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Pillen gegen Sodbrennen: Vorsicht Nebenwirkungen!

sodbrennen
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Brennender Schmerz in der Brust

Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Leiden. Fast jeder hat diesen brennenden Schmerz schon einmal erlebt. Ist er nicht chronisch, besteht meist kein Grund zur Besorgnis: Der Schmerz geht von alleine weg oder man greift zu Medikamenten. „Schnelle Abhilfe“ versprechen viele Tabletten gegen Sodbrennen – doch wer sie nutzt, bekämpft nur die Symptome und muss mit dutzenden, unangenehmen Nebenwirkungen rechnen.

Ein lohnendes Geschäft

Dort, wo eine ungesunde Ernährung verbreitet ist, leiden auch die meisten Menschen an Sodbrennen. Im Jahr 2013 griffen 15 Mio. Amerikaner zu Mitteln gegen Sodbrennen. Ein lohnendes Geschäft für die Pharmaindustrie. Mehr als 10 Mrd. Dollar gaben die leidgeplagten Amerikaner für sogenannte Protonenpumpenhemmer (PPI) wie Nexium, Prevacid und Prilosec aus.

Sodbrennen in Verbindung mit Nierenerkrankung

Der Epidemiologe Morgan Grams von der Johns Hopkins Bloomberg School of Health veröffentlichte eine Studie im Fachmagazin JAMA Internal Medicine. Dort führt er aus, dass Protonenpumpenhemmer (PPI) die Wahrscheinlichkeit einer Nierenerkrankung beträchtlich erhöhen. Chronische Nierenerkrankungen konnte er zwar nicht abschließend mit Protonenpumpenhemmern in Verbindung bringen, aber er äußerte ernste Besorgnis und forderte weitere Forschung in dieser Richtung.

Grundlage seiner Studie waren insgesamt 250.000 Personen in zwei Gruppen:

Gruppe 1
10.482 Menschen (322 davon nahmen Medikamente gegen Sodbrennen)
Geschätztes absolutes Risiko einer chronischen Nierenerkrankung:

  • Probanden mit Medikament: 11,8 %
  • Probanden ohne Medikament: 8,5 %

Gruppe 2
248.751 Menschen (16.900 davon nahmen Medikamente gegen Sodbrennen)
Geschätztes absolutes Risiko einer chronischen Nierenerkrankung:

  • Probanden mit Medikament: 15,6 %
  • Probanden ohne Medikament: 13,9 %
Weitere Nebenwirkungen

Schon der Verdacht, dass Protonenpumpenhemmer die Nieren schädigen könnten, ist eigentlich ein ausreichender Grund auf diese Medikamente zu verzichten. Leider kommen weitere Verdachtsmomente hinzu:

  • 16 % höheres Herzinfarktrisiko bei Reflux-Patienten, die ihr Leiden mit PPI behandelten. (Universität Stanford)
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche. Seit 2010 muss jede Verpackung von rezeptpflichtigen oder frei verkäuflichen Protonenpumpenhemmern einen Aufdruck tragen, der vor dem Risiko warnt, dass es zu Brüchen kommen kann.
  • Erhöhte Infektanfälligkeit: PPI unterbindet die Magensäure und verhindert somit die natürliche Absorption von Vitaminen. Das Risiko von Infektionen steigt.
Sodbrennen natürlich behandeln 

Hier ein paar einfache Tricks, um Sodbrennen auch ohne Medikamente und Nebenwirkungen loszuwerden:

  • Aloe-Saft vor dem Essen trinken
  • Ingwer-Tee dient als Puffer gegen die Säure
  • Kamillentee vor dem Schlafengehen (verhindert das Aufstoßen der Säure beim Liegen)
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Osteoporose
– das kann helfen

osteoporose
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Wie äußert sich Osteoporose?

Die Krankheit Osteoporose (auch Knochenschwund) bezeichnet eine geringe Knochendichte und den überdurchschnittlichen Abbau von Knochengewebe. Dadurch verliert das Skelett seine Festigkeit. Häufige Knochenbrüche schon bei mäßiger Krafteinwirkung sind die Folge.

Typisch für Osteoporose sind vor allem Knochenbrüche am Oberschenkel nahe der Hüfte oder am Ober- und Unterarm. Auch Wirbelkörper können von Brüchen betroffen sein.

Charakteristisch ist eine schleichende Entwicklung der Krankheit, die oft erst durch einen Knochenbruch entdeckt wird, der durch eine verhältnismäßig schwache Belastung verursacht wurde, beispielsweise beim Hochrecken zum Wäscheaufhängen, beim Abstützen mit der Hand oder Ähnliches.

Der Rundrücken ist ein weiteres Symptom. Er entsteht durch sogenannte Sinterungsbrüche an den Wirbeln, die die Krümmung und Verkürzung der Wirbelsäule zur Folge hat.

Wodurch entsteht Osteoporose

Neben Faktoren, die nicht beeinflussbar sind wie Alter, Geschlecht oder familiäre Disposition sind bereits die Jugendjahre wichtig für die Vorbeugung. Wenn bis zum Teenageralter die Knochen optimal ausgebildet sind, ist die Ausgangsposition besser, wenn in fortgeschrittenem Alter der Abbau von Knochensubstanz einsetzt. Auch bei ganz gesunden Menschen ist der Rückgang an Knochenmasse normal, bei Osteoporose schreitet der Abbau jedoch überdurchschnittlich schnell voran.

Vorbeugung ab der Kindheit

  • Beste Voraussetzungen für eine gesunde Knochensubstanz ist eine Ernährung ab der Kindheit mit viel Calcium, Magnesium, Mangan und Vitaminen wie beispielsweise Vitamin A, C und D. Diese Nährstoffe fördern die Knochenbildung, Bewegung festigt sie. Das Spurenelement Bor kann Proteine im Zellgewebe stabilisieren und die Produktion von Östrogenen bei Frauen anregen, zwei wichtige Faktoren gegen Osteoporose.
  • Risiken vermeiden
  • Alkohol, Koffein und Zucker im Übermaß sowie das Rauchen sollten vermieden werden. Diese Substanzen verhindern die Aufnahmefähigkeit von Calcium, das zur Knochenbildung benötigt wird.

Besonders ab 50 Jahren weit verbreitet

Bei Frauen wird Osteoporose nach Einsetzen der Menopause häufiger, da dann das Östrogen fehlt, das die Knochen schützt. Im Alter zwischen 50 und 60 tritt die Krankheit bei über 15 % der Frauen auf, bei Frauen über 70 sind knapp die Hälfte betroffen.

Männer sind ab dem Alter von etwa 60 Jahren verstärkt betroffen.

Das kann helfen bei Osteoporose

Calcium Zur Knochenbildung ist Calcium notwendig. Daher sind calciumreiche Nahrungsmittel wichtig. Magnesium kann die Aufnahme von Calcium durch den Körper verbessern. Aus diesem Grunde werden die beiden Nährstoffe oft in Kombination angesprochen.

Das Sonnenvitamin D Vitamin D (Vitamin D3, Cholecalciferol) unterstützt ebenfalls die Aufnahme von Calcium über den Darm und den Einbau in die Knochen. Es ist an der Regulierung des Calciumspiegels beteiligt und daher ist die Aufnahme über die Nahrung sehr wichtig. Bei Sonneneinstrahlung kann der Körper dieses Vitamin selbst herstellen.

Eine Zufuhr ist daher besonders in den dunklen Wintermonaten sinnvoll oder bei Menschen, die das Haus nicht verlassen können. Insbesondere bei älteren Menschen nimmt die Fähigkeit ab, in der Haut Vitamin D bei Lichteinwirkung durch UV-B-Strahlen zu bilden. Nur wenige Lebensmittel liefern das wertvolle Vitamin, darunter Fettfisch wie Lachs oder Makrele.

Kuhmilch Dass Kuhmilch besonders hilfreich als Calcium-Lieferant sei, gilt heute als Mythos, da nur 30 % des Calciums aus der Milch aufgenommen werden können. Brokkoli und Mineralwasser sind ebenfalls Calcium-Lieferanten.

Vitamin C Für die Proteinsynthese in den Knochen wird Vitamin C gebraucht. Ein Mangel an Vitamin C kann erheblich zum Knochenverlust beitragen. Eine Versorgung über viel Obst und frisches Gemüse sollte sichergestellt werden.

Mineralien und Spurenelemente Schon Kleinstmengen an Kupfer und Zink wirken positiv auf die Knochensubstanz. Borverbindungen sind beteiligt an der Produktion von Geschlechtshormonen, die den Proteinabbau aufhalten, indem sie Proteine im Zellplasma stabilisieren.

Ernährung und Bewegung Entscheidende Faktoren, die jeder Patient selbst mitsteuern kann. Medikamente allein helfen nicht. Muskeln und Knochen lassen sich bis ins hohe Alter hinein trainieren. Muskeln können die Skelettstruktur stärken und Stürze vermeiden.

Untergewicht Ein Risikofaktor für Osteoporose.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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