Schlagwort-Archive: Migräne

Schon „wenig“ ist „zu viel“: Süßstoff Sucralose

suessstoff_kuenstlich
© Viktor, yevgeniy11 – fotolia.com

Hin und wieder, aber wenig

Dass künstliche Süßstoffe ungesund sind und eine lange Liste von Nebenwirkungen aufweisen, ist inzwischen bekannt. Trotzdem handeln sehr viele Konsumenten nach dem Prinzip „Hin und wieder, aber nur wenig. Das kann doch nicht so schlimm sein.“ Leider gibt es bei künstlichen Süßstoffen keine Dosis, die sich als unbedenklich bezeichnen ließe.

600 x süßer als Kristallzucker

Der künstliche Süßstoff Sucralose läuft unter der Bezeichnung E 955. Er ist kalorienfrei und schmeckt etwa 600 x süßer als Kristallzucker. Dieser Süßstoff wird seit 1999 als Tablette oder wässrige Lösung vertrieben. Sucralose findet sich in zahlreichen Produkten, da es sowohl in Wasser als auch in Alkohol lösbar ist. Wird er zusätzlich mit Maltodextrin gestreckt, wirkt sich das auf die Kohlenhydratverdauung des Konsumenten aus. Der Markt mit Sucralose ist lukrativ: 2011 fielen 17,9% des weltweiten Markts für hoch wirksame künstliche Süßstoffe auf Sucralose. Das Marktvolumen beträgt ca. 1.146 Mrd. Dollar.

Verbindung von Süßstoff und Krebsrisiko?

Am Ramazzini-Institut in Bologna erforschen italienische Wissenschaftler den künstlichen Süßstoff Splenda, der Sucralose enthält. Er steht im Verdacht das Risiko an Leukämie und anderen Krebsformen zu erkranken zu erhöhen.
Eine umfangreiche Studie an Mäusen bestätigte den Anfangsverdacht. Bei 457 männlichen und 396 weiblichen Mäusen wurde die Nahrung mit Sucralose in Dosierungen von null, 500, 2.000, 8.000 und 16.000 ppm (parts per million) versetzt. Je höher die Dosis war, desto häufiger erkrankten die Mäusemänner an bösartigen Tumoren. Leukämie trat deutlich öfter bei den Mäuserichen auf, die die 2.000 und 16.000 ppm Sucralose erhielten. Der künstliche Süßstoff Sucralose ist also, entgegen der bisherigen Meinung, biologisch hoch aktiv.

„Diese Erkenntnisse stützen frühere Daten nicht,
denen zufolge Sucralose biologisch inaktiv ist.“

(Ramazzini-Institut in Bologna, Italien)

Reaktionen auf die Studie

Die Wissenschaftler waren über ihr Ergebnis sehr besorgt und forderten eine Folgeuntersuchung, um die Gefährlichkeit der Substanz weiter zu erforschen. Der Hersteller des Süßstoffes Splenda, die Heartland Food Products Group, erhob Zweifel an der Zuverlässigkeit der Studienergebnisse. Er warf den Wissenschaftlern vor, die die für Menschen empfohlene Tagesdosis überschritten zu haben. Wie relevant ist die Frage nach der Dosis für das Krebsrisiko?

 „Selbst wenn man weniger konsumiert, heißt das nicht, dass es keine Probleme gibt.
Wenn etwas in hoher Dosierung Krebs verursacht, verursacht es im Allgemeinen auch in geringeren Dosen Krebs.
Das Risiko ist nur geringer“
(Dr. Lisa Lefferts, Center for Science in the Public Interest, in Daily Mail)

Nebenwirkungen von Sucralose

Nicht nur für Menschen mit Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Allergien oder Magenkrebs kann sich der Verzehr von Sucralose negativ auswirken. Dieser künstliche Süßstoff reduziert nämlich die Zahl der nützlichen Bakterien im Magen-Darm-Trakt. Die Darmflora gerät aus dem Gleichgewicht. An der Mercer University School of Medicine, Macon (US-Bundesstaat Georgia) konnte eine Verbindung von Sucralose und Migräne festgestellt werden. Beim Erhitzen oder Backen von Sucralose können karzinogene Dioxine freisetzt werden.

„Wurde Sucralose auf hoher Temperatur gekocht, wurden Berichten zufolge chlorierte Diole freigesetzt. Das sind potenziell toxische Verbindungen. Sowohl Studien an Menschen wie auch an Nagetieren zeigten, dass Sucralose die Werte von Glukose, Insulin und GLP-1 (das Peptidhormon Glucagon-like Peptide) verändern kann.“
(Journal of Toxicology and Environmental Health, Part B, 2013)

Aspartam

Einer der beliebtesten Süßstoffe weltweit ist Aspartam. Seit über 30 Jahren auf dem Markt wird dieser künstliche Süßstoff im Körper in krebserregendes Formaldehyd umgewandelt. Dies kann nicht nur ernste negative Folgen auf die Gehirnfunktion, sondern auch auf den ganzen Körper haben. Aspartam regt den Appetit an und weckt Zuckergelüste, weil es die natürliche Hormonproduktion des Körpers verändert. Eine Gewichtszunahme ist wahrscheinlicher als bei Konsum von raffiniertem Zucker.

Keine unbedenkliche Dosis

Bei künstlichen Süßstoffen gibt es tatsächlich keine Dosis, die sich als unbedenklich bezeichnen ließe. Wer auf Süße nicht verzichten kann, sollte natürliche Alternativen einsetzen. Dicksaft, Sirup und Honig enthalten im Gegensatz zum weißen Industriezucker zahlreiche Mineralstoffe. Ahornsirup, Agavendicksaft, Apfeldicksaft, Rapshonig, Reissirup, Wildblütenhonig, Zuckerrübensaft sind eine gesunde Alternative.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Geheimtipp Zitronenwasser

zitronenwasser
© ddsign – fotolia.com

2 Zutaten – viele Wirkungen

Eine halbe Tasse warmes gereinigtes Wasser oder Quellwasser und den Saft von einer Zitrone. Auf nüchternen Magen morgens eine Stunde vor dem Frühstück ist Zitronenwasser der beste natürliche Energie-Booster mit vielen gesundheitlichen Vorteilen:

Für das Immunsystem

Für die Verdauung

  • Die Pektinfasern der Zitrone unterdrücken den Heißhunger und helfen bei der Gewichtsabnahme
  • Vor einer Mahlzeit eingenommen hat Zitronenwasser eine alkalisierende Wirkung
  • Die Zitronensäure interagiert mit Enzymen und Säuren zur Stimulierung von Magensaft und Verdauung
  • Der Stuhlgang wird ganz natürlich reguliert
  • Zitronensaft verringert Sodbrennen (1TL in ein halbes Glas Wasser)
Für Herz-Kreislauf

 

  • Tägliches Zitronenwasser senkt den Blutdruck um 10%
  • Blut, Blutgefäße und Arterien werden durch Zitronenwasser gereinigt

 

Zur Reinigung des Körpers
  • Zitronensaft regt die Leber an, Giftstoffe freizusetzen. Mit den Inhaltsstoffen der Zitrone kann die Leber mehr Enzyme produzieren, wie von jedem anderen Lebensmittel. Leberreinigung
  • Zitronensaft trägt zur besseren Auflösung von Gallensteinen, Nierensteinen, Bauspeicheldrüsensteinen und Kalkablagerungen bei.
  • Zitronenwasser verdünnt die Harnsäure

Gegen Schmerzen

  • Zitronenwasser mit Salz hilft bei Migräne
  • Bei Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen
  • Die entzündungshemmenden Eigenschaften helfen bei Halsschmerzen, Infektionen der Atemwege und der Mandeln
  • Zitronenwasser hilft bei Gelenk- und Muskelschmerzen
Für die Haut
  • Der hohe Vitamin C-Gehalt der Zitrone verbessert die Haut, wenn regelmäßig täglich Zitronenwasser getrunken wird.
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Hausmittel gegen Migräne

migraene
© contrastwerkstatt, Sailorr, slawek_zelasko – fotolia.com

Migräne-Attacken

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, unter der rund 10 % der Bevölkerung leiden. Sie tritt bei Frauen ca. dreimal so häufig auf wie bei Männern und hat individuelle Ausprägungen. Beinahe 18 Mio. Menschen in Deutschland sind von Migräne-Attacken betroffen. Diese Attacken zeichnen sich durch periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz aus. Zusätzlich kann Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) auftreten. Auch Wahrnehmungsstörungen und motorische Störungen können die Migräne begleiten.

Ursachen von Migräne

In den Industrieländern hat die Migräne in den letzten 40 Jahren um den Faktor zwei bis drei zugenommen. Umweltfaktoren und Lebensstil spielen daher eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Migräne. Spezielle Situationen oder Substanzen, sogenannte Trigger (Schlüsselreize), können sie auslösen. Diese Auslösefaktoren sind jedoch individuell sehr unterschiedlich: unregelmäßiger Biorhythmus mit Schlafmangel, Hormonelle Faktoren, Stress, Poststress (Wochenendmigräne), und sogar bestimmte Lebensmittel oder Gerüche.

Elektrolyt-Spiegel

Die Ursachen der Anfälle sind also sehr individuell. Viele Experten sind jedoch der Meinung, dass Dehydrierung und der Elektrolyt-Spiegel eine wichtige Rolle spielen.

Wasser reicht jedoch nicht aus, um die Elektrolyte wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei einem niedrigen Elektrolytspiegel kann der Körper Wasser auch gar nicht richtig speichern. Das hat Folgen für den gesamten Körper: Das Herz-Kreislauf-System kann nicht mehr uneingeschränkt arbeiten und Nerven und Muskeln können nicht mehr gut versorgt werden. Versuchen Sie es einmal mit diesem einfachen Hausmittel gegen Migräne:

Rezept

Zutaten:

  • 1 Tasse Wasser
  • 2 TL Himalaya- oder Meersalz*
  • 2 Bio-Zitronen, ausgepresst

*möglichst natürliches, hochwertiges Salz verwenden

Zubereitung:

Den Saft von zwei ausgepressten Zitronen mit dem Salz mischen. Zuletzt das Wasser dazugeben. In kleinen Schlucken möglichst rasch trinken. Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig.

Gute Kombination: Zitrone und Salz

Zitronen enthalten neben dem Vitamin C auch viele Antioxidantien und regen die Bildung von stresssenkenden Botenstoffen an. Die Wirkstoffe des Himalaya-Salzes verbessern die Durchblutung, regulieren den Säuregehalt der Zellen und regen die Bildung des Glückshormons Serotonin an.

Die Kombination aus Salz und Zitrone kann dazu beitragen schnell und wirksam gegen Migräne-Anfälle zu  helfen.

Häufige Trigger

Migräne-Patienten führen am besten ein genaues Tagebuch über den Konsum der Lebensmittel und die Lebensumstände. So kann am besten herausgefunden werden, was die Migräne auslöst. Häufige Trigger bei der Ernährung sind dabei:

  • Alkohol
  • Glutamat-, tyramin-, histamin- und serotoninhaltige Lebens- und Genussmittel (Rotwein, Schokolade, Käse)
  • Kaffee

Doch Vorsicht: Ein bekannter Vorbote einer bereits sich anbahnenden Migräneattacke ist oft der gesteigerte Appetit auf bestimmte Lebensmittel. Dieses Lebensmittel kann also fälschlich als Auslöser interpretiert werden. Bewerten Sie die Ernährung deshalb bitte nicht über. Wichtiger als einzelne Nahrungsmittel scheint eine regelmäßige Ernährung ohne Auslassen von Mahlzeiten zu sein.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Menstruationskrämpfe
– was kann helfen?

menstruationskraempfe
© inesbazdar – fotolia.com

Wenn die Regel schmerzt

Manche Frauen erleben ihre monatliche Regelblutung (Menstruation) als völlig problemlos. Sehr viele Frauen sind im Zusammenhang mit ihrer Periode jedoch von unterschiedlich starken Unterleibschmerzen betroffen, in einigen Fällen sogar begleitet von Kopfschmerzen oder Migräne, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

Wie kommt es zu den Krämpfen?

Der weibliche Zyklus ist stetiges Auf und Ab von Hormonen. Besonders die Regelblutung ist ein Kraftakt der Gebärmutter. Jeden Monat baut sich die Gebärmutterschleimhaut neu auf. Wenn sich kein befruchtetes Ei eingenistet hat, also keine Schwangerschaft vorliegt, dann wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und es kommt zur Blutung. Ausgelöst wird dieser Vorgang durch Hormone, die Prostaglandine.

Die Gebärmuttermuskeln müssen sich für die Ablösung der Schleimhaut stark zusammenziehen. Sobald diese Kontraktion einsetzt, beginnen die Schmerzen im Unterleib. Sie können bis zum Ende der Blutung andauern. Diese krampfartigen Unterleibsbeschwerden können auch schon bei jungen Frauen und Mädchen ab der ersten Blutung (Menarche) auftreten. Sie werden als primäre Regelschmerzen (oder Dysmenorrhö) bezeichnet und sind je nach Veranlagung und Stresssituation mehr oder weniger unangenehm – aber völlig normal.

Komplikationen

Bei sekundären Regelschmerzen liegen organische Veränderungen vor, die unter Umständen die Regelblutung verstärken oder verlängern. Die Spirale als Verhütungsmittel kann ein Auslöser sein. Eine Gebärmutterentzündung, Eileiterentzündung oder Zysten in den Eierstöcken können zusätzliche Schmerzen verursachen und sollten behandelt werden. Gutartige Muskeltumore, sogenannte Myome, oder ein Wuchern der Gebärmutterschleimhaut über die Gebärmutter hinaus, die sogenannte Endometriose, gehören zu den behandlungsbedürftigen Erkrankungen im Zusammenhang mit sekundären Regelschmerzen, die dem Arzt vorgestellt werden sollten.

Das kann helfen bei Menstruationskrämpfen

Wärme, beispielsweise durch eine Wärmflasche, kann die Schmerzen verringern. Eine gute Durchblutung durch Bewegung kann hilfreich sein. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt kann bei vielen Symptome unterstützend wirken. Eine Entsäuerung ist immer ein Plus für die Gesundheit.

Heilpflanzen

Heilpflanzen sind seit Jahrhunderten eine Quelle zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, die die Naturheilkunde auch heute erfolgreich nutzt. Die krampflösende Wirkung von Alkaloiden im Schöllkraut ist eine der bekanntesten Heilpflanzenanwendungen, die einer gewissen Fachkundigkeit in der Dosierung bedarf, da Schöllkraut giftig sein kann. Ein überliefertes Rezept sieht einen Aufguss von zwei Teelöffeln frischem Schöllkraut mit kochend heißem Wasser vor, der eine Viertelstunde lang ziehen sollte. Drei bis vier Mal täglich eine Tasse von dem Sud wirkt krampflösend und beruhigend.

Kermesbeerenwurzel, Kornblumenblüten und Liebstöckelwurzel sowie Petersilienfrüchte und Pfingstrosenblüten wurden seit jeher von den Kräuterkundigen eingesetzt. Positive Studienergebnisse existieren für die Anwendung von Agnus castus Früchten, Hirtentäschelkraut und Kapuzinerkresse.

Magnesium

Magnesium ist beteiligt am Stoffwechsel der Prostaglandine, die den Abstoßungsvorgang der Gebärmutterschleimhaut einleiten und auch die Schmerzentstehung dabei beeinflussen. Die Zufuhr von Magnesium in der zweiten Zyklushälfte ist eine hilfreiche Unterstützung, besonders weil Magnesium auch die Muskelentspannung begünstigt. Als besonders effektiv hat sich die Kombination mit dem Vitamin B6 erwiesen.

Vitamin-B-Komplex

Besonders bei Frauen, die die Pille zur Verhütung einnehmen, entsteht ein erhöhter Vitamin-B-Bedarf. Folsäure sowie Vitamin B1, B3 und B6 können Schmerzen in der Periode wirksam lindern. Zusammen mit Vitamin C kann das Vitamin B3 eine besonders gute Wirkung entfalten. Eine gewisse Kontinuität in der Einnahme ist eine Voraussetzung für die Wirksamkeit.

Vitamin E

Vitamin E ist in der zweiten Zyklushälfte ein guter Begleiter, der Regelschmerzen dämpfen kann. Der Wirkstoff Topopherol ist für die heilsame Wirkung verantwortlich.

Omega-3-Fettsäuren

Schmerzen können durch Omega-3-Fettsäuren generell positiv beeinflusst werden. Das gilt auch für Regelschmerzen. Diese hochwertigen ungesättigten Fettsäuren können regulierend auf den Hormonstoffwechsel wirken. Sie kommen in Fettfischen wie Lachs und Makrele vor, sind aber auch als Fertigpräparate gut bioverwertbar.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

uebersicht
Übersicht

Epsomsalz (Bittersalz)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

epsomsalz
© ingwio – fotolia.com

Das bekannte Bittersalz

Epsomsalz besteht aus Magnesiumsulfat (MgSO4), eines von zwei Magnesiumsalzen der Schwefelsäure. Es tritt unter anderem als Mineral Epsomit (Heptahydrat) auf, das aufgrund seines Geschmacks Bittersalz genannt wird.

Abführmittel – jedoch nicht für regelmäßigen Gebrauch

Die bekannteste medizinische Einsatzform ist die als Abführmittel. Es sind relativ starke Nebenwirkungen bekannt, die besonders bei Kindern Probleme der Nierenfunktion auslösen können. Als regelmäßiges Abführmittel ist das Bittersalz daher nicht geeignet.

Beliebt für Wellness

Beliebt ist Epsomsalz auch für Fuß- und Vollbäder zur Steigerung des Wohlbefindens. Es gilt in der Volksmedizin als Entgiftungs- oder Detoxbad, da dem Magnesiumsulfat eine durchblutungsfördernde Wirkung zugeschrieben wird, die Muskel- und Nervenaktivität verbessern soll. Bei Stress, Konzentrations- und Schlafstörungen schwören viele Menschen auf das Bad. Es wird ihm ebenso ein positiver Einfluss auf Menstruationsbeschwerden, Migräne und die Aufnahme von Nährstoffen zugeschrieben, sowie eine gesteigerte Serotoninproduktion.

Therapeutischer Nutzen in der Medizin

Bei Gallenflusstests spielt die Substanz eine Rolle. Die moderne Medizin verwendet Präparate mit Magnesiumsulfat zur Therapie von akuten Asthmaanfällen und bei Herzinfarkt.

Für die Therapie und vorbeugend gegen Eklampsie, schwere Krampfanfälle im letzten Schwangerschaftsdrittel, kann Magnesiumsulfat zum Einsatz kommen.

Für therapeutische Wärmeentwicklung findet es in sogenannten Instant-Hot-Packs Anwendung. Als Floating-Anlage in hochgesättigten Solebädern, auf denen der Patient liegen kann ohne unterzugehen, wird es verwendet. Und intravenös kann Magnesiumsulfat bei der lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung Torsades-de-point-Tachykardie zum Einsatz kommen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Coenzym Q10 (Ubichinon)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

q10
© Zerbor – fotolia.com

Bekannt als Anti-Aging-Mittel

Das Coenzym Q10 (CoQ10, Ubiquinon), ist eine körpereigene Substanz, die in allen Zellen des menschlichen Körpers enthalten ist. Sie kann über die Nahrung aufgenommen werden und wird teilweise auch biosynthetisch vom Organismus hergestellt. Unentbehrlich für die Energieversorgung der Zellen und das Immunsystem stellt das Coenzym Q10 einen wesentlichen Baustein der Gesundheit dar – und damit natürlich auch zur Verzögerung von Alterserscheinungen.

Nobelpreis für Coenzym Q10

Der Nobelpreis für bahnbrechende Erkenntnisse zur Funktion des Coenzyms Q10 im menschlichen Körper erhielt der britische Wissenschaftler Peter D. Mitchell 1978. Die chemische Struktur war bereits 1958 von dem Biochemiker Karl August Folkers entschlüsselt worden, ein Jahr nach seiner Entdeckung durch den Biologen Fred L. Crane 1957.

Natürliche CoQ10-Aufnahme

CoQ10 ist bedeutsam für die Vitalität und Leistungsfähigkeit des Körpers. Wie ein Biokatalysator erzeugt die körpereigene Substanz ständig Energie. 0,2 bis 2 Gramm des Coenzyms werden im Organismus produziert. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Produktion ab. Den restlichen Bedarf holt sich der Körper aus der Nahrung. Gute Coenzym Q10-Lieferanten sind Spinat, Brokkoli und Rosenkohl sowie Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte, Pflanzenöle und Zwiebeln. Große Hitze beim Kochen kann den Wirkstoff zerstören.

Biokraftwerk in den Zellen

Als Anti-Falten-Mittel in Cremes und Lotionen ist Q10 bestens bekannt. Doch das Enzym kann sehr viel mehr. Es wirkt von innen und stärkt das Herz, die Nerven und das Immunsystem. Außerdem kann es die Fettverbrennung steigern. Es ist an allen essentiellen Stoffwechselprozessen des Körpers beteiligt. Jede Zelle benötigt Energie. Diese wird in den Kraftwerken der Zellen, in den Mitochondrien, aus der Energie der Nahrung in körpereigene Energie, das sogenannte ATP (Adenosintriphosphat) umgewandelt. Das geschieht durch die Umwandlung von Kohlenhydraten, Fett und Eiweißen aus der Nahrung zusammen mit Wasser und Sauerstoff. Dieser Vorgang wird als Atmungskette bezeichnet. Außer Q10 sind noch viele weitere Enzyme und Vitalstoffe beteiligt, aber für den letzten Schritt der Atmungskette ist das Coenzym Q10 unersetzlich.

Ohne die Hilfe von Q10 wäre diese Bereitstellung von Energie nicht möglich. In Zellen, die besonders viel Energie brauchen wie Herz, Leber und Lunge ist die Konzentration dieses Coenzyms daher besonders hoch.

Gegen oxidativen Stress

Bei der Energieerzeugung in den Zellen kann es zu reaktiven Verbindungen kommen. Die freien Radikale greifen Zellkern und Zellmembran an und können die Zelle schädigen. Diesen Zustand nennt man oxidativen Stress. Antioxidantien wie das Coenzym Q10 helfen dabei, freie Radikale wie reaktive Sauerstoffspezies (ROS) und Ubisemichinon-Radikale unschädlich zu machen. Diese Schutzfunktion macht sie zu einem unerhört wichtigen Faktor für eine Verzögerung des Altersprozesses.

Vorbeugend gegen Krankheiten

Es wird eine Verbindung von positiven Wirkungen des Coenzyms auf den Bluthochdruck und das Herz-Kreislauf-System, sowie Migräne, Morbus Parkinson, Diabetes und Demenz vermutet. Bei Therapien zu diesen Krankheitsbildern kann das Coenzym unterstützend verwendet werden. Bei Sportlern wurde teilweise eine Steigerung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit um bis zu 30 Prozent beobachtet.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Riboflavin (Vitamin B2)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

riboflavin
© Gesundbuch Verlag

Bezugsquelle:  Vitamin B-100 Complex (Vitamin B2 als Riboflavin: 100mg/Kapsel)

Das Wachstumsvitamin

Riboflavin ist ein Vitamin aus dem Vitamin-B-Komplex. Andere Bezeichnungen für Riboflavin sind Vitamin B2, früher auch Vitamin G, oder Lactoflavin, weil es 1920 erstmals aus Milch (lacto) isoliert wurde. Riboflavin wird in der Lebensmittelindustrie als gelber Farbstoff eingesetzt. Im Stoffwechsel hat das Vitamin zentrale Bedeutung für den Stoffwechsel im menschlichen Organismus.

Geht beim Kochen nicht verloren

Riboflavin-Lieferanten sind Milch und Milchprodukte, Gemüse wie Broccoli, Spargel und Spinat sowie Fisch, Eier und Vollkornprodukte. Der Bedarf wird in einer ausgewogenen Ernährung von der Nahrungsaufnahme gedeckt. Vitamine können nur in geringen Mengen im Organismus gespeichert werden und müssen daher regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden.

Es ist gut zu wissen, dass Riboflavin von der Hitze bei Kochen nicht zerstört wird.

Funktionen im Körper

Bei der Umwandlung von Nahrung in Energie ist Riboflavin oder B2 stark beteiligt. Es dient unter anderem als Vorstufe von Flavin-Coenzymen (FAD, FMN) unterstützt den Stoffwechsel von Fett, Eiweiß und Kohlehydraten. Im Zusammenspiel mit Vitamin A kann es die Heilung von Hautstörungen unterstützen. Riboflavin ist Bestandteil sämtlicher Körperzellen.

Riboflavin fördert die Wirkung von Vitamin B3 und Vitamin B6 aus dem Vitamin-B-Komplex. Möglicherweise könnte Riboflavin bei der Prophylaxe gegen Migräne eine Rolle spielen, klinische Studien dazu sind angelaufen.

Vitamin B2 wird im Dünndarm resorbiert. Aus tierischen Lebensmitteln kann der Vitalstoff besonders gut aufgenommen werden.

Mangel an Vitamin B2

Bei Mangel können Risse um Augen, Nase und Mundwinkel auftreten, es kann zu Hornhautveränderungen im Auge, Linsentrübung oder Blutarmut kommen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Nachtkerzenöl

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

nachtkerze
© danako – fotolia.com

Luxus für die Gesundheit

Nachtkerzenöl (Oenotherae semenis oleum) wird aus den Samen der Nachtkerze (Oenothera biennis) aus der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) gewonnen. Die Samen enthalten ein Öl mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure, Linolensäuren, Palmitinsäure und Ölsäure.

Die Nachtkerze ist ein Einwanderer

In Mitteleuropa gehört die Nachtkerze zu den Neophyten, die ungefähr um 1620 aus Nordamerika eingeführt wurde und sich stark ausgebreitet hat.

Von den amerikanischen Ureinwohnern wurden Blätter und Wurzeln der Pflanze als Nahrungsmittel verwendet. Die Wurzel wird auch hierzulande wie Pastinaken oder Schwarzwurzeln gekocht. Die Blütenblätter können als essbare Dekoration verwendet werden. Gelegentlich findet man Wurzeln und Blätter auch als Schweinefutter.

Produktion

Die winzigen Samen der Nachtkerze werden zunächst getrocknet für einen geringen Wasseranteil von nicht mehr als neun Prozent. Um die Inhaltsstoffe nicht zu beschädigen wird das Öl kalt gepresst, denn hohe Temperaturen zerstören die wirksamen Stoffe. An der Luft wird das Öl relativ rasch ranzig und sollte daher im Kühlschrank in verschlossenen Flaschen aufbewahrt werden. Es hat dann eine ungefähre Haltbarkeit von drei Monaten.

Naturheilkunde

Bedeutung für die Heilkunde besitzt vor allem das Nachtkerzenöl aus den Samen. Es kommt als pflanzliches Heilmittel sowohl äußerlich eingesetzt werden, entweder pur oder in Salben, oder innerlich als Nahrungsergänzungsmittel oder Nahrungsmittel.

Innerlich wird es in der Naturheilkunde zur Linderung von Neurodermitis eingesetzt. Ausschlaggebend hierfür ist ein angenommener mangel an Gamma-Linolensäuren bei Neurodermitispatienten. Nachtkerzenöl enthält signifikante Mengen an Linolsäure, die im Körper umgewandelt werden kann zu Gamma-Linolensäure.

Es gilt außerdem als wirksam bei Bluthochdruck, Migräne, Rheuma, Asthma und Heuschnupfen. Es wird dem Nachtkerzenöl auch ein positiver Einfluss auf Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrbeschwerden nachgesagt.

Inhaltsstoffe

Nachtkerzenöl hat einen Anteil von rund 80 Prozent an essentiellen Fettsäuren, die nicht vom Körper hergestellt werden können. Ungesättigte Fettsäuren sind für die Zellgesundheit, den Cholesterinstoffwechsel und die Bildung hormonähnlicher Substanzen im Körper unentbehrlich.

Neben Linolsäure, die in Gamma-Linolensäure umgewandelt werden kann, sind Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamin E enthalten.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Cayenne (Capsicum annuum)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

cayenne
© Africa Studio – fotolia.com

Klein, scharf und ungeheuer gesund

Cayenne (Capsicum annuum var. Acuminatum) gehört zu der Gattung der Paprika aus der Familie der Nachtschattengewächse. Die ersten Chilipflanzen kamen mit Kolumbus und anderen Seefahrern aus Südamerika nach Europa. Später wurden sie auch aus Indien importiert.

Hierzulande ist die kleine scharfe rote Schote als Chilisorte Cayenne bekannt und wird in der Küche als Gewürzpulver unter dem Namen Cayennepfeffer verwendet. Aber diese Pflanze kann mehr. Bahnbrechende Erkenntnisse könnten erklären, weshalb in den angestammten Herkunftsländern der scharfen Frucht die Menschen seltener an Krebs erkranken.

Für Herzgesundheit und Kreislauf

Der scharfe Inhaltsstoff der Chili heißt Capsaicin. Je schärfer der Chili ist, desto wirksamer. Die Substanz wirkt positiv auf die Blutgefäße und den Blutdruck und kann fettreiche Ernährung bis zu einem gewissen Maß ausgleichen. Der Wirkstoff kann die Kalkablagerungen an den Gefäßwänden reduzieren, die oft zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Der Focus (08.04.2012, M. Preuk) berichtet über Forschungsergebnisse an der Chinese University of Hong Kong, die die Wirkung von Capsaicin auf die Herzgesundheit in den Mittelpunkt stellen. Die Wissenschaftler haben entdeckt, dass Capsaicin ein bestimmtes Gen blockiert, das ein Eiweiß produziert (Cyclooxygenase-2, COX-2), das Muskeln und Blutgefäße verengt. Wenn es fehlt fließt die Durchblutung besser, der Blutdruck sinkt. Einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel konnten Untersuchungen bestätigen.

Gesundheit und Chili

In Kosmetik und Medizin wird der Wirkstoff schon lange eingesetzt gegen Arthritis und für die Schmerzbehandlung. Antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften stärken das Immunsystem. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es möglicherweise als Krebsschutzfaktor eine Bedeutung erlangen kann.

Durch die gefäßerweiternde Wirkung wird der gesamte Kreislauf in Schwung gebracht, was unter anderem Embolien vorgebeugt. Zur Gewichtsreduktion wird Chili eingesetzt, da es die Fettverbrennung erhöht. Es führt zu vermehrtem Schwitzen, was mehr Kalorien verbraucht.

Cayennechili enthält viel Vitamin A, Vitamin C, Carotin, Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen. Die Naturheilkunde setzt schon lange auf die Wirkung des Scharfmachers. Bei folgenden Beschwerden wird Cayennechili eine vorbeugende oder heilende Wirkung nachgesagt: Rheuma, Schuppenflechte (Psoriasis), Arthrose, Magenbrennen, Magengeschwür, Durchblutungsstörungen, Krebs, Angina Pectoris, Übergewicht, Diabetes, Embolie, Pilzerkrankungen, Krampfadern, Herzgesundheit, Infekte und sogar Migräne.

Wie scharf ist Chili?

Früher glaubte man, scharfes Essen würde dem Magen schaden. Die positive Wirkung von Chili revidiert dieses Bild. Das Capsaicin reizt die Wärmenerven im Mund und auf der Zunge. Die Geschmacks- und Schmerznerven sind davon jedoch nicht betroffen. Die Nerven schütten einen Botenstoff aus (Neurotransmitter), der die gesamten feinen Blutgefäße erweitert und damit positiv auf die Blutzirkulation wirkt. Dem Brennen im Mund setzt das Gehirn eine Ausschüttung von Glückshormonen entgegen (Endorphine).

Capsaicin ist nur im Mark der Cayennechili enthalten, nicht in den Samen. Weder das Kochen noch das Einfrieren beeinträchtigt den Wirkungsgrad. Es ist nicht wasserlöslich – Wasser zu trinken, um das Brennen im Mund abzustellen, nützt nichts. Da der Wirkstoff öl- und fettlöslich ist, helfen Milch, Joghurt, Käse oder Alkohol.

Die verschiedenen Schärfegrade werden in Scoville-Einheiten angegeben. Der Wert von 1.500 bedeutet, dass man 1.500 Milliliter Wasser benötigt, um die Schärfe von einem Milliliter Chili zu komplett zu entfernen. Auf Wikipedia wird die Skala wie folgt ausgewiesen: Scoville-Grad 0 bis 10 entspricht der Gemüsepaprika, die nicht als scharf empfunden wird. Die durchschnittlich unterste Wahrnehmungsschwelle für Schärfe liegt bei ca. 16. Reiner Cayennepfeffer erreicht 30.000 bis 50.000 und reines kristallines Capsaicin einen Wert von 15.000.000 bis 16.000.000.

Chili selber ziehen

Die Chilisorte lässt sich in unseren Breiten gut selber ziehen. Im Februar werden die Samen in feuchte Erde gesät und nach einer Keimzeit von etwa 10 bis 20 Tagen an einem warmen Standort umgetopft. Nach rund 80 Tagen können fünf bis 20 Zentimeter lange, schlanke Früchte geerntet werden. Sie sind spitz und in reifem Zustand leuchtend rot. Der Geschmack ist sehr scharf. Durch ihre dünne Fruchtwand eignen sich Cayennechilis gut zum Trocknen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.