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Grauer Star (Linsentrübung, Katarakt)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Grauer Star?

Als Grauer Star (Katarakt) wird eine erworbene Linsentrübung bezeichnet, die in jedem Lebensalter auftreten kann – mit zunehmendem Risiko mit dem Alter. Es handelt sich um die häufigste Augenerkrankung überhaupt mit einem Anteil von 40 Prozent. Die Erkrankung hat eine sehr gute Chance, durch eine Operation behoben zu werden.
Die Linse trübt sich durch den Verlust an Elastizität, die Struktureiweiße kristallieren aus. Die Folge ist eine Sehminderung, die als unscharf, kontrastarm und weniger farbig beschrieben wird: Das Sehen wirkt wie verschleiert. Bei Nichtbehandlung führt die Erkrankung zu Erblindung.

Das kann helfen

Die Operation bei Grauem Star ist ein Standardeingriff, der überwiegend positiv verläuft und sehr häufig durchgeführt wird. Bei dem Eingriff wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Bei anderen Augenerkrankungen ist die Therapie nicht immer so einfach und erfolgversprechend. Eine Medikamententherapie gegen den Grauen Star ist nicht bekannt.

Naturheilkunde

Vermutungen legen nahe, dass die Erkrankung an Grauem Star durch Zinkmangel begünstigt oder ausgelöst werden kann. Die These des Arztes Dr. med. Matthias Heinitz (Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren) folgert dies aus der Beobachtung eines durchgängigen Zinkmangels bei Patienten dieser Augenkrankheit bei älteren Patienten.

Vorbeugen mit Zink

Der Mineralstoff Zink ist beteiligt an der Aktivität von zahlreichen Enzymen, unter anderem beim Glukose-Abbau im Auge. Wenn die Enzyme an dieser sensiblen Stelle in ihrer Funktion durch Zinkmangel gehemmt werden, können sich in der Linse Abbauprodukte ansammeln, die die Trübung der Linse möglicherweise vorantreiben können, so die These von Dr. Heinitz. Zink ist außerdem bekannt als unerlässlich für eine gesunde Netzhaut und damit die allgemeine Augengesundheit.
Naturheilkundlich orientierte Ärzte haben auf teilweise gute Erfolge mit der Gabe von Zinkpräparaten hingewiesen. Bei manchen Patienten verbesserte sich die Sehminderung und in einigen Fällen konnte sogar auf die Operation verzichtet werden.

Zinklieferanten

Der tägliche Bedarf des Spurenelements Zink wird auf 12 Milligramm bei Frauen und 15 Milligramm bei Männern geschätzt. Gute Zinklieferanten sind Vollkornprodukte, Fleisch und Nüsse. 100 Gramm Weizenkleie besitzen 13,3 Milligramm Zink, 100 Gramm Haferflocken 10 Milligramm. Sonnenblumenkerne können 5,1 Milligramm Zink bei einem Verzehr von 100 Gramm bieten. Fleisch, Hülsenfrüchte, Erdnüsse aber auch Camembert-Käse tragen zur Zinkversorgung bei.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Augenprobleme
– was kann helfen?

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Wertvolles Augenlicht

Bei unseren sieben Sinnen ist das Augenlicht die Gabe, auf die die meisten Menschen am wenigsten verzichten können. Auf Augenprobleme sollte man daher besonders achten, um Erkrankungen frühzeitig entgegenzuwirken.

Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit

Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit sind Sehstörungen, die mit einem abweichend geformten Augapfel zu tun haben. Dabei entsteht ein abweichender Brechkraftwinkel, der ein unscharfes Bild beim Sehen in der Ferne (Kurzsichtigkeit) oder Weite (Weitsichtigkeit) entstehen lässt. Die Altersweitsichtigkeit betrifft einen Großteil der Bevölkerung.
Die Stabsichtigkeit (Astigmatismus) ist auf eine Hornhautverkrümmung zurückzuführen. Bei dieser Sehstörung werden durch den abweichenden Brechungsfaktor entweder die horizontalen oder vertikalen Linien weniger stark wahrgenommen.

Das kann helfen

Eine Brille oder Kontaktlinsen können die Sehstörung ausgleichen. Manche Sehstörungen können durch gezieltes Augentraining erfolgreich verbessert werden.

Nachtblindheit

Nachtblindheit (Hemeralopie, Nyktalopie) wird eine Sehstörung genannt, bei der sich die Augen schlecht an Dunkelheit anpassen können. Die Dunkeladaption der reizaufnehmenden Zellen in der Netzhaut ist dabei gestört, die das einfallende Licht durch den Sehnerv als elektrische Impulse ans Gehirn weiterleiten. Für das Sehen in Helligkeit sind überwiegend die Lichtsinneszellen Zapfen verantwortlich, in der Dämmerung oder bei Dunkelheit sind jedoch die Stäbchen gefragt. Diese Stabzellen sind rund 500 Mal lichtempfindlicher als die Zapfen.
Ein gesundes Auge kann den Sehpurpur, den Sehfarbstoff Rhodopsin für das Erkennen von Hell und Dunkel in der Dämmerung oder für die Nachtsicht, in etwa fünf Minuten vollständig herstellen. Bei der sogenannten Nachtblindheit dauert es deutlich länger.

Das kann helfen

Der notwendige Sehpurpur Rhodopsin benötigt für seine Produktion Vitamin A. Ein Vitamin-A-Mangel ist relativ verbreitet. Eine gezielte Zufuhr des Augen-Vitamins kann oftmals eine beginnende Nachtblindheit wieder ausgleichen. Antioxidantien können zusätzlich hilfreich sein – insbesondere mit Wirkstoffen der Heidelbeere oder Blaubeere konnten bereits verblüffende Erfolge bei der Verbesserung der Dunkeladaption verzeichnet werden. In jedem Falle sollte bei wahrgenommener Nachtblindheit ein Arzt aufgesucht werden, um weitere ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Grauer Star

Als Grauer Star (Katarakt) wird eine erworbene Linsentrübung bezeichnet, die in jedem Lebensalter auftreten kann – mit zunehmendem Risiko mit dem Alter. Es handelt sich um die häufigste Augenerkrankung überhaupt mit einem Anteil von 40 Prozent. Die Erkrankung hat eine sehr gute Chance, durch eine Operation behoben zu werden.
Die Linse trübt sich durch den Verlust an Elastizität, die Struktureiweiße kristallieren aus. Die Folge ist eine Sehminderung, die als unscharf, kontrastarm und weniger farbig beschrieben wird: Das Sehen wirkt wie verschleiert. Bei Nichtbehandlung führt die Erkrankung zu Erblindung.

Das kann helfen

Die Operation bei Grauem Star ist ein Standardeingriff, der überwiegend positiv verläuft und sehr häufig durchgeführt wird. Bei dem Eingriff wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Bei anderen Augenerkrankungen ist die Therapie nicht immer so einfach und erfolgversprechend. Eine Medikamententherapie für den Grauen Star ist nicht bekannt.

Grüner Star

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann. Allein in Deutschland sind rund eine halbe Million Patienten betroffen. Meist bleibt die Krankheit lange Zeit unbemerkt, weil das Gehirn den Verlust der Nerven im Sehnerv bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Oft bemerkt der Patient eine Beeinträchtigung erst, wenn ein Großteil des Sehnervs irreparabel geschädigt ist. Regelmäßige präventive Untersuchungen beim Augenarzt zur Messung des Augeninnendrucks oder Prüfung des Sehnervs werden empfohlen.

Das kann helfen

Wenn der Grüne Star rechtzeitig entdeckt wird, kann der Augeninnendruck durch Tropfen gesenkt werden. Zusätzlich können Lasermethoden oder eine Augenoperation Erfolge verzeichnen. Bei Nichtbehandlung führt die Krankheit zur Erblindung.

Netzhauterkrankungen

Die Makuladegeneration (MD), Netzhautablösung (Ablatio retinae) oder diabetische Netzhautstörungen (diabetische Retinopathie) können zur Erblindung führen, wenn sie nicht behandelt werden. Die Makuladegeneration wird häufig als altersbedingte Erkrankung angetroffen (AMD). Die Sehschärfe wird gemindert durch Zellverlust in der Makula lutea, dem gelben Fleck, den Punkt schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Bei der Netzhautablösung löst sich die innere Schicht der Netzhaut von der Versorgungsschicht. Bei Auftreten muss unverzüglich eine Notfallbehandlung eingeleitet werden.

Das kann helfen

Grundsätzlich ist die Netzhaut darauf angewiesen, ausreichend mit Vitalstoffen versorgt zu werden. Das Pro-Vitamin Vitamin A wird nicht umsonst oft als Augen-Vitamin bezeichnet, notwendig für die Funktion der Netzhaut. Das zellschützende Vitamin C wirkt antioxidativ und stimuliert die Produktion von Kollagen, das in der extrazellulären Matrix des Bindegewebes eine bedeutende Rolle spielt. Thiamin und Riboflavin aus dem Vitamin-B-Komplex, Vitamin E und Q10 sind hilfreiche Vitalstoffe für die Augenfunktionen. Die Versorgung mit Zink ist unerlässlich, ebenso wie die pflanzlichen Flavonoide wie Lutein, Zeaxanthin und Cryptoxanthin. Sie reichern sich im Gelben Fleck an und ein Mangel begünstigt eine Makuladegeneration.
Bei einer Störung der Netzhaut aufgrund einer Diabetes-Erkrankung ist es unerlässlich, den Zuckerspiegel des Patienten optimal einzustellen, um Ursachenbekämpfung zu betreiben.

Gerstenkorn & Co

Schmerzhafte Entzündungen rund ums Auge wie Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, an Gerstenkorn oder Hagelkorn kommen immer wieder vor. Sie können gut behandelt werden.

Das kann helfen

Homöopathische Wirkstoffe wie Hepar sulfuris D6 bei eitrigen Augenentzündungen oder Ruta D4 bei Überanstrengung der Augen können gute Alternaziven zu schulmedizinischer Behandlung sein. Euphrasia D3 Augentropfen, zum Beispiel von Weleda, können eine wertvolle Unterstützung sein. Die Heilpflanze Euphrasia officinalis (Augentrost) kann innerlich als Globuli oder Tee wie äußerlich helfen, beispielsweise als Kompresse.
Biophysikalische Vitalstoffe aus ausgewogener und vitaminreicher Ernährung können vorbeugen und die Genesung wesentlich unterstützen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Zeaxanthin

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Schutz aus pflanzlichem Farbstoff für das Auge

Der natürliche gelbe Farbstoff Zeaxanthin aus der Pflanze gehört zu einer Untergruppe der Stoffklasse der Carotinoide, den Xanthophyllen. Zusammen mit seinem funktional eng verwandten Isomer Lutein findet sich Zeaxanthin als Pigment in der Retina des menschlichen Auges. Besonders im Gelben Fleck (Makula Lutea) reichert sich die Substanz an und übernimmt offenbar eine Schutzfunktion bei zu hoher Lichteinstrahlung. In Pflanzen spielt Zeaxanthin eine Rolle bei der Umwandlung von Licht in Wärme, ebenfalls eine Schutzfunktion für die Zellstruktur gegen oxidativen Stress (Xanthophyllzyklus). Sowohl Zeaxanthin als auch Lutin können nicht vom menschlichen Organismus gebildet werden und müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

Vorkommen des Farbstoffes

Als natürlicher Farbstoff kommt Zeaxanthin in zahlreichen Gemüsesorten wie Mais, Spinat sowie in Eigelb vor. Für medizinische Zwecke wird Zeaxanthin sythetisch hergestellt. Als E161h ist die Substanz in der EU als Lebensmittelfarbstoff zugelassen.

Schutzfunktion für das Auge

In der Retina des menschlichen Auges kommen Zeaxanthin und Lutein in verschiedenen optischen und geometrischen Unterformen vor (vgl. Dachtler et al., 1998; Khachik et al., 1997). Eine besonders hohe Konzentration tritt im Gelben Fleck in der Netzhautmitte auf, wo die Dichte der Photorezeptoren- und damit die Sehschärfe – am größten ist. Eine enge Beziehung der beiden Stoffe zu durch Lichteinwirkung verursachte oxidative, photochemische Vorgänge wird von Experten angenommen. Möglicherweise schützen sie die Sehzellen nicht nur vor freien Radikalen sondern auch vor kurzwelligem Licht, indem sie einen Anteil des blauen und potenziell schädlichen Lichts herausfiltern.

Es gibt Untersuchungen, die auf eine Verbindung zwischen der ausreichenden Versorgung mit den Farbstoffen und der Verminderung eines Risikos für die Erkrankung an Grauem Star oder einer altersbedingten Makuladedegeneration hindeuten.

Therapeutischer Einsatz

Die moderne Medizin vermutet eine Verbindung zwischen den antioxidativen Eigenschaften von Zeaxanthin und Schutzmechanismen, die beispielsweise bei altersabhängiger Makuladedegeneration und anderen retinale Degenerationen eingesetzt werden könnten. Aus diesem Grund rücken die beiden Stoffe ins Interesse wissenschaftlicher Forschung.

Hinweis

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Carnosin

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Ein wichtiges Neupeptid

Carnosin ist ein Peptid aus den Aminosäuren β-Alanin und Histidin. Im menschlichen Körper kommt es hauptsächlich in Muskeln und im Gehirngewebe vor. Außerdem findet es sich in Leber, Niere und anderem Gewebe. Es ist ein wichtiges Antioxidans, das die Zellen vor freien Radikalen schützt und gemeinsam mit anderen Antioxidantien helfen kann, die Lebensdauer der Zellen zu verlängern. Aufgrund seiner Schutzfunktion für das Gehirn wird es auch Neuropeptid genannt. Unter anderem kann der Stoff auch die Giftigkeit von Kupfer und Zink im Gehirn puffern. Im Alter nimmt das wichtige Neupeptid Carnosin ab.

Antioxidans mit Schutzwirkung

Carnosin kann reaktive Sauerstoffspezies ROS (reactive oxygen specis) unschädlich machen, die bei oxidativem Stress in der Zellmembran gebildet werden. Es vermag verschiedene schädliche Metallionen zu binden (Chelatisierung von Metallen), die als Nebenprodukte des Stoffwechsels auftreten, und trägt zur Entgiftung bei. Außerdem kann es die Glykierung oder Glykation durch schädliche Zuckermoleküle verhindern. Über den Zellschutz spielt spielt Carnosin daher für das Immunsystem eine bedeutende Rolle. Es kann darüber hinaus Lymphozyten aktivieren und die Bildung neuer Immunzellen unterstützen.

Im Herz-Kreislauf-System nützlich

Das Zusammenklumpgen von Blutplättchen kann durch Carnosin vorbeugend beeinflusst werden. Der Wirkstoff kann blutdrucksenkenden Effekt haben.

Das Severin-Phänomen

Beim Carnosinabbau sammelt sich Milchsäure in den Muskeln und der ph-Wert sinkt. Carnosin kann Milchsäure puffern. Die Muskeln erholen sich nach Extremleistungen sehr schnell und funktionieren, als ob sie nie erschöpft gewesen wären. Diese Funktion wird als Severin-Phänomen bezeichnet. Im Leistungssport wird daher Carnosin angewendet, um die Zeichen physischer Müdigkeit und Erschöpfung zu reduzieren.

Anti-Aging-Substanz

Mit zunehmendem Alter sinkt die Konzentration an Carnosin im Körper. Die Abwesenheit des antioxidativen Schutzes auf Zellproteine wirkt sich auf die Zellalterung und auch auf die Hautalterung aus. Möglicherweise kann Carnosin Alterungsprozesse verlangsamen. Mit dem Ziel, ein Anti-Aging-Präparat für „Schönheit von innen“ zu finden, hat die pharmakologische Forschung der letzten Jahre den Wirkstoff in den Fokus intensiver Forschungen gestellt.

Autismus

Klinische Studien haben den Einfluss von Carnosin bei Patienten mit Autismus aufgezeigt. Auf Gehirnareale, die für Hören, Sehen, Bewegung und Sozialisation zuständig sind, hatte das Nahrungsergänzungsmittel positive Effekte, allerdings verbunden mit einem erhöhten Corticosteronspiegel, der zu Hyperaktivität führen kann.

Körpereigener Stoff, ergänzt durch Nahrung

Carnosin wird im Köper durch Aminosäuren generiert. Es kann auch durch die Nahrung zugeführt werden, in der Regel ist dies jedoch nicht notwendig. Carnosin ist vor allem in Fleisch und Fisch enthalten. Aus therapeutischen Gründen kann die zusätzliche Einnahme oder äußerliche Anwendung von Carnosin empfohlen werden.

Carnosin ist eine körpereigene Substanz, die positive Effekte auf verschiedenste Bereiche haben kann. Darunter werden mögliche Wirkungen angenommen auf Anti-Aging, Hautverjüngung, Muskelfunktionsstörung, sexuelle Potenz, grauen Star, Diabetes, kardiovaskuläre Krankheiten und neurologische Erkrankungen.

Hinweis

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Studentenblume (Tagetes)

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Sonnengelbe Blütenköpfe

Die Studentenblume (Tagetes) wird auch türkische Nelke oder Sammetblume genannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Name Tagetes leitet sich ab von dem etruskischen Halbgott Tages.

Aus Mexiko in heimische Blumentöpfe

In der Gattung existieren rund 50 bis 60 Arten, die ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika stammen. Heute sind Tagetes in Europa als sommerliche Balkonkastenbepflanzung und Schnittblume sehr beliebt. Die Blüten fallen durch eine sonnige Farbe und einen relativ unangenehmen Geruch auf. Die Studentenblume enthält einen gelben Farbstoff, der unter der Bezeichnung E161b in der Lebensmittelindustrie und als Futtermittelzusatz eingesetzt wird.

Inhaltsstoffe

Aufgrund ihres hohen Gehalts des Pflanzenfarbstoffes Lutein werden Tagetes zu pharmazeutischen Zwecken angebaut. Das Carotinoid Lutein besitzt große Bedeutung für das scharfe Sehen.

Sekundärer Pflanzenstoff fürs Auge

Bei Lutein-Mangel kann eine Macula-Degeneration auftreten. Im gelben Fleck (macula lutea) der Netzhaut im menschlichen Auge ist Lutein zusammen mit Zeaxanthin in besonders konzentrierter Form gespeichert und ist beteiligt am Sehvorgang und dem Zellschutz. Es handelt sich um ein sehr starkes Antioxidans.

In der Behandlung von Macula-Degeneration können mit Lutein positive Effekte verbucht werden. Vorbeugend kann Lutein das Risiko, an grauem Star oder anderen Augenkrankheiten zu erkranken, reduzieren.

Weitere Anwendungen

Durch seine antioxidativen Eigenschaften kann Lutein aus der Tagetes dem Alterungsprozess der Haut und der Zellen entgegenwirken.

In Lateinamerika gilt die Tagetes als volksmedizinisches Hausmittel bei Durchfall, Blähungen, Verdauungsstörungen und Koliken. Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten kommen die Blüten und Blätter zum Einsatz. Das ätherische Öl aus Tagetes besitzt offenbar antiinsektizide, entzündungshemmende und pilzhemmende Eigenschaften.

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Heidelbeer-Extrakt
(Vaccinia myrtillus)

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Natürliche Augenvitamine

Heidelbeeren oder auch Blaubeeren (Vaccinium) gehören zur Familie der Heidekrautgewächse. Es sind an die 500 Arten der Heidelbeere bekannt, die in Europa verbreitetste Art ist die Vaccinia myrtillus. Sie besitzen bioaktive Eigenschaften, die seit den 16. Jahrhundert in der Volksmedizin geschätzt werden. Ein Tee aus den Blättern des Zwergstrauchs galt als hilfreich bei Diabetes. Gegen Durchfall, Blasenbeschwerden und Entzündungen im Mundraum wurden die schmackhaften Beeren eingesetzt. Vor allem aber sind die positiven Wirkungen auf Sehschärfe, Dunkelsehen und verschiedene Augenerkrankungen bekannt.

Die Heilpflanze und das Extrakt

Die positiven Eigenschaften sind zurückzuführen auf Anthocyane aus dem Farbstoff der Heidelbeere, ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Flavonoide. Die Wirksamkeit wird durch die hohe antioxidative Kraft erklärt. Augenleiden wie Grauer Star oder Makula-Degeneration werden vielfach auf oxidative Schäden durch freie Radikale zurückgeführt, die von den Anthocyanen unschädlich gemacht werden können.

Für eine Behandlung kann es sinnvoll sein, Anthocyane in hoher und genauer Dosierung zu sich zu nehmen. Für ein Gramm des Wirkstoffs wird ein Pfund Heidelbeeren verarbeitet. Nach rund sechs Stunden lässt die Wirkung der Anthocyane im Blut nach. Am besten wird die Einnahme eines Heidelbeer Extrakts mit einem Arzt oder Therapeuten abgestimmt, um eine optimale Dosierung für die individuelle Anwendung herauszufinden.

Sehvermögen

Insbesondere auf das Sehvermögen wirkt sich die Substanz nachweislich aus. Die Mikrozirkulation von Makula (Netzhaut) und Sehnerv wird verbessert, die Funktionsfähigkeit des Auges geschützt und erhalten. Daher werden Anthocyane therapeutisch und vorbeugend auch bei diabetischer Netzhauterkrankung verwendet. Im Heidelbeer Extrakt enthaltene Anthocyanoside wirken mit an der Biosynthese des Proteins Rhodopsin, das für das nächtliche Sehen wichtig ist. Das Dunkelsehen wird von Heidelbeeren deutlich positiv beeinflusst.

Angeblich haben Piloten der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg vor ihrem Einsatz Sandwiches mit Heidelbeermarmelade gegessen, um die verdunkelten deutschen Städte besser sehen zu können. Möglicherweise eine Legende, die aber auf das jahrhundertealte Vertrauen auf die Wirksamkeit der blauen Beere hindeutet.

Anthocyane – Pflanzenfarbstoffe mit segensreicher Wirkung

Blaue Beeren sind besonders reich an Anthocyanen (von altgriechisch ánthos, die Blume und kyános, dunkelblau). Das sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavon-ähnlichen Stoffe, der sogenannten Flavonoide. Dieser wasserlösliche Pflanzenfarbstoff findet sich in Blaubeeren, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren und vielen anderen Pflanzen, die eine rote, violette oder blaue Färbung aufweisen, so auch in Rotkohl, Auberginen und Usambaraveilchen.

Ihre Bedeutung erhalten die Anthocyane durch ihre hochantioxidative Wirkung, die teilweise die von Vitamin C noch übertreffen soll. In Kombination mit Vitamin C und Eisen kann beispielsweise Myrtillin, das aus Blaubeeren gewonnene Anthocyans, blutbildend wirken und die Elastizität von Blutgefäßen kräftigen, in Venen und Kapillaren ebenso wie im Gehirn und in den Augen.

Wirkung des Pflanzenfarbstoffs

Anthocyane wirken stark antioxidativ und können damit als hochwirksame Radikalfänger reaktive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle unschädlich machen, indem sie ein Elektron abgeben, ohne selbst zu oxidieren. Hydroxyl, Peroxylradikale sowie Singulett-Sauerstoff und Stickstoffoxide können neutralisiert werden. Die Schädigung durch freie Radikale von gesundheitserhaltenden Proteinen, Lipiden und Zellkern-DNA in den Zellen soll verringert werden. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden auf diese Weise unterstützt und entzündungshemmende Effekte angekurbelt. Gerade im Zusammenspiel mit Vitamin C und Selen haben Studien auf eine antimikrobielle Wirkung hingewiesen.

Anthocyane sollen die Blutgerinnung verzögern und die Thrombozytenaggregation (Verklumpung der Blutplättchen) reduzieren. Das Entgiftungssystem der Leber kann angeregt und Schadstoffe sowie Kanzerogene können ausgeschieden werden. Die Forschung rund um Flavonoide ist noch relativ jung und viele Hinweise sind noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Aber die Forschungsaktivitäten erklären, weshalb schon früher die Volksmedizin gerade bei Nachtblindheit und Lichtempfindlichkeit der Augen die wohltuenden Kräfte von Blaubeere, Johannisbeere & Co pries. Anthocyane sind am Aufbau von Kollagen beteiligt. Eine gesunde Kollagenstruktur der Blutgefäße bis hin in die Kapillargefäße ist für die Versorgung aller Zellen wichtig.

Natürliche Vorkommen von Anthocyanen

Açai-Beere, Holunderbeeren, Heidelbeeren, schwarze Johannisbeeren, rote Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Kirschen, Sauerkirschen, Blutorangen, Trauben, Rotkohl, Auberginen und sogar Rotwein enthalten Anthocyane in unterschiedlichen Mengen. Über 200 Typen von Anthocyanen sind bekannt. Meist stecken die sekundären Pflanzenstoffe in Blüten und Früchten, aber sie kommen auch in Wurzeln und Blättern vor. Aus einem Kilogramm Brombeeren können nur 20g Schale gewonnen werden. Auch wenn kleine Mengen der Flavonoide aufgenommen werden, kann der menschliche Organismus sie gut verwerten. In der Pflanze übernehmen Anthocyane die Funktion von Absorption des kurzwelligen UV-Lichts der Sonne in der äußeren Schale um eine Schädigung der Proteine und Zell-DNA zu verhindern, sie locken durch ihre Farben Tiere an und sorgen so für Verbreitung und nicht zuletzt sollen sie freie Radikale binden, die durch oxidativen Stress entstehen.

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Astaxanthin
(Haematococcus pluvialis)

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Bezugsquelle: Astaxanthin

Noch selten zu finden: Wirkstoffe aus der Mikroalge

Aus dem Wasser stammen immer mehr bislang ungenutzte Stoffe für die Gesundheit. Es ist faszinierend, wie viele Möglichkeiten von den Menschen bislang unentdeckt und ungenutzt geblieben sind, weil sie unter der Wasseroberfläche nicht unmittelbar greifbar waren. Tatsächlich bietet die Unterwasserwelt ungeahnte Reserven hochwertigster und reiner Inhaltsstoffe. Astaxanthin ist ein Carotinoid, das besonders oft in planktonischen Algen vorkommt. Carotinoide sind verantwortlich für die Färbung vieler Pflanzen. In der speziellen Carotinoid-Gruppe der Xantophyllen kann Astaxanthin für die Rotfärbung bei Tieren sorgen, die besonders viele Algen mit diesem Inhaltsstoff verzehren, so bei Lachsen, Forellen, Hummern und Krill. Er wird als Wirkstoff erst relativ neu angeboten und noch selten zu finden. Ausgangspunkt für die Gesundheitsforschung war die Suche nach dem Stoff, dem die Lachse ihre große Muskelkraft verdanken. In der Wirkkraft der Alge wurden die Forscher fündig.

Kraft- und Energielieferant

In einem Experiment sollte geprüft werden, ob sich der Effekt von starkem Muskelaufbau und Ausdauer durch die Kraftnahrung der Lachse aus Mikroalgen auf den Menschen übertragen ließe. Bei einer Studie von 1998 in Schweden haben 40 gesunde, männliche Teilnehmer im Alter zwischen 17 und 19 Jahren ein tägliches Training zum Muskelaufbau betrieben. Dabei wurden die individuellen Werte aller Teilnehmer mit speziell entwickelten Geräten aus dem Kraftsportbereich vor Beginn, während und am Ende des Experiments gemessen. Die Gruppe der Probanden, die eine tägliche Menge von 4 mg Astaxanthin über sechs Monate hinweg eingenommen hat, konnte ihre Kraft und Ausdauer durchschnittlich um 62 Prozent verbessern – dreimal so stark wie die Teilnehmer aus der Kontrollgruppe. Die Kontrollgruppe, die nur ein Placebopräparat erhalten hatte, steigerte ihre Leistung um 22 Prozent, was bei einer regelmäßigen sportlichen Betätigung in dieser Altersgruppe als normal eingestuft werden kann.

Positive Effekte bei vielen Gebrechen

Eine Reihe wissenschaftlicher Studien hat Anhaltspunkte dafür geliefert, dass Astaxanthin auch auf anderen Gebieten positive Effekte erzielen kann.

Augenkrankheiten:
Astaxanthin soll Grauen Star und Makuladegeneration verhindern oder aufhalten können, die oft mit fortschreitendem Alter auftreten. Ausschlaggebend sind auch hier die antioxidativen und entzündungshemmenden Funktionen der Substanz, die auch die Blut-Retina-Schranke überwinden kann.

Herz und Blutgefäße:
Das Risiko für Bluthochdruck und damit auch für Schlaganfall und Herzinfarkt kann durch den Verzehr von Astaxanthin vermindert werden. Ausschlaggebend sind die positiven Effekte für den Cholesterinstoffwechsel, eine Funktion, die für gesunde Blutgefäße ebenfalls vital wichtig ist.

Spermienproduktion und Muttermilch:
Der Inhaltsstoff SuperBetacarotinoid kann die Spermienproduktion anregen und wirkt offenbar positiv als Prophylaxe für Prostataerkrankungen. Bei stillenden Müttern soll eine Steigerung der Milchproduktion beobachtet worden sein. Die Entzündung der Brustdrüse (Mastitis) soll bei Verwendung von Astaxanthin seltener aufgetreten sein. (vgl. Comhaire, F., 2003 und 2005)

Immunabwehrkräfte:
Speziell die Häufigkeit von Herpesinfektionen bei infizierten Patienten soll unter der Einnahme von Astaxanthin reduziert worden sein. Die Immunabwehr wird gestärkt, Autoimmunerkrankungen können möglicherweise davon profitieren. Auch sagt man den Inhaltsstoffe einen positiven Effekt auf Infektionen durch Heliobacter pylori, einen häufigen Auslöser von Magenschleimhautentzündung (Gastritis), nach.

Sonnenschutz ohne Auftragen von Sonnencreme
Der Lichtschutzfaktor auf der Sonnenmilchflasche zeigt an, wie viel Mal die Eigenschutzzeit gegen schädliche UV-Strahlen durch das regelmäßige Auftragen auf die Haut verlängert wird. Astaxanthin kann die Eigenschutzzeit der Haut bei UV-Strahlen positiv beeinflussen, sozusagen als Sonnenschutz von innen. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass ein Verjüngungseffekt für die alternde Haut ausgelöst werden kann und möglicherweise wirkt die Substanz sogar heilend auf gewisse Hauterkrankungen.

Von Astaxanthin wird man sicherlich in den nächsten Jahren noch viel hören.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin C (Ascorbinsäure)

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Grundlage einer gesunden Ernährung

Der essentielle Vitalstoff Ascorbinsäure ist allgemein unter dem Namen Vitamin C bekannt. Ein Mangel an Vitamin C führt zu der Krankheit Skorbut (lat. Scorbutus), die bis ins 18. Jahrhundert als häufigste Todesursache auf Seereisen galt, da über lange Zeit auf frische Lebensmittel verzichtet werden musste. Von dem lateinischen Namen der Krankheit zusammen mit der Vorsilbe –a leitet auch die Bezeichnung Ascorbinsäure ab („den Skorbut abwehrend“). Der Biochemiker Casimir Funk prägte bereits 1912 das Kunstwort „Antiskorbut-Vitamin“, wobei er das Wort „Vitamin“ von dem lateinischen Wort vita für Leben entlehnte.

Ascorbinsäure kann vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden, daher muss die Aufnahme von Vitamin C über die Ernährung erfolgen. Die organische Säure ist farblos, geruchlos und als kristalliner Feststoff mit saurem Geschmack erhältlich, der wasserlöslich ist. In vielen Obst- und Gemüsesorten ist Vitamin C im kompletten natürlichen Verbund enthalten. Die vielen positiven Eigenschaften von Vitamin C können unterstützend bei vielen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Es wirkt als Antioxidationsmittel, das freie Radikale abfangen kann und dadurch die Zellen schützt. Die antioxidative Wirkung von Vitamin C schützt Zellen und Körpersubstanzen vor freien Radikalen. Es verhindert die Oxidation von Folsäure und Vitamin E und ist beteiligt an der Umwandlung von Kupfer zur Superoxiddismutase, einem antioxidativen Enzym. Im Immunsystem kann es Schutzfunktionen übernehmen und ist an der Wundheilung beteiligt. Volksmedizin und Naturheilkunde seien sich der gesundheitsfördernden Wirkung von Vitamin C bereits seit langer Zeit bewusst, weiß Urs Buergi: „Vitamin C gehört zu den am leichtesten zugänglichen Wirkstoffen, die von vielen noch immer unterschätzt werden“, meint der Naturheilkundler.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete von Vitamin C:

Zahlreiche positive Funktionen im menschlichen Organismus

Allergien: Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Vitamin C die Histaminproduktion reguliert. Allergische Symptome können dadurch entscheidend gelindert werden. Vieles weist darauf hin, dass Allergien unter anderem durch Vitamin C auf natürlichem Wege geheilt werden können (Ziemann B., Enzmann F., Vitamin C Ascorbinsäure, ein lebensnotwendiger Schutzfaktor, 1998, MSE Pharmazeutik). Ein Mangel an Vitamin C spielt gerade für Allergiker eine große Rolle: Je stärker der Vitamin-C-Spiegel im Blut fällt, desto höher steigt der Histamin-Spiegel, also der Stoff, der die allergischen Reaktionen in der Immunreaktion auslöst. Im Bronchialsekret und der Lungenflüssigkeit wirkt Ascorbinsäure als eines der wichtigsten Antioxidantien, weshalb Vitamin-C-Präparate vielfach bei Allergien von Asthma bis Heuschnupfen, ebenso wie bei Lungen- und Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Eine dauerhafte Vitamin-C-Gabe kann die Histaminwerte um bis zu 38 Prozent verringern.

Arteriosklerose (Arterienverkalkung, Verkalkung von Blutgefässen): Medizinische Studien belegen, dass Arteriosklerose in Beinarterien auf natürliche Weise abgebaut werden konnten. Hoch dosierte Vitamin-C-Präparate sind in der Lage, arterosklerotische Ablagerungen, die Verklumpung von Blutplättchen und die Gefahr von Blutgerinnseln zu verringern, beispielsweise nach Operationen. Die Wände der Blutgefäße werden gestärkt, Entzündungsfaktoren und Werte aus oxidativem Stress können durch Ascorbinsäure positiv beeinflusst werden. Die antioxidative Wirkung des Vitalstoffs schützt vor Radikalbildung und erhöht die Entspannungsfähigkeit der Blutgefäße. Außerdem hat Vitamin C positive Wirkung gegen erhöhten Blutdruck gezeigt, ein weiterer Schutz vor Ablagerungen an den Blutgefäßwänden. Die tägliche Gabe von 500 mg Vitamin C führte in einer randomisierten Studie mit rund 50 Patienten, die an koronarer Herzerkrankung litten, innerhalb eines Monats zu einer signifikanten Verbesserung der Gefäßentspannung. Orthomolekularmedizinerin E. Blaurock-Busch empfiehlt bei Arteriosklerose die Einnahme von einem Gramm Vitamin C zu jeder Mahlzeit (E. Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis. Mit Nährstoffen heilen. Lehrbuch für die Arzt- und Naturheilpraxis, 1996)

Bluthochdruck (Hypertonie): Der positive Einfluss von Ascorbinsäure bei Bluthochdruck wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. In einer randomisierten von Gröber veröffentlichten Doppelblindstudie mit 45 Bluthochdruckpatienten wurde eine deutliche Senkung des Blutdrucks um 9 Prozent im Durchschnitt festgestellt bei einer Gabe von 500 mg Vitamin C täglich über die Dauer von einem Monat. Bei normalem Blutdruck zeigte Ascorbinsäure jedoch keine blutdrucksenkende Wirkung. Vitamin C wird auch zur Vorbeugung eingesetzt, insbesondere zur Prävention von Verkalkung der Herzgefäße (Koronarsklerose), der Hirngefäße (Zerebralsklerose) oder peripherer Blutgefäße (beispielsweise an Armen und Beinen).

Blutzucker (Diabetes mellitus): Diabetes mellitus, wie die Blutzuckerkrankheit häufig genannt wird, gilt als Volkskrankheit. Rund 10 Prozent der Deutschen sind von der Stoffwechselerkrankung betroffen. Je nach Ausprägung können die Symptome bei Diabetes mellitus Typ 2 gravierend, sogar lebensbedrohlich sein mit Folgeerkrankungen an Blutgefäßen und Nervensystem. Wichtigster Laborwert ist stets der sogenannte HbA1C, der den prozentualen Hämoglobingehalt im Blut über die zurückliegenden Wochen bestimmt. Von Diabetes spricht man, wenn der HbA1C deutlich über 7 Prozent liegt.

Vitamin C und Zucker werden mit demselben Mechanismus in die Zellen transportiert. Bei einem hohen Blutzuckerspiegel sind die Andockstellen in den Zellen durch die hohe Konzentration von Zuckermolekülen in der Blutbahn besetzt. Daher benötigen Diabetiker gegenüber Gesunden ein Vielfaches an Vitamin C, um in den Zellen die gewünschte Wirkung zu erreichen. Ist Ascorbinsäure in hoher Konzentration vorhanden, kann es auch Andockstellen für Zucker an vielen Proteinen besetzen und beugt damit der Entstehung von weiteren AGEs vor (Advanced Glycation End Products), Zuckermolekülen in der Blutbahn, die sich unter dem Einfluss freier Radikale verkleben und die Blutgefäße zukleistern.

Die Einnahme von entsprechend dosiertem Vitamin C hat sich bei Blutzucker als sehr positiv erwiesen. Bereits die Einnahme von zweimal täglich 500 mg Vitamin C konnte den Plasma-Insulinwert und damit den Glucosespiegel signifikant senken, nachgewiesen in der in der Davie-Studie von 1992 (Davie S.E. et al.: Effect of vitamin C glycosilation of proteins. 1992, Diabetes 41:167-173). Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass Vitamin C die Eiweißverzuckerung in den Arterien hemmt, die bei Diabetes die Gefäße angreift (vgl. Gembal M., Druzynska J., Kowalczyk M., Przepiera E., Cybal M., Arendarczyk W., Wojcikowski CZ.: The effect of ascorbic acid on protein glycation in streptozotocin-diabetic rats). Das Infarktrisiko liegt bei diabetischen Rauchern enorm hoch, etwa zwanzigfach erhöht gegenüber Gesunden. Die antioxidative Wirkung von Vitamin C wirkt der beim Rauchen verstärkten Bildung von freien Radikalen entgegen. In Studien konnte bereits durch die Einnahme von einem Gramm Vitamin C täglich die Entstehung der AGEs um ein Drittel reduziert werden. Auch Vitamin E kann die Entstehung von AGEs mildern. Nichtrauchende Diabetiker haben immer noch ein vierfach höheres Risiko für Infarkt und Schlaganfall als Gesunde, bedingt durch die Zusetzung der Blutgefäße in Gliedmaßen, Nieren und Augen. Bei Diabetes mellitus gilt ein zwanzigfach erhöhtes Risiko zu erblinden und eine fünfzigfach höhere Wahrscheinlichkeit für Amputationen. Die wundheilende Wirkung von Vitamin C wirkt sich zusätzlich bei vielen Nebenleiden positiv aus, die Diabetiker verstärkt betreffen wie beispielsweise Zahnfleischentzündungen, Hautgeschwüre oder schlecht heilende offene Wunden.

Eisenmangel: Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus Nahrungsmitteln ebenso wie aus Eisenpräparaten.

Erkältungskrankheiten / Infekte: Die Einnahme von hochdosierten Vitamin C-Präparaten gleich zu Beginn einer Erkältung kann viele Symptome lindern und die Krankheitsdauer verringern. Im Immunsystem spielt Ascorbinsäure eine wesentliche Rolle. Vitamin C aktiviert die körpereigene Abwehr und wirkt positiv auf die Aktivität der Leukozyten, der weißen Blutkörperchen, die krankheitserregende Bakterien und Viren im Körper angreifen.

In medizinischen Studien fand man heraus, dass bei einem Infekt an den ersten beiden Tagen die Konzentration von Vitamin C im Organismus um rund die Hälfte sinkt. Positiv wirkt sich bei einer Vitamin C-Therapie daher die schnelle und hochdosierte Einnahme aus, sowie eine ausreichende Einnahmedauer über mindestens fünf Tage. Bei einer regelmäßigen Einnahme von etwa 1 Gramm Vitamin C täglich kann die Anfälligkeit für Infekte deutlich verringert werden.

Gicht: Vitamin C besitzt eine positive Wirkung auf die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere und kann daher auch bei Gichtpatienten hilfreich sein.

Geschwüre: Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C kann die Anfälligkeit für blutende Geschwüre (Hämorrhagien) verringern und hilft vorzubeugen und zu heilen.

Hämorrhoiden: Bei Hämorrhoiden kann Vitamin C hilfreich sein, indem es den Stuhl weich macht und die Venen rund um den After stärkt. Die Tendenz zu Blutgerinnseln kann verringert werden und Schwellungen werden positiv beeinflusst. Die Darmtoleranz ist bei hohen Gaben von Ascorbinsäure zu prüfen.

Abnehmen / Fettreduzierung: Eine unzureichende Carnitinproduktion kann einer der Gründe für Fettleibigkeit sein. Das Eiweißmolekül Carnitin transportiert Fette im menschlichen Organismus in die Mitochondrien, damit sie dort in Energie umgewandelt werden können. Ist die Carnitinproduktion gestört, wird es trotz Diät schwierig, überzählige Kilos loszuwerden. Vitamin C und ausreichend Protein begünstigen eine gesunde Carnitinproduktion.

Hepatitis: Studien des Forschers Baetgen von 1957 bis 1958 ergaben eine starke Wirksamkeit von Vitamin C bei Hepatis. Bei einer Einnahme von 10 Gramm täglich bei 245 infizierten Kindern erholten sich alle Patienten nach kurzer Zeit von der Krankheit. Bereits 1954 konnte bei einer Studie von Bauer/Straub konnte nachgewiesen werden, dass die tägliche Gabe von 10 Gramm Vitamin C die Krankheitsdauer der Testpersonen um 50 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe senkte.

Schmerzen und Entzündungen: In zahlreichen Studien dämmte hochdosiertes Vitamin C über die Regulierung des Prostagandin Entzündungen, Fieber und Schmerzen.

Krebs: Tumorzellen nehmen im Vergleich zu gesunden Zellen deutlich weniger Vitamin C auf, und je weniger Vitamin C es aufnahm, desto schneller entwickelte sich der Krebs. Auf diese Formel läßt sich die aktuelle Studien von Prof. Dr. Margreet Vissers von der University of Otago (Neuseeland) bringen. Hieraus schloß man, dass dies im Umkehrschluss bedeute, dass eine hochdosierte Gabe von Vitamin C die Entstehung von Krebs und der Entwicklung von krankhaften Zellveränderungen verhindern oder vermindern kann. (vgl. Cancer Resarch: Das zweimal im Monat erscheinende, von der American Association for Cancer Research, Philadelphia herausgegebene wissenschaftliche Journal)

Freie Radikale sind wesentlich für die Entstehung von Krebstumoren verantwortlich. Die DNS einer menschlichen Zelle ist täglich mit freien Radikalen konfrontiert. Vitamin C ist an der Abwehr freier Radikale stark beteiligt, es unterstützt die Leber bei der Entgiftung des Organismus von kanzerogenen Stoffwechselprodukten und krebserregenden Substanzen wie Schwermetallen, Pestiziden und Chemikalien, die mit der Nahrung aufgenommen werden und schützt die Zellen vor Oxidation. Auf diese Weise senkt Vitamin C das Krebsrisiko, besonders für Brustkrebs und im Verdauungstrakt (Mundschleimhaut, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm, Uterus, Harnblase).

Bei der sogenannten BaselStudie wurden 2974 Männern die Plasmaspiegel antioxidativer Vitamine untersucht. Die Studie ergab einen Zusammenhang von unzureichender Versorgung mit Vitamin C und einem erhöhten Krebsrisiko. Probanten mit niedrigem Vitamin C-Spiegel wiesen ein höheres Risiko für Magenkrebs und andere Krebserkrankungen der Verdauungswege auf. In der 1996 ausgewerteten Iowa-Studie mit 34.000 Frauen konnte das Brustkrebsrisiko durch eine Einnahme von 500 mg Vitamin C täglich um 21 Prozent gesenkt werden gegenüber Frauen, die kein zusätzliches Vitamin C einnahmen. FOCUS ONLINE machte drei Fallstudien vom National Institute of Health in den USA bekannt, die im renommierten Canadian Medical Association Journal veröffentlicht wurden. Bei den drei Patienten wurde jeweils 1996 Krebs diagnostiziert. Studienautor Mark Levine berichtete, wie die Lungenmetastasen der Patientin mit operiertem Nierentumor während einer Behandlung durch Vitamin C zurückgingen. Eine Chemotherapie lehnte die Patientin ab. Die anderen beiden Patienten litten an einem fortgeschrittenem Blasentumor und aggressiven Blutkrebs. Beide Patienten lehnten die Chemotherapie zugunsten einer Vitamin C-Therapie ab und waren zehn Jahre später noch am Leben – dem Autor zufolge bei bester Gesundheit.

Lebenserwartung: Eine Langzeitstudie über zehn Jahre an 10.000 Menschen im Alter zwischen 25 und 74 Jahren an der University of California Los Angeles ergab, dass die Teilnehmer, die täglich 800 mg Vitamin C einnahmen, im Durchschnitt sechs Jahre länger lebten, als diejenigen, die nur 60 mg einnahmen. Die Sterblichkeit durch Herz- Kreislauferkrankungen reduzierte sich bei regelmäßig hoher Vitamin C-Einnahme bei den Männern um 42 Prozent, bei den Frauen um 24 Prozent.

Müdigkeit/Abgeschlagenheit: Dauerstress und ungenügende Vitaminversorgung kann zu chronischer Müdigkeit führen, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit sowie im Extremfall zu Konzentrationsproblemen und Depression. Zusammen mit Vitamin B ist vor allem Vitamin C an der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Noradrenalin und Dopamin beteiligt. Eine hohe Vitamingabe kann daher zu mehr gesunder Energie führen.

Depressionen und Psychische Störungen: Ascorbinsäure ist an der Produktion der Neurotransmitter beteiligt. Vitamin C wird aus diesem Grund gerne in der Therapie von Depression, Schizophrenie und manisch-depressiven Störungen eingesetzt.

Rauchen/Alkohol: Für Raucher gilt ein doppelt oder dreifach hoher Bedarf an Vitamin C, denn durch die zahlreichen freien Radikale, die beim Rauchen freigesetzt werden, wird Ascorbinsäure schneller abgebaut. Leberschäden als Folge unmäßigen Alkoholkonsums kann durch Vitamin C entgegengewirkt werden.

Schwermetallvergiftungen: Vitamin C vermag die Aufnahme von Schwermetallen in den Körper zu verringern und kann die Ausscheidung und Entgiftung begünstigen. Ein interessanter Anhaltspunkt ist die Faustformel, dass 8 Amalgamfüllungen im Mund zu etwa 10 mg Quecksilberaufnahme täglich führen. Da Schwermetalle sich im Körper anreichern, ist das nicht zu unterschätzen. Bleiwerte von Rauchern konnten in Studien mit 1000 mg Vitamin C täglich über einen dauerhaften Zeitraum um bis zu 81 Prozent gesenkt werden.

Sehstörungen: Vitamin C hat einen positiven Effekt auf den erhöhten Augeninnendruck bei grünem Star (Glaukom). Durch seine antioxidative Wirkung kann es helfen, grauem Star (Katarakt) vorzubeugen. Eine Langzeitstudie über zehn bis zwölf Jahre mit 247 Frauen im Alter zwischen 56 und 71 Jahren ergab eine zu 77 Prozent verminderte Rate an der frühen Linsentrübung bei einer Gabe von mindestens 400 mg Vitamin C täglich. In weiteren 10 Vitamin C-Studien mit insgesamt 80. 000 Teilnehmern konnte eine Reduzierung von Altersstar um 40 bis 50 Prozent ableiten. Ein interessanter Fakt ist, dass der Gehalt an Vitamin C in der Tränenflüssigkeit etwa 59 mal so hoch ist wie im Blut, in der Augenlinse tritt er noch höher konzentriert auf, was die Bedeutung des Vitalstoffs für die Augengesundheit nahelegt.

Wundheilung: Der menschliche Körper benötigt zur Wundheilung besonders viel Vitamin C. In den Wunden begünstigt es die Neubildung von Kollagenfasern bei der Hautbildung. Da durch den hohen Bedarf bei akuten Verletzungen, Verbrennungen oder nach Operationen der Vitamin C-Spiegel im Körper bis zu 50 Prozent sinkt, kann hier durch eine schnelle Versorgung mit Gaben von 1 bis 3 Gramm Vitamin C am Tag die Wundheilung und Narbenbildung beschleunigt werden. Ascorbinsäure mit seiner antioxidativen Wirkung wirkt bei Keimen, die in die Wunden gelangt sein können, zudem entzündungshemmend und unterstützend für das Immunsystem.

Zahnfleischbluten / Zahnfleischentzündungen: Bei Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten kann Vitamin C hilfreich sein. Die Ascorbinsäure hemmt Entzündungen und fördert die Wundheilung. Bei regelmäßiger Einnahme kann die Anfälligkeit für Zahnfleischerkrankungen deutlich gemindert werden.

Symptome bei Vitamin C-Mangel

Im Endstadium führt die Abwesenheit von Vitamin C in der Ernährung zu der lebensbedrohlichen Krankheit Skorbut. Doch können bereits folgende Symptome früh auf einen möglichen Vitamin C-Mangel hinweisen. Es ist zu bedenken, dass der menschliche Organismus in vielen Lebenslagen einen erhöhten Bedarf an Vitamin C entwickelt wie beispielsweise im Wachstum und im Alter, bei Stress, bei Verletzung und Krankheit und durch Rauchen und Alkoholkonsum.

  • Entzündetes, blutendes Zahnfleisch, Zahnausfall, schlechte Wundheilung
  • Verminderte Immunabwehr und häufige Infekte
  • Abgespanntheit, Müdigkeit, das Gefühl von Schwäche und Antriebslosigkeit
  • Depression
  • Das Risiko für Infarkt oder der Erkrankung an Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Arthritis und Grauem Star ist erhöht.

Kollagenproduktion: In der Wundheilung, im Bindegewebe, in Gelenken, Muskeln, Knochen und Blutgefäßen kann Vitamin C die Kollegenbildung begünstigen.

Hormonproduktion: Neben der Produktion von Neurotransmittern, der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ist Vitamin C auch an der Produktion des Schilddrüsenhormons und Carnitin beteiligt. Letzteres wird zur Energiegewinnung aus Fetten benötigt. Für Muskelschwäche und schnelle Ermüdungserscheinungen sollte daher auch geprüft werden, ob ein Vitamin C-Mangel vorliegt.

Neurotransmittern (Nervenbotenstoffe): Bei der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin, wichtigen Überträgersubstanzen im Gehirn, ist Vitamin C beteiligt. Daher kann es unterstützend bei vielen Therapien von Depressionen eingesetzt werden.

Histaminspiegel: Ascorbinsäure trägt dazu bei, den Histaminspiegel zu kontrollieren und spielt daher im Immunsystem eine wichtige Rolle. Die positive Wirkung von Vitamin C ist bei Allergien und Asthmaerkrankungen hilfreich.

Leber: Das Enzymsystem der Leber wird durch Ascorbinsäure angeregt. Es sorgt für die Entgiftung des Blutes und die Ausscheidung toxischer Substanzen wie z.B. Schwermetalle, Pestizide, Medikamente und Lebensmittelzusätze.

Hinweis

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