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Schilddrüsenunterfunktion
– was kann helfen?

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Wie äußerst sich eine Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert der Körper zu wenig Schilddrüsenhormone. Der Mangel kann sich auf verschiedene Organe, Nerven und die Psyche auswirken. Die Anzeichen sind oft relativ unspezifisch, so fällt die erste Vermutung bei einer Herzrhythmusstörung oder Depression meist nicht auf die Schilddrüse. Typische Symptome einer Unterfunktion sind:

  • Verlangsamte Reflexe
  • Gedächtnisschwäche
  • Kropf (Struma)
  • Brüchige Stimme und verwaschene Aussprache
  • Haarausfall und brüchige Fingernägel
  • Ständige Müdigkeit
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Ständige Verstopfung
  • Flüssigkeitsansammlung im Augenlid (Ödeme)
  • Flüssigkeitsansammlung im Bindegewebe
  • Unregelmäßige Regelblutung bei Frauen
  • Fruchtbarkeitsprobleme bei Frauen
  • Potenzprobleme bei Männern

Wenn die Schilddrüsenunterfunktion lange nicht erkannt oder behandelt wird, kann sich der Herzschlag verlangsamen und die Herzkranzgefäße können verkalken. In der Folge kann eine Herzmuskelschwäche oder ein Herzbeutelerguss auftreten.

Wodurch entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion?

Die Schilddrüse produziert das lebenswichtige Schilddrüsenhormon Thyroxin. Dazu benötigt sie Eiweiß und Jod. Jodmangel kann daher eine Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Ein Kennzeichen dafür kann eine Kropfbildung sein.

Wenn eine genügende Menge an Thyroxin im Körper vorhanden ist, kann aus dieser Vorstufe ein weiteres Schilddrüsenhormon gebildet werden, das Trijodthyronin. Die Schilddrüsenhormone sind beteiligt an Wachstum, Kreislauf und Psyche und daher sehr wichtig für die Gesundheit.

Mögliche Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion können eine Störung der Schilddrüse selbst sein oder auch Störungen in den Regelzentren der Hormonbildung, beispielsweise in dem Hypothalamus oder in der Hirnanhangsdrüse Hypophyse. Sie produziert den Botenstoff TSH, der die Produktion von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse anregt. Seelische Belastungen können ebenfalls zu Schilddrüsenproblemen führen.

Das kann helfen bei Schilddrüsenunterfunktion

Jod meist nicht notwendig

Eine zusätzliche Zufuhr an Jod sollte gründlich überdacht werden. In Deutschland ist eine gute Jodversorgung Standard und Jodmangel eine absolute Ausnahme. Eine Aufnahme von Jod durch natürliche Lebensmittel wie Blattspinat, Feldsalat, Brunnenkresse, Algen oder Meeresfrüchte ist der Einnahme einer Tablette auf alle Fälle vorzuziehen. Für die ausreichende Versorgung durch Jod genügen schon kleine Mengen frischer Lebensmittel.

Weglassen bei blockierter Jodaufnahme

Die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse kann von manchen Stoffen reduziert werden. Beispiele für Iodinationshemmer sind zum Beispiel Senfölglycoside (Glycosinolate), die in manchen Kohlarten vorkommen (z.B. Blumenkohl, Rosenkohl, Brokkoli) aber auch in Sojabohnen und Steckrüben. Sie können auch die Produktion von organischen Jodverbindungen behindern, die bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen notwendig sind. Diese Lebensmittel sollten eingeschränkt zu sich genommen werden.

Aminosäuren, Eisen und Selen

Die essentiellen Aminosäuren sind unabdingbar für einen funktionierenden Hormonstoffwechsel. Essentielle Aminosäuren müssen dem Körper durch die Nahrung zugeführt werden, da er sie nicht selber bilden kann. Weitere Vitalstoffe, die für die Schilddrüsenfunktion Bedeutung haben, sind Selen, Folsäure und Eisen. Die regelmäßige Versorgung aus der Nahrung mit diesen Spurenelementen und Vitaminen sollte geprüft werden.

Neue Gemmo-Therapie

Die Alternativmedizin kennt bereits gute Erfolge mit der Gemmo-Therapie, die in Frankreich, Belgien und der Schweiz schon eingesetzt wird. Dafür werden Knospen und Keimlinge, teilweise auch Wurzeln von wirksamen Pflanzen medizinisch als Spray aufbereitet. Dieses Spray wird direkt auf die Mundschleimhäute gesprüht und die Hormone aus den Heilpflanzen können so unmittelbar wirken, ohne den Umweg durch die Verdauung gehen zu müssen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Schwermetalle – Eine Zeitbombe der Zivilisation

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Blei, Cadmium, Quecksilber & Co

Sehr geringe Mengen dieser Schwermetalle kommen auch in der Natur vor. Die moderne Industrie baut diese Rohstoffe jedoch ab, um sie für ihre Arbeitsprozesse oder in den Produkten selbst zu verwenden. Damit verteilt der Mensch schädliche Schwermetalle über die gesamte Umwelt. Abwässer und Abluft sind mit diesen stark giftigen Stoffen angereichert und verstreuen sich über den gesamten Globus. Es ist schwer ihnen völlig auszuweichen.

Schwermetall-Belastung

Leider haben Schwermetalle die Angewohnheit, sich im menschlichen Körper festzusetzen und sich nur schwer wieder ausscheiden zu lassen. Vor allem in den Knochen, dem Gehirn und in den Nieren reichern sich die Schwermetalle an.
Vor der Industrialisierung war Belastung durch Schwermetalle kein Thema. Heute jedoch werden moderne Volkskrankheiten wie Krebs, Bluthochdruck oder Lernschwäche bei Kindern mit Schwermetall-belastung in Verbindung gebracht. Dabei reichen schon geringfügige Belastungen aus.

Schwerwiegende gesundheitliche Folgen

Auch Multiple Sklerose, Neurodermitis oder Candida sind Erkrankungen, die häufig mit einer Schwermetallbelastung Hand in Hand gehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit können sie bei Epileptikern zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Anfällen führen. Auch beim Haarausfall könnten Schwermetalle eine Rolle spielen.
Alzheimer steht im Verdacht durch Blei, Quecksilber und Zinn ausgelöst zu werden. Die alten Amalgam-Plomben könnten deshalb als kleine Zeitbomben für die Gesundheit gewertet werden.
Auch die ungewollte Kinderlosigkeit wird mit Belastung durch Schwermetalle in Verbindung gebracht. Nach einer erfolgreichen Ausleitung und Entgiftung wurden schon zahlreiche gesunde Babys geboren.

Metallbelastung stark unterschätzt

Obwohl sie in unserer modernen Gesellschaft häufig sind, werden sie stark unterschätzt. Schwermetallbelastungen können zahlreiche Körperfunktionen negativ beeinflussen:

  • Schwermetalle wirken als Katalysatoren für Oxidationsprozesse. Sie fördern die Bildung freier Radikale. Zell- und Gewebeschädigungen, Entzündungen und Alterungsvorgängen werden auf freie Radikale zurückgeführt.
  • Schwermetalle verändern Körperfette. Fette sind Bestandteil jeder Zellwand. Werden sie verändert, ranzig, kann der Transport von guten Nährstoffen und der Abtransport von schlechten Abfallstoffen ins Blut gestört werden.
  • Schwermetalle können den Stoffwechsel blockieren, da sie Mineralstoffe und Spurenelemente von ihren Enzymstellen verdrängen. Dadurch kann z.B. Magnesium- oder Zinkmangel entstehen. Diese Mangelzustände sind ursächlich an vielen alltäglichen Erkrankungen mitbeteiligt.
  • Chronische Metallbelastungen können Eiweiße verändern. Dies kann zu einer höheren Anfälligkeit für Infekte, Überempfindlichkeitsreaktionen und Autoimmunerkrankungen führen.
  • Ist der Erbträger DNS ebenfalls betroffen, besteht erhöhte Krebsgefahr.

Die Grundlage für Diagnosen stellt in der Schulmedizin immer noch die Blutanalyse dar. Doch Schwermetalle lassen sich im Blut nicht feststellen. Nur in den Geweben von Knochen, Zähnen, Haaren und den inneren Organen kann eine Schwermetallbelastung nachgewiesen werden.
Grenzwerte für einzelne, isolierte Schwermetalle machen jedoch keinen Sinn. Denn liegt eine Mehrfachbelastung durch unterschiedliche Metalle vor, dann kann durch verschiedene Kombinationen die negative Wirkung vervielfacht werden, obwohl jeder einzelne Wert für sich nicht dramatisch wäre.

Aluminium

Aluminium ist kein Schwermetall, aber für den Menschen nicht ungefährlich. Die Herstellung von Aluminium selbst verursacht große Emissionen. Aber auch die Papier-, Porzellan-, Glas- und Textilindustrie produziert gefährlichen Ausstoß an Aluminium.
Aluminium findet man im Backpulver, als Bleichmittel im Weizenmehl, im Schmelz- und Scheiblettenkäse oder sauer eingelegten Gemüsekonserven. Als Mittel gegen das Zusammenklumpen wird es in Kaffeeweißern, industriell hergestelltem Salz und Gewürzen benutzt.
Die zunehmende Säurebelastung der Böden fördert bei Pflanzen die Aufnahme von Aluminium. Im Schnitt bekommen wir deshalb täglich ca. 25mg Aluminium über unsere Nahrung zugeführt. Wenn Aluminiumgeschirr benutzt wird, kann sich diese Aufnahme noch um das 2 – 3fache erhöhen, denn saure Lebensmittel lösen das Aluminium z.B. aus dem Topf.
In Körperpflegemitteln wie Deo oder Zahnpasta, in Medikamenten zur Magenübersäuerung (Antacida), Mitteln gegen Durchfall (Kaolin, Attapulgite, Bolus) und einigen Lipidsenkern (Aluminiumclofibrat) verstecken sich ebenfalls Aluminiumverbindungen.
Folgende gesundheitliche Folgen werden einer Aluminiumbelastung zugeschrieben:

  • Alzheimer: Aluminium soll an der Entstehung beteiligt sein.
  • Anämie: Aluminium könnte beteiligt sein, da es dieselben Speichereiweiße wie Eisen besetzt.
  • Arthritis: Aluminium steht im Verdacht den Knochenstoffwechsel zu beeinträchtigen.
  • Aluminium stört den Stoffwechsel von Calcium, Chrom, Eisen, Fluor, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Silizium, Zink, Vitamin B6 und D.
  • Beschwerden des Nervensystems (Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit oder Aggressivität) können durch Aluminium befördert werden.
  • Leber- und Nierenschädigungen als Folge chronischer Belastung durch Aluminium.
Blei

Blei stammt bekanntlich aus dem Fahrzeugverkehr und aus Müllverbrennungsanlagen. Unsere Ackerböden sind durch schwermetallhaltige Mineraldünger und Klärschlämme belastet. Bleipartikel aus der Luft setzen sich als feiner, bleihaltiger Staub auf unserem Gemüse und Obst ab. Deshalb wird empfohlen, diese frischen Lebensmittel gründlich mit lauwarmem Wasser zu waschen und mit Küchenkrepp abzureiben. Aber auch in Konserven gibt es eine erhöhte Bleikonzentration. Sie stammt von den Lötstellen der Weißblechdosen. Deshalb wird empfohlen, keine Lebensmittel in einer geöffneten Dose stehen zu lassen. Der Konsum von Zigaretten und das Abbrennen von Kerzen sind weitere Bleiquellen. Ganz vereinzelt existieren auch noch alte Bleirohre in unserem Trinkwassersystem. Bei einem Verdacht in dieser Richtung empfehlen wir den Hausbesitzer oder das Wasserwerk zu fragen und evtl. eine Wasseranalyse in Auftrag zu geben.
Die Bleikonzentration in der Luft war 1965 400x höher als 800 v.Chr. Die Analysen von 1600 Jahre alten menschlichen Knochen ergab im Vergleich zu heute, dass auch die Anreicherung im Knochengewebe mindestens 100x höher ist.

  • Kinder absorbieren Blei (50%) stärker als Erwachsene (10%). Lernschwächen, verminderte Intelligenz und Hyperaktivität werden deshalb auch auf Bleibelastung zurückgeführt.
  • Blei stört den Stoffwechsel von Eisen, Calcium, Phosphor, Zink, Vitamin C und D.
  • Zahlreiche Zivilisationskrankheiten werden mit Blei in Verbindung gebracht: Appetitmangel, Bauchkrämpfe, Durchfall, Bluthochdruck, Immunschwäche, Schlaflosigkeit, chronische Kopfschmerzen, Depressionen, Erschöpfung, Reizbarkeit, Krebsrisiko, Gelenkschmerzen, Herzerkrankungen

Cadmium

Cadmium gelangt über Müllverbrennung und Klärschlämme in die Ackerböden. Es ist eines der bedeutendsten Umweltgifte mit zahlreichen Folgen für unsere Gesundheit. Im Boden sammelt es sich an und gelangt über den Verzehr von Pflanzen und Tieren in unseren Organismus.
Getreide und Kartoffeln, Getränke, Instantkaffee, Konservendosen, Gelatine, Austern und Muscheln aus verseuchten Gewässern sind Cadmiumquellen in unserer Nahrung. Aber auch Zigarettenrauch enthält dieses gefährliche Umweltgift. Rostschutzmittel, Insektizide, Sanitäranlagen und Farben geben Cadmium an die Umwelt und damit auch an den Menschen ab.
Der Grenzwert für Cadmium ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO 0,4 – 0,5mg pro Woche. Nach neuesten Messungen soll dieser Genzwert bei der deutschen Bevölkerung aber bereits um 60% überschritten haben.

  • Cadmium stört den Stoffwechsel von Eisen, Kupfer, Zink, Vitamin D und E. Ein Zinkmangel ist deshalb oft auf eine hohe Cadmiumbelastung zurück zu führen.
  • Fruchtbarkeits- und Wachstums- und Knochenstörungen können ihre Ursache in Cadmium haben.
  • Immunschwäche, Blutarmut und Infektanfälligkeit stehen ebenfalls im Verdacht.
  • Lungen- und Nierenschäden, dort vor allem Nierensteine
  • Lernschwäche und Hyperaktivität bei Kindern
  • Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Haarausfall, trockene schuppige Haut und erhöhtes Krebsrisiko

Quecksilber

Schleichende Vergiftungen durch Quecksilber sind durch die großen Mengen dieses gefährlichen Umweltgiftes in Luft, Erde und Grundwasser erklärbar. Quecksilberverbindungen sind bereits in winzigen Konzentrationen gesundheitsschädlich.
Das Unglück von Minimata (Japan), wo quecksilberhaltige Industrieabfälle ins Meer geleitet wurden, führte zu schweren neurologischen Schäden bei der Bevölkerung und zur vermehrten Geburt geistig behinderter Kinder.
Aber auch ohne eine solche Katastrophe belasten Industrieabfälle, Pestizide, Fungizide und Emissionen aus Industrie und Mülldeponien täglich und schleichend unsere Böden und Gewässer. Biologische Reaktionen verwandeln Quecksilber in die fettlösliche Form Methylquecksilber. Dieses gelangt über die Nahrungskette in unseren Körper. Dort greift es vor allem die Nerven an.
Große Fische, Austern und Muscheln aus verseuchten Gewässern, Getreide, Kartoffeln und Pilze geben Methylquecksilber an den Menschen weiter. Fluorhaltige Zahnpasta löst aus Amalgamfüllungen das Quecksilber heraus. Selbst, wenn man den Schaum der Zahnpasta ausspuckt, können Quecksilberdämpfe durch die Nasenschleimhaut direkt zum Gehirn transportiert werden. Deshalb hat Schweden als erstes europäisches Land Amalgam-Füllungen verboten. Eine wichtige juristische Grundlage zur Beurteilung von den gesundheitlichen Auswirkungen von Amalgam-Plomben ist das Kieler Amalgam-Gutachten von 1997.

  • Quecksilber stört den Stoffwechsel von Eisen, Kupfer, Selen, Zink, Vitamin B1, B2, B6 und E. Zinkmangelsymptome sind deshalb auch auf Quecksilberbelastung zurück zu führen.
  • Gehirn- und Nervenschäden wie Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Tremor (Zittern), Müdigkeit und Schlaflosigkeit können durch Quecksilberbelastung entstehen.
  • Mit zunehmender Immunschwäche steigt die Infektanfälligkeit.
  • Bei den Sinnesorganen sind Atemschwierigkeiten, Netzhautschädigungen, Hautausschläge und Gehörschwäche eventuell auf Quecksilberverbindungen zurück zu führen.
  • Ein erhöhtes Krebsrisiko ist bei einer Schwermetallbelastung durch Quecksilber wahrscheinlich.

Welches Metall belastet?

Zu den Schwermetallen gehören Quecksilber, Eisen, Blei, Kupfer, Gold, Silber, Zinn, Zink, Kobalt, Platin, Vanadium, Molybdän, Germanium, Cadmium, Nickel, Palladium, Chrom, Wolfram, Titan, Zirkon, Thallium, Mangan, etc. Nicht alle sind für den Menschen giftig.
Einige Metalle wie Eisen, Zink, Chrom, Mangan, Selen und Kupfer sind in organischen, „guten“ Formen sogar lebensnotwendig, während sie in anorganischer Form hoch toxisch sind. Sind sie als sogenanntes Chelat „durch eine Pflanze“ gegangen, besitzen sie eine gute Bioverfügbarkeit für den Menschen und haben eine heilsame Wirkung. Als anorganisches Metall sind sie völlig wertlos. Deshalb ist der berühmte Eisennagel im Apfel völliger Blödsinn.
Auch Gold- und Silber-Kolloide können in winzig kleinen Nanopartikeln dazu beitragen unsere Gesundheit zu fördern. Es kommt bei manchen Metallen eben auf die Verarbeitung an. Wie immer lohnt es sich, genauer hin zu schauen.

Entgiftungsprogramme

Wenn Sie erfahren möchten, wie Ihre Schwermetallbelastung genau zusammengesetzt ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Therapeuten. Die Eliminierung von Schwermetallen aus dem Körper ist nicht so einfach. Oft werden sie nur aus dem Kreislauf gezogen, um sich dann in Depots einzulagern. Vor einem Ausleitungsprogramm müssen die Schwermetalle deshalb aus den Depots gelöst werden. Verbleiben sie in den Depots, können sie dann schleichende Vergiftungen verursachen. Die Beschwerden sind dann nicht akut und heftig, sondern immer ein wenig vorhanden und schwer greifbar.

  • Quecksilber (Amalgam Füllungen): Die häufigste und größte Belastung
  • Palladium (aus Spargold Füllungen, Kronen und Schmuck): selten, aber hartnäckig
  • Quecksilber und Palladium: Schwerwiegende Kombinationsbelastung
  • Weitere Schwermetall-Belastungen: Kupfer, Silber und Zinn (aus Zahnfüllungen)
  • Blei: heute seltener

Ein Speicheltest gibt Klarheit über die Zusammensetzung und das Ausmaß Ihrer Belastung. Ein persönliches Entgiftungsprogramm können Sie mit Ihrem Therapeuten zusammenstellen.

Eigenschaften von Schwermetallen

Anorganische Schwermetalle sind für den Menschen giftig. Darüber wie die betroffenen Körperteile miteinander reagieren, gibt es viele Beobachtungen, Forschungen und Vermutungen.

Da Schwermetalle immer als positive Ionen vorliegen, könnten sie vom Körper mit den ebenfalls positiven Kalziumionen verwechselt werden. Der Körper verwendet Calcium-Ionen, um bei Entzündungen die Herde „einzumauern“ und damit vom gesunden Gewebe zu isolieren. Diese Verwechslung könnte schwerwiegende Folgen haben: Dr. Clark vermutet, dass die Schwermetalle auf diesem Weg ins Gehirn gelangen. Dort sind sie hauptverantwortlich für chronisch degenerative Nervenkrankheiten. Alzheimer, Multiple Sklerose (MS), Nierenerkrankungen und Epilepsie sind ihrer Meinung nach auf Schwermetalle im Körper zurück zu führen.

Auch Dr. Klinghardt vermutet eine Verstellungsstrategie des Schwermetalls Quecksilber in das wichtige Kalzium. Wenn der Körper glaubt, es mit Calcium zu tun zu haben, es in Wirklichkeit aber Quecksilber ist, hat das schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit.
Er empfiehlt eine Ausleitung von Schwermetallen (außer Quecksilber und Thallium) mit Alpha Liponsäure / Glutation. Von Quecksilber und Thallium sollte der Körper zuletzt entgiftet werden: Zur Ausleitung werden die körpereigenen Dipeptide Lysin Glutamin und Lysin Asparagin, sowie Interleukin2 (im Körper produziert) benötigt. Eine Zufuhr von Dipeptiden kann also nach Ausleitung aller anderen toxischen Metalle, auch Quecksilber und Thallium entfernen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Arthritis, rheumatoid (RA)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Arthritis?

Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung und gilt als Volkskrankheit. Durch die Entzündung sind die betroffenen Gelenke häufig gerötet und erwärmt, geschwollen und von Blutergüssen begleitet. Durch die starken Schmerzen wird häufig vermieden, das betroffene Gelenk zu belasten. 240 Gelenke besitzt der menschliche Körper. Sie alle können von Arthritis betroffen sein.

Die häufigste rheumatische Krankheit ist die Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), bei der die Innenhaut von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden entzündet sind.

Symptome

Typische Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit, leichtes Fieber, Morgensteifigkeit, Griffschwäche, Gewichtsabnahme, Sehnenscheidenentzündung und Beeinträchtigungen im Bewegungssystem. Die Gelenkschmerzen kommen manchmal erst später hinzu. Meist sind die Gelenke parallel auf beiden Körperseiten betroffen, also beide Kniegelenke, beide Fußgelenke, etc.

Rheumatoide Arthritis (RA)

Ein Krankheitsbild, das zu den rheumatischen Erkrankungen zählt, ist die Rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, weil häufig mehrere Gelenke betroffen sind. Sie ist weit verbreitet und verläuft wie die übrigen Arthritisformen oft sehr schmerzhaft. Sie kann ab dem Kindesalter auftreten, sehr viel häufiger ist sie als Alterserscheinung verbreitet, insbesondere bei Frauen ab 50 Jahren.

Wie entsteht Arthritis?

Arthritis kann ganz verschiedene Ursachen haben.

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Eine mögliche Ursache für Rheumatoide Arthritis ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Bestimmte Lebensmitteln lösen eine überzogene Immunantwort aus, bei der körpereigene Substanzen fälschlicherweise als schädlich einstuft werden und in der Folge der eigene Körper angegriffen wird.

Diese sogenannten Autoimmunreaktionen können verschiedenste Erkrankungen nach sich ziehen. Eine davon ist die Schwellung und Wucherung der Schleimhautschicht um den Gelenkknorpel, der im Verlauf den Knorpel zerstören kann. Wenn der Knorpel als Puffer nicht mehr existiert, trifft bei jeder Bewegung schmerzhaft Knochen auf Knochen. Der Abrieb schädigt die Gelenkknochen, begleitet von Entzündungen.

Gicht-Arthritis

Infolge einer Störung des Harnstoffwechsels kann Gicht-Arthritis auftreten. Im Röntgenbild sind in den gelenknahen Knochen sogenannte „Stanzeffekte“ zu erkennen.

Bakterielle Arthritis

Arthritis kann bei einer Infektion durch Keime ausgelöst werden, zum Beispiel durch Erreger wie Borrelien (durch Zecken), Streptokokken, Staphylococcus aureus oder Staphylococcus epidermis. Auf dem Blutweg, bei Unfällen, Injektionen oder Operationen können die Erreger in die Gelenke gelangen und dort schmerzhafte Entzündungen auslösen.

Eine eitrige Arthritis vermag innerhalb von Stunden oder Tagen den Gelenkknorpel vollständig zu zerstören. Gefährlich wird es, wenn sich die Keime im Körper ausbreiten und Entzündungszustände auslösen, die bis zum Tod führen können (Sepsis).

Arthritis und Arthrose, ist das nicht das Gleiche?

Die entscheidende Unterscheidung von Arthritis gegenüber der Arthrose ist die Entzündlichkeit. Die Arthrose hingegen entsteht durch Gelenkverschleiß, ohne dass eine Entzündung beteiligt ist.

Das kann helfen bei Arthritis

Bei Nahrungsunverträglichkeit kann eine Eliminierungsdiät Abhilfe schaffen, bei der durch gezielten Verzicht auf bestimmte Lebensmittel eine Unverträglichkeit herausgefiltert werden kann.

Unerkannte Mangelerscheinungen können ebenfalls zu Arthritis beitragen. Wenn bestimmte Nährstoffe aus der Nahrung nicht ausreichend resorbiert werden, müssen diese zusätzlich zugeführt werden. Ernährung spielt zur Erhaltung der Gesundheit eine entscheidende Rolle. So können fettreiche Speisen die Arthritis verschlimmern.

Empfehlenswerte Nährstoffe bei Arthritis

Die Naturheilkunde hält viele wirksame Möglichkeiten bereit, die Beschwerden zu bekämpfen oder zu lindern.

Bromelain ist ein Naturstoff, der aus der Ananas gewonnen wird und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Durch den Rückgang von Entzündungen kann die Schwellung der Gelenke reduziert werden. Die Schmerzen können zurückgehen und die Beweglichkeit wird verbessert.

Vitamin E (Tocopherol) kann den Schmerzmittelbedarf herabsetzen. In zahlreichen Studien hat es Potenzial für den Einsatz bei entzündlichen Gelenkerkrankungen bewiesen und es wird von vielen Ärzten hochdosiert eingesetzt. Das Vitamin ist in der Lage, die Produktion von Schmerzbotenstoffen zu hemmen. Durch den Einsatz von Vitamin E können oftmals antirheumatische Medikamente heruntergefahren werden, was besonders begrüßenswert ist, weil diese Medikamente starke Nebenwirkungen haben können.

Omega-3-Fette können gesundheitsfördernde Wirkung bei Arthritis entfalten. Sie hemmen Entzündungsbotenstoffe und können so zur Schmerzlinderung beitragen. Omega-3-Fette sind in Fettfischen enthalten wie Lachs und Makrele, aber auch in Hering, Thunfisch und Forelle. Sie werden auch in Kapselform als gezielte Nahrungsergänzung angeboten.

Die Kombination von MSM (Methylsulfonylmethan, eine organische Schwefelverbindung), Glukosamin und Chondroitin kann die Nährstoffversorgung der Gelenke positiv beeinflussen und für einen Wiederaufbau von Knorpelgewebe und Gelenkschmiere vorteilhaft sein. Die spezielle Kombination der Wirkstoffe steigert die Wirkung der Einzelsubstanzen durch eine verbesserte Aufnahme. Die Entspannung von Muskeln kann die Schmerzen verringern.

Glucosamin zusammen mit Vitamin C und Selen konnte bei vielen Patienten die Knorpelstruktur verbessern.

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Blasenentzündung, Harnwegsinfekt
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Blasenentzündung?

Schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen (Dysurie), ständiger Harndrang (Pollakisurie) – auch bei leerer Blase – und Unterleibschmerzen, das macht eine Blasenentzündung so unangenehm. Frauen sind statistisch deutlich häufiger davon betroffen als Männer. Erst ab einem Alter von sechzig Jahren verteilt sich das Risiko gleichermaßen auf beide Geschlechter.
Der medizinische Begriff für Blasenentzündung oder Harnwegsinfektion ist akute Zystitis (auch Cystitis). Die Entzündung der Harnblase kann in schwereren Fällen auch mit Blut im Urin einhergehen (Hämaturie) oder Trübung und Geruchsveränderung des Urins.

Komplikationen

Wenn eine Blasenentzündung nicht vollständig abheilt, kann sie auf den Harnleiter übergreifen. Chronische Harnwegsinfektion oder gar Nierenbeckenentzündung mit hohem Fieber und gesteigertem Risiko für eine Blutvergiftung können die Folge sein.

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Die häufigste Ursache für Blasenentzündung sind Escherichia coli-Bakterien, die normalerweise in der Darmflora vorkommen. Seltener sind Viren oder Pilzinfektionen der Auslöser.
Intimhygiene ist daher unerlässlich – auch beim Sexualpartner. Bereits ein Reinigen von hinten nach vorne nach dem Stuhlgang (falsche Wischrichtung) kann die Bakterien zum Harnröhre transportieren und eine Infektion in der Harnblase auslösen.
Häufiger Geschlechtsverkehr begünstigt eine Infektion. Dauerkatheter, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes mellitus und diverse Vorerkrankungen können zu Blasenentzündung führen. Auslöser können auch psychischer Stress oder Schwangerschaft sein.

Das kann helfen bei Blasenentzündung

Häufig verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. Das ist sinnvoll, wenn Bakterien die Erreger sind. Gegen Viren oder Pilzinfektionen dagegen hilft ein Antibiotikum nicht. Oft helfen Antibiotika gar nicht mehr, weil sie viel zu oft und gedankenlos verschreiben werden. Lesen Sie hierzu: Mensch versus Bakterien

Das Hausmittel Nr. 1

Zunächst kann geprüft werden, ob das uralte Hausmittel „viel trinken“ hilft. Eine große Trinkmenge von bis zu drei Litern täglich kann die Erreger mit dem gebildeten Urin auf natürlichem Wege aus der Blase spülen. Geeignet sind Wasser und Kräutertees.

Pflanzliche Heilwirkung

Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse sind für ihre heilende Wirkung bei Blasenentzündung bekannt und haben in Studien auf gute Wirksamkeit hingedeutet. Saft aus Preiselbeeren und Cranberry-Beeren gelten besonders in der Vorbeugung für wirksam, da ihre Wirkstoffe einer Ansiedlung von Keimen in der Schleimhaut entgegenwirken können.
Eine finnische Studie veröffentlichte 2002 Ergebnisse zu Blasenentzündungstherapie, bei denen durch die ernährungsphysiologische Gabe von Preiselbeersaft und Cranberrysaft der Einsatz von Antibiotika bei Frauen im Durchschnittsalter von 30 Jahren signifikant gesenkt werden konnte und die Rückfallquote einer erneuten Infektion stark abgesenkt wurde.

Mehr Phytotherapie

Zahlreiche Kräutertees, Frischpflanzenpresssaft oder Urtinktur enthalten zur Therapie gegen Blasenentzündung meist die erprobten Zutaten wie Goldrutenkraut, Schachtelhalm, Erdrauchkraut, Kamille, Brennnesselblätter oder Birke. Die keimhemmenden und antientzündlichen oder harntreibenden und krampflösenden Wirkstoffe stehen dabei im Vordergrund.

Immunabwehr stärken

Grundsätzlich sind die Schleimhäute ständig im Einsatz für die Abwehr von Keimen und Krankheitserregern. Wenn sie gut versorgt sind mit Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen können sie diese Aufgaben besser bewältigen.
Vitamin C, A, D und E können hilfreich sein. Sie wirken antioxidativ und stimulieren wichtige Stoffwechselprozesse. Magnesium, Eisen und lebensnotwendige Spurenelemente wie Zink und Selen beeinflussen die Immunabwehr positiv. Viele biochemische Prozesse können nicht ohne Zink in Gang gebracht werden. Die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren können auch vorbeugend genommen werden.

Kein Kaffee oder Alkohol

Reizarme Kost ist die beste Vorbeugung und Genesungsstrategie. Kaffee und Alkohol sollte vermieden werden.

Säure-Basen-Haushalt

Ein saurer Urin kann die Blasenschleimhaut reizen. Basische Lebensmittel mit viel Obst und Gemüse sollten Fleisch und Fisch daher vorgezogen werden. In einem basischen Milieu können sich Bakterien weniger gut ansiedeln.

Homöopathische Mittel

Erfolge gegen Blasenentzündung wurden auch durch homöopathische Arzneimittel erzielt. In Absprache mit dem Arzt oder Therapeuten sind Sarsaparilla, Cantharis oder Dulcamara beliebte Mittel der Wahl. Je nach individueller Ausrichtung sind auch Kombinationen möglich.
Für gewöhnlich werden die Globuli drei Mal halbstündlich, dann drei Mal stündlich, danach alle zwei bis drei Stunden und am Folgetag morgens, mittags und abends gegeben.

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Übersicht

Schwermetalle
– Methoden zur Entgiftung

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Wieso Entgiftung gesund sein kann

Schwermetalle aus der Umwelt oder der Nahrung reichern sich im Körper an und werden nicht abgebaut. Sie können Giftdepots bilden, die Auslöser verschiedenster Leiden und Krankheiten sein können. Unter anderem kann das Krebsrisiko erheblich steigen.
Der Verband ganzheitlicher Gesundheitsberatung empfiehlt, bei Belastungen mit Schwermetallen oder anderen Giften stets einen Fachmann hinzuzuziehen.

Wo sitzen die Schwermetalle?

Depots von Schwermetallen können sich im Fett- und Bindegewebe befinden. Die Ausleitung aus diesen Depots gestaltet sich tendenziell leichter als aus Depots in Nervenzellen. Fettleibige Menschen haben den Vorteil, dass sich die Umweltgifte mit größerer Wahrscheinlichkeit im Fettgewebe einlagern.

Primäre Entgiftungsorgane

Die wichtigsten Entgiftungsorgane sind die Nieren und die Leber. Daneben übernehmen auch das Lymphsystem, Haut, Lunge und Darm Funktionen bei der Ausleitung von Schwermetallen und Giften. Alle Stoffwechselprozesse sind essentiell für den Ablauf.

Unterstützung natürlicher Entgiftung

Die Ausscheidung von Schwermetallen fordert dem Körper viel Energie ab. Es ist daher wichtig, die Immunabwehr zu stärken. Insbesondere die Unterstützung der primären Entgiftungsorgane wirkt sich günstig auf die Ausleitung von Giften aus.

Einen positiven Effekt auf die Leber besitzen beispielsweise Wirkstoffe aus der Mariendistel oder Selen, Zink und Cystein sowie Glutathion. Das körpereigene Tripeptid Glutathion ist in der Lage, sich an Schwermetalle und Toxine zu binden. Der wasserlösliche Komplex kann dann mit dem Urin auf natürliche Weise ausgeschieden werden. Bei hoher Belastung durch Gifte kann es sinnvoll sein, zusätzlich Glutathion über die Nahrung zuzuführen.

Auf den Ausleitungsvorgang können Algen, Bärlauch, Knoblauch und Koriander positiven Einfluss nehmen. Knoblauch – und drei Mal stärker der Bärlauch – sind wirksam in Bezug auf Schwermetalle durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen, die beispielsweise Quecksilber binden.

Erste-Hilfe-Programm

Man sagt der Chlorella-Alge nach, dass sie in höherer Dosierung in der Lage ist, Schwermetalle und Gifte bereits direkt im Darm zu absorbieren und für ein natürliches Ausscheiden mit den Nahrungsresten im Stuhl sorgen kann. Bei einer aktuellen Aufnahme von Schwermetallen mit der Nahrung kann diese Maßnahme ein Erste-Hilfe-Programm bieten.

Mobilisierung

Man spricht bei Entgiftungsprozessen von Einlagerungen von „Mobilisierung“, dem Lösen des Giftes aus der Zelle und den Abtransport, zum Beispiel über die Haut, den Darm oder die Nieren.

Mikroalge Chlorella

Aus Fett- und Bindegewebe kann eine Tiefenwärme-Licht-Anwendung die Ausleitung von Schwermetallen einleiten. Als Naturheilmittel gilt die Mikroalge Chlorella mit einem extrem hohen Chlorophyllgehalt. Sie besitzt die Fähigkeit, Schwermetalle und toxische Stoffe zu binden wie Cadmium, Nickel, Blei, Platin, das etwas seltenere Palladium sowie Quecksilber.
Ebenso bindet die Mikroalge auch häufig aufgenommene Umweltgifte wie beispielsweise Dioxin, Formaldehyd und diverse Pestizide. Die Süßwasser-Alge kann offenbar im Bindegewebe wirken. Bei Schwermetall-Depots in Nervenzellen kann die Süßwasser-Alge jedoch nichts ausrichten.
Nach dem Atomangriff auf Hiroshima und Nagasaki 1945 konnten Studien nachweisen, dass acht Gramm Chlorella-Algen am Tag die bis zu fünffache Menge an Uran, Blei und Kadmium aus dem Körper entfernen konnten.

Nervenzellen-Depots

Schwermetall-Einlagerungen in Nervenzellen sollen mit einem Auszug von grünem Koriander, auch chinesische Petersilie, mobilisiert und für die Ausleitung vorbereitet werden. Die einschlägige Literatur verweist darauf, dass die Übertragungsrichtung aus den Nervenzellen heraus dabei nur funktioniert, wenn zuvor das Bindegewebe schwermetallfrei sei. Ansonsten könnten Einlagerungen von Giften in umgekehrter Richtung aus dem Bindegewebe ins Nervensystem stattfinden. Auch wird auf die ungünstige Wechselwirkung von Vitamin C und Korianderextrakt hingewiesen. Es scheint, als ob Vitamin C oder starke Antioxidantien das Mobilisierungspotenzial von Korianderextrakt aufheben können.

Sonderfall Aluminium

Aluminium ist kein Schwermetall, kann die Gesundheit jedoch deutlich belasten und wird oftmals zusammen mit Schwermetallen aufgenommen. Der Mineralstoff Silizium kann gegen die Aufnahme und die Einlagerung von Aluminium in Nervenzellen – zum Beispiel im Gehirn – wirksam sein. Insbesondere die organische Kolloidform gilt als Mittel der Wahl.

Amalgam

Amalgam wird seit 150 Jahren oft und gern für Zahnfüllungen verwendet, weil günstig ist und leicht zu verarbeiten. Es besteht zur Hälfte aus dem hochgiftigen Schwermetall Quecksilber. Die andere Hälfte besteht aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Palladium und weiteren Schwermetallen.
Aus den Zahnfüllungen wird ständig Quecksilber in Kleinstmengen freigesetzt und vom Organismus aufgenommen und eingelagert.
Bei vielen Krankheiten mit ungeklärten Ursachen, insbesondere bei Autoimmun-Erkrankungen und Depressionen, kann es der Fall sein, dass der Auslöser vielleicht in Quecksilberdepots liegt. Das liegt daran, dass Quecksilber sich mit körpereigenen Proteinen verbinden kann. Diese Verbindungen werden vom Immunsystem nicht mehr als körpereigen erkannt und eine ständige Immunabwehrreaktion wird ausgelöst.
Amalgam-Zahnfüllungen sollten sukzessive vom Zahnarzt aus dem Mund entfernt werden, um eine chronische Quecksilbervergiftung zu vermeiden. Verglichen mit den Folgekosten bei schwerwiegenden Erkrankungen durch Quecksilber erscheinen die Kosten dafür vergleichsweise gering.

DMPS

DMPS ist die Kurzform von Dimercaptopropansulfonsäure, einem Antidot bei Vergiftungen, das für die Chelat-Therapie angewendet wird. Der Wirkstoff bildet mit den Schwermetallen stabile Chelat-Komplexe, die ausgeschieden werden und so ein Einlagern der toxischen Stoffe verhindert. DMPS wird nur angewendet bei schwerwiegenden Vergiftungen mit Blei, Arsen, Quecksilber, Gold, Bismut, Antimon und Chrom. Es wirkt schnell, belastet jedoch die Nieren als Ausscheideorgan stark.
DMPS ist wasserlöslich und kann daher auch intravenös gespritzt werden. Es kann eingesetzt werden, um zu testen, ob Schwermetallbelastung eines Patienten vorliegen, zum Beispiel aus Zahnfüllungen oder Implantaten. Dazu wird DMPS gespritzt und der Urin vor und nach der Medikamentengabe untersucht. Diese Untersuchungsmethode ist jedoch risikobehaftet, denn es ist möglich, dass eine Umverteilung von vorher in Depots abgelagerten Schwermetallen durch die Mobilisierung in Gang gesetzt wird.
Nicht sinnvoll ist DMPS bei Vergiftungen mit Eisen, Selen, Thallium oder Cadmium

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Schwermetalle
– eine Zeitbombe der Zivilisation

schwermetall
© K.-U. Häßler – fotolia.com

Blei, Cadmium, Quecksilber & Co

Sehr geringe Mengen dieser Schwermetalle kommen auch in der Natur vor. Die moderne Industrie baut diese Rohstoffe jedoch ab, um sie für ihre Arbeitsprozesse oder in den Produkten selbst zu verwenden. Damit verteilt der Mensch schädliche Schwermetalle über die gesamte Umwelt. Abwässer und Abluft sind mit diesen stark giftigen Stoffen angereichert und verstreuen sich über den gesamten Globus. Es ist schwer ihnen völlig auszuweichen.

Schwermetall-Belastung

Leider haben Schwermetalle die Angewohnheit, sich im menschlichen Körper festzusetzen und sich nur schwer wieder ausscheiden zu lassen. Vor allem in den Knochen, dem Gehirn und in den Nieren reichern sich die Schwermetalle an.
Vor der Industrialisierung war Belastung durch Schwermetalle kein Thema. Heute jedoch werden moderne Volkskrankheiten wie Krebs, Bluthochdruck oder Lernschwäche bei Kindern mit Schwermetall-belastung in Verbindung gebracht. Dabei reichen schon geringfügige Belastungen aus.

Schwerwiegende gesundheitliche Folgen

Auch Multiple Sklerose, Neurodermitis oder Candida sind Erkrankungen, die häufig mit einer Schwermetallbelastung Hand in Hand gehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit können sie bei Epileptikern zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Anfällen führen. Auch beim Haarausfall könnten Schwermetalle eine Rolle spielen.
Alzheimer steht im Verdacht durch Blei, Quecksilber und Zinn ausgelöst zu werden. Die alten Amalgam-Plomben könnten deshalb als kleine Zeitbomben für die Gesundheit gewertet werden.
Auch die ungewollte Kinderlosigkeit wird mit Belastung durch Schwermetalle in Verbindung gebracht. Nach einer erfolgreichen Ausleitung und Entgiftung wurden schon zahlreiche gesunde Babys geboren.

Metallbelastung stark unterschätzt

Obwohl sie in unserer modernen Gesellschaft häufig sind, werden sie stark unterschätzt. Schwermetallbelastungen können zahlreiche Körperfunktionen negativ beeinflussen:

  • Schwermetalle wirken als Katalysatoren für Oxidationsprozesse. Sie fördern die Bildung freier Radikale. Zell- und Gewebeschädigungen, Entzündungen und Alterungsvorgängen werden auf freie Radikale zurückgeführt.
  • Schwermetalle verändern Körperfette. Fette sind Bestandteil jeder Zellwand. Werden sie verändert, ranzig, kann der Transport von guten Nährstoffen und der Abtransport von schlechten Abfallstoffen ins Blut gestört werden.
  • Schwermetalle können den Stoffwechsel blockieren, da sie Mineralstoffe und Spurenelemente von ihren Enzymstellen verdrängen. Dadurch kann z.B. Magnesium- oder Zinkmangel entstehen. Diese Mangelzustände sind ursächlich an vielen alltäglichen Erkrankungen mitbeteiligt.
  • Chronische Metallbelastungen können Eiweiße verändern. Dies kann zu einer höheren Anfälligkeit für Infekte, Überempfindlichkeitsreaktionen und Autoimmunerkrankungen führen.
  • Ist der Erbträger DNS ebenfalls betroffen, besteht erhöhte Krebsgefahr.

Die Grundlage für Diagnosen stellt in der Schulmedizin immer noch die Blutanalyse dar. Doch Schwermetalle lassen sich im Blut nicht feststellen. Nur in den Geweben von Knochen, Zähnen, Haaren und den inneren Organen kann eine Schwermetallbelastung nachgewiesen werden.
Grenzwerte für einzelne, isolierte Schwermetalle machen jedoch keinen Sinn. Denn liegt eine Mehrfachbelastung durch unterschiedliche Metalle vor, dann kann durch verschiedene Kombinationen die negative Wirkung vervielfacht werden, obwohl jeder einzelne Wert für sich nicht dramatisch wäre.

Aluminium

Aluminium ist kein Schwermetall, aber für den Menschen nicht ungefährlich. Die Herstellung von Aluminium selbst verursacht große Emissionen. Aber auch die Papier-, Porzellan-, Glas- und Textilindustrie produziert gefährlichen Ausstoß an Aluminium.
Aluminium findet man im Backpulver, als Bleichmittel im Weizenmehl, im Schmelz- und Scheiblettenkäse oder sauer eingelegten Gemüsekonserven. Als Mittel gegen das Zusammenklumpen wird es in Kaffeeweißern, industriell hergestelltem Salz und Gewürzen benutzt.
Die zunehmende Säurebelastung der Böden fördert bei Pflanzen die Aufnahme von Aluminium. Im Schnitt bekommen wir deshalb täglich ca. 25mg Aluminium über unsere Nahrung zugeführt. Wenn Aluminiumgeschirr benutzt wird, kann sich diese Aufnahme noch um das 2 – 3fache erhöhen, denn saure Lebensmittel lösen das Aluminium z.B. aus dem Topf.
In Körperpflegemitteln wie Deo oder Zahnpasta, in Medikamenten zur Magenübersäuerung (Antacida), Mitteln gegen Durchfall (Kaolin, Attapulgite, Bolus) und einigen Lipidsenkern (Aluminiumclofibrat) verstecken sich ebenfalls Aluminiumverbindungen.
Folgende gesundheitliche Folgen werden einer Aluminiumbelastung zugeschrieben:

  • Alzheimer: Aluminium soll an der Entstehung beteiligt sein.
  • Anämie: Aluminium könnte beteiligt sein, da es dieselben Speichereiweiße wie Eisen besetzt.
  • Arthritis: Aluminium steht im Verdacht den Knochenstoffwechsel zu beeinträchtigen.
  • Aluminium stört den Stoffwechsel von Calcium, Chrom, Eisen, Fluor, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Silizium, Zink, Vitamin B6 und D.
  • Beschwerden des Nervensystems (Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit oder Aggressivität) können durch Aluminium befördert werden.
  • Leber- und Nierenschädigungen als Folge chronischer Belastung durch Aluminium.
Blei

Blei stammt bekanntlich aus dem Fahrzeugverkehr und aus Müllverbrennungsanlagen. Unsere Ackerböden sind durch schwermetallhaltige Mineraldünger und Klärschlämme belastet. Bleipartikel aus der Luft setzen sich als feiner, bleihaltiger Staub auf unserem Gemüse und Obst ab. Deshalb wird empfohlen, diese frischen Lebensmittel gründlich mit lauwarmem Wasser zu waschen und mit Küchenkrepp abzureiben. Aber auch in Konserven gibt es eine erhöhte Bleikonzentration. Sie stammt von den Lötstellen der Weißblechdosen. Deshalb wird empfohlen, keine Lebensmittel in einer geöffneten Dose stehen zu lassen. Der Konsum von Zigaretten und das Abbrennen von Kerzen sind weitere Bleiquellen. Ganz vereinzelt existieren auch noch alte Bleirohre in unserem Trinkwassersystem. Bei einem Verdacht in dieser Richtung empfehlen wir den Hausbesitzer oder das Wasserwerk zu fragen und evtl. eine Wasseranalyse in Auftrag zu geben.
Die Bleikonzentration in der Luft war 1965 400x höher als 800 v.Chr. Die Analysen von 1600 Jahre alten menschlichen Knochen ergab im Vergleich zu heute, dass auch die Anreicherung im Knochengewebe mindestens 100x höher ist.

  • Kinder absorbieren Blei (50%) stärker als Erwachsene (10%). Lernschwächen, verminderte Intelligenz und Hyperaktivität werden deshalb auch auf Bleibelastung zurückgeführt.
  • Blei stört den Stoffwechsel von Eisen, Calcium, Phosphor, Zink, Vitamin C und D.
  • Zahlreiche Zivilisationskrankheiten werden mit Blei in Verbindung gebracht: Appetitmangel, Bauchkrämpfe, Durchfall, Bluthochdruck, Immunschwäche, Schlaflosigkeit, chronische Kopfschmerzen, Depressionen, Erschöpfung, Reizbarkeit, Krebsrisiko, Gelenkschmerzen, Herzerkrankungen

Cadmium

Cadmium gelangt über Müllverbrennung und Klärschlämme in die Ackerböden. Es ist eines der bedeutendsten Umweltgifte mit zahlreichen Folgen für unsere Gesundheit. Im Boden sammelt es sich an und gelangt über den Verzehr von Pflanzen und Tieren in unseren Organismus.
Getreide und Kartoffeln, Getränke, Instantkaffee, Konservendosen, Gelatine, Austern und Muscheln aus verseuchten Gewässern sind Cadmiumquellen in unserer Nahrung. Aber auch Zigarettenrauch enthält dieses gefährliche Umweltgift. Rostschutzmittel, Insektizide, Sanitäranlagen und Farben geben Cadmium an die Umwelt und damit auch an den Menschen ab.
Der Grenzwert für Cadmium ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO 0,4 – 0,5mg pro Woche. Nach neuesten Messungen soll dieser Genzwert bei der deutschen Bevölkerung aber bereits um 60% überschritten haben.

  • Cadmium stört den Stoffwechsel von Eisen, Kupfer, Zink, Vitamin D und E. Ein Zinkmangel ist deshalb oft auf eine hohe Cadmiumbelastung zurück zu führen.
  • Fruchtbarkeits- und Wachstums- und Knochenstörungen können ihre Ursache in Cadmium haben.
  • Immunschwäche, Blutarmut und Infektanfälligkeit stehen ebenfalls im Verdacht.
  • Lungen- und Nierenschäden, dort vor allem Nierensteine
  • Lernschwäche und Hyperaktivität bei Kindern
  • Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Haarausfall, trockene schuppige Haut und erhöhtes Krebsrisiko

Quecksilber

Schleichende Vergiftungen durch Quecksilber sind durch die großen Mengen dieses gefährlichen Umweltgiftes in Luft, Erde und Grundwasser erklärbar. Quecksilberverbindungen sind bereits in winzigen Konzentrationen gesundheitsschädlich.
Das Unglück von Minimata (Japan), wo quecksilberhaltige Industrieabfälle ins Meer geleitet wurden, führte zu schweren neurologischen Schäden bei der Bevölkerung und zur vermehrten Geburt geistig behinderter Kinder.
Aber auch ohne eine solche Katastrophe belasten Industrieabfälle, Pestizide, Fungizide und Emissionen aus Industrie und Mülldeponien täglich und schleichend unsere Böden und Gewässer. Biologische Reaktionen verwandeln Quecksilber in die fettlösliche Form Methylquecksilber. Dieses gelangt über die Nahrungskette in unseren Körper. Dort greift es vor allem die Nerven an.
Große Fische, Austern und Muscheln aus verseuchten Gewässern, Getreide, Kartoffeln und Pilze geben Methylquecksilber an den Menschen weiter. Fluorhaltige Zahnpasta löst aus Amalgamfüllungen das Quecksilber heraus. Selbst, wenn man den Schaum der Zahnpasta ausspuckt, können Quecksilberdämpfe durch die Nasenschleimhaut direkt zum Gehirn transportiert werden. Deshalb hat Schweden als erstes europäisches Land Amalgam-Füllungen verboten. Eine wichtige juristische Grundlage zur Beurteilung von den gesundheitlichen Auswirkungen von Amalgam-Plomben ist das Kieler Amalgam-Gutachten von 1997.

  • Quecksilber stört den Stoffwechsel von Eisen, Kupfer, Selen, Zink, Vitamin B1, B2, B6 und E. Zinkmangelsymptome sind deshalb auch auf Quecksilberbelastung zurück zu führen.
  • Gehirn- und Nervenschäden wie Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Tremor (Zittern), Müdigkeit und Schlaflosigkeit können durch Quecksilberbelastung entstehen.
  • Mit zunehmender Immunschwäche steigt die Infektanfälligkeit.
  • Bei den Sinnesorganen sind Atemschwierigkeiten, Netzhautschädigungen, Hautausschläge und Gehörschwäche eventuell auf Quecksilberverbindungen zurück zu führen.
  • Ein erhöhtes Krebsrisiko ist bei einer Schwermetallbelastung durch Quecksilber wahrscheinlich.

Welches Metall belastet?

Zu den Schwermetallen gehören Quecksilber, Eisen, Blei, Kupfer, Gold, Silber, Zinn, Zink, Kobalt, Platin, Vanadium, Molybdän, Germanium, Cadmium, Nickel, Palladium, Chrom, Wolfram, Titan, Zirkon, Thallium, Mangan, etc. Nicht alle sind für den Menschen giftig.
Einige Metalle wie Eisen, Zink, Chrom, Mangan, Selen und Kupfer sind in organischen, „guten“ Formen sogar lebensnotwendig, während sie in anorganischer Form hoch toxisch sind. Sind sie als sogenanntes Chelat „durch eine Pflanze“ gegangen, besitzen sie eine gute Bioverfügbarkeit für den Menschen und haben eine heilsame Wirkung. Als anorganisches Metall sind sie völlig wertlos. Deshalb ist der berühmte Eisennagel im Apfel völliger Blödsinn.
Auch Gold- und Silber-Kolloide können in winzig kleinen Nanopartikeln dazu beitragen unsere Gesundheit zu fördern. Es kommt bei manchen Metallen eben auf die Verarbeitung an. Wie immer lohnt es sich, genauer hin zu schauen.

Entgiftungsprogramme

Wenn Sie erfahren möchten, wie Ihre Schwermetallbelastung genau zusammengesetzt ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Therapeuten. Die Eliminierung von Schwermetallen aus dem Körper ist nicht so einfach. Oft werden sie nur aus dem Kreislauf gezogen, um sich dann in Depots einzulagern. Vor einem Ausleitungsprogramm müssen die Schwermetalle deshalb aus den Depots gelöst werden. Verbleiben sie in den Depots, können sie dann schleichende Vergiftungen verursachen. Die Beschwerden sind dann nicht akut und heftig, sondern immer ein wenig vorhanden und schwer greifbar.

  • Quecksilber (Amalgam Füllungen): Die häufigste und größte Belastung
  • Palladium (aus Spargold Füllungen, Kronen und Schmuck): selten, aber hartnäckig
  • Quecksilber und Palladium: Schwerwiegende Kombinationsbelastung
  • Weitere Schwermetall-Belastungen: Kupfer, Silber und Zinn (aus Zahnfüllungen)
  • Blei: heute seltener

Ein Speicheltest gibt Klarheit über die Zusammensetzung und das Ausmaß Ihrer Belastung. Ein persönliches Entgiftungsprogramm können Sie mit Ihrem Therapeuten zusammenstellen.

Eigenschaften von Schwermetallen

Anorganische Schwermetalle sind für den Menschen giftig. Darüber wie die betroffenen Körperteile miteinander reagieren, gibt es viele Beobachtungen, Forschungen und Vermutungen.

Da Schwermetalle immer als positive Ionen vorliegen, könnten sie vom Körper mit den ebenfalls positiven Kalziumionen verwechselt werden. Der Körper verwendet Calcium-Ionen, um bei Entzündungen die Herde „einzumauern“ und damit vom gesunden Gewebe zu isolieren. Diese Verwechslung könnte schwerwiegende Folgen haben: Dr. Clark vermutet, dass die Schwermetalle auf diesem Weg ins Gehirn gelangen. Dort sind sie hauptverantwortlich für chronisch degenerative Nervenkrankheiten. Alzheimer, Multiple Sklerose (MS), Nierenerkrankungen und Epilepsie sind ihrer Meinung nach auf Schwermetalle im Körper zurück zu führen.

Auch Dr. Klinghardt vermutet eine Verstellungsstrategie des Schwermetalls Quecksilber in das wichtige Kalzium. Wenn der Körper glaubt, es mit Calcium zu tun zu haben, es in Wirklichkeit aber Quecksilber ist, hat das schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit.
Er empfiehlt eine Ausleitung von Schwermetallen (außer Quecksilber und Thallium) mit Alpha Liponsäure / Glutation. Von Quecksilber und Thallium sollte der Körper zuletzt entgiftet werden: Zur Ausleitung werden die körpereigenen Dipeptide Lysin Glutamin und Lysin Asparagin, sowie Interleukin2 (im Körper produziert) benötigt. Eine Zufuhr von Dipeptiden kann also nach Ausleitung aller anderen toxischen Metalle, auch Quecksilber und Thallium entfernen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Moringa (Moringa Oleifera)

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Bezugsquelle: Moringa Blattpulver | Moringa Kapseln

Der Wunderbaum

Der Moringa Oleifera Baum stammt aus der Himalaya-Region in Nordwestindien. Dort ist er seit mehreren tausend Jahren bekannt. Moringa Oleifera, aus der botanischen Gattung der Moringaceae (Behennussgewächse), sind pflegeleichte und anspruchslose Bäume. Sie sind verwandt mit Kreuzblüten- und Kaperngewächsen und kann mit seinen tiefreichenden Pfahlwurzeln auch in trockenem Klima und sandigen Böden gedeihen. Gegenüber Schädlingen und Krankheiten ist er nahezu immun, seine Wachstumsrate von bis zu 6m pro Jahr beeindruckend.

Das steckt in Moringa:

Moringa enthält über 90 Nährstoffe und zahlreiche Vitamine, Mineralien und Aminosäuren. Der Moringa Oleifera Baum kann deshalb tatsächlich als die gesündeste bisher bekannte Pflanze der Welt bezeichnet werden.

Bedarf an Mineralstoffen

Wir haben folgenden täglichen Bedarf an Mineralien und Spurenelementen. Sehen Sie in der rechten Spalte, was allein 100g Moringa an diesen Vitalstoffen zu bieten hat.

Bedarf an Mineralstoffen Empf. Menge/Tag Moringa
Mengenelemente Männer Frauen 100g
Na/Natrium 550 mg 550 mg 164 mg
K/Kalium 2000 mg 2000 mg 2061 mg
Ca/Kalzium 1000 mg 1000 mg 3650 mg
P/Phosphor 700 mg 700 mg 300 mg
Mg/Magnesium 350 mg 350 mg 1050 mg
Spurenelemente Männer Frauen
Fe/Eisen 10 mg 15 mg 60 mg
Zn/Zink 10 mg 7,0 mg 3,103 mg
S/Selen 30-70 µg 30-70 µg 36,3 mg
Cu/Kupfer 1,0-1,5mg 1,0-1,5mg 0,825 mg
Mn/Mangan 2,0-5,0mg 2,0-5,0mg 8,68 mg

Mineralien übernehmen wichtige Aufgaben in unserem Körper. Als Bausteine für bestimmte Körper-Bestandteile, helfen sie bei der Bildung von Enzymen oder liefern die Grundstoffe für die Zellbildung.

Bedarf an Vitaminen

Vitamin Empf. Menge/Tag Moringa
A (Retinol) 0,8–1 mg 16,3 mg
B-Vitamine 28,4 mg 23,9 mg
C (Ascorbinsäure) 100 mg 17,3 mg
E (Tocopherole) 10–15 mg 113,0 mg

Zusätzlich enthält Moringa Spuren von Vitamin D und K.

Weitere Inhaltsstoffe

Moringa Oleifara  besitzt viel von dem sekundären Pflanzenstoff Polyphenol. Das läßt Moringa etwas bitter schmecken, macht es aber für unsere Gesundheit um so wertvoller. Außer Chlorophyll enthält Moringa alle 8 essentiellen Aminosäuren und ist für Allergiker gegen Soja eine echte Alternative. Nicht-essentielle Aminosäuren können vom Körper selbst gebildet werden. Trotzdem sind etliche im Moringa enthalten: Arginin, Asparagin, Asparaginsäure, Cystein, Glutaminsäure, Glycin, Prolin, Tyrosin, Serin und Histidin.

Alles in einem Baum?

Unglaublich, aber so ist es. Und dazu noch in bester Ausgewogenheit der
Inhaltsstoffe – im natürlichen Verbund.

Hinweis

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Selen

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Selen
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Bezugsquelle: Selen Chelat

Spurenelement mit Tücken

Selen ist ein chemisches Element, das für alle Lebensformen essentiell ist. Das Spurenelement wird mit der Nahrung zugeführt, da der Körper Selen nicht als körpereigenen Stoff herstellen kann. Es werden nur geringe Mengen benötigt. Natürliche Selenlieferanten sind Pflanzen, die Selen über die Böden aufnemen, auf denen sie gedeihen.

Antioxidans

Selen ist hochreaktiv. Durch seine hohe Bindungsfreudigkeit mit Sauerstoff spielt es eine Rolle beim Schutz von Zellmembranen bei oxidativem Stress. Freie Radikale können die Zellsubstanz durch unkontrollierte Reaktionen schädigen. Indem Selenmoleküle ihrerseits mit den Sauerstoffspezies reagieren, fungieren sie als Radikalfänger und machen diese unschädlich. Die antioxidative Eigenschaft dient dem Zellschutz und kann die Langlebigkeit der Zellen positiv beeinflussen. Da oxidativer Stress und die dadurch bedingte Freisetzung freier Radikale als Ursache vieler Krankheiten gilt bis hin zu Krebs, kann die Bedeutung von Selen als Prävention nicht überschätzt werden.

Bioverfügbarkeit

Das Spurenelement Selen lässt sich vom Körper relativ schwer aufnehmen. Bei Mangel kann eine Gabe von Selen sinnvoll sein.

Anorganische Mineralien wie Selen sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind Spurenelemente für den Menschen verfügbar. Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosäuren und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Entgiftung

Selen ist in der Lage, Schwermetalle zu binden und zur Ausscheidung zu bringen. Durch den Entgiftungseffekt bietet Selen einen weiteren Schutzfaktor.

Proteine

Selen kommt in allen Organen und Geweben des Körpers vor. Der größte Anteil ist mit 40 Prozent in der Skelettmuskulatur gespeichert. Selen liegt relativ konzentriert vor in Herz-, Muskel-, Plasma- und Nierenproteinen. Die genaue Bedeutung von Selen für die Eiweiße ist wissenschaftlich noch nicht erforscht.

Krebs

Die Wirkungsweise von Selen auf Krebszellen scheint widersprüchlich zu sein. Einerseits gibt es Hinweise auf eine positive Beeinflussung bestimmter Krebsarten, andererseits scheint das Spurenelement andere Karzinome zu begünstigen.

Schilddrüse

Selen ist beteiligt an der Bildung der Schilddrüsenhormone, insbesondere unterstützt es die Aktivierung von Triidthyronin. Als Bestandteil eines wichtigen Enzyms kann Selenmangel gegebenenfalls zu Schilddrüsenunterfunktion führen.

Psyche

Selen kann stimmungsaufhellend wirken, unter anderem durch seine Bedeutung für Nervenbotenstoffe wie Serotonin.

Industrie

Selen und Selenverbindungen (nicht zu verwechseln mit Selen Chelaten) sind stark giftig. Eine Vergiftung durch Selen wird als Selenose bezeichnet und kann bei Unfällen in der Elektronik-, Glas- und Farbenindustrie auftreten, wo das Element in verschiedensten Funktionen eingesetzt wird.

Einnahme

Eine Einnahme sollte stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt sein

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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