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Ringelblume (Calendula)

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ringelblume
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Leuchtend gelbe Heilpflanze

Die Ringelblume (Calendula officinalis) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist eine wichtige Pflanze der Naturheilkunde. Sie wird auch Garten-Ringelblume genannt und erfreut das Auge von Juni bis Oktober in vielen Gärten mit ihren leuchtend gelben oder orangenen Blütenköpfen.

Ihren Namen verdankt die Ringelblume ihren zungenförmigen Samenkörnern, die gekrümmt oder geringelt trocknen. Auf ihre arzneiliche Nutzung deutet der lateinische Namenszusatz „officinalis“ hin.

Die Ringelblume ist eine alte Kulturpflanze, wahrscheinlich aus dem Mittelmeerraum, die sich in Mitteleuropa überall verbreitet hat. Im Mittelalter erlangte die Ringelblume große Bedeutung als Heilpflanze. Hildegard von Bingen bezeichnete sie als Ringula.

Wirkung

Verwendet werden die Blütenblätter. Sie werden in Salben, Cremes, Aufgüssen und Tinkturen eingesetzt zur Wundheilung und Hautregeneration. Der Ringelblume werden antientzündliche Eigenschaften zugeschrieben.

Daher werden Calendula-Präparate auch bei trockener Haut, Verbrennungen, in der Babyhautpflege, bei Ekzemen und sogar bei Soor und bestimmten Geschwüren angewendet. Leichte Entzündungen von Mund- und Rachenschleimhaut können mit Tinkturen behandelt werden.

Die Naturheilkunde verwendet Calendula-Präparate außerdem als harntreibendes Mittel (Diuretikum) schweißtreibendes Mittel (Diaphoretikum) Antiwurm-Mittel (Anthelminitikum), menstruationsförderndes Mittel (Emmenagogum) und Mittel gegen Leberleiden, auch wenn wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit ausstehen.

Traditionelles Hausmittel

Krampflösende Eigenschaften und antientzündliche Eigenschaften werden traditionell mit der Heilpflanze verbunden. Nicht wissenschaftlich untermauert sind Ringelblumen-Anwendungen als Hausmittel bei Magenschleimhautentzündung im Einsatz, Beschwerden der Galle oder krampfartigen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts.

Inhaltsstoffe

Pharmazeutisch wirksam sind vor allem folgende Inhaltsstoffe der Ringelblume: Flavonoide mit Quercetin– und Isarhamnetingglycosiden, ätherische Öle mit Sesquiterpenen wie Cadinol und Jonon, außerdem Cartonoide, Polysaccharide sowie Triterpensaponide. Die Ringelblume wird zu pharmazeutischen Zwecken angebaut.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Mariendistel (Silybum marianum)

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mariendistel
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Leberwirksame Heildistel

Die Mariendistel (Silybum marianum) gehört zur Familie der Carduoideae, einer Unterfamilie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist unter vielen anderen Namen bekannt, die teilweise auf die Legende hindeuten, dass die weißen Flecken auf den Distelblättern von der Milch der Gottesmutter Maria stammen, die beim Stillen des Jesuskindes einige Tropfen Milch verloren haben soll: Marienkörner, Stechkörner, Christi Krone, Donnerdistel, Heilandsdistel, Frauendistel und Fieberdistel.

Die Mariendistel stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst auch in Mitteleuropa sowie auf Nordafrika, auf den Kanaren, den Azoren, Madeira, in Südrussland und im Iran.

Hauptwirkstoff

Als Arznei in der Pflanzenheilkunde werden die Früchte der Mariendistel verwendet. Der entscheidende Wirkstoff scheint Silymarin zu sein, eine Kombination aus den Flavonolignaen Silibinin, Isosilibinin, Silychristin und Silydianin sowie reichlich enthaltenem Eiweiß und den Fettsäuren Linol- und Ölsäure.

Therapeutischer Einsatz

Der Wirkstoff der Mariendistel, das Silymarin, hat im Laborversuch leberwirksame Eigenschaften gezeigt. Als Entgiftungsorgan und Lieferant der Gallenflüssigkeit für die Verdauung besitzt die Leber eine hohe gesundheitliche Bedeutung im Organismus. Silymarin unterstützt die Zellmembran der Leberzellen gegen schädliche Einwirkungen von außen und schützt gegen den Verlust von Leberenzymen. Die Regeneration von Lebergewebe kann durch Silymarin gefördert werden. Möglicherweise kann die Mariendistel gewisse Leberkrankheiten verlangsamen wie beispielsweise Leberverfettung. Als Arznei werden Präparate aus Mariendistel verwendet, insbesondere als ergänzende Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen. In Tee kann Silymarin nur wenig bewirken, da es schwer wasserlöslich ist. In Kliniken werden meist Kapseln oder Tabletten verwendet.

Von einer Selbstmedikation ist abzusehen. Der Einsatz von Fertigarzneimitteln und hochdosierten Präparaten sollte stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt sein.

Homöopathische Verwendung

Die Homöopathie kennt die Mariendistel für Tinkturen und Potenzen gegen Leberkrankungen, Gallenbeschwerden, Hämorrhoiden, Krampfadern und rheumatischen Beschwerden.

Achtung bei Allergie

Bei bestehender Allergie gegen Korbblütler sollte Mariendistel nicht angewendet werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Löwenzahnblätter (Taraxacum)

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Frühlingssegen

Der Gewöhnliche Löwenzahn bezeichnet eine ganze Gruppe von verwandten Pflanzenarten der Gattung Löwenzahn aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Sammelart heißt Taraxacum officinale, die einzelnen Pflanzen daraus werden der Sektion Ruderalia innerhalb der Gattung Taraxacum zugerechnet, insgesamt bis zu eintausend Arten.

Es handelt sich jedoch nicht um die Gattung Löwenzahn (Leotodon). Botanisch und bezüglich der Inhaltsstoffe gibt es deutliche Unterschiede.

Auf der nördlichen Erdhalbkugel ist der Löwenzahn weit verbreitet. Bis zu 30 Zentimeter kann der hohle Stängel des Löwenzahn werden. Er trägt die bekannte, leuchtend gelbe Korbblüte, die später zur Pusteblume wird. Stängel wie Blätter enthalten einen weißen Milchsaft. Seit dem Altertum wird die Pflanze von den Menschen genutzt.

Verwendung der Pflanzenteile

Vom Löwenzahn kann Blüte, Blatt und Wurzel verwendet werden. Löwenzahntee und Löwenzahntinktur verwenden alle drei Pflanzenteile. Aus den Blüten kann Essenz gewonnen werden. Ebenfalls aus den Blüten kann ein honigähnlicher Sirup hergestellt werden.

Die sehr jungen Löwenzahnblätterschmecken nur leicht bitter und werden roh für einen vitalisierenden Salat genutzt.

Bienen schätzen die frühblühenden Löwenzahnblüten als Bienenweide. Für ein Kilogramm Löwenzahnblütenhonig besuchen die Bienen 100.000 Löwenzahnblüten.

Wirkstoffe im Löwenzahn

Die wichtigsten Wirkstoffe des Löwenzahn sind Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe und ein relativ hoher Kaliumgehalt. Sie regen die Produktion von Verdauungssäften an und werden daher für alle Arten von Verdauungsbeschwerden sowie Appetitlosigkeit eingesetzt. Heilpraktiker wissen, dass nicht nur die Verdauungssekrete sondern auch die Produktion von Hormonen und Enzymen angeregt werden. Löwenzahn ist also stoffwechselwirksam. Aufgrund seiner harnreibenden und entwässernden Eigenschaften wird er gegen Harnwegsinfektionen und Nierenbeschwerden verwendet.

Offenbar kann Löwenzahnextrakt das Größenwachstum hemmend beeinflussen sowie auch das Wachstum von Leberkarzinomzellen, Leukämiezellen und Pankreaskrebszellen. Bei Tierversuchen wurde ein leistungssteigernder Effekt beobachtet.

Flavonoide tragen zur gesundheitsförderlichen Wirkung bei. Der Milchsaft aus den Stängeln wird in der Volksmedizin als Hausmittel gegen Warzen und Hühneraugen angesehen.

Bei Gallensteinen und einem Verschluss der Gallenwege ist Löwenzahn nicht empfehlenswert. Der häufige Kontakt mit dem Milchsaft aus Stängeln und Blättern kann eventuell zu einer Kontaktdermatitis führen.

Kaffee aus der Wurzel

Löwenzahnwurzeln können gehackt und getrocknet zu einem Kräuterkaffee verarbeitet werden. Dazu werden die getrockneten Wurzelstücke kurz geröstet, in der Kaffeemühle gemahlen und wie Kaffee aufgegossen.

Hinweis

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Arctostaphylus Uva Ursi (Bärentraube)

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In vielen Ländern der Welt als Heilpflanze angebaut

Die Echte Bärentraube oder Immergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Die strauchförmige Heilpflanze bildet Matten mit einer Wuchshöhe von fünf bis zehn Zentimetern Höhe und horizontalen Ästen, die bis zu 50 Zentimeter Länge erreichen können. Die Sträucher können bis zu 120 Jahre alt werden.

Natürliche Vorkommen

Die Echte Bärentraube ist eine von drei der 66 Arctostaphylos -Arten, die außerhalb von Nordamerika vorkommt. Sie ist zirkumpolar auf der Nordhalbkugel verbreitet. In Europa wächst die Echte Bärentraube besonders im Gebirge in trockenen, sonnigen Höhenlagen bis zu 3.100 Metern. Die Blüten sind weiß bis rosa und besitzen eine glockige Form. Die scharlachroten, eiförmigen Beeren erscheinen von August bis Oktober und haben einen mehligen, säuerlich-herben Geschmack. Sie können roh, getrocknet oder gekocht gegessen werden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der Preiselbeere.

In Deutschland gilt der Bestand als gefährdet und steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Heilpflanze wird in vielen Ländern der Welt angebaut.

Inhaltsstoffe

Arbutin, Gerbstoffe, Flavone und Glykoside. Das Arbutin kann im menschlichen Organismus in Hydrochinon umgewandelt werden. Es wirkt leicht desinfizierend. Seine antibakterielle Wirkung entfaltet es beim Ausscheiden über die Niere und die Harnwege. Bärentraubenblätter findet man oft als Bestandteile von Blasen- und Nierentees.

Anwendung in Naturheilkunde und Volksmedizin

Die Laubblätter der Echten Bärentraube werden getrocknet. Sie sind unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel: Bärentraubenblätter, Achelblätter, Moosbeerenblätter, Sandblätter, Steinbeerenblätter oder Wolfsbeerenblätter. Die Blätter werden als Tee aufgegossen, der in der Volksheilkunde als förderlich bei Harnwegserkrankungen, bei Durchfall sowie Gallenbeschwerden galt sowie als Wehenmittel. In englischen Kräuterbüchern des 13. Jahrhunderts soll die Bärentraube als Heilpflanze erwähnt sein. Die Moderne Medizin hat keine Hinweise auf seine Wirksamkeit gefunden. Untersuchungen legen nahe, dass das aus Arbutin entstehende Hydrochinon potenziell krebserregend sein kann, weshalb die Einnahme nicht länger als acht Tage hintereinander erfolgen sollte. Bei Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter 12 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen.

Zubereitungshinweis für Tee

Tee aus Bärentraubenblättern sollte kalt aufgegossen werden, da heißes Wasser möglicherweise zu viele Gerbstoffe auslöst. Die Dosierungsanleitung ist zu beachten. Es gibt Hinweise darauf, dass die antibakterielle Wirksamkeit unterstützt wird, wenn der Urin basisch ist. Aus diesem Grunde sollte auf den Verzehr von ausreichend Obst und Gemüse geachtet werden.

Hinweis

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Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

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Vitaminlieferant im Winter

Brunnenkresse oder auch Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist ein Kreuzblütengewächs (Brassicaceae) aus der Gattung der Brunnenkressen (Nasturtium). Als wintergrünes Gemüse und Heilpflanze ist die Brunnenkresse seit dem Altertum beliebt. Ihren Namen erhielt sie von ihrem durch Senfölglycoside verursachten, leicht scharfen Geschmack, abgeleitet vom althochdeutschen Wort cresso, scharf. Sie wächst an schattigen und feuchten bis sumpfigen Stellen. Im Volksmund wird die Pflanze auch Wasserkresse, Bornkersch, Bornkassen oder Kasse genannt. Geerntet werden die zarten, grünen Blätter vor allem im Mai und Juni, als winterhartes Gemüse steht es jedoch grundsätzlich ganzjährig zur Verfügung. Zu Heilzwecken werden die Blätter kurz vor dem Erblühen der Brunnenkresse gesammelt. Brunnenkresse sollte stets getrennt von anderen Trockenpflanzen getrocknet und aufbewahrt werden. Die Brunnenkresse ist in ganz Europa verbreitet.

Inhaltsstoffe

Neben Bitterstoffen und Gerbstoffen enthält die Echte Brunnenkresse viel Vitamin A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C und Vitamin E. Als winterhartes Gemüse erfüllte die Brunnenkresse in früheren Zeiten eine wichtige Funktion als Vitaminlieferant noch vor dem Frühjahr. Inhaltsstoffe sind außerdem Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor und Calcium sowie Zucker, ätherische Öle und Raphanol.

Heilpflanze Brunnenkresse

In der Homöopathie wird Brunnenkresse in verschiedenen Darreichungsformen als Wirkstoff verwendet. Seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde eingesetzt wurde die Pflanze bei Harnwegserkrankungen als harntreibend und auch bei Geburten als wehentreibend. Ein positiver Effekt auf Erkrankungen der Mundschleimhaut, der Galle und des Magens wird ihr nachgesagt. Gegen Frühjahrsmüdigkeit und als Aphrodisiakum soll sie ebenso helfen wie bei erhöhtem Blutzucker (Diabetes mellitus) und bei Rheuma. Aus den Kräutergärten der Klöster wurden Tees gegen Bronchitis zu zur Behandlung von Atemwegserkrankungen aus den Samen mit Honig vermischt hergestellt, zur Blutreinigung und Entschlackung. Äußerlich angewendet soll sie einen frischen Teint bewirken und gegen Ekzeme wirken.

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Brennnessel (Urtica)

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brennnessel
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Universales Heilkraut mit Unkraut-Image

Die Brennnessel (Urtica) aus der Gattung der Brennnesselgewächse (Urticaceae) ist praktisch überall auf der Welt zuhause. Lediglich an der Antarktis wird sie nicht gefunden. Über 30 Arten sind bekannt. Je nach Standort werden die einjährigen Pflanzen 10 Zentimeter bis drei Meter groß. In Deutschland wachsen vor allem die Große Brennnessel und die Kleine Brennnessel, seltener die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel.

Die wichtige Futterpflanze für Bienen und Schmetterlinge dient auch dem Menschen seit Jahrhunderten als Heilmittel. Durch die sengende Nesselkraft bei Hautkontakt gilt die Brennnessel heutzutage als Unkraut. Im Kräutergarten findet man sie daher viel zu selten. Dabei hält die Brennnessel eine erstaunliche Vielfalt an Einsatzgebieten für die Menschen bereit, die in vergangenen Jahrhunderten in gängiger Praxis genutzt wurde: als Viehfutter, Nährstoffquelle in der Küche, Heilkraut, Düngemittel und als Faserspender für Nesselstoff.

Brennhaare statt Dornen

Auch wenn die Brennnessel in der Ordnung der rosenartigen Gewächse steht, besitzt sie weder Dornen noch Stacheln. Dafür hat sie als Schutz gegen Fraßfeinde Brennhaare entwickelt, die Blätter und Stängel wie einen Pelz umgeben. Das Brennhaar erhält seine Festigkeit und Härte durch Kieselsäure. Das Haar ist wie eine sehr feine, nach oben gerichtete Kanüle aufgebaut, durch die beim Abbrechen an der Sollbruchstelle eine ameisensäurehaltige Brennflüssigkeit in die Wunde spritzt, die außerdem Serotonin, Histamin, Acetylcholin und Natriumformiat enthält. Der brennende Schmerz hat der Pflanze ihren Namen gegeben (von lat. urere, brennen). Manchmal entstehen Quaddeln auf der Haut an den Kontaktstellen mit der Brennflüssigkeit.

Inhaltsstoffe der Brennnessel

Brennnesselkraut- und blätter enthalten mehr Eisen als ein Rindersteak. Neben ungesättigten Fettsäuren, Caffeoylchinasauren wie die Caffeoyläpfelsäure, Kaliumsalzen (nur in den Blättern) und Calciumsalzen enthält die Brennnessel Flavonoide. In den Brennhaaren finden sich biogene Amine wie Serotonin, Histamin und Acetylcholin. Die Wurzel enthält Cumarin, Lignane und Polysaccharide sowie Sterole und 3-β-Sitosterin.

2x mehr Vitamin C wie Orange

Die jungen Brennnesseltriebe werden im Frühjahr wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden geschätzt, Mineralien wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Silizium sowie Vitamin C und Vitamin A und wegen ihres Eiweißgehalts. Der feinsäuerliche Geschmack macht sie küchenfein, besonders in Notzeiten wurde sie wie Spinat eingesetzt. Der Nesselwirkung kann leicht entgangen werden, wenn man die Blätter von unten nach oben ausstreicht oder sie ein Tuch einwickelt und durchwalkt. Da Brennnesselblätter die Vermehrung bestimmter Bakterien verhindert, wurden sie früher auch verwendet, um Butter, Milch, Fleisch und Fisch länger haltbar zu machen. Nach wie vor wird gehackte Brennnessel als Vitaminfutter an Ferkel und Schweine, Kälber, Kühe und Küken gegeben.

Heilwirkung

In der Naturheilkunde wurden getrocknete Brennnesselsamen für gesunde, glänzende Haare und gegen Haarausfall verwendet. Angeblich sollen die Samen durch hormonartige Inhaltsstoffe auch als Stärkungsmittel eingenommen worden sein sowie gegen Impotenz, zur Steigerung der Libido und der Milchproduktion bei stillenden Müttern. Mönchen soll aus diesem Grund im Mittelalter der Verzehr von Brennnesselsamen verboten gewesen sein.

Ein positiver Einfluss auf den Bluthochdruck durch gefässerweiternde Eigenschaften wird der Brennnessel ebenfalls nachgesagt. Als Vitamin C-Lieferant kann die Brennnessel das Immunsystem stärken. Laut einer Studie der Philipps-Universität Marburg soll ein Präparat aus Brennnesselwurzelextrakt bei Prostatakrebs das Wachstum der Krebszellen hemmen können. Bei Harnwegsinfekten entfaltet der Kaliumgehalt der Brennnessel einen verdünnenden und harnreibenden Effekt. Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften der Brennnessel können laut klinischen Untersuchungen eine Therapie von Arthrose oder rheumatischer Arthritis unterstützen. Bei Anämie (Blutarmut) wird gerne von Naturheilkundlern auf die Brennnessel mit ihrem hohen Eisengehalt zurückgegriffen. Je nach Boden liefert die Brennnessel bis zu drei Mal so viel Eisen wie Spinat und mindestens doppelt so viel Eisen wie ein Rindersteak. Ein positiver Einfluss auf Leber, Galle und Darmerkrankungen sowie Hepatitis (Gelbsucht) wird der Brennnessel aus der Volksmedizin nachgesagt. Sie galt als allgemeines Heilmittel bei Frühjahrsmüdigkeit und zur Entschlackung.

Nesseltuch

Die Fasern der Brennnessel wurden wie Hanf für die Textilherstellung genutzt. Noch um 1900 galt das Nesseltuch als das „Leinen der armen Leute“.

Färberpflanze

Als Färberpflanze wurde insbesondere die Wurzel der Brennnessel eingesetzt. Nach dem Vorbeizen der Wolle mit Alaun erreicht Brennnesselwurzel einen Gelbton. Die grünen Pflanzenteile konnten graugrün färben, allerdings war eine Vorbeize mit Zinn, ein Entwicklungsbad mit Ammoniak und eine Nachbeize mit Kupfer erforderlich. Aus diesem Grunde wurde die Brennnessel durch einfachere Färbetechnikern ersetzt.

Dünger und Pflanzenschutzmittel

Hobbygärtnern ist sicher die „Brennnesseljauche“ ein Begriff. Der kalt angesetzte Auszug klein geschnittener Brennnessel mit Wasser stärkt durch Kieselsäure die Zellwände der gegossenen Pflanzen gegen Schädlingsbefall. Zusätzlich werden Stickstoff und Spurenelemente in dem Sud freigesetzt, der eine gute Düngewirkung besitzt.

Hinweis

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Berberitze (Berberis vulgaris)

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Heilpflanze und Gift

Die Berberitze (Berberis vulgaris) ist die Frucht eines Ziergehölzes aus der Familie der Berberidacae (Sauerdorngewächse). Die roten, eiförmigen Beerenfrüchte des dornenbesetzten Strauchs sind vitaminreich und von saurem Geschmack. Der Strauch ist in Europa und Asien verbreitet. Dem Sauerdorn (auch Essigbeere, Echte Berberitze) werden Eigenschaften zugeschrieben, die ihn zu einem wichtigen homöopathischen Heilmittel machen.

Giftpflanze

Mit Ausnahme der Beeren ist die gesamte Pflanze giftig, insbesondere die Wurzel mit einem Alkaloidgehalt von etwa 15 Prozent. Die Giftstoffe bestehen aus 1 bis 3 Prozent Berberin, sowie Jatrorhizin, Palmatin, Columbamin, Isoteteandin und Magnoflorin. Das Isochinolinalkaloid Berberin ist für die gelbliche Färbung der Wurzel (Radix Berberidis) verantwortlich, das früher zum Gelbfärben von Textilien und Leder durch Rinde und Wurzel der Berberitze verwendet wurde. Die Vergiftungserscheinungen äußern sich in Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Nierenreizung und Nephritis.

Heilpflanze

Die Früchte und Wurzel und Rinde der Berberitze werden verschieden eingesetzt, da sie unterschiedliche Wirkstoffe beinhalten. Homöopathisch wird die Berberitze als wirksam von Spezialisten in folgenden Bereichen empfunden, wobei eine genaue Dosierung und gegebenenfalls die Kombination mit anderen homöopathischen Heilmitteln wichtig sind: Gelbsucht, Hautausschlag und Röschenflechte, urologische und rheumatische Beschwerden, Galle, Leber, Verdauung, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Durchblutung der Augen und des Sehnervs und Blutzirkulation.

Bereits in der Antike wurde die Berberitze als Arznei eingesetzt. Plinius empfiehlt, frische oder getrocknete Beeren in Wein gekocht einzunehmen. Im Ägypten des Altertums galt eine Mischung von aufgequollenen Berberitzebeeren und Fenchelsamen als fiebersenkend.

Mit Wurzelrinde kann die Gallentätigkeit, das Leber-Galle-System und die Verdauung beeinflusst werden. Eine gewisse Erweiterung der Blutgefäße durch die Wurzelrinde kann den Blutdruck senken. Bei Nierenentzündungen sollte Berberitze nicht angewendet werden.

Berberitzefrüchte enthalten keine Alkaloide, dafür jede Menge Vitamin C und Fruchtsäuren sowie Capsanthin, Gerbsäure und Hyperosid. Als Presssaft lindert die Berberitzefrucht Zahnfleischblutungen und stärkt das Zahnfleisch bei direktem Auftrag. Frühjahrsmüdigkeit und Erkältungen bekämpft Berberitze durch ihren hohen Vitamingehalt.

Würz- und Nahrungspflanze

Berberitzenmarmelade oder Berberitzenmus aus den roten Beeren sind in Europa beliebt. Auch können die Früchte gut als Vitaminspender getrocknet werden. In vielen Ländern werden getrocknete Berberitzebeeren in der Küche eingesetzt, als Zugabe zum Reis in orientalischen Gerichten, zu Fleisch oder Fisch. 4.500 Tonnen Berberitzenbeeren pro Jahr werden beispielsweise im Nordosten des Iran in der Region Chorasan geerntet.

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Bärlauch

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Bringt nach dem Winter den Stoffwechsel in Schwung

Bärlauch ist eine Pflanze aus der Gattung der Allium (Zwiebelgewächse), verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Plinius dem Älteren und in Species Plantarum von Carl von Linné 1753, weitere Bezeichnungen sind Aglitheis ursina, Geboscon ursinum, Ophioscordon ursinum ) Im Volksmund ist das wohlschmeckende Wildgemüse unter vielen verschiedenen Namen bekannt wie Bärenlauch, Zigeunerlauch, Knoblauchspinat, Hexenzwiebel oder Waldherre. Bärlauch treibt im April und Mai in großen Massen in den Wäldern aus, wo man ihn nicht mit den giftigen Maiglöckchenblättern verwechseln sollte.

Der typische Knoblauchgeruch beim Reiben der Blätter schützt vor der Verwechslungsgefahr. Auch glänzen Maiglöckchenblätter an der Unterseite, beim Bärlauch sind die Blattunterseiten stumpf. Bärlauch kommt in ganz Europa und bis nach Kleinasien vor. Er schätzt schattige, feuchte und humusreiche Böden in Laubwäldern, an Bachauen oder unter Sträuchern. Im Garten lässt er sich gut ansiedeln und vermehrt sich rasch.

Der sanftere Knoblauch

Als schmackhaftes Wildgemüse mit sanftem Knoblauchgeschmack wird der Bärlauch von Feinschmeckern für seinen Geschmack und Ernährungsbewussten für seine Heilwirkung hoch geschätzt. Angeblich sollen auch Bären nach ihrem Winterschlaf den Bärlauch in großen Mengen verputzen und ihren Stoffwechsel so wieder in Gang bringen. Bereits in der Antike und im Mittelalter war Bärlauch als Arznei und Nahrungspflanze bekannt. Er gilt in der Volksmedizin als blutreinigend und entzündungshemmend, als tonisierend gegen Frühjahrsmüdigkeit und förderlich für die Verdauung, unterstützend gegen Arteriosklerose und hohen Blutdruck, vorbeugend gegen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Ätherische Öle als Heilmittel

Als Heilmittel wird Bärlauch in der Naturheilkunde aufgrund seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen eingesetzt. Diese sind überwiegend schwefelhaltig, was positive Effekte auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen hat. Bei Wurmbefall gilt Bärlauch als Heilkraut. Aufgrund antibakterieller Eigenschaften kann Bärlauch in der Volksmedizin auch gegen Gärungsdyspepsien eingesetzt werden. Der Stoffwechsel wird angeregt, der Cholesterinspiegel gesenkt. Positive Effekte können sich durch gewisse blutgefässerweiternde Eigenschaften in Bezug auf Arteriosklerose, Bluthochdruck und Magendarmstörungen einstellen, sowie bei Neigung zu Kopfschmerz oder Schwindel. An der pharmakologischen Nutzung von Bärlauch wird in den letzten Jahren intensiv geforscht. Es wird zusätzlich ein Effekt auf in Makrophagen eingelagerte Lipide vermutet, der neue Ansätze in der adjuvanten Therapie von Hypercholesterolämien ermöglichen könnte. Bärlauch enthält viel Vitamin C, Eisen, Schwefel, Mangan und Magnesium.

Tinktur

Eine Handvoll Bärlauchblätter waschen und trocknen lassen. Bärlauch klein schneiden und in ein Glas mit Schraubverschluss geben. Mit Doppelkorn übergießen, bis die Blätter vollständig bedeckt sind. Die Tinktur zwei bis drei Wochen ziehen lassen. Tinktur abfiltern und in eine dunkle Flasche füllen. Für eine Kur täglich drei Mal vor den Mahlzeiten 15 bis maximal 30 Tropfen einnehmen.

Schmackhafte Bereicherung der Frühlingsküche

Die ganze Pflanze ist genießbar, es werden jedoch meist nur die grundständigen, lanzettförmigen Blätter genutzt. Getrocknet verliert der Bärlauch seine Inhaltsstoffe und wird daher am besten frisch verwendet.

Bärlauch kleingeschnitten schmeckt auf Quark und an Salaten, zum Beispiel zu frischgebackenem Bärlauchbrot. Bärlauchsuppe in vielen Varianten sind beliebt. Bärlauchbutter hält sich auch im Eisfach bis zur Verwendung.

Bärlauch-Pesto

Bärlauch, Pinienkerne und Olivenöl zu gleichen Teilen pürieren. Die Pinienkerne vorher anrösten. ½ Teil Pecorinokäse oder Parmesankäse reiben und unterühren. Das Pesto wird zu Nudeln gereicht und kann einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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Artischockensaft

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artischocke
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Edelgemüse mit Heilkraft

Die Artischocke (Cynara scolymus) gehört botanisch zu den Distelgewächsen und kann bis zu zwei Metern groß werden. In warmem und sonnigem Klima wird die Pflanze etwa fünf Jahre alt. Ursprünglich war die Wildform der Artischocke in Nordafrika, im Nahen und Mittleren Osten heimisch und verbreitete sich vor rund zwei Jahrtausende in den Mittelmeerraum. Wegen des Klimawandels wird das Edelgemüse in seiner Zuchtform auch in Deutschland am Kaiserstuhl angebaut.

Wohltuend für die Verdauung und
Unterstützer beim Abnehmen

Bereits die griechischen und römischen Ärzte der Antike kannten die Heilwirkung der Artischocke für die Verdauung. Bei rheumatischen Beschwerden und als harntreibendes Mittelverwendeten sie Blätter und Wurzeln der Pflanze. Heute werden Artischocken für Arzneimittel eigens gezüchtet. Leber- und Gallenfunktion werden nachweislich unterstützt. Wohltuend wirken die Inhaltsstoffe auch bei Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen. Artischockenpresssaft stärkt durch seine Bitterstoffe Leber, Niere und Gallenblase. Gallensteinpatienten haben beobachtet, dass bei Verwendung von Artischocken die Koliken seltener werden. Die Wirkstoffe der Artischocke können den Cholesterinspiegel senken. Hilfreich unterstützend kann die Artischocke auch bei Diabetes wirken. Die Artischocke kann beim Abnehmen behilflich sein.

Wirksame Inhaltsstoffe der
Artischocke

In den Blättern der Artischocke befindet sich Kaffeesäure, Chlorogen- und Neochlorogensäure, Cyarin, viele Bitterstoffe, Vitamin C und E, BetaCarotin, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor, Gerbstoffe und weitere sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide.

Leber- und Gallenfluss werden angeregt und die dadurch erhöhte Konzentration an Gallensäure wirkt positiv auf den Cholesterinspiegel. Blutfettwerte werden verbessert und die Fettverdauung optimiert. Cholesterinablagerungen in den Blutgefäßen können aufgelöst werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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