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Brombeerblätter
(Rubi fruticosi folium)

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brombeerblaetter
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Sanfte Medizin

Der heilkräftige Tee aus Brombeerblättern (Rubi fruticosi folium) gehört zu den traditionellen Hausmitteln gegen Durchfallerkrankungen, gegen leichte Entzündungen im Munde- und Rachenbereich und zur Geburtsvorbereitung. Die Brombeere (Rubus fructicosus) aus der Familie der Rosengewächse ist allein in Europa in über 2.000 verschiedenen Arten verbreitet. Ihre Beeren sind botanisch gesehen Sammelsteinfrüchte. Sie sind vitaminhaltig und besitzen durch ihre dunkelblaue Farbe besonders viel Anthocyane.

Inhaltsstoffe

Die enthaltenen Gerbstoffe (Gallotanine und dimere Ellagitannine) wirken zusammenziehend (astringierend). Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Fruchtsäuren (Zitronensäure, Isozitronensäure) und Vitamin C. Die Wirkung von Brombeerblättern gegen Durchfallerkrankungen beschreibt bereits der antike Schriftsteller Plinius.

Schwangerschaft

Brombeerblättertee soll zum Ende der Schwangerschaft eine Lockerung von Gebärmutter, Darm und Beckenboden bewirken. Die Inhaltsstoffe sollen auch geburtseinleitend wirken. Die Anwendung sollte mit dem Arzt, Heilpraktiker oder der Hebamme abgesprochen sein.

Angenehmer Tee

Neben den schmackhaften Beeren der stacheligen Ranken werden die Blätter frisch, fermentiert oder getrocknet zur Zubereitung eines Teeaufgusses verwendet.

Zubereitung

2 gehäufte Teelöffel frische oder getrocknete Brombeerblätter werden mit kochendem Wasser aufgegossen und für 10 Minuten ziehen gelassen. Neben der therapeutischen Verwendung ist der Brombeerblättertee auch als coffeinfreier Haustee verbreitet wegen des angenehmen Geschmacks.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Verbenenkraut

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verbenenkraut
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Kultisches Heilkraut

Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) ist eine traditionelle Heilpflanze aus der Familie der Verbenen oder Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Eisenkraut wird oft wegen ihres lateinischen Namens Verbenenkraut genannt. Die Pflanze ist weltweit verbreitet und bevorzugt sonnige Lagen mit leicht sauren und nicht zu nährstoffreichen Böden. Am Wegesrand und auf Brachgelände oder Schuttplätzen kann man sie finden.

Das Verbenenkraut sollte nicht verwechselt werden mit dem Teekraut Zitronenverbene (Verveine), die durch ätherische Öle in den schmalen langen Blättern stark nach Zitronen riecht.

Kultkraut bei Germanen, Ägyptern und Römern

Im Altertum wurde die Heilpflanze kultisch verehrt. Als heilkräftiges Wundkraut schätzten es die Germanen bei der Verwundung durch Eisenwaffen. Bei den Römern hieß das Eisenkraut Herba Sancta, Heiliges Kraut, mit dem die Jupiteraltäre ausgefegt wurden. Zahlreiche Synonyme des Pflanzennamens deuten auf rituelle Verwendung hin, zum Beispiel Druidenkraut, Junotränen, Merkurblut, Venusader oder Heiligkraut, Stahlkraut, Wundkraut, Wunschkraut und Katzenblut.

Wirkstoffe

Eisenkraut enthält wenig ätherische Öle (im Gegensatz zur Zitronenverbene), dafür aber unter anderem Gerbstoffe und Bitterstoffe. In Kombination können die Inhaltsstoffe antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Eisenkraut soll die Wundheilung fördern und bei Hautausschlägen hilfreich sein.

Es heißt, dass die Uteruskontraktion (Zusammenziehen der Gebärmutter) von Eisenkraut unterstützt wird. Aus diesem Grund sollten Schwangere das Kraut meiden. Die Volksheilkunde kannte allerdings den Einsatz als wehentreibendes Mittel bei Geburt und zur Förderung der Milchproduktion bei Stillenden.

Traditionell zugeschriebene Wirkungen

Außer gegen Schmerzen der Gebärmutter soll die Verbene angeblich auch gegen Gelbsucht, Fieber und Schlangen- und Hundebisse angewendet worden sein.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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