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Was steckt hinter dem Hype „Gurkenwasser“?

gurkenwasser
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Gurkenwasser – Fitness-Trend aus den USA

Zur Gewichtsreduktion muss man mehr Kalorien verbrennen als man zu sich nimmt. Außerdem sollte man viel trinken, und zwar am besten Wasser. Das füllt nicht nur den Magen, sondern hilft auch dabei, Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen. Das sogenannte „Cucumber Infused Water“ ist ein Trend aus den USA und regt die Fettverbrennung an.

Einfaches Rezept

Hinter Gurkenwasser verbirgt sich ein einfaches Rezept aus Leitungs- oder Mineralwasser und frischen Gurkenscheiben. Das Aroma ist also zu 100 Prozent natürlich. Mindestens zwei Stunden sollte man die Gurkenscheiben im Wasser ziehen lassen, über Nacht wird der Geschmack noch intensiver.

Gesunde Inhaltsstoffe

Gurkenwasser eignet sich noch besser als pures Wasser zum Abnehmen. In Gurken stecken jede Menge gesunder Vitalstoffe wie Vitamin B, C und K, Eisen und Kalium. Und 100 Gramm Gurke haben gerade mal 12 Kalorien. Die enthaltene Kieselsäure verhilft zu schöner Haut und gesunden Haaren. Wertvolle Antioxidantien wirken entzündungshemmend und schützen das Herz-Kreislauf-System. Als basisches Getränk wirkt Gurkenwasser der Übersäuerung entgegen und eignet sich auch für den Sport, da es isotonisch ist.

Rezept für Gurkenwasser
  • Ca. ½ BIO-Gurke waschen (nicht schälen) und in Scheiben schneiden
  • Mit 2 Liter lauwarmem Wasser aufgießen
  • Im Kühlschrank ziehen lassen (mind. 2 Std.)
  • Direkt aus dem Kühlschrank besonders erfrischend

TIPP: Nicht länger als 2 Tage aufbewahren

Geschmack intensivieren!

Kombinieren Sie Ihr Gurkenwasser je nach individuellem Geschmack mit:

So wirkt Gurkenwasser am besten!

Trinken Sie über den Tag verteilt zwei bis drei Liter Gurkenwasser und ernähren Sie sich gesund.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Diabetes (Zuckerkrankheit)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Diabetes?

Diabetes mellitus wird auch die Zuckerkrankheit genannt. Bei dieser Stoffwechselstörung kann Zucker vom Körper nicht richtig verarbeitet werden. Deshalb ist die Glukosekonzentration im Blutspiegel ständig erhöht. Entscheidend für die Zuckerverwertung ist das Hormon Insulin, das in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird.

Schäden vorprogrammiert

Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht gerät, sind Schäden am Gefäßsystem vorprogrammiert. Das kann die Augen betreffen, das Herz, die Nieren, die Nerven und die Füße.

Ständige Achtsamkeit

Jeder Diabetespatient achtet sehr genau auf seine Blutzuckerwerte (BZ), also den Zuckergehalt im Blut. Er wird gemessen in mg/dl oder mmol/l. Gerade bei der Typ 2-Erkrankung zeigen sich oftmals lange keine Symptome, bis plötzlich der Blutzuckerspiegel einen kritischen Wert erreicht.

Ist der Blutzucker noch normal?

Ab den folgenden Normwerten spricht man von krankhaften Werten: nüchtern 126 mg/dl, zu jeder anderen Zeit über 200 mg/dl. Ein weiterer wichtiger Wert ist der Blutzucker-Langzeitwert, der HbA1c.

Symptome bei erhöhtem Blutzucker

Typische Symptome bei Diabetespatienten sind bei erhöhtem Blutzuckerspiegel, der sogenannten Überzuckerung oder Hyperglykämie, verstärkter Durst und häufiges Wasserlassen sowie Sehstörungen, Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen. Sehstörungen, Juckreiz und Fußprobleme können auftreten. Daneben wirken Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit und schnelle Ermattung und Müdigkeit zu den störenden Kennzeichen.
Eine schwere Hyperglykämie kann zu diabetischen Koma führen.

Symptome bei niedrigem Blutzucker

Anzeichen für Unterzuckerung oder Hypoglykämie sind ein pelziges Gefühl im Mund, Kribbeln und Nervosität, Schweißausbrüche und Heißhunger. Bei schwerem Unterzuckerung kann es zu Sprachstörungen, Sehstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
Ohne Zuckerzufuhr kann Bewusstlosigkeit eintreten, möglicherweise mit bleibenden Hirnschäden oder Todesfolge.

Es wird seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft unterschieden zwischen folgenden Diabetesformen.

Typ 1 betrifft oft Jugendliche

  • Bei Diabetes mellitus Typ 1 wird von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den Langerhansschen Inseln kein Insulin gebildet. Es entsteht ein absoluter Insulinmangel. Insulin wird benötigt, um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Wenn dieser Transportweg gestört ist, steigt der Blutzucker an, den Zellen fehlt jedoch nach wie vor Zucker für ihre Energiegewinnung. Der ständig zu hohe Blutzucker kann zu Schädigungen führen.
  • Bei Diabetes Typ 1, bei dem kein Insulin vom Körper gebildet wird, ist eine Insulintherapie unumgänglich.
  • Etwa 10 Prozent der Diabeteserkrankungen gehören zu diesem Typus. Da häufig Kinder zwischen 11 und 13 Jahren betroffen sind, wurde früher oftmals der Ausdruck juveniler Diabetes gebraucht.

Typ 2 als Zivilisationskrankheit

  • Diabetes mellitus Typ 2 wurde früher auch Altersdiabetes genannt. Bei dieser Diabetesform mit relativem Insulinmangel kann das Insulin in den Zellen nicht richtig verwertet werden. Das nennt man Insulinresistenz. Dazu kommen Unregelmäßigkeiten durch eine zu langsame Ausschüttung. Dadurch steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit zu schnell an. Der Körper versucht im Ausgleich, mehr Insulin zu produzieren. Störungen bei der Insulinproduktion sind die Folge.
  • Typ 2 tritt häufig auf in Verbindung mit Übergewicht (Adipositas) oder dem Metabolischen Syndrom, auch genannt „das tödliche Quartett“ aus Übergewicht plus Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und Diabetes mellitus. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt dabei sehr stark an. Dabei scheint nach neuesten Erkenntnissen ganz besonders das Übergewicht der entscheidende Faktor zu sein.
  • Diese Typ-2-Stoffwechselkrankheit ist die häufigste Form der Diabetes. 90 Prozent der Erkrankungen betreffen diese Form, die besonders in den Industriestaaten anzutreffen ist.

Typ 3 und 4

  • Typ 3 umfasst alle anderen spezifischen Diabetesformen außer Typ 4, den Schwangerschaftsdiabetes.

Das kann helfen bei Diabetes

Bei dem weitaus häufigsten Fall, der Typ-2-Erkrankung, sollte eine Insulintherapie vom Arzt nur dann verordnet werden, wenn zuvor alle anderen Mittel ausgeschöpft sind. Denn der Ursprung der Erkrankung ist zunächst nicht der Insulinmangel, sondern die Insulinresistenz, die bewirkt, dass das Insulin am Zielort wirkungslos bleibt. Der Insulinresistenz kann entgegengewirkt werden durch mehr Bewegung, eine vitalstoffreiche Ernährung und durch Gewichtsabnahme.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung und besonders Ausdauersport ist eine wirksame Maßnahme gegen Fettdepots. Als Faustregel gelten 150 Minuten Sport pro Woche, aufgeteilt auf drei oder fünf Tage.
Körperliche Aktivität wird nicht nur zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Die Insulinresistenz wird ebenfalls reduziert. Dadurch kann das körpereigene Insulin wieder besser wirken. Durch Bewegung wird außerdem die Glucoseaufnahme und die Verwertung in der Skelettmuskulatur verbessert. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel gesenkt werden.

Ernährung

Diätische Behandlungen mit dem doppelten Ziel der Gewichtsabnahme und der Vermeidung zu starker Schwankungen im Blutzuckerspiegel sind sehr sinnvoll. Für die Ernährung gelten dabei im Grunde genommen die gleichen Grundregeln wie für einen Nicht-Diabetiker:
Etwas über die Hälfte der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen, 10 bis 15 Prozent aus Eiweiß, 20 bis 30 Prozent aus Fett – wobei pflanzliche Fette und Omega-3-reiche Fettsäuren bevorzugt werden sollten. Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse auf den Speiseplan.
Die Kalorien aus der Fettzufuhr müssen der körperlichen Aktivität angepasst werden. Denn hier ist zwar nicht sofort ein erhöhter Blutzuckerwert die Folge, aber wenn das Übergewicht unterstützt wird, dann wird damit auch die Insulinresistenz erhöht.

Positive Berichte bei Gewichtsabnahme

Es gibt zahlreiche Krankenakten, bei denen Diabetiker-Patienten, die ihr Übergewicht auf Normalgewicht reduzieren konnten, keinerlei Medikamente mehr benötigten.

Vollkornprodukte

Vollkornprodukte lassen den Blutzucker langsamer ansteigen durch die Aufspaltung der langkettigen Zuckermoleküle. Dabei hat der reiche Ballaststoffanteil bei Vollkornprodukten eine sättigende Wirkung, was gegen die Bildung von Übergewicht hilfreich ist. Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch und frisches Obst gehören ebenfalls zu den zu bevorzugenden Lebensmitteln.

Achtung, kurzkettige Zucker

Die moderne Einstellung zu Diabetes verteufelt die kurzkettigen Zucker (Saccharose) wie beispielsweise in Haushaltszucker für Diabetiker nicht mehr komplett. In vernünftigem Umfang können diese konsumiert werden, jedoch ist es speziell bei süßen Getränken sinnvoll, solche mit Zuckeraustauschstoffen (Ersatzstoffen) zu bevorzugen, denn zuckerhaltige Getränke werden extrem schnell resorbiert. Ein sehr schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels ist die Folge.

Heilpflanzen

Der Heilpraktiker oder Arzt weist vielfach auf die positive Unterstützung bei Diabetes-Therapien durch Heilpflanzen hin.

Kürbis

Kürbis als Gemüse ist ein schmackhafter Blutzuckersenker und wirkt offenbar der Insulinresistenz entgegen. Studien forschen an der Nutzbarmachung von dem Potenzial der Erneuerung geschädigter Bauchspeicheldrüsenzellen durch Kürbiswirkstoffe. Außerdem enthält das Kürbisfleisch wenig Kalorien, viele Ballaststoffe und wertvolle Antioxidatien. Kürbiskernöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl mit essentiellen Fettsäuren.

Leinöl

Die essentiellen Fettsäuren aus Leinsamenöl sind in der Lage, Zellschädigungen durch chronisch erhöhten Blutzucker entgegenzuwirken.

Zimt

Zimtrinde vermag den Blutzucker senken und unterstützt die Insulinproduktion. Deshalb ist das Gewürz als Hausmittel bei Diabetes bekannt.

Mariendistel (Carduus intybus)

Ein natürlicher Wirkstoff zur Reduktion von Insulinresistenz ist Silymarin, das in der Mariendistel enthalten ist.

Ingwer (Zingiber officinale)

Der Namenszusatz von Ingwer „officinale“ deutet darauf hin, dass es sich um eine zugelassene Arzneipflanze handelt. Gingerole aus der vitalstoffspendenden Knolle können die Aufnahme von Glukose in die Zellen der Skelettmuskulatur unterstützen.

Artischocke (Cynara scolymus)

Die Wirkstoffe aus der Artischocke können den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen. Im Handel gibt es zahlreiche Fertigpräparate, die sich der Naturheilkraft aus der Artischocke bedienen.

Wegwarte (Cichorium intybus)

Regulierend auf den Zuckerstoffwechsel und ebenso auf die Leber wirken die Bitterstoffe der Wegwarte.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Natürliche Mittel gegen Verdauungsbeschwerden

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Ob Darmgrippe, Norovirus-Infektion oder Magenverstimmung – Heilpflanzen wie Ingwer, Lakritz und Pfefferminz können viele Beschwerden lindern. Probiotika in Form von Joghurt und andere fermentierte Lebensmittel sind ebenso hilfreich.

Ingwer

Ingwer unterstützt die Verdauung auf ganz natürliche Weise. Er beruhigt bei Übelkeit, kann Reisekrankheit lindern und bei Schwangerschaftserbrechen Erleichterung verschaffen. Ingwerwurzeln können roh, getrocknet oder als Tee konsumiert werden. Es werden auch Ingwerkapseln und Kautabletten angeboten. Achten Sie jedoch hier auf das BIO-Siegel.

Lakritz

Die Lakritz-Wurzel ist bekannt für ihre antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Als Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden wirkt sie leicht abführend. Kaufen können Sie die Lakritz-Wurzel in Spezialgeschäften. Als Tee oder zuckerreduziertes Bonbon wirkt Lakritze jedoch auch.

Joghurt

Bei Magenverstimmungen können die guten Bakterien im Joghurt helfen. Achten Sie beim Einkauf jedoch auf Natur-Joghurt mit lebendigen Kulturen. Gezuckerte oder aromatisierte Sorten enthalten oft nicht genug Probiotika, um überhaupt wirksam zu sein. Nehmen Sie täglich Joghurt zu sich und stärken Sie so Ihre Immunabwehr und Ihre Verdauung.

Beruhigende Tees

Bei akuten Verdauungsbeschwerden  sind warme Tees aus Pfefferminze und Kamille hilfreich. Pfefferminze löst Verkrampfungen, befreit von Blähungen und mindert Übelkeit und Brechreiz. Kamille wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und die Nerven. Sie kann auch zu besserem Schlaf verhelfen. Bei Durchfall-Erkrankungen helfen die Tannine im schwarzen Tee.

Kümmel

Dieses Gewürz ist auch eine effektive Heilpflanze. Zur Förderung einer gesunden Verdauung kann Kümmel bei Darmkrämpfen, Fettverdauungs-Problemen, Koliken, Magenkrämpfen und Völlegefühl eingesetzt werden. Die häufigste Art, Kümmel als Heilpflanze anzuwenden ist der Tee. Aber es existieren auch Tinkturen oder Pulver zum Einnehmen. Die Samen können auch einfach gekaut oder in der Küche als verdauungsförderndes Gewürz angewendet werden.

BRAT-Diät

Bei Beschwerden mit der Verdauung sollte die Nahrung reduziert werden, damit der Darm nicht zusätzlich belastet wird. Ein altes Hausmittel ist die BRAT-Diät: Bananen, Reis, Apfelmus und Toast. Diese leichte Mahlzeit fördert die Verdauung ohne zu belasten. Bei dem Weizen im Toastbrot scheiden sich die Geister. Es wird empfohlen ihn durch weißen Reis in Bio-Qualität zu ersetzen. Vollkorn-Naturreis ist in diesem Falle nicht so gut, weil er etwas schwer verdaulich ist.

Geriebener Apfel

Ebenfalls ein Hausmittel aus Omas Zeiten ist der geriebene Apfel. Um die Schadstofflast im Körper zu reduzieren ist es ratsam, möglichst sauberes Essen zu sich zu nehmen. Frische Bio-Äpfel, roh gerieben und ohne Zugabe von Zucker, ist eine sehr gut verdauliche kleine Mahlzeit.

Stampfkartoffeln

Kartoffeln enthalten viele darmgesunde Ballaststoffe. Gekochte und zerstampfte Kartoffeln können deshalb bei Verdauungsbeschwerden helfen.

Viel Flüssigkeit

Das A und O bei Verdauungsbeschwerden ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Durch Erbrechen und Durchfall verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit, die durch warme Getränke, verdünnte Fruchtsäfte, Gemüsesuppe oder Brühe ersetzt werden sollte.

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Pillen gegen Sodbrennen: Vorsicht Nebenwirkungen!

sodbrennen
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Brennender Schmerz in der Brust

Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Leiden. Fast jeder hat diesen brennenden Schmerz schon einmal erlebt. Ist er nicht chronisch, besteht meist kein Grund zur Besorgnis: Der Schmerz geht von alleine weg oder man greift zu Medikamenten. „Schnelle Abhilfe“ versprechen viele Tabletten gegen Sodbrennen – doch wer sie nutzt, bekämpft nur die Symptome und muss mit dutzenden, unangenehmen Nebenwirkungen rechnen.

Ein lohnendes Geschäft

Dort, wo eine ungesunde Ernährung verbreitet ist, leiden auch die meisten Menschen an Sodbrennen. Im Jahr 2013 griffen 15 Mio. Amerikaner zu Mitteln gegen Sodbrennen. Ein lohnendes Geschäft für die Pharmaindustrie. Mehr als 10 Mrd. Dollar gaben die leidgeplagten Amerikaner für sogenannte Protonenpumpenhemmer (PPI) wie Nexium, Prevacid und Prilosec aus.

Sodbrennen in Verbindung mit Nierenerkrankung

Der Epidemiologe Morgan Grams von der Johns Hopkins Bloomberg School of Health veröffentlichte eine Studie im Fachmagazin JAMA Internal Medicine. Dort führt er aus, dass Protonenpumpenhemmer (PPI) die Wahrscheinlichkeit einer Nierenerkrankung beträchtlich erhöhen. Chronische Nierenerkrankungen konnte er zwar nicht abschließend mit Protonenpumpenhemmern in Verbindung bringen, aber er äußerte ernste Besorgnis und forderte weitere Forschung in dieser Richtung.

Grundlage seiner Studie waren insgesamt 250.000 Personen in zwei Gruppen:

Gruppe 1
10.482 Menschen (322 davon nahmen Medikamente gegen Sodbrennen)
Geschätztes absolutes Risiko einer chronischen Nierenerkrankung:

  • Probanden mit Medikament: 11,8 %
  • Probanden ohne Medikament: 8,5 %

Gruppe 2
248.751 Menschen (16.900 davon nahmen Medikamente gegen Sodbrennen)
Geschätztes absolutes Risiko einer chronischen Nierenerkrankung:

  • Probanden mit Medikament: 15,6 %
  • Probanden ohne Medikament: 13,9 %
Weitere Nebenwirkungen

Schon der Verdacht, dass Protonenpumpenhemmer die Nieren schädigen könnten, ist eigentlich ein ausreichender Grund auf diese Medikamente zu verzichten. Leider kommen weitere Verdachtsmomente hinzu:

  • 16 % höheres Herzinfarktrisiko bei Reflux-Patienten, die ihr Leiden mit PPI behandelten. (Universität Stanford)
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche. Seit 2010 muss jede Verpackung von rezeptpflichtigen oder frei verkäuflichen Protonenpumpenhemmern einen Aufdruck tragen, der vor dem Risiko warnt, dass es zu Brüchen kommen kann.
  • Erhöhte Infektanfälligkeit: PPI unterbindet die Magensäure und verhindert somit die natürliche Absorption von Vitaminen. Das Risiko von Infektionen steigt.
Sodbrennen natürlich behandeln 

Hier ein paar einfache Tricks, um Sodbrennen auch ohne Medikamente und Nebenwirkungen loszuwerden:

  • Aloe-Saft vor dem Essen trinken
  • Ingwer-Tee dient als Puffer gegen die Säure
  • Kamillentee vor dem Schlafengehen (verhindert das Aufstoßen der Säure beim Liegen)
Hinweis

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Krebsursache: Gene oder Lebensstil?

krebspraevention
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Wie entstehen Krebserkrankungen?

Sicherlich sind Sie beim Arzt schon gefragt worden, ob es in Ihrer Familie Krebserkrankungen gibt. Wenn die Gene dafür vorhanden sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit für Sie größer auch an Krebs zu erkranken. Richtig? Ist eine Krebserkrankung einfach nur Pech? Eine zufällige Mutation, die jeden treffen kann?

Neueste Forschungen

Im Dezember 2015 veröffentlichte das Fachjournal Nature eine neue Studie zu diesem Thema: Substantial contribution of extrinsic risk factors to cancer development (Wesentliche Beiträge extrinsischer Risikofaktoren bei der Krebsentwicklung). Bislang ging die schulmedizinische Meinung davon aus, dass es „eine enge Korrelation zwischen gewebespezifischen Krebsrisiken und der Gesamtzahl der gewebespezifischen Stammzellteilungen“ gibt. Also ein Zusammenhang zwischen dem individuellem Risiko an Krebs zu erkranken und der individuellen Fähigkeit Stammzellen zu bilden. Die Forscher dieser Studie gehen jedoch davon aus, dass wesentlich mehr Aspekte als die genetische Disposition beim Ausbruch von Krebs eine Rolle spielen.

„Die Rate der durch intrinsische Prozesse ausgelösten Häufigkeit endogener Mutationen reicht nicht aus, um die beobachteten Krebsrisiken ausreichend zu erklären.“
(Nature, Substantial contribution of extrinsic risk factors to cancer development)

Die Vorbeugung

Die Schulmedizin tritt immer dann in Aktion, wenn eine Krankheit ausgebrochen ist. Die Naturmedizin setzt auf Prävention durch ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein und gesunde Lebensführung. Bei der Vorbeugung von Krebs kommen dem Verzicht aufs Rauchen und dem gesunden Essen eine große Bedeutung zu. Laut der Erkenntnisse dieser Studie könnten 90 Prozent aller Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindert werden.

„Das Krebsrisiko wird in hohem Maße durch extrinsische Faktoren beeinflusst. Diese Erkenntnisse sind für die strategische Entwicklung der Krebsvorbeugung, der Forschung und die öffentliche Gesundheit von großer Bedeutung.“
(Nature, Substantial contribution of extrinsic risk factors to cancer development)

Krebs und DNS

„Krebs wird nicht allein durch genetische Faktoren ausgelöst.“
(Nature, Substantial contribution of extrinsic risk factors to cancer development)

Die staatlich finanzierten Forschungseinrichtung Cancer Research UK untersucht in Großbritannien die äußeren und inneren Faktoren von Krebserkrankungen. Nur sehr wenige Krebsarten sind in unserem Erbgut angelegt. Die meisten seien vermeidbar, wenn die Menschen bereit wären, ihre Lebensweise grundlegend zu verändern.

Der gesunde Lebensstil 

Laut den Erkenntnissen von Dr. Emma Smith, Cancer Research UK, könnten durch einen gesunden Lebensstil 4 von 5 Krebserkrankungen vermeiden lassen. Zu einer gesunden Lebensführung gehört ihrer Meinung nach:

Obwohl kein Mensch selbst entscheiden kann, in welcher Umgebung er aufwächst und welchen Umwelt- und Arbeitsbedingungen er ausgesetzt ist oder in welche familiäre Situation er gerät, so gibt es dennoch viele Möglichkeiten das Risiko an Krebs zu erkranken zu minimieren.

Verringern Sie Ihr Krebsrisiko 
  • Verzichten Sie aufs Rauchen: Im Tabakrauch befinden sich mehr als 250 krebserregende Substanzen, wie Arsen, Vinylchlorid, Nickel und Formaldehyd. (National Cancer Institute, USA) Krebserkrankungen in Mund, Kehle, Magen, Leber und Enddarm stehen in Verdacht durch das Rauchen ausgelöst werden zu können.
  • Bewegen Sie sich mehr: Der Verzehr gesunder Nahrungsmittel führt nur in Verbindung mit Sport zu einer Gewichtsreduktion. 10 verschiedene Krebsarten stehen in Verdacht durch Übergewicht ausgelöst werden zu können. Diese Arten befallen Organe und Körperregionen wie Leber, Eierstöcke, Darm, Speiseröhre oder Brust.
  • Vermeiden Sie industriell hergestellte oder verarbeitete Nahrungsmittel: Die Farbstoffe für besseres Aussehen und die Chemikalien für eine längere Haltbarkeit schaden unserer Gesundheit ebenso wie Geschmacksverstärker.
  • Reduzieren Sie „rotes Fleisch“:  Es steht im Verdacht, Krebs auszulösen IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung, Lyon, eine Einrichtung der WHO.
  • Essen Sie öfter scharf und geben Sie Gewürzen wie Cayennepfeffer oder Ingwer einen festen Platz auf Ihrem Speisezettel.

Bemühen Sie sich um eine gesündere Lebensweise und vermindern Sie Ihr Risiko an Krebs zu erkranken. Bleiben Sie gesund.

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Ingwer effektiver als Chemotherapie?

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Natürlicher Wirkstoff

Was kann die asiatische Ingwer-Wurzel, was die modernen Medikamente, die bei einer Chemotherapie zum Einsatz kommen, nicht können? – Ingwer besitzt einen ganz natürlichen Wirkstoff, der aktiv gegen Tumor-Stammzellen vorgeht. Und zwar bis zu 10.000 Mal effektiver. Ganz anders als die herkömmliche Chemotherapie ist Ingwer für gesunde Zellen rechts und links vom Krebsgeschwür völlig harmlos.

Ursache und Wirkung

Ein Tumor wird durch die Krebs-Stammzellen erst so richtig gefährlich. Denn Stammzellen können sich in unterschiedliche Zellarten verwandeln. Bei einer Krebserkrankung verwandeln sie sich in bösartige Zellen einer ganzen Tumorkolonie. Dabei macht bei einem Tumor die Anzahl der Krebs-Stammzellen weniger als 1% aus. Endlos reproduzierbar wuchern die Krebszellen vor sich hin. Auch können sie sich von der ursprünglichen Kolonie lösen und an anderen Stellen des Körpers Metastasen bilden. Hat der Krebs sich erst einmal über den Körper verteilt, ist es schwierig ihn mit Chemotherapie gezielt zu bestrahlen. 90% der tödlichen Krebsverläufe geht auf das Konto von Metastasen.

Krebs-Stammzellen bekämpfen

Alle bekannten und experimentellen Chemotherapien haben es bislang nicht geschafft, diese bösartigen Stammzellen zu zerstören. Deshalb kann der Krebs auch nach einer erfolgreichen Chemotherapie erneut ausbrechen. Auch nach einem chirurgischen Eingriff ist die Krebs-Gefahr nicht völlig ausgeräumt.

„Krebsstammzellen stellen bei der Behandlung von Krebs ein ernstes Hindernis dar, denn sie können für eine schlechte Prognose und einen Rückfall verantwortlich sein,… Damit nicht genug: Nur sehr wenige chemotherapeutische Mittel wecken die Hoffnung, diese Zellen abtöten zu können.“ (Fachmagazin PLOS)

6-Shogaol

Der Wirkstoff 6-Shogaol entsteht bei der Trocknung und beim Kochen von Ingwer. Bereits geringe Konzentrationen wirken aktiv gegen Tumor-Stammzellen. Und zwar NUR gegen die bösartigen Stammzellen. In einer Studie über Brustkrebs-Stammzellen gewannen Forscher neue Erkenntnisse:

  • 6-Shogaol reduziert es die Expression von Oberflächenantigenen (durch Veränderung des Zellzykluses)
  • 6-Shogaol verhindert die Neubildung von Tumoren
  • 6-Shogaol sorgt direkt für einen programmierten Zelltod
  • 6-Shogaol vergiftet Tumorstammzellen (Zytotoxizität)

Sind Nahrungsbestandteile als Mittel zur Behandlung menschlicher Krankheit Optionen? Wir meinen ja. Schließlich haben sie im Laufe der Zeit bewiesen, dass sie vom menschlichen Körper vertragen werden.

Paclitaxel

Dieses weit verbreitete Chemomittel wurde in der Studie mit dem natürlichen Wirkstoff 6-Shogaol verglichen. In einem eindimensionalen Krebs-Labormodell verursachte das herkömmliche Paclitaxel zwar Zytotoxizität, aber in dem realistischeren dreidimensionalen Modell blieb es praktisch wirkungslos. Auch nach Erhöhung der Dosis um den Faktor 10.000 erzielten aber im dreidimensionalen Krebs-Labormodell nach wie vor keine Wirkung. Diese dreidimensionale Modell gilt als naturnähere Abbildung echter Krebstumore.
6-Shogaol erwies sich in beiden Modellen als sehr effektiv.

Paclitaxel war in Monoschichtzellen hoch aktiv, zeigte aber gegen die Tumorsphäroide selbst in 10 000-fach erhöhter Konzentration im Vergleich zu 6-Shogaol keine Aktivität.“

Hoffnung PEITC

Die Phenethyl-Isithiocyanate PEITC kommen in unterschiedlichen Lebensmitteln vor. Auch sie stehen im Fokus bei der natürlichen Krebsbekämpfung. Alle Lebensmittel stammen aus der Gruppe der Kreuzblütler, weshalb sie zur Prävention von Krebs oder zur Regeneration einer Erkrankung empfohlen werden:

  • Brokkoli
  • Kohl
  • Brunnenkresse
  • Winterkresse

PEITC entsteht durch die Reaktion einer Verbindung und eines Enzyms – ganz einfach beim Kauen von Gemüse aus der Gruppe der Kreuzblütler. An der staatlichen Universität in South Dakota stellten Forscher der Abteilung für Gesundheit und Ernährungswissenschaften im Mai 2015 fest, dass PEITC erfolgreich Stammzellen bei Gebärmutterhalskrebs abtötet.

Quellen
Hinweis

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Ingwer (Zingiber officinale)

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Würzige Heilpflanze, scharfes Gewürz

Ingwer (Zingiber officinale) aus der Familie der Ingwergewächse ist uns normalerweise nur über seine Wurzel (Rhizom) bekannt. Der Ingwerwurzelstock wird in der pharmazeutischen Nutzung als Zingiberis rhizoma bezeichnet. Als Heilpflanze und aromatische Zutat vieler Gerichte in der Küche ist der Ingwer nicht wegzudenken. Auch wenn ein wissenschaftlicher Beleg für seine Heilkräfte aussteht, vertraut die Volksmedizin seit Jahrhunderten auf die „Wunderwurzel“.

Tropische und subtropische Pflanze

Das größte Anbaugebiet für Ingwer in der Welt ist Nigeria. Das größte Ingwerexport-Volumen besitzt China. Ingwer gedeiht in tropischen und subtropischen Breiten wie in Indien, Indonesien, China, Japan oder Australien. Im 9. Jahrhundert verbreitete sich importierter Ingwer in Europa.

Bei Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden

Der zähe Balsam aus dem Wurzelstock (Oleoresin) des Ingwer enthält ätherische Öle und Scharfstoffe wie Gingerole und Shogaolen. Sie gelten als entzündungshemmende und antioxidative Substanzen, die die Zellen schützen, die Immunabwehr stärken und gegen Erkältungen und Infekte helfen.

Neben den magensaft- und galleanregenden und verdauungsfördernden Eigenschaften wirkt Ingwer auch antiemetisch (von griech. ant, gegen, und emesis, Erbrechen). Die Kommission E, die selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, befürworten Ingwerwurzel als Mittel gegen Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden. Bei Reiseübelkeit, Seekrankheit, Chemotherapie und vielen anderen Anwendungen vermag Ingwer das Übelkeitsgefühl und den Brechreiz zu lindern. Der Einsatz als Antibrechmittel sollte mit dem Arzt oder Heilpraktiber abgestimmt werden.

In der Schwangerschaft nicht anwenden

Gegen Schwangerschaftserbrechen sollte Ingwer nicht angewendet werden, da es Hinweise darauf gibt, dass seine Inhaltsstoffe möglicherweise wehenauslösend wirken können.

Entzündungen

Der Ingwer-Bestandteil Gingerol kann das Enzym Cyclooxygenase-2 beeinflussen, das bei Entzündungsreaktionen bei Arthrose und Rheuma eine Rolle spielt. Untersuchungen haben eine ähnlich gute Wirkung von Ingwerauszügen wie von Ibuprofen-Schmerzmitteln bei Arthrose-Patienten beobachtet.

Naturheilexperte Urs Buergi wesit darauf hin, dass Gingerole eine ähnliche Struktur aufweisen, wie das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure. Das erklärt die schmerzlindernde Wirkung von Ingwer.

Interessanterweise wird Ingwer seit 2002 auch zur Behandlung von Pferden als Fütterungsmittel bei Entzündungen und Arthrose eingesetzt.

Blutgerinnung

Möglicherweise können Inhaltsstoffe aus der Ingwerknolle hemmend auf die Blutgerinnung wirken. Die genaue Wirkungsweise ist noch nicht verstanden, doch einige Einzelbeispiele haben einen Zusammenhang sowohl als verstärkenden Faktor bei Cumarin-Therapie als auch bei Alleingabe aufgezeigt.

Inhaltsstoffe

Ingwer besitzt einen scharfen Geschmack, der ausgesprochen aromatisch und würzig ist. Dafür sind Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Harzsäuren und neutrales Harz sowie das scharf-aromatische Gingerol verantwortlich. Scharfstoffe sind außerdem Shoagol und Zingeron. Vitamin C, Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor sind weitere Bestandteile der Ingwerknolle. Borneol und Cineol haben verdauungsfördernde Eigenschaften.

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