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Kolloidales Gold

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gold
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Bezugsquelle: Kolloidales Gold

Sonnen Metall

Wie die positive Kraft der Sonne sich heilsam auf unsere Psyche, Kreativität und Lebensfreue auswirkt, so kann auch Gold auf die wichtigsten biologischen Funktionen des Organismus wirken. Winzige Goldpartikel der Reinheitsstufe 99,9% in energetisiertem Reinstwasser machen dies möglich.

Zwerge können Blockaden lösen

Kolloidales Gold besteht aus elektrisch geladenen Nanopartikeln. Vom griechischen nános, der Zwerg, bewegt sich die Größe um ein Milliardstel Meter (10-9 m). Aufgrund ihrer Ladung sinken sie nicht ab, sondern schweben im Wasser. Mit der oralen Einnahme von Gold gelangen diese Winzlinge über den Magen-Darm-Trakt in jeden Bereich des Körpers und können dort den Energiefluss anregen und Blockaden lösen. Die Goldpartikel werden nach einiger Zeit wieder ausgeschieden.

Komplexes System

Der menschliche Körper ist ein kompliziertes Zusammenspiel aus elektrischen Verknüpfungen. Die Nervenzellen kommunizieren untereinander. Reize und Informationen werden über Synapsen weitergeleitet. Je besser diese Kommunikation läuft, den man mit einem Energiefluss vergleichen kann, desto besser arbeitet unser Körper in allen Funktionen.

Auf Zellebene aktiv

Goldkolloide fördern die interagierenden Kräfte zwischen den Zellen. Wenn der Informationsfluss funktioniert, können die biologischen Schaltzentralen (Synapsen) besser arbeiten: die Zellregeneration läuft an. Kolloidales Gold wird deshalb auch als „Verjüngungsmittel“ bezeichnet. Je besser dieser Energiefluss zwischen den Nervenzellen funktioniert, desto besser können unsere Sinnesorgane arbeiten. Kolloidales Gold kann seine aktivierende Wirkung im ganzen Körper entfalten.

Blut-Hirn-Schranke

Winzig klein zu sein hat einen entscheidenden Vorteil, wenn man die Blut-Hirn-Schranke überwinden will. Goldkolloide schaffen es spielend im Gehirn Denkprozesse zu fördern, Geschicklichkeit zu verbessern und die Konzentration zu stärken.

Die Ursache vieler Beschwerden ist ein gestörter Energiefluss innerhalb der Zellen. Die Voraussetzung für ein gesundes und aktives Leben ist Energie aus der Zelle. Diese wird im Kraftwerk der Zelle (Mitochondrium) erzeugt. Bei regelmäßiger Einnahme von Kolloidalem Gold wird der elektrische Leitfluss des gesamten Organismus erhöht. Aktivität und Ausgeglichenheit, verbesserter Schlaf und erhöhte Leistungsfähigkeit können sich wieder einstellen.

Wichtiges Spurenelement

Gold ist dem menschlichen Körper als Spurenelement wohl bekannt. In seiner kolloidalen Form kann es dazu beitragen die Gehirnfunktionen erheblich zu steigern. Pilotstudien zum Intelligenzquotienten vor und nach 3 monatiger Einnahme von Kolloidalem Gold zeigen einen Anstieg des IQ von 20%.

Gold Stimmung

Kolloidales Gold stimuliert die Produktion endorphinartiger Hormone, die für gute Stimmung und Glücksgefühl sorgen können.

Erhöhte Leitfähigkeit der DNS

Die DNS trägt unsere Erbinformation, das gesamte genetische Lebensprogramm einer Zelle. Durch elektrochemische Vorgänge kann die DNS auf Molekularebene beeinflusst werden. Kolloidales Gold erhöht nämlich die Leitfähigkeit der DNS. Zahllose Zellschäden, die allein durch unseren Stoffwechsel entstehen, können so besser und schneller durch das körpereigene Reparatursystem behoben werden.

Starke Radikalfänger: SOD und Gluthation

Freie Radikale sind hochreaktive Moleküle, die bei oxidativem Stress entstehen. Hauptsächlich durch Umweltgifte, denen der Mensch kaum ausweichen kann, aber auch Verletzungen oder Sonnenbrand können oxidativen Stress verursachen. Freie Radikale schädigen die Zellmembranen und sogar das Erbgut von Zellen. Die Dauerbelastung durch freie Radikale ist die Ursache vieler Beschwerden wie Leistungsabfall, chronische Müdigkeit, Rheumatismus, Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes, ADHS, Herz-Rhythmus-Störungen, Arthritis bzw. Arthrose, erhöhter Cholesterinspiegel, vorzeitige Alterungserscheinungen oder sogar Krebs.

Kolloidales Gold stimuliert die Produktion zweier starker Radikalfänger. Als starke Antioxidantien neutralisieren sie die Wirkung freier Radikale.
Glutation reduziert reaktive Sauerstoffverbindungen und bewahrt so die Körperzellen vor Schädigung. Bei entscheidenden Stoffwechselvorgängen ist Glutation beteiligt: So zum Beispiel bei der Zellentgiftung, der Hemmung von Entzündungsherden oder der Reparatur von DNS-Schäden.
SOD, das Methusalem-Enzym, wehrt Superoxide ab. So werden die häufigsten und gefährlichsten freien Radikale bezeichnet. Dieser Zellschutz wird aber nicht immer in ausreichender Menge vom Körper produziert. Kolloidales Gold regt die Bildung dieses Enzyms an.

Wirkung

  • Energie- und Leistungsfähigkeit
  • Zellen erhalten erhöhte Leitfähigkeit
  • Antioxidans
  • Entzündungshemmend
  • Schöne Haut und Bindegewebe
  • Unterstützt die Behandlung rheumatischer Erkrankungen

In der Regel entfaltet Kolloidales Gold seine volle Wirkung nach Wochen oder soga erst Monaten. Die Einnahme ist also auf längere Zeit angelegt und die Wirkung kann je nach Veranlagung unterschiedliche ausfallen. Bei den meisten Menschen strafft sich die Haut, die Konzentrationsfähigkeit steigt und die Vitalität und Lebensfreude nimmt zu.

Bitte nicht selbst herstellen

Anleitungen zum selbst herstellen von kolloidalem Gold (etwa aus dem Internet) sind mit Vorsicht zu genießen. Es wird behauptet, man könne Kolloidales Gold mit destilliertem Wasser selbst herstellen. Die Herstellung ist jedoch nicht so einfach, wie dort beschrieben. Entscheidend sind drei Dinge.
Herstellungsprozess: Zur Herstellung empfiehlt Urs Buergi das „constant-current-Verfahren“. Das ist ein Elektrolyseverfahren, bei dem der Stromfluss permanent elektronisch überprüft und stabil gehalten wird. Nur bei diesem Verfahren entstehen äußerst kleine Teilchen in der Größe von 5 bis 15 Atomen.
Gold: Der Rohstoff sollte mit 99,9% der höchsten Reinheitsstufe entsprechen. Dieses sogenannte Feingold ist die Bezeichnung für chemisch reines Gold. Es wird mit 1000/1000 Promille angegeben.
Wasser: Wasser hat ein Gedächtnis und speichert nicht nur positive sondern auch sämtliche negativen Informationen. Giftige Dünge- und Pflanzenschutzmittel, chemische Arzneimittel und alle bekannten Umweltgifte. Zur Reinigung des verwendeten Wassers empfiehlt Urs Buergi ein Drei-Stufen-Verfahren, das aus Aktivkohlefilter, einem Umkehr-Osmose-Gerät und schließlich einen Ionenaustauscher besteht. Nach einer solchen gründlichen Reinigung hat das Wasser hat eine Restverschmutzung von nur noch 0,1 bis 0,4 microsiemens. (Zum Vergleich: medizinisches Wasser zur Herstellung von Medikamenten und Injektionslösungen hat eine Restverschmutzung von 1 bis 4 microsiemens)

Partikelgröße entscheidend

Die Größe der Partikel je nach Herstellung durch Elektrolyse, chemisch oder gemahlen, kann von einem bis zehn Nanometer reichen. Die Silberteilchen werden mit elektrischer Ladung versehen und in destilliertem Wasser angereichert. Dabei halten sich die elektrisch geladenen Kolloidpartikel gegenseitig in der Schwebe. Durch Lichteinwirkung kann die Ladung der Teilchen verloren gehen.

Die Goldkonzentration wird bei kolloidalem Gold in ppm (parts per million) angegeben. Je länger die Elektrolyse arbeitet, desto höher sind die ppm. Es sind Produkte von 1 ppm – 8 ppm im Handel.
Urs Buergi empfiehlt Kolloidales Gold der Konzentration 8 ppm zu kaufen. Diese Konzentration hat sich bewährt.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kolloidalem Gold sind nicht bekannt. Ebenso keine allergene Stoffe.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

 

 

Weidenrinde (Salicis cortex)

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weidenrinde
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Uraltes Mittel gegen Schmerzen

Weidenrinde (Salicis cortex) besteht aus der Rinde junger Zweige der Weide (Salix). Es existieren rund 400 Weidenarten. Als wirksame Lieferanten gelten Weiden, die einen Mindestgehalt an Salicylalkohol-Derivaten (Salicylate wie Salicin oder Salicortin) enthalten, insbesondere Silberweise (Salix alba) und Purpurweise (Salix purpurea).

Weidenrindenzubereitungen, gekocht aus der frischen oder getrockneten Rinde, Rindenstücken oder jungen Zweigen der Weide, werden seit Urzeiten als hochwirksames Arzneimittel gegen Fieber und Schmerzen angewendet. Der Wirkstoff ist heute gebräuchlich in Aspirin oder ASS-Tabletten.

Von der Weidenrinde zur Aspirintablette

Germanen, Kelten und Römer haben sich der Heilwirkung aus der Weidenrinde bedient. Die schmerzlindernde, entzündungshemmende und fiebersenkende Wirkung war Ärzten bekannt. Der entscheidende Wirkstoff, das Salicin, wurde vor rund 200 Jahren erstmals aus der Weidenrinde isoliert. Es hemmt die Produktion der Prostaglandine, der Botenstoffe bei Entzündungen, mit dem schmerzlindernden und fiebersenkenden Effekt. Zehn Jahre später wurde Salicylsäure als pharmakologisches Medikament als Schmerzmittel auf den Markt gebracht. Die Weiterentwicklung der Salicylsäure zum Wirkstoff Acetylsalicylsäure, die hinter dem heute weltweit bekannten Markennamen Aspirin steckt, wurde 1897 erstmalig aktenkundig. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Aspirin zu einem enormen Markterfolg der Firma Bayer nach einem modifizierten Herstellungspatent von 1921.

Wer war wirklich der Erfinder?

Die Erfindung im Hause Bayer wird Felix Hoffmann zugeschrieben. Die Leistung gilt als historisch umstritten, da einiges darauf hindeutet, dass der jüdische Arthur Eichengrün der eigentliche Erfinder war. Er war nach der Zulassung von Aspirin Leiter der pharmazeutischen Abteilung der Bayer AG. Hoffmann Leiter der Marketing-Abteilung. In der Zeit des Nationalsozialismus war es gängige rassistische Praxis, jüdische Errungenschaften zu leugnen. Selbst die Beteiligung Eichengrüns war seitens des Pharmakonzern unerwähnt geblieben. Eichengrün selbst hat aus dem Konzentrationslager heraus schriftlich festgehalten, dass Hoffmann nur seine Anweisungen ausgeführt habe, die er während seiner, Eichengrüns Forschungsarbeit zu Aspirin erhalten habe. Seit 1977 steht Aspirin auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Wirkung von Weidenrinde

Der Körper wandelt das Salicin aus der Weidenrinde in der Leber um in Salicynsäure. Der Effekt ist wird nicht als ebenso stark empfunden, wie in den pharmakologischen Fertigmedikamenten aus der Apotheke. Dafür fallen die Nebenwirkungen von Weidenrinde gegenüber Aspirin, ASS & Co für den Magen weniger drastisch aus.

Wirkung von Aspirin

Acetylsalicylsäure (ASS) wirkt gerinnungshemmend auf das Blut. Diese Wirkung sowie seine schmerz- und entzündungsstillenden Eigenschaften werden aufgrund der reduzierten Prostaglandine erreicht, jene Botenstoffe, die für Entzündungen, Schmerz und Blutgerinnung verantwortlich sind. Die Wirkung von ASS auf die Thrombozyten, die Blutplättchen, die für die Blutgerinnung und Schließung von Wunden zuständig sind, geht nicht zurück. Die gerinnungshemmende Wirkung erlischt nach ca. einer Woche , wenn neue Thrombozyten gebildet werden.

Eine Belastung für den Magen kommt durch die Beteiligung der Prostaglandine an der Magensäureproduktion und an der Durchblutung der Magenschleimhaut zustande.

Die genaue Wirkungsweise der Acetylsalicylsäure hat John Robert Vane 1971 einen Nobelpreis für Medizin eingebracht.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Wasserdost
(Eupatorium cannabinum)

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Seit Antike als Heilkraut bekannt

Wasserdost (Eupatorium), auch Wasserhanf oder Kunigundenkraut genannt, gehört zur Pflanzengattung der Korbblütler (Asteraceae). Es existieren auf der Welt über 40 Arten der krautigen Pflanze, die bis zu drei Meter hoch werden kann. Als Heilmittel gelten der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum), der Durchwachsene Wasserdost (Eupatorium perfoliatum) und der Purpurrote Wasserdost (Eupatorium purpureum). Wasserdost schätzt feuchte, halbschattige Plätze. Als Heilkraut soll Wasserdost die Immunabwehr fördern. Griechische Ärzte des Altertums haben Wasserdost bei Durchfall und gegen Leberleiden angewendet. Die Indianer Nordamerikas schätzten das Kraut als Heilmittel gegen Fieber und Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen.

Verwendet wird das ganze Kraut

Die Blätter des Gewöhnlichen Wasserdost regt die Produktion von Gallensäure an, ist harntreibend und leberwirksam. Bei Ödemen wurde auf die harntreibende Wirkung gesetzt. Wurzel- und Krautdroge wurden nicht nur gegen Leberleiden verwendet, traditionell fand das Heilkraut auch gegen Fieber und Rheuma Anwendung. Als Salbe verarbeitet sollte Wasserdost gegen Geschwüre und Quetschungen helfen.

Als unspezifisches Immunstimulans wird Wasserdost heute in der Naturheilkunde eingesetzt gegen Erkältungskrankheiten. In der Homöopathie wird gerne das frische, blühende Kraut unter der Bezeichnung Eupatorium cannabinum HAB verwendt.

Inhaltsstoffe von Wasserdost

Die krautige Pflanze enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe, Eupatorin, Gerbstoffe, Harz und Pyrrolizidinalkaloide.

Hinweis

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Vogelmiere (Stellaria media)

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vogelmiere
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Das unterschätzte Heilkraut

Die gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media) gehört zur Pflanzenfamilie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Ihr Name leitet sich aufgrund ihrer sternförmigen Blüten ab von lat. stella, Stern. Die Pflanze ist auch unter den Bezeichnungen Vogel-Sternmiere, Hühnerdarm, Hühnerscherbe und Hustdarm bekannt. Die Vogelmiere wird meist als Unkraut betrachtet, kann aber auch als Heilkraut und Wildgemüse verwendet werden. Die einjährige Pflanze ist weltweit verbreitet.

Inhaltsstoffe

Die Vogelmiere enthält Vitamine, Saponine, Flavonoide, Cumarine, Mineralien, Oxalsäure, Zink und ätherische Öle.

Naturheilkunde

Vogelmiere soll schmerzlindernde Eigenschaften besitzen in äußerlicher wie innerlicher Anwendung. Als Extrakt soll sie Symptome von Rheumatismus und Gelenkschmerzen lindern. Insbesondere das Kraut der Pflanze wird eingesetzt.

In der Naturheilkunde werden der Vogelmiere außerdem blutstillende und entzündungshemmende sowie astringierende, harntreibende und schleimlösende Eigenschaften zugeschrieben. Bei Husten und anderen Atemwegserkrankungen soll Vogelmiere als Tee Abhilfe schaffen. Ebenso soll das unterschätzte Unkraut eine Heilwirkung bei Gicht, Rheuma und Gelenkentzündung besitzen und bei Nierenschwäche und Hämorrhoide einen positiven Einfluss nehmen. Äußerlich soll eine Anwendung bei Schnittwunden, Quetschungen, Furunkeln, Schuppenflechte, Ekzemen und allerlei Hautproblemen hilfreich sein.

Aus Blüten soll ein Extrakt angeblich das Selbstvertrauen und das Durchhaltevermögen stärken. Im Mittelalter war eine Salbe aus Vogelmiere und Schmalz gegen Hautkrankheiten verbreitet.

Wildgemüse mit vielen Vitaminen

Als Wildgemüse erinnert ihr Geschmack an Mais, zum Beispiel als Vogelmierensalat. Das Kraut enthält große Mengen an Vitamin C – allerdings auch Saponine, weshalb die Vogelmiere sparsam verwendet werden soll.

Hinweis

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Mariendistel (Silybum marianum)

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Leberwirksame Heildistel

Die Mariendistel (Silybum marianum) gehört zur Familie der Carduoideae, einer Unterfamilie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist unter vielen anderen Namen bekannt, die teilweise auf die Legende hindeuten, dass die weißen Flecken auf den Distelblättern von der Milch der Gottesmutter Maria stammen, die beim Stillen des Jesuskindes einige Tropfen Milch verloren haben soll: Marienkörner, Stechkörner, Christi Krone, Donnerdistel, Heilandsdistel, Frauendistel und Fieberdistel.

Die Mariendistel stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst auch in Mitteleuropa sowie auf Nordafrika, auf den Kanaren, den Azoren, Madeira, in Südrussland und im Iran.

Hauptwirkstoff

Als Arznei in der Pflanzenheilkunde werden die Früchte der Mariendistel verwendet. Der entscheidende Wirkstoff scheint Silymarin zu sein, eine Kombination aus den Flavonolignaen Silibinin, Isosilibinin, Silychristin und Silydianin sowie reichlich enthaltenem Eiweiß und den Fettsäuren Linol- und Ölsäure.

Therapeutischer Einsatz

Der Wirkstoff der Mariendistel, das Silymarin, hat im Laborversuch leberwirksame Eigenschaften gezeigt. Als Entgiftungsorgan und Lieferant der Gallenflüssigkeit für die Verdauung besitzt die Leber eine hohe gesundheitliche Bedeutung im Organismus. Silymarin unterstützt die Zellmembran der Leberzellen gegen schädliche Einwirkungen von außen und schützt gegen den Verlust von Leberenzymen. Die Regeneration von Lebergewebe kann durch Silymarin gefördert werden. Möglicherweise kann die Mariendistel gewisse Leberkrankheiten verlangsamen wie beispielsweise Leberverfettung. Als Arznei werden Präparate aus Mariendistel verwendet, insbesondere als ergänzende Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen. In Tee kann Silymarin nur wenig bewirken, da es schwer wasserlöslich ist. In Kliniken werden meist Kapseln oder Tabletten verwendet.

Von einer Selbstmedikation ist abzusehen. Der Einsatz von Fertigarzneimitteln und hochdosierten Präparaten sollte stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt sein.

Homöopathische Verwendung

Die Homöopathie kennt die Mariendistel für Tinkturen und Potenzen gegen Leberkrankungen, Gallenbeschwerden, Hämorrhoiden, Krampfadern und rheumatischen Beschwerden.

Achtung bei Allergie

Bei bestehender Allergie gegen Korbblütler sollte Mariendistel nicht angewendet werden.

Hinweis

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Holunder (Sambucus nigra)

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holunder
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Weiße Blüte, schwarze Frucht

Holunder (Sambucus) ist ein Strauch aus der Familie der Moschuskrautgewächse. In Mitteleuropa ist der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) am stärksten verbreitet. Er ist unter liebevollen Trivialnamen bekannt wie Fliederbeerbusch, Holler oder Holder und gilt als uralte heimische Heilpflanze. Viele Mythen und Märchen ranken sich um den wüchsigen Busch, der in keinem Bauerngarten fehlen durfte und Waldränder und Wiesen säumte. Er bevorzugt stickstoffreiche Böden.

Geheimnisvoll und wirkungsreich

Vor Blitzschlag sollte Holunder in Volksglauben schützen, vor Hexen, Geistern und Dämonen. Stattdessen sollten sich den Menschen wohlgesinnte Hausgeister im Holunder wohlfühlen. Das Ausgraben eines Holunderstrauchs sollte Unglück heraufbeschwören, ein Verdorren gar den Tod vorhersagen. Manche meinen, dass der Holunder seinen Namen der nordischen Göttin Holle verdankt, die sich als die gute Frau Holle in dem Grimm-Märchen wiederfindet.

Möglicherweise leitet sich der Name auch von „hohl“ ab. Aus den hohlen Zweigen des Holunder, aus denen sich leicht das Mark lösen ließ, schnitzten sich Generationen von Kindern ihre erste Flöte und Blasrohre. Als schweißtreibendes Hausmittel wurde er gegen fiebrige Erkältungen und eine Reihe anderer Krankheiten angewendet.

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen des Holunder zählen ätherische Öle, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren wie die Chlorogensäure, Triterpene und Schleimstoffe. Es werden Rinde, Blüten und die schwarzen Beeren des Strauches verwendet. Aus den Blüten wird ein klarer Sirup hergestellt oder getrocknet als Tee aufgegossen.

Beeren, Rinde und Blättern enthalten ein schwaches Gift, das cyanogene Glycosid Sambunigrin, das zu Erbrechen und leichten Krämpfen führen kann. Durch Erhitzen zerfällt das Sambunigrin, deshalb findet man Holunderbeeren oft in gekochten Zubereitungsformen wie Holunderbeerensaft, Holunderbeermarmelade oder Fliederbeersuppe.

Das pflanzliche Heilmittel stärkt

Der Saft aus den Beeren, die Beeren selbst sowie Tee aus Blüten oder der Rinde gelten als Hausmittel gegen fiebrige Erkältungen mit schweißtreibender Wirkung, das Herz und Kreislauf stärkt. Die Wirksamkeit der Beeren erklärt sich aus reichlich Vitamin C und Vitamin B, den Fruchtsäuren und ätherischen Ölen, die auch Bestandteil der Blütenstände sind. Die starke antioxidative Wirkung der Anthocyanidine in den blauschwarzen Pflanzenfarbstoffen der Beeren schützt vor oxidativem Stress in den Körperzellen, verstärkt durch das Vitamin C. Diese Komponenten stärken das Immunsystem.

Fiebrige Erkältungen ade

Traditionell gelten Holunderbeeren als schmerzstillend und entzündungshemmend. Die ätherischen Öle besitzen einen schweißtreibenden und schleimlösenden Effekt, der das Fieber senkt und den Auswurf von Bronchialsekreten erleichtert. Die Beeren besitzen zusätzlich eine schwach abführende Wirkung. Getrocknete Blüten (Flores Sambuci) werden als Teekräuter von Apotheken, Drogerien und Reformhäusern geführt.

Die lange Liste der segensreichen Anwendung

Die Anwendung in der Hausmedizin sieht Beeren, Blüte aber auch die Blätter bei rheumatischen Beschwerden vor. Holunder soll auch Diabetes mellitus positiv beeinflussen. Medizinisch sind die Wirkungen nicht nachgewiesen.

Neueste Forschungen haben den Wirkstoff N-Phenylpropanol-Laminosäureamid im Holunder entdeckt. Er kann einer erfolgreichen Anheftung des Erregers von Magenschleimhautentzündungen Heliobacter pylori entgegenwirken.

Hinweis

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Hirtentäschelkraut
(Capsella bursa-pastoris)

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hirtentaeschelkraut
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Unscheinbares Heilkraut

Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris) von lat. capsella, kleine Tasche, aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) besitzt im Volksmund viele Namen: Bettseicherle, Blutwurz, Herzel oder Herzelkraut, Löffeldieb, Schinkenkraut und Taschendieb. Einige davon spielen auf die dreieckige Herzform der Blätter oder Schoten an dem unscheinbaren Kraut an. Hirtentäschelkraut ist in ganz Europa verbreitet und wächst meist an Böschungen, auf Brachland oder am Wegesrand.

Ein altes Hausmittel

Die blutstillende Wirkung des Hirtentäschelkrauts ist seit langem bekannt und wurde früher in der Volksmedizin eingesetzt, um bei Geburten die Nachblutung positiv zu beeinflussen und um Menstruationsblutungen lindern. Verwendet wird das ganze Kraut, meist als Tee oder Aufguss. Doch in der traditionellen Volksmedizin heißt es, Hirtentäschelkraut kann noch mehr. Wissenschaftlich nachgewiesen ist der Nutzen oder die Wirkungsweise bislang nicht.

Inhaltsstoffe

Hirtentäschelkraut enthält schwefelhaltige Senfglykoside, insbesondere Sinigrin, das verbindet es mit vielen Kreuzblütlergewächsen. Weiterhin sind enthalten Aminosäuren und Proteine, Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide wie Rutin und Quercetin) sowie Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium. Es ist bisher nicht untersucht, auf welche Inhaltsstoffe die beschriebenen Wirkungen eventuell zurückzuführen sind. Offenbar kann je nach Dosierung das Gegenteil von dem beabsichtigten Effekt eintreten, weshalb eine Anwendung von Hirtentäschelkraut in jedem Falle mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen sein sollte.

Achtung, nicht in der Schwangerschaft anwenden

In der Schwangerschaft darf Hirtentäschelkraut keineswegs angewendet werden, da es vorzeitige Wehen auslösen kann.

Verwendung

Hirtentäschelkraut für Tee oder Aufguss ist in Apotheken, Drogerien, Reformhäusern und Bioläden erhältlich. Es werden ihm entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt, weshalb der Tee oft bei Erkältungen eingesetzt wurde.

Blut und Kreislauf

Hirtentäschelkraut wird als leicht blutstillend beschrieben. Es wird vermutet, dass möglicherweise ein Peptid mit hormonähnlichen Eigenschaften auf die Blutgefäße verengend wirken könnte. Das würde den blutstillenden Charakter eventuell erklären. Jedoch tritt bei höherer Dosierung offenbar der gegenteilige Effekt ein, die Gefäße werden erweitert.

Da Hirtentäschelkraut offenbar auf den Kreislauf wirkt, kann es möglicherweise auf Krampfadern und Hämorrhoiden beeinflussen. Das Heilkraut ist auch gebärmutterwirksam. Es kann die Gebärmutter zusammenziehen (Uteruskontraktion), was zum Auslösen einer Menstruation oder von Wehen erwünscht sein kann. Gleichzeitig wird auch die Verringerung von Blutungen beschrieben, nicht nur auf Nachblutungen bei der Geburt oder zu starker Menstruation, sondern auf alle Arten von Blutungen innerlich wie äußerlich. Das Kraut soll bei Arteriosklerose hilfreich wirken.

In der Volksmedizin wurde überliefert, dass die Heilpflanze auch Magen- und Darmtätigkeit anregen können und stoffwechselunterstützend beim Abnehmen helfen können, wie auch bei Rheuma.

Äußerliche Anwendungen

Äußerlich soll ein Umschlag mit dem Pflanzenaufguss helfen bei Ekzemen und Wundheilung. Die pulverisierte Pflanze wurde gegen Nasenbluten geschnupft.

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Engelwurz, Angelikawurzel (Angelica archangelica)

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Angelika, die Engelsgleiche

Die Echte Engelwurz oder Arznei Engelwurz (Angelica archangelica) gehört zur Gattung der Engelwurzen. Sie ist in der Volksmedizin als Heilpflanze bekannt, von der die mittelalterliche Legende sagt, dass sie in Zeiten großer Not von einem Engel auf die Erde gesandt worden sei. Die Geschichte erzählt von einem Einsiedler, dem der Erzengel Gabriel im Traum erschien und die Engelwurz als Heilmittel gegen die Pest zeigte. Dazu passt der botanische Name, zusammengesetzt aus lat. angelicus, Engel, und archangelica, Erzengel. Im Mittelalter spielte die Symbolik eine große Rolle und aus der Beschaffenheit von Pflanzen wurde oftmals auf ihr Heilwirkung geschlossen. Die Hüllblätter um neuwachsende Sprosse der Angelika wurden als Geste des Beschützens gedeutet. Wahrscheinlich war die Heilwirkung der Pflanze zu diesem Zeitpunkt bereits Allgemeinwissen, denn Engelwurz war seit der Antike Bestandteil eines Universalheilmittels, des sogenannten Theriak, das gegen vielerlei Beschwerden angewendet wurde.

Wikinger brachten die Angelika nach Mitteleuropa

In Skandinavien, Island und Grönland ist die Pflanze unter dem Namen Kvan bekannt. Im 10. Jahrhundert kam sie mit den Wikingern nach Mitteleuropa, wo sie in Klostergärten kultiviert wurde. Die zweijährige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch.

Heilpflanze aus Klostergärten und wildwachsend in der Natur

Bitterstoffe und ätherische Öle machen die Inhaltsstoffe der Wurzel aus (Angelica radix), die in der Volksmedizin gegen Rheuma und Neuralgien und auch gegen Schlaflosigkeit eingesetzt werden. Innerlich wird ein Tee oder ein Kaltauszug bei leichten Magenverstimmungen, Darmkrämpfen oder Blähungen angewendet. Dadurch, dass auch die Produktion von Magensaft und Bauchspeicheldrüsensekreten unterstützt wird, kann auch bei Appetitlosigkeit Angelika als Heilpflanze verwendet werden. Weitere Inhaltsstoffe der unterirdischen Pflanzenteile sind Angelikasäure, Fumarsäure, Chlorogensäure, Kaffeesäure, Harze und Flavanone.

Aromatische Zutat

Das ätherische Öl aus den Wurzeln und Samen aromatisiert verschiedene Bitterschnäpse, zum Beispiel Chartreuse, Bénédicte oder Boonekamp. Angelika ist auch im Schneeberger Schnupftabak enthalten und macht die typische Note aus. Die Stängel der Angelika werden kandiert für Konfekt oder als Verzierung von Süßigkeiten angeboten. Engelwurz wird daher in Deutschland, den Niederlanden und Polen, seltener auch in Belgien und Frankreich angebaut mit Erträgen von 2,5 und 4 Tonnen pro Hektar, vorwiegend in der Art Angelica sativa. In Duftpotpourris fixiert sie den Duft der anderen Ingredenzien.

Achtung, Gift!

In größeren Mengen wirkt das ätherische Öl aus der Wurzel toxisch. Offenbar kann eine größere Dosis von Angelica Radix Vergiftungen hervorrufen und wurde von Kräuterkundigen in der Volksmedizin zu Abtreibungen eingesetzt. Sehr gefährlich ist die Verwechslung mit dem sehr giftigen Gefleckten Schierling. Bei empfindlicher Haut kann der Kontakt mit dem frischen Saft der Angelika durch phototoxische Stoffe eine Dermitis oder eine Sonnenüberempfindlichkeit auslösen, die sogenannte Angelicadermitis.

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Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

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Vitaminlieferant im Winter

Brunnenkresse oder auch Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist ein Kreuzblütengewächs (Brassicaceae) aus der Gattung der Brunnenkressen (Nasturtium). Als wintergrünes Gemüse und Heilpflanze ist die Brunnenkresse seit dem Altertum beliebt. Ihren Namen erhielt sie von ihrem durch Senfölglycoside verursachten, leicht scharfen Geschmack, abgeleitet vom althochdeutschen Wort cresso, scharf. Sie wächst an schattigen und feuchten bis sumpfigen Stellen. Im Volksmund wird die Pflanze auch Wasserkresse, Bornkersch, Bornkassen oder Kasse genannt. Geerntet werden die zarten, grünen Blätter vor allem im Mai und Juni, als winterhartes Gemüse steht es jedoch grundsätzlich ganzjährig zur Verfügung. Zu Heilzwecken werden die Blätter kurz vor dem Erblühen der Brunnenkresse gesammelt. Brunnenkresse sollte stets getrennt von anderen Trockenpflanzen getrocknet und aufbewahrt werden. Die Brunnenkresse ist in ganz Europa verbreitet.

Inhaltsstoffe

Neben Bitterstoffen und Gerbstoffen enthält die Echte Brunnenkresse viel Vitamin A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C und Vitamin E. Als winterhartes Gemüse erfüllte die Brunnenkresse in früheren Zeiten eine wichtige Funktion als Vitaminlieferant noch vor dem Frühjahr. Inhaltsstoffe sind außerdem Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor und Calcium sowie Zucker, ätherische Öle und Raphanol.

Heilpflanze Brunnenkresse

In der Homöopathie wird Brunnenkresse in verschiedenen Darreichungsformen als Wirkstoff verwendet. Seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde eingesetzt wurde die Pflanze bei Harnwegserkrankungen als harntreibend und auch bei Geburten als wehentreibend. Ein positiver Effekt auf Erkrankungen der Mundschleimhaut, der Galle und des Magens wird ihr nachgesagt. Gegen Frühjahrsmüdigkeit und als Aphrodisiakum soll sie ebenso helfen wie bei erhöhtem Blutzucker (Diabetes mellitus) und bei Rheuma. Aus den Kräutergärten der Klöster wurden Tees gegen Bronchitis zu zur Behandlung von Atemwegserkrankungen aus den Samen mit Honig vermischt hergestellt, zur Blutreinigung und Entschlackung. Äußerlich angewendet soll sie einen frischen Teint bewirken und gegen Ekzeme wirken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Cayenne (Capsicum annuum)

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cayenne
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Klein, scharf und ungeheuer gesund

Cayenne (Capsicum annuum var. Acuminatum) gehört zu der Gattung der Paprika aus der Familie der Nachtschattengewächse. Die ersten Chilipflanzen kamen mit Kolumbus und anderen Seefahrern aus Südamerika nach Europa. Später wurden sie auch aus Indien importiert.

Hierzulande ist die kleine scharfe rote Schote als Chilisorte Cayenne bekannt und wird in der Küche als Gewürzpulver unter dem Namen Cayennepfeffer verwendet. Aber diese Pflanze kann mehr. Bahnbrechende Erkenntnisse könnten erklären, weshalb in den angestammten Herkunftsländern der scharfen Frucht die Menschen seltener an Krebs erkranken.

Für Herzgesundheit und Kreislauf

Der scharfe Inhaltsstoff der Chili heißt Capsaicin. Je schärfer der Chili ist, desto wirksamer. Die Substanz wirkt positiv auf die Blutgefäße und den Blutdruck und kann fettreiche Ernährung bis zu einem gewissen Maß ausgleichen. Der Wirkstoff kann die Kalkablagerungen an den Gefäßwänden reduzieren, die oft zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Der Focus (08.04.2012, M. Preuk) berichtet über Forschungsergebnisse an der Chinese University of Hong Kong, die die Wirkung von Capsaicin auf die Herzgesundheit in den Mittelpunkt stellen. Die Wissenschaftler haben entdeckt, dass Capsaicin ein bestimmtes Gen blockiert, das ein Eiweiß produziert (Cyclooxygenase-2, COX-2), das Muskeln und Blutgefäße verengt. Wenn es fehlt fließt die Durchblutung besser, der Blutdruck sinkt. Einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel konnten Untersuchungen bestätigen.

Gesundheit und Chili

In Kosmetik und Medizin wird der Wirkstoff schon lange eingesetzt gegen Arthritis und für die Schmerzbehandlung. Antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften stärken das Immunsystem. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es möglicherweise als Krebsschutzfaktor eine Bedeutung erlangen kann.

Durch die gefäßerweiternde Wirkung wird der gesamte Kreislauf in Schwung gebracht, was unter anderem Embolien vorgebeugt. Zur Gewichtsreduktion wird Chili eingesetzt, da es die Fettverbrennung erhöht. Es führt zu vermehrtem Schwitzen, was mehr Kalorien verbraucht.

Cayennechili enthält viel Vitamin A, Vitamin C, Carotin, Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen. Die Naturheilkunde setzt schon lange auf die Wirkung des Scharfmachers. Bei folgenden Beschwerden wird Cayennechili eine vorbeugende oder heilende Wirkung nachgesagt: Rheuma, Schuppenflechte (Psoriasis), Arthrose, Magenbrennen, Magengeschwür, Durchblutungsstörungen, Krebs, Angina Pectoris, Übergewicht, Diabetes, Embolie, Pilzerkrankungen, Krampfadern, Herzgesundheit, Infekte und sogar Migräne.

Wie scharf ist Chili?

Früher glaubte man, scharfes Essen würde dem Magen schaden. Die positive Wirkung von Chili revidiert dieses Bild. Das Capsaicin reizt die Wärmenerven im Mund und auf der Zunge. Die Geschmacks- und Schmerznerven sind davon jedoch nicht betroffen. Die Nerven schütten einen Botenstoff aus (Neurotransmitter), der die gesamten feinen Blutgefäße erweitert und damit positiv auf die Blutzirkulation wirkt. Dem Brennen im Mund setzt das Gehirn eine Ausschüttung von Glückshormonen entgegen (Endorphine).

Capsaicin ist nur im Mark der Cayennechili enthalten, nicht in den Samen. Weder das Kochen noch das Einfrieren beeinträchtigt den Wirkungsgrad. Es ist nicht wasserlöslich – Wasser zu trinken, um das Brennen im Mund abzustellen, nützt nichts. Da der Wirkstoff öl- und fettlöslich ist, helfen Milch, Joghurt, Käse oder Alkohol.

Die verschiedenen Schärfegrade werden in Scoville-Einheiten angegeben. Der Wert von 1.500 bedeutet, dass man 1.500 Milliliter Wasser benötigt, um die Schärfe von einem Milliliter Chili zu komplett zu entfernen. Auf Wikipedia wird die Skala wie folgt ausgewiesen: Scoville-Grad 0 bis 10 entspricht der Gemüsepaprika, die nicht als scharf empfunden wird. Die durchschnittlich unterste Wahrnehmungsschwelle für Schärfe liegt bei ca. 16. Reiner Cayennepfeffer erreicht 30.000 bis 50.000 und reines kristallines Capsaicin einen Wert von 15.000.000 bis 16.000.000.

Chili selber ziehen

Die Chilisorte lässt sich in unseren Breiten gut selber ziehen. Im Februar werden die Samen in feuchte Erde gesät und nach einer Keimzeit von etwa 10 bis 20 Tagen an einem warmen Standort umgetopft. Nach rund 80 Tagen können fünf bis 20 Zentimeter lange, schlanke Früchte geerntet werden. Sie sind spitz und in reifem Zustand leuchtend rot. Der Geschmack ist sehr scharf. Durch ihre dünne Fruchtwand eignen sich Cayennechilis gut zum Trocknen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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