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Bio-Obst, Gemüse und Vollkorn unter der Lupe

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Warum ist Bio besser?

Wie groß ist der gesundheitliche Nutzen, der mit einem erhöhten Verzehr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten in Bio-Qualität einhergeht? Hat Bio-Nahrung wirklich einen höheren Nährwert? Eine Studie zu diesem Thema wurde Finanziert wurde von der Europäischen Union und einer nicht-gewinnorientierten Einrichtung finanziert, die sich für ökologische Landwirtschaft stark macht. Die Ergebnisse aus der Analyse von 343 Peer-Review-Studien aus aller Welt wurden im anerkannten Fachmagazin British Journal of Nutrition veröffentlicht.

19 – 69% mehr Antioxidantien

Die Analyse von Obst, Gemüse und Frühstücksflocken in Bio-Qualität und in Nicht-Bio-Qualität ergab, dass Bio-Nahrung mehr gesundheitsförderliche Antioxidantien enthält als herkömmliche Nahrung. Die gemessenen Werte schwankten zwischen 19 und 69%, waren aber in allen Fällen deutlich höher als der Gehalt von Antioxidantien bei herkömmlichen Lebensmitteln.

Tägliche Portion Obst und Gemüse

Diese hohen Werte entsprechen ein bis zwei der fünf Portionen Obst und Gemüse, die man täglich zu sich nehmen soll. Der gesundheitliche Nutzen von Antioxidantien ist inzwischen weitgehend unbestritten: Pflanzen produzieren Antioxidantien, mit denen sie sich gegen Schädlingsbefall zur Wehr setzen. Da ökologische Landwirtschaft auf Chemie verzichtet, enthalten diese natürlich-kräftigen Pflanzen auch mehr Antioxidantien.

Weniger giftige Schwermetalle 

Die Rückstände an Pestiziden an Pflanzen aus konventioneller Landwirtschaft sind vier Mal so hoch wie bei ökologischen Pflanzen. Vor allem das giftige Schwermetall Kadmium konnte bei Standard-Erntepflanzen in hoher Konzentration nachgewiesen werden. Obst, Gemüse und Getreide in Bio-Qualität  weist also geringere Werte an giftigen Schwermetallen und Pestiziden auf, die in den Nahrungskreislauf gelangen könnten.

Lebensmittelstandard

Ca. 80 Prozent aller verarbeiteten Lebensmittel in den USA enthalten genetisch veränderte Inhaltsstoffe. Als eine der wenigen Industrienationen müssen Lebensmittelhersteller in den USA nicht angeben ob ihre Produkte genetisch veränderte Organismen enthalten. Der Lebensmittelstandard ist in der Europäischen Union wesentlich höher.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Omega 3 im Fisch neutralisiert Quecksilber

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Quecksilber lauert überall

Das Schwermetall Quecksilber hat leider die Angewohnheit sich in unserem Gewebe anzureichern. Schleichende Vergiftungen durch Quecksilber sind durch die großen Mengen dieses gefährlichen Umweltgiftes in Luft, Erde und Grundwasser fast unvermeidbar. Aber es gibt die neue Erkenntnis, dass die negativen Auswirkungen von Quecksilber durch den Verzehr von essenziellen Fettsäuren neutralisiert werden könnte.

Ist Fischverzehr beunruhigend?

Gesundheitsbewusste Verbraucher sind beim Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten gerne zurückhaltend. Sie wissen, dass sich im Gewebe von Fisch gerne Quecksilber anreichert. Die Verschmutzung der Gewässer und Meere, die Emissionen von Methylquecksilber in der Luft rückt in der Nahrungskette immer weiter nach oben, bis es von den Fischen aufgenommen wird.
Nun gibt es neue Forschungsergebnisse, die eine neue Rechnung aufmachen:
Die Nährwertqualität des Fisches übersteigt die gesundheitlichen Risiken des in dem Fisch vorhandenen Quecksilbers. Wie kann das sein?

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

An der Ulster University, der Universität von Rochester und am gesundheits- und Bildungsministerium der Republik der Seychellen wird der Fischverzehr und die daraus folgende Aufnahme von Quecksilber seit 3 Jahrzehnten erforscht.
Dabei stellen die Wissenschaftler fest, dass die zahlreich vorhandenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren den schädlichen Auswirkungen von Quecksilber entgegen wirken. Sie neutralisieren das Schwermetall. Vor allem die Omega 3 Fettsäuren.

Langzeitstudie

Untersucht wurden 1500 Schwangere, ihr Fischkonsum und die Auswirkungen auf die Entwicklung ihrer Kinder. Der Zeitrahmen von 30 Jahren ermöglichte diese aussagekräftige Langzeitstudie. Der Fischkonsum auf den Seychellen liegt bei durchschnittlich 12 Fischmahlzeiten in der Woche. Bei Müttern und Kindern wurden keine negativen Folgen von Quecksilber insbesondere auf das menschliche Gehirn festgestellt. Bei den Kindern gab es keine Entwicklungsprobleme, die sich auf Schwermetalle zurückführen lassen.
Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren den negativen Folgen von Quecksilber entgegenwirken.

Untersuchungsmethoden

Weil die Menschen auf den Seychellen 10 Mal so viel Fisch verzehren wie die Menschen in Europa, ließen sich durch Haarproben hohe Quecksilberwerte nachweisen. Die Frage war nun, ob sich diese Testergebnisse auf die neurologische Entwicklung der Kinder auswirkt?
Die Kinder wurden ab einem Alter von 20 Monaten auf ihre motorischen und kommunikativen Fähigkeiten sowie ihr Verhalten untersucht. Bis zum Erreichen des 20. Lebensjahres wurde die Entwicklung der Kinder medizinisch verfolgt. Es ließ sich keine Korrelation zwischen dem Verzehr von Fisch und neurologischen Störungen feststellen.

Die Ergebnisse belegen keine allgemeine Korrelation zwischen einer pränatalen Exposition gegenüber Quecksilber durch den Verzehr von Fischen und entwicklungsneurologischen Auswirkungen.
Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die positiven Folgen des Verzehrs von Fisch die potenziell schädlichen Auswirkungen von Quecksilber überwiegen oder sogar ganz verhindern.“
(Dr. Edwin van Wijngaarden, Fachbereich Öffentliche Gesundheit der Universität von Rochester, American Journal of Clinical Nutrition)

Empfehlung

Der Typ der Fettsäuren ist während der Schwangerschaft entscheidend. Die Forscher unterstreichen die Wichtigkeit während der Schwangerschaft ausreichende Mengen an mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu sich zu nehmen.

„Dieses Forschungsprojekt gab uns die Möglichkeit, die Wirkung mehrfach ungesättigter Fettsäuren auf die Entwicklung und ihr Potenzial, der giftigen Eigenschaft von Quecksilber entgegenzuwirken, zu untersuchen und möglicherweise sogar zu verstärken.“
„Die Ergebnisse zeigen, dass es von erheblicher Bedeutung für die neurologische Entwicklung des Kindes ist, welchen Typ von Fettsäuren eine Frau vor und während der Schwangerschaft zu sich nimmt.“
(Dr. Sean Strain, Professor für menschliche Ernährung an der Ulster University in Nordirland,  American Journal of Clinical Nutrition)

Scheinheilig

Die Food and Drug Administration (FDA), die amerikanische Behörde für Nahrungsmittelüberwachung und Arzneimittelzulassung, warnt vor dem Verzehr von Fisch. Das hohe Ausmaß der Quecksilberanreicherung in Fisch und Meeresfrüchten würde die Gesundheit bedrohen. Der gesundheitliche Nutzen durch die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren wird nicht erwähnt.
Ebenfalls wird nicht auf die Gefahren von Quecksilber-Zahnfüllungen und die organischen Quecksilberverbindung (Thiomersal) hingewiesen, die Impfstoffen beigegeben werden, um zu konservieren. Schwermetallbelastungen durch Injektionen und Zahnfüllungen sind aber weitaus gefährlicher als Fisch zu essen. Denn sie haben keine mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die vor dem Schwermetall schützen.

Fazit

Das Quecksilber in Fischen wird von den positiven und gesundheitsfördernden Auswirkungen mehrfach ungesättigter Fettsäuren quasi neutralisiert.
Eine große Gefahr sind jedoch Quecksilberexpositionen im Rahmen medizinischer Anwendungen, etwa durch Impfungen, weil ihre toxische Wirkung nicht durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren konterkariert wird. schleichende Quecksilbervergiftungen, wie sie etwa durch Zahnfüllungen entstehen können, werden wesentlich unterschätzt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Schwermetalle – Eine Zeitbombe der Zivilisation

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Blei, Cadmium, Quecksilber & Co

Sehr geringe Mengen dieser Schwermetalle kommen auch in der Natur vor. Die moderne Industrie baut diese Rohstoffe jedoch ab, um sie für ihre Arbeitsprozesse oder in den Produkten selbst zu verwenden. Damit verteilt der Mensch schädliche Schwermetalle über die gesamte Umwelt. Abwässer und Abluft sind mit diesen stark giftigen Stoffen angereichert und verstreuen sich über den gesamten Globus. Es ist schwer ihnen völlig auszuweichen.

Schwermetall-Belastung

Leider haben Schwermetalle die Angewohnheit, sich im menschlichen Körper festzusetzen und sich nur schwer wieder ausscheiden zu lassen. Vor allem in den Knochen, dem Gehirn und in den Nieren reichern sich die Schwermetalle an.
Vor der Industrialisierung war Belastung durch Schwermetalle kein Thema. Heute jedoch werden moderne Volkskrankheiten wie Krebs, Bluthochdruck oder Lernschwäche bei Kindern mit Schwermetall-belastung in Verbindung gebracht. Dabei reichen schon geringfügige Belastungen aus.

Schwerwiegende gesundheitliche Folgen

Auch Multiple Sklerose, Neurodermitis oder Candida sind Erkrankungen, die häufig mit einer Schwermetallbelastung Hand in Hand gehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit können sie bei Epileptikern zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Anfällen führen. Auch beim Haarausfall könnten Schwermetalle eine Rolle spielen.
Alzheimer steht im Verdacht durch Blei, Quecksilber und Zinn ausgelöst zu werden. Die alten Amalgam-Plomben könnten deshalb als kleine Zeitbomben für die Gesundheit gewertet werden.
Auch die ungewollte Kinderlosigkeit wird mit Belastung durch Schwermetalle in Verbindung gebracht. Nach einer erfolgreichen Ausleitung und Entgiftung wurden schon zahlreiche gesunde Babys geboren.

Metallbelastung stark unterschätzt

Obwohl sie in unserer modernen Gesellschaft häufig sind, werden sie stark unterschätzt. Schwermetallbelastungen können zahlreiche Körperfunktionen negativ beeinflussen:

  • Schwermetalle wirken als Katalysatoren für Oxidationsprozesse. Sie fördern die Bildung freier Radikale. Zell- und Gewebeschädigungen, Entzündungen und Alterungsvorgängen werden auf freie Radikale zurückgeführt.
  • Schwermetalle verändern Körperfette. Fette sind Bestandteil jeder Zellwand. Werden sie verändert, ranzig, kann der Transport von guten Nährstoffen und der Abtransport von schlechten Abfallstoffen ins Blut gestört werden.
  • Schwermetalle können den Stoffwechsel blockieren, da sie Mineralstoffe und Spurenelemente von ihren Enzymstellen verdrängen. Dadurch kann z.B. Magnesium- oder Zinkmangel entstehen. Diese Mangelzustände sind ursächlich an vielen alltäglichen Erkrankungen mitbeteiligt.
  • Chronische Metallbelastungen können Eiweiße verändern. Dies kann zu einer höheren Anfälligkeit für Infekte, Überempfindlichkeitsreaktionen und Autoimmunerkrankungen führen.
  • Ist der Erbträger DNS ebenfalls betroffen, besteht erhöhte Krebsgefahr.

Die Grundlage für Diagnosen stellt in der Schulmedizin immer noch die Blutanalyse dar. Doch Schwermetalle lassen sich im Blut nicht feststellen. Nur in den Geweben von Knochen, Zähnen, Haaren und den inneren Organen kann eine Schwermetallbelastung nachgewiesen werden.
Grenzwerte für einzelne, isolierte Schwermetalle machen jedoch keinen Sinn. Denn liegt eine Mehrfachbelastung durch unterschiedliche Metalle vor, dann kann durch verschiedene Kombinationen die negative Wirkung vervielfacht werden, obwohl jeder einzelne Wert für sich nicht dramatisch wäre.

Aluminium

Aluminium ist kein Schwermetall, aber für den Menschen nicht ungefährlich. Die Herstellung von Aluminium selbst verursacht große Emissionen. Aber auch die Papier-, Porzellan-, Glas- und Textilindustrie produziert gefährlichen Ausstoß an Aluminium.
Aluminium findet man im Backpulver, als Bleichmittel im Weizenmehl, im Schmelz- und Scheiblettenkäse oder sauer eingelegten Gemüsekonserven. Als Mittel gegen das Zusammenklumpen wird es in Kaffeeweißern, industriell hergestelltem Salz und Gewürzen benutzt.
Die zunehmende Säurebelastung der Böden fördert bei Pflanzen die Aufnahme von Aluminium. Im Schnitt bekommen wir deshalb täglich ca. 25mg Aluminium über unsere Nahrung zugeführt. Wenn Aluminiumgeschirr benutzt wird, kann sich diese Aufnahme noch um das 2 – 3fache erhöhen, denn saure Lebensmittel lösen das Aluminium z.B. aus dem Topf.
In Körperpflegemitteln wie Deo oder Zahnpasta, in Medikamenten zur Magenübersäuerung (Antacida), Mitteln gegen Durchfall (Kaolin, Attapulgite, Bolus) und einigen Lipidsenkern (Aluminiumclofibrat) verstecken sich ebenfalls Aluminiumverbindungen.
Folgende gesundheitliche Folgen werden einer Aluminiumbelastung zugeschrieben:

  • Alzheimer: Aluminium soll an der Entstehung beteiligt sein.
  • Anämie: Aluminium könnte beteiligt sein, da es dieselben Speichereiweiße wie Eisen besetzt.
  • Arthritis: Aluminium steht im Verdacht den Knochenstoffwechsel zu beeinträchtigen.
  • Aluminium stört den Stoffwechsel von Calcium, Chrom, Eisen, Fluor, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Silizium, Zink, Vitamin B6 und D.
  • Beschwerden des Nervensystems (Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit oder Aggressivität) können durch Aluminium befördert werden.
  • Leber- und Nierenschädigungen als Folge chronischer Belastung durch Aluminium.
Blei

Blei stammt bekanntlich aus dem Fahrzeugverkehr und aus Müllverbrennungsanlagen. Unsere Ackerböden sind durch schwermetallhaltige Mineraldünger und Klärschlämme belastet. Bleipartikel aus der Luft setzen sich als feiner, bleihaltiger Staub auf unserem Gemüse und Obst ab. Deshalb wird empfohlen, diese frischen Lebensmittel gründlich mit lauwarmem Wasser zu waschen und mit Küchenkrepp abzureiben. Aber auch in Konserven gibt es eine erhöhte Bleikonzentration. Sie stammt von den Lötstellen der Weißblechdosen. Deshalb wird empfohlen, keine Lebensmittel in einer geöffneten Dose stehen zu lassen. Der Konsum von Zigaretten und das Abbrennen von Kerzen sind weitere Bleiquellen. Ganz vereinzelt existieren auch noch alte Bleirohre in unserem Trinkwassersystem. Bei einem Verdacht in dieser Richtung empfehlen wir den Hausbesitzer oder das Wasserwerk zu fragen und evtl. eine Wasseranalyse in Auftrag zu geben.
Die Bleikonzentration in der Luft war 1965 400x höher als 800 v.Chr. Die Analysen von 1600 Jahre alten menschlichen Knochen ergab im Vergleich zu heute, dass auch die Anreicherung im Knochengewebe mindestens 100x höher ist.

  • Kinder absorbieren Blei (50%) stärker als Erwachsene (10%). Lernschwächen, verminderte Intelligenz und Hyperaktivität werden deshalb auch auf Bleibelastung zurückgeführt.
  • Blei stört den Stoffwechsel von Eisen, Calcium, Phosphor, Zink, Vitamin C und D.
  • Zahlreiche Zivilisationskrankheiten werden mit Blei in Verbindung gebracht: Appetitmangel, Bauchkrämpfe, Durchfall, Bluthochdruck, Immunschwäche, Schlaflosigkeit, chronische Kopfschmerzen, Depressionen, Erschöpfung, Reizbarkeit, Krebsrisiko, Gelenkschmerzen, Herzerkrankungen

Cadmium

Cadmium gelangt über Müllverbrennung und Klärschlämme in die Ackerböden. Es ist eines der bedeutendsten Umweltgifte mit zahlreichen Folgen für unsere Gesundheit. Im Boden sammelt es sich an und gelangt über den Verzehr von Pflanzen und Tieren in unseren Organismus.
Getreide und Kartoffeln, Getränke, Instantkaffee, Konservendosen, Gelatine, Austern und Muscheln aus verseuchten Gewässern sind Cadmiumquellen in unserer Nahrung. Aber auch Zigarettenrauch enthält dieses gefährliche Umweltgift. Rostschutzmittel, Insektizide, Sanitäranlagen und Farben geben Cadmium an die Umwelt und damit auch an den Menschen ab.
Der Grenzwert für Cadmium ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO 0,4 – 0,5mg pro Woche. Nach neuesten Messungen soll dieser Genzwert bei der deutschen Bevölkerung aber bereits um 60% überschritten haben.

  • Cadmium stört den Stoffwechsel von Eisen, Kupfer, Zink, Vitamin D und E. Ein Zinkmangel ist deshalb oft auf eine hohe Cadmiumbelastung zurück zu führen.
  • Fruchtbarkeits- und Wachstums- und Knochenstörungen können ihre Ursache in Cadmium haben.
  • Immunschwäche, Blutarmut und Infektanfälligkeit stehen ebenfalls im Verdacht.
  • Lungen- und Nierenschäden, dort vor allem Nierensteine
  • Lernschwäche und Hyperaktivität bei Kindern
  • Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Haarausfall, trockene schuppige Haut und erhöhtes Krebsrisiko

Quecksilber

Schleichende Vergiftungen durch Quecksilber sind durch die großen Mengen dieses gefährlichen Umweltgiftes in Luft, Erde und Grundwasser erklärbar. Quecksilberverbindungen sind bereits in winzigen Konzentrationen gesundheitsschädlich.
Das Unglück von Minimata (Japan), wo quecksilberhaltige Industrieabfälle ins Meer geleitet wurden, führte zu schweren neurologischen Schäden bei der Bevölkerung und zur vermehrten Geburt geistig behinderter Kinder.
Aber auch ohne eine solche Katastrophe belasten Industrieabfälle, Pestizide, Fungizide und Emissionen aus Industrie und Mülldeponien täglich und schleichend unsere Böden und Gewässer. Biologische Reaktionen verwandeln Quecksilber in die fettlösliche Form Methylquecksilber. Dieses gelangt über die Nahrungskette in unseren Körper. Dort greift es vor allem die Nerven an.
Große Fische, Austern und Muscheln aus verseuchten Gewässern, Getreide, Kartoffeln und Pilze geben Methylquecksilber an den Menschen weiter. Fluorhaltige Zahnpasta löst aus Amalgamfüllungen das Quecksilber heraus. Selbst, wenn man den Schaum der Zahnpasta ausspuckt, können Quecksilberdämpfe durch die Nasenschleimhaut direkt zum Gehirn transportiert werden. Deshalb hat Schweden als erstes europäisches Land Amalgam-Füllungen verboten. Eine wichtige juristische Grundlage zur Beurteilung von den gesundheitlichen Auswirkungen von Amalgam-Plomben ist das Kieler Amalgam-Gutachten von 1997.

  • Quecksilber stört den Stoffwechsel von Eisen, Kupfer, Selen, Zink, Vitamin B1, B2, B6 und E. Zinkmangelsymptome sind deshalb auch auf Quecksilberbelastung zurück zu führen.
  • Gehirn- und Nervenschäden wie Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Tremor (Zittern), Müdigkeit und Schlaflosigkeit können durch Quecksilberbelastung entstehen.
  • Mit zunehmender Immunschwäche steigt die Infektanfälligkeit.
  • Bei den Sinnesorganen sind Atemschwierigkeiten, Netzhautschädigungen, Hautausschläge und Gehörschwäche eventuell auf Quecksilberverbindungen zurück zu führen.
  • Ein erhöhtes Krebsrisiko ist bei einer Schwermetallbelastung durch Quecksilber wahrscheinlich.

Welches Metall belastet?

Zu den Schwermetallen gehören Quecksilber, Eisen, Blei, Kupfer, Gold, Silber, Zinn, Zink, Kobalt, Platin, Vanadium, Molybdän, Germanium, Cadmium, Nickel, Palladium, Chrom, Wolfram, Titan, Zirkon, Thallium, Mangan, etc. Nicht alle sind für den Menschen giftig.
Einige Metalle wie Eisen, Zink, Chrom, Mangan, Selen und Kupfer sind in organischen, „guten“ Formen sogar lebensnotwendig, während sie in anorganischer Form hoch toxisch sind. Sind sie als sogenanntes Chelat „durch eine Pflanze“ gegangen, besitzen sie eine gute Bioverfügbarkeit für den Menschen und haben eine heilsame Wirkung. Als anorganisches Metall sind sie völlig wertlos. Deshalb ist der berühmte Eisennagel im Apfel völliger Blödsinn.
Auch Gold- und Silber-Kolloide können in winzig kleinen Nanopartikeln dazu beitragen unsere Gesundheit zu fördern. Es kommt bei manchen Metallen eben auf die Verarbeitung an. Wie immer lohnt es sich, genauer hin zu schauen.

Entgiftungsprogramme

Wenn Sie erfahren möchten, wie Ihre Schwermetallbelastung genau zusammengesetzt ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Therapeuten. Die Eliminierung von Schwermetallen aus dem Körper ist nicht so einfach. Oft werden sie nur aus dem Kreislauf gezogen, um sich dann in Depots einzulagern. Vor einem Ausleitungsprogramm müssen die Schwermetalle deshalb aus den Depots gelöst werden. Verbleiben sie in den Depots, können sie dann schleichende Vergiftungen verursachen. Die Beschwerden sind dann nicht akut und heftig, sondern immer ein wenig vorhanden und schwer greifbar.

  • Quecksilber (Amalgam Füllungen): Die häufigste und größte Belastung
  • Palladium (aus Spargold Füllungen, Kronen und Schmuck): selten, aber hartnäckig
  • Quecksilber und Palladium: Schwerwiegende Kombinationsbelastung
  • Weitere Schwermetall-Belastungen: Kupfer, Silber und Zinn (aus Zahnfüllungen)
  • Blei: heute seltener

Ein Speicheltest gibt Klarheit über die Zusammensetzung und das Ausmaß Ihrer Belastung. Ein persönliches Entgiftungsprogramm können Sie mit Ihrem Therapeuten zusammenstellen.

Eigenschaften von Schwermetallen

Anorganische Schwermetalle sind für den Menschen giftig. Darüber wie die betroffenen Körperteile miteinander reagieren, gibt es viele Beobachtungen, Forschungen und Vermutungen.

Da Schwermetalle immer als positive Ionen vorliegen, könnten sie vom Körper mit den ebenfalls positiven Kalziumionen verwechselt werden. Der Körper verwendet Calcium-Ionen, um bei Entzündungen die Herde „einzumauern“ und damit vom gesunden Gewebe zu isolieren. Diese Verwechslung könnte schwerwiegende Folgen haben: Dr. Clark vermutet, dass die Schwermetalle auf diesem Weg ins Gehirn gelangen. Dort sind sie hauptverantwortlich für chronisch degenerative Nervenkrankheiten. Alzheimer, Multiple Sklerose (MS), Nierenerkrankungen und Epilepsie sind ihrer Meinung nach auf Schwermetalle im Körper zurück zu führen.

Auch Dr. Klinghardt vermutet eine Verstellungsstrategie des Schwermetalls Quecksilber in das wichtige Kalzium. Wenn der Körper glaubt, es mit Calcium zu tun zu haben, es in Wirklichkeit aber Quecksilber ist, hat das schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit.
Er empfiehlt eine Ausleitung von Schwermetallen (außer Quecksilber und Thallium) mit Alpha Liponsäure / Glutation. Von Quecksilber und Thallium sollte der Körper zuletzt entgiftet werden: Zur Ausleitung werden die körpereigenen Dipeptide Lysin Glutamin und Lysin Asparagin, sowie Interleukin2 (im Körper produziert) benötigt. Eine Zufuhr von Dipeptiden kann also nach Ausleitung aller anderen toxischen Metalle, auch Quecksilber und Thallium entfernen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Wie gehen wir mit Krebs um?

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Krebs

Seit den 1070er Jahren hat die Zahl der Ersterkrankungen an Krebs um 70% erhöht. Aber auch die Zahl der Zweitkarzinome nimmt explosionsartig zu: um 300%. Jeder neue Krebsfall trifft Menschen, die bereits schon einmal an Krebs erkrankt waren. Pikanterweise ist diese erneute Erkrankung nicht als „Rückfall“ zu werten. Vielmehr handelt es sich um eine völlig neue Form von Krebs.

Wo steckt die Ursache?

Erklärungsversuche gibt es zahlreiche. Die Menschen werden immer älter und die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken ist deshalb höher. Ist wirklich nur das Alter ausschlaggebend? Spielen vielleicht auch Faktoren wie Umfeld, Ernährung, Trinkwasser, Luft, medizinische Behandlungen wie z.B. Impfungen eine Rolle? Und wie sieht es mit der Belastung durch Pestizide, Schwermetalle und Umwelthormone (endokrine Disruptoren) wie BPA und BPS aus? Ist die erste Krebsbehandlung Schuld an der zweiten Diagnose?

Wie sinnvoll ist eine Bestrahlung?

Die Strahlentherapie, die eigentlich den Krebs abtöten soll, kann nach Erkenntnissen der American Cancer Society nach einigen Jahren zur Bildung von Zweitkarzinomen beitragen.

„Bestrahlungstherapie wurde vor vielen Jahren als möglicher Auslöser von Krebs ausgemacht«, heißt es in der Veröffentlichung Zweitkarzinome bei Erwachsenen der American Cancer Society. Dort räumen Wissenschaftler ein, dass die meisten Formen der Leukämie durch Strahlen ausgelöst werden können. Genannt wurden Beispiele wie akute myeloische Leukämie (AML), die chronische myeloische Leukämie (CML) und die akute lymphatische Leukämie (ALL).
Die durch die Strahlentherapie verursachten Karzinome treten erst einige Jahre nach der Behandlung auf. Deshalb sind die Nachsorgeuntersuchungen auch so wichtig. Den Höhepunkt der Tumorbildung ist nach 5 bis 9 Jahren anzusiedeln.

Welche Medikamente hat die Schulmedizin gegen Krebs?

Auch die Medikamente, die während bei einer konventionellen Chemotherapie verabreicht werden, sind in Zusammenhang mit den unterschiedlichsten Formen von Zweitkarzinomen zu bringen. In den USA bekommen jedes Jahr rund 13.000 Menschen, die den Krebs besiegt zu haben glaubten, erneut die Diagnose Krebs: Diesmal jedoch Myelodysplastisches Syndrom (MDS).
Unter dem Begriff MDS versteht man eine Gruppe von Erkrankungen des Knochenmarks, bei denen die Blutbildung nicht von gesunden, sondern von genetisch veränderten Ursprungszellen (Stammzellen) ausgeht. Das Knochenmark von Patienten, die an myelodysplastischen Syndromen leiden, ist nicht mehr in der Lage, aus diesen Stammzellen vollständig reife und funktionstüchtige Blutzellen zu bilden. Da der Blutbildungsprozess so nachhaltig gestört ist, kann dies bei manchen Patienten zu einem späteren Zeitpunkt auch zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) führen. Liegt die Ursache in den Medikamenten einer Chemotherapie?

Welche anderen Krebsauslöser gibt es?

Außer Strahlen- und Chemotherapie kommen aber auch weitere Auslöser für Krebs in Frage. Giftstoffe im Zigarettenrauch zum Beispiel. Aber auch die hohen Dosierungen von Industriechemikalien stehen auf der Liste. Z.B. das karzinogene petrochemische Produkt Benzol findet Anwendung unter anderem in Kunststoffen, synthetischen Fasern, Gummi, Schmierstoffen, Kunstharzen, Bleichmitteln, Waschmitteln, Medikamenten und Pestiziden.

Einblicke und Ausblicke

Auf dem Totenschein steht lediglich „Krebs“. Aber aufgrund welcher Ursache? Es ist schwierig zu bestimmen, ob Krebsmedikamente, Behandlungsmethoden oder andere Ursachen den Tod verursacht haben. Was man aber weiß, ist, dass die Krebsindustrie ist eine der profitabelsten Branchen überhaupt ist. Mit einem Jahresumsatz von 100 Mrd. Dollar. Und die Prognose der kommenden drei Jahren ist eine jährliche Gewinnsteigerung um etwa acht Prozent. Diese Einschätzung wird anhand der steigenden Krebserkrankungen in den USA vorgenommen.

Quellen
Hinweis

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Vergebliche Low-Fat-Diäten

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Was ist schuld?

Viel zu vorschnell wird das Urteil gesprochen: Zu viel Fett ist schuld! Nur warum funktionieren dann Low-Fat-Diäten nicht so richtig? Kann es sein, dass die Übeltäter ganz wo anders lauern? Ist es nicht vielmehr so, dass der menschliche Körper komplexer und vielschichtiger ist, als dass eine einseitige Diät bei der Gewichtsabnahme ausreichen würde? Kalorien zählen alleine reicht offensichtlich nicht. Was also bringt unseren Stoffwechsel, den Hormonhaushalt und die Drüsenfunktionen so aus dem Gleichgewicht, dass Körpergewicht nicht reduziert werden kann?

Nährstoffangaben und Inhaltsstoffe

Die Ursache steckt wie so oft ganz wo anders. Wenn Ärzte den Verbrauchern raten auf die Nährstoffangaben zu achten, so meinen Sie die hübsch aufbereiteten bunten Tabellen mit Angaben zu den großen 6: Brennwert (Kalorien), Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Ballaststoffen und Natrium (Salz). Komischerweise werden die eigentlichen Zutaten immer winzig klein und möglichst versteckt ausgewiesen. Dabei lauert hier die eigentliche Gefahr: Künstliche Süßstoffe, Konservierungsmittel, Lebensmittelfarben und Geschmacksverstärker. Die Liste der Chemikalien ist lang. Angaben zu gentechnisch veränderten Organismen, Anteilen zu Pestiziden und Schwermetallen suchen Sie auf jedem Etikett natürlich vergeblich. Dabei sind diese Chemikalien häufig der eigentliche Grund des Übels.

Fette ja! Aber die richtigen!

Auf Fett völlig zu verzichten oder sie drastisch zu reduzieren ist jedenfalls der falsche Weg. Es kommt darauf an zwischen guten und schlechten fetten unterscheiden zu lernen: Einige Fette werden für gesunde Herzfunktionen und sogar für die Gewichtsreduktion benötigt. Viele fetthaltige Lebensmittel sind sehr gesund für unseren Körper und Geist.  Hier einige gesunde Fettquellen:

  • Kokosöl
  • Avocados
  • Lachs
  • Hanfsamen
  • Fleisch von Weiderind, das mit Gras gefüttert wurde
  • Unbehandelte Vollmilch
  • Diverse Nussarten

Low-Fat-Diät

32 Jahre lang hatte der britische Gesundheitsdienst NHS vor Vollfettprodukten gewarnt. Nun nahm die Universität Harvard Vollfettmilch, Vollfettbutter und andere Lebensmittel mit hohem Fettanteil unter die Lupe.
In einer Studie wurden über 12 Monate die Ergebnisse von verschiedenen Diäten ausgewertet. Dabei kam heraus, dass Diäten mit geringerem Kohlehydratanteil wesentlich erfolgreicher waren, als die Diäten, die den Fettanteil reduzierten. (Lancet Diabetes & Endocrinology)

 „Es sprechen keine guten Gründe dafür, Low-Fat-Diäten zu empfehlen.“
(Dr. Deirdre Tobias)

Portionsgröße und Chemie

Die Forscher an der Harvard-Universität waren sich einig: Die Konzentration auf Fett, Kohlenhydrate und Proteine sind bei einer Diät nicht ausschlaggebend. Viel wichtiger ist die Größe der Essensportion und die verarbeiteten Chemikalien.

Stressmanagement

Arbeitsstress oder ein stark stressendes Umfeld haben mehr Einfluss auf unser Körpergewicht als Diäten. Den Umgang mit Stress effektiver zu gestalten trägt also mehr als eine Diät dazu bei Gewicht dauerhaft zu verlieren. Wie Sie Ihren persönlichen Stress am besten mildern können ist ganz individuell. Hier ein paar Anregungen:

  • Atemübungen während des Arbeitstages
  • Spaziergänge im Freien während der Mittagspause
  • Morgendliche Meditation und Gebete, die helfen, Dinge in die richtige Perspektive zu rücken
  • Kräuter, die die Nerven stärken (sibirischer Ginseng, Saathafer)

„Es müssen innovative Methoden gefunden werden, unser Wissen darum zu erweitern,
wie Arbeitsfaktoren zur Entwicklung von Fettleibigkeit beitragen.“
(Christopher Bean, australische Universität Adelaide)

Christopher Bean hatte 450 Personen aus verschiedenen Berufszweigen vermessen und dabei festgestellt, dass verantwortungsvolle Entscheidungsträger mit höheren Anforderungen im Zusammenhang mit einer breiteren Taille stehen. Der Stress tagtäglich schnell Entscheidungen treffen zu müssen wurde sozusagen in Kummerspeck angesetzt.

Die Ernährung

Nur mit Stress umgehen lernen, reicht selbstverständlich nicht aus. Besinnen Sie sich auf die Mittelmeer-Diät und reduzieren Sie Ihre Essensportionen. Hier einige kleine Anregungen:

  • Olivenöl
  • Nüsse
  • Fisch
  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornkost
  • Kein Frittiertes
  • Verzicht auf Kuchen, Kekse und zuckerhaltige Getränke

Hinweis

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Schwermetalle
– Methoden zur Entgiftung

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Wieso Entgiftung gesund sein kann

Schwermetalle aus der Umwelt oder der Nahrung reichern sich im Körper an und werden nicht abgebaut. Sie können Giftdepots bilden, die Auslöser verschiedenster Leiden und Krankheiten sein können. Unter anderem kann das Krebsrisiko erheblich steigen.
Der Verband ganzheitlicher Gesundheitsberatung empfiehlt, bei Belastungen mit Schwermetallen oder anderen Giften stets einen Fachmann hinzuzuziehen.

Wo sitzen die Schwermetalle?

Depots von Schwermetallen können sich im Fett- und Bindegewebe befinden. Die Ausleitung aus diesen Depots gestaltet sich tendenziell leichter als aus Depots in Nervenzellen. Fettleibige Menschen haben den Vorteil, dass sich die Umweltgifte mit größerer Wahrscheinlichkeit im Fettgewebe einlagern.

Primäre Entgiftungsorgane

Die wichtigsten Entgiftungsorgane sind die Nieren und die Leber. Daneben übernehmen auch das Lymphsystem, Haut, Lunge und Darm Funktionen bei der Ausleitung von Schwermetallen und Giften. Alle Stoffwechselprozesse sind essentiell für den Ablauf.

Unterstützung natürlicher Entgiftung

Die Ausscheidung von Schwermetallen fordert dem Körper viel Energie ab. Es ist daher wichtig, die Immunabwehr zu stärken. Insbesondere die Unterstützung der primären Entgiftungsorgane wirkt sich günstig auf die Ausleitung von Giften aus.

Einen positiven Effekt auf die Leber besitzen beispielsweise Wirkstoffe aus der Mariendistel oder Selen, Zink und Cystein sowie Glutathion. Das körpereigene Tripeptid Glutathion ist in der Lage, sich an Schwermetalle und Toxine zu binden. Der wasserlösliche Komplex kann dann mit dem Urin auf natürliche Weise ausgeschieden werden. Bei hoher Belastung durch Gifte kann es sinnvoll sein, zusätzlich Glutathion über die Nahrung zuzuführen.

Auf den Ausleitungsvorgang können Algen, Bärlauch, Knoblauch und Koriander positiven Einfluss nehmen. Knoblauch – und drei Mal stärker der Bärlauch – sind wirksam in Bezug auf Schwermetalle durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen, die beispielsweise Quecksilber binden.

Erste-Hilfe-Programm

Man sagt der Chlorella-Alge nach, dass sie in höherer Dosierung in der Lage ist, Schwermetalle und Gifte bereits direkt im Darm zu absorbieren und für ein natürliches Ausscheiden mit den Nahrungsresten im Stuhl sorgen kann. Bei einer aktuellen Aufnahme von Schwermetallen mit der Nahrung kann diese Maßnahme ein Erste-Hilfe-Programm bieten.

Mobilisierung

Man spricht bei Entgiftungsprozessen von Einlagerungen von „Mobilisierung“, dem Lösen des Giftes aus der Zelle und den Abtransport, zum Beispiel über die Haut, den Darm oder die Nieren.

Mikroalge Chlorella

Aus Fett- und Bindegewebe kann eine Tiefenwärme-Licht-Anwendung die Ausleitung von Schwermetallen einleiten. Als Naturheilmittel gilt die Mikroalge Chlorella mit einem extrem hohen Chlorophyllgehalt. Sie besitzt die Fähigkeit, Schwermetalle und toxische Stoffe zu binden wie Cadmium, Nickel, Blei, Platin, das etwas seltenere Palladium sowie Quecksilber.
Ebenso bindet die Mikroalge auch häufig aufgenommene Umweltgifte wie beispielsweise Dioxin, Formaldehyd und diverse Pestizide. Die Süßwasser-Alge kann offenbar im Bindegewebe wirken. Bei Schwermetall-Depots in Nervenzellen kann die Süßwasser-Alge jedoch nichts ausrichten.
Nach dem Atomangriff auf Hiroshima und Nagasaki 1945 konnten Studien nachweisen, dass acht Gramm Chlorella-Algen am Tag die bis zu fünffache Menge an Uran, Blei und Kadmium aus dem Körper entfernen konnten.

Nervenzellen-Depots

Schwermetall-Einlagerungen in Nervenzellen sollen mit einem Auszug von grünem Koriander, auch chinesische Petersilie, mobilisiert und für die Ausleitung vorbereitet werden. Die einschlägige Literatur verweist darauf, dass die Übertragungsrichtung aus den Nervenzellen heraus dabei nur funktioniert, wenn zuvor das Bindegewebe schwermetallfrei sei. Ansonsten könnten Einlagerungen von Giften in umgekehrter Richtung aus dem Bindegewebe ins Nervensystem stattfinden. Auch wird auf die ungünstige Wechselwirkung von Vitamin C und Korianderextrakt hingewiesen. Es scheint, als ob Vitamin C oder starke Antioxidantien das Mobilisierungspotenzial von Korianderextrakt aufheben können.

Sonderfall Aluminium

Aluminium ist kein Schwermetall, kann die Gesundheit jedoch deutlich belasten und wird oftmals zusammen mit Schwermetallen aufgenommen. Der Mineralstoff Silizium kann gegen die Aufnahme und die Einlagerung von Aluminium in Nervenzellen – zum Beispiel im Gehirn – wirksam sein. Insbesondere die organische Kolloidform gilt als Mittel der Wahl.

Amalgam

Amalgam wird seit 150 Jahren oft und gern für Zahnfüllungen verwendet, weil günstig ist und leicht zu verarbeiten. Es besteht zur Hälfte aus dem hochgiftigen Schwermetall Quecksilber. Die andere Hälfte besteht aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Palladium und weiteren Schwermetallen.
Aus den Zahnfüllungen wird ständig Quecksilber in Kleinstmengen freigesetzt und vom Organismus aufgenommen und eingelagert.
Bei vielen Krankheiten mit ungeklärten Ursachen, insbesondere bei Autoimmun-Erkrankungen und Depressionen, kann es der Fall sein, dass der Auslöser vielleicht in Quecksilberdepots liegt. Das liegt daran, dass Quecksilber sich mit körpereigenen Proteinen verbinden kann. Diese Verbindungen werden vom Immunsystem nicht mehr als körpereigen erkannt und eine ständige Immunabwehrreaktion wird ausgelöst.
Amalgam-Zahnfüllungen sollten sukzessive vom Zahnarzt aus dem Mund entfernt werden, um eine chronische Quecksilbervergiftung zu vermeiden. Verglichen mit den Folgekosten bei schwerwiegenden Erkrankungen durch Quecksilber erscheinen die Kosten dafür vergleichsweise gering.

DMPS

DMPS ist die Kurzform von Dimercaptopropansulfonsäure, einem Antidot bei Vergiftungen, das für die Chelat-Therapie angewendet wird. Der Wirkstoff bildet mit den Schwermetallen stabile Chelat-Komplexe, die ausgeschieden werden und so ein Einlagern der toxischen Stoffe verhindert. DMPS wird nur angewendet bei schwerwiegenden Vergiftungen mit Blei, Arsen, Quecksilber, Gold, Bismut, Antimon und Chrom. Es wirkt schnell, belastet jedoch die Nieren als Ausscheideorgan stark.
DMPS ist wasserlöslich und kann daher auch intravenös gespritzt werden. Es kann eingesetzt werden, um zu testen, ob Schwermetallbelastung eines Patienten vorliegen, zum Beispiel aus Zahnfüllungen oder Implantaten. Dazu wird DMPS gespritzt und der Urin vor und nach der Medikamentengabe untersucht. Diese Untersuchungsmethode ist jedoch risikobehaftet, denn es ist möglich, dass eine Umverteilung von vorher in Depots abgelagerten Schwermetallen durch die Mobilisierung in Gang gesetzt wird.
Nicht sinnvoll ist DMPS bei Vergiftungen mit Eisen, Selen, Thallium oder Cadmium

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Schwermetalle
– eine Zeitbombe der Zivilisation

schwermetall
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Blei, Cadmium, Quecksilber & Co

Sehr geringe Mengen dieser Schwermetalle kommen auch in der Natur vor. Die moderne Industrie baut diese Rohstoffe jedoch ab, um sie für ihre Arbeitsprozesse oder in den Produkten selbst zu verwenden. Damit verteilt der Mensch schädliche Schwermetalle über die gesamte Umwelt. Abwässer und Abluft sind mit diesen stark giftigen Stoffen angereichert und verstreuen sich über den gesamten Globus. Es ist schwer ihnen völlig auszuweichen.

Schwermetall-Belastung

Leider haben Schwermetalle die Angewohnheit, sich im menschlichen Körper festzusetzen und sich nur schwer wieder ausscheiden zu lassen. Vor allem in den Knochen, dem Gehirn und in den Nieren reichern sich die Schwermetalle an.
Vor der Industrialisierung war Belastung durch Schwermetalle kein Thema. Heute jedoch werden moderne Volkskrankheiten wie Krebs, Bluthochdruck oder Lernschwäche bei Kindern mit Schwermetall-belastung in Verbindung gebracht. Dabei reichen schon geringfügige Belastungen aus.

Schwerwiegende gesundheitliche Folgen

Auch Multiple Sklerose, Neurodermitis oder Candida sind Erkrankungen, die häufig mit einer Schwermetallbelastung Hand in Hand gehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit können sie bei Epileptikern zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Anfällen führen. Auch beim Haarausfall könnten Schwermetalle eine Rolle spielen.
Alzheimer steht im Verdacht durch Blei, Quecksilber und Zinn ausgelöst zu werden. Die alten Amalgam-Plomben könnten deshalb als kleine Zeitbomben für die Gesundheit gewertet werden.
Auch die ungewollte Kinderlosigkeit wird mit Belastung durch Schwermetalle in Verbindung gebracht. Nach einer erfolgreichen Ausleitung und Entgiftung wurden schon zahlreiche gesunde Babys geboren.

Metallbelastung stark unterschätzt

Obwohl sie in unserer modernen Gesellschaft häufig sind, werden sie stark unterschätzt. Schwermetallbelastungen können zahlreiche Körperfunktionen negativ beeinflussen:

  • Schwermetalle wirken als Katalysatoren für Oxidationsprozesse. Sie fördern die Bildung freier Radikale. Zell- und Gewebeschädigungen, Entzündungen und Alterungsvorgängen werden auf freie Radikale zurückgeführt.
  • Schwermetalle verändern Körperfette. Fette sind Bestandteil jeder Zellwand. Werden sie verändert, ranzig, kann der Transport von guten Nährstoffen und der Abtransport von schlechten Abfallstoffen ins Blut gestört werden.
  • Schwermetalle können den Stoffwechsel blockieren, da sie Mineralstoffe und Spurenelemente von ihren Enzymstellen verdrängen. Dadurch kann z.B. Magnesium- oder Zinkmangel entstehen. Diese Mangelzustände sind ursächlich an vielen alltäglichen Erkrankungen mitbeteiligt.
  • Chronische Metallbelastungen können Eiweiße verändern. Dies kann zu einer höheren Anfälligkeit für Infekte, Überempfindlichkeitsreaktionen und Autoimmunerkrankungen führen.
  • Ist der Erbträger DNS ebenfalls betroffen, besteht erhöhte Krebsgefahr.

Die Grundlage für Diagnosen stellt in der Schulmedizin immer noch die Blutanalyse dar. Doch Schwermetalle lassen sich im Blut nicht feststellen. Nur in den Geweben von Knochen, Zähnen, Haaren und den inneren Organen kann eine Schwermetallbelastung nachgewiesen werden.
Grenzwerte für einzelne, isolierte Schwermetalle machen jedoch keinen Sinn. Denn liegt eine Mehrfachbelastung durch unterschiedliche Metalle vor, dann kann durch verschiedene Kombinationen die negative Wirkung vervielfacht werden, obwohl jeder einzelne Wert für sich nicht dramatisch wäre.

Aluminium

Aluminium ist kein Schwermetall, aber für den Menschen nicht ungefährlich. Die Herstellung von Aluminium selbst verursacht große Emissionen. Aber auch die Papier-, Porzellan-, Glas- und Textilindustrie produziert gefährlichen Ausstoß an Aluminium.
Aluminium findet man im Backpulver, als Bleichmittel im Weizenmehl, im Schmelz- und Scheiblettenkäse oder sauer eingelegten Gemüsekonserven. Als Mittel gegen das Zusammenklumpen wird es in Kaffeeweißern, industriell hergestelltem Salz und Gewürzen benutzt.
Die zunehmende Säurebelastung der Böden fördert bei Pflanzen die Aufnahme von Aluminium. Im Schnitt bekommen wir deshalb täglich ca. 25mg Aluminium über unsere Nahrung zugeführt. Wenn Aluminiumgeschirr benutzt wird, kann sich diese Aufnahme noch um das 2 – 3fache erhöhen, denn saure Lebensmittel lösen das Aluminium z.B. aus dem Topf.
In Körperpflegemitteln wie Deo oder Zahnpasta, in Medikamenten zur Magenübersäuerung (Antacida), Mitteln gegen Durchfall (Kaolin, Attapulgite, Bolus) und einigen Lipidsenkern (Aluminiumclofibrat) verstecken sich ebenfalls Aluminiumverbindungen.
Folgende gesundheitliche Folgen werden einer Aluminiumbelastung zugeschrieben:

  • Alzheimer: Aluminium soll an der Entstehung beteiligt sein.
  • Anämie: Aluminium könnte beteiligt sein, da es dieselben Speichereiweiße wie Eisen besetzt.
  • Arthritis: Aluminium steht im Verdacht den Knochenstoffwechsel zu beeinträchtigen.
  • Aluminium stört den Stoffwechsel von Calcium, Chrom, Eisen, Fluor, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Silizium, Zink, Vitamin B6 und D.
  • Beschwerden des Nervensystems (Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit oder Aggressivität) können durch Aluminium befördert werden.
  • Leber- und Nierenschädigungen als Folge chronischer Belastung durch Aluminium.
Blei

Blei stammt bekanntlich aus dem Fahrzeugverkehr und aus Müllverbrennungsanlagen. Unsere Ackerböden sind durch schwermetallhaltige Mineraldünger und Klärschlämme belastet. Bleipartikel aus der Luft setzen sich als feiner, bleihaltiger Staub auf unserem Gemüse und Obst ab. Deshalb wird empfohlen, diese frischen Lebensmittel gründlich mit lauwarmem Wasser zu waschen und mit Küchenkrepp abzureiben. Aber auch in Konserven gibt es eine erhöhte Bleikonzentration. Sie stammt von den Lötstellen der Weißblechdosen. Deshalb wird empfohlen, keine Lebensmittel in einer geöffneten Dose stehen zu lassen. Der Konsum von Zigaretten und das Abbrennen von Kerzen sind weitere Bleiquellen. Ganz vereinzelt existieren auch noch alte Bleirohre in unserem Trinkwassersystem. Bei einem Verdacht in dieser Richtung empfehlen wir den Hausbesitzer oder das Wasserwerk zu fragen und evtl. eine Wasseranalyse in Auftrag zu geben.
Die Bleikonzentration in der Luft war 1965 400x höher als 800 v.Chr. Die Analysen von 1600 Jahre alten menschlichen Knochen ergab im Vergleich zu heute, dass auch die Anreicherung im Knochengewebe mindestens 100x höher ist.

  • Kinder absorbieren Blei (50%) stärker als Erwachsene (10%). Lernschwächen, verminderte Intelligenz und Hyperaktivität werden deshalb auch auf Bleibelastung zurückgeführt.
  • Blei stört den Stoffwechsel von Eisen, Calcium, Phosphor, Zink, Vitamin C und D.
  • Zahlreiche Zivilisationskrankheiten werden mit Blei in Verbindung gebracht: Appetitmangel, Bauchkrämpfe, Durchfall, Bluthochdruck, Immunschwäche, Schlaflosigkeit, chronische Kopfschmerzen, Depressionen, Erschöpfung, Reizbarkeit, Krebsrisiko, Gelenkschmerzen, Herzerkrankungen

Cadmium

Cadmium gelangt über Müllverbrennung und Klärschlämme in die Ackerböden. Es ist eines der bedeutendsten Umweltgifte mit zahlreichen Folgen für unsere Gesundheit. Im Boden sammelt es sich an und gelangt über den Verzehr von Pflanzen und Tieren in unseren Organismus.
Getreide und Kartoffeln, Getränke, Instantkaffee, Konservendosen, Gelatine, Austern und Muscheln aus verseuchten Gewässern sind Cadmiumquellen in unserer Nahrung. Aber auch Zigarettenrauch enthält dieses gefährliche Umweltgift. Rostschutzmittel, Insektizide, Sanitäranlagen und Farben geben Cadmium an die Umwelt und damit auch an den Menschen ab.
Der Grenzwert für Cadmium ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO 0,4 – 0,5mg pro Woche. Nach neuesten Messungen soll dieser Genzwert bei der deutschen Bevölkerung aber bereits um 60% überschritten haben.

  • Cadmium stört den Stoffwechsel von Eisen, Kupfer, Zink, Vitamin D und E. Ein Zinkmangel ist deshalb oft auf eine hohe Cadmiumbelastung zurück zu führen.
  • Fruchtbarkeits- und Wachstums- und Knochenstörungen können ihre Ursache in Cadmium haben.
  • Immunschwäche, Blutarmut und Infektanfälligkeit stehen ebenfalls im Verdacht.
  • Lungen- und Nierenschäden, dort vor allem Nierensteine
  • Lernschwäche und Hyperaktivität bei Kindern
  • Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Haarausfall, trockene schuppige Haut und erhöhtes Krebsrisiko

Quecksilber

Schleichende Vergiftungen durch Quecksilber sind durch die großen Mengen dieses gefährlichen Umweltgiftes in Luft, Erde und Grundwasser erklärbar. Quecksilberverbindungen sind bereits in winzigen Konzentrationen gesundheitsschädlich.
Das Unglück von Minimata (Japan), wo quecksilberhaltige Industrieabfälle ins Meer geleitet wurden, führte zu schweren neurologischen Schäden bei der Bevölkerung und zur vermehrten Geburt geistig behinderter Kinder.
Aber auch ohne eine solche Katastrophe belasten Industrieabfälle, Pestizide, Fungizide und Emissionen aus Industrie und Mülldeponien täglich und schleichend unsere Böden und Gewässer. Biologische Reaktionen verwandeln Quecksilber in die fettlösliche Form Methylquecksilber. Dieses gelangt über die Nahrungskette in unseren Körper. Dort greift es vor allem die Nerven an.
Große Fische, Austern und Muscheln aus verseuchten Gewässern, Getreide, Kartoffeln und Pilze geben Methylquecksilber an den Menschen weiter. Fluorhaltige Zahnpasta löst aus Amalgamfüllungen das Quecksilber heraus. Selbst, wenn man den Schaum der Zahnpasta ausspuckt, können Quecksilberdämpfe durch die Nasenschleimhaut direkt zum Gehirn transportiert werden. Deshalb hat Schweden als erstes europäisches Land Amalgam-Füllungen verboten. Eine wichtige juristische Grundlage zur Beurteilung von den gesundheitlichen Auswirkungen von Amalgam-Plomben ist das Kieler Amalgam-Gutachten von 1997.

  • Quecksilber stört den Stoffwechsel von Eisen, Kupfer, Selen, Zink, Vitamin B1, B2, B6 und E. Zinkmangelsymptome sind deshalb auch auf Quecksilberbelastung zurück zu führen.
  • Gehirn- und Nervenschäden wie Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Tremor (Zittern), Müdigkeit und Schlaflosigkeit können durch Quecksilberbelastung entstehen.
  • Mit zunehmender Immunschwäche steigt die Infektanfälligkeit.
  • Bei den Sinnesorganen sind Atemschwierigkeiten, Netzhautschädigungen, Hautausschläge und Gehörschwäche eventuell auf Quecksilberverbindungen zurück zu führen.
  • Ein erhöhtes Krebsrisiko ist bei einer Schwermetallbelastung durch Quecksilber wahrscheinlich.

Welches Metall belastet?

Zu den Schwermetallen gehören Quecksilber, Eisen, Blei, Kupfer, Gold, Silber, Zinn, Zink, Kobalt, Platin, Vanadium, Molybdän, Germanium, Cadmium, Nickel, Palladium, Chrom, Wolfram, Titan, Zirkon, Thallium, Mangan, etc. Nicht alle sind für den Menschen giftig.
Einige Metalle wie Eisen, Zink, Chrom, Mangan, Selen und Kupfer sind in organischen, „guten“ Formen sogar lebensnotwendig, während sie in anorganischer Form hoch toxisch sind. Sind sie als sogenanntes Chelat „durch eine Pflanze“ gegangen, besitzen sie eine gute Bioverfügbarkeit für den Menschen und haben eine heilsame Wirkung. Als anorganisches Metall sind sie völlig wertlos. Deshalb ist der berühmte Eisennagel im Apfel völliger Blödsinn.
Auch Gold- und Silber-Kolloide können in winzig kleinen Nanopartikeln dazu beitragen unsere Gesundheit zu fördern. Es kommt bei manchen Metallen eben auf die Verarbeitung an. Wie immer lohnt es sich, genauer hin zu schauen.

Entgiftungsprogramme

Wenn Sie erfahren möchten, wie Ihre Schwermetallbelastung genau zusammengesetzt ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Therapeuten. Die Eliminierung von Schwermetallen aus dem Körper ist nicht so einfach. Oft werden sie nur aus dem Kreislauf gezogen, um sich dann in Depots einzulagern. Vor einem Ausleitungsprogramm müssen die Schwermetalle deshalb aus den Depots gelöst werden. Verbleiben sie in den Depots, können sie dann schleichende Vergiftungen verursachen. Die Beschwerden sind dann nicht akut und heftig, sondern immer ein wenig vorhanden und schwer greifbar.

  • Quecksilber (Amalgam Füllungen): Die häufigste und größte Belastung
  • Palladium (aus Spargold Füllungen, Kronen und Schmuck): selten, aber hartnäckig
  • Quecksilber und Palladium: Schwerwiegende Kombinationsbelastung
  • Weitere Schwermetall-Belastungen: Kupfer, Silber und Zinn (aus Zahnfüllungen)
  • Blei: heute seltener

Ein Speicheltest gibt Klarheit über die Zusammensetzung und das Ausmaß Ihrer Belastung. Ein persönliches Entgiftungsprogramm können Sie mit Ihrem Therapeuten zusammenstellen.

Eigenschaften von Schwermetallen

Anorganische Schwermetalle sind für den Menschen giftig. Darüber wie die betroffenen Körperteile miteinander reagieren, gibt es viele Beobachtungen, Forschungen und Vermutungen.

Da Schwermetalle immer als positive Ionen vorliegen, könnten sie vom Körper mit den ebenfalls positiven Kalziumionen verwechselt werden. Der Körper verwendet Calcium-Ionen, um bei Entzündungen die Herde „einzumauern“ und damit vom gesunden Gewebe zu isolieren. Diese Verwechslung könnte schwerwiegende Folgen haben: Dr. Clark vermutet, dass die Schwermetalle auf diesem Weg ins Gehirn gelangen. Dort sind sie hauptverantwortlich für chronisch degenerative Nervenkrankheiten. Alzheimer, Multiple Sklerose (MS), Nierenerkrankungen und Epilepsie sind ihrer Meinung nach auf Schwermetalle im Körper zurück zu führen.

Auch Dr. Klinghardt vermutet eine Verstellungsstrategie des Schwermetalls Quecksilber in das wichtige Kalzium. Wenn der Körper glaubt, es mit Calcium zu tun zu haben, es in Wirklichkeit aber Quecksilber ist, hat das schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit.
Er empfiehlt eine Ausleitung von Schwermetallen (außer Quecksilber und Thallium) mit Alpha Liponsäure / Glutation. Von Quecksilber und Thallium sollte der Körper zuletzt entgiftet werden: Zur Ausleitung werden die körpereigenen Dipeptide Lysin Glutamin und Lysin Asparagin, sowie Interleukin2 (im Körper produziert) benötigt. Eine Zufuhr von Dipeptiden kann also nach Ausleitung aller anderen toxischen Metalle, auch Quecksilber und Thallium entfernen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Quecksilber
– Methoden der Ausleitung

quecksilber
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Zeitbombe Zahnfüllung

Seit rund 150 Jahren wird Amalgam oft und gerne für Zahnfüllungen verwendet. Es ist günstig, lässt sich gut erarbeiten und bleibt lange stabil. Amalgam besteht zur Hälfte aus dem hochgiftigen Schwermetall Quecksilber. Die andere Hälfte besteht aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Palladium und weiteren Schwermetallen.
Aus den Zahnfüllungen wird ständig Quecksilber in Kleinstmengen freigesetzt und vom Organismus aufgenommen und eingelagert.

Bewusstmachung

Bei acht Zahnfüllungen kann die tägliche Menge von Quecksilberaufnahme im Organismus schon mal 15 bis 20 Mikrogramm ausmachen. Aus der Nahrung werden nochmals durchschnittlich bis zu 2 Mikrogramm täglich aufgenommen.

Übertrag im Mutterleib

Quecksilber kann von der Mutter auf den Fötus übertragen werden, da das fettlösliche Schwermetall die Plazentaschranke überwinden kann. Es schädigt die DNA unwiederbringlich.

Lipophiles Gift

Da Quecksilber fettlöslich ist, kann es von den Schleimhäuten im Mund absorbiert werden oder über Dämpfe in der Lunge aufgenommen werden. Ebenso kann es die Zellmembranen überschreiten und sich Gehirn ablagern.
Bei vielen Krankheiten mit ungeklärten Ursachen, insbesondere bei Autoimmun-Erkrankungen und Depressionen, kann es der Fall sein, dass der Auslöser vielleicht in Quecksilberdepots liegt. Das liegt daran, dass Quecksilber sich mit körpereigenen Proteinen verbinden kann. Diese Verbindungen werden vom Immunsystem nicht mehr als körpereigen erkannt und eine ständige Immunabwehrreaktion wird ausgelöst.

Das kann helfen

Amalgam-Zahnfüllungen sollten sukzessive vom Zahnarzt aus dem Mund entfernt werden, um eine chronische Quecksilbervergiftung zu vermeiden. Verglichen mit den Folgekosten bei schwerwiegenden Erkrankungen durch Quecksilber erscheinen die Kosten dafür vergleichsweise gering.

Natürliche Entgiftung

Eiweißreiche Kost wird flankierend zur Entgiftungsmaßnahme empfohlen. Die Aminosäuren der Proteine können Schwermetalle binden, die dann ausgeschieden werden können.
Wasser ist die Basis für alle Entgiftungsprozesse, da es die Nieren entlasten kann und beim Ausspülen der gebundenen Giftstoffe dient.
Mineralstoffe können eine sehr wichtige Funktion bei einer Entgiftung einnehmen. Da der Organismus diese ständig benötigt, können sich Schwermetalle an ihre Stelle setzen. Sind aber alle Mineralien ausreichend vorhanden, können sie die Anlagerung von Schwermetallen erschweren. Der Abtransport der Giftstoffe bei der Zellosmose wird durch Elektrolyte wie Kalium, Natrium, Kalzium und Magnesium zusätzlich erleichtert.
Fettsäuren, sogenannte Lipide, aus denen das zentrale Nervensystem zu 80 Prozent besteht, müssen immer wieder erneuert werden. Da Schwermetalle wie Quecksilber fettlöslich sind, haben sie es leicht, sich im Gehirn einzulagern, wenn nicht genügend Fettsäuren vorhanden sind. Ungesättigte Fettsäuren sind daher eine gute Grundlage vor Vorbeugung gegen Schwermetall-Depots in Nervenzellen, aus denen man sie nur noch schwer herauskriegt.

Heilkräuter

Als Naturheilmittel gilt die Mikroalge Chlorella mit einem extrem hohen Chlorophyllgehalt. Sie besitzt die Fähigkeit, Schwermetalle und toxische Stoffe zu binden wie Quecksilber und Palladium aus Amalgam-Füllungen, sowie Cadmium, Nickel, Blei und Platin.
Auf den Ausleitungsvorgang können Algen, Bärlauch, Knoblauch und Koriander positiven Einfluss nehmen. Knoblauch – und drei Mal stärker der Bärlauch – sind wirksam in Bezug auf Schwermetalle durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen, die beispielsweise Quecksilber binden.

Koriander versus Quecksilber

Schwermetall-Einlagerungen in Nervenzellen sollen mit einem Auszug von grünem Koriander, auch chinesische Petersilie, mobilisiert und für die Ausleitung vorbereitet werden. Aromatische Wirkstoffe des Heilkrauts Koriander sind in der Lage, Quecksilber im Zellinneren aus den Mitrochondrien der Zellen und sogar der DNA über ihre sogenannte Ligandenfunktion zu mobilisieren.
Der Korianderextrakt löst mehr Schwermetalle, als er bindet. Es sollte also dazu ein Chlorella-Algen-Präparat eingenommen werden, das die gelösten Schwermetalle bindet und zur Ausscheidung bringt.
Die einschlägige Literatur verweist darauf, dass die Übertragungsrichtung aus den Nervenzellen heraus dabei nur funktioniert, wenn zuvor das Bindegewebe schwermetallfrei sei. Ansonsten könnten Einlagerungen von Giften in umgekehrter Richtung aus dem Bindegewebe ins Nervensystem stattfinden. Auch wird auf die ungünstige Wechselwirkung von Vitamin C und Korianderextrakt hingewiesen. Es scheint, als ob Vitamin C oder starke Antioxidantien das Mobilisierungspotenzial von Korianderextrakt aufheben können.

DMPS

DMPS ist die Kurzform von Dimercaptopropansulfonsäure, einem Antidot bei Vergiftungen, das für die Chelat-Therapie angewendet wird. Der Wirkstoff bildet mit den Schwermetallen stabile Chelat-Komplexe, die ausgeschieden werden und so ein Einlagern der toxischen Stoffe verhindert. DMPS wird nur angewendet bei schwerwiegenden Vergiftungen mit Blei, Arsen, Quecksilber, Gold, Bismut, Antimon und Chrom. Es wirkt schnell, belastet jedoch die Nieren als Ausscheideorgan stark.
DMPS ist wasserlöslich und kann daher auch intravenös gespritzt werden. Es kann eingesetzt werden, um zu testen, ob Schwermetallbelastung eines Patienten vorliegen, zum Beispiel aus Zahnfüllungen oder Implantaten. Dazu wird DMPS gespritzt und der Urin vor und nach der Medikamentengabe untersucht. Diese Untersuchungsmethode ist jedoch risikobehaftet, denn es ist möglich, dass eine Umverteilung von vorher in Depots abgelagerten Schwermetallen durch die Mobilisierung in Gang gesetzt wird.
Nicht sinnvoll ist DMPS bei Vergiftungen mit Eisen, Selen, Thallium oder Cadmium

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Amalgam
– Auswirkungen auf die Gesundheit

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Zeitbombe Zahnfüllung

Seit rund 150 Jahren wird Amalgam oft und gerne für Zahnfüllungen verwendet. Es ist günstig, lässt sich gut erarbeiten und bleibt lange stabil. Amalgam besteht zur Hälfte aus dem hochgiftigen Schwermetall Quecksilber. Die andere Hälfte besteht aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Palladium und weiteren Schwermetallen.
Aus den Amalgam-Zahnfüllungen wird ständig Quecksilber in Kleinstmengen freigesetzt und vom Organismus aufgenommen und eingelagert.

Bewusstmachung

Bei acht Zahnfüllungen kann die tägliche Menge von Quecksilberaufnahme im Organismus schon mal 15 bis 20 Mikrogramm ausmachen. Aus der Nahrung werden nochmals durchschnittlich bis zu 2 Mikrogramm täglich aufgenommen.

Lipophiles Gift

Da Quecksilber fettlöslich ist, kann es von den Schleimhäuten im Mund absorbiert werden. Ebenso kann es die Zellmembranen überschreiten und sich Gehirn ablagern.
Bei vielen Krankheiten mit ungeklärten Ursachen, insbesondere bei Autoimmun-Erkrankungen und Depressionen, kann es der Fall sein, dass der Auslöser vielleicht in Quecksilberdepots liegt. Das liegt daran, dass Quecksilber sich mit körpereigenen Proteinen verbinden kann. Diese Verbindungen werden vom Immunsystem nicht mehr als körpereigen erkannt und eine ständige Immunabwehrreaktion wird ausgelöst.

Das kann helfen

Amalgam-Zahnfüllungen sollten sukzessive vom Zahnarzt aus dem Mund entfernt werden, um eine chronische Quecksilbervergiftung zu vermeiden. Verglichen mit den Folgekosten bei schwerwiegenden Erkrankungen durch Quecksilber erscheinen die Kosten dafür vergleichsweise gering.

Natürliche Entgiftung

Eiweißreiche Kost wird flankierend zur Entgiftungsmaßnahme empfohlen. Die Aminosäuren der Proteine können Schwermetalle binden, die dann ausgeschieden werden können.
Wasser ist die Basis für Entgiftungsprozesse, da es die Nieren entlasten kann und beim Ausspülen der gebundenen Giftstoffe dient.

Mineralstoffe können eine sehr wichtige Funktion bei einer Entgiftung einnehmen. Da der Organismus diese ständig benötigt, können sich Schwermetalle an ihre Stelle setzen. Sind aber alle Mineralien ausreichend vorhanden, können sie die Anlagerung von Schwermetallen erschweren. Der Abtransport der Giftstoffe bei der Zellosmose wird durch Elektrolyte wie Kalium, Natrium, Kalzium und Magnesium zusätzlich erleichtert.

Fettsäuren, sogenannte Lipide, aus denen das zentrale Nervensystem zu 80 Prozent besteht, müssen immer wieder erneuert werden. Da Schwermetalle wie Quecksilber fettlöslich sind, haben sie es leicht, sich im Gehirn einzulagern, wenn nicht genügend Fettsäuren vorhanden sind. Ungesättigte Fettsäuren sind daher eine gute Grundlage vor Vorbeugung gegen Schwermetall-Depots in Nervenzellen, aus denen man sie nur noch schwer herauskriegt.

Heilkräuter

Als Naturheilmittel gilt die Mikroalge Chlorella mit einem extrem hohen Chlorophyllgehalt. Sie besitzt die Fähigkeit, Schwermetalle und toxische Stoffe zu binden wie Quecksilber und Palladium aus Amalgam-Füllungen, sowie Cadmium, Nickel, Blei und Platin.

Auf den Ausleitungsvorgang können Algen, Bärlauch, Knoblauch und Koriander positiven Einfluss nehmen. Knoblauch – und drei Mal stärker der Bärlauch – sind wirksam in Bezug auf Schwermetalle durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen, die beispielsweise Quecksilber binden.

DMPS

DMPS ist die Kurzform von Dimercaptopropansulfonsäure, einem Antidot bei Vergiftungen, das für die Chelat-Therapie angewendet wird. Der Wirkstoff bildet mit den Schwermetallen stabile Chelat-Komplexe, die ausgeschieden werden und so ein Einlagern der toxischen Stoffe verhindert. DMPS wird nur angewendet bei schwerwiegenden Vergiftungen mit Blei, Arsen, Quecksilber, Gold, Bismut, Antimon und Chrom. Es wirkt schnell, belastet jedoch die Nieren als Ausscheideorgan stark.

DMPS ist wasserlöslich und kann daher auch intravenös gespritzt werden. Es kann eingesetzt werden, um zu testen, ob Schwermetallbelastung eines Patienten vorliegen, zum Beispiel aus Zahnfüllungen oder Implantaten. Dazu wird DMPS gespritzt und der Urin vor und nach der Medikamentengabe untersucht. Diese Untersuchungsmethode ist jedoch risikobehaftet, denn es ist möglich, dass eine Umverteilung von vorher in Depots abgelagerten Schwermetallen durch die Mobilisierung in Gang gesetzt wird.

Nicht sinnvoll ist DMPS bei Vergiftungen mit Eisen, Selen, Thallium oder Cadmium.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Grüne Mineralerde

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Entgiftung aus der Hausapotheke

Grüne Mineralerde wird aus eiszeitlichen Lößablagerungen gewonnen und wird für verschiedene Heilanwendungen verwendet. Im Gegensatz zur Braunen Mineralerde, die hitzesterilisiert ist, wird Grüne Mineralerde sonnengetrocknet.

Als Arzneimittel zugelassen ist nur die Braune Mineralerde. „Heilerde“ darf sich laut Arzneimittelgesetz nur die Braune Mineralerde nennen, die von der Firma Luvos vertrieben wird.

Mineralerde wird besonders für seine entgiftenden Eigenschaften geschätzt.

Ein natürliches Geschenk der Erde

Grüne Mineralerde ist ein tonhaltiges, kreideartiges Gesteinspulver, das bei der Verwitterung vulkanischer Asche entstanden ist. Sie enthält das Tonmaterial Montmorillonit, ein Aluminiumhydrosilikat aus der Gruppe der Blätterstruktur-Silikate. Montmorillonit gehört zu den Dreischichtsilikaten. Ein weiterer Bestandteil ist Bentonit.

Anwendungen der Mineralerde

Grüne Mineralerde ist relativ geschmacksneutral, was angenehm für innerliche Anwendungen ist. Sie wird im Hausgebrauch verwendet bei Magen-Darmproblemen wie Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen oder Blähungen. Säuren und Fette werden gebunden und ausgeschieden, was den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen kann.

Mineralerde kann Schwermetalle und Giftstoffe binden, beispielsweise auch bei Lebensmittelvergiftungen hilfreich, und zur Entgiftung über den Darm ausscheiden. Die große Oberfläche der Partikel ist dabei förderlich. Für eine Entgiftung wird gerne ein Zusatz von Ballaststoffen gewählt, zum Beispiel Psylliumschalenpulver  und viel Wasser.

Äußerlich angewendet kann sie bei unreiner Haut und Ausschlägen helfen, wirkt wohltuend bei Sonnenbrand, Neurodermitis und Durchblutungsstörungen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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