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Glukosamin

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glukosamin
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Baustoff im Muskel-Skelett-System

Glukosamin (2-Amino-2-desoxy-α/β-D-glucopyranose) ist ein körpereigener Aminozucker, ein sogenanntes D-Glucosamin. Er ist ein Baustoff im Knorpel und in der Gelenkflüssigkeit sowie Bestandteil des Bindegewebes.

Glukosamin ist ein natürlicher Bestandteil der Gerüstsubstanz bei Krusten- und Schalentieren, wie beispielsweise Krebsen (Chitin).

Die Gelenkschmiere

Als Grundstoff für Knorpel, Bänder und Gelenke besitzt Glukosamin für den Menschen eine Bedeutung für den Aufbau des Muskel-Skelett-Systems, insbesondere des Gelenkstruktur mit Bändern und Sehnen. Der Vitalstoff spielt eine Rolle für die Elastizität der Knorpel und sorgt dafür, dass sie feucht und geschmeidig gehalten werden. Außerdem ist er in der Gelenkflüssigkeit enthalten. Deshalb wird der Wirkstoff im Zusammenhang mit „Gelenkschmiere“ immer wieder genannt. Glukosamin ist beteiligt an der Regeneration der Knorpel und trägt dazu bei, die Funktion der Bandscheiben zu unterstützen.

Der Nährstoff kann das Wachstum von Finger- und Fußnägeln beinflussen. Es wird für den Aufbau der Blutgefäße benötigt.

Mit fortschreitendem Alter nimmt die Eigenproduktion von Glukosamin im Darm ab.

Therapeutischer Einsatz

Therapeutisch wird Glukosamin gegen Kniegelenkarthrose eingenommen. Häufig wird es kombiniert mit Chrondroitin.

Als Baustoff von Knorpeln hat der Aminozucker für den Knorpelschutz eine positive Wirkung gezeigt, ebenso wie beim Gelenkaufbau. Bei Symptomen von Gelenkschmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit oder Osteoarthritis wird Glukosamin gerne als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Es liegt meist als Glucosaminsulfat in Pulverform vor.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Grünlippmuscheln
(Perna canaliculus)

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Ein Freund der Gelenke aus dem Meer

Die Grünlippmuschel (Perna canaliculus), auch Grünschalmuschel oder Neuseeländische Miesmuschel genannt, gehört zur Familie der Miesmuscheln (Mytilidae). Sie ist in den Gewässern um Neuseeland beheimatet und wird zur naturheilkundlichen und pharmakologischen Nutzung in Muschelfarmen in Hängeleinenkultur gezüchtet. Rund 60.000 Tonnen der Grünlippmuscheln werden jährlich aus Aquakulturen geerntet. Etwa 10 Prozent werden für pharmazeutische Zwecke gefriergetrocknet und pulverisiert. Die Wildbestände stehen unter Naturschutz.

Geschenk aus dem Meer

Die Grünlippmuschel ist gesundheitlich interessant durch ihren Gehalt an Glykosaminoglykanen, langkettigen Aminozuckerverbindungen, die Bestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synivialflüssigkeit) sind. Als „Gelenkschmiere“ wird Grünlippmuscheextrakt als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe sind Aminosäuren, Glykosaminoglykane, Kohlenhydrate, Lipide, Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine mit antioxidativen Eigenschaften. Lyprinol aus der Grünlippmuschel enthält allein 12 verschiedene wertvolle Omega-3-Fettsäuren und besitzt entzündungshemmende Wirkung. Ein weiterer Bestandteil ist Glucosaminglykan, ähnlich dem körpereigenen Glykosamin, das für die reibungsvolle Bewegung der Gelenke sorgt und mit fortschreitendem Alter weniger produziert wird.

Gelenk- und Knorpelfunktionen unterstützen

In der Therapie gegen Arthrose, Osteoarthritis und andere Gelenkerkrankungen werden der Grünlippmuschel entzündungshemmende und knorpelschützende Eigenschaften zugeschrieben. Sie besitzt Stoffe, die bedeutsam in der Biosynthese von Bindegewebe, Knorpel und Bänder sein können. Insbesondere im Alter oder unter extremen sportlichen Belastungen werden die Präparate geschätzt, die auf altes naturkundliches Wissen zurückgehen. Auch bei Asthma sollen Grünlippmuschelpräparate positiven Effekt gezeigt haben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Chondroitin

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chondroitin
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Knorpelschutz und Gelenkschmiere

Chondroitin, auch unter der Bezeichnung seiner bioverfügbaren Form Chondroitinsulfat bekannt, gehört zur Gruppe der aus Polysacchariden aufgebauten Glykosaminglykane. Es ist verantwortlich dafür, dass in die Gelenkknorpel genügend Nährstoffe gelangen und dort aufgenommen werden, wo sie gebraucht werden. Zusammen mit Glucosamin baut Chondroitin das Knorpelgewebe auf. Sie bilden Proteoglykane, das sind Zucker-Eiweiß-Bausteine, die die Fähigkeit besitzen, Feuchtigkeit zu binden. Die Wasserbindungsfähigkeit von Chondroitinsulfaten ist zusätzlich bedeutsam für die Ernährung der Chondrozyten im nicht durchbluteten Knorpelgewebe. Die körpereigene Produktion von Chondroitin wird mit zunehmendem Alter geringer.

Chondroitin in der Nahrung

Fleisch, Meeresfrüchte und Muscheln sind gute Chondroitinlieferanten für eine Versorgung über die Nahrung. Für Nahrungsergänzungsmittel werden sowohl Fischknorpel als auch Schweine- oder Rinderknorpel verwendet. Bei einer Fischeiweißallergie lohnt sich der Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe.

Knorpelschutz für die Gelenke

Der Gelenkknorpel setzt sich aus vier natürlichen Bestandteilen zusammen: Collagen, Knorpelgewebe, Knorpelzellen (Chondrozyten) und Wasser. Gelenkknorpel haben die Funktion eines „Stoßdämpfers“, die die Knochen reibungslos aneinander vorbeigleiten lassen. Solange sie elastisch und feucht sind, können sie diese Funktion gut ausüben. Trocknet der Knorpel dagegen aus, wird er spröde und bekommt kleine Risse. Verschleiß und Arthrose können die Folgen sein. Neben Glucosamin, einem weiteren natürlichen Baustein des Gelenkknorpels, benötigt der Körper auch Chondroitin in ausreichender Menge, insbesondere bei starken Belastungen oder Sport. Die Gelenknährstoffe können die Beweglichkeit und Belastbarkeit der Gelenke positiv beeinflussen. Daher werden sie im Volksmund oft als „Gelenkschmiere“ bezeichnet.

Bei Gelenkentzündungen kann der Chondroitin Prostaglandine und die Enzyme, die den Knorpel zerstören wie Elastase und Hyaluronidase hemmen. Es fördert die Produktion von Proteoglykanen und Collagen und kann so zur Regenration beitragen.

Bei degenerativen Gelenkerkrankungen wie Arthrose wird Chondroitin als Arznei eingesetzt. Um Verschleiß vorzubeugen wird gerne zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen, meist im Zusammenspiel mit Glucosamin. In klinischen Studien konnten bislang keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt werden.

Als Salbe hilfreich bei Entzündungen

Die antientzündliche Eigenschaft von Chondroitin wird bei stumpfen Verletzungen oder oberflächlichen Venenentzündungen geschätzt. Lokal als Salbe auf der Haut aufgetragen kann es in darunterliegende Gewebeschichte wirken.

Einsatz in Augenheilkunde und Urologie

Bei Eingriffen am Auge wird Chondroitinsulfatlösung verwendet, auch im Kombination mit Hyalurronat. Die Hornhaut wird auf diese Weise geschützt und feucht gehalten. In der Urologie kann Chondroitinsulfat als Blasenspülung verwendet werden mit dem Ziel, die Blasenschleimhaut wieder aufzubauen, wenn sie beispielsweise durch eine chronische Entzündung beeinträchtigt ist.

Antioxidantien unterstützen die Wirkung

Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen können, die besonders bei Entzündungen auftreten, unterstützen den Schutz von Zellmembranen durch Vitamin E. Vitamin C unterstützt die Wirkung von Vitamin E. Außerdem ist es am Kollagenstoffwechsel des Stützgewebes beteiligt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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