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Parasiten
– Ausleitung Kur

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Der Feind in Dir

Parasiten – oder auch Schmarotzer – gibt es für praktisch jede Lebensform. Parasiten, die vom menschlichen Körper schmarotzen, lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: In Würmer und die mikroskopisch kleinen Einzeller Protozoen.
Fadenwürmer, Bandwürmer, Madenwürmer, Rundwürmer, Spulwürmer, Peitschenwürmer gehören zu den verbreitetsten Wurmparasiten, die sich im menschlichen Körper einnisten können. Auch Giardien und Amöben gehören zur Palette. Es gibt Parasiten, die sich über die Blutbahn oder das Lymphsystem im Körper verbreiten und von dort auch bis Gehirn gelangen können oder in Organe wie Lunge oder Herz etc. befallen können.

Jeder kann betroffen sein

Wer denkt, dass von Parasiten nur Menschen in der Dritten Welt betroffen sind, liegt falsch. Auch in Europa ist die Mehrheit der Menschen von mindestens einem Parasiten befallen, der von Nahrung und Zellen lebt. Sie können so gut wie jedes Gewebe betreffen. Von Parasiten und ihren toxischen Stoffwechsel-Abfallprodukte kann ein oft unterschätztes Gesundheitsrisiko ausgehen.

Wie gelangen Parasiten in den Körper?

Wurmeier oder Protozoen können mit der Nahrung aufgenommen werden, eingeatmet, über die Schleimhäute aufgenommen oder auch über die Haut absorbiert werden, zum Beispiel durch Barfußlaufen auf verseuchtem Boden.
Verunreinigtes Wasser, Fäkalien, die beispielsweise beim Düngen in den Boden und Nutzpflanzen gelangen oder nicht durchgebratenes Fleisch sind typische Ansteckungsherde. Insekten wie beispielsweise Stechmücken können als Wirtstiere Parasiten übertragen und Haustiere sie an den Menschen herantragen.

Immunabwehr schützt

Ob sich die Parasiten jedoch im Körper festsetzen, hängt stark mit einem gut funktionierenden Immunsystem zusammen. Organismen, die gut versorgt sind mit ausreichend Vitalstoffen werden weitaus weniger betroffen sein. Wichtig ist daher, die Vitalfunktionen stets durch ausgewogene Ernährung und zu unterstützen.
Das ist umso wichtiger, wenn der Organismus geschwächt ist von Medikamenteneinnahme wie die Pille oder Antibiotika, Strahlentherapie oder Quecksilberbelastung, die aus Zahnfüllungen herrühren kann.

Parasitäre Risiken

Medizinische Test existieren nur für etwa 50 von rund 1.000 existierenden Arten von Schmarotzern. Meistens werden Stuhlanalysen eingesetzt, die jedoch nicht greifen, wenn es sich um Parasiten in anderen Organen handelt wie Herz und Lunge oder sie verkapselt sind, selbst wenn es sich um die Darmwände handelt.
Manche Parasiten besitzen Stoffe, die das Immunsystem unterdrücken, so dass sich die Parasiten ungestört entwickeln und vermehren können. Eine geschwächte Immunabwehr wiederum bietet ein Einfalltor für weiteren Befall oder Infektionskrankheiuten.
Für folgende Erkrankungen sind schon Parasiten als Auslöser vermutet worden.

  • Allergien
  • Heißhunger auf Süßes
  • Reizdarm
  • Durchfall (Diarrhöe)
  • Verstopfung
  • Blähungen und Unterleibkrämpfe
  • Fatigue-Syndrom (permanente Erschöpfung)
  • Schlafprobleme
  • Afterjucken
  • Verwirrtheit
  • Bettnässen
  • Nabelschmerzen
  • Zähneknirschen
  • Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse beim Mann)
  • Anämie (Blutarmut)
  • Gelenkschmerzen
  • Granulomas, tumorähnliche Geschwüre, die Parasiten einkapseln
  • Ständige Hautprobleme

Das kann helfen bei Parasiten

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind ein wirksames Basisinstrument, um für eine gute Ausscheidung von Parasiten zu sorgen, die über die Nahrung aufgenommen werden. Die Pflanzenfasern quellen im Darm auf und schrubben die Darmwände von innen. Sie binden Giftstoffe, auch solche, sie beispielsweise aus Abfallprodukten von Parasiten kommen, und sorgen für eine natürliche Entsorgung – und obendrein eine gute Verdauung.
Wenn zu wenig Ballaststoffe über frische Gemüse etc. aufgenommen werden, kann man leicht mit natürlichen Stoffen wie beispielsweise Flohsamen unterstützen.

Enzyme

Bei der Nahrungsaufnahme fungiert die Salzsäure im Magen bereits als erste Sperre für Parasiten und Keime. Eine funktionierende Verdauung ist stets ein guter Schutz.
Enzyme sind für die Zerlegung der Nahrung in ihre Bausteine zuständig, die dann über die Schleimhaut ins Blut aufgenommen werden. Wenn ein Enzymmangel entsteht, beispielsweise durch Enzymzerfall beim Kochen, Konservierung oder durch einen Parasitenbefall, können gut verwertbare Enzyme aus Pflanzen zusätzlich die Aufnahme von wichtigen Vitalnährstoffen unterstützen.
L-Glutamin und N-Acetyl-Glucosamin können helfen, die Darmschleimhaut zu erneuern und so die Abwehrfunktion zu stärken.

Darmflora

Eine gesunde Darmflora ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung für Parasitenentgiftung und vorbeugenden Schutz. Die Darmflora ist auf die vielen hilfreichen Bakterien angewiesen, die im gesunden Darm natürlich angesiedelt sind.
Nach Darmreinigungsprogrammen oder falls die Darmflora geschädigt ist, sollte zumindestens auf eine ausreichende Versorgung mit Lactobacillus acidophilus, Bifidobakterien bifidum und infantis geachtet werden, die auch als Fertigpräparate im Handel angeboten werden.

Reinigungsheilkräuter

Die Natur hält eine große Palette an antiparasitäten Heilpflanzen bereit, die seit Jahrtausenden angewendet werden. Tiere kennen die wirksamen Pflanzen intuitiv und holen sich ihre Medizin bei einem Parasitenbefall direkt aus der Natur.

Schwarzwalnuss-Extrakt ist einer der Hauptinhaltsstoffe für viele Fertigpräparate. Aus der grünen Hülle der Nuss wird der Wirkstoff Alkaloid gewonnen, der stark gegen Parasiten und Pilzinfektionen wirkt.

Olivenblätterextrakt wird seit Jahrtausenden zur antibakteriellen, antiviralen, entzündungshemmenden und immunsteigernden Stärkung der Gesundheit eingesetzt. Unter anderem enthalten die Blätter des Olivenbaums auch einen Wirkstoff, der sich gegen Parasiten durchsetzen kann.

Kürbiskerne mit ihrem Wirkstoff Piperazin können sich positiv bei Befall durch Spul- und Bandwürmer auswirken.

Papayakerne sind ein natürliches und einfach anzuwendendes Mittel gegen verbreitete Wurmarten, die im Darm angesiedelt sind. Eine Handvoll Papayakerne zerkauen, darin besteht die ganze Therapie, zu der auch Studien existieren. Grapefruitkerne können einen ähnlichen Effekt besitzen.

Knoblauch enthält einen hohen Gehalt an Allacin. Frischer Knoblauch kann daher eine gute Waffe gegen Giardien und sogar Spul- und Bandwürmer. Wichtig ist die frische Verarbeitung, da der Wirkstoff Allacin rasch in schwefelhaltige Verbindungen zerfällt.

Oregano-Öl besitzt eine deutlich höhere Wirkkraft als frischer oder getrockneter Organo. Neben antibiotischen Effekten ist das Öl als antiparasitäres Naturheilmittel tradiert. Auch für Rosmarin und Thymian wird eine ähnliche Wirkung überliefert.

Wermut ist seit dem Altertum für seine gesundheitsstärkende Wirkung bekannt, die nicht zuletzt auch effektiv gegen Darmparasiten einsetzbar ist. Medizin muss bitter schmecken, diese Weisheit ist eng verknüpft mit Wermut, einer der bittersten Heilpflanzen überhaupt. Die Pflanze trägt auch den Beinamen Wurmkraut. Achtung, reines Wermutöl ist giftig. Wermut kann als Tee, Flüssigkeitsextrakt oder Kapseln im Handel erworben werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Johanniskraut
(Hypericum perforatum)

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Sonne im Herzen

Johanniskraut, beziehungsweise das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist eine Heilpflanze aus der Gattung der Johanniskräuter (Hypericum). Es wird als Stimmungsaufheller gegen Depression eingesetzt. Das Echte Johanniskraut ist weit verbreitet in Europa, Asien und Nordafrika.

Dem heiligen Johannes gewidmet

Bei den Germanen wurde das Johanniskraut als Symbol für die Sonne verehrt. Es hatte Bedeutung als Heilpflanze und einen rituellen Platz bei den Sonnenwendfeiern. In der Christianisierung wurde das Heilkraut dann Johannis dem Täufer zugewidmet. Auf ihn bezieht sich der heutige Name des Johanniskrauts. Es blüht rund um den 24. Juni herum – dem Johannistag.

Arzneipflanze des Jahres 2015

Das Johanniskraut ist von Wissenschaftlern der Universität Würzburg zur „Arzneipflanze des Jahres 2015“ gewählt worden. Johanniskraut wird als pflanzliches Arzneimittel gegen leichte bis mittelschwere Depressionen eingesetzt.

Bei Depressionen

Insbesondere das Hyperforin beeinflusst das Nervensystem und wirkt auf das Gleichgewicht der Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn. Hyperforin unterstützt die schnellere Verfügbarkeit von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin, deren Produktion bei depressiven Zuständen heruntergefahren wird. Der Abbau von Serotonin wird durch Hyperforin, Flavonoide und Xanthone gehemmt, wodurch der Botenstoff stabil wirken kann. Zudem wird dem Johanniskraut die Fähigkeit zugeschrieben, eine schnellere Wundheilung herbeizuführen und antibakteriell zu wirken.

Die Wirkung von Johanniskraut setzt eine gewisse Regelmäßigkeit der Einnahme voraus.

Nebenwirkungen

Johanniskraut kann in eine Wechselwirkung mit zahlreichen Medikamenten eintreten. Bei Medikamenteneinnahme ist die Anwendung von Johanniskraut mit dem Arzt oder Heilpraktiker in jedem Falle abzustimmen. Insbesondere wird auf den möglichen Wirkverlust der Pille zur Empfängnisverhütung hingewiesen. Johanniskraut kann sowohl verstärkende Wirkung von Medikamenten verursachen oder diese hemmen.

Inhaltsstoffe

Johanniskraut ist leicht giftig. Es enthält in den Blüten den Farbstoff Hypericin.

Das Johanniskraut in pflanzenheilkundlicher Qualität enthält bis zu 0,15 Prozent Hypericin und 2 bis 4 Prozent Flavonoide und Bioflavone. Der Bestandteil Hyperforin gilt als antibiotisch. Weiterhin sind ätherische Öle und Adhyoerforin enthalten. Man geht von einer Synergie der Inhaltsstoffe aus, die in dieser speziellen Kombination besondere medizinische Wirksamkeit erreichen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Mexican Wild Yam
(Yamswurzel)

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Bezugsquelle: Mexican Wild Yam

Hormonelle Heilmittel aus der Yamsknolle

Die Yamswurzel (Dioscorea), auch Yams genannt, gehört zur Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoreaceae), die ursprünglich aus den Tropen stammt. Yams ist in Südamerika, Afrika und der Karibik stark verbreitet. Unter rund 800 bekannten Arten sind einige Pflanzen, die als Grundnahrungsmittel genutzt werden. Darüber hinaus werden sie von der Bevölkerung seit Urzeiten für ihre Heilwirkung geschätzt. Der Geschmack der Wurzelknollen ähnelt Esskastanien oder Kartoffeln. Alle Yamsarten sind roh giftig.

Die Art mit den meisten Wirkstoffen

Besonders wirkstoffreich ist die mexikanische wilde Yamswurzel (Dioscoreo machrostachya mexicana, auch genannt Cabeza). Sie gilt als die beste Yamswurzelart für eine natürliche Empfängnisverhütung. Darüber hinaus sagt man der mexikanischen wilden Yamswurzel nach, sie sei krampflösend und entzündungshemmend, harn- und galletreibend sowie leberwirksam.

Traditionelle Verwendung der Yamswurzel

Die Ureinwohner Nordamerikas verwendeten die Wurzel des wilden mexikanischen Yams entweder frisch oder schonend getrocknet und zu Pulver zerrieben. Es wurde als Heilmittel verschieden dosiert angewendet, je nachdem zur Empfängnisverhütung aber auch bei Kinderwunsch. Es galt als Hilfsmittel bei Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrproblemen.

Das Diosgenin aus Mexican Wild Yam kann als Vorstufe von Körperhormonen betrachtet werden. Die Wirkung entfaltet sich offenbar synergetisch im Zusammenspiel der verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffe. Die Wirkung kommt damit dem Hormon Gestagen nahe, das den Zervixschleim der Scheide zäh werden läßt und als Hemmnis für die Spermien aufbaut. In der Alternativmedizin wird bei täglicher und ununterbrochener Einnahme von wilder mexikanischer Yamswurzel in genauer Dosierung von einem Empfängnisschutz bis zu 97 Prozent ausgegangen, eine sehr umstrittene Annahme.

Die Inhaltsstoffe

Die wilde mexikanische Yamswurzel enthält Steroidsaponine (primär Dioscin), Phytosterole (β-Sitosterol), Alkaloide, Gerbstoffe und Stärke.

Dioscin, Basis der ersten Antibabypille

Das Dioscin-Spaltprodukt Diosgenin entdeckte ein japanischer Wissenschaftler um 1936. Der Stoff führte zur Entdeckung von Progesteron, einem weiblichen Geschlechtshormon, sowie dem Nebennierenhormon Cortison. Ein besonders hoher Gehalt des Steroids Diosgenin weist die wilde mexikanische Yamswurzel auf. 1942 gelang es dem amerikanischen Forscher Russell Marker, im Labor das weibliche Hormon Progesteron zu produzieren, Basis der ersten Antibabypille.

Aus dem Diosgenin wildwachsender Yamswurzeln kam in den Fünfziger Jahren die Antibabypille auf den Markt. Die Nachfrage nach der Wunderknolle war so groß, dass Mexiko die Pflanze in den Siebziger Jahren mit einem Ausfuhrverbot belegte. Als Alternative wurden andere Arten herangezogen, zum Beispiel die nordamerikanische Barbasco-Variante und die chinesische Shen-Yao-Yamswurzel. Sie war in China seit Jahrtausenden bekannt als Mittel gegen Scheidenausfluss oder vorzeitigen Samenabgang (Spermatorrhoe). Außerdem wurde sie in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt als Therapie gegen Diabetes, Nierenentzündung, die Unterfunktion der Schilddrüse und chronischen Husten, sowie als Tonikum bei Müdigkeit und Appetitlosigkeit.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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