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Zuckersucht ist das neue Rauchen

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Täglich die 4fache Menge Zucker

Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO für die tägliche Zuckeraufnahme liegt bei 25g pro Tag. Der Durchschnitts-Deutsche nimmt aber immer noch die 4fache Menge täglich zu sich.

Versteckte Zucker auf dem Etikett

Bei Fertigprodukten im Supermarkt ist der Zuckergehalt oft nicht sofort ersichtlich. Hinter Begriffen wie Dicksaft, Glukosesirup, Maltodextrin, Joghurtpulver, Magermilchpulver oder Maltose verbirgt sich schlicht und einfach Zucker. Selbst natürliche Fruchtsüße ist nur ein fantasierreicher Begriff, um den wahren Zuckergehalt zu verschleiern.

Kleine Eselsbrücke

Als kleiner Leitfaden kann Ihnen dienen, dass Begriffe, die mit -ose oder -sirup enden versteckte Zucker sind. Wenn sie dann auch noch ganz oben auf der zutatenliste stehem, dürfen Sie davon ausgehen, dass Zucker ein Haupt-Inhaltsstoff ist.

Kleine Auswahl von Lebensmitteln, in denen sich Zucker versteckt

(Nahrungsmittel mit ungefährem Zuckergehalt pro Portion)

  • Softdrink: 40g pro Glas
  • Fertigpudding: 36g
  • Cornflakes, gezuckert: 30g
  • Multivitamin-Nektar: 22g pro Glas
  • Fruchtjoghurt: 18g
  • Heringssalat: 16g
  • Rotkohl: 15g
  • Ketchup: 10g
  • Müsli-Riegel: 9g
  • Joghurt-Dressing: 5g
Zucker ist eine Droge

Leider regt Zucker das Suchtzentrum im Gehirn an. Es fällt schwer auf Zucker zu verzichten oder ihn zu reduzieren, wenn man sich einmal an den Geschmack gewöhnt hat. Das ist ähnlich wie mit Tabak, Alkohol und anderen Drogen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Mit Lebenslust und Elan in den Frühling

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10 Tipps für Körper und Geist

So kommen Sie gesund durch den Frühling:

  1. An frischer Luft in den Himmel schauen: Das blaue Tageslicht aktiviert das Gehirn, macht es wach und konzentriert. Die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin wird angeregt.
  2. Ein Vitalstoff für Nerven und Lebensfreude ist das Vitamin B1: Steuern Sie dem Stress entgegen mit Vollkornprodukten, Sonnenblumenkernen oder Walnüssen.
  3. Körpereigene Abwehrkraft stärken: Vitamin C, Acai oder Spirulina regen den Stoffwechsel an und bilden Abwehrzellen.
  4. 7 – 8 Stunden Schlaf pro Nacht: Melissentee eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen fördert den gesunden Schlaf. Lüften Sie Ihr Schlafzimmer gut durch.
  5. Kreislauf anregen: Eine Kalt-Warm-Wechseldusche am Morgen macht Sie richtig wach und stärkt auch die Abwehrkräfte. Danach vollwertig frühstücken.
  6. Pausen an der frischen Luft: Gönnen Sie sich kleine Auszeiten und füllen Sie diese durch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Z.B. 15 Minuten nach dem Mittagessen.
  7. Aktiv bleiben: Täglich 10 – 20 Minuten bewegen. Dehnübungen, Fahrrad fahren, Spazieren gehen oder Sport treiben.
  8. Zwischenmenschliche Beziehungen pflegen: Erfolgreiche Gesundheitspflege umfasst den Menschen als Ganzes. Familie, Freunde und soziale Kontakte gehören dazu.
  9. Belastende Ernährung reduzieren: Alkohol, Zigaretten, Kaffee, Weißmehl, Zucker und Fett belasten Ihren Körper und Ihr Wohlbefinden.
  10. Gewicht reduzieren: Eine Fastenwoche entlastet schon nach 3 Tagen spürbar. Abnehmen , Entschlacken und Gift- und Schadstoffe aus dem Körper schwemmen.

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Zucker verändert das Gehirn

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Neue Erkenntnisse

Zuckerreiche Ernährung bewirkt eine Veränderung im Gehirn. Diese Veränderungen ähneln denen, die auftreten, wenn man in der Frühphase seines Lebens Missbrauch und stressigen Situationen ausgesetzt war. Sie betreffen den Hippocampus. Der Hippocampus ist einer der wenigen Orte im Gehirn, wo zeitlebens neue Nervenzellen generiert werden. Er ist an der räumlichen Orientierung und an Gedächtnisprozessen beteiligt. Der Hippocampus ist ein Teil des limbischen Systems, das im Langzeitgedächtnis Inhalte erzeugt, archiviert und abruft.

Studie

Die Wissenschaftler Jayanthi Maniam und Margaret Morris und Autoren der neuen Studie untersuchten den sensiblen Teil des Gehirnes, der für Stress und Erinnerung zuständig ist, den Hippocampus.

„Wenn Menschen in ihrer Frühphase Traumata ausgesetzt sind, verändert sich ihr Hippocampus. Bei denjenigen Menschen, deren Ernährung am ‘westlichsten‘ war, stellten wir ein geringeres Hippocampus-Volumen fest. Das passte zu den Daten, die wir aus Tiermodellen gewonnen hatten.“
(Jayanthi Maniam und Margaret Morris, Daily Mail)

Veränderungen in diesem Bereich des Gehirns können später im Leben auch der Grund für eine psychische Erkrankung werden.

„Erlebte Feindseligkeit in frühen Jahren und eine zuckerreiche Ernährung könnten unabhängig voneinander das Risiko erhöhen, dass es in einer späteren Lebensphase zu psychischen Erkrankungen kommt … Die Ähnlichkeit der molekularen Hippocampus-Defizite, wie sie von Zucker und Stress im Kindesalter ausgelöst werden, sind sehr besorgniserregend angesichts des Umstands, dass gesüßte Getränke billig und einfach zu bekommen sind … Das Umfeld der Menschen zu manipulieren, die in frühen Jahren Feindseligkeit erlebten, und generell den Konsum gesüßter Getränke zu kontrollieren, könnte ein effektiver Ansatz sein, die Belastung durch psychische Störungen zu reduzieren.“
(Jayanthi Maniam und Margaret Morris, Frontiers in Molecular Neuroscience)

Droge Zucker

Zucker kann Stress unterdrücken. Er reduziert die Stresswerte im Gehirn. Gestresste oder ängstliche Menschen greifen daher oft gezielt zu zuckerhaltigen Produkten. Dabei verdrängen sie die Tatsache, dass Zucker wie eine Droge wirkt. Man braucht immer mehr und immer öfter von diesem Stoff. Das hat massive gesundheitliche Konsequenzen.

Weniger Zucker, weniger psychische Störungen? 

Ein Übermaß an Zucker führt Fettleibigkeit, Diabetes und andere Gesundheitsprobleme mit sich. Doch Zucker verändert auch die Gehirnfunktionen und damit die Persönlichkeit. Auch Jahre später können psychische Störungen auftreten, wenn in der Jugend zu viel Zucker und Fruchtzucker konsumiert wurde. Ganz besonders Kinder zwischen 9 und 16 Jahren nehmen übermäßig raffinierten Zucker über gesüßte Getränke auf.
Achten Sie daher auf sich. Schützen Sie Ihre kognitiven Fähigkeiten und schädigen Sie Ihr Gehirn nicht mit einem Übermaß an Zucker.

Das können Sie tun
  • Versuchen Sie auf Zucker in der Nahrung zu verzichten
  • Probieren Sie einen unserer gesunde Snacks gegen Stress
  • Greifen Sie lieber zu frischen, gesunden Lebensmitteln
  • Essen Sie reichlich Nüsse und Samen
  • Unterstützen Sie Freunde und Angehörige dabei, sich ebenfalls vernünftig zu ernähren
Hinweis

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Fünf Snacks für die Psyche

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Kleine Zwischenmahlzeiten sollen uns aus einem Tief holen, die Stimmung oder die Leistung verbessern oder uns vor angstmachenden Situationen stärken. In der Werbung werden diese nährstoffarmen Happen mit viel Zucker, Fett, Zusatz- und Konservierungsstoffen als schnelle Leckerei angepriesen. Aber: Wäre es nicht viel besser nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig von einer kleinen gesunden Zwischenmahlzeit zu profitieren? Bessere Körperfunktionen und stabile Psyche über die Ernährung erlangen.

Schokolade nicht gleich Schokolade

Wenn unbehandelte Schokolade mit rohem Kokoszucker, Stevia oder naturbelassenem Honig gesüßt ist, dann kann sie Ihrem Gehirn Endorphine, Dopamin und Serotonin liefern. Die ausgeglichene Stimmung ist garantiert. Außerdem ist diese Schokolade reich an Antioxidantien und deshalb auch wirkt positiv auf das Herz-Kreislauf-System.
Bei der Schokolade, die wir im Supermarkt kaufen können, gehen bei der Kakaoverarbeitung leider viele gesunde Anteile verloren oder sie wurden verändert. Je kürzer die Zutatenliste auf dem Etikett ist, desto mehr Nutzen bringt Ihnen diese Schokolade. Zusätze bei industriell gefertigter Schokolade wie Sojalecithin sind genauso ärgerlich wie verschiedene Zuckersorten, die die Darmmikroben aus dem Gleichgewicht bringen. Damit füttern Sie nur Candida.

Ans Eingemachte gehen

Mit Milchsäure fermentierte Lebensmittel (natürliche Fermentation) liefern nützliche Bakterien und machen bestimmte Nährstoffe leichter verdaulich. Davon profitieren Nerven und Immunsystem. Sauerkraut, Kimchi oder saure Gurken sind also eine nützliche kleine Zwischenmahlzeit, die auch auf die Psyche wirken kann.
Nach neuesten Erkenntnissen leiden Menschen, die Fermentiertes essen, weniger häufig an einer Sozialphobie. Eine Studie mit jungen erwachsenen Psychologiestudenten konnten weniger Symptome einer Sozialphobie nachgewiesen werden.

Stimmungsaufheller Avocado

Fett ist der Geschmacksträger schlecht hin. Unsere Biologie ist darauf eingestellt, Fett zu mögen. Doch nicht jedes Fett ist auch gesund. Viele bereiten kurzfristig Befriedigung, sind aber längerfristig sehr problematisch. Die Expertenmeinungen gehen oft weit auseinander. Nur in einem sind sich alle einig: Avocado ist gesund!
Ein hoher Eiweißgehalt, einfach ungesättigte Fettsäuren und viel natürliches Vitamin B erhöht Ihren Serotoninspiegel und kann die Stimmung aufhellen.
Pur aus der Hälfte gelöffelt, in Smoothies, Salaten, Tacos oder in Guacamole (Avocado-Dip aus der mexikanischen Küche)… lassen sie es sich schmecken!

Eine Handvoll frische Beeren

Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Johannisbeeren – frisch und saftig sind sie eine wunderbare Quelle von Antioxidantien. Dies trägt zur Krebsprävention bei, repariert Zellschäden und wirkt sich auch auf unsere Psyche aus. So kann die ständige Zufuhr von Antioxidantien nachweislich Depressionen mildern.

Omega-3-Fettsäuren

Unter dieses Stichwort fallen einige Lebensmittel, die diesen wertvollen Nährstoff enthalten. Omega 3 Fettsäuren liefern so viel Dopamin und Serotonin, dass es durchaus mit antidepressiven Medikamenten konkurrieren kann. Die schnelle Belohnung wird offensichtlich immer noch bevorzugt. Dabei ist eine stabile Gesundheit und Psyche ein langsamer Prozess, dafür um so nachhaltiger.

  • Walnüsse können den Melatonin-Spiegel um das Dreifache erhöhen. Außerdem erhalten sie kognitive Fähigkeiten und fördern den Schlaf.
  • Das Dreigespann aus Chia-, Lein– und Hanfsamen ist reich an Omega 3 Fettsäuren. Davon profitiert das Gehirn. Die Darmtätigkeit wird von den gesunden Ballaststoffen gefördert und das Mehr an Eiweiß lässt uns länger satt und zufrieden fühlen.
  • Der Omega 3 Fettsäuren-Lieferant Fisch vermindert die Wahrscheinlichkeit einer Depression. Ca. 25 Studien der letzten 15 Jahre ergab, dass bei regelmäßigem Fischgenuss eine Depression um 17% weniger wahrscheinlich war.
Ausprobieren!

Belohnen Sie Ihren Körper langfristig mit besseren Körperfunktionen und einer stabileren Stimmung. Erliegen Sie nicht der Versuchung sich schnell und ungesund zu belohnen.

Quellen:
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Mit klugen Fetten gesund bleiben

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Widersprüchliche Information

Wir als Verbraucher werden von verschiedenen Stellen mit unterschiedlichen Informationen über Fette versorgt. Versteckte Absichten, die hinter den kommerziellen Interessen großer Konzerne stehen, kann man oft nur schwer durchschauen. Zahlreiche andere Informationsquellen sind sehr zum Teil widersprüchlich. Der Gesundbuch-Verlag möchte in diesem Artikel versuchen einige Fakten über Fette richtig zu stellen.

Keine Angst vor Fett

Woran denken Sie, wenn Sie gesättigte Fette hören? An Herzinfarkt? Achtung, Fette sind für den menschlichen Körper sehr wichtig. Gar kein Fett zu essen kann tödlich sein! Es müssen eben die richtigen sein und sie müssen außerdem noch in einer gesunden Zusammensetzung vorkommen. Nicht alle Fette sind schlecht. Wie immer lohnt es sich etwas genauer hin zu schauen als die Schulmedizin und Big Pharma uns einreden möchte.

Kluge Fette

Für das Funktionieren von Herz und Gehirn ist Fett unerlässlich. Der Mensch braucht Fett und das gar nicht mal so wenig. Ja sogar zum Abnehmen ist die Zufuhr von Fetten wichtig!
Die Unterteilung in „gute“ (ungesättigte) und „schlechte“ Fette (gesättigte) ist überholt. Stattdessen wäre es sinnvoller von „klugen“ Fetten zu sprechen.
Klug wäre es, wenn Sie bei Fetten folgendes beachten:

  • Eine gesunde Mischung von ungesättigten und gesättigten Fetten (mehr ungesättigte als gesättigte)
  • Auch bei ungesättigten Fettsäuren auf die Zusammensetzung achten (Mehr Omega-3 als Omega-6)
  • Auf die Qualität achten (Frisches immer industriell Verarbeitetem vorziehen)
  • Achtsam und bewusst einkaufen (je mehr frisches Grünfutter Weidetiere bekommen, desto höher ist der Anteil an Omega-3 Fettsäuren)
  • Zuchtfische erhalten oft Omega-6 haltiges Futter (Wildlebende den Zuchtfischen vorziehen)
  • Die Menge der Fette insgesamt im Auge behalten

Moringa

Mit einem Gesamt-Fettsäureanteil von 3,2% liegt Moringa Oleifera etwa bei Kuh-Vollmilch. Der Stoffwechsel der fettlöslichen Vitamine wie Vitamin A, D, E, K und die Carotinoide wird so optimal gewährleistet. Aber dieser Fettanteil hat auch noch einen weiteren, sehr wichtigen Aspekt: Der Anteil von 3,3 % Linolsäure (Omga-6) und 19,5 % Alpha-Linolensäure (Omega-3) ist sehr vorteilhaft, weil unsere Nahrung oft sehr Omega-6-lastig ist: Die Lebensmittelhersteller werben seit Jahrzehnten mit essentiellen Fettsäuren, aber sie unterscheiden sie nicht. So ist in fast allen Fetten ein Gefälle zugunsten von Omega-6 und zu Ungunsten von Omega-3:

Fettsäurenzusammensetzung
Anteile
Linolsäure
(Omga-6)
Alpha-Linolensäure
(Omega-3)
Sonnenblumenöl 122 1
Dieselöl 148 1
Weizenkeimöl 8 1
Sojaöl 7 1
Walnussöl 4 1
Hanföl 3 1
Rapsöl 2 1
Leinöl 1 4
Moringa Oleifera 1 6
Vegane Ernährung

Der Trend zur veganen Ernährung ist generell positiv zu bewerten. Aber auch Veganer können Lebensmittel zu sich nehmen, die zwar nicht mit tierischen Rohstoffen hergestellt werden, aber trotzdem schrecklich ungesund sind und viele versteckte Fette enthalten. Viele Fertigprodukte sind schließlich auch vegan!
Halten Sie sich lieber an frisches Obst und Gemüse. Es liefert zahlreiche Flavonoide, Polyphenole, Katechine, Vitamine und Mineralstoffe.

Tipp

Moringa Oleifera kann eine gute Ergänzung sein, wenn Sie ein gesundes Gleichgewicht der essentiellen Fettsäuren erreichen wollen. http://www.silbertau.com/Produktgruppen/Moringa/

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Quecksilber
– Methoden der Ausleitung

quecksilber
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Zeitbombe Zahnfüllung

Seit rund 150 Jahren wird Amalgam oft und gerne für Zahnfüllungen verwendet. Es ist günstig, lässt sich gut erarbeiten und bleibt lange stabil. Amalgam besteht zur Hälfte aus dem hochgiftigen Schwermetall Quecksilber. Die andere Hälfte besteht aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Palladium und weiteren Schwermetallen.
Aus den Zahnfüllungen wird ständig Quecksilber in Kleinstmengen freigesetzt und vom Organismus aufgenommen und eingelagert.

Bewusstmachung

Bei acht Zahnfüllungen kann die tägliche Menge von Quecksilberaufnahme im Organismus schon mal 15 bis 20 Mikrogramm ausmachen. Aus der Nahrung werden nochmals durchschnittlich bis zu 2 Mikrogramm täglich aufgenommen.

Übertrag im Mutterleib

Quecksilber kann von der Mutter auf den Fötus übertragen werden, da das fettlösliche Schwermetall die Plazentaschranke überwinden kann. Es schädigt die DNA unwiederbringlich.

Lipophiles Gift

Da Quecksilber fettlöslich ist, kann es von den Schleimhäuten im Mund absorbiert werden oder über Dämpfe in der Lunge aufgenommen werden. Ebenso kann es die Zellmembranen überschreiten und sich Gehirn ablagern.
Bei vielen Krankheiten mit ungeklärten Ursachen, insbesondere bei Autoimmun-Erkrankungen und Depressionen, kann es der Fall sein, dass der Auslöser vielleicht in Quecksilberdepots liegt. Das liegt daran, dass Quecksilber sich mit körpereigenen Proteinen verbinden kann. Diese Verbindungen werden vom Immunsystem nicht mehr als körpereigen erkannt und eine ständige Immunabwehrreaktion wird ausgelöst.

Das kann helfen

Amalgam-Zahnfüllungen sollten sukzessive vom Zahnarzt aus dem Mund entfernt werden, um eine chronische Quecksilbervergiftung zu vermeiden. Verglichen mit den Folgekosten bei schwerwiegenden Erkrankungen durch Quecksilber erscheinen die Kosten dafür vergleichsweise gering.

Natürliche Entgiftung

Eiweißreiche Kost wird flankierend zur Entgiftungsmaßnahme empfohlen. Die Aminosäuren der Proteine können Schwermetalle binden, die dann ausgeschieden werden können.
Wasser ist die Basis für alle Entgiftungsprozesse, da es die Nieren entlasten kann und beim Ausspülen der gebundenen Giftstoffe dient.
Mineralstoffe können eine sehr wichtige Funktion bei einer Entgiftung einnehmen. Da der Organismus diese ständig benötigt, können sich Schwermetalle an ihre Stelle setzen. Sind aber alle Mineralien ausreichend vorhanden, können sie die Anlagerung von Schwermetallen erschweren. Der Abtransport der Giftstoffe bei der Zellosmose wird durch Elektrolyte wie Kalium, Natrium, Kalzium und Magnesium zusätzlich erleichtert.
Fettsäuren, sogenannte Lipide, aus denen das zentrale Nervensystem zu 80 Prozent besteht, müssen immer wieder erneuert werden. Da Schwermetalle wie Quecksilber fettlöslich sind, haben sie es leicht, sich im Gehirn einzulagern, wenn nicht genügend Fettsäuren vorhanden sind. Ungesättigte Fettsäuren sind daher eine gute Grundlage vor Vorbeugung gegen Schwermetall-Depots in Nervenzellen, aus denen man sie nur noch schwer herauskriegt.

Heilkräuter

Als Naturheilmittel gilt die Mikroalge Chlorella mit einem extrem hohen Chlorophyllgehalt. Sie besitzt die Fähigkeit, Schwermetalle und toxische Stoffe zu binden wie Quecksilber und Palladium aus Amalgam-Füllungen, sowie Cadmium, Nickel, Blei und Platin.
Auf den Ausleitungsvorgang können Algen, Bärlauch, Knoblauch und Koriander positiven Einfluss nehmen. Knoblauch – und drei Mal stärker der Bärlauch – sind wirksam in Bezug auf Schwermetalle durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen, die beispielsweise Quecksilber binden.

Koriander versus Quecksilber

Schwermetall-Einlagerungen in Nervenzellen sollen mit einem Auszug von grünem Koriander, auch chinesische Petersilie, mobilisiert und für die Ausleitung vorbereitet werden. Aromatische Wirkstoffe des Heilkrauts Koriander sind in der Lage, Quecksilber im Zellinneren aus den Mitrochondrien der Zellen und sogar der DNA über ihre sogenannte Ligandenfunktion zu mobilisieren.
Der Korianderextrakt löst mehr Schwermetalle, als er bindet. Es sollte also dazu ein Chlorella-Algen-Präparat eingenommen werden, das die gelösten Schwermetalle bindet und zur Ausscheidung bringt.
Die einschlägige Literatur verweist darauf, dass die Übertragungsrichtung aus den Nervenzellen heraus dabei nur funktioniert, wenn zuvor das Bindegewebe schwermetallfrei sei. Ansonsten könnten Einlagerungen von Giften in umgekehrter Richtung aus dem Bindegewebe ins Nervensystem stattfinden. Auch wird auf die ungünstige Wechselwirkung von Vitamin C und Korianderextrakt hingewiesen. Es scheint, als ob Vitamin C oder starke Antioxidantien das Mobilisierungspotenzial von Korianderextrakt aufheben können.

DMPS

DMPS ist die Kurzform von Dimercaptopropansulfonsäure, einem Antidot bei Vergiftungen, das für die Chelat-Therapie angewendet wird. Der Wirkstoff bildet mit den Schwermetallen stabile Chelat-Komplexe, die ausgeschieden werden und so ein Einlagern der toxischen Stoffe verhindert. DMPS wird nur angewendet bei schwerwiegenden Vergiftungen mit Blei, Arsen, Quecksilber, Gold, Bismut, Antimon und Chrom. Es wirkt schnell, belastet jedoch die Nieren als Ausscheideorgan stark.
DMPS ist wasserlöslich und kann daher auch intravenös gespritzt werden. Es kann eingesetzt werden, um zu testen, ob Schwermetallbelastung eines Patienten vorliegen, zum Beispiel aus Zahnfüllungen oder Implantaten. Dazu wird DMPS gespritzt und der Urin vor und nach der Medikamentengabe untersucht. Diese Untersuchungsmethode ist jedoch risikobehaftet, denn es ist möglich, dass eine Umverteilung von vorher in Depots abgelagerten Schwermetallen durch die Mobilisierung in Gang gesetzt wird.
Nicht sinnvoll ist DMPS bei Vergiftungen mit Eisen, Selen, Thallium oder Cadmium

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uebersicht
Übersicht

Ubichinol (reduziertes Coenzym Q10)

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Viel mehr als Anti-Aging

Ubichinol (auch Ubiquinol oder Ubihydrochinon) ist eine elektronenreiche Reduzierung des Coenzyms Q10 (Ubichinion). Durch eine größere Bioverfügbarkeit kann Ubichinol vom Körper besser aufgenommen werden als das Coenzym Q10.

Unichinol kommt in jeder Zelle des Körpers vor und kann als einziges fettlösliches Antioxidans im Körper gebildet werden. Ergänzend kann es in kleinen Mengen durch Nahrungsangebote aufgenommen werden. Es ist an der Synthese von Zellenergie beteiligt, insbesondere an der Bildung des Hauptenergieträgers Adenosintriphosphat (ATP).

Eine Abnahme der Ubichinol-Konzentration bei älteren Menschen wurde beobachtet. Es wird angenommen, dass mit fortschreitendem Alter ist die Fähigkeit zur Coenzym-Q10-Biosynthese sinkt, entsprechend auch die körpereigene Umwandlung in Ubichinol.

Auswirkung auf zahlreiche Faktoren

Coenzyms Q10 ist als Anti-Aging-Mittel aus der Werbung hinlänglich bekannt. Außer im Zellschutz wirkt es positiv auf das Immunsystem sowie auf Herz und Nerven. Die Fettverbrennung wird angekurbelt und vor allem ist es bedeutend für die Energieversorgung in der Zelle.

Auswirkung auf zahlreiche Faktoren

In den Zellen fungieren die Mitochondrien als Zentrum der Energieversorgung. Hier geschieht die Bildung des Hauptenergieträgers Adenosintriphosphat (ATP) aus den Elementen Kohlenhydrate, Fette, Proteine und Sauerstoff. Dieser Prozess wird als Atmungskette bezeichnet. Am letzten Schritt der Atmungskette ist das Ubichinol entscheidend beteiligt. Fehlt der Vitalstoff, kann auch bei ausreichend vorliegenden Komponenten nicht genug Energie produziert werden.

Muskelkraft

Von der Energieversorgung der Zellen aus den Mitochondrien ist die Muskelkraft direkt abhängig. Das ATP wirkt wie ein Kraftstoff für Muskeln (auch den Herzmuskel) und die Fettverbrennung.

Antioxidans

Bei oxidativem Stress können sich freie Radikale bilden, die die Zellsubstanz angreifen. Ubichinol kann diese reaktiven Moleküle abfangen und unschädlich machen. Antioxidantien wie Ubichinol, Vitamin C oder Glutathion sorgen so für Zellschutz und können den Lebenszyklus von Zellen verlängern. Das kann sich unter anderem auch auf eine Verlangsamung des Alterungsprozesses der Haut auswirken, weshalb das Coenzym Q10, aus dem Ubichinol im Körper umgewandelt wird falls es nicht von außen aufgenommen wird, als Anti-Aging-Substanz bekannt ist.

Herzgesundheit

Die antioxidativen Eigenschaften haben auch positive Effekte auf die Zellen von Organen, dem Herz und Blutgefäßen. Antioxidantien können den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinspiegel beeinflussen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Mit ihrer Wirkung auf Gefäße und Nerven können Antioxidantien auch auf die Funktionsfähigkeit des Gehirns wirken und unter Umständen vorbeugend für Krankheiten wie beispielsweise Parkinson sein.

Vorkommen in Nahrung

In Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch (zum Beispiel Makrele oder Thunfisch), Petersilie, Brokkoli oder Orangen kommt Ubichinol vor. Das Coenzyms Q10 wird nicht besonders gut vom Körper aufgenommen. In seiner Ubichinol-Form liegt es deutlich besser bioverfügbar vor. Besonders in flüssiger Form kann Ubichinol gut aufgenommen werden.

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Tyrosin (L-Tyrosin)

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Basis für biochemische Stoffe

Tyrosin ist eine neutrale, genetisch codierte und proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure, die für den menschlichen Körper semiessentiell ist. Sie kann teilweise im Körper biochemisch aus Phenylalanin hergestellt werden und muss nur zum Teil durch die Nahrung zugeführt werden.

Tyrosin ist unter anderem die Ausgangssubstanz für die körpereigene Bildung von Dopamin, Katecholaminen, Melanin, Thyroxin und Tyramin. Gemeint ist stets die Form als L-Tyrosin.

Große Mengen in Casein

Der Name Tyrosin leitet sich ab von griech. tyros, Käse, da es in größeren Mengen in Casein vorkommt. Als Entdecker der Aminosäure gilt Justus von Liebig, der 1846 die Substanz Tyrosin aus Käse isolierte.

Grundstoff wichtiger Prozesse

Tyrosin ist in seiner proteinogenen Funktion am Aufbau vieler Eiweißprodukte im Körper beteiligt. Von besonderer Wichtigkeit sind Eiweiße mit Aufgaben im Signaltransductionsprozess, bei der Reize in Signale umgewandelt und über die Signalkette weitergeleitet werden.

Stimmungsaufhellend

Tyrosin ist eine Vorstufe der Neurotransmitter (Botenstoffe) Dopamin und Norepinephrin. Es ist damit beteiligt an der geistigen Funktion und Leistungsfähigkeit des Gehirns und der Stimmung. Seine stimmungsaufhellende und appetitzügelnde Wirkung ist bekannt. Als Vorstufe von Adrenalin und Schilddrüsenhormonen ist die Aminosäure an weiteren Prozessen beteiligt.

Die Aminosäure spielt eine Rolle bei der Bildung des Pigments Melanin, das in Haut und Haaren steckt. Für die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen besitzt Tyrosin ebenso Bedeutung wie für die Funktion von Nebennieren, Schilddrüse und Hirnanhangsdrüse. Leistungsfähigkeit und Ausdauer beeinflusst die Aminosäure positiv.

Vorkommen

Tyrosin in chemisch gebundener Form als Bestandteil von Proteinen liegt in vielen Lebensmitteln vor. Gute Tyrosin-Lieferanten sind Milch und Käse, Fleisch, Fisch, Ei, Volkkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne und Nüsse.

Abstimmung

Auch wenn Tyrosin für die Regulierung und Leistungsfähigkeit des Gehirns große Bedeutung hat und als Zwischenstufe von Norepinephrin bei Erschöpfung wichtige Aufgaben erfüllt, sollte eine Einnahme nur in Abstimmung mit dem Arzt oder Apotheker erfolgen. Im Hinblick auf Antidepressiva und Medikamenten gegen Schizophrenie sind Wechselwirkungen dokumentiert.

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Phosphatidylserin

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phosphatidylserin
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Ein Gedächtnis-Lipid

Phosphatidylserin ist ein Molekül aus der Gruppe der Phosphorglyceride. Es handelt sich um ein natürliches Phospholipid, das für die Reizübertragung im Gehirn zuständig ist. Phosphatidylserin wird teilweise im Körper synthetisiert und teilweise durch die Nahrung zugeführt.

Gedächtnisleistung

Phosphatidylserin unterstützt den Aufbau der Zellmembran. Im Gehirn sind gesunde Zellmembrane eine wichtige Voraussetzung für die neurologischen Funktionen. Im Gehirn liegt Phosphatidylserin in hoher Konzentration vor, wo es an der Wiederherstellung von flüssigen und funktionsfähigen Membranen und Rezeptoren beteiligt ist und die Voraussetzungen für die Arbeit der Nervenzellen schafft. Seine chemische Beschaffenheit als negativ geladenes Molekül, das sich besonders gerne an Transmembranproteine bindet, verleiht dem Stoff eine einzigartige Palette an Funktionen zur Strukturbildung und Regulation der Signalübertragung.

Phosphatidylserin ist beteiligt an kognitiven Vorgängen im Gehirn, an der Speicherung und der Abrufung von Informationen. Damit stehen Lernfähigkeit, Gedächtnisleistung, Konzentrationsvermögen und Abrufbarkeit von Gedächtnisinhalten in Abhängigkeit von dem Phosphorlipid.

Die Signalübertragung im Gehirn wird beeinträchtigt, wenn nicht genügend Phosphatidylserin zur Verfügung steht. Als Ausgleich kann es in der Folge zur Ausschüttung von Stresshormonen kommen.

Gedächtnisverlust

Man vermutet, dass Demenz und andere kognitive Dysfunktionen von Phosphatidylserin günstig beeinflusst werden können. Internationale klinische Untersuchungen haben vor mehr als zwei Jahrzehnten eine Verbesserung bei Patienten mit altersbedingten Gedächtnisstörungen dokumentiert, wie Phosphatidylserin die Gedächtnisleistungen enorm verbessert hat. Insbesondere betraf das die Wiedererkennung von Gesichtern und Abrufbarkeit von Namen und Orten sowie das Behalten von Informationen. Die renommierte Medizinzeitschrift neurology veröffentlichte die Ergebnisse.

Die Verwendung von Phosphatidylserin zur Verbesserung von Gedächtnis und Lernfähigkeit ist weit verbreitet. Die Einnahme zeigte offenbar keinerlei unerwünschte Wirkung.

Vorkommen

Insbesondere Innereien zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Phosphatidylserin aus. Da Innereien nicht mehr automatisch zum Speiseplan des Menschen im 21. Jahrhundert gehören, wird oftmals weniger Phosphatidylserin aufgenommen, als eine ausgewogene Ernährung es vermuten ließe. Der Tagesbedarf für einen gesunden Erwachsenen liegt bei rund 200 bis 300 Milligramm Phosphatidylserin.

Mangel

Ein Mangel an Phosphatidylserin kann unter Umständen Konzentrationsstörungen und Gedächtnisleistung negativ beeinflussen und zu Hyperaktivität bei Kindern fördern. Es kann möglicherweise zu mentalem Stress und Stimmungsschwankungen kommen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin E (Tocopherol)

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Das Zellschutzvitamin

Vitamin E bezeichnet eine ganze Familien von 16 verschiedenen Antioxidantien, bestehend aus Tocopherolen und Tocotrienolen. Alpha-Tocopherol ist wohl die am besten untersuchte Substanz, weshalb im Zusammenhang mit Vitamin E häufig auf Studien zu Alpha-Tocopherol verwiesen wird. Verwendet wird der Begriff Vitamin E und Tocopherol synonym.

Vitamin E ist fettlöslich und wird dem Körper durch die Nahrung zugeführt. Es kann nur gleichzeitig mit Fett vom Körper aufgenommen werden. Vitamin E beeinflusst auch die Aufnahme von Vitamin A und Vitamin K.

Da Vitamin E geht beim Kochen nicht verloren, allerdings sind schonende Garmethoden vorzuziehen.

Starker Name

Der Name der Tocopherole leitet sich ab von griech. tocos, Geburt und griech. pherein, hervorbringen. Der Name wurde von seinen Entdeckern 1922 gewählt, als Hinweis auf das Phänomen, dass Ratten im Tierversuch bei einem Tocopherol-Mangel nicht in der Lage waren, lebende Junge zur Welt zu bringen.

Radikalfänger

Tocopherol schützt die Zellen mit stark antioxidativen Eigenschaften. Es kann freie Radikale unschädlich machen und so die Zellsubstanz vor ihrem schädlichen Einfluss bewahren. Damit unterstützt Vitamin E das Immunsystem. Es ist beteiligt an der Bildung von Antikörpern und am Energiestoffwechsel.

Haare und Haut

Vitamin E besitzt positiven Einfluss auf die Haut. Das Kollagen in der Haut wird in Zelllebensdauer und Elastizität unterstützt. Vitamin E-reiches Öl kann beispielsweise zur besseren Narbenheilung beitragen. Haut und Haare profitieren von einem gesunden Vitamin E-Spiegel.

Stoffwechselfunktionen

Gerade im Fettstoffwechsel erfüllt Tocopherol wichtige Funktionen bei der Umwandlung von Fett in Energie. Ablagerungen in den Blutgefäßen scheint das Vitamin E entgegenwirken zu können und hält damit die Arterien durchlässig. Unter anderem vermag es das schädliche Cholesterin LDL in der Oxidation zu hemmen, so dass es sich nicht ablagern kann.

Vorbeugend

Es kann günstig auf die Insulinempfindlichkeit der der Zellen wirken. Auch bezüglich der Gehirnfunktionen sind die antioxidativen Zellschutzeigenschaften von Tocopherol eine vorbeugender Faktor gegen Alterskrankheiten.

Damit kann Vitamin E wahrscheinlich hilfreich bei Koordinationsstörungen im Bewegungsapperat (Ataxien) wirken, bei rheumatoider Arthritis oder anderen entzündlichen Gelenkbeschwerden, und möglicherweise auch bei Netzhauterkrankungen (Retinopathien), Muskelleiden und Diabetes.

Sonnenschutz

Äußerlich und innerlich schützt Vitamin E-Öl vor der Sonne, deshalb wird auch Kokosöl als Sonnenschutz eingesetzt.

Vorkommen

Gute Vitamin E-Lieferanten sind pflanzliche Öle wie beispielsweise Sonnenblumenöl, Olivenöl oder Weizenkeimöl. Es befindet sich auch in Nüssen und Samen. Zum Beispiel können rund 20 Gramm Sonnenblumenöl oder 50 Gramm Haselnüsse den ungefähren Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen bereits decken. Mangos und Avocados enthalten das Vitamin ebenso wie Johannisbeeren oder Gemüse wie Paprika, Schwarzwurzeln, Spinat und Grünkohl.

Nicht ganz so große Mengen enthalten auch tierische Lieferanten wie Eier und Butter. Fetthaltige Fische können ebenso zum Vitamin E-Haushalt beitragen wie Lachs, Makrele oder Heringe.

Mangel

Bei einem Mangel an Vitamin E können gegebenenfalls Sehstörungen auftreten, Muskelschwäche oder Nervenstörungen bei Bewegungsabläufen. Ein gravierender Mangel muss bei einer ausgewogenen Ernährung nicht auftreten, es sei denn die natürliche Aufnahme von Tocopherol wird verhindert durch chronische Krankheiten oder extrem fettfreie oder einseitige Ernährung.

Dosierung

Am besten eignet sich eine ausgewogene Ernährung. Eine Überdosierung über normale Nahrungszufuhr ist fast unmöglich. Höchstmengenangaben bei Nahrungsergänzungsmitteln sollten beachtet werden.

Wenn über eine lange Zeit sehr hochdosiertes Vitamin E über zusätzliche Nahrungsergänzungsmittelgaben aufgenommen wird, kann gegebenenfalls eine Überdosierung eintreten, die sich möglichweise in Müdigkeit oder Magen-Darm-Problemen äußert. Vitamin E beeinflusst auch die Aufnahme von Vitamin A und Vitamin K. Vitamin E kann die Blutgerinnung herabsetzen, weshalb Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder mit Medikamenteneinnahme für die Blutverdünnung von hohen Dosierungen absehen sollte. Die Einnahme sollte stets in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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