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Fleisch und Milch: BIO oder nicht-BIO?

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Bio oder nicht-Bio?

Wie groß ist der Unterschied zwischen Bio-Essen und anderem Essen? In einer bislang größten Studie an der Universität Newcastle zu diesem Thema wurden Tierprodukte mit Bio-Qualität und mit Nicht-Bio-Qualität auf ihren tatsächlichen Nährwert untersucht.

Qualität der Nährstoffe

Carlo Leifert ist Professor für Ökologische Landwirtschaft. Er kennt die drei Gründe, weshalb sich Verbraucher für BIO Milch und -Fleisch entscheiden. 1. Es geht den Tieren besser, 2. die Öko-Landwirtschaft belastet die Umwelt weniger und 3. ist der empfundene Nutzen für die Gesundheit besser. Diesen „empfundenen Nutzen für die Gesundheit“ wollte Professor Carlo Leifert wissenschaftlich untersuchen. Seine Studie vergleicht deshalb die Qualität der Nährstoffe zwischen Bio-Essen und anderem Essen.

Deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren

Auf Grundlage von mehr als 200 wissenschaftlichen Untersuchungen von Milch- und Fleischprodukten der beiden Kategorien stellten die Forscher fest, dass Fleisch- und Milchprodukte mit Bio-Qualität deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren beinhalteten. Produkte ohne Bio-Qualität liefern demnach wesentlich weniger dieser gesunden, gesättigten Fette, die der Körper über die Nahrung beziehen muss, da er sie nicht selbst produzieren kann. Das menschliche Gehirn besteht zu großen Teilen aus Omega-3-Fettsäuren.

  • Bio-Fleisch: Durchschnittlich 47% höhere Omega-3-Werte
  • Bio- Milchprodukte: Durchschnittlich 56% höhere Omega-3-Werte
Öko-Landwirtschaft

Grundlage der untersuchten Bio-Produkte war die Art und Weise, wie Tiere in der Öko-Landwirtschaft aufwachsen und gefüttert werden. Die Ergebnisse waren nicht an Bio-Tierfutter gekoppelt, sondern umfassten alle Produkte, die ohne Pestizide und Kunstdünger hergestellt wurden.

„Unterschiede bei Dingen wie Fettsäuren oder Jod hängen vor allem damit zusammen, dass ökologisch gehaltene Tiere mehr Grünfutter wie Gras bekommen als die nicht ökologisch gehaltenen Tiere. Dieselbe Art von Nahrungszusammensetzung erhält man auch, wenn nicht ökologisch gehaltene Tiere stark grünfutterhaltige Nahrung bekommen. Den Unterschied macht nicht die Art der Landwirtschaft aus, sondern die Wahl des Viehfutters.“
(Givens, Professor für Ernährungswissenschaften an der Uni Reading)

Weniger Jod

Den täglichen Jodbedarf kann man laut Studie mit Bio-Milch jedoch nicht decken. Sie enthält 14% weniger von der für Erwachsene empfohlenen Tagesdosis an Jod als gewöhnliche Milch. Wer also ausschließlich auf Bio-Produkte setzt, sollte seinen Jodbedarf auf andere Weise abdecken.

Statistisch signifikant und bedeutsam

Den Unterschied zwischen Bio-Nahrung und Nicht-Bio-Nahrung stuft der Studienleiter Professor Carlo Leifert von der Uni Newcastle als statistisch signifikant und bedeutsam ein. Demnach gibt es bei den Nährwerten einen wissenschaftlich untermauerten Unterschied zwischen Bio und Nicht-Bio. Der empfundenen Nutzen für die Gesundheit ist bei Bio-Produkten tatsächlich höher.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Avocado (Persea gratissima)

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Botanisch eine Beere

Die Avocadofrucht wächst an einem Baum, der bis zu 15 m hoch werden kann. Die Pflanzenart stammt aus der Familie der Lorbeergewächse. Der Avocadobaum hat bis zu 40 cm lange, immergrüne Blätter und gelb-grünlichen Blüten. Die Frucht der Avocado ist botanisch eine Beere. Sie hat eine birnenförmige Form mit gelblichem, grünlichem Fruchtfleisch. Der Kern ist etwa so groß wie ein Golfball.

Ursprung in Südmexiko

Die Avocado hat ihren Ursprung in Südmexiko. Sie wurde schon sehr früh von der Coxcatlán-Kultur in Tehuacán kultiviert. Seit etwa 10.000 Jahren nutzen die Menschen im tropischen und subtropischen Zentralamerika bereits die Avocado, bevor sie von den Spaniern in die Karibik, nach Chile und Madeira gebracht wurde und sich von dort weiterverbreitete. Runs ums Mittelmeer wird die Avocado erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts angebaut. Es existieren 400 Kultursorten weltweit. Heute wird die Avocado in den Tropen, sowie in Südafrika, Israel, Kalifornien, Chile, Peru, Australien, Neuseeland und Südspanien (Málaga, Küste von Granada) angebaut.

Heilwirkung der Avocado

Avocados enthalten viele wertvolle Nährstoffe. 20 Vitamine, Mineralstoffe, zahlreiche einfach ungesättigte Fettsäuren. Nicht nur als schmackhaftes und gesundes Essen eignet sich die Avocadofrucht. Viele Krankheiten und Beschwerden lassen sich durch Avocados auf dem Speiseplan vorbeugen und lindern. Das Superfood Avocado stärkt nicht nur das Herz, es schützt auch vor Erkrankungen wie Osteoporose und verschiedenen Krebsarten. Auch für die Augen und die Sehstärke ist Avocado eine heilsame Ergänzung zur Nahrung. Aber auch der Psyche kommt die Avocado zugute: Ein hoher Eiweißgehalt, einfach ungesättigte Fettsäuren und viel natürliches Vitamin B erhöht den Serotoninspiegel und kann daher die Stimmung aufhellen.

Neurodermitis

Der hohe Anteil von Linol und Linolen, Mineralstoffen und Vitaminen ist für Neurodermitiker sehr gut geeignet. Da ihre Haut sozusagen chronisch gestresst ist, neigt sie häufig zu Entzündungen mit zum Teil quälendem Juckreiz. Gezielte Pflege zur Vorsorge und Therapie sind Cremes mit Avocado-Öl, das die Zellregeneration fördert. Aber auch innerlich angewandt hilft die Avocado bei regelmäßigem Verzehr einigen Neurodermitikern.

Kopfschmerzen

Natürliche Salicylsäure kommt in Form ihres Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten und Wurzeln verschiedener Pflanzen vor. Die Avocado hat einen recht hohen Anteil von 0,6 mg/100 g an Salicylsäure, der Kopfschmerzpatienten helfen kann.

Herz Gesundheit

Lange Zeit galt die Avocado aufgrund ihrer Fetthaltigkeit als ungesund. Dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt. Der Verzehr von Avocados unterstützt das komplexe Transportsystem des menschlichen Körpers, das anatomisch aus dem Herz und den Blutgefäßen besteht und für die Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs verantwortlich ist: Das kardiovaskuläre System.

„Avocados enthalten wirklich viele Antioxidantien, sie schützen also vor Krankheiten und Krebs. Sie sind gleichzeitig eine wirklich gute Quelle für Fette, die dem Herzen gut tun und es schützen.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Muskelkater

Für Sportler ist die Avocado aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren sehr zu empfehlen. Die ungesättigten Fettsäuren fördern die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. So liefern sie die für den Sport notwendige Energie, ohne sich direkt in den Fettzellen anzusammeln. Avocados sind ein sehr gutes Mittel gegen Muskelkater, wenn sie vorbeugend vor der Sporteinheit eingenommen werden. Sie stärken ebenfalls die Muskulatur und helfen bei Muskelkrämpfen.

Sogar der Kern ist kostbar

Der harte golfballgroße Kern in der Mitte der Avocado ist ebenfalls ein sehr nährstoffreicher Teil der Avocado. Wenn Sie ihn im Ofen trocknen und anschließend in kleine Stücke schneiden oder zu feinem Pulver zermahlen, haben Sie eine wertvolle Quelle an Antioxidantien und Ballaststoffen. Der bittere Geschmack lässt sich kaschieren, wenn das Avocado-Kern-Pulver zu Smoothies oder Säften hinzugegeben wird.

 „Rund 70 Prozent der Antioxidantien in der Avocado sind im Kern enthalten.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Antioxidantien sind bei der Abwehr von Krankheitserregern und Entzündungen. Sie unterstützen das Immunsystem, indem sie freie Radikale neutralisieren. Sogar beim Verhindern von Faltenbildung haben sich Antioxidantien als hilfreich erwiesen.

Darmflora

Avocadokerne enthalten einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Deshalb fördert die Einnahme von Avocadokernpulver eine gesunde Darmflora, die gute Bakterien in Ihrem Darm unterstützt und als eine Art Präbiotikum wirkt.

Verdauung

Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffen führen zu einem stärkeren Sättigungsgefühl. Zum Abnehmen kann der Avocadokern deshalb sehr hilfreich ein, da man weniger Kalorien zu sich nimmt, wenn man bereits satt ist. Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für einen regelmäßigen Stuhlgang. Darüber hinaus senken sie das schädliche Cholesterin.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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8 Fragen zu grünem Saft

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Grünen Saft herstellen – aber richtig!

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Saft für sich entdeckt haben? Um das Gewicht zu halten, um ausreichend mit Nährstoffen versorgt zu sein und um das gesunde Funktionieren des Körpers zu gewährleisten? Dann könnte es Sie überraschen, dass fehlerhaftes Vorgehen die volle Entfaltung der gesundheitsfördernden Wirkungen behindern kann. Hier ein paar Tipps, um Beeinträchtigungen wie Magenverstimmungen zu vermeiden und die wohltuenden Wirkungen des Saftes voll auszuschöpfen.

Grüne Säfte

Gesunde, besonders nährstoffreiche Saftmischungen benutzen vor allem grünes Gemüse. Diese sogenannten „grünen Säfte“ sind ein populärer Trend geworden. Babyspinat, Feldsalat oder Grünkohl, Kopfsalat, Staudensellerie, Spitzkohl oder Petersilie: Es wird richtig grün im Glas!
Einige, wichtige Faktoren sind bei der Herstellung jedoch zu berücksichtigen:

Wann trinkt man am besten  grüne Säfte?

Nur ein leerer Magen kann die vollständige Aufnahme der Nährstoffe über die Magenschleimhaut ermöglichen. Deshalb ist es wichtig, grüne Säfte immer auf nüchternen Magen zu trinken. Vor einem gesunden Saft deshalb mindestens zwei Stunden nichts zu sich nehmen. Und genauso nach dem Genuss des Saftes mindestens 20 Minuten warten, bevor man wieder etwas zu sich nimmt.

Wie schnell sollte man grüne Säfte nach der Herstellung konsumieren?

Die Antwort ist: möglichst sofort! Unter Sauerstoffeinfluss zufallen die gesundheitsfördernden aktiven Enzyme, die in grünem Saft enthalten sind. Je länger der Saft steht, desto mehr nimmt der Nährstoffgehalt ab. Halten Sie sich an die Faustregel, dass der frische Saft innerhalb von 15 Minuten getrunken sein sollte.

Tipp:

Wenn Sie einen Zwei-Gang-Entsafter verwenden, der Obst und Gemüse mit geringerer Geschwindigkeit entsaften kann, dann können Sie den Saft länger lagern. Allerdings nur im Kühlschrank und in einem randvollen Gefäß, dass luftdicht verschlossen ist.

Wie süß sollte der grüne Saft schmecken dürfen?

Ein zu hoher Anteil an natürlichem Zucker kann Ihren Insulinspiegel in ungesunde Höhen treiben. Statt abzunehmen, erreichen Sie das Gegenteil. Ein süßes Obst oder Gemüse pro Getränk reicht völlig aus. Zitronen und Limonen sind jedoch eine Ausnahme.

Sollte ein Saft eine ganze Mahlzeit ersetzen?

Die Antwort ist: nein! Grüne Säfte sind als Ergänzung zur normalen Ernährung zu betrachten. Sie ersetzen eine Mahlzeit nicht. Es ist grundsätzlich sinnvoller die Versorgung mit der empfohlenen Tagesdosis an Gemüsen zusammen mit fester Nahrung zu sich zu nehmen.
Eine Ausnahme ist die Saft-Diät.

Warum soll man bei Säften „Kaubewegungen“ machen?

Die Verstoffwechslung der Nährstoffe beginnt bereits im Mundraum. Im Speichel sind verdauungsfördernde Enzyme enthalten. Behalten Sie den Saft also ruhig einige Augenblicke im Mund, bevor Sie ihn herunter schlucken.

Warum man den Entsafter umgehend reinigen sollte!

Wer es einmal versäumt hat, der weiß wie schwierig es ist eingetrocknete Reste an den Maschinenteilen des Entsafters zu entfernen. Deshalb lieber sofort reinigen!
Wenn Sie in Eile sind, dann legen Sie die schmutzigen Teile in Wasser ein, bis Sie dazu kommen sie gründlich zu reinigen.

Warum man grüne Gemüsesorten abwechseln sollte!

Grünkohl, Spinat, Rauke und Stielmus – eine Abwechslung ist auch aus gesundheitlichen Gründen wichtig. Eine zu starke, ungesunde Anreicherung von Oxalsäure wirkt sich unter Umständen schädlich auf die Schilddrüse aus. Sie umgehen dieses Problem, indem Sie die Zutaten rotieren lassen. Damit sorgen Sie auch für eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen.

Was ist denn jetzt besser: Smoothies oder grüne Säfte?

Die Antwort ist: beides! Smoothies haben den Vorteil sehr ballaststoffreich zu sein. Bei Säften werden die Nährstoffe besser vom Köper aufgenommen. Trinken Sie einfach beides!

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Starkes Immunsystem

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Nährstoffmangel

Stellen Sie sich eine mittelalterliche Burg vor. Eine wehrhafte Mauer umgibt die Bewohner. Das Immunsystem hat dieselbe Funktion wie eine Mauer: Sie wehrt Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze ab. Diesen krankmachenden Gegnern können wir nicht immer ausweichen, deshalb ist es besonders wichtig, dass wir unsere Abwehr, das Immunsystem, stärken. Dies geschieht durch Zufuhr von ausreichenden Nährstoffen. Ein Mangel an Nährstoffen schwächt unsere Immunzellen, die Erreger überwinden unsere Abwehr und wir werden krank.

Doppelter Schutzwall

Unser Immunsystem besteht, wie eine mittelalterliche Verteidigungsanlage, aus zwei Teilen:

Zunächst bilden Haut und Schleimhäute Atmungsapparates, des Verdauungs- und des Harntraktes die erste Barriere. Diese Hindernisse müssen die Erreger als erstes überwinden, um in den Körper zu gelangen. Eine gesunde Haut ist geschmeidig und elastisch, sie lässt so schnell keine Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze durch. Mit einer optimalen Ernährung erhalten wir sie in einem solchen Zustand. Ist die Ernährung mangelhaft, so wird sie trocken und rissig. Die Zellen des Verdauungstraktes bilden ebenfalls eine sehr leistungsfähige Barriere. Der Dickdarm verhindert mehr als 500 Arten von Bakterien den Zugang zum Körper. Auch diese wichtige Funktion wird durch die ausreichende Versorgung durch Proteine und Mikronährstoffe gewährleistet. Fehlt z.B. Folsäure, wird die Darmwand dünn und durchlässig. Erreger können viel leichter in den Körper gelangen. Ein Mangel an Vitamin A trocknet die Atemwege aus. Es bilden sich Risse und die betroffenen Menschen werden viel anfälliger für Infekte.

Den zweiten Bestandteil des Immunsystems bilden die weißen Blutkörperchen. Diese wehrhaften Krieger entstehen im Rückenmark und in den Lymphknoten. Von dort verteilen sie sich über das Blut im ganzen Körper auf der Suche nach fremden Organismen. Weiße Blutkörperchen können körperfremde Erreger entweder durch direkten Kontakt zerstören, oder sie scheiden verschiedene Immunproteine aus, die sich über die Blutbahn verteilen und Eindringlinge unschädlich machen. Jede hundertste Körperzelle ist ein weißes Blutkörperchen. Zusammen bilden sie eine riesige Armee, die sehr empfindlich auf die Nährstoffzufuhr reagiert.

Nährstoffe

Es liegt an uns, ob wir unser körpereigenes Abwehrsystem durch ausreichend Nährstoffe versorgen, oder ob wir es durch einen Mangel schwächen. Bestimmte Nährstoffe sind richtige Wunderwaffen, denn sie kurbeln das Immunsystem an und bringen die Zellen dazu, optimal zu funktionieren. Vitamin B6 und Zink sind zum Beispiel solche Nährstoffe, die die Widerstandskraft verbessern.

Nährstoffempfehlungen bei Infektionen

  • Bei Infektionen durch Bakterien, Viren und Parasiten: Vitamin C
  • Zur Abwehr gegen Infektionen, besonders bei älteren Menschen: Vitamin E
  • Zur Senkung des Infektionsrisikos: Zink * oder Kombination von Vitamin C plus Zink.
    Zink trägt entscheidend dazu bei Ihre Immunfunktion zu verbessern.
  • Zur Stärkung der Immunbarrieren der Haut und der Schleimhäute (Verdauungstrakt/Atemwege): Vitamin-B Komplex
  • Zur Senkung des Infektionsrisikos und zur Stärkung der Immunbarrieren der Haut und der Schleimhäute (Verdauungstrakt/Atemwege): Betacarotin (Vitamin A)*
  • Vorbeugend gegen Infektionen aller Art, Erkältungen und Influenza (Grippe). EnzymblockadeTherapie (Lysin, Vitamin C plus Zink) sowie Aminosäuremischung mit Prolin.

*Auch Menschen mit normalen Werten können durch die Einnahme der Nahrungsergänzungen Zink und Vitamin A ihre Immunabwehr verbessern.

Ernährungsempfehlungen

Hier einige generelle Ernährungs-Tipps, wie Sie durch die Ernährung Ihrem Körper helfen können, Krankheiten zu vermeiden und schneller zu genesen. Vor allem ältere und kranke Menschen sind oft schlecht ernährt. Ist ein Körper jedoch nicht ausreichend mit Proteinen, essentiellen Fettsäuren und Mikronährstoffen versorgt, so kann dies die Immunabwehr bedeutend verschlechtern.

  • Meiden Sie übermäßigen Verzehr von raffinierten Nahrungsmitteln, Fetten und Alkohol.
  • Meiden Sie Zucker: Der Verzehr von 100g Zucker kann die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen, Bakterien und Viren zu töten, bis zu fünf Stunden stark beeinträchtigen.
  • Reduzieren Sie Übergewicht, hohe Cholesterin- und Blutfettwerte
  • Vermeiden Sie regelmäßigen, starken Alkoholkonsum
  • Regelmäßiger Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln kann die Widerstandskraft verbessern

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Allgemein zur Stärkung des Immunsystems

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Nährstoffmangel

Stellen Sie sich eine mittelalterliche Burg vor. Eine wehrhafte Mauer umgibt die Bewohner. Das Immunsystem hat dieselbe Funktion wie eine Mauer: Sie wehrt Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze ab. Diesen krankmachenden Gegnern können wir nicht immer ausweichen, deshalb ist es besonders wichtig, dass wir unsere Abwehr, das Immunsystem, stärken. Dies geschieht durch Zufuhr von ausreichenden Nährstoffen. Ein Mangel an Nährstoffen schwächt unsere Immunzellen, die Erreger überwinden unsere Abwehr und wir werden krank.

Doppelter Schutzwall

Unser Immunsystem besteht, wie eine mittelalterliche Verteidigungsanlage, aus zwei Teilen:

Zunächst bilden Haut und Schleimhäute Atmungsapparates, des Verdauungs- und des Harntraktes die erste Barriere. Diese Hindernisse müssen die Erreger als erstes überwinden, um in den Körper zu gelangen. Eine gesunde Haut ist geschmeidig und elastisch, sie lässt so schnell keine Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze durch. Mit einer optimalen Ernährung erhalten wir sie in einem solchen Zustand. Ist die Ernährung mangelhaft, so wird sie trocken und rissig. Die Zellen des Verdauungstraktes bilden ebenfalls eine sehr leistungsfähige Barriere. Der Dickdarm verhindert mehr als 500 Arten von Bakterien den Zugang zum Körper. Auch diese wichtige Funktion wird durch die ausreichende Versorgung durch Proteine und Mikronährstoffe gewährleistet. Fehlt z.B. Folsäure, wird die Darmwand dünn und durchlässig. Erreger können viel leichter in den Körper gelangen. Ein Mangel an Vitamin A trocknet die Atemwege aus. Es bilden sich Risse und die betroffenen Menschen werden viel anfälliger für Infekte.

Den zweiten Bestandteil des Immunsystems bilden die weißen Blutkörperchen. Diese wehrhaften Krieger entstehen im Rückenmark und in den Lymphknoten. Von dort verteilen sie sich über das Blut im ganzen Körper auf der Suche nach fremden Organismen. Weiße Blutkörperchen können körperfremde Erreger entweder durch direkten Kontakt zerstören, oder sie scheiden verschiedene Immunproteine aus, die sich über die Blutbahn verteilen und Eindringlinge unschädlich machen. Jede hundertste Körperzelle ist ein weißes Blutkörperchen. Zusammen bilden sie eine riesige Armee, die sehr empfindlich auf die Nährstoffzufuhr reagiert.

Nährstoffe

Es liegt an uns, ob wir unser körpereigenes Abwehrsystem durch ausreichend Nährstoffe versorgen, oder ob wir es durch einen Mangel schwächen. Bestimmte Nährstoffe sind richtige Wunderwaffen, denn sie kurbeln das Immunsystem an und bringen die Zellen dazu, optimal zu funktionieren. Vitamin B6 und Zink sind zum Beispiel solche Nährstoffe, die die Widerstandskraft verbessern.

Nährstoffempfehlungen bei Infektionen

  • Bei Infektionen durch Bakterien, Viren und Parasiten: Vitamin C
  • Zur Abwehr gegen Infektionen, besonders bei älteren Menschen: Vitamin E
  • Zur Senkung des Infektionsrisikos: Zink * oder Kombination von Vitamin C plus Zink.
    Zink trägt entscheidend dazu bei Ihre Immunfunktion zu verbessern.
  • Zur Stärkung der Immunbarrieren der Haut und der Schleimhäute (Verdauungstrakt/Atemwege): Vitamin-B Komplex
  • Zur Senkung des Infektionsrisikos und zur Stärkung der Immunbarrieren der Haut und der Schleimhäute (Verdauungstrakt/Atemwege): Betacarotin (Vitamin A)*
  • Vorbeugend gegen Infektionen aller Art, Erkältungen und Influenza (Grippe). EnzymblockadeTherapie (Lysin, Vitamin C plus Zink) sowie Aminosäuremischung mit Prolin.

*Auch Menschen mit normalen Werten können durch die Einnahme der Nahrungsergänzungen Zink und Vitamin A ihre Immunabwehr verbessern.

Ernährungsempfehlungen

Hier einige generelle Ernährungs-Tipps, wie Sie durch die Ernährung Ihrem Körper helfen können, Krankheiten zu vermeiden und schneller zu genesen. Vor allem ältere und kranke Menschen sind oft schlecht ernährt. Ist ein Körper jedoch nicht ausreichend mit Proteinen, essentiellen Fettsäuren und Mikronährstoffen versorgt, so kann dies die Immunabwehr bedeutend verschlechtern.

  • Meiden Sie übermäßigen Verzehr von raffinierten Nahrungsmitteln, Fetten und Alkohol.
  • Meiden Sie Zucker: Der Verzehr von 100g Zucker kann die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen, Bakterien und Viren zu töten, bis zu fünf Stunden stark beeinträchtigen.
  • Reduzieren Sie Übergewicht, hohe Cholesterin- und Blutfettwerte
  • Vermeiden Sie regelmäßigen, starken Alkoholkonsum
  • Regelmäßiger Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln kann die Widerstandskraft verbessern

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

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