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Gebärmutterhalskrebs: Wie gefährlich ist eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV)?

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Humane Papillomviren

Eine Infektion durch Humane Papillomviren, abgekürzt HPV, durchleben ca. 80% aller sexuell aktiven Menschen machen mindestens einmal in ihrem Leben. In der Regel verursacht die Ansteckung keinerlei Beschwerden und wird selten bemerkt. In einem Zeitraum von bis zu 2 Jahren heilt sie bei 90% der infizierten Frauen ohne Therapie und ohne Folgen aus. Nur ca. 10% der betroffenen Frauen entwickeln Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Diese sind nur bei 1 – 3% der Fälle bösartig und Zellveränderungen entwickeln sich über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren zu einem Gebärmutterhalskrebs.

Impfung gegen Humane Papillomviren

Gegen die beiden häufigsten Erreger der Humanen Papillomviren, 16 und 18, gibt es eine Impfung,  die Krebsvorstufen (und damit Krebs) am Gebärmutterhals verhindert soll.

Fast 10% der geimpften Patientinnen landen im Krankenhaus

Das Gesundheitsministerium der kanadischen Provinz Alberta, Alberta Ministry of Health, finanzierte eine Studie über die Sinnhaftigkeit dieser Impfung. Das Ergebnis, das im Wissenschaftsjournal VACCINE veröffentlicht wurde lässt stutzig werden: Von 195.270 geimpften weiblichen Personen landeten 9,9 % in der Notaufnahme. Und zwar innerhalb von 42 Tagen nach der HPV-Impfung. 958 (Das sind 1 von 200 Frauen) mussten stationär im Krankenhaus bleiben, um ernsthafte Symptome behandeln zu lassen.
Hier können Sie die Studie nachlesen: http://www.sciencedirect.com

Impfnotfälle passieren immer wieder

Die Problematik, dass routinemäßig durchgeführte Impfungen an Kindern und Jugendlichen nicht selten in der Notaufnahme enden, ist bekannt. Die Nebenwirkungen, mit denen die geimpften Personen reagieren, sind vielfältig und individuell. Die Wissenschaftler der kanadischen Studie stufen die Anzahl von Notfällen als „niedrig“ ein. Ca. 10% seien übereinstimmend mit anderen Impfnotfällen im Land. Das sollte zu denken geben. Spielt die Schulmedizin hier diese Problematik herunter?

Vergleichszahlen bei HPV-Impfung

In Mexiko landeten 75% der frisch geimpften Personen (19.351 Fälle) in der Notaufnahme. Dort gab es sogar Todesfälle.

„3.6. Einweisungen in die Notaufnahme (ED) innerhalb von 42 Tagen nach der Immunisierung

Unter jenen, die die HPV-Impfung bekamen, suchten 19 351 innerhalb von 42 Tagen nach der Immunisierung die Notaufnahme auf. Von diesen mussten 713 darüber hinaus stationär aufgenommen werden. Bei vier von diesen Notfällen wurde eine VTE (Venöse Thromboembolie) diagnostiziert (darunter drei, die wegen einer VTE-Diagnose in die Klinik eingewiesen wurden). Bei einer Person wurde bei der Notaufnahme eine VTE diagnostiziert, jedoch ohne die ICD-10-CA-Codes (Diagnose­klassifikationssystem der Medizin), die einer VTE in den Entlassungsdiagnosen der stationär Behandelten entsprechen würden.“

Wie sicher sind Impfstoffe?

Warum halten Ärzte und Wissenschaftler erschreckend hohe Quoten von Klinikaufenthalten und Notaufnahmebesuchen nach Impfungen völlig normal? Ist es kein Anlass zur Sorge, wenn 10% der geimpften Personen in der Notaufnahme landen? Ab welcher Prozentzahl würden denn die Alarmglocken anfangen zu schrillen? Bei 20%, 30%, 40%, …?

Gibt es überhaupt einen Punkt, an dem die Schulmedizin zugeben würde, dass Impfungen nicht zu 100 Prozent sicher sind? Die Wahrheit über Impfschäden sollte nicht vertuscht werden. Dafür ist die Anzahl an Nebenwirkungen, Notaufnahmebesuchen und Krankenhausaufenthalten einfach zu hoch. Zusicherungen, wie es das Australische Gesundheitsministerin gibt, sind stark anzuzweifeln: „Kein Risiko beim Impfen von Kindern“.

Impfstoffe sind wichtige Umsatzfaktoren

Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn irgendein Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Heilkraut eine Rate von 10% an Notaufnahmebesuchen verursachen würde. Der Aufschrei in den Medien wäre riesengroß. Oder ein „sicheres“ Auto, mit dem 10% aller Fahrer in den ersten 42 Tagen einen Unfall bauen. Diese Produkte wären sofort weg vom Markt.

Impfstoffe dagegen sind für Kliniken wichtige Umsatzfaktoren. Bei den durchschnittlichen Kosten eines Aufenthaltes in der Notaufnahme von 500 US-Dollar, haben die kanadischen Kliniken ca. 9 Mio. Dollar eingenommen. Nehmen Ärzte und Kliniken deshalb Impfunfälle billigend in Kauf? Steckt dahinter immer nur das Geld, das damit verdient werden kann? Bleiben Sie wachsam!

Quelle: Liu, X.C., et al., »Adverse events following HPV vaccination. Alberta 2006 – 2014«, Vaccine (2016), PDF der Studie aus Vaccine zum Download bei ScienceDirect.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Immer diese Nebenwirkungen

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Chemische Prozesse

In allen Lebewesen finden chemische Prozesse statt. Chemie ist also nichts Künstliches, sondern die Grundlage allen Lebens. Warum gibt es also bei den pharmazeutischen Medikamenten so viele Nebenwirkungen? Was macht die Pharmaindustrie anders als das Naturheilmittel?

Imitierte Natur

Naturstoffe sind meistens die Ausgangsstoffe für Medikamente in der Pharmaforschung. Diese nimmt dann bewusst chemische Eingriffe vor, um die Wirkung zu optimieren und Nebenwirkungen zu reduzieren. Da nicht immer genügend Pflanzen für bestimmte Stoffe zu Verfügung stehen, werden Naturstoffe auch teilsynthetisch, unter Beteiligung weiterer Pflanzenstoffe hergestellt. Am besten jedoch vollsynthetisch! Denn mit einem patentierten synthetischen Produkt lässt sich mehr verdienen, als mit mühsam gesammelten Kräutern und Gewürzen. Bei all diesen künstlich hergestellten Medikamenten wird der natürliche Ausgangsstoff aber nur imitiert. Und genau diese Isolierung eines einzelnen Stoffes ist das Problem.

Chemische Arzneimittel kopieren die Natur und bestehen meist nur aus Einzelstoffen. Das Zusammenspiel der naturgegebenen Stoffe fehlt hier und daher sind diese Mittel mit erheblichen Nebenwirkungen belastet.

Naturheilmittel

Natürliche Präparate setzen sich meist aus den Stoffen der ganzen Pflanze zusammen und diese entwickeln dann in Synergie die gewünschten Heilkräfte bzw. regen die Selbstheilung des Organismus an. Pflanzliche Heilpflanzen-Produkte rufen in den seltensten Fällen Nebenwirkungen hervor. Sie vertragen sich in der Regel gut mit anderen Medikamenten.

Die Natur ist also nicht so ohne weiteres zu kopieren. Die Konzentration auf einen einzigen Wirkstoff bringt zwar eine Linderung des fokussierten Symptoms, aber es bringt den gesamten Körper aus dem Gleichgewicht, so dass Nebenwirkungen auftreten.

Die Natur ist auch giftig

Auch bei Stoffen aus der Natur gibt es chemische Verbindungen, die einer gesunden Ernährung förderlich sind, und welche, die giftig sind. Die sekundären Pflanzenstoffe sind ein gutes Beispiel dafür, dass es innerhalb einer Stoffgruppe gute und schädliche Wirkungen geben kann.
Gute sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Phytochemikalien:

Giftige sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Alkaloide:

Expertenwissen

Das Wissen um die aktiven Wirksubstanzen der Pflanzenwelt ist die Basis der Naturheilkunde. Wir raten deshalb stets dazu, einen Fachmann zu befragen. Ein guter Therapeut hat den Menschen als Ganzes im Blick und konzentriert sich nicht – wie Schulmediziner das oft tun – auf ein bestimmtes Symptom oder einen bestimmten Messwert.

Hinweis

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Opioide: Nebenwirkung Verstopfung

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Schmerzmittel bescheren Schmerzen

Opioide: Eigentlich sollen sie die Schmerzen bekämpfen. Aber die Nebenwirkungen sind so groß, dass die Lebensqualität der Patienten ganz erheblich beeinträchtigt wird. Ein Drittel aller Schmerzpatienten bricht die langfristige Opioidtherapie aus diesem Grund ab. Sind die Schmerzen durch pharmazeutische Opioide nun langfristig größer, als ihr Nutzen?

Opioide

Opioide ist ein Sammelbegriff für eine chemisch uneinheitliche Gruppe synthetischer Substanzen, die morphinartige Eigenschaften aufweisen. Sie wirken an den sogenannten Opioidrezeptoren. Der Körper selbst kann Opioide produzieren, die eine Rolle bei der Schmerzunterdrückung im Rahmen der Stressreaktion spielen. Gemeint sind in diesem Artikel jedoch die exogenen, also durch Medikamente zugeführten pharmazeutischen Opioide.

Unangenehme Nebenwirkungen

Am American College of Gastroenterology wurde die häufigste Nebenwirkung von Opioiden untersucht: Schwere Verstopfung. Die Schmerzmedikamente dieser Gruppe legen also eine zentrale Körperfunktion lahm. Der Körper wird gezwungen, seine eigenen Abfälle zu konsumieren.

Die Opioide verursachen diese Nebenwirkung, indem sie sich an spezielle Rezeptoren im Verdauungstrakt und im zentralen Nervensystem ankoppeln. Die reduzierte Darmtätigkeit wird durch direkte und indirekte anticholinergische Mechanismen ausgelöst. Diese Medikamente zerstören so die natürliche Intelligenz des Körpers. Die Botschaft, die dem Körper mitteilt, wann es Zeit ist, den Darm zu entleeren, wird blockiert.

„Eine der häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen einer chronischen Opioidtherapie ist Verstopfung. Bis zu 95 Prozent der Patienten, die ein Opioid erhalten, klagen über Verstopfung als Nebenwirkung, und zwar schon recht bald nach Einnahme der ersten Dosis.“
(Australian Pain Society)

Warum Verstopfung gefährlich ist

41 Prozent aller Patienten, die über einen Zeitraum von bis zu acht Wochen ein orales Opioid einnahmen, leiden an einer sogenannten opioidinduzierten Obstipation. Ein erhöhtes Obstipationsrisiko haben statistisch gesehen eher Frauen. Weitere ungünstige Faktoren sind verminderte körperliche Aktivität, reduzierter Allgemeinzustand, reduzierter Volumenstatus und höheres Lebensalter.

Bei einer Obstipation wird der peristaltische Reflexe gehemmt. Der Darm „knetet“ den Speisebrei nicht mehr richtig durch, so dass sich die Verweildauer im Darm verlängert. Das hat schwerwiegende Folgen: Dem Speisebrei wird mehr Wasser entzogen, was zu trockenem und hartem Stuhl führt. Durch den Rückstau der Exkremente bleiben unbrauchbare und belastende Substanzen zu lange im Körper und verunreinigen damit das Blut. Magen, Dünn- und Dickdarm produzieren nur vermindert Sekrete, so dass es zu seltenen und sehr schmerzhaften Stuhlentleerungen kommt.

Weitere unangenehme Begleiterscheinungen können sein:

  • Völlegefühl
  • Bauchdruck/-schmerzen
  • Blähungen
  • Harninkontinenz
  • Risse im Anus
  • Blutungen im Analbereich
  • Magenkrämpfe
  • Darmverschluss

Die Lebensqualität der Patienten wird durch die Einnahme von Opioiden ganz erheblich beeinträchtigt. Das Schmerzmittel beschert also selbst langfristige Schmerzen.

Grundlage für Krankheiten und chronische Entzündungen 

Sind die Schmerzen durch pharmazeutische Opioide nun langfristig größer, als ihr Nutzen? Ist die Abschaltung einer so wichtigen Körperfunktion wie die Verdauung nicht eine perfekte Grundlage für Krankheiten und chronische Entzündungen?

„Einige Patienten würden eher chronische Schmerzen ertragen wollen, als an der schweren Verstopfung zu leiden, die als Folge einer langfristigen Opioidtherapie entstehen kann. Einer Studie zufolge setzte ein geschätztes Drittel der Patienten mit der Einnahme von Opioiden aus, verringerte die Dosis oder setzte das Mittel ganz ab, um einen normalen Stuhlgang zu erleichtern.“
(Australian Pain Society)

Zumal sich der Körper auch nach dem Absetzen des Mittels schwer damit tut, zum normalen Stuhlgang zurückzukehren. Das hat schwächenden Folgen auf den gesamten Körper. Seit Jahrzehnten sind Opioide im Einsatz, aber erst nach und nach wird zunehmend auch auf die Nebenwirkungen hingewiesen.

„Erst jetzt beginnen wir die zahlreichen Nebenwirkungen von Opioiden zu verstehen und zu erkennen. Verstopfung, Übelkeit, Emesis [Erbrechen], Pruritus [Juckreiz], Atemdepression und Somnolenz [Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit] sind gut dokumentiert. Nicht so gut bekannt sind Auswirkungen auf die Immunfunktion, auf den Harnverhalt, Endokrinopathien, Refluxösophagitis [Sodbrennen], Gastroparese, Schlafapnoe, das kardiovaskuläre System, Osteoporose, Gefühle, Dentition und Nierenfunktion.“
(Practical Pain Management)

Bessere Ansätze zum Schmerzmanagement

Synthetisch hergestellte Medikamente haben einen entscheidenden Nachteil: Chemische Arzneimittel kopieren die Natur und bestehen meist nur aus Einzelstoffen. Das Zusammenspiel der naturgegebenen Stoffe fehlt hier und daher sind diese Mittel mit erheblichen Nebenwirkungen belastet. Natürliche Präparate setzen sich meist aus den Stoffen der ganzen Pflanze zusammen und diese entwickeln dann in Synergie die gewünschten Heilkräfte bzw. regen die Selbstheilung des Organismus an.
Pflanzliche Heilpflanzen-Produkte rufen in den seltensten Fällen Nebenwirkungen hervor. Sie vertragen sich in der Regel gut mit anderen Medikamenten. Es gibt diverse Lebensmittel, Kräuter und Gewürze mit entzündungshemmenden Bestandteilen, die Schmerzen lindern und gleichzeitig für eine gute Verdauung und eine gute Gehirnfunktion sorgen. Sie lindern die Schmerzen und arbeiten mit dem Körper und nicht gegen ihn. Hier einige entzündungshemmende pflanzliche Mittel:

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Pillen gegen Sodbrennen: Vorsicht Nebenwirkungen!

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Brennender Schmerz in der Brust

Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Leiden. Fast jeder hat diesen brennenden Schmerz schon einmal erlebt. Ist er nicht chronisch, besteht meist kein Grund zur Besorgnis: Der Schmerz geht von alleine weg oder man greift zu Medikamenten. „Schnelle Abhilfe“ versprechen viele Tabletten gegen Sodbrennen – doch wer sie nutzt, bekämpft nur die Symptome und muss mit dutzenden, unangenehmen Nebenwirkungen rechnen.

Ein lohnendes Geschäft

Dort, wo eine ungesunde Ernährung verbreitet ist, leiden auch die meisten Menschen an Sodbrennen. Im Jahr 2013 griffen 15 Mio. Amerikaner zu Mitteln gegen Sodbrennen. Ein lohnendes Geschäft für die Pharmaindustrie. Mehr als 10 Mrd. Dollar gaben die leidgeplagten Amerikaner für sogenannte Protonenpumpenhemmer (PPI) wie Nexium, Prevacid und Prilosec aus.

Sodbrennen in Verbindung mit Nierenerkrankung

Der Epidemiologe Morgan Grams von der Johns Hopkins Bloomberg School of Health veröffentlichte eine Studie im Fachmagazin JAMA Internal Medicine. Dort führt er aus, dass Protonenpumpenhemmer (PPI) die Wahrscheinlichkeit einer Nierenerkrankung beträchtlich erhöhen. Chronische Nierenerkrankungen konnte er zwar nicht abschließend mit Protonenpumpenhemmern in Verbindung bringen, aber er äußerte ernste Besorgnis und forderte weitere Forschung in dieser Richtung.

Grundlage seiner Studie waren insgesamt 250.000 Personen in zwei Gruppen:

Gruppe 1
10.482 Menschen (322 davon nahmen Medikamente gegen Sodbrennen)
Geschätztes absolutes Risiko einer chronischen Nierenerkrankung:

  • Probanden mit Medikament: 11,8 %
  • Probanden ohne Medikament: 8,5 %

Gruppe 2
248.751 Menschen (16.900 davon nahmen Medikamente gegen Sodbrennen)
Geschätztes absolutes Risiko einer chronischen Nierenerkrankung:

  • Probanden mit Medikament: 15,6 %
  • Probanden ohne Medikament: 13,9 %
Weitere Nebenwirkungen

Schon der Verdacht, dass Protonenpumpenhemmer die Nieren schädigen könnten, ist eigentlich ein ausreichender Grund auf diese Medikamente zu verzichten. Leider kommen weitere Verdachtsmomente hinzu:

  • 16 % höheres Herzinfarktrisiko bei Reflux-Patienten, die ihr Leiden mit PPI behandelten. (Universität Stanford)
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche. Seit 2010 muss jede Verpackung von rezeptpflichtigen oder frei verkäuflichen Protonenpumpenhemmern einen Aufdruck tragen, der vor dem Risiko warnt, dass es zu Brüchen kommen kann.
  • Erhöhte Infektanfälligkeit: PPI unterbindet die Magensäure und verhindert somit die natürliche Absorption von Vitaminen. Das Risiko von Infektionen steigt.
Sodbrennen natürlich behandeln 

Hier ein paar einfache Tricks, um Sodbrennen auch ohne Medikamente und Nebenwirkungen loszuwerden:

  • Aloe-Saft vor dem Essen trinken
  • Ingwer-Tee dient als Puffer gegen die Säure
  • Kamillentee vor dem Schlafengehen (verhindert das Aufstoßen der Säure beim Liegen)
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Infektionen

infektionen
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Weltweite und alltägliche Katastrophen: Infekte

Laut WHO sind global gesehen Infekte die häufigste Todesursache. Der Universitätsprofessor Prof. Dr. med. Emil C. Reisinger ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationaler Gesundheit. Seine Zahlen zu Ursachen von Todesfällen weltweit:

  • 41% Infekte
  • 20% Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • 18% Krebserkrankungen
  • 13% zerebralvaskuläre Krankheiten

Die Gefahr an einer Infektionskrankheit zu sterben sinkt mit umfassenden Hygienemaßnahmen und Medikamenten. Trotzdem hat jeder Erwachsene im Durchschnitt 2 – 3 Mal im Jahr eine chronische Bronchitis. Es sind diese alltäglichen, eher harmloseren Infektionen, die uns das Leben schwer machen: Schnupfen, Nebenhöhlenentzündungen, Harnwegsinfekte, Hals-Rachen-Entzündungen, Paradontitis, Pilzerkrankungen der Schleimhäute, Nagel- und Fußpilze, Hautinfekte durch Ekzeme, Furunkel, Akne, usw. Die Wahrscheinlichkeit uns mit dem SARS-, Vogel- oder Schweinegrippenvirus zu infizieren ist verschwindend gering.

Viren, Bakterien und Pilze

Alle lösen sie Infektionen aus und sind dabei doch so unterschiedlich: Viren, Bakterien und Pilze. Bei günstigen Bedingungen und schwachem Immunsystem können sich diese Erreger im Körper rasch vermehren. Sie sind enorm anpassungsfähig und wahre Verwandlungskünstler. Die schulmedizinischen Medikamente, die sie eigentlich töten sollten, werden schnell wirkungslos, weil sich Resistenzen herausbilden können.

Viren

Viren sind 100x kleiner als Bakterien. Sie vermehren sich ausschließlich in und durch die Körperzellen. Sie verbreiten sich im Körper von Zelle zu Zelle, indem sie ein- und ausdringen. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel: Deshalb ist ein Antibiotikum bei Viren nutzlos. Die Ansteckung erfolgt über die Atmung als Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt wie Küssen.

Bakterien und Pilze

Auch die Ansteckung durch Bakterien und Pilze erfolgt über Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt. Bakterien können, wie Pilze, ein ganz normaler Bestandteil des Körpers sein. Im Darm etwa muss es eine Flora aus nützlichen Bakterien vorhanden sein. Erst ein Überschuss an „schlechten“ Bakterien macht den Körper krank. Oder es siedeln sich Bakterien oder Pilze an Orten des Körpers an, wo sie nicht gebraucht werden.

Ausbruch von Infektionen

Infektionskrankheiten können ausbrechen, wenn sich Viren, Bakterien und Pilze durch ein schwaches Immunsystem unkontrolliert vermehren können. Erfolgt die Ansteckung über die Nahrungsaufnahme kann zu wenig Magensäure der Grund sein, dass die Mikroorganismen in den Körper gelangen. Davon sind meist ältere Menschen betroffen.

Entscheidend: Starkes Immunsystem

Ein starkes Immunsystem ist also die stärkste Waffe gegen krankmachende Mikroorganismen. Um das zu erreichen sind Medikamente nicht geeignet. Sie helfen gegen den Schmerz oder gegen die Infektionen, aber sie bekämpfen die Symptome und bieten wenig Präventions-Schutz. Meistens schwächen Antibiotika, antivirale Medikamente oder Mykotika das Immunsystem sogar. Der Körper kann keine eigenen Abwehrstrategien entwickeln, um bei einer erneuten Infektion immun zu sein. Von den Nebenwirkungen dieser Medikamente sei an dieser Stelle nur auf die zerstörte Magen-Darm-Flora durch Antibiotikum und die geschwächte Immunabwehr durch Cortison verwiesen. Wichtige Körperfunktionen werden durch Medikamente massiv gestört.

Moringa kann helfen

Keine andere Pflanze der Welt  liefert Ballaststoffe, Enzyme, Fettsäuren, Mineralien, Proteine, Phytamine und Vitamine so zahlreich und ausgewogen wie Moringa.

Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe dagegen haben statt negativer Nebenwirkungen positive: Sie stimulieren die Aktivität von Immunzellen. Vitamine und Mineralstoffe benötigen Enzymbestandteile, um Heilungsprozesse zu beschleunigen. Sekundäre Pflanzenstoffe können auf direktem Weg Entzündungen und Infekte unterdrücken. Sie wirken entzündungshemmend, antibiotisch, antibakteriell und antimykotisch. Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe helfen den Körper dabei freie Radikale und andere Stoffwechselgifte abzubauen, die bei Entzündungen und Infekten entstehen.

Zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten ist Moringa also ideal.

Hinweis

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Wirken Antidepressiva anders, als gewünscht?

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Antidepressiva wirken bei Kindern nicht

Eine umfassende Metastudie zur Sicherheit und Wirksamkeit der bekanntesten auf dem Markt befindlichen Antidepressiva gewinnt neue Erkenntnisse. Eine im British Medical Journal veröffentlichte Untersuchung stellt fest, dass Antidepressiva das Risiko von aggressivem Verhalten deutlich erhöhen. Außerdem trete insbesondere bei Anwendern im Alter von unter 18 Jahren ein doppelt so hohes Risiko auf, Selbstmord zu begehen.

„Es ist eindeutig, dass Antidepressiva bei Kindern nicht wirken. Bei den randomisierten Tests erklärten Kinder, die Medikamente zeigten bei ihnen keine Wirkung, aber sie erhöhten das Selbstmordrisiko.“
(Professor Peter Gøtzsche, Nordic Cochrane Centre am Ringhospitalet, Kopenhagen)

Antidepressiva erzielen nicht die erwünschten Ergebnisse

70 unterschiedliche Tests wurden mit den bekanntesten auf dem Markt befindlichen Antidepressiva durchgeführt. Dabei stand nicht nur die Wirksamkeit auf dem Prüfstein, sondern auch die Sicherheit für die Anwender.

Unberechenbares Verhalten 

Hinweise über unerwünschte Nebenwirkungen von Antidepressiva häufen sich so sehr, dass der Schluss nahe liegt, dass diese Medikamente keineswegs so harmlos sind wie behauptet:

  • Berichtet werden unberechenbares und teilweise sogar gewalttätiges Verhalten der Anwender.
  • Bei unter 18 jährigen verdoppelte sich der Wunsch zur Selbsttötung.

Inzwischen wird auch die zunehmde Häufigkeit von Massenmorden und Amokläufen der letzten Jahre mit der Einnahme von Antidepressiva in Verbindung gebracht.

Pharmakonzerne verschleiern Fakten 

Der Hauptverfasser der Studie Prof. Gøtzsche kritisiert das Vorgehen der Pharmakonzerne mit deutlichen Worten. So wirft er der Branche vor, ungünstige Daten, die ihre Produkte in einem schlechten Licht erscheinen ließen, unter den Tisch fallen zu lassen. Dieses Verhalten sei „widerwärtig“, weil es ein Unrechtsbewusstsein vermissen lasse. Tief beunruhigend bezeichnete er, was Antidepressiva bei Menschen und insbesondere Kindern anrichteten.

Zur Anzahl der Selbstmorde in allen Altersgruppen, die im Zusammenhang mit Antidepressiva stehen, seien deutlich zu geringe Angaben gemacht worden. Den Behörden, die für die Zulassung und Überwachung der Medikamente verantwortlich sind, werden wichtige Informationen vorenthalten.
Selbstverständlich lässt die Zahl der Selbstmorde unter Depressiven erheblichen Deutungsspielraum zu. Die Behauptung der Pharmakonzerne, dass sich eine Depression völlig unabhängig von der Einnahme von Antidepressiva einfach verschlimmern und damit zum Selbstmord führen kann, verharmlost die Nebenwirkungen der Medikamente. Aber es stellt auch die Wirksamkeit in Frage.

Die Produkte des Pharmariesen Eli Lilly lieferten bei über 90% aller Tests Hinweise auf durch Antidepressiva ausgelöste Selbstmorde. Diese Hinweise wurden bei der Zulassung der Medikamente jedoch nicht berücksichtigt. Dr. Tarang Sharma vom Nordic Cochrane Centre am Ringhospitalet in Kopenhagen stellt fest, dass bei Entscheidungen über die Zulassung neuer Antidepressiva oft die Schädigungen als zu gering eingestuft werden.

Weltweit immer mehr Depressionen

Die Einnahme von Antidepressiva steigt dennoch weltweit steil an. In Island werden die meisten Antidepressiva verschrieben, gefolgt von Australien, Portugal, Kanada, Schweden und Großbritannien.

„In der britischen Bevölkerung hat sich die Zahl der Menschen, die Antidepressiva einnehmen, in den letzten zwei Jahrzehnten vervierfacht. Und das, obwohl wir längst nicht alle Auswirkungen dieser Medikamente kennen und verstehen.“
(Dr. Joanna Moncrieff, University College London, National Post)

Nachweise der Unbedenklichkeit bei längerer Einnahme fehlen jedoch.

Hinweis

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Natürliche Mittel für die Nebenhöhlen

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Warum sind wir im Winter häufiger erkältet?

Liegt es daran, dass wir uns im Winter meistens mehr drinnen aufhalten und uns dadurch verstärkt ständig zirkulierender Luft aussetzen? Oder sind wir während des langen, dunklen und trüben Winters einfach nur weniger stark ultraviolettem Licht ausgesetzt? Oder gedeiht der Hauptauslöser von Schnupfen, das Rhinovirus, bei Kälte besser und schlägt zu, wenn unsere Körpertemperatur sinkt?

Der Arzneischrank

Was in der Apotheke oder Drogerie rezeptfrei zur Behandlung der Nebenhöhlen verkauft wird, bekämpft bestenfalls die Symptome einer Erkältung. Damit der Patient möglichst schnell wieder arbeitsfähig ist, werden die unangenehmen Begleiterscheinungen einer Erkältung übertüncht. Auskurieren kostet Zeit, die man nicht hat, oder nicht aufbringen will. Man kümmert sich nicht darum, der Ursache auf den Grund zu gehen. Dabei hat Mutter Natur einiges parat, um eine winterliche Schniefnase zu kurieren.

Ausreichend Flüssigkeit
Trinken Sie viel Wasser, heißen Tee oder klare Brühe. Nur so können Sie den hartnäckigen Schleim verdünnen und wieder Luft durch die Nase bekommen. Alkohol, Kaffee, gezuckerte Säfte und süße Limonaden sollten Sie dabei vermeiden.

Scharf essen
Schleimlösend und antibakteriell wirkt Wasabi, Cayenne-Pfeffer, Apfelessig oder Meerrettich. Ihre verstopfte Nebenhöhle dankt es Ihnen.

Dampfinhalation
Einfach entspannend: Heißen Dampf durch die Nase inhalieren und dabei merken, wie der festsitzende Schleim sich langsam löst. Ein paar Tropfen ätherische Öle, wie Pfefferminz, Eukalyptus oder japanisches Heilpflanzenöl dazu verstärkt die Effektivität. Auch Kolloidales Silber mit seinen antibakteriellen Eigenschaften ist ein guter Zusatz.
Heißen Dampf können Sie mit einem Inhaliergerät, einem Topf Wasser oder in der Badewanne erzeugen.

Salzwasser
Eine Nasendusche mit Salzwasser spült unerwünschten Schleim und Verunreinigungen einfach aus der Nase fort. Ein Pumpzerstäuber oder eine Jala-Neti-Kanne bringt das Salzwasser dorthin, wo die Verstopfung sitzt und löst sie auf.

Grapefruitkernextrakt
Die mechanische Reinigung durch Salzwasser, können Sie mit Grapefruitkern-Extrakt noch effektiver erreichen. Der reine natürliche Wirkstoff der Grapefruit befreit von Schleim und verhindert zusätzlich, dass sich im entzündeten Gewebe der Nabenhöhlen mikrobielle Verunreinigungen festsetzen. Grapefruitkern-Extrakt wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und ist völlig frei von Nebenwirkungen. Auch zum Gurgeln bei Halsschmerzen ist Grapefruitkern-Extrakt geeignet.
Bitte beachten Sie unbedingt den verdünnungs-Faktor auf der Verpackung.

Kurkuma und Ingwer
Der natürliche Wirkstoff Curcumin im Kurkuma wirkt entzündungshemmend und antioxidant. Auch die scharfe Ingwerwurzel kann bei Erkältungen sehr effektiv eingesetzt werden. Diese beiden Gewürze als heißen Tee getrunken, wirken bei Problemen mit den Nebenhöhlen wunderbar – und sie beruhigen zusätzlich den Magen.

Hinweis

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Schmerzen
– Vitalstoffe können helfen

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Moderne Pharmakologische Schmerzmittel

Moderne Schmerzhemmer wie Vioxx® oder Celebrex® geraten immer wieder in Verruf. Sicherlich haben Sie die Skandale der letzten Jahre verfolgt. Obwohl sie deutlich weniger Nebenwirkungen haben sollen als herkömmliche Schmerzmittel wie Aspirin oder Diclofenac, vermehren sich die Hinweise, dass diese Schmerzmittel Herzinfarkte oder Schlaganfälle auslösen können. Vioxx® und Bextra® sind bereits vom Markt genommen worden. Aber auch Voltaren oder Aspirin sind bereits wegen schwerer Nebenwirkungen in Verruf geraten.

Ältere pharmakologische Schmerzmittel

Britische Forscher nehmen nun auch ältere Präparate unter die Lupe. Die Gefahr einen Herzinfarkt zu erleiden sind hier deutlich höher, als bei neueren Schmerzmitteln.
Laut Statistik kommt bei langfristiger Einnahme:

  • 1 Herzinfarkt auf 1.000 Celebrex®-Patienten
  • 1 Herzinfarkt auf 500 Diclofenac-Patienten

Also sind sowohl herkömmliche Präparate, als auch Neuentwicklungen, nicht frei von Nebenwirkungen. Wenn etwas wirken soll, muss es auch Nebenwirkungen haben… Muss es das? Aus der Pharmazie ist jedenfalls kein Schmerzmittel bekannt. Nehmen Sie diese Medikamente deshalb möglichst nicht langfristig ein.

Natürliche Vitalstoffe

Die Natur hält auch gegen Schmerzen eine Reihe von natürlichen Wirkstoffen parat, die Ihrem Körper helfen, sich selbst gegen Schmerzen zu wehren. Chronische Schmerzen sind vor allem bei Menschen über 65 Jahren ständige Begleiter. Jeder dritte ist betroffen. Dabei stehen Probleme mit den Knien, der Hüfte oder dem Kreuz besonders häufig auf der Liste der Beschwerden, weil sich hier die Gelenkknorpel abgenutzt haben und eine Arthrose entstanden ist. Nur wenigen Therapeuten ist bekannt, dass sich chronische Schmerzen auch mit natürlichen Wirkstoffen behandeln lassen. Sie sind frei von Nebenwirkungen, sind gut verträglich und erzielen bei mehr als zwei Drittel der Patienten eine sehr gute Wirkung.
Die Alternativen zu schulmedizinischen Präparaten sind relativ unbekannt. Sie werden nicht von großen Pharmafirmen verkauft, es gibt keine Werbung für sie und es kann kein Gewinn damit gemacht werden.

Das Schmerzgedächtnis

Um zu verstehen, was dauerhaften Schmerz ausmacht, muss man an die Ursache gehen. Nozizeptoren sind freie sensorische Nervenendigung, die eine Gewebeschädigung beziehungsweise Verletzung in elektrische Signale (Aktionspotentiale) umwandelt. Sie senden das Schmerzsignal zum Rückenmark, wo sie eventuell verstärkt oder abgeschwächt und erst dann zum Schmerzzentrum im Gehirn gesendet werden. Die Ursachen eines solchen Reizes können z.B. Stöße, Verbrennungen, Sauerstoffmangel oder Entzündungen sein.
Bei chronischen Schmerzen verselbstständigt sich dieser Vorgang. Der Schmerz tritt in Schüben auf, obwohl die eigentliche Ursache, beispielsweise eine Muskelverspannung im Rücken, längst behoben ist. Das Schmerzgedächtnis speichert diese ständigen Schmerzreize, die betroffenen Nerven werden besonders empfindlich, und die individuelle Schmerzschwelle sinkt. Immer wieder kommen Schmerzreize im Gehirn an. Der Schmerz ist chronisch geworden.
Natürliche Vitalstoffe greifen in das Schmerzgedächtnis und in die Schmerzverarbeitung des Menschen ein. In den meisten Fällen lindern sie den Schmerzreiz und schwächen damit die Beschwerden ab.

Jährlich 20.000 Tote durch Schmerzmittel

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr 20.000 Menschen an den Nebenwirkungen von pharmakologischen Schmerzmitteln. Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum Tod führen, sind Magenblutungen und Nierenschäden.
Chronische Schmerzpatienten bekommen von ihren Ärzten oft folgende Schmerzhemmer verordnet:

  • NSAR: nichtsteroidales Antirheumatikum, z. B. die Wirkstoffe Ibuprofen, Diclofenac
  • ASS: Wirkstoff Actylsalicylsäure, z. B. Aspirin®
  • COX2Hemmer, z. B. Celebrex©

Alle diese Präparate haben bei Dauergebrauch schwere Nebenwirkungen zu verzeichnen. Man sollte sie kritisch betrachten und nicht längerfristig einnehmen. Aber gerade Schmerzpatienten sind auf ein Mittel über längere Zeit angewiesen.

Natürliche Schmerzkiller: B-Vitamine

Bei akuten und chronischen Schmerzen hat sich der Einsatz von B-Vitaminen bewährt. Die Gruppe der B-Vitamine übernimmt dabei zahlreiche Funktionen in der Schmerzbekämpfung, die in den Nervenzellen von entscheidender Bedeutung sind.
Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Biotin, Folsäure und B12 sind alle wasserlöslich und werden in jeder Körperzelle benötigt. Sie können fast alle nur in geringem Umfang im Organismus gespeichert werden und müssen daher sehr regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Sollte eine Überdosierung auftreten, so werden sie mit dem Urin einfach ausgeschieden.

  • Vitamin B1 (Thiamin) versorgt die Nerven mit ausreichend Energie.
  • Vitamin B6 (Pyridoxin) und B12 (Cobalamin) sind am Aufbau der isolierenden Hüllen um die Nervenfasern beteiligt. Außerdem fördern sie die Produktion von körpereigenen Schmerzhemmstoffen, z.B. Endorphine und GammaAminoButtersäure (GABA). GABA verhindert, dass die Schmerzimpulse zum Gehirn weitergeleitet werden. Durch die Aktivierung dieser Hemmstoffe kann das Schmerzgedächtnis unterdrückt werden.

Bei 70% der Patienten gehen chronische Schmerzen durch die Einnahme von Vitamin-B Präparaten zurück.

Schmerzformen

Kombi-Präparat

Als wirkungsvoll hat sich ein Kombi-Präparat bewährt, das alle B-Vitamine enthält. Die Vitamine eines solchen Komplexes ergänzen sich gegenseitig. Deshalb ist es sinnvoll, sie gemeinsam einzunehmen.
1992 wurden in einer Studie 1.150 Patienten mit schmerzhaften Nervenentzündungen und Rückenbeschwerden in zwei Gruppen geteilt. Über den Zeitraum von drei Wochen bekam eine Gruppe ein Vitamin-B Komplex, die andere ein Placebo (Scheinmedikament ohne Wirkung).

  • Vitamin-B Komplex: 70% deutlicher Rückgang der Schmerzen
  • Placebo: 25% Rückgang der Schmerzen

Urs Buergi empfiehlt als weiteren Nährstoff Inositol, der die Wirkung der B-Vitamine verstärkt.

Natürliche Schmerzkiller: Aminosäuren

Es gibt genau 20 Aminosäuren, von denen 11 essentiell sind. Diese 11 können nicht vom Körper hergestellt und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Die anderen 9 Aminosäuren kann ein gesunder Organismus mit abwechslungsreicher Ernährung selbst herstellen.
Die moderne, westliche Ernährungsweise kann nicht immer sicherstellen, dass auch wirklich alle essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge zugeführt werden. Mit zunehmendem Alter sinkt zusätzlich die Fähigkeit Aminosäuren aufzunehmen.
Bei den essentiellen Aminosäuren gilt der gleiche Grundsatz wie bei den B-Vitaminen. Am wirkungsvollsten werden sie als Mischung eingenommen, da sie sich wechselseitig ergänzen. Sie haben alle ihre spezielle Aufgabe bei der Schmerzbekämpfung, die sich gegenseitig unterstützen und bedingen.

Aminosäure Phenylalanin

Die Aminosäure Phenylalanin hemmt den Abbau der Endorphine im Körper und kann daher deren schmerzstillenden Effekt verstärken. Die wirkungsvollste Tagesdosierung liegt bei 750 bis 2.000 mg. Je mehr Phenylalanin im Körper vorhanden ist, desto weniger wird der Schmerz empfunden.

Aminosäure Trypophan

Ein weiterer nebenwirkungsfreier Schmerzkiller ist die Aminosäure Tryptophan. Bei 50 Kopfschmerz-Patienten wurde über 12 Wochen täglich 1g Tryptophan gegeben. Die gleichgroße Kontrollgruppe bekam ein Placebo.

  • Trypotophan-Gruppe: Kopfschmerzhäufigkeit um 50% gesunken
  • Placebo-Gruppe: Kopfschmerzhäufigkeit um 27% gesunken

Anti-Schmerz-Substanz Mineralien

KalziumMagnesium im Mengenverhältnis von 2:1 lockert die Muskulatur und kann deshalb vor allem bei Schmerzen durch Muskelverspannungen z. B. bei vielen Rückenbeschwerden oder Spannungskopfschmerzen gut eingesetzt werden.
Achten Sie beim Kauf jedoch darauf, dass das Präparat gut zu absorbieren ist.

Omega 3 Fettsäuren

Bei entzündlichen Schmerzen wie rheumatischen Beschwerden hat sich die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren bewährt. Omega 3 Fettsäuren werden im Körper in entzündungshemmende Substanzen umgewandelt, die den Schmerz unterdrücken. Diese finden sich ganz natürlich in:

* Bei Fischölkapseln kann es zu Wechselwirkungen mit Blut verdünnenden Medikamenten wie z. B. Marcumar® kommen. Es ist der einzige natürliche Wirkstoff, der in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Nebenwirkungen haben kann. Als pflanzliche Alternative seien an dieser Stelle Sanddornölkapseln empfohlen.

Arthritis und Arthrose

Organischer Schwefel (MSM) ist zur Linderung bei Arthritis oder Arthrose ein effektiver Vitalstoff. MSM erleichtert Spannungen und Stress, hilft gegen Pollenallergien und Heuschnupfen, erhöht die Durchblutung und entgiftet den Körper. Als Antioxidans macht MSM freie Radikale unschädlich und trägt damit zu einem gesunden Immunsystem bei.

Langfristige Wirkung

Natürliche Vitalstoffe sind keine Medikamente mit sofort eintretender Wirkung. Sie haben einen Langzeiteffekt. Die Linderung Ihrer Schmerzen stellt sich in der Regel nach 2 – 3 Wochen ein. Wenn Sie auf einen Vitalstoff in dieser Zeit nicht ansprechen, probieren Sie nach 6 bis 8 Wochen einen anderen aus.
Ein Versuch ist es dennoch Wert, denn schließlich dürfen Sie auf Linderung hoffen, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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