Schlagwort-Archive: Sekundäre Pflanzenstoffe

Immer diese Nebenwirkungen

nebenwirkungen
© PhotoSG – fotolia.com

Chemische Prozesse

In allen Lebewesen finden chemische Prozesse statt. Chemie ist also nichts Künstliches, sondern die Grundlage allen Lebens. Warum gibt es also bei den pharmazeutischen Medikamenten so viele Nebenwirkungen? Was macht die Pharmaindustrie anders als das Naturheilmittel?

Imitierte Natur

Naturstoffe sind meistens die Ausgangsstoffe für Medikamente in der Pharmaforschung. Diese nimmt dann bewusst chemische Eingriffe vor, um die Wirkung zu optimieren und Nebenwirkungen zu reduzieren. Da nicht immer genügend Pflanzen für bestimmte Stoffe zu Verfügung stehen, werden Naturstoffe auch teilsynthetisch, unter Beteiligung weiterer Pflanzenstoffe hergestellt. Am besten jedoch vollsynthetisch! Denn mit einem patentierten synthetischen Produkt lässt sich mehr verdienen, als mit mühsam gesammelten Kräutern und Gewürzen. Bei all diesen künstlich hergestellten Medikamenten wird der natürliche Ausgangsstoff aber nur imitiert. Und genau diese Isolierung eines einzelnen Stoffes ist das Problem.

Chemische Arzneimittel kopieren die Natur und bestehen meist nur aus Einzelstoffen. Das Zusammenspiel der naturgegebenen Stoffe fehlt hier und daher sind diese Mittel mit erheblichen Nebenwirkungen belastet.

Naturheilmittel

Natürliche Präparate setzen sich meist aus den Stoffen der ganzen Pflanze zusammen und diese entwickeln dann in Synergie die gewünschten Heilkräfte bzw. regen die Selbstheilung des Organismus an. Pflanzliche Heilpflanzen-Produkte rufen in den seltensten Fällen Nebenwirkungen hervor. Sie vertragen sich in der Regel gut mit anderen Medikamenten.

Die Natur ist also nicht so ohne weiteres zu kopieren. Die Konzentration auf einen einzigen Wirkstoff bringt zwar eine Linderung des fokussierten Symptoms, aber es bringt den gesamten Körper aus dem Gleichgewicht, so dass Nebenwirkungen auftreten.

Die Natur ist auch giftig

Auch bei Stoffen aus der Natur gibt es chemische Verbindungen, die einer gesunden Ernährung förderlich sind, und welche, die giftig sind. Die sekundären Pflanzenstoffe sind ein gutes Beispiel dafür, dass es innerhalb einer Stoffgruppe gute und schädliche Wirkungen geben kann.
Gute sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Phytochemikalien:

Giftige sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Alkaloide:

Expertenwissen

Das Wissen um die aktiven Wirksubstanzen der Pflanzenwelt ist die Basis der Naturheilkunde. Wir raten deshalb stets dazu, einen Fachmann zu befragen. Ein guter Therapeut hat den Menschen als Ganzes im Blick und konzentriert sich nicht – wie Schulmediziner das oft tun – auf ein bestimmtes Symptom oder einen bestimmten Messwert.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Infektionen

infektionen
© freshidea – fotolia.com

Weltweite und alltägliche Katastrophen: Infekte

Laut WHO sind global gesehen Infekte die häufigste Todesursache. Der Universitätsprofessor Prof. Dr. med. Emil C. Reisinger ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationaler Gesundheit. Seine Zahlen zu Ursachen von Todesfällen weltweit:

  • 41% Infekte
  • 20% Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • 18% Krebserkrankungen
  • 13% zerebralvaskuläre Krankheiten

Die Gefahr an einer Infektionskrankheit zu sterben sinkt mit umfassenden Hygienemaßnahmen und Medikamenten. Trotzdem hat jeder Erwachsene im Durchschnitt 2 – 3 Mal im Jahr eine chronische Bronchitis. Es sind diese alltäglichen, eher harmloseren Infektionen, die uns das Leben schwer machen: Schnupfen, Nebenhöhlenentzündungen, Harnwegsinfekte, Hals-Rachen-Entzündungen, Paradontitis, Pilzerkrankungen der Schleimhäute, Nagel- und Fußpilze, Hautinfekte durch Ekzeme, Furunkel, Akne, usw. Die Wahrscheinlichkeit uns mit dem SARS-, Vogel- oder Schweinegrippenvirus zu infizieren ist verschwindend gering.

Viren, Bakterien und Pilze

Alle lösen sie Infektionen aus und sind dabei doch so unterschiedlich: Viren, Bakterien und Pilze. Bei günstigen Bedingungen und schwachem Immunsystem können sich diese Erreger im Körper rasch vermehren. Sie sind enorm anpassungsfähig und wahre Verwandlungskünstler. Die schulmedizinischen Medikamente, die sie eigentlich töten sollten, werden schnell wirkungslos, weil sich Resistenzen herausbilden können.

Viren

Viren sind 100x kleiner als Bakterien. Sie vermehren sich ausschließlich in und durch die Körperzellen. Sie verbreiten sich im Körper von Zelle zu Zelle, indem sie ein- und ausdringen. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel: Deshalb ist ein Antibiotikum bei Viren nutzlos. Die Ansteckung erfolgt über die Atmung als Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt wie Küssen.

Bakterien und Pilze

Auch die Ansteckung durch Bakterien und Pilze erfolgt über Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt. Bakterien können, wie Pilze, ein ganz normaler Bestandteil des Körpers sein. Im Darm etwa muss es eine Flora aus nützlichen Bakterien vorhanden sein. Erst ein Überschuss an „schlechten“ Bakterien macht den Körper krank. Oder es siedeln sich Bakterien oder Pilze an Orten des Körpers an, wo sie nicht gebraucht werden.

Ausbruch von Infektionen

Infektionskrankheiten können ausbrechen, wenn sich Viren, Bakterien und Pilze durch ein schwaches Immunsystem unkontrolliert vermehren können. Erfolgt die Ansteckung über die Nahrungsaufnahme kann zu wenig Magensäure der Grund sein, dass die Mikroorganismen in den Körper gelangen. Davon sind meist ältere Menschen betroffen.

Entscheidend: Starkes Immunsystem

Ein starkes Immunsystem ist also die stärkste Waffe gegen krankmachende Mikroorganismen. Um das zu erreichen sind Medikamente nicht geeignet. Sie helfen gegen den Schmerz oder gegen die Infektionen, aber sie bekämpfen die Symptome und bieten wenig Präventions-Schutz. Meistens schwächen Antibiotika, antivirale Medikamente oder Mykotika das Immunsystem sogar. Der Körper kann keine eigenen Abwehrstrategien entwickeln, um bei einer erneuten Infektion immun zu sein. Von den Nebenwirkungen dieser Medikamente sei an dieser Stelle nur auf die zerstörte Magen-Darm-Flora durch Antibiotikum und die geschwächte Immunabwehr durch Cortison verwiesen. Wichtige Körperfunktionen werden durch Medikamente massiv gestört.

Moringa kann helfen

Keine andere Pflanze der Welt  liefert Ballaststoffe, Enzyme, Fettsäuren, Mineralien, Proteine, Phytamine und Vitamine so zahlreich und ausgewogen wie Moringa.

Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe dagegen haben statt negativer Nebenwirkungen positive: Sie stimulieren die Aktivität von Immunzellen. Vitamine und Mineralstoffe benötigen Enzymbestandteile, um Heilungsprozesse zu beschleunigen. Sekundäre Pflanzenstoffe können auf direktem Weg Entzündungen und Infekte unterdrücken. Sie wirken entzündungshemmend, antibiotisch, antibakteriell und antimykotisch. Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe helfen den Körper dabei freie Radikale und andere Stoffwechselgifte abzubauen, die bei Entzündungen und Infekten entstehen.

Zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten ist Moringa also ideal.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Sekundäre Pflanzenstoffe (Phytamine)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

sekundaere_pflanzenstoffe
© B. Wylezich – fotolia.com

 

Unterschätzte Supersubstanzen

Sekundäre Pflanzenstoffe werden von Pflanzen zu unterschiedlichsten Zwecken produziert. Lange hielt man diese Inhaltsstoffe für unwichtig. Inzwischen hat man erkannt, dass sekundäre Pflanzenstoffe einen unschätzbaren Gesundheitswert für den Menschen besitzen. Ihre Wirkkraft reicht bis zu einer Minderung des Krebsrisikos.

Bis heute sind über 30.000 sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, rund 10.000 davon in essbaren Pflanzen. Wichtig ist die Frische der Lebensmittel, um möglichst viele sekundäre Pflanzenstoffe aufzunehmen. Da einige unter ihnen temperaturempfindlich sind, wird eine schonende Garmethode empfohlen.

Natürlich und bioaktiv

Zehn verschiedene Gruppen von strukturell unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffen werden unterschieden. Für ihre gesundheitsförderliche Wirkung sind besonders wichtig die folgenden vier Gruppen.

Carotinoide

Die bekannteste Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe sind die Carotinoide. Ihr Name leitet sich ob von Betacarotin, dem Pflanzenfarbstoff, der auch als Provitamin A bezeichnet wird. Die Karotte ist besonders reich an Betacarotin, doch es ist in zahlreichen gelb-orangenen Gemüse- und Obstsorten enthalten, wie beispielsweise in Pfirsich, Aprikose, Mango, Papaya, Sanddorn, Süßkartoffel, Kürbis und Karotte. Es kommt auch in grünen pflanzlichen Lebensmitteln vor wie in Brokkoli, Chicoree, Kresse, Portulak, Spinat, Mangold und Feldsalat. Als stark antioxidativer Stoff dient Betacarotin unter anderem als Radikalfänger und schützt die Membran und die Erbsubstanz der Zellen. Es wird im Allgemeinen als vorbeugend gegen den Alterungsprozess und viele Ziviliationskrankheiten angesehen, nicht zuletzt als ein Schutzfaktor gegen Krebs.

Vom Betacarotin leitet sich der Name der gesamten Gruppe der Carotine mit über 600 bekannten Varianten ab. Sie sind fettlöslich und können im menschlichen Körper nur zusammen mit Fett verarbeitet werden.

Flavonoide

Bioflavonoide oder Flavonoide gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen mit antioxidativen Eigenschaften. Als Pflanzenpigmente in der äußeren Schale, in Blüten und Blättern schützen sie die Zellen und Proteine vor oxidativem Stress. Die Biosynthese von Flavonoiden in der Pflanze erfordert Licht. Ihre Speicherung erfolgt vor allem in der Vakuole.

Zu den Flavonoiden gehören die hochwirksamen Anthocyane, der Farbstoff in Blaubeeren und Brombeeren. Es existiert eine große strukturelle Vielfalt der Flavonoide.

Diverse flavonoidhaltige Arzneidrogen und Reinstoffe werden bereits therapeutisch genutzt. Wegen der gefäßschützenden Eigenschaften finden sie in Venenmitteln Verwendung. Studien weisen auf einen positiven Einfluß bei Herz-Kreislauferkrankungen hin. Zu den wichtigsten Eigenschaften der Flavonoide gehört ihre antioxidative Wirkung. Hinzu kommt die antiallergische und antiphlogistische Wirkung, sowie antivirale und antimikrobielle Wirkung. Im Fokus der aktuellen Forschung stehen möglich Zusammenhänge zwischen Flavonoiden und der Vorbeugung gegen Krebsleiden.

Glucosinolate

Glucosinolate sind als natürliche Biosubstanzen in allen Kohlarten reichlich enthalten. Sie stecken auch in Radieschen, Rettich und Kresse. Für die Vorbeugung von Krebsrisiken spielen diese sekundären Pflanzenstoffe eine große Rolle. Man geht davon aus, dass sie die körpereigene Entgiftung unterstützen. Sie wirken hemmend auf die Verbreitung und das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen und können das Risiko verringern, an einem Magengeschwür zu erkranken.

Sulfide

Sulfide stecken in Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch und Lauch. Sie sind verantwortlich für den scharfen Geschmack dieser Lebensmittel. Sulfide wirken verdauungsfördernd und können Cholesterinablagerungen in den Arterien vorbeugen. Damit wirken sie präventiv gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck und letztlich auch gegen das Infarktrisiko. Diese sekundären Pflanzenstoffe können dem Risiko für Magen- und Darmkrebs entgegenwirken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

 

Resveratrol

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

resveratrol
© Givaga – fotolia.com

Rotwein für Zellschutz

Resveratrol gehört zu den Polyphenolen, aromatische Verbindungen aus den sekundären Pflanzenstoffen. In Alkohol und Fetten löst sich Reservatrol gut, in Wasser weniger gut.

Ein Glas Rotwein am Tag

Resveratrol kommt in Himbeeren und Kakaobohnen vor, und besonders in der Schale roter Weintrauben. In der Schalenhaut der Trauben kann der Wirkstoff auch im Trester lange Lagerzeiten sowie den Gärprozess unbeschadet überstehen. Deswegen steckt der Wirkstoff auch in Rotwein, so dass der uralte Spruch von der Gesundheit bei einem Glas Rotwein am Tag seine Berechtigung besitzt – so lange es bei einem Glas bleibt.

Wirksamkeit in Studien

Es soll vorausgeschickt werden, dass klinische Untersuchung mit der wissenschaftlichen Bestätigung der gesundheitsförderlichen Hinweise zum möglichen Einsatz in der Humanmedizin ausstehen. Bisher haben Ergebnisse von In Vitro-Untersuchungen und Studien mit Tieren sehr vielversprechende Potenziale aufgezeigt.

Krebs

Es wird aufgrund von Studien eine hemmende Wirkung auf Krebszellen durch Resveratrol vermutet. Der Effekt scheint durch einerseits durch die Hemmung eines Proteins zum Wachstum der Krebszellen einzutreten, andererseits durch Förderung des zellzerstörenden Proteins Bax. Die Krebszellen haben im Zellkulturenversuch mit Selbstzerstörung reagiert. Der Wirkstoff konnte günstig auf kardioprotektive Effekte wirken und die Herzzellen vor der toxischen Wirkung von Medikamenten schützen. Ob Präparate mit Resveratrol beim unterstützenden Einsatz von Krebstherapien eine Zukunft haben, wird die Forschung zeigen. Forscher befürchten, dass die schlechte Wasserlöslichkeit möglicherweise hinderlich sein könnte.

Der Fettkiller

Resveratrol wirkte in Zellkulturen und bei Tieren offenbar günstig auf die Gewichtsreduzierung, auch unter fettreicher Kost. Optische Alterungsprozesse wurden verlangsamt.

Weitere Krankheitsbilder

Resveratrol hat sich offenbar günstig auf den Verlauf von Multipler Sklerose ausgewirkt. Beider Augenkrankheit Glaukom konnte ein neuroprotektiver Effekt festgestellt werden. Der Blutzuckerspiegel kann möglicherweise positiv von Resveratrol beeinflusst werden, speziell direkt nach der Nahrungsaufnahme. Es wird vermutet, dass Resveratrol die Wirkung von Insulin verstärkt und eine Schutzfunktion für die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse ausübt, wo das Insulin gebildet wird. Und Resveratrol scheint ein Schutzprogramm gegen Stress zu aktivieren mit regenerativen und zellschützenden Eigenschaften.

Vorkommen

Resveratrol ist in mindestens 72 Pflanzenarten enthalten. Gute Lieferanten des Pflanzenstoffes sind Weintrauben, Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen und Erdnüsse.

Dosierung

Nebenwirkungen von Resveratrol sind bei normalem Gebrauch nicht bekannt. Lediglich bei einer sehr hohen Dosierung von 5 Gramm pro Tag traten in einem Experiment Bauschmerzen und Verdauungsstörungen auf. Man findet oft die handelsübliche Dosierungsempfehlung von 500 Milligramm täglich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

OPC (Traubenkernpolyphenole, Oligome)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

opc
© lola1960 – fotolia.com

Gesundheitspower aus Pflanzenstoffe

Die Abkürzung OPC steht für Oligomere Proanthocyanidine. Es handelt sich um sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavanole. Sie gehören zu den übergeordneten Polyphenolen.

Die Entdeckung von OPC liegt relativ kurz zurück. 1848 isolierte Jack Masquelier aus den Erdnusshäutchen einen Stoff, der sich zur Behandlung von Venenkrankheiten sehr gut eignete. Eigentlich war er in seiner Studie zur Verfütterbarkeit viel naheliegenderen landwirtschaftlichen Zwecken auf der Spur – aber entdeckt hatte er einen Vitalstoff, der seit Urzeiten als Bestandteil der menschlichen Nahrung große Wirkung auf die Gesundheit genommen hat.

Vorkommen

Enthalten ist OPC in Traubenkernen und daher in Traubenmost, Rotwein und konzentriert in Traubenkernmehl, in der Schale und dem Laub von roten Weintrauben, in den roten Häutchen von Erdnüssen, in Äpfeln, Kokosnüssen, Ginkgoblättern und in der Rinde der Strandkiefer und in Lärchenholz vor.

Synergieeffekt mit anderen Stoffen

OPC fungiert durch die Polyphenole als natürlicher UV-Strahlenschutz. Der Stoff weist antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften auf. In ersten Zellstudien konnte eine Hemmung von Dickdarmkrebszellen dokumentiert werden.

Man vermutet, dass die Polyphenole die Wirkung der Vitamine C, A und E steigern können. Offenbar kann die Substanz mit anderen verfügbaren Stoffe positive Synergien bilden, so zum Beispiel mit anderen Bioflavonoiden, Taxofolin, Rutin, Hesperidin und Quercetin. Das Spektrum der Wirkung im menschlichen Organismus ist sehr groß.

Alzheimer

Es gibt Hinweise darauf, dass die Polyphenole im Taubenkernextrakt die Plaquebildung der Vorstufe von Alzheimer möglicherweise verhindern oder wenigstens herauszögern können und damit die Gedächtnisausfälle beeinflussen können. Mögliche Zusammenhänge mit dem Genuss von Rotwein und den darin enthaltenen Polyphenolen stehen im Interesse der Wissenschaft.

Wissenschaft

Zum heutigen Zeitpunkt ist OPC nicht generell als Funktionsarzneimittel durch das Bundesverwaltungsgericht anerkannt. Um die pharmakologische Wirksamkeit nachzuweisen, sind bisher noch nicht genügend klinische Untersuchungen veröffentlicht worden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Granatapfel (Punica granatum)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

granatapfel
© bergamont – fotolia.com

Wunderfrucht der Natur

Der Granatapfel (Punica granatum, von lat. punicus, phönizisch und granum, Korn, Kern) oder Grenadine gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) und ist im Mittelmeerraum beheimatet. Die apfelähnliche Frucht enthält rund 400 Samen von rubinroter bis rosa Farbe. Der Granatapfel gilt als Symbol für Fruchtbarkeit.

Die Schale des Granatapfels diente traditionell als Farbstoff für Orientteppiche für Gelb- und Schwarztöne oder Dunkelblau (mit Eisenbeize). Der rötliche Grenadinesirup ist als Zutat aus dem Cocktail Tequila Sunrise bekannt.

Voller bioaktiver Inhaltsstoffe

Der Granatapfel ist reich an Antioxidantien und bioaktiven Substanzen wie Flavonoide (Anthocyane, Quercetin, Polyphenole), Ellagitannine (Punicalagin) und Phenolsäuren (Ellagsäure und Gallussäure) sowie Kalzium, Kalium, Eisen und Vitaminen. Der Granatapfel wird immer frisch verarbeitet, er reift nicht nach. Doch da es relativ langwierig ist, die kleinen kantigen Kerne aus der ledrigen Schale zu lösen, wird der Granatapfel oft als Saft genossen. Grenadinesirup hat keinen Gesundheitswert.

Einzigartige Kombination

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole  werden für den Schutz des Granatapfels gegen Krebs und Krankheiten verantwortlich gemacht. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und schützen die Zellen vor der Schädigung durch freie Radikale. Sie können reaktive Moleküle wie Superoxide unschädlich machen. Damit stärken sie die Immunabwehr und verlängern den Lebenszyklus von Zellen.

Die Granatapfel-Phenole sind nicht nur komplett wasserlöslich, sondern sie sind für den Körper auch zu 95 Prozent bioverfügbar. Die Wissenschaft hat in den Punicalaginen des Granatapfels (Tannine aus der Gruppe der Polyphenole) eine äußerst starke antioxidative Wirksamkeit vorgefunden. Dabei ist sind auch die Samenkerne Substanzträger. Der Granatapfel enthält bemerkenswert viele sekundäre Pflanzenstoffe, zusätzlich wertvolle Mineralien und die Vitamine A, C und E. Außer den einzelnen Inhaltsstoffen scheint auch der Synergieeffekt aus der Gesamtkombination die Wirksamkeit auszumachen.

Seit Jahrtausenden bekanntes Lebenselixier

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Granatapfels wird seit Jahrtausenden geschätzt. Über 250 Studien haben sich mit seiner Heilwirkung befasst und belegen, dass der Saft des Granatapfels den Alterungsprozess der Zellen und damit von Haut aber auch Demenz und Alzheimer verlangsamen kann. Ein positiver Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose gilt als belegt. Bei Entzündungsprozessen kann der Granatapfel hilfreich sein, so auch bei rheumatoider Arthritis. Und sogar das Wachstum von Prostatakrebs konnte unter der Einnahme von Granatapfelsaft erheblich verlangsamt werden, eine Studie von 2009 wurde von einer erneuten Studie an der John Hopkins Universität von 2013 bestätigt.

Förderung zentraler Gesundheitsparameter

Eine wissenschaftliche Studie belegt, dass die Polyphenole des Granatapfels zum Schutz von Herz und Gefäßen beitragen und die Durchblutung des Herzmuskels unterstützen. Bei weiteren Untersuchungen konnte beobachtet werden, dass auch bei Fettwechselstörungen die Gefäßfunktion erheblich verbessert und der Blutdruck gesenkt wurde. Offenbar vermag Granatapfelsaft die Wirkdauer des Botenstoffs NO steigern, der für die Erweiterung der Blutgefäße und die Entspannung der glatten Muskulatur zuständig ist.

Bei Diabetes kann Granatapfelsaft eine Unterstützung sein durch die Steigerung der Insulinempfindlichkeit. Das wird durch den Abbau des Hormons Resistin bewirkt, dem Verbindungsglied zwischen Übergewicht, Insulinresistenz und Diabetes Mellitus Typ 2.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

 

Vitamin A (Betacarotin, Retinol)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

augenvitamin_a
© Vladimir Voronin – fotolia.com

Ein Zuviel an Betacarotin gibt es nicht

Betacarotin gehört zu der Gruppe der Carotine (von lat. carota, Karotte). Als Naturfarbstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen sie beispielsweise für die typisch orangene Farbe der Karotte. Und in der Karotte ist Betacarotin in besonders hoher Konzentration enthalten. Als Vorstufe von Vitamin A besitzt das Betacarotin im menschlichen Körper große Bedeutung für Knochenwachstum, Immunsystem, gesunde Haut, Stoffwechsel und das Hell-Dunkel-Sehen. Retinol und Vitamin A werden in vielen Lehrbüchern gleichgesetzt. Streng genommen handelt es sich bei Vitamin A jedoch um eine ganze Stoffgruppe, zu der neben Retinol (Vitamin A1) auch Retinal, Retinsäure und Retinylpalmitat gehören.

Vom Betacarotin leitet sich der Name der gesamten Gruppe der Carotine mit über 600 bekannten Varianten ab. Sie sind fettlöslich und können im menschlichen Körper nur zusammen mit Fett verarbeitet werden.

Betacarotin unterstützt Vitamin A

Betacarotin wird durch die Nahrung im Körper aufgenommen, von Enzymen zerlegt und in Vitamin A konvertiert. Deshalb wird es manchmal auch als Provitamin A bezeichnet. Im Darm aber auch in Zellen der Netzhaut, der Leber und in den Nieren findet der Aufspaltungsprozess statt. Betacarotin kann vom Körper gespeichert und bedarfsorientiert abgerufen werden.

Natürliche Vorkommen von Betacarotin

Betacarotin ist in zahlreichen gelb-orangenen Gemüse- und Obstsorten enthalten, wie beispielsweise in Pfirsich, Aprikose, Mango, Papaya, Sanddorn, Süßkartoffel, Kürbis und Karotte. Es kommt auch in grünen pflanzlichen Lebensmitteln vor wie in Brokkoli, Chicoree, Kresse, Portulak, Spinat, Mangold und Feldsalat.

Die Aufnahme von Betacarotin im Körper hängt stark von der Form des Verzehrs ab. Aus der rohen Karotte nimmt der Körper etwa zehn Prozent des enthaltenen Betacarotins auf. In geriebener Form, beispielsweise als Salat oder Smoothie, zusammen mit Fett erhöht sich die Ausnutzung deutlich, weil Betacarotin fettlöslich ist. Die Aufnahme von zu viel Betacarotin braucht nicht befürchtet werden, denn anders als bei einer übermäßigen Zufuhr von Vitaminen, kann es nicht zu einer Hypervitaminose kommen. Ein Überschuss kann sich höchstens durch eine Gelbfärbung der Haut manifestieren, der zurückgeht, wenn die Überversorgung eingestellt wird.

Essentielle Bedeutung für die Gesundheit

Vitamin A ist an unterschiedlichsten wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Proteinstoffwechsel und Fettstoffwechsel hängen von einer ausreichenden Versorgung durch Vitamin A durch die Nahrung ab, denn Vitamin A gehört zu den essentiellen Vitaminen, die nicht biosynthetisch im Körper hergestellt werden können. Da sich Vitamin A in großen Mengen im Körper speichern lässt, deutet eine Mangelerscheinung wahrscheinlich auf Unterernährung oder zu proteinlastige Ernährung hin oder aber eine Störungen des Fettstoffwechsels.

Vitamin A ist bei der Zellteilung des Embryos beteiligt an der Entwicklung und Differenzierung der Zellen. Für Aufbau und Wachstum der Knochen ist das Vitamin verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder in der Wachstumsphase gut mit Vitamin A versorgt sind und später im Erwachsenenalter zur Heilung von Knochenbrüchen. Die Synthese von Östrogen und Testosteron wird von dem Vitamin gesteuert, ebenso wirkt es sich auf die Spermatogenese aus, die Anzahl und Form der männlichen Samenzellen. Mit Eisen zusammen arbeitet das Vitamin an der Produktion neuer roter Blutkörperchen. Vitamin A spielt eine Rolle beim Aufbau körpereigener Eiweiße (Proteine). Bei Stress steigt der Vitaminbedarf.

Karotten sind gut für die Augen? Stimmt!

Der alte Spruch, dass Karotten gut für die Augen sind, stimmt. Sie enthalten besonders viel Betacarotin, das in Vitamin A umgebildet werden kann. Vitamin A ist in den Stäbchen der Netzhaut im Auge dafür verantwortlich, die Lichtreize in Nervensignale für das Gehirn umzuwandeln. Das Farbsehen, Hell-Dunkel-Sehen und die Sehkraft unter schlechten Lichtverhältnissen ist daher besonders abhängig von dem Vitamin. Bei Dämmerlicht oder sehr hellem Licht wird mehr Sehpurpur verbraucht, als bei normalem Tageslicht. Zur Regeneration wird Vitamin A benötigt. Bei Vitamin A-Mangel leidet die Nachtsicht und die Augen ermüden schneller.

Immunsystem

Als Radikalfänger reduziert Betacarotin die Schädigung von Zellstrukturen und Proteinen. Seine antioxidativen Eigenschaften sind ein wichtiger Teil seiner Bedeutung für die Immunabwehr. Betacarotin und Vitamin A können außerdem die Produktion von Antikörpern und weißen Blutkörperchen unterstützen.

Wichtig für das Immunsystem sind auch eine gesunde Haut und intakte Schleimhäute, an denen Vitamin A maßgeblich beteiligt ist. Sie würden ein Einfallstor für bakterielle und virale Krankheitserreger bieten, wenn sie geschädigt wären. Die Schleimhäute allein in Mund und Darm besitzen bereits eine sehr große Oberfläche.

Antioxidans und natürlicher Sonnenschutz

Der Eigenschutz der Haut gegen UV-Strahlung kann durch Betacarotin positiv unterstützt werden als eine Art natürlicher Sonnenschutz. Zum einen macht es den bei UV-Strahlung entstehenden reaktiven Singulettsauerstoff unschädlich, indem es dessen Energie aufnimmt und als Wärme wieder abgibt. Betacarotin ist durch seine antioxidativen Eigenschaften auch als Radikalfänger nützlich. Dadurch wird die Schädigung der Zellstruktur abgewendet.

Als Vorstufe von Vitamin A, das für die Differenzierung von Zellen verantwortlich ist, kann Betacarotin als wichtiger Vitalstoff für gesunde Haut allgemein und für als Schutzfaktor bei UV-Strahlung betrachtet werden. Der Prozess der Hautneubildung erfolgt über mehrere Schichten von innen nach außen. Im Fettgewebe und in der Oberhaut wird das Betacarotin gespeichert, das nicht für die Vitamin A-Bildung benötigt wurde.

Mehr zur Verwendung von Karotten

Betacarotin ist fettlöslich. Aus diesem Grund sollten Karotten immer mindestens mit einer geringen Menge Fett – am besten ein paar Tropfen hochwertigem Öl – zubereitet werden. Die Karotte enthält mehr Betacarotin als andere Gemüse. In der Karotte steckt auch der Ballaststoff Pektin. Er quillt im Magen-Darm-Trakt auf und erzeugt ein Sättigungsgefühl. Rohe Karotten haben einen leicht entwässernden Effekt. Durch ihren hohen Zuckergehalt schmeckt die Karotte süß und zählt daher roh und gekocht zu den Lieblingsgemüsen von Kindern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

 

 

 

Fisetin

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

perueckenstrauch
© tunedin – fotolia.com

Gedächtnisleistung durch Erdbeeren

Fisetin ist ein natürlicher, gelber Pflanzenfarbstoff. Interessant an diesem Stoff ist, dass er das Langzeitgedächtnis fördert. Fisetin unterstützt das Wachstum von Zellen und ist nicht nur im Perückenstrauch (auch Fisetholz genannt) enthalten, sondern auch in Erdbeeren und Weintrauben enthalten ist. In seiner oxidierten Form als Fisetinidins gehört er zur Gruppe der Flavonole.

Vorkommen von Fisetin

Fisetin ist ein Inhaltsstoff aus dem Kernholz des Perückenstrauchs (Fisetholz) aus China, Südosteuropa und Mitteleuropa. Die Blätter des Fisetholzes sind in der Volksheilkunde als astringierendes (zusammenziehendes) Heilmitte bekannt, in Russland auch gegen Verbrennungen und Vergiftungen. Holz und Blätter werden traditionell zum Schwarzfärben von Wolle eingesetzt.

Auch Erdbeeren enthalten den Pflanzenfarbstoff. Die Menge, die zu einem deutlichen Zuwachs der Gedächtnisleistung führen würde, würde bei Erdbeeren allerdings den Verzehr von fünf Kilogramm Erdbeeren täglich erfordern. Fisetin ist außerdem in diversen Obstsorten enthalten wie in Weintrauben, Äpfeln oder Orangen, sowie in Zwiebeln.

Wirkung von Fisetin

Auch wenn die Wirkung des sekundären Pflanzenstoffes noch nicht wissenschaftlich für die pharmakologische Nutzung belegt ist, haben erste In-Vitro und In-Vivo-Untersuchungen Hinweise auf folgende Eigenschaften ergeben:

Fisetin besitzt offenbar neuroprotektive Eigenschaften und kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Forscher des Salk Instituts für Biologische Forschung in Jolla (Kalifornien) sind bei der Suche nach einem Wirkstoff gegen Alzheimer, Parkinson und Demenz auf den Wirkstoff gestoßen. In einer Studie mit Mäusen wurde beobachtet, dass Fisetin das Wachstum von Nervenzellen und die Speicherung von Informationen und Fähigkeiten im Langzeitgedächtnis unterstützt (Langzeit-Potenzierung).

Fisetin hat antioxidative Fähigkeiten und schützt dadurch Nervenzellen in Gehirn und Körper. Ein positiver Einfluss gegen die Schädigung durch erhöhten Blutzucker könnte in der Reduzierung schädlicher Zuckerendprodukte bestehen.

Fisentin scheint antientzündlich zu wirken, nicht zuletzt in Verbindung mit Asthma.

Fisetin ist schwach giftig.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Carotinoide

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

carotinoide
© Vasina Nazarenko – fotolia.com

Sekundäre Pflanzenstoffe für die Gesundheit

Carotinoide oder auch Karotinoide heißt eine ganze Klasse an natürlichen gelbroten Farbstoffen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Sie werden unterteilt in Carotine und Xanthophylle. Das wichtigste Carotinoid ist Betacarotin, das im Körper zu dem wichtigen Vitamin A umgewandelt werden kann. Aus diesem Grunde wird Betacarotin auch Provitamin A genannt.

Provitamine

Weitere rund 50 Carotinoide sind Provitamine und fungieren als Vorstufen von Retinol, das dem Vitamin A meist gleichgesetzt wird. Nur kann Retinol als Bestandteil vieler Lebensmittel direkt aufgenommen werden, während Provitamine den Vitamin A-Komplex erst im Körper bilden. Der Wirkungsgrad ihrer vitaminbildenden Aktivität wird oftmals in einer Retinoläquivalenz ausgedrückt.

Sechs natürliche Helfer

Unter den rund 800 Carotinoiden gibt es sechs Carotinoide, die eine besonders bedeutsame Rolle für die menschliche Gesundheit spielen: Alphacarotin, Betacarotin, Lycopin, BetaCryptoxanthin, Lutein und Zeaxanthin. Durch ihre antioxidativen Eigenschaften sind sie als Radikalfänger wichtig für einen Schutz von Zellen und Proteinen. Damit unterstützen sie die Vorbeugung gegen verschiedene Krankheiten, darunter Alzheimer, Arteriosklerose, Grauen Star, Krebs, Parkinson und Rheuma. Das größte antioxidative Potenzial unter den Carotinoiden besitzt Lycopin, das zum Beispiel in Tomaten vorhanden ist. Es kann den reaktiven Singulett-Sauerstoff unschädlich machen und beeinflusst das Wachstum von Tumorzellen.

Antikanzerogene Eigenschaften

Carotinoide können das Potenzial besitzen, krebsvorbeugend zu agieren. Theoretisch können sie einen Austausch zwischen Zellen bewirken durch die Synthese von Connexin. Sie sind in der Lage, Gap Junctions zu bilden, die bei Krebszellen vermindert auftreten. Insbesondere Betacarotin, Cryptoxanthin und Canthaxanthin wird diese Eigenschaft zugeschrieben.

Verschiedenste Körperregionen profitieren

In bestimmten Körpergeweben treten die Carotinoide besonders konzentriert auf und entfalten ihre Wirkung. Lutein und Zeaxanthin sind im Gelben Fleck (Macula) in der Netzhautmitte aktiv, Zeaxanthin außerdem im Fettgewebe. Alphacarotin und Betacarotin werden in der Leber gespeichert. Lycopin konzentriert sich in der Nebenniere und in den Hoden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Alfalfa Luzerne

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

alfalfa
© emer – fotolia.com

Vitalquelle und Geheimwaffe

Alfalfa lautet der arabische Name der Luzerne (Medicago sativa), auch Saat-Luzerne, engl. Lucerne, Schneckenklee oder Ewiger Klee genannt. Sie ist eine winterharte Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceneae), Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Durch symbiotische Knöllchenbakterien (Rhizobien) ist die Luzerne in der Lage Proteine zu bilden, unabhängig vom Stickstoffgehalt im Boden. Sie kommt in Asien, Mittelamerika, Australien und Europa vor. In Mitteleuropa wächst sie am besten auf tiefgründigen und nur mäßig nährstoffreichen Lehm- und Lößböden. Die Luzerne wird seit Jahrtausenden als Futter- und Heilpflanze eingesetzt und gilt als wertvolle Nährstoffquelle. Als Futterpflanze gilt die Luzerne nicht nur ökologisch sondern auch als ökonomisch interessant, denn sie liefert doppelt so viel Protein wie Sojabohnen, verzichtet auf Stickstoffdüngung und bietet Bienen und Insekten eine Nahrungsquelle (Pressemitteilung 28.08.2014, Bayrisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).

Wirksame Inhaltsstoffe von Alfalfa

Die Araber nannten die Pflanze Alfalfa, was so viel bedeutet wie „Vater aller Nährstoffe“. Unter diesem Namen ist wurde sie auch in Amerika bekannt. Sie enthält viel Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenwirkstoffe und Spurenelemente. Medizinisch wirksam ist die gesamte Alfalfa-Pflanze. Besonders beliebt ist Alfalfa als Sprossengemüse. Außer den Vitaminen A, B1, B6, C, E und K befinden sich in den Keimlingen viel Calcium und Kalium sowie Magnesium, Eisen, Zink und Phosphor und die essentiellen Aminosäuren Tyrosin und Tryptophan. Calcium und Phosphor sind wichtig für gesunde Knochen und Zähne und gelten als förderlich bei Osteoporose oder Rheuma. Die entwässernde Wirkung von Kalium kann helfen, den Wasserhaushalt zu regulieren und reduziert das Risiko von Cellulitis und Übergewicht.

Sekundäre Pflanzenstoffe, die unterschätzte Quelle für Gesundheit

Darüber hinaus schätzen Ernährungswissenschaftler sekundäre Pflanzenstoffe, die wertvolle Antioxidantien und Chlorophyll liefern. Im Keimprozess steigt der Saponin-Gehalt in den Alfalfasprossen schlagartig an und an dieser Substanz sind die Wissenschaftler derzeit besonders interessiert. Es gibt Hinweise darauf, dass Saponine sich nützlich im Darm und damit auf das Immunsystem auswirken, man sagt ihnen die Förderung nützlicher Bakterien nach, wie auch eine Wirksamkeit gegen bestimmte Viren und Pilze. Laut Dr. A. Venketeshwer Rao von der University of Toronto könnten Saponine möglicherweise unterstützend in der Krebsbekämpfung wirksam werden durch vielfach Stärkung des Immunsystems. Saponinen wird eine Hemmung der Cholesterin-Absorption zugesagt und reguliert so den Cholesterinspiegel. Natürliche sekundäre Pflanzenwirkstoffe können gegen freie Radikale wirksam werden und verringern so das Herzinfarktrisiko.

Insbesondere als Chlorophylllieferant macht Alfalfa immer wieder auf sich aufmerksam. Ernährungswissenschaftler haben schon früh auf die gesundheitsförderlichen Wirkungen des grünen Pigments der Pflanzen hingewiesen. Mit Chlorophyll beschäftigten sich mehrere Nobelpreisgewinner, so beispielsweise Dr. Alexis Carrel, der 1912 eine Entgiftungswirkung des Chlorophylls auf die Zellen vermutete. 1915 gelang es Dr. Richard Willstatter, die chemische Struktur von Chlorophyll zu entschlüsseln und erhielt dafür einen Nobelpreis. Fünfzehn Jahre später folgte der Nobelpreis für die Entschlüsselung der chemischen Struktur von Hämoglobin an Dr. Hans Fischer. Der Wissenschaftler zeigte sich überrascht darüber, dass die Struktur von Hämoglobin fast identisch sei mit der von Chlorophyll.

Historische Anwendungen in der Heilkunst

Die traditionelle chinesische Medizin kennt Alfalfa unter dem Namen Zi Mu. Die getrockneten Blätter wurden vorwiegend für Behandlungen des Magen-Darm-Trakts angewendet, bei Nierensteinen, Wassereinlagerungen und Schwellungen. Die Indianer verwendeten Mehl aus den Samen der Luzerne als Mittel zur Blutgerinnung und für Magen-Darm-Erkrankungen. Die Pflanze hat hohe Bedeutung in der ayurvedischen Heilkunst Indiens. Alfalfa soll auch regulierend auf den Säure-Basen-Haushalt wirken, die Leber entgiften, fiebersenkend, blutstillend und appetitanregend sein sowie durch pflanzliche Hormone bei Wechseljahrbeschwerden hilfreich sein. Die Hirnanhangdrüse soll durch den Verzehr von Alfalfa zu einer optimalen Hormonausschüttung angeregt werden. Bereits die Römer setzten auf die Wirksamkeit von Alfalfa gegen Bluthochdruck.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.