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Arthritis, rheumatoid (RA)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Arthritis?

Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung und gilt als Volkskrankheit. Durch die Entzündung sind die betroffenen Gelenke häufig gerötet und erwärmt, geschwollen und von Blutergüssen begleitet. Durch die starken Schmerzen wird häufig vermieden, das betroffene Gelenk zu belasten. 240 Gelenke besitzt der menschliche Körper. Sie alle können von Arthritis betroffen sein.

Die häufigste rheumatische Krankheit ist die Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), bei der die Innenhaut von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden entzündet sind.

Symptome

Typische Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit, leichtes Fieber, Morgensteifigkeit, Griffschwäche, Gewichtsabnahme, Sehnenscheidenentzündung und Beeinträchtigungen im Bewegungssystem. Die Gelenkschmerzen kommen manchmal erst später hinzu. Meist sind die Gelenke parallel auf beiden Körperseiten betroffen, also beide Kniegelenke, beide Fußgelenke, etc.

Rheumatoide Arthritis (RA)

Ein Krankheitsbild, das zu den rheumatischen Erkrankungen zählt, ist die Rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, weil häufig mehrere Gelenke betroffen sind. Sie ist weit verbreitet und verläuft wie die übrigen Arthritisformen oft sehr schmerzhaft. Sie kann ab dem Kindesalter auftreten, sehr viel häufiger ist sie als Alterserscheinung verbreitet, insbesondere bei Frauen ab 50 Jahren.

Wie entsteht Arthritis?

Arthritis kann ganz verschiedene Ursachen haben.

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Eine mögliche Ursache für Rheumatoide Arthritis ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Bestimmte Lebensmitteln lösen eine überzogene Immunantwort aus, bei der körpereigene Substanzen fälschlicherweise als schädlich einstuft werden und in der Folge der eigene Körper angegriffen wird.

Diese sogenannten Autoimmunreaktionen können verschiedenste Erkrankungen nach sich ziehen. Eine davon ist die Schwellung und Wucherung der Schleimhautschicht um den Gelenkknorpel, der im Verlauf den Knorpel zerstören kann. Wenn der Knorpel als Puffer nicht mehr existiert, trifft bei jeder Bewegung schmerzhaft Knochen auf Knochen. Der Abrieb schädigt die Gelenkknochen, begleitet von Entzündungen.

Gicht-Arthritis

Infolge einer Störung des Harnstoffwechsels kann Gicht-Arthritis auftreten. Im Röntgenbild sind in den gelenknahen Knochen sogenannte „Stanzeffekte“ zu erkennen.

Bakterielle Arthritis

Arthritis kann bei einer Infektion durch Keime ausgelöst werden, zum Beispiel durch Erreger wie Borrelien (durch Zecken), Streptokokken, Staphylococcus aureus oder Staphylococcus epidermis. Auf dem Blutweg, bei Unfällen, Injektionen oder Operationen können die Erreger in die Gelenke gelangen und dort schmerzhafte Entzündungen auslösen.

Eine eitrige Arthritis vermag innerhalb von Stunden oder Tagen den Gelenkknorpel vollständig zu zerstören. Gefährlich wird es, wenn sich die Keime im Körper ausbreiten und Entzündungszustände auslösen, die bis zum Tod führen können (Sepsis).

Arthritis und Arthrose, ist das nicht das Gleiche?

Die entscheidende Unterscheidung von Arthritis gegenüber der Arthrose ist die Entzündlichkeit. Die Arthrose hingegen entsteht durch Gelenkverschleiß, ohne dass eine Entzündung beteiligt ist.

Das kann helfen bei Arthritis

Bei Nahrungsunverträglichkeit kann eine Eliminierungsdiät Abhilfe schaffen, bei der durch gezielten Verzicht auf bestimmte Lebensmittel eine Unverträglichkeit herausgefiltert werden kann.

Unerkannte Mangelerscheinungen können ebenfalls zu Arthritis beitragen. Wenn bestimmte Nährstoffe aus der Nahrung nicht ausreichend resorbiert werden, müssen diese zusätzlich zugeführt werden. Ernährung spielt zur Erhaltung der Gesundheit eine entscheidende Rolle. So können fettreiche Speisen die Arthritis verschlimmern.

Empfehlenswerte Nährstoffe bei Arthritis

Die Naturheilkunde hält viele wirksame Möglichkeiten bereit, die Beschwerden zu bekämpfen oder zu lindern.

Bromelain ist ein Naturstoff, der aus der Ananas gewonnen wird und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Durch den Rückgang von Entzündungen kann die Schwellung der Gelenke reduziert werden. Die Schmerzen können zurückgehen und die Beweglichkeit wird verbessert.

Vitamin E (Tocopherol) kann den Schmerzmittelbedarf herabsetzen. In zahlreichen Studien hat es Potenzial für den Einsatz bei entzündlichen Gelenkerkrankungen bewiesen und es wird von vielen Ärzten hochdosiert eingesetzt. Das Vitamin ist in der Lage, die Produktion von Schmerzbotenstoffen zu hemmen. Durch den Einsatz von Vitamin E können oftmals antirheumatische Medikamente heruntergefahren werden, was besonders begrüßenswert ist, weil diese Medikamente starke Nebenwirkungen haben können.

Omega-3-Fette können gesundheitsfördernde Wirkung bei Arthritis entfalten. Sie hemmen Entzündungsbotenstoffe und können so zur Schmerzlinderung beitragen. Omega-3-Fette sind in Fettfischen enthalten wie Lachs und Makrele, aber auch in Hering, Thunfisch und Forelle. Sie werden auch in Kapselform als gezielte Nahrungsergänzung angeboten.

Die Kombination von MSM (Methylsulfonylmethan, eine organische Schwefelverbindung), Glukosamin und Chondroitin kann die Nährstoffversorgung der Gelenke positiv beeinflussen und für einen Wiederaufbau von Knorpelgewebe und Gelenkschmiere vorteilhaft sein. Die spezielle Kombination der Wirkstoffe steigert die Wirkung der Einzelsubstanzen durch eine verbesserte Aufnahme. Die Entspannung von Muskeln kann die Schmerzen verringern.

Glucosamin zusammen mit Vitamin C und Selen konnte bei vielen Patienten die Knorpelstruktur verbessern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Zivilisationskrankheiten
(gestörter Säure-Base-Haushalt)

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Wie entstehen Zivilisationskrankheiten?

Krankheiten sind immer auch Spiegel der Gesellschaft. Der Begriff der Zivilisationskrankheit bezeichnet die Häufung von Erkrankungen, die von verbreiteten und ungesunden Lebensgewohnheiten in unserer Wohlstandgesellschaft verursacht oder begünstigt werden. Allein beispielsweise an Karies leiden 98 Prozent der Bevölkerung in Europa.

Bewegungsmangel, Umweltbelastungen und ungesunde Ernährung sind als Auslöser dafür ausschlaggebend. Eine verbesserte medizinische Versorgung, Krankheitsvorsorgeuntersuchungen und gute Hygienestandards haben viele Krankheiten zurückgehen lassen, die vor der Industrialisierung noch häufig zum Tod geführt haben. Dafür haben in der heutigen Zeit Krankheiten zugenommen, die vielfach zusammenhängen mit Gewohnheiten, die der physiologischen Anlage des Menschen nicht entsprechen.

Die lange Liste der Zivilisationskrankheiten

Einige Beispiele für bekannte und verbreitete Zivilisationskrankheiten sind:

Das kann helfen gegen Zivilisationskrankheiten

Sport

Regelmäßige Bewegung und Sport ist eine gute Vorbeugung gegen viele chronische Erkrankungen. Die Durchblutung wird gefördert, das Herz-Kreislaufsystem angekurbelt und Kondition und Immunsystem werden gestärkt. Die Muskelbildung unterstützt das Stützsystem des Körpers aus Skelett und Kollagen. Dadurch werden Gelenke und die Venen weniger belastet. Wiederum die regelmäßige Bewegung der Gelenke sorgt für Gelenkschmiere und beugt Versteifungen vor.

Ernährung

Eine ungesunde Ernährung ist Ursache vieler Krankheiten. Einseitige Zufuhr von Lebensmitteln und ein großes Angebot an lecker schmeckenden aber ungesunden Genussmitteln kann sogar zu Mangelerscheinungen führen – mitten im Überfluss des Angebots. Es ist grundsätzlich sinnvoll, sich mit den Grundbegriffen einer ausgewogenen Ernährung auseinanderzusetzen.

Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse, Ballaststoffe aus Pflanzenfasern und ein mäßiger Konsum von Fleisch und ungesättigten Fettsäuren. Vitalstoffe wie Vitamine, Antioxidantien, Mineralstoffe und Spurenelemente helfen, die Immunabwehr des Organismus gegen viele Krankheiten und Infektionen zu schützen und tausende von Stoffwechselprozessen richtig zu steuern. Es ist heute möglich, sich vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren, und trotzdem eine gesunde Grundversorgung des Körpers zu gewährleisten. Dazu gehört lediglich etwas mehr Bewusstsein und Kenntnis der biophysiologischen Bedürfnisse des Körpers. In jedem Falle ist es sinnvoll, auf Anzeichen des Körpers zu achten, die auf Störungen hinweisen.

Säure-Basen-Ausgleich

Eine bewusste Ernährung ist nicht nur hinsichtlich der Inhaltsstoffe eines Lebensmittels von Bedeutung sondern auch, wie das Nahrungsmittel im Körper verstoffwechselt wird. Sie können basisch oder sauer auf den Organismus wirken. Die heutiges Lebensgewohnheiten zeigen bei vielen Menschen einen Überschuss an säurebildenden Nahrungsmitteln. Der natürlich Säure-Basen-Haushalt gerät aus dem Gleichgewicht und kann Auslöser zahlreicher Zivilisationskrankheiten sein.

Übersäuerung als häufiges Ernährungsmerkmal

Säuren aus dem Stoffwechsel können bis zu einem gewissen Maß über die Niere ausgeschieden werden, über Schweiß, Stuhlgang oder im Kohlendoxid beim Ausatmen. Mit zunehmendem Alter oder bei Krankheit sinkt jedoch die Leistungsfähigkeit der Niere. Durch schlechtere Versorgung von Zellen durch die Belastung der Zwischenzellspeicher mit Säuren (Schlacken) bei einem unausgeglichenen Säure-Basen-Gleichgewicht ist der Abtransport dieser Abfallprodukte zusätzlich erschwert. Es kann zu einem Säureüberschuss kommen.

Was passiert bei Übersäuerung?

Wenn sich permanent zu hohe Mengen an Säuren im Blut befinden, wird nach einiger Zeit Kalzium im Knochen abgebaut. Die Knochendichte nimmt ab. Das kann zu Osteoporose führen. Viele weitere Störungen können möglicherweise mit Übersäuerung in den Zellen beziehungsweise im Zwischenzellgewebe zu tun haben, zum Beispiel Übergewicht, Haarausfall, Konzentrationsmangel, Sehschwäche und Cellulitis. Dadurch, dass im Zwischenzellgewebe Säuren (Schlacken) die Versorgung der Zelle mit Nährstoffen behindern, kann deren normale Funktion nachhaltig gestört werden. Die zusätzliche Leistung der Zellen, diese Abfallstoffe abzutransportieren, sorgt für Extrastress, der auch krank machen kann. Das Immunsystem wird geschwächt. Das kann weitere Erkrankungen begünstigen.

Für zahlreiche weitere ernsthafte Krankheiten wird ein Zusammenhang mit Übersäuerung vermutet, so für Gicht, Arthrose, Neurodermitis, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen und Allergien, möglicherweise sogar für Krebs.

Diät als Ursache

Fastenkuren und Diäten können unter Umständen eine Übersäuerung erst auslösen. Denn Ursache für das Übergewicht sind eingelagerte Fettsäuren. Der Fettabbau geht einher mit der Produktion von sogenannten Ketosäuren, die einen Anstieg an Säuren in den Zellen nach sich ziehen.

Das kann helfen: Basische Ernährung

Basen können Säure neutralisieren. Daher können körpereigene Basenspeicher diesen Säureüberschuss abfedern – aber nur solange Vorrat reicht. Allerdings sorgen die Ernährungsgewohnheiten der meisten Menschen dafür, dass die Basenspeicher nicht so rasch wieder aufgefüllt werden, wie es notwendig wäre. Selbst der Verzehr von rund 20 Prozent der Nahrung in Form von frischem Obst, Salat, Gemüse und Mineralwasser wird von vielen Alternativmedizinern als nicht ausreichend betrachtet, um einen zuverlässigen Basenüberschuss aufzubauen.

Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt basiert letztlich auf der Zufuhr von genügend basischen Lebensmitteln, um die Basenspeicher als Pufferung der Säuren zuverlässig aufzufüllen. Eine basenüberschüssige Ernährung schafft diese Puffer als Voraussetzung für eine verbesserte Funktionsfähigkeit und Gesundheit.

Schönheit und Gesundheit

Die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion und die Versorgung mit basischen Mineralien kann einen Puffer gegen Übersäuerung schaffen. In der Folge stellen sich oftmals positive Veränderungen im Hautbild, an den Gelenken, schöne und gesunde Haare und eventuell sogar Sehverbesserungen ein.

Basische Mineralien

Mineralmangel kann bei Übersäuerung leicht entstehen, weil sich der Organismus die benötigten Stoffe für die Neutralisierung und den Abtransport aus den körpereigenen Reserven holt. Aus Knochen, Haaren, Fingernägeln und den Speicherdepots werden Mineralien mobilisiert, um die Säuren auszugleichen. Zum Beispiel kann es zu Osteoporose kommen, wenn deshalb Kalzium aus den Knochen entzogen wird.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist daher wichtig. In stressigen Zeiten oder bei Anzeichen einer latenten Übersäuerung kann es sinnvoll sein, die körpereigenen Depots gezielt aufzufüllen mit Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Spurenelementen aus Nahrungsergänzungsmitteln. Zur Remineralisierung bietet der Handel spezielle Basenmischungen.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Besonders ergiebig zeigt sich die Sangomeereskoralle. Sie bietet rund siebzig bioverfügbare basische Mineralien, darunter Kalium, Eisen, Zink, Jod und Mangan. Die hochwertigen basischen Mineralien können Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen.

Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüberhinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Sibirischer Ginseng (Taigawurzel)

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An die Situation anpassen

Sibirischer Ginseng (Eleutherococcus senticosus) ist eine Arzneipflanze aus der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Es handelt sich um einen dornigen Strauch, der in China, Japan, Korea und dem östlichen Russland verbreitet ist. Er wird auch Taigawurzel genannt.

Anwendung

Verwendet werden die unterirdischen Teile der Taigawurzel. Sie sind bei Apotheken und Drogerien als geschnittene und getrocknete oder auch im Ganzen getrocknete Taigawurzel erhältlich.

Wirkung

Taigawurzel gilt als antiviral und nimmt positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Ihr wird eine stimulierende und tonisierende Wirkung attestiert. In Untersuchungen wurde eine leistungssteigernde Wirkung beobachtet werden und die Widerstandsfähigkeit gegen Müdigkeit wurde verbessert. Als Tonikum kann es in der Rekonvaleszenz oder bei Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche angewendet werden.

Anpassungsfähig

Taigawurzel wird in der Alternativmedizin als adaptogene Heilpflanze eingesetzt, die dem Immunsystem helfen soll, sich auf eine Stresssituation einzustellen und sich ihr anzupassen. Dadurch soll diversen Krankheiten vorgebeugt werden und ein positiver Effekt für das Wohlbefinden und die Gesundheit ausgelöst werden.

Inhaltsstoffe

In sibirischem Ginseng sind als Hauptwirkstoff Eleutheroside enthalten, die sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen: In erster Linie handelt es sich um Triterpensaponine und Phenylpropane. Außerdem um Lignane wie beispielsweise Eleutherosid B4 und Eleutherosid E, Cumarine, und das Sterol Eleutherosid sowie neutrale Glucane, Betacarotin, Vanillin und Vitamin E.

Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich. Insbesondere wird über eine Wechselwirkung mit Insulinen, Barbituraten, Antidiabetika und Antikoagulantien berichtet. Bei Bluthochdruck sollte sibirischer Ginseng nicht zu Anwendung kommen.

In der Schweiz ist seit 2009 ein Präparat von Swissmedic zugelassen, das den Wurzeltrockenextrakt Eleutherococci radicis extractum ethanolicum siccum enthält.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin C (Ascorbinsäure)

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Grundlage einer gesunden Ernährung

Der essentielle Vitalstoff Ascorbinsäure ist allgemein unter dem Namen Vitamin C bekannt. Ein Mangel an Vitamin C führt zu der Krankheit Skorbut (lat. Scorbutus), die bis ins 18. Jahrhundert als häufigste Todesursache auf Seereisen galt, da über lange Zeit auf frische Lebensmittel verzichtet werden musste. Von dem lateinischen Namen der Krankheit zusammen mit der Vorsilbe –a leitet auch die Bezeichnung Ascorbinsäure ab („den Skorbut abwehrend“). Der Biochemiker Casimir Funk prägte bereits 1912 das Kunstwort „Antiskorbut-Vitamin“, wobei er das Wort „Vitamin“ von dem lateinischen Wort vita für Leben entlehnte.

Ascorbinsäure kann vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden, daher muss die Aufnahme von Vitamin C über die Ernährung erfolgen. Die organische Säure ist farblos, geruchlos und als kristalliner Feststoff mit saurem Geschmack erhältlich, der wasserlöslich ist. In vielen Obst- und Gemüsesorten ist Vitamin C im kompletten natürlichen Verbund enthalten. Die vielen positiven Eigenschaften von Vitamin C können unterstützend bei vielen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Es wirkt als Antioxidationsmittel, das freie Radikale abfangen kann und dadurch die Zellen schützt. Die antioxidative Wirkung von Vitamin C schützt Zellen und Körpersubstanzen vor freien Radikalen. Es verhindert die Oxidation von Folsäure und Vitamin E und ist beteiligt an der Umwandlung von Kupfer zur Superoxiddismutase, einem antioxidativen Enzym. Im Immunsystem kann es Schutzfunktionen übernehmen und ist an der Wundheilung beteiligt. Volksmedizin und Naturheilkunde seien sich der gesundheitsfördernden Wirkung von Vitamin C bereits seit langer Zeit bewusst, weiß Urs Buergi: „Vitamin C gehört zu den am leichtesten zugänglichen Wirkstoffen, die von vielen noch immer unterschätzt werden“, meint der Naturheilkundler.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete von Vitamin C:

Zahlreiche positive Funktionen im menschlichen Organismus

Allergien: Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Vitamin C die Histaminproduktion reguliert. Allergische Symptome können dadurch entscheidend gelindert werden. Vieles weist darauf hin, dass Allergien unter anderem durch Vitamin C auf natürlichem Wege geheilt werden können (Ziemann B., Enzmann F., Vitamin C Ascorbinsäure, ein lebensnotwendiger Schutzfaktor, 1998, MSE Pharmazeutik). Ein Mangel an Vitamin C spielt gerade für Allergiker eine große Rolle: Je stärker der Vitamin-C-Spiegel im Blut fällt, desto höher steigt der Histamin-Spiegel, also der Stoff, der die allergischen Reaktionen in der Immunreaktion auslöst. Im Bronchialsekret und der Lungenflüssigkeit wirkt Ascorbinsäure als eines der wichtigsten Antioxidantien, weshalb Vitamin-C-Präparate vielfach bei Allergien von Asthma bis Heuschnupfen, ebenso wie bei Lungen- und Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Eine dauerhafte Vitamin-C-Gabe kann die Histaminwerte um bis zu 38 Prozent verringern.

Arteriosklerose (Arterienverkalkung, Verkalkung von Blutgefässen): Medizinische Studien belegen, dass Arteriosklerose in Beinarterien auf natürliche Weise abgebaut werden konnten. Hoch dosierte Vitamin-C-Präparate sind in der Lage, arterosklerotische Ablagerungen, die Verklumpung von Blutplättchen und die Gefahr von Blutgerinnseln zu verringern, beispielsweise nach Operationen. Die Wände der Blutgefäße werden gestärkt, Entzündungsfaktoren und Werte aus oxidativem Stress können durch Ascorbinsäure positiv beeinflusst werden. Die antioxidative Wirkung des Vitalstoffs schützt vor Radikalbildung und erhöht die Entspannungsfähigkeit der Blutgefäße. Außerdem hat Vitamin C positive Wirkung gegen erhöhten Blutdruck gezeigt, ein weiterer Schutz vor Ablagerungen an den Blutgefäßwänden. Die tägliche Gabe von 500 mg Vitamin C führte in einer randomisierten Studie mit rund 50 Patienten, die an koronarer Herzerkrankung litten, innerhalb eines Monats zu einer signifikanten Verbesserung der Gefäßentspannung. Orthomolekularmedizinerin E. Blaurock-Busch empfiehlt bei Arteriosklerose die Einnahme von einem Gramm Vitamin C zu jeder Mahlzeit (E. Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis. Mit Nährstoffen heilen. Lehrbuch für die Arzt- und Naturheilpraxis, 1996)

Bluthochdruck (Hypertonie): Der positive Einfluss von Ascorbinsäure bei Bluthochdruck wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. In einer randomisierten von Gröber veröffentlichten Doppelblindstudie mit 45 Bluthochdruckpatienten wurde eine deutliche Senkung des Blutdrucks um 9 Prozent im Durchschnitt festgestellt bei einer Gabe von 500 mg Vitamin C täglich über die Dauer von einem Monat. Bei normalem Blutdruck zeigte Ascorbinsäure jedoch keine blutdrucksenkende Wirkung. Vitamin C wird auch zur Vorbeugung eingesetzt, insbesondere zur Prävention von Verkalkung der Herzgefäße (Koronarsklerose), der Hirngefäße (Zerebralsklerose) oder peripherer Blutgefäße (beispielsweise an Armen und Beinen).

Blutzucker (Diabetes mellitus): Diabetes mellitus, wie die Blutzuckerkrankheit häufig genannt wird, gilt als Volkskrankheit. Rund 10 Prozent der Deutschen sind von der Stoffwechselerkrankung betroffen. Je nach Ausprägung können die Symptome bei Diabetes mellitus Typ 2 gravierend, sogar lebensbedrohlich sein mit Folgeerkrankungen an Blutgefäßen und Nervensystem. Wichtigster Laborwert ist stets der sogenannte HbA1C, der den prozentualen Hämoglobingehalt im Blut über die zurückliegenden Wochen bestimmt. Von Diabetes spricht man, wenn der HbA1C deutlich über 7 Prozent liegt.

Vitamin C und Zucker werden mit demselben Mechanismus in die Zellen transportiert. Bei einem hohen Blutzuckerspiegel sind die Andockstellen in den Zellen durch die hohe Konzentration von Zuckermolekülen in der Blutbahn besetzt. Daher benötigen Diabetiker gegenüber Gesunden ein Vielfaches an Vitamin C, um in den Zellen die gewünschte Wirkung zu erreichen. Ist Ascorbinsäure in hoher Konzentration vorhanden, kann es auch Andockstellen für Zucker an vielen Proteinen besetzen und beugt damit der Entstehung von weiteren AGEs vor (Advanced Glycation End Products), Zuckermolekülen in der Blutbahn, die sich unter dem Einfluss freier Radikale verkleben und die Blutgefäße zukleistern.

Die Einnahme von entsprechend dosiertem Vitamin C hat sich bei Blutzucker als sehr positiv erwiesen. Bereits die Einnahme von zweimal täglich 500 mg Vitamin C konnte den Plasma-Insulinwert und damit den Glucosespiegel signifikant senken, nachgewiesen in der in der Davie-Studie von 1992 (Davie S.E. et al.: Effect of vitamin C glycosilation of proteins. 1992, Diabetes 41:167-173). Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass Vitamin C die Eiweißverzuckerung in den Arterien hemmt, die bei Diabetes die Gefäße angreift (vgl. Gembal M., Druzynska J., Kowalczyk M., Przepiera E., Cybal M., Arendarczyk W., Wojcikowski CZ.: The effect of ascorbic acid on protein glycation in streptozotocin-diabetic rats). Das Infarktrisiko liegt bei diabetischen Rauchern enorm hoch, etwa zwanzigfach erhöht gegenüber Gesunden. Die antioxidative Wirkung von Vitamin C wirkt der beim Rauchen verstärkten Bildung von freien Radikalen entgegen. In Studien konnte bereits durch die Einnahme von einem Gramm Vitamin C täglich die Entstehung der AGEs um ein Drittel reduziert werden. Auch Vitamin E kann die Entstehung von AGEs mildern. Nichtrauchende Diabetiker haben immer noch ein vierfach höheres Risiko für Infarkt und Schlaganfall als Gesunde, bedingt durch die Zusetzung der Blutgefäße in Gliedmaßen, Nieren und Augen. Bei Diabetes mellitus gilt ein zwanzigfach erhöhtes Risiko zu erblinden und eine fünfzigfach höhere Wahrscheinlichkeit für Amputationen. Die wundheilende Wirkung von Vitamin C wirkt sich zusätzlich bei vielen Nebenleiden positiv aus, die Diabetiker verstärkt betreffen wie beispielsweise Zahnfleischentzündungen, Hautgeschwüre oder schlecht heilende offene Wunden.

Eisenmangel: Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus Nahrungsmitteln ebenso wie aus Eisenpräparaten.

Erkältungskrankheiten / Infekte: Die Einnahme von hochdosierten Vitamin C-Präparaten gleich zu Beginn einer Erkältung kann viele Symptome lindern und die Krankheitsdauer verringern. Im Immunsystem spielt Ascorbinsäure eine wesentliche Rolle. Vitamin C aktiviert die körpereigene Abwehr und wirkt positiv auf die Aktivität der Leukozyten, der weißen Blutkörperchen, die krankheitserregende Bakterien und Viren im Körper angreifen.

In medizinischen Studien fand man heraus, dass bei einem Infekt an den ersten beiden Tagen die Konzentration von Vitamin C im Organismus um rund die Hälfte sinkt. Positiv wirkt sich bei einer Vitamin C-Therapie daher die schnelle und hochdosierte Einnahme aus, sowie eine ausreichende Einnahmedauer über mindestens fünf Tage. Bei einer regelmäßigen Einnahme von etwa 1 Gramm Vitamin C täglich kann die Anfälligkeit für Infekte deutlich verringert werden.

Gicht: Vitamin C besitzt eine positive Wirkung auf die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere und kann daher auch bei Gichtpatienten hilfreich sein.

Geschwüre: Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C kann die Anfälligkeit für blutende Geschwüre (Hämorrhagien) verringern und hilft vorzubeugen und zu heilen.

Hämorrhoiden: Bei Hämorrhoiden kann Vitamin C hilfreich sein, indem es den Stuhl weich macht und die Venen rund um den After stärkt. Die Tendenz zu Blutgerinnseln kann verringert werden und Schwellungen werden positiv beeinflusst. Die Darmtoleranz ist bei hohen Gaben von Ascorbinsäure zu prüfen.

Abnehmen / Fettreduzierung: Eine unzureichende Carnitinproduktion kann einer der Gründe für Fettleibigkeit sein. Das Eiweißmolekül Carnitin transportiert Fette im menschlichen Organismus in die Mitochondrien, damit sie dort in Energie umgewandelt werden können. Ist die Carnitinproduktion gestört, wird es trotz Diät schwierig, überzählige Kilos loszuwerden. Vitamin C und ausreichend Protein begünstigen eine gesunde Carnitinproduktion.

Hepatitis: Studien des Forschers Baetgen von 1957 bis 1958 ergaben eine starke Wirksamkeit von Vitamin C bei Hepatis. Bei einer Einnahme von 10 Gramm täglich bei 245 infizierten Kindern erholten sich alle Patienten nach kurzer Zeit von der Krankheit. Bereits 1954 konnte bei einer Studie von Bauer/Straub konnte nachgewiesen werden, dass die tägliche Gabe von 10 Gramm Vitamin C die Krankheitsdauer der Testpersonen um 50 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe senkte.

Schmerzen und Entzündungen: In zahlreichen Studien dämmte hochdosiertes Vitamin C über die Regulierung des Prostagandin Entzündungen, Fieber und Schmerzen.

Krebs: Tumorzellen nehmen im Vergleich zu gesunden Zellen deutlich weniger Vitamin C auf, und je weniger Vitamin C es aufnahm, desto schneller entwickelte sich der Krebs. Auf diese Formel läßt sich die aktuelle Studien von Prof. Dr. Margreet Vissers von der University of Otago (Neuseeland) bringen. Hieraus schloß man, dass dies im Umkehrschluss bedeute, dass eine hochdosierte Gabe von Vitamin C die Entstehung von Krebs und der Entwicklung von krankhaften Zellveränderungen verhindern oder vermindern kann. (vgl. Cancer Resarch: Das zweimal im Monat erscheinende, von der American Association for Cancer Research, Philadelphia herausgegebene wissenschaftliche Journal)

Freie Radikale sind wesentlich für die Entstehung von Krebstumoren verantwortlich. Die DNS einer menschlichen Zelle ist täglich mit freien Radikalen konfrontiert. Vitamin C ist an der Abwehr freier Radikale stark beteiligt, es unterstützt die Leber bei der Entgiftung des Organismus von kanzerogenen Stoffwechselprodukten und krebserregenden Substanzen wie Schwermetallen, Pestiziden und Chemikalien, die mit der Nahrung aufgenommen werden und schützt die Zellen vor Oxidation. Auf diese Weise senkt Vitamin C das Krebsrisiko, besonders für Brustkrebs und im Verdauungstrakt (Mundschleimhaut, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm, Uterus, Harnblase).

Bei der sogenannten BaselStudie wurden 2974 Männern die Plasmaspiegel antioxidativer Vitamine untersucht. Die Studie ergab einen Zusammenhang von unzureichender Versorgung mit Vitamin C und einem erhöhten Krebsrisiko. Probanten mit niedrigem Vitamin C-Spiegel wiesen ein höheres Risiko für Magenkrebs und andere Krebserkrankungen der Verdauungswege auf. In der 1996 ausgewerteten Iowa-Studie mit 34.000 Frauen konnte das Brustkrebsrisiko durch eine Einnahme von 500 mg Vitamin C täglich um 21 Prozent gesenkt werden gegenüber Frauen, die kein zusätzliches Vitamin C einnahmen. FOCUS ONLINE machte drei Fallstudien vom National Institute of Health in den USA bekannt, die im renommierten Canadian Medical Association Journal veröffentlicht wurden. Bei den drei Patienten wurde jeweils 1996 Krebs diagnostiziert. Studienautor Mark Levine berichtete, wie die Lungenmetastasen der Patientin mit operiertem Nierentumor während einer Behandlung durch Vitamin C zurückgingen. Eine Chemotherapie lehnte die Patientin ab. Die anderen beiden Patienten litten an einem fortgeschrittenem Blasentumor und aggressiven Blutkrebs. Beide Patienten lehnten die Chemotherapie zugunsten einer Vitamin C-Therapie ab und waren zehn Jahre später noch am Leben – dem Autor zufolge bei bester Gesundheit.

Lebenserwartung: Eine Langzeitstudie über zehn Jahre an 10.000 Menschen im Alter zwischen 25 und 74 Jahren an der University of California Los Angeles ergab, dass die Teilnehmer, die täglich 800 mg Vitamin C einnahmen, im Durchschnitt sechs Jahre länger lebten, als diejenigen, die nur 60 mg einnahmen. Die Sterblichkeit durch Herz- Kreislauferkrankungen reduzierte sich bei regelmäßig hoher Vitamin C-Einnahme bei den Männern um 42 Prozent, bei den Frauen um 24 Prozent.

Müdigkeit/Abgeschlagenheit: Dauerstress und ungenügende Vitaminversorgung kann zu chronischer Müdigkeit führen, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit sowie im Extremfall zu Konzentrationsproblemen und Depression. Zusammen mit Vitamin B ist vor allem Vitamin C an der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Noradrenalin und Dopamin beteiligt. Eine hohe Vitamingabe kann daher zu mehr gesunder Energie führen.

Depressionen und Psychische Störungen: Ascorbinsäure ist an der Produktion der Neurotransmitter beteiligt. Vitamin C wird aus diesem Grund gerne in der Therapie von Depression, Schizophrenie und manisch-depressiven Störungen eingesetzt.

Rauchen/Alkohol: Für Raucher gilt ein doppelt oder dreifach hoher Bedarf an Vitamin C, denn durch die zahlreichen freien Radikale, die beim Rauchen freigesetzt werden, wird Ascorbinsäure schneller abgebaut. Leberschäden als Folge unmäßigen Alkoholkonsums kann durch Vitamin C entgegengewirkt werden.

Schwermetallvergiftungen: Vitamin C vermag die Aufnahme von Schwermetallen in den Körper zu verringern und kann die Ausscheidung und Entgiftung begünstigen. Ein interessanter Anhaltspunkt ist die Faustformel, dass 8 Amalgamfüllungen im Mund zu etwa 10 mg Quecksilberaufnahme täglich führen. Da Schwermetalle sich im Körper anreichern, ist das nicht zu unterschätzen. Bleiwerte von Rauchern konnten in Studien mit 1000 mg Vitamin C täglich über einen dauerhaften Zeitraum um bis zu 81 Prozent gesenkt werden.

Sehstörungen: Vitamin C hat einen positiven Effekt auf den erhöhten Augeninnendruck bei grünem Star (Glaukom). Durch seine antioxidative Wirkung kann es helfen, grauem Star (Katarakt) vorzubeugen. Eine Langzeitstudie über zehn bis zwölf Jahre mit 247 Frauen im Alter zwischen 56 und 71 Jahren ergab eine zu 77 Prozent verminderte Rate an der frühen Linsentrübung bei einer Gabe von mindestens 400 mg Vitamin C täglich. In weiteren 10 Vitamin C-Studien mit insgesamt 80. 000 Teilnehmern konnte eine Reduzierung von Altersstar um 40 bis 50 Prozent ableiten. Ein interessanter Fakt ist, dass der Gehalt an Vitamin C in der Tränenflüssigkeit etwa 59 mal so hoch ist wie im Blut, in der Augenlinse tritt er noch höher konzentriert auf, was die Bedeutung des Vitalstoffs für die Augengesundheit nahelegt.

Wundheilung: Der menschliche Körper benötigt zur Wundheilung besonders viel Vitamin C. In den Wunden begünstigt es die Neubildung von Kollagenfasern bei der Hautbildung. Da durch den hohen Bedarf bei akuten Verletzungen, Verbrennungen oder nach Operationen der Vitamin C-Spiegel im Körper bis zu 50 Prozent sinkt, kann hier durch eine schnelle Versorgung mit Gaben von 1 bis 3 Gramm Vitamin C am Tag die Wundheilung und Narbenbildung beschleunigt werden. Ascorbinsäure mit seiner antioxidativen Wirkung wirkt bei Keimen, die in die Wunden gelangt sein können, zudem entzündungshemmend und unterstützend für das Immunsystem.

Zahnfleischbluten / Zahnfleischentzündungen: Bei Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten kann Vitamin C hilfreich sein. Die Ascorbinsäure hemmt Entzündungen und fördert die Wundheilung. Bei regelmäßiger Einnahme kann die Anfälligkeit für Zahnfleischerkrankungen deutlich gemindert werden.

Symptome bei Vitamin C-Mangel

Im Endstadium führt die Abwesenheit von Vitamin C in der Ernährung zu der lebensbedrohlichen Krankheit Skorbut. Doch können bereits folgende Symptome früh auf einen möglichen Vitamin C-Mangel hinweisen. Es ist zu bedenken, dass der menschliche Organismus in vielen Lebenslagen einen erhöhten Bedarf an Vitamin C entwickelt wie beispielsweise im Wachstum und im Alter, bei Stress, bei Verletzung und Krankheit und durch Rauchen und Alkoholkonsum.

  • Entzündetes, blutendes Zahnfleisch, Zahnausfall, schlechte Wundheilung
  • Verminderte Immunabwehr und häufige Infekte
  • Abgespanntheit, Müdigkeit, das Gefühl von Schwäche und Antriebslosigkeit
  • Depression
  • Das Risiko für Infarkt oder der Erkrankung an Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Arthritis und Grauem Star ist erhöht.

Kollagenproduktion: In der Wundheilung, im Bindegewebe, in Gelenken, Muskeln, Knochen und Blutgefäßen kann Vitamin C die Kollegenbildung begünstigen.

Hormonproduktion: Neben der Produktion von Neurotransmittern, der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ist Vitamin C auch an der Produktion des Schilddrüsenhormons und Carnitin beteiligt. Letzteres wird zur Energiegewinnung aus Fetten benötigt. Für Muskelschwäche und schnelle Ermüdungserscheinungen sollte daher auch geprüft werden, ob ein Vitamin C-Mangel vorliegt.

Neurotransmittern (Nervenbotenstoffe): Bei der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin, wichtigen Überträgersubstanzen im Gehirn, ist Vitamin C beteiligt. Daher kann es unterstützend bei vielen Therapien von Depressionen eingesetzt werden.

Histaminspiegel: Ascorbinsäure trägt dazu bei, den Histaminspiegel zu kontrollieren und spielt daher im Immunsystem eine wichtige Rolle. Die positive Wirkung von Vitamin C ist bei Allergien und Asthmaerkrankungen hilfreich.

Leber: Das Enzymsystem der Leber wird durch Ascorbinsäure angeregt. Es sorgt für die Entgiftung des Blutes und die Ausscheidung toxischer Substanzen wie z.B. Schwermetalle, Pestizide, Medikamente und Lebensmittelzusätze.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Fibromyalgie (Fibromyalgiesyndrom, FMS)
– das kann helfen

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Wie äußert sich Fibromyalgie

Fibromyalgie (auch Generalisierte Tendomyopathie) ist ein chronischer Faser-Muskel-Schmerz. Diese Erkrankung betrifft je nach Quelle zwischen o,6 und 4 Prozent der Bevölkerung, überwiegend Frauen.

Schwierige Diagnose

Fibromyalgie gilt als unheilbar, jedoch nicht tödlich. Es kommt nicht zu bleibenden Schäden an Muskeln, Gelenken oder Knochen. Die Diagnose ist jedoch schwierig und häufig wird die Krankheit mit rheumatischen oder entzündlichen Erkrankungen oder Stoffwechselproblemen verwechselt, bei denen ähnliche Symptome auftreten.

Fibromyalgie zeigt sich durch chronische Schmerzen und Druckschmerzempfindlichkeit (tender points) in der Muskulatur, um die Gelenke herum und im Bereich des Rückens. Es muss nicht immer dieselbe Körperregion betroffen sein, die Stellen können wechseln.

Beeinträchtigungen durch Nebenerscheinungen

Hinzu kommen Begleitsymptome wie Morgensteifigkeit, allgemeine Abgeschlagenheit bis hin zu Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen und dauerhafte Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche. Ein Schwellungsgefühl an den Händen oder Füßen oder sogar im Gesicht kann auftreten. Unter Umständen können die Nebenerscheinungen auch Depressivität, Reizmagen, Reizdarm, allgemeine Überempfindlichkeit oder starke Kopfschmerzen und weitere Beschwerden beinhalten.

Wodurch entsteht Fribromyalgie

Die genauen Ursachen für Fibromyalgie sind bisher nicht geklärt. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten, scheinbar ohne Auslöser, oftmals in Zusammenhang mit Burnout, Grippe, körperlicher Überanstrengung, psychischem Stress oder einer Überreizung des Nervensystems.

Die Symptome stellen sich schleichend ein und beginnen meist mit unspezifischen Beschwerden. Es kann bis zu acht Jahre dauern, bis sich das Vollbild der Krankheit herausbildet. Häufig entwickelt sich die Fibromyalgie in unvorhersehbaren Schüben.

Das kann helfen bei Fibromyalgie

Da es sich um eine lebenslange Erkrankung handelt, ist auch die Schmerztherapie auf langfristige und selbstständige Anwendungen durch den Patienten begrenzt. Vielfach wird die medikamentöse Schmerztherapie durch Antidepressiva ergänzt.

Lebensqualität durch Ernährungsumstellung

Für eine erhöhte Lebensqualität können auch alternative Methoden hilfreich sein, die keine Nebenwirkungen besitzen. Studien haben ergeben, dass Leinöl, Karottensaft und Gerstengrassaft eine signifikante Verbesserung der Nebenerscheinungen zur Folge haben können.

Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel aus Krill-Öl oder Leinöl, haben einen positiven Effekt auf Herz-Kreislaufbeschwerden, die eine häufige Begleiterscheinung der Fibromyalgie sind. Omega-3-Fettsäuren verbessern die Durchblutung und können die Konzentrationsfähigkeit und psychische Ausgeglichenheit steigern und unterstützt das Immunsystem, das durch die Krankheit unter starker Belastung leidet.

Magnesium, zum Beispiel aus Sango Meeres Korallen, Bananen oder Hülsenfrüchten sorgt für Entspannung. Die Erregungsweiterleitung der Nerven wird gedämpft, dadurch kann Stress besser abgebaut werden, was unter anderem auch als Einschlafunterstützung dienen kann. Die Entspannung der Muskeln wird begünstigt, was besonders bei der erhöhten Schmerzempfindung durch die Erkrankung wichtig ist, um den Teufelskreis von zu starker Muskelanspannung, dadurch erhöhter Milchsäureausschüttung, stärkerer Schmerzempfindung und dadurch wiederum zu dauerhafter Muskelanspannung zu durchbrechen.

Methyl-Sulfonyl-Methan (MSM) unterstützt den Aufbau von gesunden Bindegewebe. Zusammen mit Vitamin C kann es Muskelentspannung begünstigen, sogar heftige Wadenkrämpfe lindern. Die Regeneration nach Schmerzen und Entzündungen wird positiv beeinflusst.

Schmerzhemmend, krampflösend und vorbeugend gegen Schwindel wirkt Ingwer. Frisch, kandiert oder getrocknet ist die Naturwurzel eine sinnvolle Heilzutat.

Das Hausmittel Johanniskraut wirkt gegen Depression, indem es den Serotoninspiegel und Noradrenalinspiegel reguliert. Bei Fibromyalgie verändern sich durch permanenten Stress die Nervenbotenstoffe des Nervensystems. Folge ist eine erhöhte Serotoninkonzentration, diese bewirkt jedoch wiederum eine stärkere Schmerzwahrnehmung, die wiederum die Muskelanspannung verhärtet.

Effektiv gegen Depressionen kann auch Tryptophan wirken, eine essentielle Aminosäure, die besonders in Fleisch, Käse, Nüssen, Hafer, Kleie und Bohnen enthalten ist. Es handelt sich um eine Vorstufe des Neurotransmittern Serotonin und ist in Deutschland auch als Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen zugelassen. Es vermag außerdem eine Linderung des Schmerzempfindens bei regelmäßiger Einnahme zu bewirken.

Stabilität im Tagesablauf ist ein wichtiger Faktor, der das Wohlbefinden positiv beeinflussen kann. Antistresstherapien und Ausdauersport können ein weiterer Baustein sein, mit der Krankheit besser zu leben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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