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Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

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brunnenkresse
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Vitaminlieferant im Winter

Brunnenkresse oder auch Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist ein Kreuzblütengewächs (Brassicaceae) aus der Gattung der Brunnenkressen (Nasturtium). Als wintergrünes Gemüse und Heilpflanze ist die Brunnenkresse seit dem Altertum beliebt. Ihren Namen erhielt sie von ihrem durch Senfölglycoside verursachten, leicht scharfen Geschmack, abgeleitet vom althochdeutschen Wort cresso, scharf. Sie wächst an schattigen und feuchten bis sumpfigen Stellen. Im Volksmund wird die Pflanze auch Wasserkresse, Bornkersch, Bornkassen oder Kasse genannt. Geerntet werden die zarten, grünen Blätter vor allem im Mai und Juni, als winterhartes Gemüse steht es jedoch grundsätzlich ganzjährig zur Verfügung. Zu Heilzwecken werden die Blätter kurz vor dem Erblühen der Brunnenkresse gesammelt. Brunnenkresse sollte stets getrennt von anderen Trockenpflanzen getrocknet und aufbewahrt werden. Die Brunnenkresse ist in ganz Europa verbreitet.

Inhaltsstoffe

Neben Bitterstoffen und Gerbstoffen enthält die Echte Brunnenkresse viel Vitamin A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C und Vitamin E. Als winterhartes Gemüse erfüllte die Brunnenkresse in früheren Zeiten eine wichtige Funktion als Vitaminlieferant noch vor dem Frühjahr. Inhaltsstoffe sind außerdem Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor und Calcium sowie Zucker, ätherische Öle und Raphanol.

Heilpflanze Brunnenkresse

In der Homöopathie wird Brunnenkresse in verschiedenen Darreichungsformen als Wirkstoff verwendet. Seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde eingesetzt wurde die Pflanze bei Harnwegserkrankungen als harntreibend und auch bei Geburten als wehentreibend. Ein positiver Effekt auf Erkrankungen der Mundschleimhaut, der Galle und des Magens wird ihr nachgesagt. Gegen Frühjahrsmüdigkeit und als Aphrodisiakum soll sie ebenso helfen wie bei erhöhtem Blutzucker (Diabetes mellitus) und bei Rheuma. Aus den Kräutergärten der Klöster wurden Tees gegen Bronchitis zu zur Behandlung von Atemwegserkrankungen aus den Samen mit Honig vermischt hergestellt, zur Blutreinigung und Entschlackung. Äußerlich angewendet soll sie einen frischen Teint bewirken und gegen Ekzeme wirken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Brennnessel (Urtica)

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brennnessel
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Universales Heilkraut mit Unkraut-Image

Die Brennnessel (Urtica) aus der Gattung der Brennnesselgewächse (Urticaceae) ist praktisch überall auf der Welt zuhause. Lediglich an der Antarktis wird sie nicht gefunden. Über 30 Arten sind bekannt. Je nach Standort werden die einjährigen Pflanzen 10 Zentimeter bis drei Meter groß. In Deutschland wachsen vor allem die Große Brennnessel und die Kleine Brennnessel, seltener die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel.

Die wichtige Futterpflanze für Bienen und Schmetterlinge dient auch dem Menschen seit Jahrhunderten als Heilmittel. Durch die sengende Nesselkraft bei Hautkontakt gilt die Brennnessel heutzutage als Unkraut. Im Kräutergarten findet man sie daher viel zu selten. Dabei hält die Brennnessel eine erstaunliche Vielfalt an Einsatzgebieten für die Menschen bereit, die in vergangenen Jahrhunderten in gängiger Praxis genutzt wurde: als Viehfutter, Nährstoffquelle in der Küche, Heilkraut, Düngemittel und als Faserspender für Nesselstoff.

Brennhaare statt Dornen

Auch wenn die Brennnessel in der Ordnung der rosenartigen Gewächse steht, besitzt sie weder Dornen noch Stacheln. Dafür hat sie als Schutz gegen Fraßfeinde Brennhaare entwickelt, die Blätter und Stängel wie einen Pelz umgeben. Das Brennhaar erhält seine Festigkeit und Härte durch Kieselsäure. Das Haar ist wie eine sehr feine, nach oben gerichtete Kanüle aufgebaut, durch die beim Abbrechen an der Sollbruchstelle eine ameisensäurehaltige Brennflüssigkeit in die Wunde spritzt, die außerdem Serotonin, Histamin, Acetylcholin und Natriumformiat enthält. Der brennende Schmerz hat der Pflanze ihren Namen gegeben (von lat. urere, brennen). Manchmal entstehen Quaddeln auf der Haut an den Kontaktstellen mit der Brennflüssigkeit.

Inhaltsstoffe der Brennnessel

Brennnesselkraut- und blätter enthalten mehr Eisen als ein Rindersteak. Neben ungesättigten Fettsäuren, Caffeoylchinasauren wie die Caffeoyläpfelsäure, Kaliumsalzen (nur in den Blättern) und Calciumsalzen enthält die Brennnessel Flavonoide. In den Brennhaaren finden sich biogene Amine wie Serotonin, Histamin und Acetylcholin. Die Wurzel enthält Cumarin, Lignane und Polysaccharide sowie Sterole und 3-β-Sitosterin.

2x mehr Vitamin C wie Orange

Die jungen Brennnesseltriebe werden im Frühjahr wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden geschätzt, Mineralien wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Silizium sowie Vitamin C und Vitamin A und wegen ihres Eiweißgehalts. Der feinsäuerliche Geschmack macht sie küchenfein, besonders in Notzeiten wurde sie wie Spinat eingesetzt. Der Nesselwirkung kann leicht entgangen werden, wenn man die Blätter von unten nach oben ausstreicht oder sie ein Tuch einwickelt und durchwalkt. Da Brennnesselblätter die Vermehrung bestimmter Bakterien verhindert, wurden sie früher auch verwendet, um Butter, Milch, Fleisch und Fisch länger haltbar zu machen. Nach wie vor wird gehackte Brennnessel als Vitaminfutter an Ferkel und Schweine, Kälber, Kühe und Küken gegeben.

Heilwirkung

In der Naturheilkunde wurden getrocknete Brennnesselsamen für gesunde, glänzende Haare und gegen Haarausfall verwendet. Angeblich sollen die Samen durch hormonartige Inhaltsstoffe auch als Stärkungsmittel eingenommen worden sein sowie gegen Impotenz, zur Steigerung der Libido und der Milchproduktion bei stillenden Müttern. Mönchen soll aus diesem Grund im Mittelalter der Verzehr von Brennnesselsamen verboten gewesen sein.

Ein positiver Einfluss auf den Bluthochdruck durch gefässerweiternde Eigenschaften wird der Brennnessel ebenfalls nachgesagt. Als Vitamin C-Lieferant kann die Brennnessel das Immunsystem stärken. Laut einer Studie der Philipps-Universität Marburg soll ein Präparat aus Brennnesselwurzelextrakt bei Prostatakrebs das Wachstum der Krebszellen hemmen können. Bei Harnwegsinfekten entfaltet der Kaliumgehalt der Brennnessel einen verdünnenden und harnreibenden Effekt. Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften der Brennnessel können laut klinischen Untersuchungen eine Therapie von Arthrose oder rheumatischer Arthritis unterstützen. Bei Anämie (Blutarmut) wird gerne von Naturheilkundlern auf die Brennnessel mit ihrem hohen Eisengehalt zurückgegriffen. Je nach Boden liefert die Brennnessel bis zu drei Mal so viel Eisen wie Spinat und mindestens doppelt so viel Eisen wie ein Rindersteak. Ein positiver Einfluss auf Leber, Galle und Darmerkrankungen sowie Hepatitis (Gelbsucht) wird der Brennnessel aus der Volksmedizin nachgesagt. Sie galt als allgemeines Heilmittel bei Frühjahrsmüdigkeit und zur Entschlackung.

Nesseltuch

Die Fasern der Brennnessel wurden wie Hanf für die Textilherstellung genutzt. Noch um 1900 galt das Nesseltuch als das „Leinen der armen Leute“.

Färberpflanze

Als Färberpflanze wurde insbesondere die Wurzel der Brennnessel eingesetzt. Nach dem Vorbeizen der Wolle mit Alaun erreicht Brennnesselwurzel einen Gelbton. Die grünen Pflanzenteile konnten graugrün färben, allerdings war eine Vorbeize mit Zinn, ein Entwicklungsbad mit Ammoniak und eine Nachbeize mit Kupfer erforderlich. Aus diesem Grunde wurde die Brennnessel durch einfachere Färbetechnikern ersetzt.

Dünger und Pflanzenschutzmittel

Hobbygärtnern ist sicher die „Brennnesseljauche“ ein Begriff. Der kalt angesetzte Auszug klein geschnittener Brennnessel mit Wasser stärkt durch Kieselsäure die Zellwände der gegossenen Pflanzen gegen Schädlingsbefall. Zusätzlich werden Stickstoff und Spurenelemente in dem Sud freigesetzt, der eine gute Düngewirkung besitzt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Berberitze (Berberis vulgaris)

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berberitze
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Heilpflanze und Gift

Die Berberitze (Berberis vulgaris) ist die Frucht eines Ziergehölzes aus der Familie der Berberidacae (Sauerdorngewächse). Die roten, eiförmigen Beerenfrüchte des dornenbesetzten Strauchs sind vitaminreich und von saurem Geschmack. Der Strauch ist in Europa und Asien verbreitet. Dem Sauerdorn (auch Essigbeere, Echte Berberitze) werden Eigenschaften zugeschrieben, die ihn zu einem wichtigen homöopathischen Heilmittel machen.

Giftpflanze

Mit Ausnahme der Beeren ist die gesamte Pflanze giftig, insbesondere die Wurzel mit einem Alkaloidgehalt von etwa 15 Prozent. Die Giftstoffe bestehen aus 1 bis 3 Prozent Berberin, sowie Jatrorhizin, Palmatin, Columbamin, Isoteteandin und Magnoflorin. Das Isochinolinalkaloid Berberin ist für die gelbliche Färbung der Wurzel (Radix Berberidis) verantwortlich, das früher zum Gelbfärben von Textilien und Leder durch Rinde und Wurzel der Berberitze verwendet wurde. Die Vergiftungserscheinungen äußern sich in Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Nierenreizung und Nephritis.

Heilpflanze

Die Früchte und Wurzel und Rinde der Berberitze werden verschieden eingesetzt, da sie unterschiedliche Wirkstoffe beinhalten. Homöopathisch wird die Berberitze als wirksam von Spezialisten in folgenden Bereichen empfunden, wobei eine genaue Dosierung und gegebenenfalls die Kombination mit anderen homöopathischen Heilmitteln wichtig sind: Gelbsucht, Hautausschlag und Röschenflechte, urologische und rheumatische Beschwerden, Galle, Leber, Verdauung, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Durchblutung der Augen und des Sehnervs und Blutzirkulation.

Bereits in der Antike wurde die Berberitze als Arznei eingesetzt. Plinius empfiehlt, frische oder getrocknete Beeren in Wein gekocht einzunehmen. Im Ägypten des Altertums galt eine Mischung von aufgequollenen Berberitzebeeren und Fenchelsamen als fiebersenkend.

Mit Wurzelrinde kann die Gallentätigkeit, das Leber-Galle-System und die Verdauung beeinflusst werden. Eine gewisse Erweiterung der Blutgefäße durch die Wurzelrinde kann den Blutdruck senken. Bei Nierenentzündungen sollte Berberitze nicht angewendet werden.

Berberitzefrüchte enthalten keine Alkaloide, dafür jede Menge Vitamin C und Fruchtsäuren sowie Capsanthin, Gerbsäure und Hyperosid. Als Presssaft lindert die Berberitzefrucht Zahnfleischblutungen und stärkt das Zahnfleisch bei direktem Auftrag. Frühjahrsmüdigkeit und Erkältungen bekämpft Berberitze durch ihren hohen Vitamingehalt.

Würz- und Nahrungspflanze

Berberitzenmarmelade oder Berberitzenmus aus den roten Beeren sind in Europa beliebt. Auch können die Früchte gut als Vitaminspender getrocknet werden. In vielen Ländern werden getrocknete Berberitzebeeren in der Küche eingesetzt, als Zugabe zum Reis in orientalischen Gerichten, zu Fleisch oder Fisch. 4.500 Tonnen Berberitzenbeeren pro Jahr werden beispielsweise im Nordosten des Iran in der Region Chorasan geerntet.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Bärlauch

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Bringt nach dem Winter den Stoffwechsel in Schwung

Bärlauch ist eine Pflanze aus der Gattung der Allium (Zwiebelgewächse), verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Plinius dem Älteren und in Species Plantarum von Carl von Linné 1753, weitere Bezeichnungen sind Aglitheis ursina, Geboscon ursinum, Ophioscordon ursinum ) Im Volksmund ist das wohlschmeckende Wildgemüse unter vielen verschiedenen Namen bekannt wie Bärenlauch, Zigeunerlauch, Knoblauchspinat, Hexenzwiebel oder Waldherre. Bärlauch treibt im April und Mai in großen Massen in den Wäldern aus, wo man ihn nicht mit den giftigen Maiglöckchenblättern verwechseln sollte.

Der typische Knoblauchgeruch beim Reiben der Blätter schützt vor der Verwechslungsgefahr. Auch glänzen Maiglöckchenblätter an der Unterseite, beim Bärlauch sind die Blattunterseiten stumpf. Bärlauch kommt in ganz Europa und bis nach Kleinasien vor. Er schätzt schattige, feuchte und humusreiche Böden in Laubwäldern, an Bachauen oder unter Sträuchern. Im Garten lässt er sich gut ansiedeln und vermehrt sich rasch.

Der sanftere Knoblauch

Als schmackhaftes Wildgemüse mit sanftem Knoblauchgeschmack wird der Bärlauch von Feinschmeckern für seinen Geschmack und Ernährungsbewussten für seine Heilwirkung hoch geschätzt. Angeblich sollen auch Bären nach ihrem Winterschlaf den Bärlauch in großen Mengen verputzen und ihren Stoffwechsel so wieder in Gang bringen. Bereits in der Antike und im Mittelalter war Bärlauch als Arznei und Nahrungspflanze bekannt. Er gilt in der Volksmedizin als blutreinigend und entzündungshemmend, als tonisierend gegen Frühjahrsmüdigkeit und förderlich für die Verdauung, unterstützend gegen Arteriosklerose und hohen Blutdruck, vorbeugend gegen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Ätherische Öle als Heilmittel

Als Heilmittel wird Bärlauch in der Naturheilkunde aufgrund seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen eingesetzt. Diese sind überwiegend schwefelhaltig, was positive Effekte auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen hat. Bei Wurmbefall gilt Bärlauch als Heilkraut. Aufgrund antibakterieller Eigenschaften kann Bärlauch in der Volksmedizin auch gegen Gärungsdyspepsien eingesetzt werden. Der Stoffwechsel wird angeregt, der Cholesterinspiegel gesenkt. Positive Effekte können sich durch gewisse blutgefässerweiternde Eigenschaften in Bezug auf Arteriosklerose, Bluthochdruck und Magendarmstörungen einstellen, sowie bei Neigung zu Kopfschmerz oder Schwindel. An der pharmakologischen Nutzung von Bärlauch wird in den letzten Jahren intensiv geforscht. Es wird zusätzlich ein Effekt auf in Makrophagen eingelagerte Lipide vermutet, der neue Ansätze in der adjuvanten Therapie von Hypercholesterolämien ermöglichen könnte. Bärlauch enthält viel Vitamin C, Eisen, Schwefel, Mangan und Magnesium.

Tinktur

Eine Handvoll Bärlauchblätter waschen und trocknen lassen. Bärlauch klein schneiden und in ein Glas mit Schraubverschluss geben. Mit Doppelkorn übergießen, bis die Blätter vollständig bedeckt sind. Die Tinktur zwei bis drei Wochen ziehen lassen. Tinktur abfiltern und in eine dunkle Flasche füllen. Für eine Kur täglich drei Mal vor den Mahlzeiten 15 bis maximal 30 Tropfen einnehmen.

Schmackhafte Bereicherung der Frühlingsküche

Die ganze Pflanze ist genießbar, es werden jedoch meist nur die grundständigen, lanzettförmigen Blätter genutzt. Getrocknet verliert der Bärlauch seine Inhaltsstoffe und wird daher am besten frisch verwendet.

Bärlauch kleingeschnitten schmeckt auf Quark und an Salaten, zum Beispiel zu frischgebackenem Bärlauchbrot. Bärlauchsuppe in vielen Varianten sind beliebt. Bärlauchbutter hält sich auch im Eisfach bis zur Verwendung.

Bärlauch-Pesto

Bärlauch, Pinienkerne und Olivenöl zu gleichen Teilen pürieren. Die Pinienkerne vorher anrösten. ½ Teil Pecorinokäse oder Parmesankäse reiben und unterühren. Das Pesto wird zu Nudeln gereicht und kann einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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