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Wassermelone: Kerne nicht wegwerfen

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Kernlose Melonen?

Es ist eigentlich ein Skandal, dass Wassermelonen die Kerne weggezüchtet werden. Denn genau in den Kernen stecken viele gesundheitsfördernde Wirkstoffe drin. Der Verzehr der Kerne kann daher viele gute Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Zum Wegwerfen eindeutig zu schade!

Wertvolle Inhaltsstoffe

Melonenkerne haben mit ihren vielen Ballaststoffen eine positive Wirkung auf die Verdauung. Ebenso können sie für eine gesunde Darmflora sorgen. Die in den Kernen enthaltene Aminosäure Citrullin fungiert als Antioxidant. Citrullin sorgt dafür, dass sich die Gefäße erweitern und die Durchblutung gefördert wird. Ideal für Herz, Kreislauf und das Gedächtnis. Viele Vitamine und Spurenelemente in den Kernen (Magnesium, Vitamin A, B, C und Eisen) tragen dazu bei die gesamten Körperfunktionen gesund zu erhalten und zu optimieren.

Vorbereitung

  • 1 Handvoll Wassermelonen-Kerne
  • Im Backofen (Alternativ: Pfanne) erhitzen
  • Sobald ein süßlicher Geruch aufsteigt sind die Kerne vollkommen getrocknet
  • Die getrockneten Kerne mit einem Mörser zermahlen

Dieses gesunde Melonenkern-Pulver ist die Grundlage von 2 Rezepten!

Melonenkern-Tee

  • 4 Teelöffel frisch gemahlener Wassermelonen-Kerne
  • In ungefähr 2 Liter kochendes Wasser geben
  • Ungefähr 15 Minuten köcheln lassen

Dieser Tee ist nicht nur lecker. Er ist auch sehr gesund, da auf diese Weise wirklich alle guten Wirkstoffe aktiviert werden. Auch gekühlt ein erfrischendes Getränk!

Milchshake aus Melonen-Kernen
  • 1 Teil frisch gemahlener Wassermelonen-Kerne
  • 10 Teile warme oder kalte Milch (Verhältnis 1:10)
  • Gut verrühren

Bei Verdauungsbeschwerden und Nierenproblemen ist dieser Milchshake sehr geeignet. Wassermelonen wirken als  ein gutes Diuretikum und unterstützen die Nierenfunktion. Die Inhaltsstoffe werden durch die Milch langsam aufgenommen, so dass der Körper über einen längeren Zeitraum gleichmäßig versorgt wird.

Tipp

Auch die Schale der Wassermelone hat viele gesundheitsfördernde Wirkstoffe. Die Schale zu essen klingt ungewöhnlich, kann aber sehr hilfreich sein. weiterlesen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Avocado (Persea gratissima)

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Botanisch eine Beere

Die Avocadofrucht wächst an einem Baum, der bis zu 15 m hoch werden kann. Die Pflanzenart stammt aus der Familie der Lorbeergewächse. Der Avocadobaum hat bis zu 40 cm lange, immergrüne Blätter und gelb-grünlichen Blüten. Die Frucht der Avocado ist botanisch eine Beere. Sie hat eine birnenförmige Form mit gelblichem, grünlichem Fruchtfleisch. Der Kern ist etwa so groß wie ein Golfball.

Ursprung in Südmexiko

Die Avocado hat ihren Ursprung in Südmexiko. Sie wurde schon sehr früh von der Coxcatlán-Kultur in Tehuacán kultiviert. Seit etwa 10.000 Jahren nutzen die Menschen im tropischen und subtropischen Zentralamerika bereits die Avocado, bevor sie von den Spaniern in die Karibik, nach Chile und Madeira gebracht wurde und sich von dort weiterverbreitete. Runs ums Mittelmeer wird die Avocado erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts angebaut. Es existieren 400 Kultursorten weltweit. Heute wird die Avocado in den Tropen, sowie in Südafrika, Israel, Kalifornien, Chile, Peru, Australien, Neuseeland und Südspanien (Málaga, Küste von Granada) angebaut.

Heilwirkung der Avocado

Avocados enthalten viele wertvolle Nährstoffe. 20 Vitamine, Mineralstoffe, zahlreiche einfach ungesättigte Fettsäuren. Nicht nur als schmackhaftes und gesundes Essen eignet sich die Avocadofrucht. Viele Krankheiten und Beschwerden lassen sich durch Avocados auf dem Speiseplan vorbeugen und lindern. Das Superfood Avocado stärkt nicht nur das Herz, es schützt auch vor Erkrankungen wie Osteoporose und verschiedenen Krebsarten. Auch für die Augen und die Sehstärke ist Avocado eine heilsame Ergänzung zur Nahrung. Aber auch der Psyche kommt die Avocado zugute: Ein hoher Eiweißgehalt, einfach ungesättigte Fettsäuren und viel natürliches Vitamin B erhöht den Serotoninspiegel und kann daher die Stimmung aufhellen.

Neurodermitis

Der hohe Anteil von Linol und Linolen, Mineralstoffen und Vitaminen ist für Neurodermitiker sehr gut geeignet. Da ihre Haut sozusagen chronisch gestresst ist, neigt sie häufig zu Entzündungen mit zum Teil quälendem Juckreiz. Gezielte Pflege zur Vorsorge und Therapie sind Cremes mit Avocado-Öl, das die Zellregeneration fördert. Aber auch innerlich angewandt hilft die Avocado bei regelmäßigem Verzehr einigen Neurodermitikern.

Kopfschmerzen

Natürliche Salicylsäure kommt in Form ihres Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten und Wurzeln verschiedener Pflanzen vor. Die Avocado hat einen recht hohen Anteil von 0,6 mg/100 g an Salicylsäure, der Kopfschmerzpatienten helfen kann.

Herz Gesundheit

Lange Zeit galt die Avocado aufgrund ihrer Fetthaltigkeit als ungesund. Dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt. Der Verzehr von Avocados unterstützt das komplexe Transportsystem des menschlichen Körpers, das anatomisch aus dem Herz und den Blutgefäßen besteht und für die Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs verantwortlich ist: Das kardiovaskuläre System.

„Avocados enthalten wirklich viele Antioxidantien, sie schützen also vor Krankheiten und Krebs. Sie sind gleichzeitig eine wirklich gute Quelle für Fette, die dem Herzen gut tun und es schützen.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Muskelkater

Für Sportler ist die Avocado aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren sehr zu empfehlen. Die ungesättigten Fettsäuren fördern die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. So liefern sie die für den Sport notwendige Energie, ohne sich direkt in den Fettzellen anzusammeln. Avocados sind ein sehr gutes Mittel gegen Muskelkater, wenn sie vorbeugend vor der Sporteinheit eingenommen werden. Sie stärken ebenfalls die Muskulatur und helfen bei Muskelkrämpfen.

Sogar der Kern ist kostbar

Der harte golfballgroße Kern in der Mitte der Avocado ist ebenfalls ein sehr nährstoffreicher Teil der Avocado. Wenn Sie ihn im Ofen trocknen und anschließend in kleine Stücke schneiden oder zu feinem Pulver zermahlen, haben Sie eine wertvolle Quelle an Antioxidantien und Ballaststoffen. Der bittere Geschmack lässt sich kaschieren, wenn das Avocado-Kern-Pulver zu Smoothies oder Säften hinzugegeben wird.

 „Rund 70 Prozent der Antioxidantien in der Avocado sind im Kern enthalten.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Antioxidantien sind bei der Abwehr von Krankheitserregern und Entzündungen. Sie unterstützen das Immunsystem, indem sie freie Radikale neutralisieren. Sogar beim Verhindern von Faltenbildung haben sich Antioxidantien als hilfreich erwiesen.

Darmflora

Avocadokerne enthalten einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Deshalb fördert die Einnahme von Avocadokernpulver eine gesunde Darmflora, die gute Bakterien in Ihrem Darm unterstützt und als eine Art Präbiotikum wirkt.

Verdauung

Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffen führen zu einem stärkeren Sättigungsgefühl. Zum Abnehmen kann der Avocadokern deshalb sehr hilfreich ein, da man weniger Kalorien zu sich nimmt, wenn man bereits satt ist. Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für einen regelmäßigen Stuhlgang. Darüber hinaus senken sie das schädliche Cholesterin.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Diabetes (Zuckerkrankheit)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Diabetes?

Diabetes mellitus wird auch die Zuckerkrankheit genannt. Bei dieser Stoffwechselstörung kann Zucker vom Körper nicht richtig verarbeitet werden. Deshalb ist die Glukosekonzentration im Blutspiegel ständig erhöht. Entscheidend für die Zuckerverwertung ist das Hormon Insulin, das in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird.

Schäden vorprogrammiert

Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht gerät, sind Schäden am Gefäßsystem vorprogrammiert. Das kann die Augen betreffen, das Herz, die Nieren, die Nerven und die Füße.

Ständige Achtsamkeit

Jeder Diabetespatient achtet sehr genau auf seine Blutzuckerwerte (BZ), also den Zuckergehalt im Blut. Er wird gemessen in mg/dl oder mmol/l. Gerade bei der Typ 2-Erkrankung zeigen sich oftmals lange keine Symptome, bis plötzlich der Blutzuckerspiegel einen kritischen Wert erreicht.

Ist der Blutzucker noch normal?

Ab den folgenden Normwerten spricht man von krankhaften Werten: nüchtern 126 mg/dl, zu jeder anderen Zeit über 200 mg/dl. Ein weiterer wichtiger Wert ist der Blutzucker-Langzeitwert, der HbA1c.

Symptome bei erhöhtem Blutzucker

Typische Symptome bei Diabetespatienten sind bei erhöhtem Blutzuckerspiegel, der sogenannten Überzuckerung oder Hyperglykämie, verstärkter Durst und häufiges Wasserlassen sowie Sehstörungen, Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen. Sehstörungen, Juckreiz und Fußprobleme können auftreten. Daneben wirken Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit und schnelle Ermattung und Müdigkeit zu den störenden Kennzeichen.
Eine schwere Hyperglykämie kann zu diabetischen Koma führen.

Symptome bei niedrigem Blutzucker

Anzeichen für Unterzuckerung oder Hypoglykämie sind ein pelziges Gefühl im Mund, Kribbeln und Nervosität, Schweißausbrüche und Heißhunger. Bei schwerem Unterzuckerung kann es zu Sprachstörungen, Sehstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
Ohne Zuckerzufuhr kann Bewusstlosigkeit eintreten, möglicherweise mit bleibenden Hirnschäden oder Todesfolge.

Es wird seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft unterschieden zwischen folgenden Diabetesformen.

Typ 1 betrifft oft Jugendliche

  • Bei Diabetes mellitus Typ 1 wird von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den Langerhansschen Inseln kein Insulin gebildet. Es entsteht ein absoluter Insulinmangel. Insulin wird benötigt, um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Wenn dieser Transportweg gestört ist, steigt der Blutzucker an, den Zellen fehlt jedoch nach wie vor Zucker für ihre Energiegewinnung. Der ständig zu hohe Blutzucker kann zu Schädigungen führen.
  • Bei Diabetes Typ 1, bei dem kein Insulin vom Körper gebildet wird, ist eine Insulintherapie unumgänglich.
  • Etwa 10 Prozent der Diabeteserkrankungen gehören zu diesem Typus. Da häufig Kinder zwischen 11 und 13 Jahren betroffen sind, wurde früher oftmals der Ausdruck juveniler Diabetes gebraucht.

Typ 2 als Zivilisationskrankheit

  • Diabetes mellitus Typ 2 wurde früher auch Altersdiabetes genannt. Bei dieser Diabetesform mit relativem Insulinmangel kann das Insulin in den Zellen nicht richtig verwertet werden. Das nennt man Insulinresistenz. Dazu kommen Unregelmäßigkeiten durch eine zu langsame Ausschüttung. Dadurch steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit zu schnell an. Der Körper versucht im Ausgleich, mehr Insulin zu produzieren. Störungen bei der Insulinproduktion sind die Folge.
  • Typ 2 tritt häufig auf in Verbindung mit Übergewicht (Adipositas) oder dem Metabolischen Syndrom, auch genannt „das tödliche Quartett“ aus Übergewicht plus Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und Diabetes mellitus. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt dabei sehr stark an. Dabei scheint nach neuesten Erkenntnissen ganz besonders das Übergewicht der entscheidende Faktor zu sein.
  • Diese Typ-2-Stoffwechselkrankheit ist die häufigste Form der Diabetes. 90 Prozent der Erkrankungen betreffen diese Form, die besonders in den Industriestaaten anzutreffen ist.

Typ 3 und 4

  • Typ 3 umfasst alle anderen spezifischen Diabetesformen außer Typ 4, den Schwangerschaftsdiabetes.

Das kann helfen bei Diabetes

Bei dem weitaus häufigsten Fall, der Typ-2-Erkrankung, sollte eine Insulintherapie vom Arzt nur dann verordnet werden, wenn zuvor alle anderen Mittel ausgeschöpft sind. Denn der Ursprung der Erkrankung ist zunächst nicht der Insulinmangel, sondern die Insulinresistenz, die bewirkt, dass das Insulin am Zielort wirkungslos bleibt. Der Insulinresistenz kann entgegengewirkt werden durch mehr Bewegung, eine vitalstoffreiche Ernährung und durch Gewichtsabnahme.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung und besonders Ausdauersport ist eine wirksame Maßnahme gegen Fettdepots. Als Faustregel gelten 150 Minuten Sport pro Woche, aufgeteilt auf drei oder fünf Tage.
Körperliche Aktivität wird nicht nur zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Die Insulinresistenz wird ebenfalls reduziert. Dadurch kann das körpereigene Insulin wieder besser wirken. Durch Bewegung wird außerdem die Glucoseaufnahme und die Verwertung in der Skelettmuskulatur verbessert. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel gesenkt werden.

Ernährung

Diätische Behandlungen mit dem doppelten Ziel der Gewichtsabnahme und der Vermeidung zu starker Schwankungen im Blutzuckerspiegel sind sehr sinnvoll. Für die Ernährung gelten dabei im Grunde genommen die gleichen Grundregeln wie für einen Nicht-Diabetiker:
Etwas über die Hälfte der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen, 10 bis 15 Prozent aus Eiweiß, 20 bis 30 Prozent aus Fett – wobei pflanzliche Fette und Omega-3-reiche Fettsäuren bevorzugt werden sollten. Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse auf den Speiseplan.
Die Kalorien aus der Fettzufuhr müssen der körperlichen Aktivität angepasst werden. Denn hier ist zwar nicht sofort ein erhöhter Blutzuckerwert die Folge, aber wenn das Übergewicht unterstützt wird, dann wird damit auch die Insulinresistenz erhöht.

Positive Berichte bei Gewichtsabnahme

Es gibt zahlreiche Krankenakten, bei denen Diabetiker-Patienten, die ihr Übergewicht auf Normalgewicht reduzieren konnten, keinerlei Medikamente mehr benötigten.

Vollkornprodukte

Vollkornprodukte lassen den Blutzucker langsamer ansteigen durch die Aufspaltung der langkettigen Zuckermoleküle. Dabei hat der reiche Ballaststoffanteil bei Vollkornprodukten eine sättigende Wirkung, was gegen die Bildung von Übergewicht hilfreich ist. Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch und frisches Obst gehören ebenfalls zu den zu bevorzugenden Lebensmitteln.

Achtung, kurzkettige Zucker

Die moderne Einstellung zu Diabetes verteufelt die kurzkettigen Zucker (Saccharose) wie beispielsweise in Haushaltszucker für Diabetiker nicht mehr komplett. In vernünftigem Umfang können diese konsumiert werden, jedoch ist es speziell bei süßen Getränken sinnvoll, solche mit Zuckeraustauschstoffen (Ersatzstoffen) zu bevorzugen, denn zuckerhaltige Getränke werden extrem schnell resorbiert. Ein sehr schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels ist die Folge.

Heilpflanzen

Der Heilpraktiker oder Arzt weist vielfach auf die positive Unterstützung bei Diabetes-Therapien durch Heilpflanzen hin.

Kürbis

Kürbis als Gemüse ist ein schmackhafter Blutzuckersenker und wirkt offenbar der Insulinresistenz entgegen. Studien forschen an der Nutzbarmachung von dem Potenzial der Erneuerung geschädigter Bauchspeicheldrüsenzellen durch Kürbiswirkstoffe. Außerdem enthält das Kürbisfleisch wenig Kalorien, viele Ballaststoffe und wertvolle Antioxidatien. Kürbiskernöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl mit essentiellen Fettsäuren.

Leinöl

Die essentiellen Fettsäuren aus Leinsamenöl sind in der Lage, Zellschädigungen durch chronisch erhöhten Blutzucker entgegenzuwirken.

Zimt

Zimtrinde vermag den Blutzucker senken und unterstützt die Insulinproduktion. Deshalb ist das Gewürz als Hausmittel bei Diabetes bekannt.

Mariendistel (Carduus intybus)

Ein natürlicher Wirkstoff zur Reduktion von Insulinresistenz ist Silymarin, das in der Mariendistel enthalten ist.

Ingwer (Zingiber officinale)

Der Namenszusatz von Ingwer „officinale“ deutet darauf hin, dass es sich um eine zugelassene Arzneipflanze handelt. Gingerole aus der vitalstoffspendenden Knolle können die Aufnahme von Glukose in die Zellen der Skelettmuskulatur unterstützen.

Artischocke (Cynara scolymus)

Die Wirkstoffe aus der Artischocke können den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen. Im Handel gibt es zahlreiche Fertigpräparate, die sich der Naturheilkraft aus der Artischocke bedienen.

Wegwarte (Cichorium intybus)

Regulierend auf den Zuckerstoffwechsel und ebenso auf die Leber wirken die Bitterstoffe der Wegwarte.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Mit klugen Fetten gesund bleiben

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Widersprüchliche Information

Wir als Verbraucher werden von verschiedenen Stellen mit unterschiedlichen Informationen über Fette versorgt. Versteckte Absichten, die hinter den kommerziellen Interessen großer Konzerne stehen, kann man oft nur schwer durchschauen. Zahlreiche andere Informationsquellen sind sehr zum Teil widersprüchlich. Der Gesundbuch-Verlag möchte in diesem Artikel versuchen einige Fakten über Fette richtig zu stellen.

Keine Angst vor Fett

Woran denken Sie, wenn Sie gesättigte Fette hören? An Herzinfarkt? Achtung, Fette sind für den menschlichen Körper sehr wichtig. Gar kein Fett zu essen kann tödlich sein! Es müssen eben die richtigen sein und sie müssen außerdem noch in einer gesunden Zusammensetzung vorkommen. Nicht alle Fette sind schlecht. Wie immer lohnt es sich etwas genauer hin zu schauen als die Schulmedizin und Big Pharma uns einreden möchte.

Kluge Fette

Für das Funktionieren von Herz und Gehirn ist Fett unerlässlich. Der Mensch braucht Fett und das gar nicht mal so wenig. Ja sogar zum Abnehmen ist die Zufuhr von Fetten wichtig!
Die Unterteilung in „gute“ (ungesättigte) und „schlechte“ Fette (gesättigte) ist überholt. Stattdessen wäre es sinnvoller von „klugen“ Fetten zu sprechen.
Klug wäre es, wenn Sie bei Fetten folgendes beachten:

  • Eine gesunde Mischung von ungesättigten und gesättigten Fetten (mehr ungesättigte als gesättigte)
  • Auch bei ungesättigten Fettsäuren auf die Zusammensetzung achten (Mehr Omega-3 als Omega-6)
  • Auf die Qualität achten (Frisches immer industriell Verarbeitetem vorziehen)
  • Achtsam und bewusst einkaufen (je mehr frisches Grünfutter Weidetiere bekommen, desto höher ist der Anteil an Omega-3 Fettsäuren)
  • Zuchtfische erhalten oft Omega-6 haltiges Futter (Wildlebende den Zuchtfischen vorziehen)
  • Die Menge der Fette insgesamt im Auge behalten

Moringa

Mit einem Gesamt-Fettsäureanteil von 3,2% liegt Moringa Oleifera etwa bei Kuh-Vollmilch. Der Stoffwechsel der fettlöslichen Vitamine wie Vitamin A, D, E, K und die Carotinoide wird so optimal gewährleistet. Aber dieser Fettanteil hat auch noch einen weiteren, sehr wichtigen Aspekt: Der Anteil von 3,3 % Linolsäure (Omga-6) und 19,5 % Alpha-Linolensäure (Omega-3) ist sehr vorteilhaft, weil unsere Nahrung oft sehr Omega-6-lastig ist: Die Lebensmittelhersteller werben seit Jahrzehnten mit essentiellen Fettsäuren, aber sie unterscheiden sie nicht. So ist in fast allen Fetten ein Gefälle zugunsten von Omega-6 und zu Ungunsten von Omega-3:

Fettsäurenzusammensetzung
Anteile
Linolsäure
(Omga-6)
Alpha-Linolensäure
(Omega-3)
Sonnenblumenöl 122 1
Dieselöl 148 1
Weizenkeimöl 8 1
Sojaöl 7 1
Walnussöl 4 1
Hanföl 3 1
Rapsöl 2 1
Leinöl 1 4
Moringa Oleifera 1 6
Vegane Ernährung

Der Trend zur veganen Ernährung ist generell positiv zu bewerten. Aber auch Veganer können Lebensmittel zu sich nehmen, die zwar nicht mit tierischen Rohstoffen hergestellt werden, aber trotzdem schrecklich ungesund sind und viele versteckte Fette enthalten. Viele Fertigprodukte sind schließlich auch vegan!
Halten Sie sich lieber an frisches Obst und Gemüse. Es liefert zahlreiche Flavonoide, Polyphenole, Katechine, Vitamine und Mineralstoffe.

Tipp

Moringa Oleifera kann eine gute Ergänzung sein, wenn Sie ein gesundes Gleichgewicht der essentiellen Fettsäuren erreichen wollen. http://www.silbertau.com/Produktgruppen/Moringa/

Hinweis

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Parasiten
– Ausleitung Kur

parasitenkur
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Der Feind in Dir

Parasiten – oder auch Schmarotzer – gibt es für praktisch jede Lebensform. Parasiten, die vom menschlichen Körper schmarotzen, lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: In Würmer und die mikroskopisch kleinen Einzeller Protozoen.
Fadenwürmer, Bandwürmer, Madenwürmer, Rundwürmer, Spulwürmer, Peitschenwürmer gehören zu den verbreitetsten Wurmparasiten, die sich im menschlichen Körper einnisten können. Auch Giardien und Amöben gehören zur Palette. Es gibt Parasiten, die sich über die Blutbahn oder das Lymphsystem im Körper verbreiten und von dort auch bis Gehirn gelangen können oder in Organe wie Lunge oder Herz etc. befallen können.

Jeder kann betroffen sein

Wer denkt, dass von Parasiten nur Menschen in der Dritten Welt betroffen sind, liegt falsch. Auch in Europa ist die Mehrheit der Menschen von mindestens einem Parasiten befallen, der von Nahrung und Zellen lebt. Sie können so gut wie jedes Gewebe betreffen. Von Parasiten und ihren toxischen Stoffwechsel-Abfallprodukte kann ein oft unterschätztes Gesundheitsrisiko ausgehen.

Wie gelangen Parasiten in den Körper?

Wurmeier oder Protozoen können mit der Nahrung aufgenommen werden, eingeatmet, über die Schleimhäute aufgenommen oder auch über die Haut absorbiert werden, zum Beispiel durch Barfußlaufen auf verseuchtem Boden.
Verunreinigtes Wasser, Fäkalien, die beispielsweise beim Düngen in den Boden und Nutzpflanzen gelangen oder nicht durchgebratenes Fleisch sind typische Ansteckungsherde. Insekten wie beispielsweise Stechmücken können als Wirtstiere Parasiten übertragen und Haustiere sie an den Menschen herantragen.

Immunabwehr schützt

Ob sich die Parasiten jedoch im Körper festsetzen, hängt stark mit einem gut funktionierenden Immunsystem zusammen. Organismen, die gut versorgt sind mit ausreichend Vitalstoffen werden weitaus weniger betroffen sein. Wichtig ist daher, die Vitalfunktionen stets durch ausgewogene Ernährung und zu unterstützen.
Das ist umso wichtiger, wenn der Organismus geschwächt ist von Medikamenteneinnahme wie die Pille oder Antibiotika, Strahlentherapie oder Quecksilberbelastung, die aus Zahnfüllungen herrühren kann.

Parasitäre Risiken

Medizinische Test existieren nur für etwa 50 von rund 1.000 existierenden Arten von Schmarotzern. Meistens werden Stuhlanalysen eingesetzt, die jedoch nicht greifen, wenn es sich um Parasiten in anderen Organen handelt wie Herz und Lunge oder sie verkapselt sind, selbst wenn es sich um die Darmwände handelt.
Manche Parasiten besitzen Stoffe, die das Immunsystem unterdrücken, so dass sich die Parasiten ungestört entwickeln und vermehren können. Eine geschwächte Immunabwehr wiederum bietet ein Einfalltor für weiteren Befall oder Infektionskrankheiuten.
Für folgende Erkrankungen sind schon Parasiten als Auslöser vermutet worden.

  • Allergien
  • Heißhunger auf Süßes
  • Reizdarm
  • Durchfall (Diarrhöe)
  • Verstopfung
  • Blähungen und Unterleibkrämpfe
  • Fatigue-Syndrom (permanente Erschöpfung)
  • Schlafprobleme
  • Afterjucken
  • Verwirrtheit
  • Bettnässen
  • Nabelschmerzen
  • Zähneknirschen
  • Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse beim Mann)
  • Anämie (Blutarmut)
  • Gelenkschmerzen
  • Granulomas, tumorähnliche Geschwüre, die Parasiten einkapseln
  • Ständige Hautprobleme

Das kann helfen bei Parasiten

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind ein wirksames Basisinstrument, um für eine gute Ausscheidung von Parasiten zu sorgen, die über die Nahrung aufgenommen werden. Die Pflanzenfasern quellen im Darm auf und schrubben die Darmwände von innen. Sie binden Giftstoffe, auch solche, sie beispielsweise aus Abfallprodukten von Parasiten kommen, und sorgen für eine natürliche Entsorgung – und obendrein eine gute Verdauung.
Wenn zu wenig Ballaststoffe über frische Gemüse etc. aufgenommen werden, kann man leicht mit natürlichen Stoffen wie beispielsweise Flohsamen unterstützen.

Enzyme

Bei der Nahrungsaufnahme fungiert die Salzsäure im Magen bereits als erste Sperre für Parasiten und Keime. Eine funktionierende Verdauung ist stets ein guter Schutz.
Enzyme sind für die Zerlegung der Nahrung in ihre Bausteine zuständig, die dann über die Schleimhaut ins Blut aufgenommen werden. Wenn ein Enzymmangel entsteht, beispielsweise durch Enzymzerfall beim Kochen, Konservierung oder durch einen Parasitenbefall, können gut verwertbare Enzyme aus Pflanzen zusätzlich die Aufnahme von wichtigen Vitalnährstoffen unterstützen.
L-Glutamin und N-Acetyl-Glucosamin können helfen, die Darmschleimhaut zu erneuern und so die Abwehrfunktion zu stärken.

Darmflora

Eine gesunde Darmflora ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung für Parasitenentgiftung und vorbeugenden Schutz. Die Darmflora ist auf die vielen hilfreichen Bakterien angewiesen, die im gesunden Darm natürlich angesiedelt sind.
Nach Darmreinigungsprogrammen oder falls die Darmflora geschädigt ist, sollte zumindestens auf eine ausreichende Versorgung mit Lactobacillus acidophilus, Bifidobakterien bifidum und infantis geachtet werden, die auch als Fertigpräparate im Handel angeboten werden.

Reinigungsheilkräuter

Die Natur hält eine große Palette an antiparasitäten Heilpflanzen bereit, die seit Jahrtausenden angewendet werden. Tiere kennen die wirksamen Pflanzen intuitiv und holen sich ihre Medizin bei einem Parasitenbefall direkt aus der Natur.

Schwarzwalnuss-Extrakt ist einer der Hauptinhaltsstoffe für viele Fertigpräparate. Aus der grünen Hülle der Nuss wird der Wirkstoff Alkaloid gewonnen, der stark gegen Parasiten und Pilzinfektionen wirkt.

Olivenblätterextrakt wird seit Jahrtausenden zur antibakteriellen, antiviralen, entzündungshemmenden und immunsteigernden Stärkung der Gesundheit eingesetzt. Unter anderem enthalten die Blätter des Olivenbaums auch einen Wirkstoff, der sich gegen Parasiten durchsetzen kann.

Kürbiskerne mit ihrem Wirkstoff Piperazin können sich positiv bei Befall durch Spul- und Bandwürmer auswirken.

Papayakerne sind ein natürliches und einfach anzuwendendes Mittel gegen verbreitete Wurmarten, die im Darm angesiedelt sind. Eine Handvoll Papayakerne zerkauen, darin besteht die ganze Therapie, zu der auch Studien existieren. Grapefruitkerne können einen ähnlichen Effekt besitzen.

Knoblauch enthält einen hohen Gehalt an Allacin. Frischer Knoblauch kann daher eine gute Waffe gegen Giardien und sogar Spul- und Bandwürmer. Wichtig ist die frische Verarbeitung, da der Wirkstoff Allacin rasch in schwefelhaltige Verbindungen zerfällt.

Oregano-Öl besitzt eine deutlich höhere Wirkkraft als frischer oder getrockneter Organo. Neben antibiotischen Effekten ist das Öl als antiparasitäres Naturheilmittel tradiert. Auch für Rosmarin und Thymian wird eine ähnliche Wirkung überliefert.

Wermut ist seit dem Altertum für seine gesundheitsstärkende Wirkung bekannt, die nicht zuletzt auch effektiv gegen Darmparasiten einsetzbar ist. Medizin muss bitter schmecken, diese Weisheit ist eng verknüpft mit Wermut, einer der bittersten Heilpflanzen überhaupt. Die Pflanze trägt auch den Beinamen Wurmkraut. Achtung, reines Wermutöl ist giftig. Wermut kann als Tee, Flüssigkeitsextrakt oder Kapseln im Handel erworben werden.

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Arginin

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Die essentielle Aminosäure für die Blutgefäße

Arginin zählt zu acht essentiellen Aminosäuren, die unersetzbar ist für den menschlichen Organismus und im Körper nicht in genügender Menge durch Biosynthese hergestellt werden kann. Der Bedarf muss daher zusätzlich über die Nahrung gedeckt werden. Da sie teilweise vom Körper gebildet werden kann, also nicht ausschließlich von der Nahrungsaufnahme abhängig ist, wird Arginin auch als semi-essentielle Aminosäure bezeichnet. Ein erhöhter Bedarf durch Krankheit oder Stress kann durch die Nahrungsaufnahme ausgeglichen werden. Insbesondere für Durchblutung und Leistungsfähigkeit des Herzens ist Arginin ein unabdingbarer Baustein der menschlichen Gesundheit. Als „Wundermolekül“ stand L-Arginin 1988 in den Schlagzeilen, als die Wissenschaftler Robert F. Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad den Nobelpreis für Medizin erhielten für die Erforschung des Zusammenhangs von Stickstoffmonoxid und einem gesunden Herz-Kreislauf-System. Und natürliche Quelle für Stickstoffmonoxid im Körper ist die Aminosäure L-Arginin. Mehr als 3.000 Studien weist die maßgebliche Internet-Datenbank „PubMed“ zu Arginin-Einnahmen auf. Focus online berichtete 2014 euphorisch von einer neuen Studie zu L-Arginin, die die Blutzirkulation in den Mittelpunkt stellt – und damit Krankheitsbilder berührt wie Diabetes, Bluthochdruck, hohen Cholesterinspiegel, Erektionsstörungen und viele andere.

Funktionen von Arginin

Die proteinogene (eiweißbildende) Amionosäure Arginin enthält den höchsten Stickstoffanteil unter den Aminosäuren und sorgt für die Produktion von Stickstoff in den Blutgefäßen. Stickstoff ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren für Gefäße. Stickstoffmonoxid unterdrückt Zellwucherungen, ist beteiligt bei der Verteilung der Nährstoffe im Muskelgewebe und soll schädliche Mikroorganismen reduzieren. Unterstützend wurde Arginin bereits bei Therapien gegen Tinnitus, Nierenfunktionsstörung, erektile Dysfunktion (Erektionsstörung) und Bluthochdruck eingesetzt. Arginin ist bedeutend für die Leistungsfähigkeit des Herzens. Diese Aminosäure ist Vorstufe eines Botenstoffes, der die Erweiterung der Gefäßmuskulatur kontrolliert und damit für die Blutzirkulation verantwortlich ist. Aus diesem Grund kann Arginin ein Faktor sein, der präventiv vor Herzinfarkt schützt. In einer placebokontrollierten Studie von 1988 wurde bei den Patienten, die Arginin erhielten, eine um dreißig Prozent gesteigerte Insulinempfindlichkeit und eine Blutdrucksenkung beobachtet. Im Eiweißstoffwechsel hilft Arginin, giftiges Ammoniak über den Harnstoff auszuscheiden. Sogar ein krebshemmender Effekt wird für Arginin vermutet.

Bei Leistungssportlern beliebt

Laut einer Studie der Universität Exeter (UE) konnten durch L-Arginin die sportlichen Leistungen der Probanden um 20 Prozent gesteigert werden. Die Anregung zur Ausschüttung von Wachstumshormonen wie Prolaktin und Glukagon durch L-Arginin kann den Muskelaufbau positiv beeinflussen und die Fettverbrennung optimieren. Die Durchblutung wird durch die Gefäßerweiterungsfunktion verbessert und Arginin ist daher als „Pump-Supplement“ im Bodybuilding beliebt. Außerdem ist die Aminosäure an der Bildung der weißen Blutkörperchen beteiligt und daher für die Immunabwehr förderlich.

Arginin in Lebensmitteln

Natürliches Arginin ist in proteinhaltigen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch und Krustentieren, Ölsaat, Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten. Einen extrem hohen Arginingehalt weisen Kürbiskerne auf. Milch und Käse enthalten ebenfalls Arginin aber in deutlich geringeren Mengen als Fleisch.

Erhöhter Bedarf an Aminosäure

Bei Operationen und Leistungssport, aber auch bei Reduktionsdiäten steigt der Bedarf an Proteinen. Das gilt auch für katabole Stoffwechselzustände bei Verbrennungen, Verletzungen, Krebs, Chemotherapie, AIDS oder Knochenmarkstransplantation. Die Körperfett- und Proteinspeicher werden dann zur Versorgung mit Energie und Aminosäuren für die Immunantwort und die Wundheilung mobilisiert.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Inositol

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inositol
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Allrounder in allen Körperzellen

Inositol (auch Inosit) wird oft als “Muskelzucker” bezeichnet, auch wenn es sich nicht um ein Kohlenhydrat handelt. Früher wurde Inosit den B-Vitaminen zugeordnet, sein Vitamincharakter ist heute umstritten. Zweifelsohne arbeitet Inositol eng zusammen mit Substanzen aus dem Vitamin-B-Komplex: Vitamin B6, Folsäure und Pantothensäure. Der sechswertige Alkohol kommt in der Natur häufig vor. Inositol kann vom Körper aus Glukose synthetisiert werden.

In Kosmetikprodukten für Haut und Haar wird der natürliche Inhaltsstoff vielfach eingesetzt. Auch in Energy Drinks kann Inositon enthalten sein. Im menschlichen Organismus spielt der Vitalstoff eine wichtige Rolle.

Zahlreiche wichtige Funktionen

Als sekundärer Botenstoff bei der Signalübertragung in den Zellen ist Inositol bedeutsam und beeinflusst stark den Zellstoffwechsel. Die Neutrotransmitter-Vorstufe Inositol kann Depressionen offenbar positiv beeinflussen. Es scheint an der Wirkung von Serotonin beteiligt zu sein. Klinische Studien haben jedoch noch keinen sicheren Beweis für den therapeutischen Nutzen als Antidepressivum gefunden. Weiterhin steht die Substanz jedoch im Interesse der Forschung.

Einsatz in der Krebstherapie

Die Wirkungsweise von Inositol ist noch nicht ausreichend verstanden. In gewissem Umfang wird es therapeutisch in sehr genau bestimmten Kombinationen bei der Chemotherapie und zur Hemmung von Metastasenbildung bei Krebs eingesetzt. Aktuelle Forschungen beschäftigen sich mit dem Einsatzgebiet. Niemals sollte eine Selbstmedikation stattfinden.

Fette und Cholesterin

Im Körper stabilisiert Inositol die Leberfunktion und im Fettstoffwechsel sorgt es für die Verteilung von Körperfett. Bei der Verarbeitung von Fetten und Cholesterin besitzt es positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Zusammen mit Cholin bildet Inositol Lecithin, das wiederum für Zellmembrane und Fettverdauung bedeutend ist. Die Kontraktion im Magen-Darm-Trakt (Peristaltik) wird von der vitaminähnlichen Substanz unterstützt und schafft so weitere Voraussetzungen für eine gesunde Verdauung. Für Wachstum in Mikroorganismen spielt Inositol eine große Rolle.

Rund herum hilfreich

Besonders konzentriert tritt Inositol im Herzmuskel, im Gehirn und in der Augenlinse auf. Es wirkt auf die Sehfunktion und die Tätigkeit des Herzmuskels. Das Wachstum der Haare wird unterstützt. Inositol wird eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Die Wirkung von Vitamin E kann durch Inositol gesteigert werden.

Natürliches Vorkommen

Inositol-Lieferanten sind frisches Obst und Gemüse. In Orangen, Grapefruit, Melone, Trockenpflaumen, ist Inositol enthalten. Ebenso steckt die vitaminähnliche Substanz in Getreide, Hefe, Sojabohnen, Nüssen und Fleisch. Inositol wird durch Biosysthese im Körper generiert. Alkohol, Kaffee und Zucker können die Produktion jedoch hemmen.

Nie ohne Arzt oder Heilpraktiker

Die Wirkung von Inositol ist noch umstritten und die Substanz sollte in Nahrungsergänzungsmitteln nur in Abstimmung mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Coenzym Q10 (Ubichinon)

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Bekannt als Anti-Aging-Mittel

Das Coenzym Q10 (CoQ10, Ubiquinon), ist eine körpereigene Substanz, die in allen Zellen des menschlichen Körpers enthalten ist. Sie kann über die Nahrung aufgenommen werden und wird teilweise auch biosynthetisch vom Organismus hergestellt. Unentbehrlich für die Energieversorgung der Zellen und das Immunsystem stellt das Coenzym Q10 einen wesentlichen Baustein der Gesundheit dar – und damit natürlich auch zur Verzögerung von Alterserscheinungen.

Nobelpreis für Coenzym Q10

Der Nobelpreis für bahnbrechende Erkenntnisse zur Funktion des Coenzyms Q10 im menschlichen Körper erhielt der britische Wissenschaftler Peter D. Mitchell 1978. Die chemische Struktur war bereits 1958 von dem Biochemiker Karl August Folkers entschlüsselt worden, ein Jahr nach seiner Entdeckung durch den Biologen Fred L. Crane 1957.

Natürliche CoQ10-Aufnahme

CoQ10 ist bedeutsam für die Vitalität und Leistungsfähigkeit des Körpers. Wie ein Biokatalysator erzeugt die körpereigene Substanz ständig Energie. 0,2 bis 2 Gramm des Coenzyms werden im Organismus produziert. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Produktion ab. Den restlichen Bedarf holt sich der Körper aus der Nahrung. Gute Coenzym Q10-Lieferanten sind Spinat, Brokkoli und Rosenkohl sowie Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte, Pflanzenöle und Zwiebeln. Große Hitze beim Kochen kann den Wirkstoff zerstören.

Biokraftwerk in den Zellen

Als Anti-Falten-Mittel in Cremes und Lotionen ist Q10 bestens bekannt. Doch das Enzym kann sehr viel mehr. Es wirkt von innen und stärkt das Herz, die Nerven und das Immunsystem. Außerdem kann es die Fettverbrennung steigern. Es ist an allen essentiellen Stoffwechselprozessen des Körpers beteiligt. Jede Zelle benötigt Energie. Diese wird in den Kraftwerken der Zellen, in den Mitochondrien, aus der Energie der Nahrung in körpereigene Energie, das sogenannte ATP (Adenosintriphosphat) umgewandelt. Das geschieht durch die Umwandlung von Kohlenhydraten, Fett und Eiweißen aus der Nahrung zusammen mit Wasser und Sauerstoff. Dieser Vorgang wird als Atmungskette bezeichnet. Außer Q10 sind noch viele weitere Enzyme und Vitalstoffe beteiligt, aber für den letzten Schritt der Atmungskette ist das Coenzym Q10 unersetzlich.

Ohne die Hilfe von Q10 wäre diese Bereitstellung von Energie nicht möglich. In Zellen, die besonders viel Energie brauchen wie Herz, Leber und Lunge ist die Konzentration dieses Coenzyms daher besonders hoch.

Gegen oxidativen Stress

Bei der Energieerzeugung in den Zellen kann es zu reaktiven Verbindungen kommen. Die freien Radikale greifen Zellkern und Zellmembran an und können die Zelle schädigen. Diesen Zustand nennt man oxidativen Stress. Antioxidantien wie das Coenzym Q10 helfen dabei, freie Radikale wie reaktive Sauerstoffspezies (ROS) und Ubisemichinon-Radikale unschädlich zu machen. Diese Schutzfunktion macht sie zu einem unerhört wichtigen Faktor für eine Verzögerung des Altersprozesses.

Vorbeugend gegen Krankheiten

Es wird eine Verbindung von positiven Wirkungen des Coenzyms auf den Bluthochdruck und das Herz-Kreislauf-System, sowie Migräne, Morbus Parkinson, Diabetes und Demenz vermutet. Bei Therapien zu diesen Krankheitsbildern kann das Coenzym unterstützend verwendet werden. Bei Sportlern wurde teilweise eine Steigerung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit um bis zu 30 Prozent beobachtet.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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