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Mit richtigem Atmen raus aus dem Stress

Atmen
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Tief einatmen?

Tief Luft zu holen, um sich zu beruhigen? Völlig falsch. Unter Stress wird die Atmung nämlich schneller, tiefer und lauter. Der Mund öffnet sich fast automatisch und man atmet durch den Mund und mit dem oberen Brustkorb. Gar nicht gut, um in einen Ruhezustand zu kommen.

Nasenatmung

Der Lehrmeister der sogenannten Buteyko-Methode Patrick McKeown empfiehlt genau das Gegenteil. Es sei schlicht unsinnig, die Atmung zu intensivieren, wenn ein stressfreier Ruhezustand angestrebt wird. Stattdessen wenig und langsam durch die Nase atmen, das Zwerchfell atmen. Wie Sie mit dieser Atemtechnik nicht nur für einen besseren Blutfluss zum Herzen sorgen, Ihren Blutdruck senken und Körper und Gehirn optimal mit Sauerstoff versorgen, sondern auch den Stresspegel senken und Angstzustände bewältigen können:

Vorbereitung:

  • Schließen Sie den Mund. Atmen Sie durch die Nase ein und aus. Spüren Sie die kühle Luft, die Sie einatmen, und die etwas wärmere Luft, die Sie ausatmen.
  • Fühlen Sie mit den Händen, was sich im Körper dabei tut: Eine Hand auf den oberen Brustkorb, die andere auf den Bauch legen. Mit jedem Atemzug wölbt sich der Bauch leicht nach innen und außen. Der Brustkorb bewegt sich dabei nicht.

Übung:

  • Mit jedem Atemzug das Luftvolumen ein bisschen verringern. Sie kommen zu einem Punkt, an dem es sich anfühlt, als würden Sie gar nicht mehr atmen. Die Atmung ist nun sehr flach, weich, leise und weder sicht- noch hörbar. Bleiben Sie ruhig: Eine leichte Luftnot ist gewollt. (Die leichte CO2-Anhäufung im Blut fordert das Gehirn auf zu atmen.)
  • Nach 3 oder 4 Minuten Luftnot spüren Sie die positiven Effekte der CO2-Anhäufung. Die leicht erhöhte Körpertemperatur ist ein Zeichen der verbesserten Blutzirkulation. Die vermehrte Speichelproduktion weist darauf hin, dass Ihr parasympathisches Nervensystem aktiviert ist. Das spielt bei der Stressbewältigung eine wichtige Rolle.

CO2 ist nicht nur ein Abfallprodukt

Laut McKeown ist CO2 nicht nur ein Abgas. Ein gewisser CO2-Spiegel in der Lunge ist wichtig. Durch schweres Atmen geht zu viel CO2 verloren: Das wiederum löst das Gefühl aus, nicht genug Luft zu bekommen und zwingt dazu noch tiefer einzuatmen.

Tiefe Atemzüge durch den Mund befördern nicht mehr Sauerstoff in den Körper. Das Ausscheiden von zu viel COverengt die Blutbahnen. Die glatten Muskeln in den Luftwegen ziehen sich zusammen. Je schwerer der Atemzug, desto weniger Sauerstoff kann durch den Körper transportiert werden.

Zeichen für Gesundheit

McKeown vertritt die Ansicht, dass weniger zu atmen ein Zeichen für Gesundheit ist. (Asthmatiker und Menschen mit chronischen Herzleiden atmen wesentlich tiefer als gesunde Menschen). Im Umkehrschluss bedeutet das: Je mehr Sie atmen, umso wahrscheinlicher bekommen Sie gesundheitliche Probleme. Bei einer gesunden Atmung ist weniger mehr.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Seelische Widerstandskraft stärken

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Körper und Seele gehören zusammen

Wird einer dieser beiden Komponenten überstrapaziert, dann leidet der andere darunter. Raubbau an seinem Körper zu betreiben bedeutet also auch die Seele massiv zu belasten und umgekehrt. Es ist in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je, Körper und Seele in Einklang zu bringen. Eine grundsätzliche positive Grundeinstellung zum Leben hilft bei Zielorientierung und Problemlösungskompetenz. Wie können wir unsere positive Selbstwahrnehmung stärken, damit wir den Umgang mit Stress und den Wechselfällen des Lebens besser bewältigen können?

Seelische Widerstandkraft

Man kann seine seelische Widerstandkraft stärken! Hier ein paar Tipps:

  • Arbeit und Privatleben klar zu trennen! (Muss ich immer erreichbar sein? Muss ich immer sofort reagieren?)
  • Pausen machen
  • Messlatte an sich selbst nicht zu hoch legen! Eigene Grenzen akzeptieren und Frustration vermeiden.
  • Ausgewogene Ernährung
  • Regelmäßiger Sport
  • Entspannungstechniken (z.B. Muskelrelaxion nach Jacobsen)
  • Vermeiden Sie ein „Katastrophisieren“ (Sie können nicht in die Zukunft blicken)

Generell gilt es Achtsamkeit für seinen Körper und seine Seele zu erlernen. Menschen, die in ständiger Anspannung leben, sind irgendwann nicht mehr so leistungsfähig. Bewusst anspannen und entspannen können ist deshalb so wichtig.

Achtsamkeitsmeditation

Nehmen Sie Ihre Situation im „Hier und Jetzt“ bewusst und ohne Wertung wahr. Das geht wunderbar im Alltag: Wie laufe ich? Wie esse ich? Wie atme ich? Wie sitze ich?

Diese Achtsamkeitsmeditation ist eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und einen guten Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung zu schaffen.

Probieren Sie es aus und stärken Sie Ihre seelische Widerstandkraft.

Mens sana in corpore sano

Schon die alten Römer wussten, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohnt. Arbeiten Sie daran, Körper und Seele in Einklang zu bringen und bleiben Sie gesund!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Hausmittel gegen Migräne

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Migräne-Attacken

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, unter der rund 10 % der Bevölkerung leiden. Sie tritt bei Frauen ca. dreimal so häufig auf wie bei Männern und hat individuelle Ausprägungen. Beinahe 18 Mio. Menschen in Deutschland sind von Migräne-Attacken betroffen. Diese Attacken zeichnen sich durch periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz aus. Zusätzlich kann Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) auftreten. Auch Wahrnehmungsstörungen und motorische Störungen können die Migräne begleiten.

Ursachen von Migräne

In den Industrieländern hat die Migräne in den letzten 40 Jahren um den Faktor zwei bis drei zugenommen. Umweltfaktoren und Lebensstil spielen daher eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Migräne. Spezielle Situationen oder Substanzen, sogenannte Trigger (Schlüsselreize), können sie auslösen. Diese Auslösefaktoren sind jedoch individuell sehr unterschiedlich: unregelmäßiger Biorhythmus mit Schlafmangel, Hormonelle Faktoren, Stress, Poststress (Wochenendmigräne), und sogar bestimmte Lebensmittel oder Gerüche.

Elektrolyt-Spiegel

Die Ursachen der Anfälle sind also sehr individuell. Viele Experten sind jedoch der Meinung, dass Dehydrierung und der Elektrolyt-Spiegel eine wichtige Rolle spielen.

Wasser reicht jedoch nicht aus, um die Elektrolyte wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei einem niedrigen Elektrolytspiegel kann der Körper Wasser auch gar nicht richtig speichern. Das hat Folgen für den gesamten Körper: Das Herz-Kreislauf-System kann nicht mehr uneingeschränkt arbeiten und Nerven und Muskeln können nicht mehr gut versorgt werden. Versuchen Sie es einmal mit diesem einfachen Hausmittel gegen Migräne:

Rezept

Zutaten:

  • 1 Tasse Wasser
  • 2 TL Himalaya- oder Meersalz*
  • 2 Bio-Zitronen, ausgepresst

*möglichst natürliches, hochwertiges Salz verwenden

Zubereitung:

Den Saft von zwei ausgepressten Zitronen mit dem Salz mischen. Zuletzt das Wasser dazugeben. In kleinen Schlucken möglichst rasch trinken. Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig.

Gute Kombination: Zitrone und Salz

Zitronen enthalten neben dem Vitamin C auch viele Antioxidantien und regen die Bildung von stresssenkenden Botenstoffen an. Die Wirkstoffe des Himalaya-Salzes verbessern die Durchblutung, regulieren den Säuregehalt der Zellen und regen die Bildung des Glückshormons Serotonin an.

Die Kombination aus Salz und Zitrone kann dazu beitragen schnell und wirksam gegen Migräne-Anfälle zu  helfen.

Häufige Trigger

Migräne-Patienten führen am besten ein genaues Tagebuch über den Konsum der Lebensmittel und die Lebensumstände. So kann am besten herausgefunden werden, was die Migräne auslöst. Häufige Trigger bei der Ernährung sind dabei:

  • Alkohol
  • Glutamat-, tyramin-, histamin- und serotoninhaltige Lebens- und Genussmittel (Rotwein, Schokolade, Käse)
  • Kaffee

Doch Vorsicht: Ein bekannter Vorbote einer bereits sich anbahnenden Migräneattacke ist oft der gesteigerte Appetit auf bestimmte Lebensmittel. Dieses Lebensmittel kann also fälschlich als Auslöser interpretiert werden. Bewerten Sie die Ernährung deshalb bitte nicht über. Wichtiger als einzelne Nahrungsmittel scheint eine regelmäßige Ernährung ohne Auslassen von Mahlzeiten zu sein.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Zucker verändert das Gehirn

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Neue Erkenntnisse

Zuckerreiche Ernährung bewirkt eine Veränderung im Gehirn. Diese Veränderungen ähneln denen, die auftreten, wenn man in der Frühphase seines Lebens Missbrauch und stressigen Situationen ausgesetzt war. Sie betreffen den Hippocampus. Der Hippocampus ist einer der wenigen Orte im Gehirn, wo zeitlebens neue Nervenzellen generiert werden. Er ist an der räumlichen Orientierung und an Gedächtnisprozessen beteiligt. Der Hippocampus ist ein Teil des limbischen Systems, das im Langzeitgedächtnis Inhalte erzeugt, archiviert und abruft.

Studie

Die Wissenschaftler Jayanthi Maniam und Margaret Morris und Autoren der neuen Studie untersuchten den sensiblen Teil des Gehirnes, der für Stress und Erinnerung zuständig ist, den Hippocampus.

„Wenn Menschen in ihrer Frühphase Traumata ausgesetzt sind, verändert sich ihr Hippocampus. Bei denjenigen Menschen, deren Ernährung am ‘westlichsten‘ war, stellten wir ein geringeres Hippocampus-Volumen fest. Das passte zu den Daten, die wir aus Tiermodellen gewonnen hatten.“
(Jayanthi Maniam und Margaret Morris, Daily Mail)

Veränderungen in diesem Bereich des Gehirns können später im Leben auch der Grund für eine psychische Erkrankung werden.

„Erlebte Feindseligkeit in frühen Jahren und eine zuckerreiche Ernährung könnten unabhängig voneinander das Risiko erhöhen, dass es in einer späteren Lebensphase zu psychischen Erkrankungen kommt … Die Ähnlichkeit der molekularen Hippocampus-Defizite, wie sie von Zucker und Stress im Kindesalter ausgelöst werden, sind sehr besorgniserregend angesichts des Umstands, dass gesüßte Getränke billig und einfach zu bekommen sind … Das Umfeld der Menschen zu manipulieren, die in frühen Jahren Feindseligkeit erlebten, und generell den Konsum gesüßter Getränke zu kontrollieren, könnte ein effektiver Ansatz sein, die Belastung durch psychische Störungen zu reduzieren.“
(Jayanthi Maniam und Margaret Morris, Frontiers in Molecular Neuroscience)

Droge Zucker

Zucker kann Stress unterdrücken. Er reduziert die Stresswerte im Gehirn. Gestresste oder ängstliche Menschen greifen daher oft gezielt zu zuckerhaltigen Produkten. Dabei verdrängen sie die Tatsache, dass Zucker wie eine Droge wirkt. Man braucht immer mehr und immer öfter von diesem Stoff. Das hat massive gesundheitliche Konsequenzen.

Weniger Zucker, weniger psychische Störungen? 

Ein Übermaß an Zucker führt Fettleibigkeit, Diabetes und andere Gesundheitsprobleme mit sich. Doch Zucker verändert auch die Gehirnfunktionen und damit die Persönlichkeit. Auch Jahre später können psychische Störungen auftreten, wenn in der Jugend zu viel Zucker und Fruchtzucker konsumiert wurde. Ganz besonders Kinder zwischen 9 und 16 Jahren nehmen übermäßig raffinierten Zucker über gesüßte Getränke auf.
Achten Sie daher auf sich. Schützen Sie Ihre kognitiven Fähigkeiten und schädigen Sie Ihr Gehirn nicht mit einem Übermaß an Zucker.

Das können Sie tun
  • Versuchen Sie auf Zucker in der Nahrung zu verzichten
  • Probieren Sie einen unserer gesunde Snacks gegen Stress
  • Greifen Sie lieber zu frischen, gesunden Lebensmitteln
  • Essen Sie reichlich Nüsse und Samen
  • Unterstützen Sie Freunde und Angehörige dabei, sich ebenfalls vernünftig zu ernähren
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vergebliche Low-Fat-Diäten

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Was ist schuld?

Viel zu vorschnell wird das Urteil gesprochen: Zu viel Fett ist schuld! Nur warum funktionieren dann Low-Fat-Diäten nicht so richtig? Kann es sein, dass die Übeltäter ganz wo anders lauern? Ist es nicht vielmehr so, dass der menschliche Körper komplexer und vielschichtiger ist, als dass eine einseitige Diät bei der Gewichtsabnahme ausreichen würde? Kalorien zählen alleine reicht offensichtlich nicht. Was also bringt unseren Stoffwechsel, den Hormonhaushalt und die Drüsenfunktionen so aus dem Gleichgewicht, dass Körpergewicht nicht reduziert werden kann?

Nährstoffangaben und Inhaltsstoffe

Die Ursache steckt wie so oft ganz wo anders. Wenn Ärzte den Verbrauchern raten auf die Nährstoffangaben zu achten, so meinen Sie die hübsch aufbereiteten bunten Tabellen mit Angaben zu den großen 6: Brennwert (Kalorien), Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Ballaststoffen und Natrium (Salz). Komischerweise werden die eigentlichen Zutaten immer winzig klein und möglichst versteckt ausgewiesen. Dabei lauert hier die eigentliche Gefahr: Künstliche Süßstoffe, Konservierungsmittel, Lebensmittelfarben und Geschmacksverstärker. Die Liste der Chemikalien ist lang. Angaben zu gentechnisch veränderten Organismen, Anteilen zu Pestiziden und Schwermetallen suchen Sie auf jedem Etikett natürlich vergeblich. Dabei sind diese Chemikalien häufig der eigentliche Grund des Übels.

Fette ja! Aber die richtigen!

Auf Fett völlig zu verzichten oder sie drastisch zu reduzieren ist jedenfalls der falsche Weg. Es kommt darauf an zwischen guten und schlechten fetten unterscheiden zu lernen: Einige Fette werden für gesunde Herzfunktionen und sogar für die Gewichtsreduktion benötigt. Viele fetthaltige Lebensmittel sind sehr gesund für unseren Körper und Geist.  Hier einige gesunde Fettquellen:

  • Kokosöl
  • Avocados
  • Lachs
  • Hanfsamen
  • Fleisch von Weiderind, das mit Gras gefüttert wurde
  • Unbehandelte Vollmilch
  • Diverse Nussarten

Low-Fat-Diät

32 Jahre lang hatte der britische Gesundheitsdienst NHS vor Vollfettprodukten gewarnt. Nun nahm die Universität Harvard Vollfettmilch, Vollfettbutter und andere Lebensmittel mit hohem Fettanteil unter die Lupe.
In einer Studie wurden über 12 Monate die Ergebnisse von verschiedenen Diäten ausgewertet. Dabei kam heraus, dass Diäten mit geringerem Kohlehydratanteil wesentlich erfolgreicher waren, als die Diäten, die den Fettanteil reduzierten. (Lancet Diabetes & Endocrinology)

 „Es sprechen keine guten Gründe dafür, Low-Fat-Diäten zu empfehlen.“
(Dr. Deirdre Tobias)

Portionsgröße und Chemie

Die Forscher an der Harvard-Universität waren sich einig: Die Konzentration auf Fett, Kohlenhydrate und Proteine sind bei einer Diät nicht ausschlaggebend. Viel wichtiger ist die Größe der Essensportion und die verarbeiteten Chemikalien.

Stressmanagement

Arbeitsstress oder ein stark stressendes Umfeld haben mehr Einfluss auf unser Körpergewicht als Diäten. Den Umgang mit Stress effektiver zu gestalten trägt also mehr als eine Diät dazu bei Gewicht dauerhaft zu verlieren. Wie Sie Ihren persönlichen Stress am besten mildern können ist ganz individuell. Hier ein paar Anregungen:

  • Atemübungen während des Arbeitstages
  • Spaziergänge im Freien während der Mittagspause
  • Morgendliche Meditation und Gebete, die helfen, Dinge in die richtige Perspektive zu rücken
  • Kräuter, die die Nerven stärken (sibirischer Ginseng, Saathafer)

„Es müssen innovative Methoden gefunden werden, unser Wissen darum zu erweitern,
wie Arbeitsfaktoren zur Entwicklung von Fettleibigkeit beitragen.“
(Christopher Bean, australische Universität Adelaide)

Christopher Bean hatte 450 Personen aus verschiedenen Berufszweigen vermessen und dabei festgestellt, dass verantwortungsvolle Entscheidungsträger mit höheren Anforderungen im Zusammenhang mit einer breiteren Taille stehen. Der Stress tagtäglich schnell Entscheidungen treffen zu müssen wurde sozusagen in Kummerspeck angesetzt.

Die Ernährung

Nur mit Stress umgehen lernen, reicht selbstverständlich nicht aus. Besinnen Sie sich auf die Mittelmeer-Diät und reduzieren Sie Ihre Essensportionen. Hier einige kleine Anregungen:

  • Olivenöl
  • Nüsse
  • Fisch
  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornkost
  • Kein Frittiertes
  • Verzicht auf Kuchen, Kekse und zuckerhaltige Getränke

Hinweis

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Übersäuerung, Mineralmangel
– was kann helfen?

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Was ist Übersäuerung und Mineralmangel ?

Basische Mineralien wie Calcium, Kalium und Magnesium können Säuren im Organismus neutralisieren. Säuren (Schlacken), Gifte und Abfallprodukte des Stoffwechsels können so leichter abtransportiert werden. Der Körper produziert neutralisierende Substanzen wie Natriumhydrogencarbonat, das diese Funktion ebenfalls übernimmt. Die Pufferdepots werden von einer säureüberschüssigen Nahrungsaufnahme allerdings relativ rasch überfordert.

In der Folge wird der Säure-Basen-Haushalt gestört und es kann zu einer Übersäuerung (Azidose oder Acidose) kommen. Gut zu wissen: Der Begriff Azidose wird in der Schulmedizin allerdings für etwas anderes verwendet, nämlich nur das lebensbedrohliche Absinken des ph-Wertes im Blutspiegel in den sauren Bereich, etwa bei Insulininsuffizienz. In der Schulmedizin wird die Übersäuerung von Zwischenzellgewebe, Bindegewebe, Dünndarm, Lymphen etc. nicht berücksichtigt.

Wie entsteht Übersäuerung?

Das Auffüllen von Basenspeichern und Mineralvorräten erfordert eine ausreichende Versorgung mit basisch verstoffwechselten Lebensmitteln und entsprechenden Mineralien. Wenn die Zufuhr an Säuren überwiegt und dazu Stress und mangelnde Bewegung kommen, kann die Übersäuerung gesundheitsschädigend wirken.

Probleme der Übersäuerung

Der Körper reagiert auf überschüssige Säuren mit der Einlagerung von Fett, denn im Fettgewebe können Säuren geparkt werden, wenn die Zellen mit dem Abtransport nicht hinterherkommen. Durch Ablagerung in Blutgefäßen kann Bluthochdruck befördert werden und es kann zu Arteriosklerose kommen. Säuren können ausfallen und zu Blasensteinen und Nierensteinen kristallieren. In den Gelenken kann es zu Problemen kommen. Auch in anderen Zellen macht ein Säureüberschuss Probleme, sei es mit der Haut, den Haaren oder der sensiblen Netzhaut im Auge. Viele weitere Krankheiten werden mit Übersäuerung in Verbindung gebracht.

Wo welcher ph-Wert?

Der ph-Wert von 1 bis 6 gelten als sauer, der Messwert 7 ist neutral und die Werte von 7 bis 14 sind basisch.

Das Blut sollte immer einen basischen ph-Wert von rund 7,4 haben. Auch der Speichel und die Lymphflüssigheit sollten basisch sein, ebenso wie Gallenflüssigkeit, der größte Teil des Dünndarms und das Bindegewebe. Stark sauer dagegen muss der Magen sein, denn die Magensäure schließt im Verdauungsprozess die Nahrung auf und bietet eine wesentliche Barriere gegen Krankheitskeime. Die Scheide benötigt einen natürlichen leicht sauren Schutz und auch der Dickdarm profitiert von einem leicht sauren Milieu.

Eine Störung im Säure-Basen-Haushalt kann diese ph-Werte verschieben, was Infektionen begünstigt, Auslöser für Krankheiten sein kann und das Immunsystem schwächt.

Das kann helfen bei Übersäuerung

Basische Ernährung

Basen können Säure neutralisieren. Daher können körpereigene Basenspeicher diesen Säureüberschuss abfedern – aber nur solange Vorrat reicht. Allerdings sorgen die Ernährungsgewohnheiten der meisten Menschen dafür, dass die Basenspeicher nicht so rasch wieder aufgefüllt werden, wie es notwendig wäre. Selbst der Verzehr von rund 20 Prozent der Nahrung in Form von frischem Obst, Salat, Gemüse und Mineralwasser wird von vielen Alternativmedizinern als nicht ausreichend betrachtet, um einen zuverlässigen Basenüberschuss aufzubauen.

Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt basiert letztlich auf der Zufuhr von genügend basischen Lebensmitteln, um die Basenspeicher als Pufferung der Säuren zuverlässig aufzufüllen. Eine basenüberschüssige Ernährung schafft diese Puffer als Voraussetzung für eine verbesserte Funktionsfähigkeit und Gesundheit.

Schönheit und Gesundheit

Die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion und die Versorgung mit basischen Mineralien kann einen Puffer gegen Übersäuerung schaffen. In der Folge stellen sich oftmals positive Veränderungen im Hautbild, an den Gelenken, schöne und gesunde Haare und eventuell sogar Sehverbesserungen ein.

Basische Mineralien

Mineralmangel kann bei Übersäuerung leicht entstehen, weil sich der Organismus die benötigten Stoffe für die Neutralisierung und den Abtransport aus den körpereigenen Reserven holt. Aus Knochen, Haaren, Fingernägeln und den Speicherdepots werden Mineralien mobilisiert, um die Säuren auszugleichen. Zum Beispiel kann es zu Osteoporose kommen, wenn deshalb Kalzium aus den Knochen entzogen wird.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist daher wichtig. In stressigen Zeiten oder bei Anzeichen einer latenten Übersäuerung kann es sinnvoll sein, die körpereigenen Depots gezielt aufzufüllen mit Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Spurenelementen aus Nahrungsergänzungsmitteln. Zur Remineralisierung bietet der Handel spezielle Basenmischungen.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Besonders ergiebig zeigt sich die Sangomeereskoralle. Sie bietet rund siebzig bioverfügbare basische Mineralien, darunter Kalium, Eisen, Zink, Jod und Mangan. Die hochwertigen basischen Mineralien können Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen.

Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüberhinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Unterstützung der Niere

Die Niere als wichtiger Säurenausscheide-Organ kann in ihrer Funktion unterstützt werden, beispielsweise durch viel Kräutertee und Frischpflanzentropfen aus Urtinkturen, zum Beispiel 20 ml Brennnessel, 10 ml Kamille, 40 ml Goldrute und 30 ml Zinnkraut. Das kurbelt die Leistungsfähigkeit des Entgiftungsorgans an.

Heilpflanzen und Präparate mit natürlichen Inhaltsstoffen von Brennnessel, Eisenkraut, Birkenblätter, Goldrutenkraut, Schöllkraut oder Preiselbeerblättern sind gut für die Nieren.

Mittelmeerküche ist grundsätzlich basen-orientiert und daher geeignet für die Nierenunterstützung, denn sie ist eiweißreduziert aber nicht eiweißfrei und verwendet viel Obst und Gemüse. Salzarm zu kochen ist ebenfalls gesund für die Nieren. Omega-3-Fettsäuren wie in Krillöl, Hanföl oder Leinöl wirken entzündungshemmend und entlastend.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Resveratrol

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Rotwein für Zellschutz

Resveratrol gehört zu den Polyphenolen, aromatische Verbindungen aus den sekundären Pflanzenstoffen. In Alkohol und Fetten löst sich Reservatrol gut, in Wasser weniger gut.

Ein Glas Rotwein am Tag

Resveratrol kommt in Himbeeren und Kakaobohnen vor, und besonders in der Schale roter Weintrauben. In der Schalenhaut der Trauben kann der Wirkstoff auch im Trester lange Lagerzeiten sowie den Gärprozess unbeschadet überstehen. Deswegen steckt der Wirkstoff auch in Rotwein, so dass der uralte Spruch von der Gesundheit bei einem Glas Rotwein am Tag seine Berechtigung besitzt – so lange es bei einem Glas bleibt.

Wirksamkeit in Studien

Es soll vorausgeschickt werden, dass klinische Untersuchung mit der wissenschaftlichen Bestätigung der gesundheitsförderlichen Hinweise zum möglichen Einsatz in der Humanmedizin ausstehen. Bisher haben Ergebnisse von In Vitro-Untersuchungen und Studien mit Tieren sehr vielversprechende Potenziale aufgezeigt.

Krebs

Es wird aufgrund von Studien eine hemmende Wirkung auf Krebszellen durch Resveratrol vermutet. Der Effekt scheint durch einerseits durch die Hemmung eines Proteins zum Wachstum der Krebszellen einzutreten, andererseits durch Förderung des zellzerstörenden Proteins Bax. Die Krebszellen haben im Zellkulturenversuch mit Selbstzerstörung reagiert. Der Wirkstoff konnte günstig auf kardioprotektive Effekte wirken und die Herzzellen vor der toxischen Wirkung von Medikamenten schützen. Ob Präparate mit Resveratrol beim unterstützenden Einsatz von Krebstherapien eine Zukunft haben, wird die Forschung zeigen. Forscher befürchten, dass die schlechte Wasserlöslichkeit möglicherweise hinderlich sein könnte.

Der Fettkiller

Resveratrol wirkte in Zellkulturen und bei Tieren offenbar günstig auf die Gewichtsreduzierung, auch unter fettreicher Kost. Optische Alterungsprozesse wurden verlangsamt.

Weitere Krankheitsbilder

Resveratrol hat sich offenbar günstig auf den Verlauf von Multipler Sklerose ausgewirkt. Beider Augenkrankheit Glaukom konnte ein neuroprotektiver Effekt festgestellt werden. Der Blutzuckerspiegel kann möglicherweise positiv von Resveratrol beeinflusst werden, speziell direkt nach der Nahrungsaufnahme. Es wird vermutet, dass Resveratrol die Wirkung von Insulin verstärkt und eine Schutzfunktion für die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse ausübt, wo das Insulin gebildet wird. Und Resveratrol scheint ein Schutzprogramm gegen Stress zu aktivieren mit regenerativen und zellschützenden Eigenschaften.

Vorkommen

Resveratrol ist in mindestens 72 Pflanzenarten enthalten. Gute Lieferanten des Pflanzenstoffes sind Weintrauben, Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen und Erdnüsse.

Dosierung

Nebenwirkungen von Resveratrol sind bei normalem Gebrauch nicht bekannt. Lediglich bei einer sehr hohen Dosierung von 5 Gramm pro Tag traten in einem Experiment Bauschmerzen und Verdauungsstörungen auf. Man findet oft die handelsübliche Dosierungsempfehlung von 500 Milligramm täglich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Fibromyalgie (Fibromyalgiesyndrom, FMS)
– das kann helfen

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Wie äußert sich Fibromyalgie

Fibromyalgie (auch Generalisierte Tendomyopathie) ist ein chronischer Faser-Muskel-Schmerz. Diese Erkrankung betrifft je nach Quelle zwischen o,6 und 4 Prozent der Bevölkerung, überwiegend Frauen.

Schwierige Diagnose

Fibromyalgie gilt als unheilbar, jedoch nicht tödlich. Es kommt nicht zu bleibenden Schäden an Muskeln, Gelenken oder Knochen. Die Diagnose ist jedoch schwierig und häufig wird die Krankheit mit rheumatischen oder entzündlichen Erkrankungen oder Stoffwechselproblemen verwechselt, bei denen ähnliche Symptome auftreten.

Fibromyalgie zeigt sich durch chronische Schmerzen und Druckschmerzempfindlichkeit (tender points) in der Muskulatur, um die Gelenke herum und im Bereich des Rückens. Es muss nicht immer dieselbe Körperregion betroffen sein, die Stellen können wechseln.

Beeinträchtigungen durch Nebenerscheinungen

Hinzu kommen Begleitsymptome wie Morgensteifigkeit, allgemeine Abgeschlagenheit bis hin zu Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen und dauerhafte Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche. Ein Schwellungsgefühl an den Händen oder Füßen oder sogar im Gesicht kann auftreten. Unter Umständen können die Nebenerscheinungen auch Depressivität, Reizmagen, Reizdarm, allgemeine Überempfindlichkeit oder starke Kopfschmerzen und weitere Beschwerden beinhalten.

Wodurch entsteht Fribromyalgie

Die genauen Ursachen für Fibromyalgie sind bisher nicht geklärt. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten, scheinbar ohne Auslöser, oftmals in Zusammenhang mit Burnout, Grippe, körperlicher Überanstrengung, psychischem Stress oder einer Überreizung des Nervensystems.

Die Symptome stellen sich schleichend ein und beginnen meist mit unspezifischen Beschwerden. Es kann bis zu acht Jahre dauern, bis sich das Vollbild der Krankheit herausbildet. Häufig entwickelt sich die Fibromyalgie in unvorhersehbaren Schüben.

Das kann helfen bei Fibromyalgie

Da es sich um eine lebenslange Erkrankung handelt, ist auch die Schmerztherapie auf langfristige und selbstständige Anwendungen durch den Patienten begrenzt. Vielfach wird die medikamentöse Schmerztherapie durch Antidepressiva ergänzt.

Lebensqualität durch Ernährungsumstellung

Für eine erhöhte Lebensqualität können auch alternative Methoden hilfreich sein, die keine Nebenwirkungen besitzen. Studien haben ergeben, dass Leinöl, Karottensaft und Gerstengrassaft eine signifikante Verbesserung der Nebenerscheinungen zur Folge haben können.

Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel aus Krill-Öl oder Leinöl, haben einen positiven Effekt auf Herz-Kreislaufbeschwerden, die eine häufige Begleiterscheinung der Fibromyalgie sind. Omega-3-Fettsäuren verbessern die Durchblutung und können die Konzentrationsfähigkeit und psychische Ausgeglichenheit steigern und unterstützt das Immunsystem, das durch die Krankheit unter starker Belastung leidet.

Magnesium, zum Beispiel aus Sango Meeres Korallen, Bananen oder Hülsenfrüchten sorgt für Entspannung. Die Erregungsweiterleitung der Nerven wird gedämpft, dadurch kann Stress besser abgebaut werden, was unter anderem auch als Einschlafunterstützung dienen kann. Die Entspannung der Muskeln wird begünstigt, was besonders bei der erhöhten Schmerzempfindung durch die Erkrankung wichtig ist, um den Teufelskreis von zu starker Muskelanspannung, dadurch erhöhter Milchsäureausschüttung, stärkerer Schmerzempfindung und dadurch wiederum zu dauerhafter Muskelanspannung zu durchbrechen.

Methyl-Sulfonyl-Methan (MSM) unterstützt den Aufbau von gesunden Bindegewebe. Zusammen mit Vitamin C kann es Muskelentspannung begünstigen, sogar heftige Wadenkrämpfe lindern. Die Regeneration nach Schmerzen und Entzündungen wird positiv beeinflusst.

Schmerzhemmend, krampflösend und vorbeugend gegen Schwindel wirkt Ingwer. Frisch, kandiert oder getrocknet ist die Naturwurzel eine sinnvolle Heilzutat.

Das Hausmittel Johanniskraut wirkt gegen Depression, indem es den Serotoninspiegel und Noradrenalinspiegel reguliert. Bei Fibromyalgie verändern sich durch permanenten Stress die Nervenbotenstoffe des Nervensystems. Folge ist eine erhöhte Serotoninkonzentration, diese bewirkt jedoch wiederum eine stärkere Schmerzwahrnehmung, die wiederum die Muskelanspannung verhärtet.

Effektiv gegen Depressionen kann auch Tryptophan wirken, eine essentielle Aminosäure, die besonders in Fleisch, Käse, Nüssen, Hafer, Kleie und Bohnen enthalten ist. Es handelt sich um eine Vorstufe des Neurotransmittern Serotonin und ist in Deutschland auch als Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen zugelassen. Es vermag außerdem eine Linderung des Schmerzempfindens bei regelmäßiger Einnahme zu bewirken.

Stabilität im Tagesablauf ist ein wichtiger Faktor, der das Wohlbefinden positiv beeinflussen kann. Antistresstherapien und Ausdauersport können ein weiterer Baustein sein, mit der Krankheit besser zu leben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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