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Warum Krillöl dem Fischöl überlegen ist

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Gesünder und umweltfreundlicher

Der Vergleich von Krillöl mit Fischöl wird häufig gemacht.
Wo liegen aber genau die Unterschiede?
Im Laufe der Jahre wurde Krillöl in immer neuen wissenschaftlichen Studien untersucht. Die Ergebnisse zeigen die Vorteile und Unterschiede:

Krillöl ist frei von Giftstoffen

Leider lagern sich in Fischen wegen der weitverbreiteten Wasserverschmutzung Quecksilber und andere Schwermetallablagerungen an. Antarktischer Krill wird nur aus reinerem Gewässer gefischt und ist deshalb von dieser Kontaminierung nicht bedroht. Außerdem steht Krill am Anfang der Nahrungskette und ernährt sich von Phytoplankton – nicht von bereits kontaminiertem Fisch.

Krillöl ist umweltfreundlich

Krill ist die größte Biomasse der Welt. Trotzdem ist gewährleistet, dass nur ein bis zwei Prozent gefangen wird. Kontrolliert wird die Krillpopulation von der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources, CCAMLR). Der Marine Stewardship Council (MSC) stellt sicher, dass der Fang gemäß strenger nachhaltiger Kriterien erfolgt, um Überfischung zu vermeiden.

Krillöl wirkt bis zu 48x stärker wirkt als Fischöl

In einer Studie wurde 2011 eine Krillöl- und eine Fischölgruppe miteinander verglichen: Die Probanden der Krillölgruppe bekamen 63% weniger essenzielle Omega-3-Fettsäuren aus Krill als die Probanden der Fischöl-Gruppe. Trotzdem besserten sich die Blutwerte in beiden Gruppen ähnlich. Krillöl wirkte bis zu 48x stärker und wurde deshalb weniger gebraucht.

Krill enthält Phospholipide

In Krillöl sind die Omega-3-Fettsäuren an Phospholipide gekoppelt. Das ist wichtig, weil die wasserlöslichen Fettsäuren in ihrer freien Form nicht im Blut transportiert werden können. Sie brauchen diese Trägersubstanz, damit der Körper sie leichter absorbieren kann.

Außerdem sind Phospholipide auch einer der wichtigsten Bausteine des „guten“ HDL-Cholesterins. Sie tragen zur strukturellen Unversehrtheit der Zellen bei und unterstützen die Zellfunktion.

Krillöl wird 10 – 15x besser absorbiert

In Fischöl sind die Omega-3-Fettsäuren an Triglyceride gekoppelt. Diese müssen im Darm mühsam in die grundlegenden Fettsäuren DHA und EPA aufgespalten werden. 80 bis 85% der wertvollen  Omega-3-Fettsäuren gehen dabei verloren. Krillöl kann dagegen 10 – 15% besser vom Körper absorbiert werden.

Krillöl überwindet die Blut-Hirn-Schranke

Krillöl kann in wichtige Gehirnregionen gelangen, weil es in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.

Krillöl enthält Phosphatidylcholin

Phospholipide setzen sich aus Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin zusammen. Auch zu erwähnen ist das darin enthaltene, leberschützende Trimethylglycin. Krillöl enthält Phosphatidylcholin, was sofortige Bioverfügbarkeit garantiert. Für die Absorption von Fischöl muss die Leber es zuerst an Phosphatidylcholin koppeln. Erst über diesen Umweg ist Fischöl bioverfügbar.

Krillöl ist 300x so antioxidativ wie A- und E-Vitamine

Fischöl ist sehr arm an Antioxidantien und damit sehr anfällig für die Oxidation. Krillöl dagegen enthält, das vermutlich stärkste Antioxidans in der Natur: Astaxanthin.

Die Messung des ORAC-Werts (Oxygen Radical Absorbance Capacity) ergab, dass Krillöl über 300x so stark antioxidativ wirkt wie die Vitamine A und E, 47x so stark wie Lutein und über 34x  so stark wie CoQ10.

Krillöl wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus

Im Gegensatz zu Fischöl unterstüzt Krillöl den Glukosestoffwechsel in der Leber, den Lipidstoffwechsel und trägt zur Regulierung der mitochondrialen Atmungskette bei. Außerdem hemmt Krillöl die Cholesterinsynthese und trägt damit dazu bei, den Triglycerid- und den Cholesterinspiegel zu senken und die Energieproduktion zu erhöhen.

Viele Vorteile für Krillöl zur Unterstützung der Nahrung

Der Körper selbst kann keine Omega-3-Fettsäuren bilden. Er muss sie über die Nahrung zu sich nehmen. Krillöl-Kapseln sind hochwertige tierische Omega-3-Ergänzungsmittel, die in der täglichen Ernährung eine der einfachsten und effektivsten Methoden sein können, um gesund zu bleiben oder zu werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Dreifachschutz für unsere Augen: Lutein + Zeaxanthin + β-Carotin

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Das menschliche Auge

Das menschliche Auge erfasst Farben und ist für die räumliche Orientierung, die Informationsaufnahme und als Kommunikationsmittel unentbehrlich. Ohne das Sehen wäre die Verletzungsgefahr unermesslich hoch. Aber das Auge hat auch einen großen Einfluss auf das Schlaf-Wach-Verhalten und die Hormonausschüttung. Das alles nehmen wir als selbstverständlich. Kaum einer weiß, wie man seine Augen am effektivsten schützt.

So geht es unseren Augen

Das längere – oft stundenlange – Fokussieren der Augen auf einen Punkt, z.B. Bildschirm, Fernsehen oder einseitige Tätigkeiten tun unserem Auge nicht gut. In unserem Lebens- und Arbeitsalltag wird aber genau das von uns gefordert. Aber damit nicht genug: Auch freie Radikale schädigen die Augen. So schädigen z.B. auch Nikotin und die ionisierende Strahlung durch Computerbildschirme, Fernseher und Handy.

  • 15% der Kinder in Deutschland tragen eine Brille
  • 65% der Erwachsenen (über 16 Jahre) in Deutschland tragen eine Brille

Aber auch die UV-Strahlen der Sonne belasten die Augen. Jedoch überwiegen die Vorteile des Sonnenlichtes auf unser Immunsystem. Es gibt Möglichkeiten unsere Augen davor zu schützen.

Das Auge isst mit

Dass Karotten gut für die Augen sind, hat früher schon die Mutter am Mittagtisch gesagt. Verantwortlich sind die β-Carotin-Werte: Umgewandelt in Vitamin A schützen sie über 100 Mio. Sehzellen in der Netzhaut, indem sie die enthaltenden Pigment-Moleküle, den sogenannten Sehpurpur, zusammen mit Proteinen neu aufbauen. Ohne β-Carotin würden diese lichtempfindlichen Elemente in kürzester Zeit vom Sonnenlicht verzehrt werden. Moringa besitzt 7x mehr β-Carotin als Karotten.

Der Dreifachschutz

Doch β-Carotin ist nicht der ganze Schutz, den wir unseren Augen durch die Nahrung zukommen lassen können. Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin sind für eine gesunde Netzhaut wichtig. Sie schützen die Augen vor freien Radikalen. Wie jede Zelle verfügt auch die Sinneszelle über eine Zellmembran aus einer Lipiddoppelschicht. Diese Zellmembran ist sehr anfällig gegenüber freien Radikalen. Folgen solcher aggressiven Angriffe auf das Auge könne Linsentrübungen, Netzhautablösungen, Augenentzündungen, Nachtblindheit oder Makula-Degeneration sein. Die Makula-Degeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für Erblindung.

Die beiden Carotinoide Lutein und Zeaxanthin sind als von der Natur eingerichteter Schutz bereits in der Makula eingebaut. Sie dienen als „innere Sonnenbrille“ und neutralisieren die freien Radikale. Leider nimmt der Gehalt an Lutein und Zeaxanthin in der Makula im Alter ab. Wenn Sie diese Carotinoide mit der Nahrung aufnehmen, dann beugen Sie diesem Abbau vor und schützen Ihre Augen effektiv und natürlich. 100g Moringa-Blätter enthalten 70,2 mg Lutein und 1,94 mg Zeaxanthin.

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Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Multiple Sklerose: Wie wichtig ist die Ernährung?

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Ursache

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunkrankheit. Das eigene Immunsystem greift die äußere Schicht der Nervenfasern (Myelinscheiden) an. Dadurch werden die Nervenimpulse verlangsamt und es treten Kontrollverlust der Muskeln, Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen und Verlust von kognitiven Fähigkeiten auf. Welche Faktoren MS auslösen, kann die moderne Medizin bis heute nicht erklären.

Hat die Ernährung Einfluss?

Darf nun die These aufgestellt werden, dass schlechte Ernährung Einfluss auf das Voranschreiten von MS haben kann? Könnte die Aufnahme von mehr Antioxidantien über die Nahrung möglicherweise die Symptome der Krankheit reduzieren? Diese Fragen müssen in der Zukunft weiter untersucht werden. Zur Prävention ist die Aufnahme von Antioxidantien aber in jedem Fall sinnvoll.

„MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung. Insofern könnte es bei der Prävention der Krankheit helfen oder die Gefahr von Anfällen bei bereits Erkrankten reduzieren, wenn man ausreichend Nährstoffe mit entzündungshemmenden Eigenschaften zu sich nimmt.“
(Sandra D. Cassard)

Neue Studie über MS

Forscher der Johns Hopkins University in Baltimore, USA, haben herausgefunden, dass sich bei Frauen, die an multipler Sklerose (MS) leiden, besondere Werte im Vergleich zu gesunden Frauen wesentlich schlechter sind: Die Werte wichtiger Antioxidantien. Die vom National Institute of Neurological Disorders and Stroke finanzierte Studie untersuchte 27 MS-Patientinnen und 30 gesunde Frauen zwischen 18 und 60 Jahren. Beide Gruppen hatten einen Body-Mass-Index von maximal 30 und waren damit untergewichtig bis übergewichtig, aber nicht adipös. Über ein ganzes Jahr hinweg machten diese 57 Frauen detaillierte Angaben zu ihrer Ernährung. Als Ergänzung zu ihrer Nahrung erhielten sie ein Vitamin D-Präparat.

Vitamin D

Vitamin D steht seit längerem in Verdacht Einfluss auf das Risiko zu haben an MS zu erkranken. Höhere Vitamin D-Werte könnten nach neuen Untersuchungen die die Symptome der Krankheit lindern. Deshalb bekamen die Teilnehmerinnen der Studie als Nahrungsergänzung Vitamin D. Innerhalb des endokrinen Vitamin D-Systems des menschlichen Organismus wird Vitamin D3 im Körper mithilfe von Sonnenlichteinwirkung (UVB-Strahlen) gebildet. Deshalb war zusammen mit dem Präparat ein Aufenthalt an der frischen Luft mit Sonnenlicht von zentraler Bedeutung.

Ursache oder Resultat?

Die Durchschnittswerte von fünf Antioxidantien oder Entzündungshemmern war geringer als in der Kontrollgruppe der gesunden Frauen: Folsäure, Vitamin E, Magnesium, Lutein/Zeaxanthin und Quercetin. Auch konnten die erkrankten Frauen weniger Kalorien aus Fetten ziehen als die gesunde Kontrollgruppe. Hier zwei Beispiele in Zahlen:

MS-erkrankte Frauen Gesunde Frauen Tagesempfehlung
Folsäure 244 mcg 321 mcg 400 mcg
Magnesium 254 mg 320 mg 321 mg

„Antioxidantien sind entscheidend für eine gute Gesundheit und helfen, die Auswirkungen anderer Schäden zu reduzieren, die auf Zellebene auftreten und zu neurologischen Erkrankungen wie MS beitragen… Noch können wir nicht sagen, ob die im Rahmen der Studie festgestellten Unterschiede in der Ernährung eine Ursache für MS sind oder ein Resultat der Erkrankung.“
(Sandra D. Cassard)

Lebensstil

Vitamin D-Mangel oder Rauchen könnte jedoch das Risiko erhöhen an MS zu erkranken. Jedenfalls reduziert ein MS-Patient seine Symptome, wenn er mit dem Rauchen aufhört. Kann also auch der Lebensstil dazu beitragen, MS zu verhindern oder das Leben mit der Erkrankung zu erleichtern? Eine Natriumreiche Ernährung zum Beispiel verschlimmert die Symptome. Auch das Schlafapnoe-Syndrom (Atemstillstände während des Schlafs) verstärkt die Krankheitssymptome von Multipler Sklerose. Einfache Sportübungen wie vorwärts-rückwärts Schrittfolgen scheinen die Gehirnfunktionen dagegen zu stimulieren. Salsa Tanzen wird von vielen Neurologen deshalb ganz speziell empfohlen. Wie wir leben und was wir essen scheint also einen Einfluss auf unsere Gesundheit zu haben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Augenprobleme
– was kann helfen?

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Wertvolles Augenlicht

Bei unseren sieben Sinnen ist das Augenlicht die Gabe, auf die die meisten Menschen am wenigsten verzichten können. Auf Augenprobleme sollte man daher besonders achten, um Erkrankungen frühzeitig entgegenzuwirken.

Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit

Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit sind Sehstörungen, die mit einem abweichend geformten Augapfel zu tun haben. Dabei entsteht ein abweichender Brechkraftwinkel, der ein unscharfes Bild beim Sehen in der Ferne (Kurzsichtigkeit) oder Weite (Weitsichtigkeit) entstehen lässt. Die Altersweitsichtigkeit betrifft einen Großteil der Bevölkerung.
Die Stabsichtigkeit (Astigmatismus) ist auf eine Hornhautverkrümmung zurückzuführen. Bei dieser Sehstörung werden durch den abweichenden Brechungsfaktor entweder die horizontalen oder vertikalen Linien weniger stark wahrgenommen.

Das kann helfen

Eine Brille oder Kontaktlinsen können die Sehstörung ausgleichen. Manche Sehstörungen können durch gezieltes Augentraining erfolgreich verbessert werden.

Nachtblindheit

Nachtblindheit (Hemeralopie, Nyktalopie) wird eine Sehstörung genannt, bei der sich die Augen schlecht an Dunkelheit anpassen können. Die Dunkeladaption der reizaufnehmenden Zellen in der Netzhaut ist dabei gestört, die das einfallende Licht durch den Sehnerv als elektrische Impulse ans Gehirn weiterleiten. Für das Sehen in Helligkeit sind überwiegend die Lichtsinneszellen Zapfen verantwortlich, in der Dämmerung oder bei Dunkelheit sind jedoch die Stäbchen gefragt. Diese Stabzellen sind rund 500 Mal lichtempfindlicher als die Zapfen.
Ein gesundes Auge kann den Sehpurpur, den Sehfarbstoff Rhodopsin für das Erkennen von Hell und Dunkel in der Dämmerung oder für die Nachtsicht, in etwa fünf Minuten vollständig herstellen. Bei der sogenannten Nachtblindheit dauert es deutlich länger.

Das kann helfen

Der notwendige Sehpurpur Rhodopsin benötigt für seine Produktion Vitamin A. Ein Vitamin-A-Mangel ist relativ verbreitet. Eine gezielte Zufuhr des Augen-Vitamins kann oftmals eine beginnende Nachtblindheit wieder ausgleichen. Antioxidantien können zusätzlich hilfreich sein – insbesondere mit Wirkstoffen der Heidelbeere oder Blaubeere konnten bereits verblüffende Erfolge bei der Verbesserung der Dunkeladaption verzeichnet werden. In jedem Falle sollte bei wahrgenommener Nachtblindheit ein Arzt aufgesucht werden, um weitere ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Grauer Star

Als Grauer Star (Katarakt) wird eine erworbene Linsentrübung bezeichnet, die in jedem Lebensalter auftreten kann – mit zunehmendem Risiko mit dem Alter. Es handelt sich um die häufigste Augenerkrankung überhaupt mit einem Anteil von 40 Prozent. Die Erkrankung hat eine sehr gute Chance, durch eine Operation behoben zu werden.
Die Linse trübt sich durch den Verlust an Elastizität, die Struktureiweiße kristallieren aus. Die Folge ist eine Sehminderung, die als unscharf, kontrastarm und weniger farbig beschrieben wird: Das Sehen wirkt wie verschleiert. Bei Nichtbehandlung führt die Erkrankung zu Erblindung.

Das kann helfen

Die Operation bei Grauem Star ist ein Standardeingriff, der überwiegend positiv verläuft und sehr häufig durchgeführt wird. Bei dem Eingriff wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Bei anderen Augenerkrankungen ist die Therapie nicht immer so einfach und erfolgversprechend. Eine Medikamententherapie für den Grauen Star ist nicht bekannt.

Grüner Star

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann. Allein in Deutschland sind rund eine halbe Million Patienten betroffen. Meist bleibt die Krankheit lange Zeit unbemerkt, weil das Gehirn den Verlust der Nerven im Sehnerv bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Oft bemerkt der Patient eine Beeinträchtigung erst, wenn ein Großteil des Sehnervs irreparabel geschädigt ist. Regelmäßige präventive Untersuchungen beim Augenarzt zur Messung des Augeninnendrucks oder Prüfung des Sehnervs werden empfohlen.

Das kann helfen

Wenn der Grüne Star rechtzeitig entdeckt wird, kann der Augeninnendruck durch Tropfen gesenkt werden. Zusätzlich können Lasermethoden oder eine Augenoperation Erfolge verzeichnen. Bei Nichtbehandlung führt die Krankheit zur Erblindung.

Netzhauterkrankungen

Die Makuladegeneration (MD), Netzhautablösung (Ablatio retinae) oder diabetische Netzhautstörungen (diabetische Retinopathie) können zur Erblindung führen, wenn sie nicht behandelt werden. Die Makuladegeneration wird häufig als altersbedingte Erkrankung angetroffen (AMD). Die Sehschärfe wird gemindert durch Zellverlust in der Makula lutea, dem gelben Fleck, den Punkt schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Bei der Netzhautablösung löst sich die innere Schicht der Netzhaut von der Versorgungsschicht. Bei Auftreten muss unverzüglich eine Notfallbehandlung eingeleitet werden.

Das kann helfen

Grundsätzlich ist die Netzhaut darauf angewiesen, ausreichend mit Vitalstoffen versorgt zu werden. Das Pro-Vitamin Vitamin A wird nicht umsonst oft als Augen-Vitamin bezeichnet, notwendig für die Funktion der Netzhaut. Das zellschützende Vitamin C wirkt antioxidativ und stimuliert die Produktion von Kollagen, das in der extrazellulären Matrix des Bindegewebes eine bedeutende Rolle spielt. Thiamin und Riboflavin aus dem Vitamin-B-Komplex, Vitamin E und Q10 sind hilfreiche Vitalstoffe für die Augenfunktionen. Die Versorgung mit Zink ist unerlässlich, ebenso wie die pflanzlichen Flavonoide wie Lutein, Zeaxanthin und Cryptoxanthin. Sie reichern sich im Gelben Fleck an und ein Mangel begünstigt eine Makuladegeneration.
Bei einer Störung der Netzhaut aufgrund einer Diabetes-Erkrankung ist es unerlässlich, den Zuckerspiegel des Patienten optimal einzustellen, um Ursachenbekämpfung zu betreiben.

Gerstenkorn & Co

Schmerzhafte Entzündungen rund ums Auge wie Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, an Gerstenkorn oder Hagelkorn kommen immer wieder vor. Sie können gut behandelt werden.

Das kann helfen

Homöopathische Wirkstoffe wie Hepar sulfuris D6 bei eitrigen Augenentzündungen oder Ruta D4 bei Überanstrengung der Augen können gute Alternaziven zu schulmedizinischer Behandlung sein. Euphrasia D3 Augentropfen, zum Beispiel von Weleda, können eine wertvolle Unterstützung sein. Die Heilpflanze Euphrasia officinalis (Augentrost) kann innerlich als Globuli oder Tee wie äußerlich helfen, beispielsweise als Kompresse.
Biophysikalische Vitalstoffe aus ausgewogener und vitaminreicher Ernährung können vorbeugen und die Genesung wesentlich unterstützen.

Hinweis

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Übersicht

Zeaxanthin

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Schutz aus pflanzlichem Farbstoff für das Auge

Der natürliche gelbe Farbstoff Zeaxanthin aus der Pflanze gehört zu einer Untergruppe der Stoffklasse der Carotinoide, den Xanthophyllen. Zusammen mit seinem funktional eng verwandten Isomer Lutein findet sich Zeaxanthin als Pigment in der Retina des menschlichen Auges. Besonders im Gelben Fleck (Makula Lutea) reichert sich die Substanz an und übernimmt offenbar eine Schutzfunktion bei zu hoher Lichteinstrahlung. In Pflanzen spielt Zeaxanthin eine Rolle bei der Umwandlung von Licht in Wärme, ebenfalls eine Schutzfunktion für die Zellstruktur gegen oxidativen Stress (Xanthophyllzyklus). Sowohl Zeaxanthin als auch Lutin können nicht vom menschlichen Organismus gebildet werden und müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

Vorkommen des Farbstoffes

Als natürlicher Farbstoff kommt Zeaxanthin in zahlreichen Gemüsesorten wie Mais, Spinat sowie in Eigelb vor. Für medizinische Zwecke wird Zeaxanthin sythetisch hergestellt. Als E161h ist die Substanz in der EU als Lebensmittelfarbstoff zugelassen.

Schutzfunktion für das Auge

In der Retina des menschlichen Auges kommen Zeaxanthin und Lutein in verschiedenen optischen und geometrischen Unterformen vor (vgl. Dachtler et al., 1998; Khachik et al., 1997). Eine besonders hohe Konzentration tritt im Gelben Fleck in der Netzhautmitte auf, wo die Dichte der Photorezeptoren- und damit die Sehschärfe – am größten ist. Eine enge Beziehung der beiden Stoffe zu durch Lichteinwirkung verursachte oxidative, photochemische Vorgänge wird von Experten angenommen. Möglicherweise schützen sie die Sehzellen nicht nur vor freien Radikalen sondern auch vor kurzwelligem Licht, indem sie einen Anteil des blauen und potenziell schädlichen Lichts herausfiltern.

Es gibt Untersuchungen, die auf eine Verbindung zwischen der ausreichenden Versorgung mit den Farbstoffen und der Verminderung eines Risikos für die Erkrankung an Grauem Star oder einer altersbedingten Makuladedegeneration hindeuten.

Therapeutischer Einsatz

Die moderne Medizin vermutet eine Verbindung zwischen den antioxidativen Eigenschaften von Zeaxanthin und Schutzmechanismen, die beispielsweise bei altersabhängiger Makuladedegeneration und anderen retinale Degenerationen eingesetzt werden könnten. Aus diesem Grund rücken die beiden Stoffe ins Interesse wissenschaftlicher Forschung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Lutein

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Mikronährstoff für die Sehkraft

Lutein von lat luteus, goldgelb ist eines der häufigsten natürlichen Carotinoide. In der Lebensmittelindustrie wird Lutein als Farbstoff unter der Bezeichnung E161b verwendet. In der Natur wird Lutein von Zeaxanthin begleitet. Als Bestandteil der Lichtsammelkomplexe in Chloroplasten spielt Lutein eine wichtige Rolle für die Energieausbeute.

Natürliche Vorkommen

Gute Lutein-Lieferanten sind dunkle Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl. In einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse können benötigte Mikronährstoffspeicher durch die Nahrungsaufnahme wieder aufgefüllt werden. Denn besonders im Auge ist das Carotinoid von großer Bedeutung.

Protektive Funktionen

Die Augen ermüden durch langes Arbeiten am Computer, Autofahrten im Dunkeln oder Fernsehen. Zusätzlich kann UV-Strahlung aus dem intensiven Sonnenlicht für oxidativen Stress für die Augen sorgen. Der oxidative Stress kann freie Radikale freisetzen, die hochreaktiv sind und die Zellstruktur und das Erbgut in den Zellkernen schädigen können. Antioxidantien können diese freien Radikale abfangen und unschädlich machen, indem sie selbst mit ihnen reagieren.

Besonders im Auge sind die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin als einzige Carotinoide stark angereichert und übernehmen wichtige Schutzfunktionen.

Schutzfunktion für das Auge

In der Retina des menschlichen Auges kommen Lutein und Zeaxanthin in verschiedenen optischen und geometrischen Unterformen vor (vgl. Dachtler et al., 1998; Khachik et al., 1997). Eine besonders hohe Konzentration tritt im Gelben Fleck in der Netzhautmitte auf, wo die Dichte der Photorezeptoren- und damit die Sehschärfe – am größten ist. Eine enge Beziehung der beiden Stoffe zu durch Lichteinwirkung verursachte oxidative, photochemische Vorgänge wird von Experten angenommen. Möglicherweise schützen sie die Sehzellen nicht nur vor freien Radikalen sondern auch vor kurzwelligem Licht, indem sie einen Anteil des blauen und potenziell schädlichen Lichts herausfiltern.

Es gibt Untersuchungen, die auf eine Verbindung zwischen der ausreichenden Versorgung mit den Farbstoffen und der Verminderung eines Risikos für die Erkrankung an Grauem Star oder einer altersbedingten Makuladedegeneration hindeuten.

Therapeutischer Einsatz

Die moderne Medizin vermutet eine Verbindung zwischen den antioxidativen Eigenschaften der Carotinoide und Schutzmechanismen, die beispielsweise bei altersabhängiger Makuladedegeneration und anderen retinalen Degenerationen eingesetzt werden könnten. Aus diesem Grund rücken die beiden Stoffe ins Interesse wissenschaftlicher Forschung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Carotinoide

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Sekundäre Pflanzenstoffe für die Gesundheit

Carotinoide oder auch Karotinoide heißt eine ganze Klasse an natürlichen gelbroten Farbstoffen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Sie werden unterteilt in Carotine und Xanthophylle. Das wichtigste Carotinoid ist Betacarotin, das im Körper zu dem wichtigen Vitamin A umgewandelt werden kann. Aus diesem Grunde wird Betacarotin auch Provitamin A genannt.

Provitamine

Weitere rund 50 Carotinoide sind Provitamine und fungieren als Vorstufen von Retinol, das dem Vitamin A meist gleichgesetzt wird. Nur kann Retinol als Bestandteil vieler Lebensmittel direkt aufgenommen werden, während Provitamine den Vitamin A-Komplex erst im Körper bilden. Der Wirkungsgrad ihrer vitaminbildenden Aktivität wird oftmals in einer Retinoläquivalenz ausgedrückt.

Sechs natürliche Helfer

Unter den rund 800 Carotinoiden gibt es sechs Carotinoide, die eine besonders bedeutsame Rolle für die menschliche Gesundheit spielen: Alphacarotin, Betacarotin, Lycopin, BetaCryptoxanthin, Lutein und Zeaxanthin. Durch ihre antioxidativen Eigenschaften sind sie als Radikalfänger wichtig für einen Schutz von Zellen und Proteinen. Damit unterstützen sie die Vorbeugung gegen verschiedene Krankheiten, darunter Alzheimer, Arteriosklerose, Grauen Star, Krebs, Parkinson und Rheuma. Das größte antioxidative Potenzial unter den Carotinoiden besitzt Lycopin, das zum Beispiel in Tomaten vorhanden ist. Es kann den reaktiven Singulett-Sauerstoff unschädlich machen und beeinflusst das Wachstum von Tumorzellen.

Antikanzerogene Eigenschaften

Carotinoide können das Potenzial besitzen, krebsvorbeugend zu agieren. Theoretisch können sie einen Austausch zwischen Zellen bewirken durch die Synthese von Connexin. Sie sind in der Lage, Gap Junctions zu bilden, die bei Krebszellen vermindert auftreten. Insbesondere Betacarotin, Cryptoxanthin und Canthaxanthin wird diese Eigenschaft zugeschrieben.

Verschiedenste Körperregionen profitieren

In bestimmten Körpergeweben treten die Carotinoide besonders konzentriert auf und entfalten ihre Wirkung. Lutein und Zeaxanthin sind im Gelben Fleck (Macula) in der Netzhautmitte aktiv, Zeaxanthin außerdem im Fettgewebe. Alphacarotin und Betacarotin werden in der Leber gespeichert. Lycopin konzentriert sich in der Nebenniere und in den Hoden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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