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Cholin

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cholin
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Gegen Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche

Cholin (von griech. Cholé, Galle) ist ein vitaminähnlicher Stoff, der im menschlichen Stoffwechsel von der Leber synthetisiert wird, sofern die Aminosäuren Folsäure und Methionin zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sollte der Vitalstoff auch über die Nahrung aufgenommen werden, um den Bedarf für wichtige Funktionen zu decken. Da der Bedarf teilweise über den Körper hergestellt werden kann, spricht man von einem semiessentiellen Stoff. Die wasserlösliche Substanz ist an sehr komplexen Abläufen im Körper beteiligt. Cholin kann zu vielen anderen Verbindungen verstoffwechselt werden.

Es ist unter anderem Bestandteil von Nahrungsergänzungsmittel gegen Fettleber. Als 18F-Cholin findet es Verwendung als Tracer bei der Diagnostik des Prostatakarzinoms in der Positronen-Emissions-Tomographie.

Cholin wird in erster Linie für eine gesunde Funktion von Leber und Gehirn benötigt.

Aufnahme von Cholin über die Nahrung

Bei einer ausgewogener Ernährung wird ausreichend Cholin aufgenommen. Es liegt sowohl in freier Form vor, als auch gebunden als Sphingomylin oder Phosphatidycholin. Gute Cholinlieferanten sind Eigelb, Weizenkeime und verschiedene Gemüse, Hühner- und Rinderleber, Fisch, Schweinefleisch und Schinkenspeck und Sojabohnen, Quinoa und Nüsse.

Gesunde Funktion von Leber und Gehirn

Dass Cholin vor allem für eine gesunde Funktion von Leber und Gehirn benötigt wird, wird augenfällig bei einer Unterversorgung durch Cholin. Dann setzt der Körper Cholin aus Lunge, Niere und Verdauungsorganen frei und führt es Leber und Gehirn zu.

Cholin kann die Einlagerung von Fett in der Leber verhindern. Ohne Cholin können Fettmoleküle nicht verarbeitet, verflüssigt oder abtransportiert werden, es würde zur anormalen Anhäufung von Fett in der Leber kommen (Fettleber). Cholin beeinflusst den Cholesterinspiegel positiv, denn ohne Cholin kann Cholesterin an den Gefäßwänden nicht aufgenommen werden. Das Cholesterin zirkuliert dann weiter im Blut und erreicht eine immer höhere Konzentration. Ohne Cholin verkrustet Cholesterin mit abgestorbenen Eiweißmolekülen und könnte die Blutkanäle verstopfen.

Choline sind selbst Fettmoleküle, die von Eiweiß umgeben sind, um im Blut transportabel zu sein. Ohne Eiweißmantel würden sich Fette an den Gefäßwänden ablagern.

Cholin unterstützt die Entgiftung in der Leber über das Enzymsystem, das toxische Stoffe findet und zur Ausscheidung bringt. Ein Mangel an Cholin kann möglicherweise zu einem erhöhten Risiko für Leberkrebs oder Fettleber führen.

Wichtige Funktionen im Gehirn

Cholin ist Bestandteil der Zellmembranen und besonders konzentriert ist es im Gehirn vorhanden. In den Gehirnzellen fördert Cholin die Gedächtnisleistungen. Insbesondere emulgiert es Cholesterin, so dass es sich nicht an Gefäßwänden in Arterien oder Gallenblase anlagern kann.

Im Hirnstoffwechsel übernimmt Cholin die wichtige Generierung des Botenstoffs (Neurotransmitter) Azetylcholin. Bei konzentrierter Arbeit wird Cholin umgewandelt in Azetylcholin. Bei Menschen, die sich nur kurze Zeit konzentrieren können, wäre es unter Umständen nützlich, die Cholinzufuhr zu prüfen. Im Gehirn findet sich Cholin vor allem in der Großhirnrinde. Bei einem Cholin-Mangel sterben cholinerge Neuronen ab und es bilden sich Ablagerungen von Cholesterin und Eiweißzellen. Dieser Effekt kann sich durch Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche bemerkbar machen.

Weitere Aufgaben

Cholin ist bedeutsam in der Schwangerschaft für die Entwicklung der Nerven beim Fötus. Nach der Geburt gibt die Mutter über die Muttermilch Cholin an den Säugling weiter.

An den Zellwänden des gesamten Körpers hat Cholin die wichtige Funktion, Myelin herzustellen, die Markscheide der Nervenbahnen. Im Parasympatikus wirkt Cholin wie ein natürliches Beruhigungsmittel, das die Herztätigkeit entspannt, die Schilddrüsentätigkeit verlangsamt und Magen-und Darmfunktionen anregt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Betain

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Unterstützung im Fettstoffwechsel

Betain (von lat. beta, die Rübe, Bete) ist ein Derivat der Aminosäure Glycin aus der Gruppe der Betaine. Es kommt in der Zuckerrübe vor sowie in Brokkoli, Spinat, Krustentieren und Muscheln. Hauptsächlich wird es als Nebenprodukt bei der Herstellung von Zucker aus der Melasse der Zuckerrübe (beta vulgaris) gewonnen. Betain ist ein Oxidationsprodukt des Cholins. Dieser wasserlösliche Nährstoff wurde 1864 von dem deutschen Chemiker Friedrich Ludwig Strecker entdeckt und kann seit 1866 auch synthetisch hergestellt werden.

Betain und die Schönheit

Als Zusatz im Shampoo erhöht Betain die Griffigkeit der Haare und erhöht die Festigkeit. In Tensidprodukten wird es als schaumstabilisierender Faktor eingesetzt. In zahlreichen Kosmetikprodukten hilft Betain, die Austrocknung der Haut zu vermeiden.

Gesundheitsförderliche Anwendung

Betain übernimmt im menschlichen Organismus wichtige Funktionen für die Methylisierung im Fettstoffwechsel (Methyl-Metabolismus) und bei der Entgiftung. Betain in Kombination mit Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure soll Homocystein-Werte im Blut verbessern helfen. Dadurch kann ein positiver Effekt bei der Vorbeugung gegen Arteriosklerose und Bluthochdruck oder Herzinfarkt angenommen werden. Studien zur Verbesserung der Beschwerden bei Fettleber durch Betain sind noch nicht genügend gesichert (vgl. Studie an Ratten und Menschen in Review des Medical Center, University of Maryland/Baltimore, 4/1/2002). Betain wird unterstützend zur Behandlung der seltenen Stoffwechselerkrankung Homocystinurie in eingesetzt. Bei Radsportlern soll im Rahmen einer Studie (vgl. J. Int. Soc. Sports Nutrition 9/2012/12) die Einnahme von 2,5 Gramm Betain die Leistungsfähigkeit um 3,3 Prozent im Durchschnitt gesteigert haben. Insgesamt sagt man ihm positive Effekte für Ausdauer und Nervenstärkung nach.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Olivenblatt-Extrakt

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Bescheidene Blätter, große Wirkung

Olivenblattextrakt (Olea europa) aus den Blättern des Olivenbaums war bereits im Altertum bekannt. Ein Olivenzweig ist – neben der Eule – das Wahrzeichen von Zeus Tochter Athene, Göttin der Weisheit. Der mythologischen Überlieferung zufolge war sie es, die den Menschen den segensreichen Olivenbaum brachte.

Seit der Antike wirksam

Seit der Antike diente der Olivenbaum im gesamten Mittelmeergebiet als Grundlage einer gesunden Ernährung, zur Körperpflege und zu Heilzwecken. Möglicherweise waren es die Ägypter, die als erste die schützende äußerliche Anwendung von Olivenblättern entdeckten. Sie setzten Olivenblätter zum Schutz der heiligen Mumien ihrer Pharaonen ein gegen Parasiten- und Pilzbefall. Im Mittelalter verwendete Hildegard von Bingen Tee aus Olivenblättern zur Behandlung bei Verdauungsbeschwerden. Im 19. Jahrhundert heilten spanische Ärzte den Tee aus Olivenblättern erfolgreich viele Soldaten mit fiebrigen Erkrankungen.

Interessantes Spektrum

Die Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen wird dem konzentrierten Olivenblattextrakt zugeschrieben und vorbeugender Einfluss gegen Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Arteriosklerose und möglicherweise Diabetes.

Inhaltsstoffe

1811 konnten erstmals Inhaltsstoffe der Olivenblätter identifiziert werden. Doch erst in den 60er Jahren wurden sie international erforscht.

Hauptinhaltsstoff der Olivenblätter ist ein bitterer Stoff namens Oleuropein. Phenolische Verbindungen wie Kaffeesäure und Hydroxytyrosol, organische Säuren und sekundäre Pflanzenstoffe sind enthalten.

Heilwirkung

Für die Heilwirkung sind vor allem Oleuropein, Oleosid, Glykoside, Oleosterol und Olevanol verantwortlich mit antioxidativen, antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften. Die Synergie aus den kombinierten Inhaltsstoffen der Olivenblätter ist wahrscheinlich das Geheimnis der Einzigartigkeit von Olivenblattextrakt.

In der Praxis soll es eine positive Wirkung besitzen für die Durchblutungsförderung, vorbeugend gegen Probleme von Herz und Gefäßen, es soll den Cholesterinspiegel beeinflussen und insbesondere das nützliche LDL-Cholesterin fördern, förderlich für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel wirken und das Immunsystem unterstützen. Neben antimikrobiellen Eigenschaften ist es wahrscheinlich die Wirkung als Antioxidans, das die Immunabwehr gegen Krankheitserreger ausmacht. Es soll mehr als doppelt so wirksam sein wie Vitamin C und E. Antioxidantien schützen die Zellsubstanz vor der reaktiven Kraft von freien Radikalen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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