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Immer mehr Exoten-Mücken in Europa

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Mücken werden aggressiver

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Insektenstiche aggressiver einstufen, als noch vor einigen Jahren? Dann ist Ihr Gefühl absolut richtig!

Ungewohntes Insektengift

Schuld daran sind eingewanderte Exoten, deren Gift unsere Haut noch nicht gewohnt ist. Der Körper reagiert auf die fremden Eiweiße mit einer heftigen Immunreaktion und ausgedehnten Schwellungen und Entzündungen. Wer am Stich kratzt, öffnet die mit Lymphe gefüllten Blase. Die Lymphe tritt auf die Haut aus und trocknet dort klebrig an: Ein idealer Nährboden für Bakterien wie Streptokokken. Dadurch kommt zur Entzündung noch eine Wundinfektion hinzu.

Pestizide und Insektizide

Die auf den Feldern ausgebrachten Pestizide und Insektizide, die in den letzten Jahren gegen Insekten eingesetzt wurden, spritzen die Mücken nun wieder zurück. Menschen, die zuvor noch niemals auf Insektenstiche reagiert haben, bekommen heftige und schmerzhafte Schwellungen. Da die Ärzte nicht wissen, um welches Gift es sich handelt, können sie bei Infektionen nur auf Antibiotikum zurückgreifen.

Exoten aus Asien

Die Mücken sehen auch anders aus als früher. Sie sind größer, gefärbt und gemustert, mit längeren Saugrüsseln. In Deutschland siedeln sich immer neue Mückenarten an. Mit dem Klimawandel, dem globalisierten Handel und den vielen Fernreisenden dringen immer mehr Exoten-Mücken nach Mitteleuropa vor. Die beheimatete gemeine Hausmücke (Culex pipiens) hat längst Konkurrenz aus Asien bekommen. Nicht nur die Asiatische Tigermücke wurde bei uns bereits gesichtet, seit 2008 taucht auch die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) in Süddeutschland, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf. Sie wurde als erste exotische Stechmücke in den Katalog der heimischen Arten in Deutschland aufgenommen.

„Die Asiatische Buschmücke hat sich inzwischen in Deutschland etabliert.
Wir sind uns sicher, dass sie hier überwintert.“

(Insektenforscher H. Kampen, Friedrich-Loeffler-Institut, Riems)

Forschung

Im Sicherheitslabor des Friedrich-Loeffler-Instituts nehmen die Wissenschaftler die Asiatische Buschmücke wie auch heimische Mückenarten jetzt genauer ins Visier. Bei 70% Luftfeuchtigkeit und 24 Grad Raumtemperatur werden ganze Populationen gezüchtet. Infektionsversuche sollen das Übertragungspotenzial von Krankheiten erforschen. Die Mücke selbst ist dabei nur ein Zwischenwirt, die am Virus selbst nicht erkranken kann.

Heimische Viren

Auch unsere einheimischen Stechmücken übertragen Viren. An diese Gifte haben sich unser Organismen jedoch gewöhnt: Z.B. das Sindbis-Virus, das Tahyna-Virus oder das Batai-Virus sind in der Regel nicht schwerwiegend und gehen meist mit leichten Symptomen einer Sommergrippe einher.

Fremde Krankheitserreger

Die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) steht im Verdacht möglicherweise bislang in Deutschland nicht auftretende Krankheiten zu übertragen. Man erkennt die Asiatische Buschmücke an den geringelten Mustern an den Beinen.

1. West-Nil-Fieber
2. Dengue-Fieber
3. Chikungunya-Fieber

So können auch Mückenstiche in Zukunft ein Fall für den Arzt werden. Wie lange wirken dann noch die Antibiotika, die über so lange Zeit so großzügig eingesetzt worden sind?

Wir sollten uns nach Alternativen umschauen und uns auf die antibiotischen Kräfte von Naturheilmitteln besinnen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Omas Hausmittel gegen Mückenstiche

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Juckreiz bei Insektenstichen

Blut saugende Mückenweibchen geben ihren Speichel in die Stichwunde, um das Blut am Gerinnen zu hindern. Dieses Gift betäubt außerdem die Stelle, damit das Opfer nichts vom Stich merkt. Die Substanzen im Speichel sorgen für eine Entzündung und lassen das Gewebshormon Histamin aktiv werden. Das Gewebe rund um den Stich schwillt an, errötet und reizt die umliegenden Nerven. Das führt zu Juckreiz.

Hausmittel lindern Symptome

Es gibt eine Vielzahl an natürlichen Hausmitteln, die die Symptome von Mückenstichen lindern. Es gilt die Regel: Je früher das Mittel aufgetragen wirkt, desto besser wirkt es, weil das Speichelsekret der Mücke dann nicht so weit ins Gewebe eindringen kann.

1. Zitronensaft:
Zitronensaft wirkt entzündungshemmend und verhindert Schwellungen, wenn es sofort nach dem Einstich aufgetragen wird. Schnelligkeit ist also gefragt. Einfach eine Scheibe von der Zitrone abschneiden und einige Minuten auf den Stich legen. Neben dem Gift zerstörenden Effekt der Säure hat die Zitronenscheibe auch eine kühlende Wirkung.

2. Zwiebeln:
Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich. Der Schwefel im Zwiebelsaft wirkt antibakteriell, desinfiziert, lindert den Juckreiz nach Insektenstichen und kann Schwellungen mindern.

3. Tomate:
Eine wohltuende kühlende Wirkung hat der Saft der Tomate. Dazu einfach eine Tomate aufschneiden und bisschen Saft in die Wunde träufeln und eine Tomatenhälfte draufpressen. Zur Vorbeugung schwören manche Menschen darauf, sich mit feuchten Händen frische Tomatenblättern auf die Haut ab reiben. Frische Tomatenzweige im Schlafzimmer sollen ebenfalls die Insekten abhalten.

4. Zahnpasta (gekühlt im Kühlschrank):
Zur Abschwellung der entzündeten Stelle und zur Linderung des Juckreizes Zahnpasta auf die Haut auftragen.

5. Spitzwegerich:
Blatt zwischen den Fingern verreiben und den Saft dann auf den Stich drücken. Der Wirkstoff des Spitzwegerichs hilft sofort gegen Juckreiz und Schwellung nach einem Mückenstich.

6. Kartoffel:
Eine Scheibe von einer Kartoffel abschneiden und auf den Mückenstich legen. Eine selbst gemachte Heilpaste kann aus fein geriebener Kartoffel, fein geriebener Zwiebel und etwas Essig hergestellt werden. Bis zum Einsatz im Kühlschrank aufbewahren.

7. Kohl:
Bei größeren Schwellungen haben sich zerquetschte Kohlblätter als Breiumschlag bewährt. Blätter zerstampfen oder mixen und mit einer Binde oder einem Tuch auf der Haut fixieren.

Mit Hitze kann man die Giftstoffe direkt zerstören. In der Spucke der Stechmücken ist ein Gift, das aus Eiweiß besteht. Hitze. Bei Temperaturen von über 45 Grad werden diese Proteine zerstört. Ein heißes Feuerzeug oder einen erhitzen Metallgegenstand kann das Gift neutralisieren, wenn es kurz auf den Einstich gedrückt wird. Zu heiß dürfen das Feuerzeug oder die alternativen Hitzequellen allerdings nicht sein, da es sonst zu Verbrennungen kommen kann. Die Hitze-Methoden sind also mit Vorsicht zu genießen.

1. Heißer Metallgegenstand (Löffel, Feuerzeug, etc.)

2. In heißem Wasser getränkte Watte oder Handtuch

3. Ein Tropfen heißes Wachs (Kerze)

Von der Methode mit der Glut einer brennenden Zigarette, die so dicht wie möglich an die Einstichstelle halten wird, raten wir ab. Verbrennungen können zu leicht entstehen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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