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Diese Kräuter hellen die Stimmung auf

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Psyche positiv beeinflussen

Es gibt Alternativen für die gefährlichen, gemütsverändernden Wirkstoffe der Psychopharmaka. Denn Lebensmittel können nicht nur schmecken, sie können auch die Stimmung heben und Depressionen abmildern. Auf ganz natürlichem Weg, ohne Nebenwirkungen können Nahrungsmittel die Psyche positiv beeinflussen.

Ernährung verändert Stimmungslage

Viele ernährungsspezifische Publikationen stimmen darin überein, dass z.B. Omega-3-Fettsäuren die Stimmungslage verbessern können. Fetter Fisch, Samen und Nüssen sind deshalb bekannte Stimmungsaufheller. Aber auch in der Kräuter- und Gewürzkiste gibt es einiges, was Ihnen bei negativer Stimmung oder Depression helfen kann.

Safran

In der traditionellen östlichen Medizin gilt Safran als „Gewürz der Glückseligkeit“. Nicht nur zur Aufhellung der Stimmung kann dieses Gewürz beitragen, sondern auch bei ernährungsbedingten Verhaltensproblemen wie übermäßigem Naschen zwischen den Mahlzeiten. Eine iranische Studie untersuchte 2015 die Wirkung von Safran auf die Psyche und stellte die These auf, dass Safran es sogar mit verschreibungspflichtigen Antidepressiva aufnehmen kann. In diese Richtung soll weiter geforscht werden. Indisches Essen, spanische Paella, italienisches Risotto und französische Bouillabaisse verwenden gerne Safran. Bei Schwangerschaft und Kindern unter 6 Jahren wird jedoch vor dem Verzehr gewarnt.

Zimt

Das berauschende Aroma von Zimt sorgt schon durch seinen Duft für gute Stimmung. Zimtstangen oder Zimtpulver stimulieren das Gehirn. Außerdem verbessert Zimt die Konzentration, das Gedächtnis und Aufmerksamkeit. Heißhunger auf ungesunden Zucker kann durch Zimt reduziert werden und die Libido anregen.

Kurkuma

Das als Antioxidans und Entzündungshemmer bekannte Kurkuma stimuliert die Freisetzung von Serotonin, dem körpereigenen Stimmungsaufheller. Die Zeitschrift Phytotherapy Research veröffentlichte 2013 eine Studie, wonach Kurkuma Depressionen wahrscheinlich sogar effektiver lindern kann als gängige pharmazeutische Antidepressiva.

Rosmarin

Dieses mediterrane Gewürz hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Geistige Ermüdung, Burn-out oder Depressionen sind Krankheitsbilder, die denen Rosmarin für spürbare Besserung sorgen kann. Bei Schlaflosigkeit helfen und blank liegenden Nerven beruhigen die nadelartigen, aromatischen Blätter ebenfalls. Über die medizinischen Eigenschaften von Rosmarin wird viel geforscht. Erstmals soll eine Komponente von Rosmarinöl im Blutspiegel mit einer verbesserten kognitiven Leistung einhergeht.

Thymian

Das typisch provenzalische Gewürz hilft Thervorragend bei psychischem Stress, Schlaflosigkeit und depressiven Verstimmungen. Er enthält neben Lithium, einem Mineral mit antidepressiven Eigenschaften, auch die Aminosäure Tryptophan, aus der Serotonin gewonnen wird, das für guten Schlaf sorgt. Auch Thymian beruhigt den Geist und die Nerven.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Avocado (Persea gratissima)

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Botanisch eine Beere

Die Avocadofrucht wächst an einem Baum, der bis zu 15 m hoch werden kann. Die Pflanzenart stammt aus der Familie der Lorbeergewächse. Der Avocadobaum hat bis zu 40 cm lange, immergrüne Blätter und gelb-grünlichen Blüten. Die Frucht der Avocado ist botanisch eine Beere. Sie hat eine birnenförmige Form mit gelblichem, grünlichem Fruchtfleisch. Der Kern ist etwa so groß wie ein Golfball.

Ursprung in Südmexiko

Die Avocado hat ihren Ursprung in Südmexiko. Sie wurde schon sehr früh von der Coxcatlán-Kultur in Tehuacán kultiviert. Seit etwa 10.000 Jahren nutzen die Menschen im tropischen und subtropischen Zentralamerika bereits die Avocado, bevor sie von den Spaniern in die Karibik, nach Chile und Madeira gebracht wurde und sich von dort weiterverbreitete. Runs ums Mittelmeer wird die Avocado erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts angebaut. Es existieren 400 Kultursorten weltweit. Heute wird die Avocado in den Tropen, sowie in Südafrika, Israel, Kalifornien, Chile, Peru, Australien, Neuseeland und Südspanien (Málaga, Küste von Granada) angebaut.

Heilwirkung der Avocado

Avocados enthalten viele wertvolle Nährstoffe. 20 Vitamine, Mineralstoffe, zahlreiche einfach ungesättigte Fettsäuren. Nicht nur als schmackhaftes und gesundes Essen eignet sich die Avocadofrucht. Viele Krankheiten und Beschwerden lassen sich durch Avocados auf dem Speiseplan vorbeugen und lindern. Das Superfood Avocado stärkt nicht nur das Herz, es schützt auch vor Erkrankungen wie Osteoporose und verschiedenen Krebsarten. Auch für die Augen und die Sehstärke ist Avocado eine heilsame Ergänzung zur Nahrung. Aber auch der Psyche kommt die Avocado zugute: Ein hoher Eiweißgehalt, einfach ungesättigte Fettsäuren und viel natürliches Vitamin B erhöht den Serotoninspiegel und kann daher die Stimmung aufhellen.

Neurodermitis

Der hohe Anteil von Linol und Linolen, Mineralstoffen und Vitaminen ist für Neurodermitiker sehr gut geeignet. Da ihre Haut sozusagen chronisch gestresst ist, neigt sie häufig zu Entzündungen mit zum Teil quälendem Juckreiz. Gezielte Pflege zur Vorsorge und Therapie sind Cremes mit Avocado-Öl, das die Zellregeneration fördert. Aber auch innerlich angewandt hilft die Avocado bei regelmäßigem Verzehr einigen Neurodermitikern.

Kopfschmerzen

Natürliche Salicylsäure kommt in Form ihres Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten und Wurzeln verschiedener Pflanzen vor. Die Avocado hat einen recht hohen Anteil von 0,6 mg/100 g an Salicylsäure, der Kopfschmerzpatienten helfen kann.

Herz Gesundheit

Lange Zeit galt die Avocado aufgrund ihrer Fetthaltigkeit als ungesund. Dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt. Der Verzehr von Avocados unterstützt das komplexe Transportsystem des menschlichen Körpers, das anatomisch aus dem Herz und den Blutgefäßen besteht und für die Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs verantwortlich ist: Das kardiovaskuläre System.

„Avocados enthalten wirklich viele Antioxidantien, sie schützen also vor Krankheiten und Krebs. Sie sind gleichzeitig eine wirklich gute Quelle für Fette, die dem Herzen gut tun und es schützen.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Muskelkater

Für Sportler ist die Avocado aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren sehr zu empfehlen. Die ungesättigten Fettsäuren fördern die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. So liefern sie die für den Sport notwendige Energie, ohne sich direkt in den Fettzellen anzusammeln. Avocados sind ein sehr gutes Mittel gegen Muskelkater, wenn sie vorbeugend vor der Sporteinheit eingenommen werden. Sie stärken ebenfalls die Muskulatur und helfen bei Muskelkrämpfen.

Sogar der Kern ist kostbar

Der harte golfballgroße Kern in der Mitte der Avocado ist ebenfalls ein sehr nährstoffreicher Teil der Avocado. Wenn Sie ihn im Ofen trocknen und anschließend in kleine Stücke schneiden oder zu feinem Pulver zermahlen, haben Sie eine wertvolle Quelle an Antioxidantien und Ballaststoffen. Der bittere Geschmack lässt sich kaschieren, wenn das Avocado-Kern-Pulver zu Smoothies oder Säften hinzugegeben wird.

 „Rund 70 Prozent der Antioxidantien in der Avocado sind im Kern enthalten.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Antioxidantien sind bei der Abwehr von Krankheitserregern und Entzündungen. Sie unterstützen das Immunsystem, indem sie freie Radikale neutralisieren. Sogar beim Verhindern von Faltenbildung haben sich Antioxidantien als hilfreich erwiesen.

Darmflora

Avocadokerne enthalten einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Deshalb fördert die Einnahme von Avocadokernpulver eine gesunde Darmflora, die gute Bakterien in Ihrem Darm unterstützt und als eine Art Präbiotikum wirkt.

Verdauung

Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffen führen zu einem stärkeren Sättigungsgefühl. Zum Abnehmen kann der Avocadokern deshalb sehr hilfreich ein, da man weniger Kalorien zu sich nimmt, wenn man bereits satt ist. Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für einen regelmäßigen Stuhlgang. Darüber hinaus senken sie das schädliche Cholesterin.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Mit Lebenslust und Elan in den Frühling

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10 Tipps für Körper und Geist

So kommen Sie gesund durch den Frühling:

  1. An frischer Luft in den Himmel schauen: Das blaue Tageslicht aktiviert das Gehirn, macht es wach und konzentriert. Die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin wird angeregt.
  2. Ein Vitalstoff für Nerven und Lebensfreude ist das Vitamin B1: Steuern Sie dem Stress entgegen mit Vollkornprodukten, Sonnenblumenkernen oder Walnüssen.
  3. Körpereigene Abwehrkraft stärken: Vitamin C, Acai oder Spirulina regen den Stoffwechsel an und bilden Abwehrzellen.
  4. 7 – 8 Stunden Schlaf pro Nacht: Melissentee eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen fördert den gesunden Schlaf. Lüften Sie Ihr Schlafzimmer gut durch.
  5. Kreislauf anregen: Eine Kalt-Warm-Wechseldusche am Morgen macht Sie richtig wach und stärkt auch die Abwehrkräfte. Danach vollwertig frühstücken.
  6. Pausen an der frischen Luft: Gönnen Sie sich kleine Auszeiten und füllen Sie diese durch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Z.B. 15 Minuten nach dem Mittagessen.
  7. Aktiv bleiben: Täglich 10 – 20 Minuten bewegen. Dehnübungen, Fahrrad fahren, Spazieren gehen oder Sport treiben.
  8. Zwischenmenschliche Beziehungen pflegen: Erfolgreiche Gesundheitspflege umfasst den Menschen als Ganzes. Familie, Freunde und soziale Kontakte gehören dazu.
  9. Belastende Ernährung reduzieren: Alkohol, Zigaretten, Kaffee, Weißmehl, Zucker und Fett belasten Ihren Körper und Ihr Wohlbefinden.
  10. Gewicht reduzieren: Eine Fastenwoche entlastet schon nach 3 Tagen spürbar. Abnehmen , Entschlacken und Gift- und Schadstoffe aus dem Körper schwemmen.

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

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Hausmittel gegen Migräne

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Migräne-Attacken

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, unter der rund 10 % der Bevölkerung leiden. Sie tritt bei Frauen ca. dreimal so häufig auf wie bei Männern und hat individuelle Ausprägungen. Beinahe 18 Mio. Menschen in Deutschland sind von Migräne-Attacken betroffen. Diese Attacken zeichnen sich durch periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz aus. Zusätzlich kann Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) auftreten. Auch Wahrnehmungsstörungen und motorische Störungen können die Migräne begleiten.

Ursachen von Migräne

In den Industrieländern hat die Migräne in den letzten 40 Jahren um den Faktor zwei bis drei zugenommen. Umweltfaktoren und Lebensstil spielen daher eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Migräne. Spezielle Situationen oder Substanzen, sogenannte Trigger (Schlüsselreize), können sie auslösen. Diese Auslösefaktoren sind jedoch individuell sehr unterschiedlich: unregelmäßiger Biorhythmus mit Schlafmangel, Hormonelle Faktoren, Stress, Poststress (Wochenendmigräne), und sogar bestimmte Lebensmittel oder Gerüche.

Elektrolyt-Spiegel

Die Ursachen der Anfälle sind also sehr individuell. Viele Experten sind jedoch der Meinung, dass Dehydrierung und der Elektrolyt-Spiegel eine wichtige Rolle spielen.

Wasser reicht jedoch nicht aus, um die Elektrolyte wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei einem niedrigen Elektrolytspiegel kann der Körper Wasser auch gar nicht richtig speichern. Das hat Folgen für den gesamten Körper: Das Herz-Kreislauf-System kann nicht mehr uneingeschränkt arbeiten und Nerven und Muskeln können nicht mehr gut versorgt werden. Versuchen Sie es einmal mit diesem einfachen Hausmittel gegen Migräne:

Rezept

Zutaten:

  • 1 Tasse Wasser
  • 2 TL Himalaya- oder Meersalz*
  • 2 Bio-Zitronen, ausgepresst

*möglichst natürliches, hochwertiges Salz verwenden

Zubereitung:

Den Saft von zwei ausgepressten Zitronen mit dem Salz mischen. Zuletzt das Wasser dazugeben. In kleinen Schlucken möglichst rasch trinken. Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig.

Gute Kombination: Zitrone und Salz

Zitronen enthalten neben dem Vitamin C auch viele Antioxidantien und regen die Bildung von stresssenkenden Botenstoffen an. Die Wirkstoffe des Himalaya-Salzes verbessern die Durchblutung, regulieren den Säuregehalt der Zellen und regen die Bildung des Glückshormons Serotonin an.

Die Kombination aus Salz und Zitrone kann dazu beitragen schnell und wirksam gegen Migräne-Anfälle zu  helfen.

Häufige Trigger

Migräne-Patienten führen am besten ein genaues Tagebuch über den Konsum der Lebensmittel und die Lebensumstände. So kann am besten herausgefunden werden, was die Migräne auslöst. Häufige Trigger bei der Ernährung sind dabei:

  • Alkohol
  • Glutamat-, tyramin-, histamin- und serotoninhaltige Lebens- und Genussmittel (Rotwein, Schokolade, Käse)
  • Kaffee

Doch Vorsicht: Ein bekannter Vorbote einer bereits sich anbahnenden Migräneattacke ist oft der gesteigerte Appetit auf bestimmte Lebensmittel. Dieses Lebensmittel kann also fälschlich als Auslöser interpretiert werden. Bewerten Sie die Ernährung deshalb bitte nicht über. Wichtiger als einzelne Nahrungsmittel scheint eine regelmäßige Ernährung ohne Auslassen von Mahlzeiten zu sein.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Fünf Snacks für die Psyche

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Kleine Zwischenmahlzeiten sollen uns aus einem Tief holen, die Stimmung oder die Leistung verbessern oder uns vor angstmachenden Situationen stärken. In der Werbung werden diese nährstoffarmen Happen mit viel Zucker, Fett, Zusatz- und Konservierungsstoffen als schnelle Leckerei angepriesen. Aber: Wäre es nicht viel besser nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig von einer kleinen gesunden Zwischenmahlzeit zu profitieren? Bessere Körperfunktionen und stabile Psyche über die Ernährung erlangen.

Schokolade nicht gleich Schokolade

Wenn unbehandelte Schokolade mit rohem Kokoszucker, Stevia oder naturbelassenem Honig gesüßt ist, dann kann sie Ihrem Gehirn Endorphine, Dopamin und Serotonin liefern. Die ausgeglichene Stimmung ist garantiert. Außerdem ist diese Schokolade reich an Antioxidantien und deshalb auch wirkt positiv auf das Herz-Kreislauf-System.
Bei der Schokolade, die wir im Supermarkt kaufen können, gehen bei der Kakaoverarbeitung leider viele gesunde Anteile verloren oder sie wurden verändert. Je kürzer die Zutatenliste auf dem Etikett ist, desto mehr Nutzen bringt Ihnen diese Schokolade. Zusätze bei industriell gefertigter Schokolade wie Sojalecithin sind genauso ärgerlich wie verschiedene Zuckersorten, die die Darmmikroben aus dem Gleichgewicht bringen. Damit füttern Sie nur Candida.

Ans Eingemachte gehen

Mit Milchsäure fermentierte Lebensmittel (natürliche Fermentation) liefern nützliche Bakterien und machen bestimmte Nährstoffe leichter verdaulich. Davon profitieren Nerven und Immunsystem. Sauerkraut, Kimchi oder saure Gurken sind also eine nützliche kleine Zwischenmahlzeit, die auch auf die Psyche wirken kann.
Nach neuesten Erkenntnissen leiden Menschen, die Fermentiertes essen, weniger häufig an einer Sozialphobie. Eine Studie mit jungen erwachsenen Psychologiestudenten konnten weniger Symptome einer Sozialphobie nachgewiesen werden.

Stimmungsaufheller Avocado

Fett ist der Geschmacksträger schlecht hin. Unsere Biologie ist darauf eingestellt, Fett zu mögen. Doch nicht jedes Fett ist auch gesund. Viele bereiten kurzfristig Befriedigung, sind aber längerfristig sehr problematisch. Die Expertenmeinungen gehen oft weit auseinander. Nur in einem sind sich alle einig: Avocado ist gesund!
Ein hoher Eiweißgehalt, einfach ungesättigte Fettsäuren und viel natürliches Vitamin B erhöht Ihren Serotoninspiegel und kann die Stimmung aufhellen.
Pur aus der Hälfte gelöffelt, in Smoothies, Salaten, Tacos oder in Guacamole (Avocado-Dip aus der mexikanischen Küche)… lassen sie es sich schmecken!

Eine Handvoll frische Beeren

Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Johannisbeeren – frisch und saftig sind sie eine wunderbare Quelle von Antioxidantien. Dies trägt zur Krebsprävention bei, repariert Zellschäden und wirkt sich auch auf unsere Psyche aus. So kann die ständige Zufuhr von Antioxidantien nachweislich Depressionen mildern.

Omega-3-Fettsäuren

Unter dieses Stichwort fallen einige Lebensmittel, die diesen wertvollen Nährstoff enthalten. Omega 3 Fettsäuren liefern so viel Dopamin und Serotonin, dass es durchaus mit antidepressiven Medikamenten konkurrieren kann. Die schnelle Belohnung wird offensichtlich immer noch bevorzugt. Dabei ist eine stabile Gesundheit und Psyche ein langsamer Prozess, dafür um so nachhaltiger.

  • Walnüsse können den Melatonin-Spiegel um das Dreifache erhöhen. Außerdem erhalten sie kognitive Fähigkeiten und fördern den Schlaf.
  • Das Dreigespann aus Chia-, Lein– und Hanfsamen ist reich an Omega 3 Fettsäuren. Davon profitiert das Gehirn. Die Darmtätigkeit wird von den gesunden Ballaststoffen gefördert und das Mehr an Eiweiß lässt uns länger satt und zufrieden fühlen.
  • Der Omega 3 Fettsäuren-Lieferant Fisch vermindert die Wahrscheinlichkeit einer Depression. Ca. 25 Studien der letzten 15 Jahre ergab, dass bei regelmäßigem Fischgenuss eine Depression um 17% weniger wahrscheinlich war.
Ausprobieren!

Belohnen Sie Ihren Körper langfristig mit besseren Körperfunktionen und einer stabileren Stimmung. Erliegen Sie nicht der Versuchung sich schnell und ungesund zu belohnen.

Quellen:
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Tryptophan

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Bezugsquelle: Inka Gold (sehr guter Tryptophan-Lieferant)

Stimmungsaufhellende Aminosäure

Tryptophan ist eine essentielle und proteinogene (eiweißbildende ) Aminosäure. Sie gehört zu den aromatischen Aminosäuren wie auch Histidin, Phenylalanin und Tyrosin. Diese Aminosäure kann nicht im Körper gebildet werden und muss daher über die Nahrung zugeführt werden.

Tryptophan ist der Hauptbaustein des als Glückshormon bekannten Serotonins, das im Gehirn gebildet wird. Tryptophan ist in Schokolade und in Bananen enthalten, aber um ein Quantum davon zu sich zu nehmen, das einen richtigen Kick auslöst, müssen schon große Mengen davon verzehrt werden.

Serotonin

Serotonin ist als Glücks-Botenstoff bekannt, der die Stimmung hebt. Es besitzt natürlich noch viele weitere Aufgaben im menschlichen Organismus, unter anderem spielt es eine Rolle für das Herz-Kreislaufsystem, den Magen-Darm-Trakt, den Schlafrhythmus, den Sexualtrieb, die Körpertemperatur und den Augeninnendruck.

Im Winter ist der Serotoninspiegel im Blut niedriger, bedingt durch die Dauer und die Intensität der Lichteinwirkung. In dieser Zeit kann man durch bewusste Ernährung mit Tryptophan-reichen Lebensmitteln etwas für die seelische Gesundheit tun.

Warum nicht Serotonin direkt einnehmen?

Das Serotonin aus Lebensmitteln können nicht ins Gehirn gelangen, da das aufgenommene Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann. Das wiederum vermag die Aminosäure Tryptophan mittels eines Transportmoleküls. Um die Serotonin-Produktion im Gehirn anzukurbeln, muss es dort vor Ort gebildet werden.

Tagesbedarf

Tryptophan ist in Proteinen und Peptiden in gebundener Form enthalten, nicht aber als freies Tryptophan. Der Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen ist individuell verschieden. Als Faustformel wird rund 3 bis 6 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gerechnet.

Vorkommen

Einen hohen Gehalt an Tryptophan besitzt die Sojabohne. Ebenfalls gute Tryptophan-Lieferanten sind ungesüßtes Kakaopulver, das auch in Schokolade enthalten ist, Cashew-Kerne, Haferflocken, ungeschälter Reis, Mais-Vollkornmehl, Pilze, getrocknete Erbsen und Samen wie Amaranth, Sesam, Quinoa und Hirse. Bananen, Ananas, reife Früchte allgemein gehören ebenso zu den Favoriten. In Fleisch und Fisch ist ebenfalls Tryptophan enthalten.

Unterstützend tätig

Cofaktoren für die Serotonin-Synthese sind Vitamine aus dem Vitamin-B-Komplex (besonders Vitamin B6), Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffe wie Magnesium, Mangan und Zink.

Hinweis

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Aminosäuren

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Grundbausteine des Lebens

Sämtliche Eiweiße (Proteine) im menschlichen Körper sind aus Aminosäuren gebildet. Sie sind die kleinsten Bausteine der Proteine. Im menschlichen Erbgut sind 22 Aminosäuren codiert, aus denen lebenswichtige Proteine entstehen, indem verschieden zusammengestellte Ketten von Aminosäuren durch Peptidbindung zu Eiweißmolekülen (Proteinen) mit unterschiedlichen Funktionen kombiniert werden. Tausende von verschiedenen Proteinen werden durch Aminosäuren gebildet, alle mit unterschiedlichen Aufgaben. In der Biochemie des menschlichen Körpers sind sie wichtig für den Aufbau von Muskeln und Gewebe, Hormonen, die Bildung von Botenstoffen im Gehirn sowie Enzyme. Aminosäuren sind die Grundlage für das reibungslose Funktionieren des Stoffwechsels. Immerhin rund 20 Prozent des menschlichen Körpergewichts bestehen aus Eiweißen.

Keine Aminosäure darf in einem gesunden Organismus fehlen

Der Körper kann nicht alle zweiundzwanzig Aminosäuren selbstständig durch Biosynthese herstellen. Daher müssen die sogenannten essentiellen Aminosäuren durch die Nahrung zugeführt werden, denn sie sind unersetzlich für einen funktionierenden Organismus. Fehlt nur eine davon, ist die Funktion aller Proteine betroffen. Ein Mangel an Aminosäuren bringt eine erhebliche Beeinträchtigung der Gesundheit mit sich. Einige sogenannte Zivilisationskrankheiten können unter anderem auf mögliche Stoffwechselstörungen zurückzuführen sein, wie beispielsweise Arthrose, so hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Erektionsstörungen, Übergewicht, usw.

Über die zweiundzwanzig proteinbildenden Aminosäuren hinaus existieren noch weit über 200 Aminosäuren, die an der Eiweißbildung nicht beteiligt sind aber wichtige Funktionen bei den chemischen Abläufen in den Zellen besitzen.

Unentbehrliche Aminosäuren aus der Nahrung

Folgende acht essentielle Aminosäuren können nicht im menschlichen Stoffwechsel hergestellt werden. Dieser Bedarf muss durch die Nahrung gedeckt werden. Diese acht Aminosäuren heißen Leucin, Isoleucin, Methyonin, Threonin, Valin, Lysin, Phenylalanin und Tryptophan. Säuglinge benötigen darüber hinaus Histidin und Arginin. Besonders viele Eiweißbausteine sind in Lebensmitteln enthalten wie Fleisch und Fisch, in Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten, Soja und Getreide. Um Aminosäuren aus der Nahrung aufnehmen zu können, schließt der Organismus die Lebensmittel bei der Eiweißverdauung im Darm in einzelne Aminosäuren auf.

Aminosäuren nehmen Schlüsselpositionen bei der biochemischen Funktion des gesamten Organismus ein. Die unterschiedlichen Funktionen sollen durch einige wenige Beispiele illustriert werden: Als Baustein für Kollagen kommt Lysin eine große Bedeutung für das Herz-Kreislaufsystem zu. Kollagen ist Bestandteil der Gefäßwände, so dass Lysin Stabilität und Festigkeit der großen wie auch der kleinen Blutgefäße unmittelbar beeinflusst. Eine Aminosäurenkombination, die bei Sportlern als regenerations- und leistungsfördernd bekannt ist, heißt BCAA (Branched Chain Amino Acids) und besteht aus Valin, Leucin und Isoleucin. Wiederum ist Arginin bedeutend für die Leitungsfähigkeit des Herzens. Diese Aminosäure ist Vorstufe eines Botenstoffes, der die Erweiterung der Gefäßmuskulatur kontrolliert und damit für die Blutzirkulation verantwortlich ist. An der Neurotransmittersynthese ist Phenylalanin beteiligt, während Tryptophan die Grundsubstanz für Serotonin liefert. Die Regelung des Gehirnstoffwechsels erfolgt über Isoleucin, Leucin und Valin.

Bedarf an Aminosäuren

Der Proteinbedarf von Babys und Kindern ist wachstumsbedingt höher als der von Erwachsenen. Das Gleichgewicht von Aminosäuren wird durch die Leber als zentrales Organ des Aminosäurestoffwechsels geregelt. Die Leber ist das einzige Organ, das über eine komplette Enzymausstattung zum Abbau von Aminosäuren verfügt. Bleibt eine essentielle Aminosäure bei der Nahrungsaufnahme aus, kann die Leber gespeicherte Stoffe freisetzen und so den Aminosäurespiegel im Blut konstant halten. Die verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin werden vor allem in der Skelettmuskulatur und im Herzmuskel verstoffwechselt.

Bei Operationen und Leistungssport, aber auch bei Reduktionsdiäten steigt der Bedarf an Proteinen. Das gilt auch für katabole Stoffwechselzustände bei Verbrennungen, Verletzungen, Krebs, Chemotherapie, AIDS oder Knochenmarkstransplantation. Die Körperfett- und Proteinspeicher werden dann zur Versorgung mit Energie und Aminosäuren für die Immunantwort und die Wundheilung mobilisiert. Eine erhöhte Freisetzung von Glutamin aus der Skelettmuskulatur ist insbesondere für das Immunsystem von Bedeutung.

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Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Amaranth (Amaranthus)

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amaranth
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Bezugsquelle: Inka Gold (Amaranth + Quinoa)

Unsterbliches Amaranth

Seit Jahrtausenden ist Amaranth ein Grundnahrungsmittel der Inkas und Azteken. Diese nutzten sowohl die Samen, als auch die Blätter dieser gesunden Pflanze. Amaranth entstammt dem griechischen Wort amàranthos (unsterblich, nichtwelkend). Bezeichnend für eine anspruchslose, aber kraftvolle Pflanze. Botanisch gesehen gehört Amaranth zu den Fuchsschwanzgewächsen und damit zu den sogenannten Pseudogetreiden. Die bis zu 50.000 kleinen Anatanth-Körner sind reich an bioverfügbaren Nähr- und Vitalstoffen.

Glutenfrei

Amaranth ist absolut glutenfrei und kann von Menschen mit dieser Allergie (Zöliakie) problemlos genossen werden.

Kohlenhydrate

Für Menschen, die auf kohlenhydrat-reduzierte Ernährung achten, ist Amaranth besonders interessant, da der Anteil an Kohlenhydraten ca. 50% weniger als der herkömmlichen Getreides beträgt. Zusätzlich sind diese Kohlenhydrate ausgesprochen leicht verdaulich und wird 5 mal schneller verstoffwechselt als Maisstärke.

Balaststoffe

Der Anteil an Ballaststoffen im Amaranth ist auffallend hoch. Das Sättigungsgefühl stellt sich schnell ein und auch die Darmgesundheit profitiert davon.

Essentielle Fettsäuren

70% der im Amaranth enthaltenen Fette sind ungesättigten Fettsäuren. Die zweifach ungesättigte Linolsäure (Omega 6-Fettsäure) ist mit 52,4% Spitzenreiter. Aber auch Alpha-Linolensäure (Omega3-Fettsäure) ist enthalten. Die hohe Qualität der Fettsäuren im Amaranth ist bemerkenswert: Eine wunderbare Quelle für Stoffe, die unser Körper über die Nahrung aufnehmen muss, da er sie nicht selbst herstellen kann.

Lecithin

Gut für die Fettverdauung, den Aufbau von Gehirn und Nervengewebe ist das im Amaranth enthaltene Lecithin.

Eiweiss

Die biologische Wertigkeit bezeichnet, wie effizient Nahrungsprotein in Körperprotein umgewandelt werden kann. Ein Hühnerei liegt bei einer Wertigkeit von 100 und Amaranth bei erstaunlichen 75. Amaranth liefert mit einem Proteingehalt von 15 – 18% zusätzlich auch noch alle essentiellen Aminosäuren.

Serotonin

Das Wohlfühlhormon Serotonin muss direkt im Gehirn hergestellt werden. Man nimmt an, dass unsere moderne Lebensweise die Aminosäure L-Tryptophan daran hindert, optimal für die Serotoninherstellung zu sorgen.
Reich an L-Tryptophan ist eine Mischung aus Amaranth und Quinoa. Diese muss jedoch unerhitzt, feinst gemahlen und auf nüchternen Magen eingenommen werden, damit Serotonin gebildet werden kann.

Lysin-Mangel bei veganer Ernährung

Amaranth gleicht den gelegentlich in veganer Ernährung vorkommenden Lysin-Mangel aus.

Hoher Vitalstoffgehalt

Keine andere Getreideart hat einen so hohen Magnesiumgehalt (ca. 330 mg/100g Amaranth). Auch diese Werte sprechen für sich: Calcium (ca. 215 mg), Eisen (9 mg) und Zink (4 mg). Eisen ist besonders während der Schwangerschaft wichtig. Amaranth ist eine natürliche Quelle dieses lebenswichtigen Spurenelements.

Indianische Medizin

Blutstillend, blutreinigend und entzündungshemmend: diese Eigenschaften der Amaranth-Pflanze machten sich die Indianer zu Nutze. Starke Menstruationsblutungen und Blutungen im Darm wurden mit Amaranth behandelt. Auch bei Anämie (Blutarmut) erzielte die indianische Medizin Erfolge, was vermutlich am hohen Eisengehalt der Pflanze liegt.

Zahngesundheit

Tägliches Gurgeln und Mundspülungen mit einem Sud-Konzentrat soll Karies dauerhaft vermindern. Auch Paradontose kann gestoppt und sogar neues Zahnfleisch gebildet werden.

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Johanniskraut
(Hypericum perforatum)

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Sonne im Herzen

Johanniskraut, beziehungsweise das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist eine Heilpflanze aus der Gattung der Johanniskräuter (Hypericum). Es wird als Stimmungsaufheller gegen Depression eingesetzt. Das Echte Johanniskraut ist weit verbreitet in Europa, Asien und Nordafrika.

Dem heiligen Johannes gewidmet

Bei den Germanen wurde das Johanniskraut als Symbol für die Sonne verehrt. Es hatte Bedeutung als Heilpflanze und einen rituellen Platz bei den Sonnenwendfeiern. In der Christianisierung wurde das Heilkraut dann Johannis dem Täufer zugewidmet. Auf ihn bezieht sich der heutige Name des Johanniskrauts. Es blüht rund um den 24. Juni herum – dem Johannistag.

Arzneipflanze des Jahres 2015

Das Johanniskraut ist von Wissenschaftlern der Universität Würzburg zur „Arzneipflanze des Jahres 2015“ gewählt worden. Johanniskraut wird als pflanzliches Arzneimittel gegen leichte bis mittelschwere Depressionen eingesetzt.

Bei Depressionen

Insbesondere das Hyperforin beeinflusst das Nervensystem und wirkt auf das Gleichgewicht der Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn. Hyperforin unterstützt die schnellere Verfügbarkeit von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin, deren Produktion bei depressiven Zuständen heruntergefahren wird. Der Abbau von Serotonin wird durch Hyperforin, Flavonoide und Xanthone gehemmt, wodurch der Botenstoff stabil wirken kann. Zudem wird dem Johanniskraut die Fähigkeit zugeschrieben, eine schnellere Wundheilung herbeizuführen und antibakteriell zu wirken.

Die Wirkung von Johanniskraut setzt eine gewisse Regelmäßigkeit der Einnahme voraus.

Nebenwirkungen

Johanniskraut kann in eine Wechselwirkung mit zahlreichen Medikamenten eintreten. Bei Medikamenteneinnahme ist die Anwendung von Johanniskraut mit dem Arzt oder Heilpraktiker in jedem Falle abzustimmen. Insbesondere wird auf den möglichen Wirkverlust der Pille zur Empfängnisverhütung hingewiesen. Johanniskraut kann sowohl verstärkende Wirkung von Medikamenten verursachen oder diese hemmen.

Inhaltsstoffe

Johanniskraut ist leicht giftig. Es enthält in den Blüten den Farbstoff Hypericin.

Das Johanniskraut in pflanzenheilkundlicher Qualität enthält bis zu 0,15 Prozent Hypericin und 2 bis 4 Prozent Flavonoide und Bioflavone. Der Bestandteil Hyperforin gilt als antibiotisch. Weiterhin sind ätherische Öle und Adhyoerforin enthalten. Man geht von einer Synergie der Inhaltsstoffe aus, die in dieser speziellen Kombination besondere medizinische Wirksamkeit erreichen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Brennnessel (Urtica)

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brennnessel
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Universales Heilkraut mit Unkraut-Image

Die Brennnessel (Urtica) aus der Gattung der Brennnesselgewächse (Urticaceae) ist praktisch überall auf der Welt zuhause. Lediglich an der Antarktis wird sie nicht gefunden. Über 30 Arten sind bekannt. Je nach Standort werden die einjährigen Pflanzen 10 Zentimeter bis drei Meter groß. In Deutschland wachsen vor allem die Große Brennnessel und die Kleine Brennnessel, seltener die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel.

Die wichtige Futterpflanze für Bienen und Schmetterlinge dient auch dem Menschen seit Jahrhunderten als Heilmittel. Durch die sengende Nesselkraft bei Hautkontakt gilt die Brennnessel heutzutage als Unkraut. Im Kräutergarten findet man sie daher viel zu selten. Dabei hält die Brennnessel eine erstaunliche Vielfalt an Einsatzgebieten für die Menschen bereit, die in vergangenen Jahrhunderten in gängiger Praxis genutzt wurde: als Viehfutter, Nährstoffquelle in der Küche, Heilkraut, Düngemittel und als Faserspender für Nesselstoff.

Brennhaare statt Dornen

Auch wenn die Brennnessel in der Ordnung der rosenartigen Gewächse steht, besitzt sie weder Dornen noch Stacheln. Dafür hat sie als Schutz gegen Fraßfeinde Brennhaare entwickelt, die Blätter und Stängel wie einen Pelz umgeben. Das Brennhaar erhält seine Festigkeit und Härte durch Kieselsäure. Das Haar ist wie eine sehr feine, nach oben gerichtete Kanüle aufgebaut, durch die beim Abbrechen an der Sollbruchstelle eine ameisensäurehaltige Brennflüssigkeit in die Wunde spritzt, die außerdem Serotonin, Histamin, Acetylcholin und Natriumformiat enthält. Der brennende Schmerz hat der Pflanze ihren Namen gegeben (von lat. urere, brennen). Manchmal entstehen Quaddeln auf der Haut an den Kontaktstellen mit der Brennflüssigkeit.

Inhaltsstoffe der Brennnessel

Brennnesselkraut- und blätter enthalten mehr Eisen als ein Rindersteak. Neben ungesättigten Fettsäuren, Caffeoylchinasauren wie die Caffeoyläpfelsäure, Kaliumsalzen (nur in den Blättern) und Calciumsalzen enthält die Brennnessel Flavonoide. In den Brennhaaren finden sich biogene Amine wie Serotonin, Histamin und Acetylcholin. Die Wurzel enthält Cumarin, Lignane und Polysaccharide sowie Sterole und 3-β-Sitosterin.

2x mehr Vitamin C wie Orange

Die jungen Brennnesseltriebe werden im Frühjahr wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden geschätzt, Mineralien wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Silizium sowie Vitamin C und Vitamin A und wegen ihres Eiweißgehalts. Der feinsäuerliche Geschmack macht sie küchenfein, besonders in Notzeiten wurde sie wie Spinat eingesetzt. Der Nesselwirkung kann leicht entgangen werden, wenn man die Blätter von unten nach oben ausstreicht oder sie ein Tuch einwickelt und durchwalkt. Da Brennnesselblätter die Vermehrung bestimmter Bakterien verhindert, wurden sie früher auch verwendet, um Butter, Milch, Fleisch und Fisch länger haltbar zu machen. Nach wie vor wird gehackte Brennnessel als Vitaminfutter an Ferkel und Schweine, Kälber, Kühe und Küken gegeben.

Heilwirkung

In der Naturheilkunde wurden getrocknete Brennnesselsamen für gesunde, glänzende Haare und gegen Haarausfall verwendet. Angeblich sollen die Samen durch hormonartige Inhaltsstoffe auch als Stärkungsmittel eingenommen worden sein sowie gegen Impotenz, zur Steigerung der Libido und der Milchproduktion bei stillenden Müttern. Mönchen soll aus diesem Grund im Mittelalter der Verzehr von Brennnesselsamen verboten gewesen sein.

Ein positiver Einfluss auf den Bluthochdruck durch gefässerweiternde Eigenschaften wird der Brennnessel ebenfalls nachgesagt. Als Vitamin C-Lieferant kann die Brennnessel das Immunsystem stärken. Laut einer Studie der Philipps-Universität Marburg soll ein Präparat aus Brennnesselwurzelextrakt bei Prostatakrebs das Wachstum der Krebszellen hemmen können. Bei Harnwegsinfekten entfaltet der Kaliumgehalt der Brennnessel einen verdünnenden und harnreibenden Effekt. Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften der Brennnessel können laut klinischen Untersuchungen eine Therapie von Arthrose oder rheumatischer Arthritis unterstützen. Bei Anämie (Blutarmut) wird gerne von Naturheilkundlern auf die Brennnessel mit ihrem hohen Eisengehalt zurückgegriffen. Je nach Boden liefert die Brennnessel bis zu drei Mal so viel Eisen wie Spinat und mindestens doppelt so viel Eisen wie ein Rindersteak. Ein positiver Einfluss auf Leber, Galle und Darmerkrankungen sowie Hepatitis (Gelbsucht) wird der Brennnessel aus der Volksmedizin nachgesagt. Sie galt als allgemeines Heilmittel bei Frühjahrsmüdigkeit und zur Entschlackung.

Nesseltuch

Die Fasern der Brennnessel wurden wie Hanf für die Textilherstellung genutzt. Noch um 1900 galt das Nesseltuch als das „Leinen der armen Leute“.

Färberpflanze

Als Färberpflanze wurde insbesondere die Wurzel der Brennnessel eingesetzt. Nach dem Vorbeizen der Wolle mit Alaun erreicht Brennnesselwurzel einen Gelbton. Die grünen Pflanzenteile konnten graugrün färben, allerdings war eine Vorbeize mit Zinn, ein Entwicklungsbad mit Ammoniak und eine Nachbeize mit Kupfer erforderlich. Aus diesem Grunde wurde die Brennnessel durch einfachere Färbetechnikern ersetzt.

Dünger und Pflanzenschutzmittel

Hobbygärtnern ist sicher die „Brennnesseljauche“ ein Begriff. Der kalt angesetzte Auszug klein geschnittener Brennnessel mit Wasser stärkt durch Kieselsäure die Zellwände der gegossenen Pflanzen gegen Schädlingsbefall. Zusätzlich werden Stickstoff und Spurenelemente in dem Sud freigesetzt, der eine gute Düngewirkung besitzt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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