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Natürliche Mittel gegen Verdauungsbeschwerden

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Ob Darmgrippe, Norovirus-Infektion oder Magenverstimmung – Heilpflanzen wie Ingwer, Lakritz und Pfefferminz können viele Beschwerden lindern. Probiotika in Form von Joghurt und andere fermentierte Lebensmittel sind ebenso hilfreich.

Ingwer

Ingwer unterstützt die Verdauung auf ganz natürliche Weise. Er beruhigt bei Übelkeit, kann Reisekrankheit lindern und bei Schwangerschaftserbrechen Erleichterung verschaffen. Ingwerwurzeln können roh, getrocknet oder als Tee konsumiert werden. Es werden auch Ingwerkapseln und Kautabletten angeboten. Achten Sie jedoch hier auf das BIO-Siegel.

Lakritz

Die Lakritz-Wurzel ist bekannt für ihre antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Als Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden wirkt sie leicht abführend. Kaufen können Sie die Lakritz-Wurzel in Spezialgeschäften. Als Tee oder zuckerreduziertes Bonbon wirkt Lakritze jedoch auch.

Joghurt

Bei Magenverstimmungen können die guten Bakterien im Joghurt helfen. Achten Sie beim Einkauf jedoch auf Natur-Joghurt mit lebendigen Kulturen. Gezuckerte oder aromatisierte Sorten enthalten oft nicht genug Probiotika, um überhaupt wirksam zu sein. Nehmen Sie täglich Joghurt zu sich und stärken Sie so Ihre Immunabwehr und Ihre Verdauung.

Beruhigende Tees

Bei akuten Verdauungsbeschwerden  sind warme Tees aus Pfefferminze und Kamille hilfreich. Pfefferminze löst Verkrampfungen, befreit von Blähungen und mindert Übelkeit und Brechreiz. Kamille wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und die Nerven. Sie kann auch zu besserem Schlaf verhelfen. Bei Durchfall-Erkrankungen helfen die Tannine im schwarzen Tee.

Kümmel

Dieses Gewürz ist auch eine effektive Heilpflanze. Zur Förderung einer gesunden Verdauung kann Kümmel bei Darmkrämpfen, Fettverdauungs-Problemen, Koliken, Magenkrämpfen und Völlegefühl eingesetzt werden. Die häufigste Art, Kümmel als Heilpflanze anzuwenden ist der Tee. Aber es existieren auch Tinkturen oder Pulver zum Einnehmen. Die Samen können auch einfach gekaut oder in der Küche als verdauungsförderndes Gewürz angewendet werden.

BRAT-Diät

Bei Beschwerden mit der Verdauung sollte die Nahrung reduziert werden, damit der Darm nicht zusätzlich belastet wird. Ein altes Hausmittel ist die BRAT-Diät: Bananen, Reis, Apfelmus und Toast. Diese leichte Mahlzeit fördert die Verdauung ohne zu belasten. Bei dem Weizen im Toastbrot scheiden sich die Geister. Es wird empfohlen ihn durch weißen Reis in Bio-Qualität zu ersetzen. Vollkorn-Naturreis ist in diesem Falle nicht so gut, weil er etwas schwer verdaulich ist.

Geriebener Apfel

Ebenfalls ein Hausmittel aus Omas Zeiten ist der geriebene Apfel. Um die Schadstofflast im Körper zu reduzieren ist es ratsam, möglichst sauberes Essen zu sich zu nehmen. Frische Bio-Äpfel, roh gerieben und ohne Zugabe von Zucker, ist eine sehr gut verdauliche kleine Mahlzeit.

Stampfkartoffeln

Kartoffeln enthalten viele darmgesunde Ballaststoffe. Gekochte und zerstampfte Kartoffeln können deshalb bei Verdauungsbeschwerden helfen.

Viel Flüssigkeit

Das A und O bei Verdauungsbeschwerden ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Durch Erbrechen und Durchfall verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit, die durch warme Getränke, verdünnte Fruchtsäfte, Gemüsesuppe oder Brühe ersetzt werden sollte.

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Impfen: Mahatma Gandhi war dagegen

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Wegweiser zur Gesundheit

1925 schrieb Mahatma Gandhi das Buch „Ein Wegweiser zur Gesundheit“, dass bis heute kaum etwas von seinen Wahrheiten eingebüßt hat. Der wegen zivilen Ungehorsams verklagte Freiheitskämpfer wurde nach 2 Jahren Haft 1924 krank aus dem Gefängnis entlassen. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit Krankheit, Gesundheit und der natürlichen Widerstandskraft des menschlichen Körpers. Seine Meinung zum Impfen: „Der Impfstoff ist eine schmutzige Substanz und es wäre närrisch zu erwarten, dass eine Art Schmutz eine andere entfernen kann.“

Konditionierung des Körpers

Der Mensch ist, was er isst. Diesen Satz haben Sie sicherlich schon einmal gehört oder gelesen. Genauso verhält es sich mit dem Immunschutz des Körpers. Will man ihn z.B. mit Impfstoffen gegen spezielle Krankheitserreger immun machen, öffnet man nur die Tür, um ihn langfristig anfälliger gegen andere Krankheiten zu machen. Nach Gandhi wäre es viel sinnvoller und heilsamer den Körper durch saubere Luft, sauberes Wasser und saubere Nahrung zu schützen. Der Gedanke, der dahinter steht, ist denkbar einfach: Nicht die Krankheit und die Angst vor dem Tod (negativ) steht im Vordergrund, sondern die Beschäftigung mit Naturheilkunde und der unglaublichen Kraft des Körpers (positiv).

Mit Krankheit auseinandersetzen

Mit großem Erstaunen lesen wir immer wieder von Wunderheilungen totkranker Menschen. Was dabei dem einen hilft, muss dem anderen jedoch noch lange nicht helfen. Offensichtlich ist neben den körperlichen Grundvoraussetzungen auch die Einstellung zur Krankheit an sich ausschlaggebend.
Zur Stärkung der natürlichen Immunabwehr und letztlich zur Heilung sind laut Gandhi Pharmazeutika überhaupt nicht geeignet. Diese werden aus Tierteilen, metallene Adjuvantien (Hilfsstoffe, die die Wirkung eines Arzneistoffes verstärkt – möglichst ohne eine eigene pharmakologische Wirkung zu entfalten), sterilisierende Chemikalien und Fragmente von Viren hergestellt. Solche Medikamente sind sogar eine Belastung für den Körper.

Bakteriensystem Mensch

Bakterien gibt es zahlreich im menschlichen Körper. Sie interagieren miteinander, leben in Gemeinschaften und übernehmen wichtige Funktionen. Dieses System funktioniert bei einem gesunden Menschen reibungslos. Bei kranken Menschen ist ein Ungleichgewicht entstanden. Dieses Ungleichgewicht gilt es auszugleichen oder zu erhalten.

Ernährung

Der Darm stellt ein komplexes und dynamisches bakterielles Ökosystem dar, dass für unser Immunsystem und sogar für unsere Psyche eine große Rolle spielt. Deshalb sollte man sich darauf konzentrieren, über die Nahrung die fehlenden Bakterienspezies aufzunehmen. Nur dann können Vitamine und Mineralstoffe richtig verwertet werden, Giftstoffe ausgeleitet und Antikörper gebildet werden.

Impfstoffe

Alle Stoffe, die sich nur auf einzelne Krankheiten oder Virenstämme konzentrieren, übersehen das komplexe Zusammenspiel sehr vieler Komponenten. Daher muss die Stärkung des Immunsystems umfassender sein. Der Mensch darf nicht nur nach seiner „Störung“, sondern ganzheitlich beurteilt werden.
Die Immunität gegen Masern ist zum Beispiel wesentlich umfassender, wenn die Krankheit durchgestanden worden ist, als wenn dagegen geimpft wurde. Die richtigen Probiotika können dabei hilfreich unterstützen. Unter Probiotika versteht man vorwiegend lebende Bakterien, die über die Nahrung oder als Nahrungsergänzung im Darm tätig werden sollen.

Sauberes Blut

Präventiv ist das Atmen durch die Nase. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Nasenhaare filtern die Luft und wärmen sie vor, bevor der Sauerstoff das Blut anreichert. Sauberes, gesundes Blut hat viel mehr Wert, als intravenöse Medikamente.

Genau daran hat sich der Mensch im Industriezeitalter aber gewöhnt. Sind unsere Körper bereits abhängig geworden von Pharma-Injektionen? Haben sich unsere Körper daran gewöhnt, sich nicht selbst heilen zu müssen? Wäre es nicht viel sinnvoller unser Augenmerk auf saubere und gesunde Ernährung zu legen und Prävention zu betreiben?

Gandhi war dagegen

Bereits 1924 hatte Mahatma Gandhi Einwände gegen Impfungen und beschrieb seine Erkenntnisse zu deren Unwirksamkeit. Hier sinngemäß:

Tiere sollen bei der Herstellung eines Impfstoffes nicht leiden müssen. Dies ist ethisch und moralisch nicht vertretbar.

Ein Impfstoff sei als unhygienisch zu bezeichnen, da z.B. der „Dreck“ einer an Pocken erkrankten Kuh in den Körper eines gesunden Menschen gespritzt wird.

„Anstatt die Pockenkrankheit als furchtbare Krankheit zu erachten, sollten wir sie als eines der besten Hilfsmittel der Natur dafür ansehen, das im Körper angesammelte Gift loszuwerden und eine normale Gesundheit wiederherzustellen.“ (Mahatma Gandhi)

Impfungen machen den Menschen kränker, statt gesünder, weil sie höheren Krankheitsbelastungen ausgesetzt und langfristig dadurch anfälliger werden.

Impfungen müssen nach einer gewissen Zeit aufgefrischt werden. Dies sei ein zeichen dafür, dass umfassender Schutz für die Krankheit durch eine impfung nicht erreicht werden kann.

Die Praxis des Impfens nutze allein dem medizinischen Establishment und der Pharmaindustrie.

Angst ist kein guter Ratgeber

Sich aus Angst vor einer Krankheit impfen zu lassen sei kein guter Weg zum Gesundwerden. Mahatma Gandhi schlägt stattdessen folgendes vor:

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Muskelkrämpfe
– das kann helfen

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Wie äußern sich Muskelkrämpfe?

Die Muskulatur wird ständig beansprucht. Eine unwillkürliche, krampfartige und anhaltende Anspannung von Muskeln wird Krampf, Muskelkrampf oder Spasmus genannt. Die plötzlichen Muskelverhärtungen können jederzeit auftreten und sind sehr schmerzhafte Erfahrungen. Meist sind die Beschwerden auf eine starre Haltung über eine längere Dauer oder starke sportliche Belastung zurückzuführen.

Kurz aber schmerzhaft

Normalerweise dauert ein Muskelkrampf nur relativ kurze Zeit an. Er ist zwar schmerzhaft aber harmlos und und verursacht keine bleibenden Schäden. Sollten Krämpfe sehr häufig auftreten oder dauerhaft anhalten, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wadenkrampf bis Kolik

Krämpfe im Bein sind sehr verbreitet, fast jeder Mensch hat diese Erfahrung schon einmal gemacht.
Koliken im Unterleib sind ebenfalls ein Beispiel für eine schmerzhafte Verkrampfung der glatten Muskulatur, in diesem Falle an Organen wie Darm, Galle oder Blase.

Mineralmangel oft Ursache

Oftmals hängt die Tendenz zu Muskelkrämpfen mit einer Unterversorgung an Mineralstoffen zusammen. Ein ausgeglichener Natrium, –Magnesium und –Kaliumhaushalt kann gegen Muskelkrämpfe vorbeugen.

Sofortmaßnahmen

Wärme kann den Muskel wieder lockern, beispielsweise mit einer heißen Dusche oder Wärmekissen.
Wenn diese Möglichkeit nicht zur Verfügung steht, ist punktueller Druck auf die schmerzende Stelle oder Gegendehnen ein probates Mittel. Leider gehört dazu, dass Druck oder Dehnung gegen einen verhärteten Muskel schmerzhaft sind.

Wadenkrampf

Bei einem Wadenkrampf beispielsweise hilft ein Ausfallschritt. Das betroffene Bein steht hinten, die Ferse fest am Boden. Bei jeder Verlagerung des Gewichts auf das vordere Bein, wird der Wadenmuskel des hinteren Beins gezogen.

Das kann helfen bei Muskelkrampf

Einem Mineralstoffmangel kann durch bewusste Zufuhr von Magnesium und Kalium gegengewirkt werden. Magnesium wirkt positiv auf das neuromuskuläre System, das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Der Mineralstoff Magnesium hemmt die Nervenleitgeschwindigkeit und unterstützt den Rücktransport von Kalium in die Zellen. Die Aktion wird damit nach der Weiterleitung an die Muskeln abgeschlossen und es können keine weiteren Kalzium-Ionen in das Innere der Muskelzelle strömen. Ist zu wenig Magnesium oder Kalium im Blutspiegel vorhanden, ist ein höheres Risiko für schmerzhafte Muskelverkrampfungen gegeben.

Schwitzen und Mineralstoffmangel

Kalium kann bei starkem Schwitzen vom Körper ausgeschieden werden. Als Elektrolyt ist der Stoff jedoch wichtig zur Steuerung der Muskelaktivitäten. Ideal ist daher ein ausgeglichener Magnesium-Kalium-Spiegel.
In Kombination mit Citrat kann Magnesium vom Körper besser aufgenommen werden.
Wenn durch starkes Schwitzen viel Natriumchlorid verloren wurde, kann auch das ein Auslöser für Muskelkrämpfe sein. Durch den Ausgleich des Elektrolytmangels kann das Problem meist rasch behoben werden.

Entspannende Vitalstoffe

Magnesium unterstützt die Muskelentspannung. Eine gute Versorgung mit Magnesium reduziert die Anfälligkeit für Muskelkrämpfe und Zerrungen. Magnesiumlieferanten sind Nüsse, Bananen, Hülsenfrüchte und Kartoffeln.
Antioxidantien schützen die Körperzellen gegen freie Radikale, die die Moleküle der Zellen angreifen. Antioxidantien reagieren mit den aggressiven Substanzen und neutralisieren sie auf diese Art. Beim Heilungsvorgang nach Verletzungen werden besonders viele Antioxidantien gebraucht. Sie können die körpereigene Immunabwehr unterstützen und die Regeneration beschleunigen. In Obst und Gemüse sind Antioxidantien enthalten.
Sportler schätzen die positiven Eigenschaften des Vitamin B-Komplex. Diese Vitamingruppe ist beteiligt am zellulären Energiestoffwechsel in den Muskeln. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 unterstützt den Körper bei der Umwandlung von Nahrung in Glucose und damit Energie. Müdigkeit und Ermüdungserscheinungen wird damit entgegengewirkt. Es unterstützt die Regeneration von beschädigtem Muskel- und Hautgewebe.

Gesund ernähren und heilen

Grundsätzlich ist für gesunde Muskeln eine proteinreiche Kost günstig. Aminosäuren zum Aufbau von Proteinen und zur Regenration von verletztem Gewebe liefern unter anderem Milchprodukte, mageres Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte und Soja.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Herpes (Herpex simplex)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Herpes?

Herpes simplex äußert sich in schmerzhaften Bläschen auf und rund um die Lippe. Auch Mund- und Nasenschleimhäute oder das Auge können betroffen sein. Deshalb wird die Erkrankung auch Lippenbläschen genannt oder Fieberbläschen, denn wenn der Körper von einer anderen Krankheit geschwächt ist, können die Viren leichter ausbrechen.

80 bis 90 Prozent der Bevölkerung tragen den Virus Herpes simplex (HSV-1) unbemerkt ihr ganzes Leben lang mit sich als latente Infektion. Um sich mit dem Virus zu infizieren genügt ein einziger Kontakt mit einem Virusträger. Verwandt mit diesem Virus sind andere Viren der Herpes-Familie (HSV-2), die beispielsweise Herpes genitalis oder Gürtelrose auslösen können. Bei manchen bricht Herpes nie aus, bei 20 bis 30 Prozent sind die Lippenbläschen ein wiederkehrendes Ärgernis.

Auslöser für Lippenherpes

Sonne oder Stress sind die bekanntesten Auslöser, die begünstigen, dass die Viren sich explosionsartig vermehren und im Körper entlang der Nervenbahnen zu den Lippen und der Haut gelangen. Spannungsgefühl und Jucken sind die ersten Anzeichen, dann erscheinen kleine Bläschen, die mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt sind. Die Bläschen öffnen sich im weiteren Verlauf und unter gelblichen Verkrustung kann die Wundstelle langsam abheilen.

Mechanische Reizungen wie Beispielsweise nach einer Zahnarztoperation, Hygienemängel, Temperaturschwankungen, Reisefieber oder Menstruation können ebenfalls die Symptome auslösen. Jede Art von Immunabwehrschwäche bringt das Risiko einer Wiedererkrankung mit sich, ob es sich um eine einfache Erkältung handelt, eine Operation oder um Medikamente, die die Immunabwehr unterdrücken.

Gefahr

Die Erkrankung an Herpes simplex ist normalerweise lästig aber ungefährlich.

Die Ansteckung kann bei Neugeborenen zum Tod führen. Auf Föten im Mutterleib kann das Virus durch die Mutter übertragen werden, was zu schweren Komplikationen und auch Behinderungen führen kann.

Bei Neurodermitis-Patienten können sich die Bläschen auf Ekzemen ausbreiten und sehr große Körperpartien betreffen mit möglicherweise lebensbedrohlichen Komplikationen. Die Herpes Encephalitis ist eine Entzündung des Gehirns und muss schnell behandelt werden, da sie lebensbedrohlich sein kann. Wenn die Augen von den Symptomen betroffen sind, kann die Hornhaut geschädigt werden die Sehkraft eingeschränkt werden. Durch Kratzen kann es zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion kommen mit eitriger Wundinfektion. Bei immungeschwächten Patienten sollte die Möglichkeit einer Lungenentzündung im Auge behalten werden.

Hygiene ist oberstes Gebot

Unbedingt ist auch bei einem harmlos verlaufenden Ausbruch von Herpes simplex darauf zu achten, die Blasenflüssigkeit nicht zu verschmieren, da sie Viren enthält, die zu einer Ansteckung führen können. Verstärkte Hygiene, Händewaschen und eine besondere Sorgfalt mit allem, was in Kontakt mit der Infektion gekommen ist. Insbesondere Besteck, Servietten, Gläser, Lippenstifte von anderen mitbenutzen zu lassen ist tabu. Natürlich ist auch das Küssen in der Zeit der Krankheit kontraproduktiv. Der Kontakt mit Neugeborenen ist unbedingt zu vermeiden.

Das kann helfen

Die Bläschen heilen schneller ab, wenn sie ausgetrocknet werden. Ein uraltes Hausmittel dafür ist Zahncreme, besser noch Heilerde. Cremes mit Zinksulfat haben eine sehr gute Wirkung auf das Austrocknen und die Stimulierung des Hautheilungsprozesses. Zusätzlich eine antivitale Wirkung besitzen Inhaltsstoffe der Gewürznelke.

Zitronenmelisse

Eine der wenigen Heilpflanzen, zu denen es wissenschaftliche Studien über ihre Heilwirkung gegen Herpes gibt, ist die Zitronenmelisse. 1993 wurden Ergebnisse veröffentlicht, die belegen, dass in einer Studie der Auftrag einer Creme mit Melissenextrakt bereits innerhalb von drei Stunden eine nachweisbare antivirale Wirkung zeigte. Nach zwei Tagen wurde ein erkennbarer Rückgang von Schwellung und Rötung sichtbar.

Medikamente

Medikamente, die die Virenvermehrung eindämmen, können die Krankheitsdauer verkürzen. Ein bekannter virustatischer Wirkstoff ist beispielsweise Aciclovir in Gels und Cremes, Valaciclovir, Famciclovir oder Penciclovir in Tabletten. Sie können die Heilung beschleunigen, wenn frühzeitig genug mit der Behandlung begonnen wird. Am besten diese Produkte mit einem Wattestäbchen auftragen, um den Kontakt mit den Händen zu vermeiden, denn Hände waschen reicht nicht für die Hygiene bei Kontakt mit Herpes. Besser ist es, sie zu desinfizieren.

Herpes kann durch Körperkontakt übertragen werden. Körperbetonte Sportarten wie Ringen, Judo etc. sollten vermieden werden, bis die Symptome vollständig abgeheilt sind.

Immunabwehr stärken

Die beste Vorbeugung gegen den Ausbruch von Herpes simplex ist es, Stress aus dem Weg zu gehen und die Immunabwehr zu stärken. Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie ungesättigten Fettsäuren können effektiv helfen. Insbesondere Vitamin C und Zink sollten in ausreichender Menge aufgenommen werden.

Weitere Heilmittel kommen aus der Heilpflanzenkunde (Phytologie). Kurkuma beisspielsweise enthält den sekundären Pflanzenstoff Curcumin, der eine antivirale Wirkung besitzen soll. Eine virushemmende Wirkung sollen auch Thymian, Myrrhe und Cayenne-Pfeffer (Wirkstoff Capsaicin) besitzen.

Bienen als medizinische Freunde

Propolis von Bienen ist ein antibiotischer Wirkstoff, der den Bienenstock vor Infektionen durch viele Bakterien, Pilze und Viren schützt. Eine Studie mit 90 Teilnehmern, die an der aggressiveren Herpesform HSV-2 mit Genitalherpes litten, konnte gute Erfolge im schnelleren Heilungserfolg bei Propolis-Auftrag feststellen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Threonin (L-Threonin)

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Vitalstoff für Wachstum

Threonin ist eine essentielle proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure. Gemeint ist stets die Form L-Threonin. Die Vitalsubstanz muss mit der Nahrung zugeführt werden, da der Körper sie nicht selbstständig herstellen kann.

Fehlt Threonin längere Zeit in der Versorgung von Kindern im Wachstum, kann sich das Knochenwachstum verzögern. Bei Erwachsenen kann sich ein Mangel in schneller Ermüdung, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust äußern.

Vielfältiger Einsatz

Es sind noch nicht alle Funktionen dieser Aminosäure vollständig erforscht. Für Wachstum, Immunsystem und für die Produktion der Harnsäure ist ihre Bedeutung bereits erkannt.

Wachstum

Die Aminosäure Threonin erfüllt vielfältige Funktionen in ihrer eiweißbildenen Funktion. Sie ist unter anderem ein wichtiger Baustein des Kollagens in Bindegeweben, Sehnen, Bändern sowie Knochen und Zähnen. Gerade für das Knochenwachstum ist Threonin von besonderer Wichtigkeit. Threonin befindet sich auch konzentriert in den Glykoproteinen der Schleimhäuten, die vor Säure schützen, beispielsweise in der Magenschleimhaut, die einen Schutzmantel für die Magenwand gegen die aggressive Magensäure bildet.

Immunsystem und Stoffwechsel

Als Baustein von Antikörpern und Immunglobulinen unterstützt Threonin die Immunabwehr. Es fördert die Funktionen der Thymusdrüse. Die Thymusdrüse bildet die für die Immunabwehr wichtigen T-Lymphozyten heran. Threonin wird für die Bildung von Enzymen und Hormonen gebraucht.

Im Stoffwechsel von Porphyrin ist Threonin beteiligt zusammen mit Glycin und Serin. Bei Bedarf kann der Körper Threonin aus der Nahrung biosynthetisch umwandeln in Glycin. Unter körperlicher Extrembelastung kann Threonin sogar zur Energiegewinnung herangezogen werden.

Humanmedizin

Threonin wird verwendet bei spasmischen Störungen und Angstzuständen. Es kann die Immunabwehr verbessern. Unter Umständen kann Threonin bei hyperaktiven Nervenreaktionen hilfreich eingesetzt werden. Eine Einnahme muss stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt sein.

In der Humanmedizin wurde eine besondere Diät entwickelt, in der Threonin zusammen mit anderen Aminosäuren bei einer gestörten Verdauung die Stickstoffquelle bietet. Um diesen Wirkungskern herum sind alle weiteren lebenswichtigen Nährstoffe in chemisch genau definierter Form angeordnet.

Threonin findet in der klinischen Medizin Anwendung in Aminosäure-Infusionslösungen zur künstlichen Ernährung, beispielsweise über eine Magensonde.

Lebensmittel mit Threonin

Threonin kommt in tierischen und pflanzlichen Eiweißen vor als gebundener Bestandteil von Proteinen, nicht als Reinstoff. Der Tagesbedarf für gesunde Erwachsene wird berechnet mit 16 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Gute Threonin-Lieferanten sind Hülsenfrüchte wie beispielsweise getrocknete Erbsen, Nüsse, Vollkornprodukte, Kohl, Kuhmilch und Ei. Auch in Fleisch und Fettfischen wie Lachs liegt Threonin vor.

Unterstützende Faktoren

Um eine optimale Aufnahme von Threonin zu gewährleisten, sollte Magnesium, Vitamin B3 und Vitamin B6 in ausreichender Menge im Körper zur Verfügung stehen.

Ein Überschuss von Threonin kann normalerweise nicht durch gewöhnliche Lebensmittel hergestellt werden. Sollte ein Überschuss durch die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln vorliegen, kann sich das unter Umständen darin äußern, dass zu viel Harnsäure produziert wird. Im Extremfall könnte das zu Gicht führen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B6 (Pyridoxin)

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Bezugsquelle:  Vitamin B-100 Complex (Vitamin B6 als Pyrodoxin HCL: 100mg/Kapsel)

Das Nerven-Vitamin

Pyrodoxin wird auch als Vitamin B6 bezeichnet und gehört zum Vitamin-B-Komplex. In Vitamin B6 sind wiederum mehrere Stoffe mit Vitamincharakter zusammengefasst. Zentrale Prozesse im Stoffwechsel werden von Pyrodoxin geregelt.

Nerven, Immunsystem, Hormone

Die Vitamingruppe ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und besitzt dadurch Bedeutung für alle Körperzellen. Am Fettstoffwechsel und Energiestoffwechsel ist Vitamin B6 beteiligt. Es unterstützt den Aufbau von Nervenverbindungen und beeinflusst diverse Hormonaktivitäten, insbesondere die Geschlechtshormone.

Pyrodoxin unterstützt die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und ist bedeutsam für das Immunsystem.

Therapeutischer Nutzen

Pyridoxin wird in Medikamenten eingesetzt, die bei Rheuma oder Menstruationsbeschwerden helfen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 besteht bei der Einnahme der Pille, Antiepileptika oder Tuberkulosemedikamenten.

Vorkommen

Vitamin B6 ist Bestandteil fast aller Lebensmittel, ist aber temperaturempfindlich und wird beim Kochen leicht zerstört. Gute Pyrodoxin-Lieferanten sind Walnüsse, Hefe, Hülsenfrüchte, Getreide wie Weizenkeime, Hirse, Naturreis und Milchprodukte. In Gemüsen wie Bohnen, Linsen, Erbsen, Brokkoli, Feldsalat, Sauerkraut und Spinat aber auch in Obst wie Avocado, Apfel, Banane steckt das Vitamin. Fleisch und insbesondere Muskelfleisch und Leber sowie Fettfische wie Lachs, Makrele und gering können Pyrodoxin liefern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Bifidobakterien
(für gesunden Darm)

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Krankheitsvermeidung und
Vitaminbildung

Bifidobakterien gehören zu den wichtigsten Bakterien der menschlichen Darmflora. Sie gehören zur Bakteriengattung Bifidobacterium (von lat. gespalten, gabelförmig) und der Familie der Bifidobacteriaceae. Im menschlichen Darm bauen diese nützlichen Bakterien in einem komplizierten Energiestoffwechsel Zucker ab und bilden ihn zu Essigsäure und Milchsäure um, verbunden mit einem positiven Effekt auf den ph-Wert im Darm. Der Magen-Darm-Trakt wird für gewöhnlich von mehreren hundert nicht pathogenen (unbedenklichen) Bakterien bevölkert, darunter den besonders bedeutsamen Stämmen des Bifidobakteriums, B. bifidum, B. adolescentis, B. breve, B. longum und B. infantis.

Wächter gegen schädliche Keime

Die Funktion des Bifidobakteriums schützt vor zahlreichen schädlichen Bakterien, Pilzen und anderen Keimen, die sich in dem sauren Milieu aus Milchsäure und Essigsäure nicht vermehren können. Diese spezielle Form der heterofermentativen Milchsäuregärung wird Bifidobaterium-Gärung genannt und ist unabdingbar für eine gute Gesundheit. Vor allem im Dickdarm sind die keimhemmenden Mikroorganismen in großer Zahl vorhanden, aber auch in der weiblichen Scheide. Außerdem bildet das Bifidobakterium wertvolle Vitamin, die der menschliche Organismus direkt über den Darm in den Blutkreislauf aufnehmen kann. Das Bifidobakterium kann das saure Milieu im Magen problemlos überstehen und es liegt daher nahe, den keimhemmenden Mikroorganismus für probiotische Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel ins Auge zu fassen.

Schutz vor Krankheiten
schon bei Neugeborenen

Wie wichtig die Bifidobakterien für den Menschen sind zeigt sich daran, dass sie zu den ersten Mikroorganismen gehören, die sich im Verdauungstrakt von Neugeborenen durch Aufnahme der Muttermilch ansiedeln und so für einen frühen Schutz vor Krankheiten sorgen. Auch bei Säuglingen, die nicht gestillt werden, siedeln sich die säurebildenden Bakterien im Magen-Darm-Trakt an. Der Anteil an Bifidobakterien macht bei Neugeborenen rund 90 Prozent der Mikroorganismen im Darm aus, bei Erwachsenen noch 25 Prozent.

Helfer bei vielen Lebensmitteln

Ein Gemisch von Bifidobakterien und anderen Milchsäurebakterien (Laktobazillen) wird bei der Herstellung von Joghurt, Kefir und anderen fermentierten Milchprodukten verwendet. Ebenso spielen Milchsäurebakterien eine Rolle bei Sauerkraut, fermentiertem Tee oder anderen vergorenen pflanzlichen Produkten. Durch Laktobazillen und Bifidobakterien fermentierte Lebensmittel sind länger haltbar, da sich Keime nicht so gut ausbreiten können. Bifidobakterien produzieren nicht so viele Säure wie andere Laktobazillen und werden daher gerne für mildschmeckende Produkte verwendet. Milchprodukte, die mit B. longum fermentiert wurden, können den Cholesterinwert im Blut senken. Das wird wahrscheinlich zurückgeführt auf Enzyme der Bifidobakterien, die die Cholesterol-Kontrolle des Körpers unterstützen. (vgl. J Dairy Sci, 2003 Jul, 86(7), S. 2452-2561).

Linderung nicht nur bei Durchfall und Reizdarm

Wenn Antibiotika die Darmbakterien angreifen, wodurch sich beispielsweise Durchfallkeime im Darm vermehren können, kann das B. longum bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö helfen.

Reizdarm

Im Deutschen Ärzteblatt 2005, 102(28-29); A-2031 / B-1716 / C-1620 wird berichtet, wie in einer achtwöchigen Studie mit 77 Patienten mit Reizdarmsyndrom die Besserung aller Symptome außer Stuhlkonsistenz- und frequenz eintrat unter der Einnahme von Probiotika mit Lactobacillus salivarius oder Bifidobacterium infantis. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung leidet unter dem Reizdarmsyndrom. Es wird mittlerweile vermutet, dass das Fehlen von Bifidobakterien für das Reizdarmsyndrom überhaupt verantwortlich sein könnte. Nachweislich wirkt sich das Bakterium positiv bei Durchfallerkrankungen aus.

Scheideninfektion

Die säurebildenden Bifidobakterien schützen nicht nur im Darm vor Infektionen sondern auch in der weiblichen Vagina.

Immunsystem

Offenbar können Bifidobakterien die Antikörperproduktion für die Immunabwehr stimulieren. Außerdem bilden sie wertvolle Vitamine, die direkt durch die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen. Durch die große Schleimoberfläche bietet der Darm ein Einfallstor für schädliche Keime, wenn die Darmflora geschwächt ist. Der Kontakt mit pathogenen Keimen kann schwerste Erkrankungen auslösen sowie Folgeerscheinungen wie Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Neurodermitis. Deshalb ist die Aufrechterhaltung der Darmflora für das immunologische Abwehrsystem eine große Rolle.

Krebserkrankungen

Seit 1940 wird vermutet, dass Krebserkrankungen, insbesondere im Dickdarmbereich, durch den abnormalen Abbau von Gallensäuren hervorgerufen werden könnten. 1974 wurden die ersten statistischen Daten zu täglichem Konsum von Fleisch und tierischem Eiweiß und der Häufigkeit von Coloncarcinomen veröffentlicht. Fett- und Eiweißkonsum spielen statistisch auch eine Rolle für Brustkrebsentwicklung. Steroidsubstrate, die in Verbindung mit täglicher Fettaufnahme stehen, können möglicherweise Östrogene aus Steroiden der Gallenflüssigkeit bilden.

Wie kann die keimhemmende
Darmflora unterstützt werden?

Zum Abbau von Zucker benötigt das Bifidobakterium bestimmte pflanzliche Ballaststoffe wie Inulin. Wer regelmäßig pflanzliche Nahrungsmittel mit geringem Stärkeanteil zu sich nimmt wie zum Beispiel Bohnen, Brokkoli oder Kohl kann das Wachstum der Bifidobakterien im Darm begünstigen. Milchsäurebakterien wie beispielsweise Lactobacillus gasseri können beim Wiederaufbau der Darmflora helfen. Die Ernährung beeinflusst die Darmflora.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Beta-Glucan (Beta-Glukan)

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beta-glukan
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Power für das Immunsystem

Glucane sind natürliche Vielfachzucker (Polysaccharide), die aus Hefe, Hafer und bestimmten Pilzen gewonnen werden. Unter den Glucanen sind besonders die Beta-Glucane mit β-glycosidischen Bindungen von medizinischer Bedeutung. Beta-1,3-Glucan/Beta-1,6-Glucan werden als qualitativ am hochwertigsten eingestuft, im Folgenden bezeichnet als Beta-Glucan. Diese Substanz kann beispielsweise aus der Zellwand von Backhefe in sehr reiner Form extrahiert werden.

Es wird international geforscht

Empirisch konnten mit Beta-Glucan bereits beeindruckende Erfolge bei Mensch und Tier erzielt werden. Aus diesem Grund gilt Beta-Glucan als äußerst erfolgversprechend. In Asien wird intensiv geforscht. Von der Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) der USA soll eine positive Einschätzung vorliegen. Ergebnisse aus internationalen Studien werden betrieben, um die medizinische Verwendbarkeit der Substanz zu prüfen. Positive Effekte von Beta-Glucan werden insbesondere vermutet für die Senkung des Cholesterinspiegels, die Regulierung des Blutzuckerspiegels und die Steigerung der Immunabwehr. Dadurch könnten sich hoffnungsvolle Einsatzgebiete ergeben für Menschen mit bakterieller oder viraler Infektion, Allergien, geschwächter Immunabwehr, erhöhten Cholesterin oder Blutzuckerwerten oder unter Strahlenbehandlung und Chemotherapie.

Wirkungsweise von Beta-Glucan

Als Polysaccharid gehört Beta-Glucan zu den Ballaststoffen und entfaltet seine Wirkung im Darm. Die körpereigene Abwehr wird unterstützt, indem es die Makrophagen im Immunsystem des Körpers aktiviert. Makrophagen sind die Zellen, die schädliche Viren und Bakterien, Pilze oder Krebszellen aktiv bekämpfen. Deshalb spielen sie für die Leistungskraft des Immunsystems eine wichtige Rolle.

Was könnte Beta-Glucan für Mensch und Tier leisten?

Im North American Journal of Medical Sciences 10/2013, S. 580-588 wird von den Autoren V. Vetvicka, L. Vannucci und P. Sima unter anderem von einem empirischen Experiment bei norwegischen Lachsen 1990 berichtet, bei der große Teile der Zuchtlachspopulation und damit ein wirtschaftlich sensibles Exportgut des Landes von multiresistenten Keimen bedroht war. Durch ein Extrakt von Beta-Glucan aus Bierhefezellen des Mikobiolagen Dr. Jan Raa konnte die Epidemie in den Lachszuchtstationen eingedämmt werden. In Frage stellt sich, inwieweit sich diese Wirkung zuverlässig auf den Menschen übertragen lässt, beispielsweise beim unterstützenden Einsatz in der Orthomolekularen Medizin bei Infektion mit Herpes-Viren oder HIV. Da die Viren bei einem geschwächten Immunsystem zum Ausbruch kommen, kann es hilfreich sein, die Abwehrkräfte zu stärken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Alpha-Liponsäure

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alpha-liponsaeure
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Unschätzbar wertvoll für wichtige Stoffwechselprozesse

Entdeckt wurde die Alpha-Liponsäure (α-Liponsäure, abgekürzt nach der englischen Bezeichnung lipoid acid) während einer Studie mit Milchsäurebakterien in den 50er Jahren. Die schwefelhaltige Fettsäure kommt als Coenzym bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien fast aller Zellen mit Zellkern vor, bei Menschen, Tieren und mehrzelligen Pilzen. Das Coenzym funktioniert ähnlich wie ein Vitamin, es ist wasser- und fettlöslich und kann in praktisch alle Körperregionen gelangen und auch die die Blut-Hirn-Schranke passieren. Seine starke antioxidative Wirkung wird in der Medizin für Prävention und Therapie geschätzt. Seit 1966 wird Alpha-Liponsäure in Deutschland als Arzneistoff eingesetzt, insbesondere bei Erkrankungen der Leber oder peripheren Polyneuropathien. In der Alternativmedizin kommt Alpha-Liponsäure für ausleitende Verfahren z.B. bei Quecksilbervergiftung oder anderen Schwermetallvergiftungen zur Anwendung. Der menschliche Körper kann Alpha-Liponsäure selbst herstellen, der Naturstoff kann jedoch auch gut über die Nahrung aufgenommen werden. Alpha-Liponsäure ist enthalten in rotem Fleisch, beispielsweise Rindfleisch und Innereien wie Leber, Nieren und Herz.

Die gesundheitsförderlichen Eigenschaften der Alpha-Liponsäure sorgen für zahlreiche weiterführende Studien zum Einsatz des wertvollen Naturstoffes. Naturheilkundler Urs Buergi verfolgt mit Interesse die laufenden medizinischen Studien, die sich mit der körpereigenen Substanz befassen: „Nicht umsonst wird die Alpha-Liponsäure als Antioxidans aller Antioxidantien bezeichnet“. Es gibt Hinweise darauf, dass sie die Eisenaufnahme begünstigt, die Leber unterstützt und positiv auf den Blutzuckerspiegel sowie die Optimierung der Energiegewinnung aus der Nahrung und den Aufbau des Bindegewebes wirkt. Der Histaminspiegel wird reguliert, Zellalterung verzögert. Die Fettsäure spielt eine Rolle bei der Produktion von Nervenbotenstoffen und kann Schwermetalle binden. Es kann davon ausgegangen werden, dass Alpha-Liponsäure bei der Steuerung vieler Stoffwechselfunktionen beteiligt ist.

Umfassender Einsatz von Alpha-Liponsäure für die Gesundheit

Antioxidatives Multitalent

Freie Radikale greifen die menschlichen Körperzellen an und schädigen sie in ihrer Substanz. Als vielseitiges Antioxidans macht Alpha-Liponsäure eine Vielzahl unterschiedlicher Freier Radikale Art unschädlich. Die körpereigene Fettsäure schützt sogar das Gehirn, denn sie kann in wasser- wie fettlösliche Strukturen gelangen und auch die Blut-Hirn-Schranke passieren. Außerdem kann sie leicht umgesetzt werden in Dihydroliponsäure, ein noch stärkerer Radikalfänger. Bereits oxidierte Antioxidantien wie beispielsweise Vitamin C, Vitamin E, Glutathion und Coenzym Q10 können durch Alpha-Liponsäure und Dihydroliponsäure wieder in ihre aktive Form zurückverwandelt werden, so dass diese ihrerseits wieder antioxidativ wirken können. Die starken antioxidativen Eigenschaften von Alpha-Liponsäure wirken entzündungshemmend, antimutagen, antikarzinogen, neuroprotektiv und beeinflussen Insulinempfindlichkeit und Zellalterung positiv. Damit ist Alpha-Liponsäure äußerst wichtig für die Immunabwehr.

Blutzuckerstoffwechsel, Diabetes und Diabetesnebenerkrankungen

Alpha-Liponsäure ist an der zellulären Energieproduktion essentiell beteiligt. Ihre positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel gilt als medizinisch gesichert. Die Senkung des Blutzuckerspiegels durch die Erhöhung der Insulinempfindlichkeit gehören zu ihren hilfreichen Wirksamkeiten. Die Glucoseaufnahme im Muskel- und Fettgewebe wird gefördert und bei der Insulinsynthese ist Alpha-Liponsäure ebenfalls beteiligt. Die Fettverbrennung und der gesamte Fettstoffwechsel wird unterstützt. In einer placebokontrollierten Studie konnten adipöse Patienten bei einer Kombination von hypokalorischer Diät zusammen mit einer Einnahme von 1.800 mg Alpha-Liponsäure täglich über die Dauer von 20 Wochen deutlich abnehmen. Über 20 Prozent der Patienten wogen danach 5 Prozent weniger (vgl. Koh EH et al. Effects of Alpha-lipoic acis on body weight in obese subjects. Am J Med. 2011, 124; 85e1-85e8). Bei Neben- und Folgeerkrankungen von Diabetes kann es zur Schädigung des peripheren Nervensystems wie Neuropathie oder Schädigung von Nervenleitungen kommen. In verschiedenen Studien wurde der wirksame Einsatz von Alpha-Liponsäure untersucht und hat die Verbesserung verschiedener neuropathischer Beschwerden ergeben. Bei schulmedizinischen Therapien von Neuropathie wird Alpha-Liponsäure seit Jahrzehnten verwendet. Ein positiver Einfluss wird auch für das bei Diabetikern erhöhte Risiko für grauen Star und diabetischer Retinopathie vermutet. Die antioxidative Kraft des körpereigenen, vitaminähnlichen Stoffs erhöht die Konzentration von Glutathion sowie Vitamin C und E in der Augenlinse und hemmt das Enzym Aldosreduktase.

Leber präventiv schützen und
Lebererkrankungen therapieren

Alpha-Liponsäure kann die Leber schützen durch die oben beschriebenen antioxidativen Eigenschaften, indem sie die oxidative Schädigung von Lipopolysaccharide, Arsen, Giftstoffen aus Umwelt oder Arzneimitteln reduziert. Sie regeneriert andere wichtige Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und Glutathion und bereitet das Coenezym Q10 und NAD (NicotinamidAdeninDinucleotid) wieder körperwirksam auf. Die Fettsäure wird gegen das Fortschreiten von nicht-alkoholischer Leberverfettung, Leberfibrose und Leberzirrhose sowie in der Prävention eingesetzt.

Schwermetallvergiftung

Schwermetalle werden im Körper gespeichert und reichern sich im Gewebe an. Auch wenn der Organismus von der weiteren Einwirkung einer schädlichen Schwermetallquelle entfernt wurde, bleibt eine Belastung des Körpers durch die gespeicherten Schwermetalle bestehen, die nach und nach freigesetzt werden. Chelatbildner wie Alpha-Liponsäure können das natürliche Ausscheiden von Schwermetallen begünstigen, indem sie zweiwertige Ionen komplexieren. Hier sind die besonderen Eigenschaften der Alpha-Liponsäure hilfreich, denn sie kann in allen Bereichen des zentralen und peripheren Nervensystems wirken, sogar im Gehirn, im Gegensatz zu vielen anderen Chelatbildern.

Zellalterung aufhalten

Mit dem Alter nimmt die körpereigene Produktion von Alpha-Liponsäure ab. Die gleichzeitige Zellalterung lässt mehr freie Radikale entstehen. Dagegen kann eine zusätzliche Einnahme von Alpha-Liponsäure den oxidativen Stress reduzieren. Als Radikalfänger und Unterstützer weiterer antioxidativer Substanzen wie Vitamin C und E sowie mitochondrialer Enzyme wie Isocitrat-Dehydrogenase, Succinat-Dehydrogenase und Cytochrom-c-Oxidase kann Alpha-Liponsäure unterstützend dem Alterungsprozess entgegenwirken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Zink

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zink
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Bezugsquelle: Zink Chelat

Das essentielle Spurenelement aller Lebewesen

Zink ist ein wichtiges Spurenelement für alle Lebewesen, auch für den menschlichen Organismus. Es gehört zu den unentbehrlichen Spurenelementen für den Stoffwechsel. Über 300 Enzyme haben Zink als wichtigen Bestandteil. Als chemisches Element gehört es zu den Übergangsmetallen mit der Ordnungszahl 30 und dem Elementsymbol Zn. Der Name Zink kommt von Zinke oder Zind für Zacke, Zahn, da Zink zackenförmig erstarrt.

Große Vorkommen auf der Erde

Zink befindet sich hauptsächlich in Erzen gebunden. Auf der Erde zählt es zu den relativ häufig vorkommenden Elementen an Platz 24, noch vor Kupfer und Blei.

Zweithäufigstes Element im menschlichen Körper

Im Körper ist Zink das zweithäufigste Spurenelement. Ein Erwachsener besitzt in allen Körperzellen insgesamt 2 bis 3 Milligramm Zink, insbesondere in den Knochen, Muskeln, Ovarien, Hoden, Prostata, Haaren, Augen und in den Inselzellen der Bauspeicheldrüse.

Zink kann nicht im Körper gebildet oder gespeichert werden. Eine ständige Zufuhr durch die Nahrung ist daher besonders wichtig. Zinkmangel führt zu Wachstumsstörungen, Blutarmut und Unterfunktion der Keimdrüsen. Eine geschwächte Immunabwehr und Wundheilungsstörungen, Haarausfall, trockene Haut und brüchige Nägel können ebenfalls auf unzureichende Zinkversorgung hinweisen. Phytinsäurehaltige Nahrungsmittel können eine Aufnahme von Zink im Darm behindern.

Vorkommen in Lebensmitteln

Zink ist in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Rotes Fleisch
  • Meeresfrüchte und Krustentiere
  • Käse
  • Vollkornprodukte, Weizen, Weizenkeime
  • Walnüsse, Pekannüsse
  • Pilze und Hefen
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen
  • Grüner Tee

In Erdnüssen ist zwar viel Zink enthalten, gleichzeitig jedoch auch eine hohe Konzentration an Phytinsäure, die die Zinkaufnahme erschwert. Nur zehn Prozent des aufgenommenen Zinks können vom Körper absorbiert werden, der rest wird ungenutzt ausgeschieden.

Chelat

Anorganische Mineralien wie Zink sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind Spurenelemente für den Menschen verfügbar. Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosären und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Funktionen im menschlichen Organismus

Zink ist an sehr unterschiedlichen Abläufen im Körper beteiligt. Eine Schlüsselfunktion übernimmt es im Eiweiß-, Fett- und Zuckerstoffwechsel. Der Stoffwechsel von Vitamin A sowie von Hormonen wie Wachstums- und Sexualhormone werden von Zink beeinflusst. Der Aufbau der Erbsubstanz (DNA) und das Zellwachstum hängen wesentlich von Zink ab. Während der Schwangerschaft sorgt Zink für die Übertragung des Genmaterials und ein differenziertes Zellwachstum. Viele weitere Hormone benötigen das Spurenelement, um reibungslos zu funktionieren, darunter Insulin, die Schilddrüsenhormone und Gewebehormone. Außerdem ist das Spurenelement Bestandteil sehr vieler wichtiger Enzyme, unter anderem der RNA-Polymerase.

Besonders das Immunsystem ist auf Zink angewiesen. Zink wirkt antioxidativ und begegnet der Zellalterung. Freie Radikale bei oxidativem Stress werden durch Zink unschädlich gemacht und so die Zellschädigung vermindert. Im Knochenaufbau und bei der Bildung fester Knochen ist Zink maßgeblich beteiligt. Zink kommt im Blut in der Bindung mit Albumin vor. Bei der Zellteilung und an der Wundheilung ist Zink beteiligt. Für die mentale Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit hat sich Zink als essentiell bedeutsam erwiesen. Untersuchungen deuten auf die Bedeutsamkeit des Spurenelements bei Gehirnfunktionen und im Umkehrschluss auf mögliche Wirksamkeit bei Schizophrenie und anderen psychischen Erkrankungen hin.

Am besten wirkt Zink zusammen mit Vitamin A, Calcium und Phosphor. Der Proteinumsatz im Körper wird gesteigert, was Zellverjüngung und Wachstum unterstützt.

Zinkmangel

Einseitige Ernährung und die unterschiedliche Zinkdurchdringung verschiedener Böden können zu Zinkmangel führen. Bei übermäßigem Schwitzen kann der Körper bis zu drei Milligramm Zink am Tag verlieren. Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln wird Zink oftmals reduziert, so dass ein aktueller Bedarf oft nicht sofort zutage tritt. Die Liste der möglichen Symptome ist lang und kann vielleicht am besten kennzeichnen, wie wichtig Zink für die menschliche Gesundheit ist.

Anämie, Appetitlosigkeit, Chronische Müdigkeit, Depression, Geschmacks- und Geruchssinn sind vermindert, Glucoseintoleranz, Haarausfall, Hautstörungen, Infektionsanfälligkeit , Konzentrationsschwäche, Lernschwäche, Candida-Erkrankungen, Psychosen, Unfruchtbarkeit, Verzögerte sexuelle Entwicklung, Wachstumsverzögerung, Wundheilungsstörungen, uvm.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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