver nehmen Sie 2.335 auf, mit 15g 7.005 Orac-Einheiten. Sie sind also mit 3 gehäuften Teelöffeln Moringa am Tag bestens gegen oxidativen Stress geschützt.

dosierung

Und Moringa ist keine Monosubstanz: Sie enthält Ballaststoffe, Enzyme, Fettsäuren, Mineralien, Proteine, Phytamine und Vitamine so zahlreich wie keine andere Pflanze. Als Naturprodukt in natürlichem Verbund und damit optimal bioverfügbar.

Warum ist der Orac-Wert wichtig?

Die meisten Radikale entstehen während der Energieproduktion in den Zellen. Jeder Vital- oder Aufbaustoff, der hier fördernd und kontrollierend eingreift, reduziert die Radikalbelastung.

In unserem Stoffwechsel existieren zahlreiche unterschiedliche Sauerstoffverbindungen, die zu freien Radikalen mutieren können. Daher reicht ein einziges Antioxidans nicht aus: Wir brauchen unterschiedlich spezialisierte. In Moringa sind sie zahlreich vorhanden.

Antioxidantien arbeiten synergetisch im Team. Isoliert sind sie wenig wirksam. Je mehr Antioxidantien-Gruppen vorhanden sind, desto besser können die unterschiedlichsten freien Radikale ausgelöscht werden. Deshalb ist der natürliche Verbund so besonders wichtig.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Pemmikan: Superfood der Ureinwohner Nordamerikas

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Energiereichstes Lebensmittel der Welt

Vor vielen Jahrhunderten entwickelten die Ureinwohner Nordamerikas eine Möglichkeit Dörrfleisch so haltbar zu machen, dass sie auch in Zeiten des Hungers oder unter extremer Belastung gesund und bei Kräften blieben. Dieses Superfood heißt Pemmikan und bestand früher aus Bison und Wapiti. Sie können es selbst herstellen: Heute natürlich mit Rindfleisch.

Auch heute noch interessant? 

Tragbare, energiereiche Nahrung, die sich auch ohne Kühlung endlos lagern lässt. Eine sehr nahrhafte Reserve für magere und kalte Phasen, ideal für Reisen und Expeditionen.
Diese Überlegungen liegen dem Pemmikan zugrunde. Ließen sich diese Anforderungen an ein Lebensmittel nicht auch auf ein Weltuntergangsszenario anwenden?

Energie-Bilanz

  • 5 kg Pemmikan: ca. 29.333 kcal / 122.811 kJ (Wandern mit Rucksack: eine Woche)
  • 750 g Pemmikan: ca. 4.400 kcal / 18.422 kJ (Lockerer Zelturlaub: zwei Wochen)
  • 375 g Pemmikan: ca. 2.200 kcal / 9211 kJ

Auch beliebte Nahrung der weißen Siedler

„Nachdem unsere frühen Grenzer (Entdecker, Jäger, Fallensteller usw.) Pemmikan kennengelernt hatten, stand es sehr hoch im Kurs. Die Hudson‘s Bay Company kaufte den Eingeborenen jedes Jahr tonnenweise Pemmikan ab, um die Nachfrage bedienen zu können.“
(Lex Rooker, The Pemmican Manual)

„Die Grundeinheit für den Handel war ein mit Pemmikan gefülltes Tierfell, dessen Nähte mit ausgelassenem Fett verschlossen wurden. Das Gewicht lag bei etwa 40 Kilogramm. Solange man Pemmikan nicht Feuchtigkeit, Hitze und direktem Sonnenlicht aussetzte, blieb es auch ohne Kühlung oder sonstige Konservierungsmaßnahmen jahrelang genießbar.“
(Lex Rooker, The Pemmican Manual)

Pemmikan selbstmachen

Obwohl es einige Variationen bei der Herstellung von Pemmikan gibt, folgt das Grundrezept immer derselben Methode. Der Hauptbestandteil von Pemmikan ist das Fleisch von Weiderindern, das den Vorteil besitzt aus humanerer Tierhaltung zu stammen.

Grundrezept
  1. Mageres Fleisch trocknen (Dörrgerät oder den Ofen auf niedrigster Stufe: zwischen 37 und 46 Grad)
    Hinweis: Fleisch nicht überhitzen! Zu starke Erhitzung büßt an Nährwert ein.
  2. Getrocknetes Fleisch zu einem Pulver zermahlen
  3. Talg (ausgelassenes Fett von Rindfleisch oder Hammel) oder Schweineschmalz auf einer Herdplatte erhitzen, zum Köcheln bringen und gelegentlich umrühren.
  4. Filtern der entstandenen Flüssigkeit durch ein Käsetuch oder einen Kaffeefilter in eine Schüssel.
  5. Verkneten Sie das Fleischpulver mit dem Fett zu kleinen Bällen.
    Hinweis: Nicht zu viel Fett verwenden! Sonst kann Pemmikan schnell ranzig werden. Das Fett sollte das Fleischpulver anfeuchten und die Kugel zusammenhalten.

Variationen 

  • Sie können anstatt von tierischen Fetten lang haltbaren Honig verwenden, um die Kugeln zu formen.
  • Sie können Ihr Pemmikan mit Kreuzkümmel, Zimt oder schwarzen Pfeffer würzen.
  • Als weitere Zutaten können Sie getrocknete Beeren dazu mischen (ca. 5% des Gesamtgewichtes). Beachten Sie jedoch, dass Beeren schneller als das Fleisch verderben und damit die Haltbarkeit des Pemmikans verkürzt wird.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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