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Omas Hausmittel gegen Mückenstiche

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© Syda Productions, Peter Heimpel – fotolia.com

Juckreiz bei Insektenstichen

Blut saugende Mückenweibchen geben ihren Speichel in die Stichwunde, um das Blut am Gerinnen zu hindern. Dieses Gift betäubt außerdem die Stelle, damit das Opfer nichts vom Stich merkt. Die Substanzen im Speichel sorgen für eine Entzündung und lassen das Gewebshormon Histamin aktiv werden. Das Gewebe rund um den Stich schwillt an, errötet und reizt die umliegenden Nerven. Das führt zu Juckreiz.

Hausmittel lindern Symptome

Es gibt eine Vielzahl an natürlichen Hausmitteln, die die Symptome von Mückenstichen lindern. Es gilt die Regel: Je früher das Mittel aufgetragen wirkt, desto besser wirkt es, weil das Speichelsekret der Mücke dann nicht so weit ins Gewebe eindringen kann.

1. Zitronensaft:
Zitronensaft wirkt entzündungshemmend und verhindert Schwellungen, wenn es sofort nach dem Einstich aufgetragen wird. Schnelligkeit ist also gefragt. Einfach eine Scheibe von der Zitrone abschneiden und einige Minuten auf den Stich legen. Neben dem Gift zerstörenden Effekt der Säure hat die Zitronenscheibe auch eine kühlende Wirkung.

2. Zwiebeln:
Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich. Der Schwefel im Zwiebelsaft wirkt antibakteriell, desinfiziert, lindert den Juckreiz nach Insektenstichen und kann Schwellungen mindern.

3. Tomate:
Eine wohltuende kühlende Wirkung hat der Saft der Tomate. Dazu einfach eine Tomate aufschneiden und bisschen Saft in die Wunde träufeln und eine Tomatenhälfte draufpressen. Zur Vorbeugung schwören manche Menschen darauf, sich mit feuchten Händen frische Tomatenblättern auf die Haut ab reiben. Frische Tomatenzweige im Schlafzimmer sollen ebenfalls die Insekten abhalten.

4. Zahnpasta (gekühlt im Kühlschrank):
Zur Abschwellung der entzündeten Stelle und zur Linderung des Juckreizes Zahnpasta auf die Haut auftragen.

5. Spitzwegerich:
Blatt zwischen den Fingern verreiben und den Saft dann auf den Stich drücken. Der Wirkstoff des Spitzwegerichs hilft sofort gegen Juckreiz und Schwellung nach einem Mückenstich.

6. Kartoffel:
Eine Scheibe von einer Kartoffel abschneiden und auf den Mückenstich legen. Eine selbst gemachte Heilpaste kann aus fein geriebener Kartoffel, fein geriebener Zwiebel und etwas Essig hergestellt werden. Bis zum Einsatz im Kühlschrank aufbewahren.

7. Kohl:
Bei größeren Schwellungen haben sich zerquetschte Kohlblätter als Breiumschlag bewährt. Blätter zerstampfen oder mixen und mit einer Binde oder einem Tuch auf der Haut fixieren.

Mit Hitze kann man die Giftstoffe direkt zerstören. In der Spucke der Stechmücken ist ein Gift, das aus Eiweiß besteht. Hitze. Bei Temperaturen von über 45 Grad werden diese Proteine zerstört. Ein heißes Feuerzeug oder einen erhitzen Metallgegenstand kann das Gift neutralisieren, wenn es kurz auf den Einstich gedrückt wird. Zu heiß dürfen das Feuerzeug oder die alternativen Hitzequellen allerdings nicht sein, da es sonst zu Verbrennungen kommen kann. Die Hitze-Methoden sind also mit Vorsicht zu genießen.

1. Heißer Metallgegenstand (Löffel, Feuerzeug, etc.)

2. In heißem Wasser getränkte Watte oder Handtuch

3. Ein Tropfen heißes Wachs (Kerze)

Von der Methode mit der Glut einer brennenden Zigarette, die so dicht wie möglich an die Einstichstelle halten wird, raten wir ab. Verbrennungen können zu leicht entstehen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Spitzwegerich
(Plantago lanceolata)

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Arzneipflanze des Jahres 2014

Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine Heilpflanze, die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört. Der Name der unscheinbaren Pflanze leitet sich ab aus dem Althochdeutschen von wega, Weg und rih, König. Der Spitzwegerich ist weltweit verbreitet und wächst auf Wiesen, Äckern und an Wegesrändern. Neben dem Spitzwegerich existiert der Breitwegerich (Plantago major) als Variante mit breiten, kürzeren Blättern.

Die Pflanze wurde als Arzneipflanze des Jahres 2014 ausgezeichnet.

Volksmedizin

Die Volksmedizin kennt die lindernde Verwendung von zerriebenen Spitzwegerichblättern auf kleineren Wunden oder auf Insektenstichen.

Inhaltsstoffe

Spitzwegerich enthält Iridoidglycoside (Aucubin, Catalpol, Asperulosid) sowie Schleimstoffe, Kieselsäure, Saponin und Gerbstoffe.

Wirkung

Als Hustenlöser wird Spitzwegerich als Hausmittel bei Bronchitis innerlich verwendet. Die astringierende Wirkung der Gerbstoffe und die antibakteriellen Eigenschaften der Abbauprodukte aus Aucubin wirken hier zusammen mit den einhüllenden Schleimstoffen.

Hautirritationen wie Neurodermitis, Insektenstichen, Brennnesselreaktionen oder entzündlichen Hautveränderungen kommen diese Eigenschaften durch äußerliche Auflage zugute.

Anwendung

Spitzwegerichsaft entsteht aus frischen, gepressten Blättern.

Tee wird aus gesammelten und getrockneten Blättern aufgegossen, wobei die antibakteriellen Eigenschaften unter der Hitzeweinwirkung leiden.

Besonders beliebt ist Spitzwegerichsirup, für den ein wässriger Auszug aus Blätter der Pflanze (Folium Plantaginis, Plantaginis laceolatae folium) mit gereinigtem Wasser (Aqua purificata) hergestellt wird. Der Auszug wird mit Rohrzucker (Saccharosum, Saccharum) zu Sirup verkocht und haltbar gemacht mit einer alkoholischen Lösung. Für diesen Sirup als Bronchialtherapeutikum existiert ein großer pharmazeutischer Markt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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