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Omas Hausmittel gegen Mückenstiche

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Juckreiz bei Insektenstichen

Blut saugende Mückenweibchen geben ihren Speichel in die Stichwunde, um das Blut am Gerinnen zu hindern. Dieses Gift betäubt außerdem die Stelle, damit das Opfer nichts vom Stich merkt. Die Substanzen im Speichel sorgen für eine Entzündung und lassen das Gewebshormon Histamin aktiv werden. Das Gewebe rund um den Stich schwillt an, errötet und reizt die umliegenden Nerven. Das führt zu Juckreiz.

Hausmittel lindern Symptome

Es gibt eine Vielzahl an natürlichen Hausmitteln, die die Symptome von Mückenstichen lindern. Es gilt die Regel: Je früher das Mittel aufgetragen wirkt, desto besser wirkt es, weil das Speichelsekret der Mücke dann nicht so weit ins Gewebe eindringen kann.

1. Zitronensaft:
Zitronensaft wirkt entzündungshemmend und verhindert Schwellungen, wenn es sofort nach dem Einstich aufgetragen wird. Schnelligkeit ist also gefragt. Einfach eine Scheibe von der Zitrone abschneiden und einige Minuten auf den Stich legen. Neben dem Gift zerstörenden Effekt der Säure hat die Zitronenscheibe auch eine kühlende Wirkung.

2. Zwiebeln:
Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich. Der Schwefel im Zwiebelsaft wirkt antibakteriell, desinfiziert, lindert den Juckreiz nach Insektenstichen und kann Schwellungen mindern.

3. Tomate:
Eine wohltuende kühlende Wirkung hat der Saft der Tomate. Dazu einfach eine Tomate aufschneiden und bisschen Saft in die Wunde träufeln und eine Tomatenhälfte draufpressen. Zur Vorbeugung schwören manche Menschen darauf, sich mit feuchten Händen frische Tomatenblättern auf die Haut ab reiben. Frische Tomatenzweige im Schlafzimmer sollen ebenfalls die Insekten abhalten.

4. Zahnpasta (gekühlt im Kühlschrank):
Zur Abschwellung der entzündeten Stelle und zur Linderung des Juckreizes Zahnpasta auf die Haut auftragen.

5. Spitzwegerich:
Blatt zwischen den Fingern verreiben und den Saft dann auf den Stich drücken. Der Wirkstoff des Spitzwegerichs hilft sofort gegen Juckreiz und Schwellung nach einem Mückenstich.

6. Kartoffel:
Eine Scheibe von einer Kartoffel abschneiden und auf den Mückenstich legen. Eine selbst gemachte Heilpaste kann aus fein geriebener Kartoffel, fein geriebener Zwiebel und etwas Essig hergestellt werden. Bis zum Einsatz im Kühlschrank aufbewahren.

7. Kohl:
Bei größeren Schwellungen haben sich zerquetschte Kohlblätter als Breiumschlag bewährt. Blätter zerstampfen oder mixen und mit einer Binde oder einem Tuch auf der Haut fixieren.

Mit Hitze kann man die Giftstoffe direkt zerstören. In der Spucke der Stechmücken ist ein Gift, das aus Eiweiß besteht. Hitze. Bei Temperaturen von über 45 Grad werden diese Proteine zerstört. Ein heißes Feuerzeug oder einen erhitzen Metallgegenstand kann das Gift neutralisieren, wenn es kurz auf den Einstich gedrückt wird. Zu heiß dürfen das Feuerzeug oder die alternativen Hitzequellen allerdings nicht sein, da es sonst zu Verbrennungen kommen kann. Die Hitze-Methoden sind also mit Vorsicht zu genießen.

1. Heißer Metallgegenstand (Löffel, Feuerzeug, etc.)

2. In heißem Wasser getränkte Watte oder Handtuch

3. Ein Tropfen heißes Wachs (Kerze)

Von der Methode mit der Glut einer brennenden Zigarette, die so dicht wie möglich an die Einstichstelle halten wird, raten wir ab. Verbrennungen können zu leicht entstehen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Das kann die Bananenschale für Ihre Gesundheit tun!

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© Jeanette Dietl, anoli – fotolia.com

In den Müll oder für Gesundheit und Schönheit einsetzen? – Die Schale der Banane ist zu schade zum wegwerfen.
Hier 6 einfache und wirkungsvolle Hausmittel bei Beschwerden mit der Haut:

  1. Warzen natürlich behandeln
    Ein kleines Stückchen aus der Bananenschale schneiden. Darauf achten, dass es größer ist, als die Warze. Mithilfe eines Pflasters auf die Warze kleben und den ganzen Tag wirken lassen. Die Oberfläche der Warze wird so weich, dass Sie sie mit minimalem Kraftaufwand stückweise abschaben können. Mehrere Tage wiederholen.
  1. Schuppenflechte mildern
    Das Innere der Bananenschale mit einem Löffel abschaben und bei Schuppenflechte auf die betroffenen Zone auftragen. Hautrötungen am Anfang sind nicht selten, aber ungefährlich. Bei regelmäßiger Anwendung ist nach einigen Tagen eine Verbesserung bemerkbar.
  1. Quetschungen und blaue Flecken

Die Bananenschale in die gewünschte Größe schneiden und auf dem blauen Fleck befestigen. Je nach Schwere der Verletzung Anwendung wiederholen.

  1. Splitter und Spreißel ziehen
    Kleine Holzsplitter oder Kaktus-Stacheln, die in der Haut stecken bleiben sind oft zu winzig, um den Spreißel mit der Pinzette greifen zu können. Die Enzyme der Bananenschale helfen, den Fremdkörper auszustoßen.
  1. Akne bekämpfen
    Der hohe Anteil an Nährstoffen kann bei Akne die Bananenschale zu einem guten Begleiter machen. Die hautpflegenden Enzyme werden vor dem Zubettgehen mit einer Bananenschale einfach ins Gesicht gerieben. Erst am nächsten Morgen die Reste abgewaschen. Bei unreiner Haut reicht eine wöchentliche Gesichtsmaske.
  1. Juckreiz und Hautreizungen abmildern
    Mücken- oder Ameisenstiche können mit Bananenschale ebenso behandelt werden, wie kleine Schürfwunden oder Reizungen durch Brennnesseln. Nach einigen Minuten wird die Linderung zu spüren sein.

Und hier 3 Schönheits-Tipps mit Bananenschalen:

  1. Weißere Zähne
    Zwei Wochen lang die Zähne mit der Innenseite der Bananenschale einreiben. Die Mineralien Kalium, Magnesium und Mangan in der Schale werden von den Zähnen absorbiert und sorgen dafür, dass sie weißer werden.
  2. Falten mildern
    Der große Anteil an Kalium, Eisen, Magnesium und Vitamin A, B und E ist eine Wohltat für die Haut. Besonders bei Stirnfalten hat es sich bewährt, die Schale zu zerkleinern und auf die Haut zu legen und einwirken zu lassen.
  3. Pflegende Haarkur
    Die Bananenschale im Mixer mit etwas Wasser pürieren und als Haarmaske aufgetragen. 30 Minuten einwirken lassen und danach ausspülen. Danach das Haar wie gewöhnlich waschen.
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Diabetes (Zuckerkrankheit)
– was kann helfen?

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© Bacho Foto – fotolia.com

Wie äußert sich Diabetes?

Diabetes mellitus wird auch die Zuckerkrankheit genannt. Bei dieser Stoffwechselstörung kann Zucker vom Körper nicht richtig verarbeitet werden. Deshalb ist die Glukosekonzentration im Blutspiegel ständig erhöht. Entscheidend für die Zuckerverwertung ist das Hormon Insulin, das in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird.

Schäden vorprogrammiert

Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht gerät, sind Schäden am Gefäßsystem vorprogrammiert. Das kann die Augen betreffen, das Herz, die Nieren, die Nerven und die Füße.

Ständige Achtsamkeit

Jeder Diabetespatient achtet sehr genau auf seine Blutzuckerwerte (BZ), also den Zuckergehalt im Blut. Er wird gemessen in mg/dl oder mmol/l. Gerade bei der Typ 2-Erkrankung zeigen sich oftmals lange keine Symptome, bis plötzlich der Blutzuckerspiegel einen kritischen Wert erreicht.

Ist der Blutzucker noch normal?

Ab den folgenden Normwerten spricht man von krankhaften Werten: nüchtern 126 mg/dl, zu jeder anderen Zeit über 200 mg/dl. Ein weiterer wichtiger Wert ist der Blutzucker-Langzeitwert, der HbA1c.

Symptome bei erhöhtem Blutzucker

Typische Symptome bei Diabetespatienten sind bei erhöhtem Blutzuckerspiegel, der sogenannten Überzuckerung oder Hyperglykämie, verstärkter Durst und häufiges Wasserlassen sowie Sehstörungen, Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen. Sehstörungen, Juckreiz und Fußprobleme können auftreten. Daneben wirken Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit und schnelle Ermattung und Müdigkeit zu den störenden Kennzeichen.
Eine schwere Hyperglykämie kann zu diabetischen Koma führen.

Symptome bei niedrigem Blutzucker

Anzeichen für Unterzuckerung oder Hypoglykämie sind ein pelziges Gefühl im Mund, Kribbeln und Nervosität, Schweißausbrüche und Heißhunger. Bei schwerem Unterzuckerung kann es zu Sprachstörungen, Sehstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
Ohne Zuckerzufuhr kann Bewusstlosigkeit eintreten, möglicherweise mit bleibenden Hirnschäden oder Todesfolge.

Es wird seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft unterschieden zwischen folgenden Diabetesformen.

Typ 1 betrifft oft Jugendliche

  • Bei Diabetes mellitus Typ 1 wird von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den Langerhansschen Inseln kein Insulin gebildet. Es entsteht ein absoluter Insulinmangel. Insulin wird benötigt, um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Wenn dieser Transportweg gestört ist, steigt der Blutzucker an, den Zellen fehlt jedoch nach wie vor Zucker für ihre Energiegewinnung. Der ständig zu hohe Blutzucker kann zu Schädigungen führen.
  • Bei Diabetes Typ 1, bei dem kein Insulin vom Körper gebildet wird, ist eine Insulintherapie unumgänglich.
  • Etwa 10 Prozent der Diabeteserkrankungen gehören zu diesem Typus. Da häufig Kinder zwischen 11 und 13 Jahren betroffen sind, wurde früher oftmals der Ausdruck juveniler Diabetes gebraucht.

Typ 2 als Zivilisationskrankheit

  • Diabetes mellitus Typ 2 wurde früher auch Altersdiabetes genannt. Bei dieser Diabetesform mit relativem Insulinmangel kann das Insulin in den Zellen nicht richtig verwertet werden. Das nennt man Insulinresistenz. Dazu kommen Unregelmäßigkeiten durch eine zu langsame Ausschüttung. Dadurch steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit zu schnell an. Der Körper versucht im Ausgleich, mehr Insulin zu produzieren. Störungen bei der Insulinproduktion sind die Folge.
  • Typ 2 tritt häufig auf in Verbindung mit Übergewicht (Adipositas) oder dem Metabolischen Syndrom, auch genannt „das tödliche Quartett“ aus Übergewicht plus Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und Diabetes mellitus. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt dabei sehr stark an. Dabei scheint nach neuesten Erkenntnissen ganz besonders das Übergewicht der entscheidende Faktor zu sein.
  • Diese Typ-2-Stoffwechselkrankheit ist die häufigste Form der Diabetes. 90 Prozent der Erkrankungen betreffen diese Form, die besonders in den Industriestaaten anzutreffen ist.

Typ 3 und 4

  • Typ 3 umfasst alle anderen spezifischen Diabetesformen außer Typ 4, den Schwangerschaftsdiabetes.

Das kann helfen bei Diabetes

Bei dem weitaus häufigsten Fall, der Typ-2-Erkrankung, sollte eine Insulintherapie vom Arzt nur dann verordnet werden, wenn zuvor alle anderen Mittel ausgeschöpft sind. Denn der Ursprung der Erkrankung ist zunächst nicht der Insulinmangel, sondern die Insulinresistenz, die bewirkt, dass das Insulin am Zielort wirkungslos bleibt. Der Insulinresistenz kann entgegengewirkt werden durch mehr Bewegung, eine vitalstoffreiche Ernährung und durch Gewichtsabnahme.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung und besonders Ausdauersport ist eine wirksame Maßnahme gegen Fettdepots. Als Faustregel gelten 150 Minuten Sport pro Woche, aufgeteilt auf drei oder fünf Tage.
Körperliche Aktivität wird nicht nur zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Die Insulinresistenz wird ebenfalls reduziert. Dadurch kann das körpereigene Insulin wieder besser wirken. Durch Bewegung wird außerdem die Glucoseaufnahme und die Verwertung in der Skelettmuskulatur verbessert. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel gesenkt werden.

Ernährung

Diätische Behandlungen mit dem doppelten Ziel der Gewichtsabnahme und der Vermeidung zu starker Schwankungen im Blutzuckerspiegel sind sehr sinnvoll. Für die Ernährung gelten dabei im Grunde genommen die gleichen Grundregeln wie für einen Nicht-Diabetiker:
Etwas über die Hälfte der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen, 10 bis 15 Prozent aus Eiweiß, 20 bis 30 Prozent aus Fett – wobei pflanzliche Fette und Omega-3-reiche Fettsäuren bevorzugt werden sollten. Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse auf den Speiseplan.
Die Kalorien aus der Fettzufuhr müssen der körperlichen Aktivität angepasst werden. Denn hier ist zwar nicht sofort ein erhöhter Blutzuckerwert die Folge, aber wenn das Übergewicht unterstützt wird, dann wird damit auch die Insulinresistenz erhöht.

Positive Berichte bei Gewichtsabnahme

Es gibt zahlreiche Krankenakten, bei denen Diabetiker-Patienten, die ihr Übergewicht auf Normalgewicht reduzieren konnten, keinerlei Medikamente mehr benötigten.

Vollkornprodukte

Vollkornprodukte lassen den Blutzucker langsamer ansteigen durch die Aufspaltung der langkettigen Zuckermoleküle. Dabei hat der reiche Ballaststoffanteil bei Vollkornprodukten eine sättigende Wirkung, was gegen die Bildung von Übergewicht hilfreich ist. Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch und frisches Obst gehören ebenfalls zu den zu bevorzugenden Lebensmitteln.

Achtung, kurzkettige Zucker

Die moderne Einstellung zu Diabetes verteufelt die kurzkettigen Zucker (Saccharose) wie beispielsweise in Haushaltszucker für Diabetiker nicht mehr komplett. In vernünftigem Umfang können diese konsumiert werden, jedoch ist es speziell bei süßen Getränken sinnvoll, solche mit Zuckeraustauschstoffen (Ersatzstoffen) zu bevorzugen, denn zuckerhaltige Getränke werden extrem schnell resorbiert. Ein sehr schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels ist die Folge.

Heilpflanzen

Der Heilpraktiker oder Arzt weist vielfach auf die positive Unterstützung bei Diabetes-Therapien durch Heilpflanzen hin.

Kürbis

Kürbis als Gemüse ist ein schmackhafter Blutzuckersenker und wirkt offenbar der Insulinresistenz entgegen. Studien forschen an der Nutzbarmachung von dem Potenzial der Erneuerung geschädigter Bauchspeicheldrüsenzellen durch Kürbiswirkstoffe. Außerdem enthält das Kürbisfleisch wenig Kalorien, viele Ballaststoffe und wertvolle Antioxidatien. Kürbiskernöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl mit essentiellen Fettsäuren.

Leinöl

Die essentiellen Fettsäuren aus Leinsamenöl sind in der Lage, Zellschädigungen durch chronisch erhöhten Blutzucker entgegenzuwirken.

Zimt

Zimtrinde vermag den Blutzucker senken und unterstützt die Insulinproduktion. Deshalb ist das Gewürz als Hausmittel bei Diabetes bekannt.

Mariendistel (Carduus intybus)

Ein natürlicher Wirkstoff zur Reduktion von Insulinresistenz ist Silymarin, das in der Mariendistel enthalten ist.

Ingwer (Zingiber officinale)

Der Namenszusatz von Ingwer „officinale“ deutet darauf hin, dass es sich um eine zugelassene Arzneipflanze handelt. Gingerole aus der vitalstoffspendenden Knolle können die Aufnahme von Glukose in die Zellen der Skelettmuskulatur unterstützen.

Artischocke (Cynara scolymus)

Die Wirkstoffe aus der Artischocke können den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen. Im Handel gibt es zahlreiche Fertigpräparate, die sich der Naturheilkraft aus der Artischocke bedienen.

Wegwarte (Cichorium intybus)

Regulierend auf den Zuckerstoffwechsel und ebenso auf die Leber wirken die Bitterstoffe der Wegwarte.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Hamamelis (Zaubernuss)

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Zauberhaft duftende Zaubernuss

Hamamelis ist die lateinische Bezeichnung für Zaubernuss, ein stark duftend blühender Strauch aus der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae). Hamamelis ist auf der Nordhalbkugel beheimatet.

Die Heilpflanze

Als Heilpflanze wird die Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana) genutzt. Sie besitzt astringierende (zusammenziehende) und Juckreiz stillende Eigenschaften. Auch sagt man ihr eine blutstillende und entzündungshemmende Wirkung zu. Daher kann sie laut der Kommission E bei Hautverletzungen, entzündlichen Hautreizungen, Schleimhautentzündung, Krampfadern und Hämorrhoiden im Anfangsstadium verwendet werden. Die Volksmedizin wendet Hamamelis auch innerlich bei Durchfallerkrankungen an.

Innerliche und äußerliche Anwendungen

Es gibt positive Erfahrungen mit der Anwendung von Hamamelis bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Analfissuren und Entzündungen im Genitalbereich. Auch wenn die wissenschaftlichen Belege ausstehen, ist ein traditionelles Wissen um diese hilfreichen Verwendungen vorhanden. Äußerlich soll Hamamelis bei Venenproblemen wie Besenreiser oder Krampfadern helfen. Vor allem in der Homöopathie wird frische Hamamelisrinde für die Therapie venöser Gefäße oder Erkrankungen der Haut eingesetzt. Innerlich sollen Rinde und Blätter bei Bakterienruhr helfen.

Inhaltstoffe

Genutzt werden Hamamelisrinde und die Pflanzenblätter. Die Rinde enthält mehr Gerbstoffe als die Blätter (8 bis 12 Prozent, unter anderem das Hamamelitannin). Ätherisches Öl und Ellagitannin sowie Catechingstoffe sind außerdem Inhaltsstoffe der Rinde.

Die Blätter enthalten 3 bis 8 Prozent Gerbstoffe, insbesondere Catechingerbstoffe und etwas Gallootannin. Ebefalls enthalten sind ätherische Öle (bis zu 0,5 Prozent), Flavonoide, Kaffeesäurenderivate und Proanthocyanidine.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Borretschöl

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borretsch
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Naturheilmittel durch ungesättigte Fettsäuren

Borretsch (Borago officinalis), manchmal auch Boretsch geschrieben, ist seit der Antike als Gewürz- und Heilpflanze bekannt. Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und wird seit dem Mittelalter in Mitteleuropa kultiviert. In vielen Kräutergärten erkennt man den Borretsch leicht an seinen zarten, blauen, sternförmigen Blüten. Es existiert auch eine Kulturform mit weißen Blüten. Borretsch wird aufgrund des Geschmacks der Blüten und pelzigen Blätter auch als Gurkenkraut bezeichnet.

Das Borretschsamenöl (Boraglia officinalis oleum raffinatum), meist abgekürzt als Borretschöl, enthält Fettsäureglycerine mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, insbesondere die wertvolle Gamma-Linolensäure. Das Öl wird als Naturheilmittel bei atopischen Ekzemen (Neurodermitis) verwendet.

Das Öl mit dem höchsten Anteil an Gamma-Linolensäure

Die etwa drei Millimeter großen, dunklen Borretschsamen enthalten zwischen 25 und 38 Prozent Öl. Das Borretschöl besitzt den höchsten bekannten Anteil an wertvoller Gamma-Linolensäure (bis zu 28 Prozent), mehr als Nachtkerzenöl (enthält 8 bis 10 Prozent Gamma-Linolensäure). Außerdem sind enthalten Linolsäure (35 bis 38 Prozent), Ölsäure (etwa 10 Prozent), Palmitinsäure, Gadoleinsäure, Stearinsäure, Erucasäure, Nervonsäure sowie jeweils unter einem Prozent Arachinsäure, Behensäure, Palmitoleinsäure, Vaccensäure, Myristinsäure, Eicosadiensäure und Alpha-Linolensäure.

Anwendungsbereiche von Borretschöl

Das gehaltvolle Öl der Borretschsamen besitzt eine einzigartige natürliche Wirkungskraft bei Hautproblemen. Es hat hautregenierende Eigenschaften, es strafft und regt die Tätigkeit der Hautzellen an. Dadurch fühlt sich die Haut elastisch und verjüngt an. Das Öl wirkt entzündungshemmend und regulierend auf die Talgdrüsenproduktion.

Trockene Haut und Juckreiz

Bei allen Anwendungen gegen trockene Haut ist Borretschöl überaus wohltuend und effektiv. Der Juckreiz wird gemildert, schuppige Hautstellen und Rötungen gehen zurück und das Hautbild verbessert sich. Der Effekt wird hauptsächlich durch die Gamma-Linolensäure erreicht, die verhindert, dass die Haut zu viel Feuchtigkeit verliert und austrocknet. Auch eine innerliche Anwendung kann therapeutisch sinnvoll sein. Naturheilkundeexperte Urs Buergi weist darauf hin, dass mit zunehmendem Alter weniger Gamma-Linolensäure vom Körper produziert wird.

Neurodermitis, Orangenhaut und Akne

Bei Neurodermitis (atopische Dermatitis, atopisches Ekzem) kann das pflanzliche Öl in vielen Fällen eine natürliche Alternative zu Cortisonsalben darstellen (vgl. Carstens-Stiftung, Abstract zu Studie 2013, Meldung vom 01.05.2013). Die Darreichungsformen variieren von Salben, Lotionen und Cremes bis hin zur Einnahme von Borretschölkapseln. Entscheidend für die medizinische Wirksamkeit ist die hohe Konzentration der mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren Linolsäure und Gamma-Linolensäure. Beides sind Vorstufen der Arachindonsäure, aus der entzündungshemmende körpereigene Stoffe gebildet werden können. Beide Fettsäuren beschleunigen außerdem die Reifung von T-Lymphozyten in der Immunabwehr und reduzieren die Bildung von entzündungsauslösenden Antikörpern. Man vermutet, dass die Gamma-Linolensäure einen Enzymdefekt bei Neurodermitis, den sogenannten Desaturase-Defekt, ausgleichen kann. Wenn das Schlüsselenzym im Fettstoffwechsel fehlt, das die Verlängerung der essentiellen Fettsäuren bewirkt, kann es zu Entzündungen kommen. Die essentielle Fettsäure Gamma-Linolensäure vermindert nachweislich Entzündungsreaktionen.

In jedem Falle sollten Kuren mit dem Arzt abgestimmt werden. Es wird nicht empfohlen, bestehende Therapien ohne Absprache abzubrechen und durch andere Mittel zu ersetzen. Cellulite, im Volksmund Orangenhaut genannt, ist ebenso ein Einsatzgebiet wie Akne und jede Form von trockener Haut.

Prämenstruelle Unterleibschmerzen

Weiterhin soll Borretschöl auch beim Prämenstruellen Syndrom PMS in den Tagen vor der Periode gegen Unterleibschmerzen geholfen haben.

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