Schlagwort-Archive: Plaque

Vitamin K2 (Menaquinon-7)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

vitamin_k2
© psdesign1 – fotolia.com

Bezugsquelle: Osteo Gold (Vitamin D3 & K2)

Effektives K-Vitamin

Vitamin K2 ist nicht mit Vitamin K1 zu verwechseln. Phyllochinon oder auch K1 wird von vielen Pflanzen gebildet und kann über die Nahrung sehr gut aufgenommen werden. K2 hingegen bildet sich in der Darmflora des Menschen und kann direkt über die Darmzellen in den menschlichen Organismus aufgenommen werden. Das natürliche Vitamin K2 (Menaquinon-7) stellt die effektivste Form des Vitamins K dar.

Vorkommen

Leider gibt es nicht viele Lebensmittel, die diese Form des Vitamins K enthalten. Gute Vitamin K2-Quellen sind rohes Sauerkraut, Butter, Quark, Eidotter, Leber, manche Käsesorten und das fermentierte Sojaprodukt Natto.

K2 gegen Plaque

Kleine Risse an den Innenwänden unserer Arterien lassen sich nur unter dem Mikroskop erkennen. Sie entstehen durch schlechte Ernährung und ansteigenden Blutdruck. Die Selbstheilungskräfte des Menschen versuchen nun mit Vitalstoffen, wie Vitamin C und E, diese kleinen Risse zu flicken. Sind diese Vitamine nicht vorhanden, weicht der Körper auf  LDL-Cholesterin aus. Diese bestimmt Form des Cholesterins zieht Calcium und andere Stoffe aus dem Blut und stopft damit die Risse. Als Kalkablegerungen oder Plaque sitzen diese „Pflaster“ an den Innenseiten unserer Arterien. Man spricht auch von Verkalkung der Gefäßwände. Wenn sich diese Kalkschichten lösen können sie Arteriosklerose, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Man vermutet, dass auch Nierensteine auf diese Weise entstehen.

Das Vitamin K2 kann hier wertvolle Arbeit leisten. Es entfernt das überschüssige Calcium aus dem Blut und setzt es beim Aufbau von Knochen und Zähnen ein.

Forschung

2008 veröffentlichte das Fachblatt Atherosclerosis eine Studie mit 564 Teilnehmerinnen. Eine Vitamin-K2-reiche Ernährung konnte nachweislich die Bildung von Plaque deutlich verringern.

Über 10 Jahre wurden Testpersonen mit einem hohen Vitamin K2-Anteil in der Nahrung in der Rotterdam-Herz-Studie untersucht. Im Vergleich zu der Kontrollgruppe mit einer Vitamin K2-armen Ernährung konnte das Risiko von  Arteriosklerose um 50% gesenkt werden. Die Kalkablagerungen in den Arterien war deutlich geringer.
Reduzieren und Vorbeugen ist eine schöne Sache. Aber auch wenn bereits eine Verkalkung vorhanden ist, kann Vitamin K2 diese wieder rückgängig machen. Bei einem Tierversuch mit Ratten, die mit dem Medikament Warfarin eine künstliche Verkalkung der Arterien herbei geführt bekamen, konnte Vitamin-K2-haltiges Futter die Verkalkung um 50% rückgängig machen.

Starkes Duo

Vitamin D3 und Vitamin K2 arbeiten Hand in Hand, wenn es um die Prävention von Herzerkrankungen geht. Beide Nährstoffe steigern die Produktion des Proteins Matrix GLA, das die Blutgefäße vor Verkalkung schützt. Das Risiko eines Infarktes kann also auf ganz natürliche Weise gesenkt werden.

Urs Buergi rät dazu beide Vitamine über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungspräparate zu sich zu nehmen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Karies
– was kann helfen?

karies
© 45663385 – fotolia.com

Wie äußert sich Zahnkaries?

Die Zahnkaries (Caries dentium), auch Zahnfäule genannt, ist eine Erkrankung des Zahnhartgewebes, das mehrere Ursachen besitzt. Diese Krankheit ist nicht übertragbar, sehr wohl aber die Mikroorganismen Streptococcus mutans, die meist bereits im Säuglingsalter durch Speichel – zum Beispiel beim Ablecken des Fläschchensaugers etc. – übertragen werden.
Betroffen sind Zahnschmelz und Dentin, auch Zahnbein genannt, aus dem ein großer Anteil des Zahns besteht. Der Vorteil von Dentin ist, dass es – anders als der Zahnschmelz – durch Biomineralisierung nachgebildet werden kann, zumindest an der Grenze zum Zahnmark. Es handelt sich um einen knochenähnlichen Stoff, eines der beständigsten organischen Materialien.
Dennoch verursacht Karies tiefe Löcher in den Zähnen.

Wie entsteht Karies?

Säuren wie Fruchtsäuren können Zahnerosion verursachen. Fruchtsäfte, Energydrinks, Bonbons, Eistee, Essig, Milchsäure wie in Sauerkraut oder Sauermilchprodukten können den Zahn angreifen. Auch Magensäure aus ständigem Aufstoßen hat diesen Effekt. Der Körper wirkt dem entgegen durch eine erhöhte Speichelproduktion, was die Fruchtsäuren verdünnt und neutralisiert. Darüber hinaus werden die Säuren durch den Speichel abtransportiert und die Entmineralisierung des Zahns beginnt.

Andere Faktoren benötigen eine gewisse Zeit, um den Zahn zu schädigen. Mit Ernährungsweise und Zahnhygiene kann man den Schädigungen entgegenwirken: Um die Zähne herum besteht ein Biofilm (Plaque) aus Mikroorganismen, die Säure aus den Kohlehydraten der Nahrung bilden. Diese Säuren sind in der Lage, Kalziumphosphate aus dem Zahnschmelz herauszulösen. Hauptverantwortlich für diese Entmineralisierung sind Laktobazillen wie Streptococcus mutans, die sich in der oralen Mikroflora des Mundes befinden.

Zuckerkonsum nun sorgt dafür, dass sich kariogene Bakterien wie Streptococcus mutans stärker als andere Mikroorganismen vermehren können, denn sie können in einem stark sauren Milieu überleben. Auf diese Weise wird das Gleichgewicht der Mikroflora im Mund gestört. In den Zahnbelägen haften sich diese an die Plaque und können den Zahn angreifen, wenn die Plaque nicht entfernt wird. Bei Menschen, die viel Zucker zu sich nehmen, ist diese Mischung im Zahnbelag deutlich aggressiver.

Langsames Fortschreiten

Im ersten Stadium (Caries superficialis) zeigen sich auf den Zähnen weiße Flecken (Läsion), die auf die Entmineralisierung hindeuten. Manchmal werden diese Stellen dunkel durch Einlagerung aus der Nahrung. Der Schmelz ist zu diesem Zeitpunkt aber noch intakt.

Wird Karies in diesem Anfangsstadium nicht behandelt, kann sie das etwas weichere Dentin angreifen und zu heftigen Zahnschmerzen führen. (Caries media). Die Karies breitet sich aus und unterminiert den Zahnschmelz. Wenn die Ränder der geschädigten Stelle wegbrechen, werden Löcher sichtbar.

Das fortgeschrittene Stadium (Caries profunda) ist bereits weit in das Zentrum des Zahns vorgedrungen, wo der empfindliche Zahnnerv sitzt (Pulpa). Jetzt ist nicht nur die obere Schicht entmineralisiert sondern die Bakterien haben auch Zahnbein und Proteinmatrix zersetzt. Es kann dann durch dieses Loch eine Verbindung zwischen der Mundhöhle und dem Nerv entstehen. Zahnschmerzen sind die Folge und eine Behandlung dringend erforderlich.

Seltene Erbkrankheit

Die angeborene Störung der Zahnschmelzbildung, die Amelogenis imperfecta, ist eine seltene Erbkrankheit.

Das kann helfen

Antikariogene Wirkstoffe: 

  • Xylit kann zu einer Remineralisierung von Zahnschmelz beitragen. Insbesondere in Finnland wurde der Wirkstoff seit den 70er Jahren erforscht. Xylit kann von den Streptococcus mutans-Bakterien nicht verstoffwechselt werden, die kariogenen Mikroorganismen können sich nicht im Zahnbelag verankern und sterben schließlich ab. Der Stoff regt den Speichelfluss und die Remineralisierung der Zahnsubstanz an. In Kaugummies und Lutschpastillen wird Xylit angeboten.
  • Polyphenole aus roten Weintrauben können die Streptococcus mutans-Bakterien in ihrem Wachstum aufhalten.
  • In manchen Zahncremes werden auch die Milchsäurebakterien Lactobacillus paracasei eingesetzt, die Kariesbakterien erkennen, an ihnen andocken und sie abtransportieren.

Zähneputzen

  • Wirksame Maßnahme gegen Plaque (Zahnbelag) ist regelmäßiges Zähneputzen. Dabei sind nicht nur die Zahnoberflächen sondern auch die Zahnzwischenräume zu berücksichtigen, am besten durch Verwendung von Zahnseide.
  • Die gründliche Entfernung des Zahnbelags kann die Demineralisierung verhindern. Allerdings bildet sich die Plaque erneut. Das ist auch der Fall wenn Plaque-verzögernde Mundspülungen verwendet werden, beispielsweise mit dem Inhaltsstoff Chlorhexidindigluconat.
  • Zahnpasta kann man preisgünstig und effektiv auch selbst herstellen. Hier einige Angegungen.
  • Eine professionelle Zahnreinigung von Plaque plus Zahnstein bieten Zahnärzte an.

Ernährung

Weniger zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke sind gut zur Vorbeugung gegen Karies. Auch sollten Pausen zwischen den Mahlzeiten eingelegt werden, in denen der Speichel die Säuren neutralisieren und der körpereigene Remineralisierungsprozess greifen kann. Wenn diese Regenerierungspausen ständig unterbrochen werden, beispielsweise durch süße Getränke oder Schokolade, ist das kariesfördernd. Es kommt dabei weniger darauf an, wieviel Zucker aufgenommen wird, sondern auf die Häufigkeit und Dauer. Deswegen soll schon bei Säuglingen ein Dauersaugen am Fläschchen verhindert werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

uebersicht
Übersicht