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Diabetes (Zuckerkrankheit)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Diabetes?

Diabetes mellitus wird auch die Zuckerkrankheit genannt. Bei dieser Stoffwechselstörung kann Zucker vom Körper nicht richtig verarbeitet werden. Deshalb ist die Glukosekonzentration im Blutspiegel ständig erhöht. Entscheidend für die Zuckerverwertung ist das Hormon Insulin, das in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird.

Schäden vorprogrammiert

Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht gerät, sind Schäden am Gefäßsystem vorprogrammiert. Das kann die Augen betreffen, das Herz, die Nieren, die Nerven und die Füße.

Ständige Achtsamkeit

Jeder Diabetespatient achtet sehr genau auf seine Blutzuckerwerte (BZ), also den Zuckergehalt im Blut. Er wird gemessen in mg/dl oder mmol/l. Gerade bei der Typ 2-Erkrankung zeigen sich oftmals lange keine Symptome, bis plötzlich der Blutzuckerspiegel einen kritischen Wert erreicht.

Ist der Blutzucker noch normal?

Ab den folgenden Normwerten spricht man von krankhaften Werten: nüchtern 126 mg/dl, zu jeder anderen Zeit über 200 mg/dl. Ein weiterer wichtiger Wert ist der Blutzucker-Langzeitwert, der HbA1c.

Symptome bei erhöhtem Blutzucker

Typische Symptome bei Diabetespatienten sind bei erhöhtem Blutzuckerspiegel, der sogenannten Überzuckerung oder Hyperglykämie, verstärkter Durst und häufiges Wasserlassen sowie Sehstörungen, Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen. Sehstörungen, Juckreiz und Fußprobleme können auftreten. Daneben wirken Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit und schnelle Ermattung und Müdigkeit zu den störenden Kennzeichen.
Eine schwere Hyperglykämie kann zu diabetischen Koma führen.

Symptome bei niedrigem Blutzucker

Anzeichen für Unterzuckerung oder Hypoglykämie sind ein pelziges Gefühl im Mund, Kribbeln und Nervosität, Schweißausbrüche und Heißhunger. Bei schwerem Unterzuckerung kann es zu Sprachstörungen, Sehstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
Ohne Zuckerzufuhr kann Bewusstlosigkeit eintreten, möglicherweise mit bleibenden Hirnschäden oder Todesfolge.

Es wird seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft unterschieden zwischen folgenden Diabetesformen.

Typ 1 betrifft oft Jugendliche

  • Bei Diabetes mellitus Typ 1 wird von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den Langerhansschen Inseln kein Insulin gebildet. Es entsteht ein absoluter Insulinmangel. Insulin wird benötigt, um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Wenn dieser Transportweg gestört ist, steigt der Blutzucker an, den Zellen fehlt jedoch nach wie vor Zucker für ihre Energiegewinnung. Der ständig zu hohe Blutzucker kann zu Schädigungen führen.
  • Bei Diabetes Typ 1, bei dem kein Insulin vom Körper gebildet wird, ist eine Insulintherapie unumgänglich.
  • Etwa 10 Prozent der Diabeteserkrankungen gehören zu diesem Typus. Da häufig Kinder zwischen 11 und 13 Jahren betroffen sind, wurde früher oftmals der Ausdruck juveniler Diabetes gebraucht.

Typ 2 als Zivilisationskrankheit

  • Diabetes mellitus Typ 2 wurde früher auch Altersdiabetes genannt. Bei dieser Diabetesform mit relativem Insulinmangel kann das Insulin in den Zellen nicht richtig verwertet werden. Das nennt man Insulinresistenz. Dazu kommen Unregelmäßigkeiten durch eine zu langsame Ausschüttung. Dadurch steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit zu schnell an. Der Körper versucht im Ausgleich, mehr Insulin zu produzieren. Störungen bei der Insulinproduktion sind die Folge.
  • Typ 2 tritt häufig auf in Verbindung mit Übergewicht (Adipositas) oder dem Metabolischen Syndrom, auch genannt „das tödliche Quartett“ aus Übergewicht plus Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und Diabetes mellitus. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt dabei sehr stark an. Dabei scheint nach neuesten Erkenntnissen ganz besonders das Übergewicht der entscheidende Faktor zu sein.
  • Diese Typ-2-Stoffwechselkrankheit ist die häufigste Form der Diabetes. 90 Prozent der Erkrankungen betreffen diese Form, die besonders in den Industriestaaten anzutreffen ist.

Typ 3 und 4

  • Typ 3 umfasst alle anderen spezifischen Diabetesformen außer Typ 4, den Schwangerschaftsdiabetes.

Das kann helfen bei Diabetes

Bei dem weitaus häufigsten Fall, der Typ-2-Erkrankung, sollte eine Insulintherapie vom Arzt nur dann verordnet werden, wenn zuvor alle anderen Mittel ausgeschöpft sind. Denn der Ursprung der Erkrankung ist zunächst nicht der Insulinmangel, sondern die Insulinresistenz, die bewirkt, dass das Insulin am Zielort wirkungslos bleibt. Der Insulinresistenz kann entgegengewirkt werden durch mehr Bewegung, eine vitalstoffreiche Ernährung und durch Gewichtsabnahme.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung und besonders Ausdauersport ist eine wirksame Maßnahme gegen Fettdepots. Als Faustregel gelten 150 Minuten Sport pro Woche, aufgeteilt auf drei oder fünf Tage.
Körperliche Aktivität wird nicht nur zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Die Insulinresistenz wird ebenfalls reduziert. Dadurch kann das körpereigene Insulin wieder besser wirken. Durch Bewegung wird außerdem die Glucoseaufnahme und die Verwertung in der Skelettmuskulatur verbessert. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel gesenkt werden.

Ernährung

Diätische Behandlungen mit dem doppelten Ziel der Gewichtsabnahme und der Vermeidung zu starker Schwankungen im Blutzuckerspiegel sind sehr sinnvoll. Für die Ernährung gelten dabei im Grunde genommen die gleichen Grundregeln wie für einen Nicht-Diabetiker:
Etwas über die Hälfte der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen, 10 bis 15 Prozent aus Eiweiß, 20 bis 30 Prozent aus Fett – wobei pflanzliche Fette und Omega-3-reiche Fettsäuren bevorzugt werden sollten. Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse auf den Speiseplan.
Die Kalorien aus der Fettzufuhr müssen der körperlichen Aktivität angepasst werden. Denn hier ist zwar nicht sofort ein erhöhter Blutzuckerwert die Folge, aber wenn das Übergewicht unterstützt wird, dann wird damit auch die Insulinresistenz erhöht.

Positive Berichte bei Gewichtsabnahme

Es gibt zahlreiche Krankenakten, bei denen Diabetiker-Patienten, die ihr Übergewicht auf Normalgewicht reduzieren konnten, keinerlei Medikamente mehr benötigten.

Vollkornprodukte

Vollkornprodukte lassen den Blutzucker langsamer ansteigen durch die Aufspaltung der langkettigen Zuckermoleküle. Dabei hat der reiche Ballaststoffanteil bei Vollkornprodukten eine sättigende Wirkung, was gegen die Bildung von Übergewicht hilfreich ist. Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch und frisches Obst gehören ebenfalls zu den zu bevorzugenden Lebensmitteln.

Achtung, kurzkettige Zucker

Die moderne Einstellung zu Diabetes verteufelt die kurzkettigen Zucker (Saccharose) wie beispielsweise in Haushaltszucker für Diabetiker nicht mehr komplett. In vernünftigem Umfang können diese konsumiert werden, jedoch ist es speziell bei süßen Getränken sinnvoll, solche mit Zuckeraustauschstoffen (Ersatzstoffen) zu bevorzugen, denn zuckerhaltige Getränke werden extrem schnell resorbiert. Ein sehr schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels ist die Folge.

Heilpflanzen

Der Heilpraktiker oder Arzt weist vielfach auf die positive Unterstützung bei Diabetes-Therapien durch Heilpflanzen hin.

Kürbis

Kürbis als Gemüse ist ein schmackhafter Blutzuckersenker und wirkt offenbar der Insulinresistenz entgegen. Studien forschen an der Nutzbarmachung von dem Potenzial der Erneuerung geschädigter Bauchspeicheldrüsenzellen durch Kürbiswirkstoffe. Außerdem enthält das Kürbisfleisch wenig Kalorien, viele Ballaststoffe und wertvolle Antioxidatien. Kürbiskernöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl mit essentiellen Fettsäuren.

Leinöl

Die essentiellen Fettsäuren aus Leinsamenöl sind in der Lage, Zellschädigungen durch chronisch erhöhten Blutzucker entgegenzuwirken.

Zimt

Zimtrinde vermag den Blutzucker senken und unterstützt die Insulinproduktion. Deshalb ist das Gewürz als Hausmittel bei Diabetes bekannt.

Mariendistel (Carduus intybus)

Ein natürlicher Wirkstoff zur Reduktion von Insulinresistenz ist Silymarin, das in der Mariendistel enthalten ist.

Ingwer (Zingiber officinale)

Der Namenszusatz von Ingwer „officinale“ deutet darauf hin, dass es sich um eine zugelassene Arzneipflanze handelt. Gingerole aus der vitalstoffspendenden Knolle können die Aufnahme von Glukose in die Zellen der Skelettmuskulatur unterstützen.

Artischocke (Cynara scolymus)

Die Wirkstoffe aus der Artischocke können den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen. Im Handel gibt es zahlreiche Fertigpräparate, die sich der Naturheilkraft aus der Artischocke bedienen.

Wegwarte (Cichorium intybus)

Regulierend auf den Zuckerstoffwechsel und ebenso auf die Leber wirken die Bitterstoffe der Wegwarte.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Angstzustände, nervliche Anspannung
– was kann helfen?

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Magnesium

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magnesium
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Bezugsquelle:
Magnesium-Chelat, innere Anwendung
Magnesiumöl, äußere Anwendung

Essentieller Stoff für tausend Prozesse

Magnesium ist eines der zehn häufigsten Elemente der Erdkruste. Im Periodensystem ist dem Erdalkalimetall das Elementsymbol Mg zugeordnet. Aufgrund seiner Reaktionsbereitschaft kommt Magnesium in der Natur nicht in elementarer Form vor, sondern nur gebunden in Carbonen, Silicaten, Chloriden oder Sulfaten, in Mineralien wie Dolomit (nach dem die Dolomiten benannt sind), Serpentin und anderen.

Für den Menschen ist Magnesium lebenswichtig und gehört zu den essentiellen Stoffen, die über die Nahrung zugeführt werden müssen, da sie vom Körper nicht in Biosynthese hergestellt werden können.

Vorkommen in Nahrungsmitteln

Viele Lebensmittel sind gute Magnesium-Lieferanten wie beispielsweise Mineralwässer, insbesondere Heilwässer mit hohem Magnesiumgehalt aber auch Leitungswasser mit hohem Härtegrad, daneben Vollkornprodukte, Haferflocken, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Schokolade, Kartoffeln, Spinat, Sesam, Zuckerrübensirup, Kohlrabi, Beeren, Bananen, Orangen, Milch und Milchprodukte. Fleisch und besonders Leber enthält ebenfalls Magnesium.

So viel Magnesium braucht der Mensch

Die empfohlene Tagesdosis an Magnesium für gesunde Erwachsene beträgt 350 mg. Diese Menge ist in etwa enthalten in 200 Gramm Nüssen, 75 Gramm Sonnenblumenkernen, 1,2 Kilogramm Fleisch oder 200 Gramm Bohnen.

Innere Anwendung: nur Chelat

Anorganische Mineralien wie Magnesium sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind Spurenelemente für den Menschen verfügbar. Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosäuren und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Äußere Anwendung: über die Haut

Magnesium kann auch äußerlich angewendet werden. Über die Haut kann Magnesiumöl dazu beitragen einen optimalen Magnesiumspiegel zu erhalten. Öl wird diese Flüssigkeit nur genannt, weil sie sich auf der Hat ölartig anfühlt, es handelt sich aber nicht um Öl. Urs Buergi empfiehlt eine 32% Magnesiumchlorid in gereinigtem, energetisiertem Wasser.

Magnesiumöl kann als Massage oder als Fußbad angewendet werden. Die Anwendung von Magnesium über die Haut ist besonders empfehlenswert bei bestehendem Magensäuremangel oder anderen Resorptionsproblemen und chronischen Darmerkrankungen. Der gesamte Verdauungsapparat wird umgangen und das Magnesium gelangt direkt über die Haut in den Blutkreislauf und von dort in die Zellen.

Funktionen im Körper

Magnesium ist an sehr vielen Prozessen im menschlichen Organismus beteiligt. Rund 60 Prozent des Magnesiums im Körper ist in den Knochen gebunden, das übrige Magnesium in Organen und Geweben sowie ein Prozent im Blut.

Herz und Kreislauf

Magnesium aktiviert rund 300 Enzyme im Stoffwechsel. Es kann die Herzleistung verbessern und vor Herzrhythmusstörung schützen. Es weitet die Blutgefäße und beugt so Durchblutungsstörungen vor. Es soll das Risiko der Verklumpung von Blutplättchen (Thrombose) reduzieren.

Muskeln

Magnesium kann nachweislich bei Muskelkrämpfen helfen und auch vorbeugend helfen, Muskelkrämpfe zu vermeiden. Der Vitalstoff spielt eine Rolle bei der Ausschüttung von Adrenalin. Bei der Knochenmineralisation ist Magnesium ebenso beteiligt wie an der Reizübertragung von Nerven an Muskel.

Magnesiummangel

Bei unzureichender Zufuhr von Magnesium durch die Nahrung kann es zu Mangelerscheinungen kommen, möglicherweise begünstigt durch Zuckerkrankheit, starken Alkoholkonsum, chronische Nierenleiden, starkem Schwitzen bei Extrembelastung, Durchfall oder erhöhtem Bedarf in der Schwangerschaft. Mangelerscheinungen können sich äußern durch Angstzustände, Störungen der Nervenfunktionen oder Depressionen sowie Muskelkrämpfe.

Hinweis

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Kobalt (Cobalt)

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Schwermetall und lebenswichtig?

Kobalt (Cobalt in der chemischen Fachsprache) gehört zu den Schwermetallen. Auch wenn es in größeren Mengen giftig ist, bedeutet es für den menschlichen Organismus ein lebenswichtiges Spurenelement. Als Bestandteil des Vitamins B12 (Cobalamin) hat Kobalt wichtige Funktionen im Körper.

Der Name als Programm

1735 wurde das Element von dem Schweden Georg Brandt entdeckt. Sein Name leitet sich ab von lat. cobaltum, Kobold. Denn Kobalterze waren bereits im Mittelalter bekannt und wurden zunächst für kostbare Silber- oder Kupfererze gehalten. Als sie sich nicht verarbeiten ließen und durch ihren Arsengehalt schlecht rochen, wurden sie als verhext betrachtet. Kobolde, so wurde eine Erklärung gesucht, hätten das gute Silber aufgefressen und nur silberfarbene aber wertlose Erze zurückgelassen.

Kobalt wurde schon früh zum hitzebeständigen Färben von Glas und Keramik in der Farbe kobaltblau eingesetzt.

Vorkommen in der Nahrung

Als Bestandteil von Cobalamin ist Kobalt ebenso wie das Vitamin praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vorhanden wie Fleisch, vor allem Innereien, Fisch und Milch. In pflanzlichen Lebensmitteln kommt Kobalt so gut wie nicht vor.

Ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf

Bei einer ausgewogenen Ernährung ist der Vitamin B12-Haushalt – und damit auch der Bedarf an Kobalt – gedeckt. Eine Überdosierung durch natürliche Nahrung steht nicht zu befürchten. Mangelerscheinungen sind selten, etwa können sie auftreten bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung (Gastritis) , Morbus Crohn oder einer Fischbandwurm-Infektion. Vitamin B12 kann in der Leber gespeichert werden, so dass eine eventuelle Mangelerscheinung erst mit jahrelanger Verzögerung auftreten kann. Von Müdigkeit bis Muskelschwäche, Nervenschäden mit Prickeln in den Gliedmaßen oder Taubheitsgefühlen, Blutarmut und Verwirrung reichen die Symptome.

Funktionen im menschlichen Organismus

Kobalt ist an der Produktion von roten Blutkörperchen und dem Aufbau von Proteinen beteiligt. Es ist bedeutend für Zellwachstum und Zellteilung und steuert unter anderem die Anzahl der Spermien. Das Spurenelement spielt eine Rolle im Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel und ist beteiligt am Folsäure– und Homocysteinhaushalt. Das Spurenelement unterstützt die Bildung der Substanz um die Nervenfasern (Myelin). Darüber hinaus stärkt Kobalt das Immunsystem und erleichtert das Gefühl psychischer Ausgeglichenheit.

Einsatz in der Medizin

In der Nuklearmedizin wird Kobalt als Marker für Stoffwechselkrankheiten eingesetzt. Radioaktive Kobalt-Isotope(Co 60) dienen auch als Strahlenquelle in der Strahlentherapie gegen bösartige Erkrankungen.

Kobaltvergiftung

Durch die natürliche Nahrungszufuhr kann normalerweise keine Überdosis von Kobalt erreicht werden. Ein Überschuss aus Nahrung wird in der Regel über den urin ausgeschieden. Kleine Überdosen durch konzentriertes Kobalt sind gewöhnlich für den Menschen nicht schädlich. Ab einer Menge von 30 mg pro Tag kann das Schwermetall zu Vergiftungen führen, die sich durch Kontaktekzeme äußern oder Verätzungen und Schädigung von Herz, Leber oder Niere bis hin zu Krebs.

Hinweis

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Gamma-Linolensäure (Omega-6 Fettsäure)

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Dreifach ungesättigte Fettsäure

Gamma-Linolensäure (18:3) findet man in der Literatur oftmals abgekürzt als GLA bezeichnet. Es handelt sich um eine dreifach ungesättigte Fettsäure. Sie wird vom menschlichen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure hergestellt. Sie kann außerdem über die Nahrung aufgenommen werden.

Gutes aus der Fettsäure

Gamma-Linolensäure kann einen positiven Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper nehmen und unterstützt das Immunsystem. Bei Neurodermitis wird Gamma-Linolensäure gern lindernd eingesetzt. Gamma-Linolensäure gilt als essentiell für das Gehirn und dort für die Nervenreizleitung. Ihr wird eine blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben.

Natürliche Vorkommen

Die dreifach ungesättigte Fettsäure ist in pflanzlichen Ölen enthalten wie beispielsweise Hanföl (drei Prozent) oder Nachtkerzenöl (10 Prozent). Sie ist Bestandteil des frischen Granatapfels in Saft und Frucht. Besonders konzentriert ist der Gehalt von Gamma-Linolensäure in Granatapfelsamenöl (60 Prozent), gefolgt von Borretschöl (20 Prozent). In geringem Maße enthält auch Hafer Gamma-Linolensäure.

Biosynthese

Im Körper entsteht aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure zunächst die Gamma-Linolensäure (GLA 18:3, Omega-6) durch Biosynthese. Ihre Kohlenstoffkette verlängert sich und bildet sich um zur Dihomo-Gamma-Linolensäure (DGLA 20:3, Omega-6). Die DGLA wiederum ist die Vorstufe der entzündungshemmenden Arachidonsäure (22:4, Omega-6). Die körpereigene Umwandlungsrate von DGLA in Arachidonsäure ist nicht sehr groß und kann durch die Nahrung ergänzt werden.

Arachidonsäure wird in die Zellwände aller Körperzellen eingebaut und spielt eine Rolle für das Immunsystem. Wenn oxidative Prozesse eine Freisetzung der Arachidonsäure bewirken, kann damit ein gesteigertes Schmerzempfinden hervorgerufen werden.

Hinweis

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Vitamin B6 (Pyridoxin)

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Bezugsquelle:  Vitamin B-100 Complex (Vitamin B6 als Pyrodoxin HCL: 100mg/Kapsel)

Das Nerven-Vitamin

Pyrodoxin wird auch als Vitamin B6 bezeichnet und gehört zum Vitamin-B-Komplex. In Vitamin B6 sind wiederum mehrere Stoffe mit Vitamincharakter zusammengefasst. Zentrale Prozesse im Stoffwechsel werden von Pyrodoxin geregelt.

Nerven, Immunsystem, Hormone

Die Vitamingruppe ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und besitzt dadurch Bedeutung für alle Körperzellen. Am Fettstoffwechsel und Energiestoffwechsel ist Vitamin B6 beteiligt. Es unterstützt den Aufbau von Nervenverbindungen und beeinflusst diverse Hormonaktivitäten, insbesondere die Geschlechtshormone.

Pyrodoxin unterstützt die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und ist bedeutsam für das Immunsystem.

Therapeutischer Nutzen

Pyridoxin wird in Medikamenten eingesetzt, die bei Rheuma oder Menstruationsbeschwerden helfen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 besteht bei der Einnahme der Pille, Antiepileptika oder Tuberkulosemedikamenten.

Vorkommen

Vitamin B6 ist Bestandteil fast aller Lebensmittel, ist aber temperaturempfindlich und wird beim Kochen leicht zerstört. Gute Pyrodoxin-Lieferanten sind Walnüsse, Hefe, Hülsenfrüchte, Getreide wie Weizenkeime, Hirse, Naturreis und Milchprodukte. In Gemüsen wie Bohnen, Linsen, Erbsen, Brokkoli, Feldsalat, Sauerkraut und Spinat aber auch in Obst wie Avocado, Apfel, Banane steckt das Vitamin. Fleisch und insbesondere Muskelfleisch und Leber sowie Fettfische wie Lachs, Makrele und gering können Pyrodoxin liefern.

Hinweis

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Coenzym Q10 (Ubichinon)

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Bekannt als Anti-Aging-Mittel

Das Coenzym Q10 (CoQ10, Ubiquinon), ist eine körpereigene Substanz, die in allen Zellen des menschlichen Körpers enthalten ist. Sie kann über die Nahrung aufgenommen werden und wird teilweise auch biosynthetisch vom Organismus hergestellt. Unentbehrlich für die Energieversorgung der Zellen und das Immunsystem stellt das Coenzym Q10 einen wesentlichen Baustein der Gesundheit dar – und damit natürlich auch zur Verzögerung von Alterserscheinungen.

Nobelpreis für Coenzym Q10

Der Nobelpreis für bahnbrechende Erkenntnisse zur Funktion des Coenzyms Q10 im menschlichen Körper erhielt der britische Wissenschaftler Peter D. Mitchell 1978. Die chemische Struktur war bereits 1958 von dem Biochemiker Karl August Folkers entschlüsselt worden, ein Jahr nach seiner Entdeckung durch den Biologen Fred L. Crane 1957.

Natürliche CoQ10-Aufnahme

CoQ10 ist bedeutsam für die Vitalität und Leistungsfähigkeit des Körpers. Wie ein Biokatalysator erzeugt die körpereigene Substanz ständig Energie. 0,2 bis 2 Gramm des Coenzyms werden im Organismus produziert. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Produktion ab. Den restlichen Bedarf holt sich der Körper aus der Nahrung. Gute Coenzym Q10-Lieferanten sind Spinat, Brokkoli und Rosenkohl sowie Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte, Pflanzenöle und Zwiebeln. Große Hitze beim Kochen kann den Wirkstoff zerstören.

Biokraftwerk in den Zellen

Als Anti-Falten-Mittel in Cremes und Lotionen ist Q10 bestens bekannt. Doch das Enzym kann sehr viel mehr. Es wirkt von innen und stärkt das Herz, die Nerven und das Immunsystem. Außerdem kann es die Fettverbrennung steigern. Es ist an allen essentiellen Stoffwechselprozessen des Körpers beteiligt. Jede Zelle benötigt Energie. Diese wird in den Kraftwerken der Zellen, in den Mitochondrien, aus der Energie der Nahrung in körpereigene Energie, das sogenannte ATP (Adenosintriphosphat) umgewandelt. Das geschieht durch die Umwandlung von Kohlenhydraten, Fett und Eiweißen aus der Nahrung zusammen mit Wasser und Sauerstoff. Dieser Vorgang wird als Atmungskette bezeichnet. Außer Q10 sind noch viele weitere Enzyme und Vitalstoffe beteiligt, aber für den letzten Schritt der Atmungskette ist das Coenzym Q10 unersetzlich.

Ohne die Hilfe von Q10 wäre diese Bereitstellung von Energie nicht möglich. In Zellen, die besonders viel Energie brauchen wie Herz, Leber und Lunge ist die Konzentration dieses Coenzyms daher besonders hoch.

Gegen oxidativen Stress

Bei der Energieerzeugung in den Zellen kann es zu reaktiven Verbindungen kommen. Die freien Radikale greifen Zellkern und Zellmembran an und können die Zelle schädigen. Diesen Zustand nennt man oxidativen Stress. Antioxidantien wie das Coenzym Q10 helfen dabei, freie Radikale wie reaktive Sauerstoffspezies (ROS) und Ubisemichinon-Radikale unschädlich zu machen. Diese Schutzfunktion macht sie zu einem unerhört wichtigen Faktor für eine Verzögerung des Altersprozesses.

Vorbeugend gegen Krankheiten

Es wird eine Verbindung von positiven Wirkungen des Coenzyms auf den Bluthochdruck und das Herz-Kreislauf-System, sowie Migräne, Morbus Parkinson, Diabetes und Demenz vermutet. Bei Therapien zu diesen Krankheitsbildern kann das Coenzym unterstützend verwendet werden. Bei Sportlern wurde teilweise eine Steigerung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit um bis zu 30 Prozent beobachtet.

Hinweis

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Calcium (Kalzium)

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Große Reichweite im Organismus

Calcium oder Kalzium ist ein Erdalkalimetall und steht in der zweiten Hauptgruppe des Periodensystems. Ihm ist das chemische Symbol Ca und die Ordnungszahl 20 zugeordnet. Auf der Erde kommt Calcium ausschließlich chemisch gebunden in Mineralien vor wie Kalkstein, Marmor, Kreide und Gips. Sein Name leitet sich ab von lat. calx, Kalkstein, Kreide.

Kein anderer Mineralstoff ist so stark im Körper vertreten

Tatsächlich ist Calcium der mengenmäßig am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Körper.

Stabile Knochen, feste Zähne

Calciumphosphat (Hydroxylapatit) ist eine calciumreiche Verbindung und mit 99 Prozent der Hauptbestandteil von Knochen und Zähnen beim Menschen. Die Knochen fungieren gleichzeitig als Calciumspeicher. Bei Calciummangel kann ein Teil davon aus dem Knochen gelöst und für andere Funktionen zur Verfügung gestellt werden. Osteoporose (Knochenschwund) ist eine häufige Alterserscheinung, die mit der Abnahme von Knochendichte durch zu raschen Abbau von Knochensubstanz einhergeht.

Jedes Jahr werden etwa 20 Prozent des Knochencalciums beim erwachsenen Menschen ersetzt. Knochenzellen werden neu gebildet und alte Knochenzellen sterben ab. Bei dem Vorgang wirken vor allem Phosphor und Calcium zusammen für eine gesunde Neubildung. Reguliert wird die Calciumfreisetzung aus den Knochen und der Neuaufbau durch das Parathormon aus der Nebenschilddrüse.

Vielfältige Funktionen

Calcium-Ionen spielen eine Rolle bei der Signaltransduction in Zellen für die Erregung von Muskel- und Nervenzellen. Erst durch Calcium-Ionen kann ein Muskel kontrahiert werden. Calcium ist an der Aktivierung wichtiger Hormone und Enzyme beteiligt, an der Zellteilung und am Glykogen-Stoffwechsel.

Für ein starkes Herz

Im Blut ist ein permanenter Calciumspiegel von 2,1 bis 2,6 mmol/Liter vorhanden. Die Hormone Calcitriol, Calcitonin und Parathormon kontrollieren den Calciumspiegel im Blutplasma ständig. An der Blutgerinnung sowie an der Festigung von Zellmembranen ist Calcium unmittelbar beteiligt. Der Mineralstoff hat einen positiven Einfluss auf den Bluthochdruck. Damit stärkt Calcium das Herz und ist für den Stoffwechsel äußerst relevant.

Calcium und Magnesium

Ein Verhältnis von Calcium und Magnesium von 2:1 hat sich als günstig für Blutkreislauf und den Herzrhythmus erwiesen.

Energiestoffwechsel

Calcium hilft bei der Kontrolle des Energiestoffwechsels. Wachstum und Entwicklung von Darmzellen werden unterstützt und damit des Verdauungsapperats.

Calciumbedarf

Kleine Kinder und ältere Menschen haben einen besonders hohen Bedarf an Calcium, das für die Bildung der Hartgewebe im Körper zuständig ist. Der Normalbedarf liegt etwa bei 800 Milligramm, der erhöhte Bedarf bei 1.000 Milligramm täglich. Der Calciumbedarf muss über die Nahrungsmittel gedeckt werden. Milch, Milchprodukten wie Buttermilch, Käse und Quark sind gute Calcium-Lieferanten. Es kann auch in harten Trinkwasser enthalten sein sowie in einigen Gemüsesorten, Eiern, Sesam und Kokosflocken. Etwa 1.000 Milligramm Calcium sind jeweils enthalten in folgenden Nahrungsmittelmengen:

  • 1.000 g körniger Hüttenfrischkäse
  • 700 g Joghurt
  • 200 g Kerbel
  • 800 g Milch
  • 300 g Mozzarellakäse
  • 100 g Parmesankäse

Um das Calcium aufnehmen zu können, benötigt der Körper wiederum Vitamin D. Die Vitaminzufuhr erfolgt über Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Bananen, Aprikosen und Trockenobst.

Bewegung kann die Aufnahme von Calcium im Körper positiv beeinflussen. Calcium wird überwiegend im Dünndarm resorbiert. Kaffee und Alkohol können die Aufnahme reduzieren. Das gilt auch für die in einigen Lebensmitteln wie Kakao, Mangold, Spinat oder Rhabarber, die Oxalsäure enthalten.

Überschüssiges Calcium wird vom Körper über den Stuhl ausgeschieden.

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