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Nährstoffe im Vergleich: Karotte und Moringa

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Umfassendes Nährstoffspektrum

Moringa ist ein Baum, dessen Blätter ein einzigartig umfassendes Nährstoffspektrum aufzuweisen. Von diesem Wunderbaum ist man ja schon einige Superlative gewöhnt. Den höchsten Orac-Wert aller Lebensmittel, den höchsten Zeaxanthin– und Lutein-Wert. Heute wollen wir die Inhaltstoffe von 100g Karotte mit 100g Moringa-Blattpulver vergleichen.

Beta Carotin

Der Beta-Carotin-Gehalt der Karotte ist zwar mit 7.790 mcg 2,4 x höher als der des Moringapulvers. Aber dies ist auch der einzige Vitalstoff, der Moringa schlägt.
Moringa übertifft die Karotte bei den Vitaminen bei Weitem:

Vitamin C: 2.471,4 x mehr
Vitamin B2 (Riboflavin): 386,8 x mehr
Vitamin E: 220,1 x mehr
Vitamin B1 (Thiamin): 38,3 x mehr
Vitamin B9 (Folsäure): 18,9 x mehr
Vitamin B7 (Biotin): 18,6 x mehr
Vitamin B3 (Niacin): 14,2 x mehr
Vitamin B5 (Pantothensäure): 9,6 x mehr
Vitamin B6 (Pyridoxin): 6,3 x mehr

Mineralien

Auch bei den Mineralien schlägt Moringa die Karotte! Moringa Blattpulver enthält 48,9 x mehr Calcium, 20,4 x mehr Magnesium, 13,4 x mehr Eisen, 11,0 x mehr Kupfer, 10,9 x mehr Zink, 5,8 x mehr Phosphor und 4,6 x mehr Kalium als die Karotte.

Eiweiße

Auch bei den Eiweißen kann die Karotte nicht mithalten. Moringa-Blattpulver enthält 46,4 x mehr Leucin, 44,8 x mehr Phenylalanin, 53,8 x mehr Metionin, 42,5 x mehr Tryptophan, 40,9 x mehr Histidin, 33,0 x mehr Threonin, 32,3 x mehr Arginin, 28,2 x mehr Lysin, 26,6 x mehr Valin und 19,2 x mehr Isoleucin.

Moringa ist einfach nicht zu schlagen! Keine andere Pflanze der Welt liefert Ballaststoffe, Enzyme, Fettsäuren, Mineralien, Proteine, Phytamine und Vitamine so zahlreich und ausgewogen wie Moringa.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Aminosäuren

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Grundbausteine des Lebens

Sämtliche Eiweiße (Proteine) im menschlichen Körper sind aus Aminosäuren gebildet. Sie sind die kleinsten Bausteine der Proteine. Im menschlichen Erbgut sind 22 Aminosäuren codiert, aus denen lebenswichtige Proteine entstehen, indem verschieden zusammengestellte Ketten von Aminosäuren durch Peptidbindung zu Eiweißmolekülen (Proteinen) mit unterschiedlichen Funktionen kombiniert werden. Tausende von verschiedenen Proteinen werden durch Aminosäuren gebildet, alle mit unterschiedlichen Aufgaben. In der Biochemie des menschlichen Körpers sind sie wichtig für den Aufbau von Muskeln und Gewebe, Hormonen, die Bildung von Botenstoffen im Gehirn sowie Enzyme. Aminosäuren sind die Grundlage für das reibungslose Funktionieren des Stoffwechsels. Immerhin rund 20 Prozent des menschlichen Körpergewichts bestehen aus Eiweißen.

Keine Aminosäure darf in einem gesunden Organismus fehlen

Der Körper kann nicht alle zweiundzwanzig Aminosäuren selbstständig durch Biosynthese herstellen. Daher müssen die sogenannten essentiellen Aminosäuren durch die Nahrung zugeführt werden, denn sie sind unersetzlich für einen funktionierenden Organismus. Fehlt nur eine davon, ist die Funktion aller Proteine betroffen. Ein Mangel an Aminosäuren bringt eine erhebliche Beeinträchtigung der Gesundheit mit sich. Einige sogenannte Zivilisationskrankheiten können unter anderem auf mögliche Stoffwechselstörungen zurückzuführen sein, wie beispielsweise Arthrose, so hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Erektionsstörungen, Übergewicht, usw.

Über die zweiundzwanzig proteinbildenden Aminosäuren hinaus existieren noch weit über 200 Aminosäuren, die an der Eiweißbildung nicht beteiligt sind aber wichtige Funktionen bei den chemischen Abläufen in den Zellen besitzen.

Unentbehrliche Aminosäuren aus der Nahrung

Folgende acht essentielle Aminosäuren können nicht im menschlichen Stoffwechsel hergestellt werden. Dieser Bedarf muss durch die Nahrung gedeckt werden. Diese acht Aminosäuren heißen Leucin, Isoleucin, Methyonin, Threonin, Valin, Lysin, Phenylalanin und Tryptophan. Säuglinge benötigen darüber hinaus Histidin und Arginin. Besonders viele Eiweißbausteine sind in Lebensmitteln enthalten wie Fleisch und Fisch, in Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten, Soja und Getreide. Um Aminosäuren aus der Nahrung aufnehmen zu können, schließt der Organismus die Lebensmittel bei der Eiweißverdauung im Darm in einzelne Aminosäuren auf.

Aminosäuren nehmen Schlüsselpositionen bei der biochemischen Funktion des gesamten Organismus ein. Die unterschiedlichen Funktionen sollen durch einige wenige Beispiele illustriert werden: Als Baustein für Kollagen kommt Lysin eine große Bedeutung für das Herz-Kreislaufsystem zu. Kollagen ist Bestandteil der Gefäßwände, so dass Lysin Stabilität und Festigkeit der großen wie auch der kleinen Blutgefäße unmittelbar beeinflusst. Eine Aminosäurenkombination, die bei Sportlern als regenerations- und leistungsfördernd bekannt ist, heißt BCAA (Branched Chain Amino Acids) und besteht aus Valin, Leucin und Isoleucin. Wiederum ist Arginin bedeutend für die Leitungsfähigkeit des Herzens. Diese Aminosäure ist Vorstufe eines Botenstoffes, der die Erweiterung der Gefäßmuskulatur kontrolliert und damit für die Blutzirkulation verantwortlich ist. An der Neurotransmittersynthese ist Phenylalanin beteiligt, während Tryptophan die Grundsubstanz für Serotonin liefert. Die Regelung des Gehirnstoffwechsels erfolgt über Isoleucin, Leucin und Valin.

Bedarf an Aminosäuren

Der Proteinbedarf von Babys und Kindern ist wachstumsbedingt höher als der von Erwachsenen. Das Gleichgewicht von Aminosäuren wird durch die Leber als zentrales Organ des Aminosäurestoffwechsels geregelt. Die Leber ist das einzige Organ, das über eine komplette Enzymausstattung zum Abbau von Aminosäuren verfügt. Bleibt eine essentielle Aminosäure bei der Nahrungsaufnahme aus, kann die Leber gespeicherte Stoffe freisetzen und so den Aminosäurespiegel im Blut konstant halten. Die verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin werden vor allem in der Skelettmuskulatur und im Herzmuskel verstoffwechselt.

Bei Operationen und Leistungssport, aber auch bei Reduktionsdiäten steigt der Bedarf an Proteinen. Das gilt auch für katabole Stoffwechselzustände bei Verbrennungen, Verletzungen, Krebs, Chemotherapie, AIDS oder Knochenmarkstransplantation. Die Körperfett- und Proteinspeicher werden dann zur Versorgung mit Energie und Aminosäuren für die Immunantwort und die Wundheilung mobilisiert. Eine erhöhte Freisetzung von Glutamin aus der Skelettmuskulatur ist insbesondere für das Immunsystem von Bedeutung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Isoleucin | Leucin | Valin

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Die unentbehrliche Dreierbande

Isoleucin, Leucin und Valin machen rund die Hälfte der essentiellen Aminosäuren einer ausgewogenen Ernährung aus. Ihre Aufnahme durch die Nahrung ist wichtig, da der Körper sie nicht selbständig durch Biosynthese herstellen kann.

Diese drei Aminosäuren werden zusammengefasst zu der Gruppe der verzweigtkettigen Aminosäuren (Branched Chain Amino Acid, abgekürzt BCAAs). Für einen gezielten Muskelaufbau sind diese Aminosäuren extrem wichtig. Rund ein Drittel der Muskelproteine bestehen aus diesen BCAAs. Im funktionierenden Muskel dienen sie als Energielieferanten und unterstützen den Proteinstoffwechsel.

Vielfältige biochemische Funktionen

Die höchste Konzentration von Isoleucin, Leucin und Valin findet man in den Muskeln, im Herzmuskel und den Skelettmuskeln, wo sie für den Stoffwechsel unentbehrlich sind. Sie sind für die Proteinsynthese bedeutsam, die immer besonders dann gefragt ist, wenn belastende Faktoren wie Stress, Krankheit oder körperliche Stress durch Sport auf den Körper einwirken. Isoleucin, Leucin und Valin werden deshalb auch vielfach als „Stress-Aminosäuren“ bezeichnet. Die Aminosäuren fördern die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse, um die Aufnahme von Glukose und Aminosäuren aus dem Blutkreislauf in die Muskelzellen anzuregen. Davon wird wiederum der Blutzuckerspiegel und die Energiegewinnung beeinflusst.

Die Stress-Aminosäuren werden nicht in der Leber verstoffwechselt wie viele andere Aminosäuren. Sie gelangen direkt in den Muskel oder ins Gehirn und sorgen dort für die Energiezufuhr.

Das Wachstumshormon Somatropin wird über Isoleucin angestoßen. Ohne Valin kommt das Wachstum zum Stillstand.

Insulin und Leucin

Insulin ist nicht nur beim Kohlehydratestoffwechsel beteiligt, sondern auch am Proteinstoffwechsel. Eine Insulinausschüttung wirkt sich positiv aus auf die Proteinbildung und verhindert Proteinabbau, zum Beispiel aus Muskeln. Nicht nur die Glucosekonzentration ist für eine Freisetzung des Insulins verantwortlich, sondern auch Aminosäuren sind beteiligt, insbesondere Leucin.

Über Leucin wurde bisher von den drei Aminosäuren am meisten geforscht.

Vorkommen

Isoleucin, Leucin und Valin kommen in zahlreichen Lebensmitteln vor. Gute Lieferanten für die essentiellen Aminosäuren sind Fleisch und Fisch sowie Nüsse und Hülsenfrüchte. Normalerweise wird der Bedarf an den BCAAs über die ausgewogene Ernährung gedeckt.

Ein erhöhter Bedarf an diesen BCAAs besteht in der Wachstumsphase, während Reduktionsdiäten oder in schlechter Ernährungssituation, bei extremen sportlichen Leistungen, Stress oder krankhaften Störungen der Nervenmuskulatur, chronischen Entzündungen, und anderen Krankheitsbildern. Dann kann es vorkommen, dass die Aufnahme über die Nahrung nicht ausreicht, insbesondere wenn diese wenig Eiweiße enthält.

Im Falle von zu wenig Vitalstoffen

Wenn der menschliche Organismus nicht ausreichend Kohlenhydrate zugeführt bekommt, greift er auf gespeicherte Glucose-Vorräte in den Muskeln und der Leber zurück. Bei einer Kohlenhydrate-armen Diät kann das schon nach kurzer Zeit eintreten. Da nicht alle Reserven sofort abgebaut werden, wird sich folgendes abspielen:

Eine Erzeugung von zusätzlicher Glucose setzt sein, damit die Energiezufuhr nicht abbricht. Das Gehirn braucht schließlich ständig große Mengen an Energie aus Glucose. Die roten Blutkörperchen benötigen ebenfalls große Energiemengen. Diesen Prozess der Glucose-Produktion nennt man Glocosegenese. Wenn die dazu notwendigen Aminosäuren Alanin und Glutamin nicht aus der Nahrung vorliegen, wird der Körper Muskelgewebe abbauen und daraus diese Aminosäuren umwandeln.

Ebenso wichtig für die Energiezufuhr sind die Ketokörper. Die Produktion der Ketokörper wird Ketogenese genannt. Auch hierfür sind Aminosäuren notwendig, vor allem Leucin und Lysin. Wenn diese Aminosäuren nicht verfügbar sind, werden Muskeln abgebaut, um aus ihnen diese Aminosäuren für die Ketogenese zu erhalten.

Aus diesem Grund ist es wichtig, Leucin in ausreichender Menge aufzunehmen, damit der muskelabbauende Effekt nicht eintritt. Gerade bei Sportlern ist dieses Bewusstsein ausgeprägt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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