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Wassermelone: Kerne nicht wegwerfen

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Kernlose Melonen?

Es ist eigentlich ein Skandal, dass Wassermelonen die Kerne weggezüchtet werden. Denn genau in den Kernen stecken viele gesundheitsfördernde Wirkstoffe drin. Der Verzehr der Kerne kann daher viele gute Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Zum Wegwerfen eindeutig zu schade!

Wertvolle Inhaltsstoffe

Melonenkerne haben mit ihren vielen Ballaststoffen eine positive Wirkung auf die Verdauung. Ebenso können sie für eine gesunde Darmflora sorgen. Die in den Kernen enthaltene Aminosäure Citrullin fungiert als Antioxidant. Citrullin sorgt dafür, dass sich die Gefäße erweitern und die Durchblutung gefördert wird. Ideal für Herz, Kreislauf und das Gedächtnis. Viele Vitamine und Spurenelemente in den Kernen (Magnesium, Vitamin A, B, C und Eisen) tragen dazu bei die gesamten Körperfunktionen gesund zu erhalten und zu optimieren.

Vorbereitung

  • 1 Handvoll Wassermelonen-Kerne
  • Im Backofen (Alternativ: Pfanne) erhitzen
  • Sobald ein süßlicher Geruch aufsteigt sind die Kerne vollkommen getrocknet
  • Die getrockneten Kerne mit einem Mörser zermahlen

Dieses gesunde Melonenkern-Pulver ist die Grundlage von 2 Rezepten!

Melonenkern-Tee

  • 4 Teelöffel frisch gemahlener Wassermelonen-Kerne
  • In ungefähr 2 Liter kochendes Wasser geben
  • Ungefähr 15 Minuten köcheln lassen

Dieser Tee ist nicht nur lecker. Er ist auch sehr gesund, da auf diese Weise wirklich alle guten Wirkstoffe aktiviert werden. Auch gekühlt ein erfrischendes Getränk!

Milchshake aus Melonen-Kernen
  • 1 Teil frisch gemahlener Wassermelonen-Kerne
  • 10 Teile warme oder kalte Milch (Verhältnis 1:10)
  • Gut verrühren

Bei Verdauungsbeschwerden und Nierenproblemen ist dieser Milchshake sehr geeignet. Wassermelonen wirken als  ein gutes Diuretikum und unterstützen die Nierenfunktion. Die Inhaltsstoffe werden durch die Milch langsam aufgenommen, so dass der Körper über einen längeren Zeitraum gleichmäßig versorgt wird.

Tipp

Auch die Schale der Wassermelone hat viele gesundheitsfördernde Wirkstoffe. Die Schale zu essen klingt ungewöhnlich, kann aber sehr hilfreich sein. weiterlesen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Anti-Aging Einkaufszettel

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Älter werden

Das ist bekanntlich nichts für Feiglinge. Viele gesundheitliche Beschwerden bestimmen das Alter, nicht nur Falten oder schlaffe Haut. Diese 10 Lebensmittel helfen Ihnen die allgemeine Gesundheit zu stärken und länger fit und gesund zu bleiben. Ihr wöchentlicher Einkaufszettel sollte also diese gesunden Lebensmittel enthalten. So tun Sie etwas für Ihre Langlebigkeit und gegen das Risiko an einer degenerativen Gehirnerkrankungen zu erliegen.

Die Tomate

Der Farbstoff Lycopin schützt sowohl die Haut als auch das Gehirn vor freien Radikalen. Entzündungen, die Krankheiten wie Alzheimer auslösen können, können durch den Genuss von Tomaten reduziert werden. Die Enzyme verlangsamen den Kollagen-Abbau und sorgen so für straffere Haut.

Die Avocado

Die Avocado besitzt eine entzündungshemmende Wirkung, die im Kampf gegen Alzheimer hilft. Darüber hinaus senken die zahlreichen einfach gesättigten Fettsäuren den Blutdruck, stärken den Blutkreislauf und  verhindern eine Insulinresistenz. Vitamin E, Vitamin B und Kalium unterstützen eine gesunde Haut mit ausgeglichenem Feuchtigkeitshaushalt.

Die Wassermelone

Die Wassermelone enthält extrem viel Wasser, wichtige Elektrolyte, Mineralien, Antioxidantien und Vitamine. Durch die gute Versorgung mit Flüssigkeit in Verbindung mit den anderen natürlichen Wirkstoffen ist die Wassermelone das ultimative Obst im Kampf gegen das Alter.

Der Apfel

Bestimmte Verbindungen im Apfel schützen das Gehirn vor neurodegenerativen Schäden wie Alzheimer. Das haben Studien der Universität Cornell ergeben.

Rotwein in Maßen

Die zahlreichen Flavonoide im Rotwein reduzieren das Risiko altersbedingter Erkrankungen. Flavonoide helfen dem Gehirn Schadstoffe besser abzubauen und regen die Neuronen an, Erinnerungen aufzunehmen und besser abzurufen zu können. Die antioxidative Wirkung des Rotweins hilft allgemein den Folgen des Alters entgegenzuwirken.

Die Beeren

Die Antioxidantien und Flavonoide in den Blaubeeren unterstützen das Kurz- und Langzeitgedächtnis. Beeren ganz allgemein sind wertvolle Vitamin C Lieferanten, die dazu beitragen das Kollagen der Haut elastisch zu erhalten. Aber Brombeeren, Erdbeeren und andere Beeren schützen auch die Gehirnzellen vor Schäden und reduzieren Entzündungen.

Der Granatapfel

Die Vitamine und Mineralstoffe im Granatapfel verbessern die allgemeine Zellgesundheit. Außerdem wird die Kollagenproduktion angeregt, was zu einer straffen Haut beiträgt.

Der Spinat

Spinat ist reich an Vitamin C, Vitamin E, Ballaststoffen und Mineralien (Kalzium, Eisen). Vitamin E glättet Fältchen und macht sie weniger tief.

Der Grünkohl

Das Gehirn besteht zu 60% aus Fett. Gesunde Fette wie die zahlreichen Omega-3-Fettsäuren im Grünkohl helfen deshalb dem Gehirn den Abbau der kognitiven Fähigkeiten zu verhindern und ein Schrumpfen oder Absterben der Zellen zu verhindern. Ein Superfood mit fantastischem Nutzen für die Gesundheit.

Zimt

Die Antioxidantien im Zimt wirken entzündungshemmend und helfen daher bei der Abwehr von Infektionen. Zimt schützt das Gehirn vor freien Radikalen und hilft bei der Reparatur von Gewebeschäden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Natürliches Entgiften mit Koriander

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Schadstoffe sammeln sich im Körper

Gefährliche Schwermetalle setzen sich in unseren Körpern fest: ungesunde Ernährung, schädliche Umweltfaktoren wie verunreinigte Luft oder schlechtes Trinkwasser oder Rauchen. Das krebsverursachende Pflanzenschutzmittel Roundup wird auf Spielplätzen und öffentlichen Flächen eingesetzt. Die Massentierhaltung schwemmt viele Chemikalien in den Boden, die dann wieder in unsere Nahrungskette gelangen. Die Konzentration toxischer Substanzen in unserer Umwelt und unserer Nahrung steigt beängstigend.

„Zu meinem Horror bin ich zu der Schlussfolgerung gelangt, dass sich die Menschheit selbst in den Wahnsinn treibt mit endloser chemischer Kontamination. Die Verunreinigung mit Schwermetallen führt dazu, dass Menschen klinisch nachweisbar verrückt werden.“
(Health Ranger Mike Adams, Experte für Schwermetalle)

Warum sind Schwermetalle schlimm?

Es existieren Meinungen, die eine Belastung durch Schwermetalle für etliche körperliche Beschwerden verantwortlich machen. Psychische und emotionale Probleme und eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten wie Gedächtnisstörungen, Konzentrationsprobleme oder Lernschwächen sind nur ein Aspekt. Auch brüchige Knochen, Herzerkrankungen und ein erhöhtes Krebsrisiko werden den Schwermetallen zugeschrieben.

Methoden der Entgiftung

Die wichtigsten Entgiftungsorgane sind die Nieren und die Leber. Daneben übernehmen auch das Lymphsystem, Haut, Lunge und Darm Funktionen bei der Ausleitung von Schwermetallen und Giften. Alle Stoffwechselprozesse sind essentiell für den Ablauf. Es gibt verschiedene Methoden der Entgiftung.
Das Gewürz Koriander ist ebenfalls großartig dafür geeignet, um auf natürliche und bezahlbare Weise zu entgiften.

Koriander

Koriander enthält eine ganze Reihe wichtiger Mineralien, die Ihrem Körper bei seinen Aufräumarbeiten den entscheidenden Schlüsselreiz geben können. Vor allem Quecksilber kann diese kleine unscheinbare Pflanze gut aus dem Körper spülen.

Darüber hinaus ist der Vitamin K und Vitamin A-Lieferant dafür geeignet Entzündungen zu bekämpfen und das Blut zu reinigen. Auch gegen Pilzinfektionen ist Koriander ein gutes Mittel zur Unterstützung.

Kochen mit Koriander

Unbehandelter Bio-Koriander lässt sich wunderbar in Ihren Speiseplan einbauen. In Suppen, auf dem Sandwich oder in Salaten ist er kleingehackt eine gesunde und köstliche Komponente. Aber auch in Smoothies lässt er sich zusammen mit anderen Lebensmitteln wunderbar mixen. Mit Koriander können sie nichts falsch machen.

Koriander-Entgiftungs-Drink

Zutaten:

10 g klein gehackter, unbehandelter Bio-Koriander
1 TL Weizengraspulver oder Moringa Blattpulver
125 ml rohen Apfelsaft
125 ml Wasser

Alle Zutaten in einem Mixer zu einem gesunden Drink verarbeiten. Möglichst rasch nach der Zubereitung in kleinen Schlucken trinken. Bekämpfen Sie die Schwermetalle in Ihrem Körper und helfen Sie mit dem Koriander diese auszuschwemmen!

Hinweis

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Phosphatidylserin

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phosphatidylserin
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Ein Gedächtnis-Lipid

Phosphatidylserin ist ein Molekül aus der Gruppe der Phosphorglyceride. Es handelt sich um ein natürliches Phospholipid, das für die Reizübertragung im Gehirn zuständig ist. Phosphatidylserin wird teilweise im Körper synthetisiert und teilweise durch die Nahrung zugeführt.

Gedächtnisleistung

Phosphatidylserin unterstützt den Aufbau der Zellmembran. Im Gehirn sind gesunde Zellmembrane eine wichtige Voraussetzung für die neurologischen Funktionen. Im Gehirn liegt Phosphatidylserin in hoher Konzentration vor, wo es an der Wiederherstellung von flüssigen und funktionsfähigen Membranen und Rezeptoren beteiligt ist und die Voraussetzungen für die Arbeit der Nervenzellen schafft. Seine chemische Beschaffenheit als negativ geladenes Molekül, das sich besonders gerne an Transmembranproteine bindet, verleiht dem Stoff eine einzigartige Palette an Funktionen zur Strukturbildung und Regulation der Signalübertragung.

Phosphatidylserin ist beteiligt an kognitiven Vorgängen im Gehirn, an der Speicherung und der Abrufung von Informationen. Damit stehen Lernfähigkeit, Gedächtnisleistung, Konzentrationsvermögen und Abrufbarkeit von Gedächtnisinhalten in Abhängigkeit von dem Phosphorlipid.

Die Signalübertragung im Gehirn wird beeinträchtigt, wenn nicht genügend Phosphatidylserin zur Verfügung steht. Als Ausgleich kann es in der Folge zur Ausschüttung von Stresshormonen kommen.

Gedächtnisverlust

Man vermutet, dass Demenz und andere kognitive Dysfunktionen von Phosphatidylserin günstig beeinflusst werden können. Internationale klinische Untersuchungen haben vor mehr als zwei Jahrzehnten eine Verbesserung bei Patienten mit altersbedingten Gedächtnisstörungen dokumentiert, wie Phosphatidylserin die Gedächtnisleistungen enorm verbessert hat. Insbesondere betraf das die Wiedererkennung von Gesichtern und Abrufbarkeit von Namen und Orten sowie das Behalten von Informationen. Die renommierte Medizinzeitschrift neurology veröffentlichte die Ergebnisse.

Die Verwendung von Phosphatidylserin zur Verbesserung von Gedächtnis und Lernfähigkeit ist weit verbreitet. Die Einnahme zeigte offenbar keinerlei unerwünschte Wirkung.

Vorkommen

Insbesondere Innereien zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Phosphatidylserin aus. Da Innereien nicht mehr automatisch zum Speiseplan des Menschen im 21. Jahrhundert gehören, wird oftmals weniger Phosphatidylserin aufgenommen, als eine ausgewogene Ernährung es vermuten ließe. Der Tagesbedarf für einen gesunden Erwachsenen liegt bei rund 200 bis 300 Milligramm Phosphatidylserin.

Mangel

Ein Mangel an Phosphatidylserin kann unter Umständen Konzentrationsstörungen und Gedächtnisleistung negativ beeinflussen und zu Hyperaktivität bei Kindern fördern. Es kann möglicherweise zu mentalem Stress und Stimmungsschwankungen kommen.

Hinweis

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Cholin

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cholin
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Gegen Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche

Cholin (von griech. Cholé, Galle) ist ein vitaminähnlicher Stoff, der im menschlichen Stoffwechsel von der Leber synthetisiert wird, sofern die Aminosäuren Folsäure und Methionin zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sollte der Vitalstoff auch über die Nahrung aufgenommen werden, um den Bedarf für wichtige Funktionen zu decken. Da der Bedarf teilweise über den Körper hergestellt werden kann, spricht man von einem semiessentiellen Stoff. Die wasserlösliche Substanz ist an sehr komplexen Abläufen im Körper beteiligt. Cholin kann zu vielen anderen Verbindungen verstoffwechselt werden.

Es ist unter anderem Bestandteil von Nahrungsergänzungsmittel gegen Fettleber. Als 18F-Cholin findet es Verwendung als Tracer bei der Diagnostik des Prostatakarzinoms in der Positronen-Emissions-Tomographie.

Cholin wird in erster Linie für eine gesunde Funktion von Leber und Gehirn benötigt.

Aufnahme von Cholin über die Nahrung

Bei einer ausgewogener Ernährung wird ausreichend Cholin aufgenommen. Es liegt sowohl in freier Form vor, als auch gebunden als Sphingomylin oder Phosphatidycholin. Gute Cholinlieferanten sind Eigelb, Weizenkeime und verschiedene Gemüse, Hühner- und Rinderleber, Fisch, Schweinefleisch und Schinkenspeck und Sojabohnen, Quinoa und Nüsse.

Gesunde Funktion von Leber und Gehirn

Dass Cholin vor allem für eine gesunde Funktion von Leber und Gehirn benötigt wird, wird augenfällig bei einer Unterversorgung durch Cholin. Dann setzt der Körper Cholin aus Lunge, Niere und Verdauungsorganen frei und führt es Leber und Gehirn zu.

Cholin kann die Einlagerung von Fett in der Leber verhindern. Ohne Cholin können Fettmoleküle nicht verarbeitet, verflüssigt oder abtransportiert werden, es würde zur anormalen Anhäufung von Fett in der Leber kommen (Fettleber). Cholin beeinflusst den Cholesterinspiegel positiv, denn ohne Cholin kann Cholesterin an den Gefäßwänden nicht aufgenommen werden. Das Cholesterin zirkuliert dann weiter im Blut und erreicht eine immer höhere Konzentration. Ohne Cholin verkrustet Cholesterin mit abgestorbenen Eiweißmolekülen und könnte die Blutkanäle verstopfen.

Choline sind selbst Fettmoleküle, die von Eiweiß umgeben sind, um im Blut transportabel zu sein. Ohne Eiweißmantel würden sich Fette an den Gefäßwänden ablagern.

Cholin unterstützt die Entgiftung in der Leber über das Enzymsystem, das toxische Stoffe findet und zur Ausscheidung bringt. Ein Mangel an Cholin kann möglicherweise zu einem erhöhten Risiko für Leberkrebs oder Fettleber führen.

Wichtige Funktionen im Gehirn

Cholin ist Bestandteil der Zellmembranen und besonders konzentriert ist es im Gehirn vorhanden. In den Gehirnzellen fördert Cholin die Gedächtnisleistungen. Insbesondere emulgiert es Cholesterin, so dass es sich nicht an Gefäßwänden in Arterien oder Gallenblase anlagern kann.

Im Hirnstoffwechsel übernimmt Cholin die wichtige Generierung des Botenstoffs (Neurotransmitter) Azetylcholin. Bei konzentrierter Arbeit wird Cholin umgewandelt in Azetylcholin. Bei Menschen, die sich nur kurze Zeit konzentrieren können, wäre es unter Umständen nützlich, die Cholinzufuhr zu prüfen. Im Gehirn findet sich Cholin vor allem in der Großhirnrinde. Bei einem Cholin-Mangel sterben cholinerge Neuronen ab und es bilden sich Ablagerungen von Cholesterin und Eiweißzellen. Dieser Effekt kann sich durch Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche bemerkbar machen.

Weitere Aufgaben

Cholin ist bedeutsam in der Schwangerschaft für die Entwicklung der Nerven beim Fötus. Nach der Geburt gibt die Mutter über die Muttermilch Cholin an den Säugling weiter.

An den Zellwänden des gesamten Körpers hat Cholin die wichtige Funktion, Myelin herzustellen, die Markscheide der Nervenbahnen. Im Parasympatikus wirkt Cholin wie ein natürliches Beruhigungsmittel, das die Herztätigkeit entspannt, die Schilddrüsentätigkeit verlangsamt und Magen-und Darmfunktionen anregt.

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Ginkgo biloba

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Der letzte seiner Art

Ginkgo biloba heißt die Baumart mit den charakteristischen, fächerartigen Blättern, die in der Mitte leicht eingekerbt sind. Sie sind eine Besonderheit unter den Laubbaumblättern, denn die gabelnervigen Blätter lassen deutlich erkennen, dass sie sich evolutionär aus Nadeln entwickelt haben. Der Ginkgo, manchmal auch in der Schreibweise Ginko, gilt als einziger überlebender Vertreter der Ginkgoales, einer ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen. Ginkgo wird weltweit angepflanzt und stammt ursprünglich aus dem Südwesten Chinas. In Europa wird er seit 1730 als Zierbaum kultiviert und kann eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen und eintausend Jahre alt werden. In der Humanmedizin werden überwiegend Wirkstoffe aus den Blättern eingesetzt.

Chinesische Wurzeln im Namen

Der Name Ginkgo leitet ab von seiner chinesischen Bezeichnung Yin Xing, zusammengesetzt aus den Wörten gin, Silber und kyo, Aprikose.

Es existiert für die Baumart Ginkgo biloba das Synonym Salisburia adiantifolia. Sie stammt von dem englischen Botaniker James Edward Smith, der 1797 den Gattungsnamen Salisburia vorschlug, um den Botaniker Richard A. Salisbury zu ehren. Der Name konnte sich nicht durchsetzen, ebenso wenig wie die weiteren Synonyme Pterophyllus ginkgo und Pterophyllus salisburiensis.

Der buddhistische Tempelbaum

Häufig wurde der Ginkgo bei buddhistischen Tempeln gepflanzt. Er erhielt viele Trivialnamen wie Entenfuß, nach der breiten Form der Blätter, oder Großvater-Enkel-Baum, ein Name, der auf die lange Zeit hindeutet, bis der Baum zum ersten Mal Samen und Früchte trägt. Ein Ginkgobaum kann die Lebenszeit von eintausend Jahren erreichen.

Spezialextrakte aus Ginkgo

In der Humanmedizin werden vor allem die Ginkgostoffe Ginkgolide und Bilobalide aus den Blättern verwendet. Dabei werden Ginkgolide und Terpenlactone angereichert und unerwünschte Stoffe wie Ginkgosäure reduziert.

Im Europäischen Arzneibuch wird die Zusammensetzung von Ginkgotrockenextrakt (Ginkgo extractum siccum raffinatum et quantificatum) – ähnlich wie von der Kommission E – angegeben: im Droge-Extrakt-Verhältnis 35:1 bis 67:1 und mit den Inhaltsstoffen 22 bis 27 Prozent Flavonglykosiden, 5 bis 7 Prozent Terpenlactone und unter 5 ppm (parts per million) Ginkgosäure. In Deutschland sind nur Extrakte dieser Zusammensetzung für die Behandlung von Demenz zugelassen.

Anwendungsgebiete für Ginkgo

Demenz

Schwerpunktmäßig wird Ginkgo bei der Bahndlung von Demenz eingesetzt, da die Präparate die geistige Leistungsfähigkeit steigern können und den Patienten helfen können, im Alltag zurechtzukommen. Die Neuroprotektion wird unterstützt, Durchblutung und Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert und die zerebrale Neurotransmission wird gesteigert. Damit wirkt Ginkgo auf Lernvermögen und Gedächtnisleistung.

Laut der aktuellsten internationalen Leitlinie der World Federation of Societas of Biological Diseases werden Gingko-Arzneimittel in der Demenz-Therapie als gleichwertig mit CHE-Hemmern und Memantin eingestuft (vgl. Hans-Jürgen Möller in World Journal of Biological Psychiatry, Feb. 2011, Bd. 12, Nr. 1, S. 2-32.).

Weitere Einsatzgebiete

  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Schwindel (Vertigo), Symptome arterieller Durchblutungsstörungen, Ohrensausen, Kopfschmerzen.
  • Es sind noch nicht alle Möglichkeiten für einen arzneimittelwirksamen Einsatz wissenschaftlich belegt. Bei Experimenten zeigte sich offenbar sowohl eine östrogene wie auch eine anti-östrogene Wirkung in der Interaktion mit dem Östrogenrezeptor.
  • Aktuell werden die Zusammenhänge von einer möglichen Wirkung der Ginkgo-Inhaltsstoffe auf das Herz-Kreislaufsystem und das zentrale Nervensystem erforscht.

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Fisetin

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Gedächtnisleistung durch Erdbeeren

Fisetin ist ein natürlicher, gelber Pflanzenfarbstoff. Interessant an diesem Stoff ist, dass er das Langzeitgedächtnis fördert. Fisetin unterstützt das Wachstum von Zellen und ist nicht nur im Perückenstrauch (auch Fisetholz genannt) enthalten, sondern auch in Erdbeeren und Weintrauben enthalten ist. In seiner oxidierten Form als Fisetinidins gehört er zur Gruppe der Flavonole.

Vorkommen von Fisetin

Fisetin ist ein Inhaltsstoff aus dem Kernholz des Perückenstrauchs (Fisetholz) aus China, Südosteuropa und Mitteleuropa. Die Blätter des Fisetholzes sind in der Volksheilkunde als astringierendes (zusammenziehendes) Heilmitte bekannt, in Russland auch gegen Verbrennungen und Vergiftungen. Holz und Blätter werden traditionell zum Schwarzfärben von Wolle eingesetzt.

Auch Erdbeeren enthalten den Pflanzenfarbstoff. Die Menge, die zu einem deutlichen Zuwachs der Gedächtnisleistung führen würde, würde bei Erdbeeren allerdings den Verzehr von fünf Kilogramm Erdbeeren täglich erfordern. Fisetin ist außerdem in diversen Obstsorten enthalten wie in Weintrauben, Äpfeln oder Orangen, sowie in Zwiebeln.

Wirkung von Fisetin

Auch wenn die Wirkung des sekundären Pflanzenstoffes noch nicht wissenschaftlich für die pharmakologische Nutzung belegt ist, haben erste In-Vitro und In-Vivo-Untersuchungen Hinweise auf folgende Eigenschaften ergeben:

Fisetin besitzt offenbar neuroprotektive Eigenschaften und kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Forscher des Salk Instituts für Biologische Forschung in Jolla (Kalifornien) sind bei der Suche nach einem Wirkstoff gegen Alzheimer, Parkinson und Demenz auf den Wirkstoff gestoßen. In einer Studie mit Mäusen wurde beobachtet, dass Fisetin das Wachstum von Nervenzellen und die Speicherung von Informationen und Fähigkeiten im Langzeitgedächtnis unterstützt (Langzeit-Potenzierung).

Fisetin hat antioxidative Fähigkeiten und schützt dadurch Nervenzellen in Gehirn und Körper. Ein positiver Einfluss gegen die Schädigung durch erhöhten Blutzucker könnte in der Reduzierung schädlicher Zuckerendprodukte bestehen.

Fisentin scheint antientzündlich zu wirken, nicht zuletzt in Verbindung mit Asthma.

Fisetin ist schwach giftig.

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