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Omega 3 im Fisch neutralisiert Quecksilber

fischverzehr
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Quecksilber lauert überall

Das Schwermetall Quecksilber hat leider die Angewohnheit sich in unserem Gewebe anzureichern. Schleichende Vergiftungen durch Quecksilber sind durch die großen Mengen dieses gefährlichen Umweltgiftes in Luft, Erde und Grundwasser fast unvermeidbar. Aber es gibt die neue Erkenntnis, dass die negativen Auswirkungen von Quecksilber durch den Verzehr von essenziellen Fettsäuren neutralisiert werden könnte.

Ist Fischverzehr beunruhigend?

Gesundheitsbewusste Verbraucher sind beim Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten gerne zurückhaltend. Sie wissen, dass sich im Gewebe von Fisch gerne Quecksilber anreichert. Die Verschmutzung der Gewässer und Meere, die Emissionen von Methylquecksilber in der Luft rückt in der Nahrungskette immer weiter nach oben, bis es von den Fischen aufgenommen wird.
Nun gibt es neue Forschungsergebnisse, die eine neue Rechnung aufmachen:
Die Nährwertqualität des Fisches übersteigt die gesundheitlichen Risiken des in dem Fisch vorhandenen Quecksilbers. Wie kann das sein?

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

An der Ulster University, der Universität von Rochester und am gesundheits- und Bildungsministerium der Republik der Seychellen wird der Fischverzehr und die daraus folgende Aufnahme von Quecksilber seit 3 Jahrzehnten erforscht.
Dabei stellen die Wissenschaftler fest, dass die zahlreich vorhandenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren den schädlichen Auswirkungen von Quecksilber entgegen wirken. Sie neutralisieren das Schwermetall. Vor allem die Omega 3 Fettsäuren.

Langzeitstudie

Untersucht wurden 1500 Schwangere, ihr Fischkonsum und die Auswirkungen auf die Entwicklung ihrer Kinder. Der Zeitrahmen von 30 Jahren ermöglichte diese aussagekräftige Langzeitstudie. Der Fischkonsum auf den Seychellen liegt bei durchschnittlich 12 Fischmahlzeiten in der Woche. Bei Müttern und Kindern wurden keine negativen Folgen von Quecksilber insbesondere auf das menschliche Gehirn festgestellt. Bei den Kindern gab es keine Entwicklungsprobleme, die sich auf Schwermetalle zurückführen lassen.
Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren den negativen Folgen von Quecksilber entgegenwirken.

Untersuchungsmethoden

Weil die Menschen auf den Seychellen 10 Mal so viel Fisch verzehren wie die Menschen in Europa, ließen sich durch Haarproben hohe Quecksilberwerte nachweisen. Die Frage war nun, ob sich diese Testergebnisse auf die neurologische Entwicklung der Kinder auswirkt?
Die Kinder wurden ab einem Alter von 20 Monaten auf ihre motorischen und kommunikativen Fähigkeiten sowie ihr Verhalten untersucht. Bis zum Erreichen des 20. Lebensjahres wurde die Entwicklung der Kinder medizinisch verfolgt. Es ließ sich keine Korrelation zwischen dem Verzehr von Fisch und neurologischen Störungen feststellen.

Die Ergebnisse belegen keine allgemeine Korrelation zwischen einer pränatalen Exposition gegenüber Quecksilber durch den Verzehr von Fischen und entwicklungsneurologischen Auswirkungen.
Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die positiven Folgen des Verzehrs von Fisch die potenziell schädlichen Auswirkungen von Quecksilber überwiegen oder sogar ganz verhindern.“
(Dr. Edwin van Wijngaarden, Fachbereich Öffentliche Gesundheit der Universität von Rochester, American Journal of Clinical Nutrition)

Empfehlung

Der Typ der Fettsäuren ist während der Schwangerschaft entscheidend. Die Forscher unterstreichen die Wichtigkeit während der Schwangerschaft ausreichende Mengen an mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu sich zu nehmen.

„Dieses Forschungsprojekt gab uns die Möglichkeit, die Wirkung mehrfach ungesättigter Fettsäuren auf die Entwicklung und ihr Potenzial, der giftigen Eigenschaft von Quecksilber entgegenzuwirken, zu untersuchen und möglicherweise sogar zu verstärken.“
„Die Ergebnisse zeigen, dass es von erheblicher Bedeutung für die neurologische Entwicklung des Kindes ist, welchen Typ von Fettsäuren eine Frau vor und während der Schwangerschaft zu sich nimmt.“
(Dr. Sean Strain, Professor für menschliche Ernährung an der Ulster University in Nordirland,  American Journal of Clinical Nutrition)

Scheinheilig

Die Food and Drug Administration (FDA), die amerikanische Behörde für Nahrungsmittelüberwachung und Arzneimittelzulassung, warnt vor dem Verzehr von Fisch. Das hohe Ausmaß der Quecksilberanreicherung in Fisch und Meeresfrüchten würde die Gesundheit bedrohen. Der gesundheitliche Nutzen durch die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren wird nicht erwähnt.
Ebenfalls wird nicht auf die Gefahren von Quecksilber-Zahnfüllungen und die organischen Quecksilberverbindung (Thiomersal) hingewiesen, die Impfstoffen beigegeben werden, um zu konservieren. Schwermetallbelastungen durch Injektionen und Zahnfüllungen sind aber weitaus gefährlicher als Fisch zu essen. Denn sie haben keine mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die vor dem Schwermetall schützen.

Fazit

Das Quecksilber in Fischen wird von den positiven und gesundheitsfördernden Auswirkungen mehrfach ungesättigter Fettsäuren quasi neutralisiert.
Eine große Gefahr sind jedoch Quecksilberexpositionen im Rahmen medizinischer Anwendungen, etwa durch Impfungen, weil ihre toxische Wirkung nicht durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren konterkariert wird. schleichende Quecksilbervergiftungen, wie sie etwa durch Zahnfüllungen entstehen können, werden wesentlich unterschätzt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Hirtentäschelkraut
(Capsella bursa-pastoris)

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Unscheinbares Heilkraut

Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris) von lat. capsella, kleine Tasche, aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) besitzt im Volksmund viele Namen: Bettseicherle, Blutwurz, Herzel oder Herzelkraut, Löffeldieb, Schinkenkraut und Taschendieb. Einige davon spielen auf die dreieckige Herzform der Blätter oder Schoten an dem unscheinbaren Kraut an. Hirtentäschelkraut ist in ganz Europa verbreitet und wächst meist an Böschungen, auf Brachland oder am Wegesrand.

Ein altes Hausmittel

Die blutstillende Wirkung des Hirtentäschelkrauts ist seit langem bekannt und wurde früher in der Volksmedizin eingesetzt, um bei Geburten die Nachblutung positiv zu beeinflussen und um Menstruationsblutungen lindern. Verwendet wird das ganze Kraut, meist als Tee oder Aufguss. Doch in der traditionellen Volksmedizin heißt es, Hirtentäschelkraut kann noch mehr. Wissenschaftlich nachgewiesen ist der Nutzen oder die Wirkungsweise bislang nicht.

Inhaltsstoffe

Hirtentäschelkraut enthält schwefelhaltige Senfglykoside, insbesondere Sinigrin, das verbindet es mit vielen Kreuzblütlergewächsen. Weiterhin sind enthalten Aminosäuren und Proteine, Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide wie Rutin und Quercetin) sowie Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium. Es ist bisher nicht untersucht, auf welche Inhaltsstoffe die beschriebenen Wirkungen eventuell zurückzuführen sind. Offenbar kann je nach Dosierung das Gegenteil von dem beabsichtigten Effekt eintreten, weshalb eine Anwendung von Hirtentäschelkraut in jedem Falle mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen sein sollte.

Achtung, nicht in der Schwangerschaft anwenden

In der Schwangerschaft darf Hirtentäschelkraut keineswegs angewendet werden, da es vorzeitige Wehen auslösen kann.

Verwendung

Hirtentäschelkraut für Tee oder Aufguss ist in Apotheken, Drogerien, Reformhäusern und Bioläden erhältlich. Es werden ihm entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt, weshalb der Tee oft bei Erkältungen eingesetzt wurde.

Blut und Kreislauf

Hirtentäschelkraut wird als leicht blutstillend beschrieben. Es wird vermutet, dass möglicherweise ein Peptid mit hormonähnlichen Eigenschaften auf die Blutgefäße verengend wirken könnte. Das würde den blutstillenden Charakter eventuell erklären. Jedoch tritt bei höherer Dosierung offenbar der gegenteilige Effekt ein, die Gefäße werden erweitert.

Da Hirtentäschelkraut offenbar auf den Kreislauf wirkt, kann es möglicherweise auf Krampfadern und Hämorrhoiden beeinflussen. Das Heilkraut ist auch gebärmutterwirksam. Es kann die Gebärmutter zusammenziehen (Uteruskontraktion), was zum Auslösen einer Menstruation oder von Wehen erwünscht sein kann. Gleichzeitig wird auch die Verringerung von Blutungen beschrieben, nicht nur auf Nachblutungen bei der Geburt oder zu starker Menstruation, sondern auf alle Arten von Blutungen innerlich wie äußerlich. Das Kraut soll bei Arteriosklerose hilfreich wirken.

In der Volksmedizin wurde überliefert, dass die Heilpflanze auch Magen- und Darmtätigkeit anregen können und stoffwechselunterstützend beim Abnehmen helfen können, wie auch bei Rheuma.

Äußerliche Anwendungen

Äußerlich soll ein Umschlag mit dem Pflanzenaufguss helfen bei Ekzemen und Wundheilung. Die pulverisierte Pflanze wurde gegen Nasenbluten geschnupft.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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