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Stoffwechsel-Tees als Fettkiller

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Natürliche Heilpflanzen

Heilpflanzen in Form von Tee zu sich zu nehmen: Das ist der wahrscheinlich älteste und auf jeden Fall ein sehr wirksamer Weg die natürlichen Wirkstoffe der Pflanzen zu nutzen. Die Antioxidantien im Tee beschleunigen den Stoffwechsel und die Verdauung, sie senken den Cholesterinspiegel, lassen Fettzellen schrumpfen und versorgen den Körper beständig mit Energie. Antioxidantien helfen dem Körper dabei systemische Entzündungen zu reduzieren und Alterungsprozesse zu verlangsamen. Sie kurbeln das ganze Immunsystem an und stärken das allgemeine Wohlbefinden.

Tees zum Abnehmen

Wir stellen Ihnen 5 Tees vor, die wissenschaftlich bewiesen einen Gewichtsverlust fördern. Bedenken Sie dabei jedoch, dass Teegenuß eine ungesunde Lebensführung und schlechte Ernährung nicht ausgleichen kann. Aber er kann Sie auf Ihrem Weg unterstützen auf gesundem Weg Gewicht zu verlieren.

  1. Kaufen Sie qualitativ hochwertigen Tee
  2. Filtern Sie das Wasser vor dem Kochen
  3. Vermeiden Sie Zusätze wie Zucker und Milch (Das beeinträchtigt den gesundheitlichen Nutzen)

Camellia sinensis

Aus der Familie der Teestrauchgewächse ist die Teepflanze Camellia sinensis ein Lieferant gleich drei gesunder Teesorten: Aus ihren Pflanzenteilen wird, je nach Verarbeitung, grüner, weißer oder Oolong-Tee gewonnen.

  1. Grüner Tee

Die getrockneten, nicht gewelkten, nicht oxidierten Teeblätter sind der Rohstoff für den grünen Tee. Unglaublich viele Antioxidantien und Polyphenole sind im grünen Tee enthalten. Das Antioxidans EGCG regt den Stoffwechsel an und bringt die Leber dazu mehr und stärker auf die körpereigenen Fettreserven zuzugreifen. Regelmäßiger Konsum von grünem Tee wird mit einem geringeren Krebsrisiko und Alzheimer in Verbindung gebracht.

  1. Weißer Tee

Nur die  jüngsten Blätter der Teepflanze und zum Teil auch die geschlossene Knospen werden für den weißen Tee verwendet. Vor dem Trocknen werden Blätter und Knospen leichtem Dampf ausgesetzt. Damit welken die Pflanzenteile ohne zu oxidieren.
Weißer Tee verhindert die Bildung neuer Fettzellen, kurbelt den Stoffwechsel an und beschleunigt den körpereigenen Fettabbau. Außerdem senkt er den Blutdruck, verhindert kardiovaskuläre Erkrankungen und stärkt die Knochendichte.

  1. Oolong

Für den kostspieligen Oolong-Tee werden die Teeblätter gewelkt, gebrochen und vor dem Trocknen leicht oxidiert. Trotz der leichten Oxidation enthält dieser Tee noch eine große Menge an Antioxidantien. Die zahlreichen Catechine im Oolong regen die Verstoffwechslung von Fett an.

  1. Rooibos (Rotbusch)

Die südafrikanische Rooibos-Pflanze, auch Rotbusch genannt, eignet sich ebenfalls als gesundes Getränk zum Abnehmen. Zahlreiche Polyphenole und Flavonoide können die Bildung neuer Fettzellen um 22% verringern. Auch für die Verdauung und den Kreislauf ist Rooibos-Tee sehr geeignet.

  1. Ashwagandha (Schlafbeere)

Die Schlafbeere hat ihren Namen von der Fähigkeit den Geist zu beruhigen und beim Einschlafen zu helfen. Ein Tee aus diesen Beeren baut den Stress ab. Das Stresshormon Cortisol wird abgebaut und kann nicht mehr Gewichtsverlust und Fettverbrennung behindern. Ältere Menschen schätzen diesen Tee, da er dazu beitragen kann die kognitiven Fähigkeiten zu steigern. Aktuell wird untersucht wie Ashwagandha-Tee bei der Bekämpfung und Prävention von Krebs eingesetzt werden kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Mit Lebenslust und Elan in den Frühling

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10 Tipps für Körper und Geist

So kommen Sie gesund durch den Frühling:

  1. An frischer Luft in den Himmel schauen: Das blaue Tageslicht aktiviert das Gehirn, macht es wach und konzentriert. Die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin wird angeregt.
  2. Ein Vitalstoff für Nerven und Lebensfreude ist das Vitamin B1: Steuern Sie dem Stress entgegen mit Vollkornprodukten, Sonnenblumenkernen oder Walnüssen.
  3. Körpereigene Abwehrkraft stärken: Vitamin C, Acai oder Spirulina regen den Stoffwechsel an und bilden Abwehrzellen.
  4. 7 – 8 Stunden Schlaf pro Nacht: Melissentee eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen fördert den gesunden Schlaf. Lüften Sie Ihr Schlafzimmer gut durch.
  5. Kreislauf anregen: Eine Kalt-Warm-Wechseldusche am Morgen macht Sie richtig wach und stärkt auch die Abwehrkräfte. Danach vollwertig frühstücken.
  6. Pausen an der frischen Luft: Gönnen Sie sich kleine Auszeiten und füllen Sie diese durch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Z.B. 15 Minuten nach dem Mittagessen.
  7. Aktiv bleiben: Täglich 10 – 20 Minuten bewegen. Dehnübungen, Fahrrad fahren, Spazieren gehen oder Sport treiben.
  8. Zwischenmenschliche Beziehungen pflegen: Erfolgreiche Gesundheitspflege umfasst den Menschen als Ganzes. Familie, Freunde und soziale Kontakte gehören dazu.
  9. Belastende Ernährung reduzieren: Alkohol, Zigaretten, Kaffee, Weißmehl, Zucker und Fett belasten Ihren Körper und Ihr Wohlbefinden.
  10. Gewicht reduzieren: Eine Fastenwoche entlastet schon nach 3 Tagen spürbar. Abnehmen , Entschlacken und Gift- und Schadstoffe aus dem Körper schwemmen.

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Die Eigenschaften der Karotte

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Beta-Carotin

Das Provitamin Beta-Carotin aus der Karotte wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Zur Deckung des Vitamin A-Bedarfs ist die Karotte geradezu ideal. Übrigens nimmt der Körper nur so viel Beta-Carotin auf, wie er benötigt. Eine Überdosierung mit Vitamin A ist mit natürlicher Nahrungsaufnahme deshalb ausgeschlossen. Es sei denn, man nimmt hochdosierte synthetische Vitaminpräparate zu sich.

Vitamin A Lieferanten

Unsere Grundnahrungsmittel liefern dem Körper nicht sehr viel Vitamin A. Back- und Teigwaren, gewöhnliches Muskelfleisch, die meisten Wurstsorten und auch Milch sind sehr arm an Vitamin A.
Zu den Vitamin A Lieferanten gehören Käse, Innereien (z.B. Leber, Nieren) und Eier. Rein pflanzliche Beta-Carotin-Lieferanten sind Brokkoli, Chicoree, Kresse, Portulak, Spinat, Mangold, Feldsalat, Kräuter, Süßkartoffeln und Spinat. Betacarotin ist in zahlreichen gelb-orangenen Gemüse- und Obstsorten enthalten, wie beispielsweise in Pfirsich, Aprikose, Mango, Papaya, Sanddorn, Süßkartoffel, Kürbis und natürlich in der Karotte.

Faktoren zur Resorption von Beta Carotin

Der offizielle Mindestbedarf an Vitamin A liegt bei 0,8 bis 1,2 mg. Rein rechnerisch würden 100g Karotten ausreichen, um daraus 1,7 mg Vitamin A zu bilden. Allerdings hängt die Aufnahme von Betacarotin in den Körper von vielen Faktoren ab:

  1. Der Bedarf bestimmt die Aufnahme. Je mehr Beta-Carotin vom Körper benötigt wird, umso mehr nimmt er davon auf.
  2. Alkoholkonsum hemmt die Aufnahme von Beta-Carotin. Zur optimalen Beta-Carotin-Versorgung deshalb besser keinen Alkohol trinken.
  3. Die Verdauung, der Säure-Basen-Haushalt, die Magensäurebildung beeinflussen ebenfalls die Aufnahme von Beta-Carotin. Medikamentöse Hemmung der Magensäurebildung verschlechtert deshalb die Aufnahme.
  4. Je gründlicher die Karotte gekaut wird, desto besser wird Beta Carotin vom Körper aufgenommen. Die unverdauliche Cellulose, die das Beta Carotin umschließt, kann so besser aufgespalten werden. Das Wurzelgemüse deshalb möglichst klein zu schneiden, als Saft zu trinken oder als Salat zu essen, fördert also die Resorption.
  5. Beta-Carotin ist recht hitzestabil. Karotten können deshalb gedämpft, gedünstet oder gekocht werden ohne dass eine vitalstoffschädigende Wirkung durch das Erhitzens eintritt. Hitze schadet der Karotte nicht.
  6. Fettbeigabe erhöht die Resorption des Beta Carotins immens. Dazu reichen jedoch sehr kleine Fettmengen von 2,5 g pro Mahlzeit völlig aus.
  7. Vitamin E fördert die Aufnahme von Beta-Carotin. Butter ist jedoch sehr arm an Vitamin E. Besser wäre Weizenkeimöl oder rotes Palmöl.
Für die Augen

Nachlassendes Sehvermögen wird oft auf das Alter zurückgeführt. Oft ist es jedoch der im Alter steigende Vitalstoffbedarf, der nicht mehr gedeckt wird. Ein Mangel an Vitamin A kann zu Seh-Beschwerden wie Nachtblindheit führen. Ein halber Liter Karottensaft täglich kann diese Mangelversorgung wieder ausgleichen.

In den Wechseljahren

Vitamin A ist auch für gesunde Schleimhäute verantwortlich. Frauen in den Wechseljahren wird deshalb empfohlen, sich ausreichend mit Vitamin A zu versorgen. Wenn Haut und Schleimhäute trocken und rissig werden, dann benötigt der Körper verstärkt Vitamin A um wieder ausreichend Feuchtigkeit zu bilden. Bei Männern ist Vitamin A bei der Produktion von Spermien beteiligt.

Als Hautschutz

Beta Carotin arbeitet als hoch wirksames Antioxidans. So schützt es viele körpereigenen Strukturen vor den schädlichen (auch krebserregenden) Einflüssen der freien Radikalen. Bis zu 1000 Mal kann Beta-Carotin so freie Radikale zerstören, bevor es selbst zerfällt. Als wichtiger Hautschutz gegen Sonnen UV-Bestrahlung und sogar vorbeugend gegen Hautkrebs.

Körpereigene Abwehr

Beta-Carotin unterstützt die körpereigene Abwehr, indem es die Bildung von natürlichen Killerzellen fördert. Diese Killerzellen vernichten virusinfizierte Zellen und Krebszellen.

Energiefluss in den Zellen

Für einen gesunden Körper ist die interzelluläre Kommunikation sehr wichtig: Alle Zellen stehen untereinander in Verbindung und tauschen sich aus. Carotinoide, Beta-Carotin und Vitamin A kümmern sich gemeinsam darum, dass der Körper wieder den Weg zurück zu Ordnung und Gesundheit einschlagen kann.

Brustkrebs

Laut Studien unterstützt Karottensaft das Immunsystem so sehr, dass sogar die Blutwerte von Brustkrebsüberlebenden auf jedem Level verbessert werden konnten. Als Vorsorge vor Brustkrebs und Schutz vor Brustkrebsrückfällen ist die Karotte also ein starker Verbündeter.

Krebsprävention

Der sekundäre Pflanzenstoff Falcarinol soll die Karotte vor Pilzerkrankungen schützen. Für uns Menschen ist dieser natürliche Wirkstoff zur Krebsprävention oder Krebsbekämpfung interessant. Da der Anteil an Falcarinol während des Kochvorgangs sinkt, sind hier vor allem rohe Karotten geeignet. An der Sheffield Hallam University wurde erforscht, dass Falcarinol aus Karotten gegen lymphatische Leukämiezellen wirksam ist, weil es sowohl die Ausbreitung der Krebszellen hemmte als auch deren Zelltod herbeiführte.

Tipp

Wer Karotten kochen und dennoch einen möglichst hohen Falcarinolgehalt erhalten möchte, der kocht die Karotten am besten im Ganzen und zerkleinert oder püriert sie erst dann. Damit liegt der Gehalt an Falcarinol mindestens 25 Prozent höher als in Karotten, die vor dem Kochen zerteilt wurden. Diese weisen nämlich einen Verlust von 70% dieses natürlichen Wirkstoffes auf.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Immunzellen recyceln: durch fasten

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Nicht nur in der Fastenzeit

Zwei bis vier Tage lang nichts essen – und das regelmäßig mehrmals im Jahr. So lautet das Rezept der Forscher an der University of Southern California (USC) in Los Angeles. Das würde den Mensch nicht nur vor einer Schädigung des Immunsystems schützen, sondern auch dessen Regeneration fördern. Und das vor allem bei bereits immungeschwächten Patienten.

Immunzellen ermüden

Im Laufe der Zeit ermüden Immunzellen und können nicht mehr richtig arbeiten. Als einzige Lösung für dieses Problem galt lange nur die Stammzellenbehandlung. Neue Untersuchungen belegen jetzt, dass regelmäßiges Fasten im Körper eine Art regenerativen Schalter umlegt. Beim Fasten sinkt die Zahl der weißen Blutkörperchen. Der Organismus versucht Energie zu sparen. Deshalb geht der Körper dazu über, alte Immunzellen zu recyceln. Geschieht dies, dann wird die Bildung neuer Immunzellen stimuliert, die die Verbrauchten ersetzen.

„Wir hatten nicht erwartet, dass längeres Fasten die stammzellenbasierte Regeneration im hämatopoetischen System so erstaunlich fördern würde.“
(Valter Longo, Professor für Gerontologie und Biowissenschaften, Davis School of Gerontology der USC und Direktor des Longevity Institute der USC)

Eine Art Entgiftung

Längeres Fasten zwingt den Körper auf gespeicherte Glukose, Fett und Ketone, sowie auf einen signifikanten Anteil bestehender weißer Blutkörperchen zurückzugreifen. Das wirkt wie eine Entgiftung: Altes wird beseitigt, um Platz für neues zu schaffen. Ein ganz neues Immunsystem kann sich bilden.

Ebenso senkt längeres Fasten den Spiegel des Enzyms PKA, Proteinkinase A, zu senken. Das unterstützt die Regulierung der Selbsterneuerung und Pluripotenz der Stammzellen. Es kann sogar das Leben verlängern.

„PKA ist das Schlüsselgen, das ausgeschaltet werden muss, damit diese Stammzellen in den Regenerations-Modus schalten. Es gibt den Stammzellen grünes Licht, sich zu vermehren und das gesamte System wieder aufzubauen. Und die gute Nachricht ist: Während des Fastens wird der Körper die Teile des Systems los, die beschädigt oder alt sind. Wenn sie also mit einem durch Chemotherapie oder Alterung schwer geschädigten System beginnen, können Fastenzyklen buchstäblich ein neues Immunsystem generieren.“
(Valter Longo, Professor für Gerontologie und Biowissenschaften, Davis School of Gerontology der USC und Direktor des Longevity Institute der USC)

Der Wachstumsfaktor IGF-1 wird mit Alterung, fortschreitendem Tumorwachstum und erhöhtem Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Auch der Spiegel dieses Faktors kann durch Fasten gesenkt werden.

Fasten als Chance

Im Rahmen einer Studie über Chemotherapie-Patienten, deren Immunsystem durch die Behandlung durcheinandergewirbelt wurde, ergaben sich neue interessante Erkenntnisse. Bei Krankheitsbildern wie Autoimmunstörungen könnte Fasten eine Chance auf Heilung sein. Neue unbeschädigte Immunzellen würden durch das Fasten entstehen, die dem Patienten bei der Überwindung der Krankheit helfen könnten.

Quellen:

sciencedirect.com
usc.edu

Hinweis

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Vergebliche Low-Fat-Diäten

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Was ist schuld?

Viel zu vorschnell wird das Urteil gesprochen: Zu viel Fett ist schuld! Nur warum funktionieren dann Low-Fat-Diäten nicht so richtig? Kann es sein, dass die Übeltäter ganz wo anders lauern? Ist es nicht vielmehr so, dass der menschliche Körper komplexer und vielschichtiger ist, als dass eine einseitige Diät bei der Gewichtsabnahme ausreichen würde? Kalorien zählen alleine reicht offensichtlich nicht. Was also bringt unseren Stoffwechsel, den Hormonhaushalt und die Drüsenfunktionen so aus dem Gleichgewicht, dass Körpergewicht nicht reduziert werden kann?

Nährstoffangaben und Inhaltsstoffe

Die Ursache steckt wie so oft ganz wo anders. Wenn Ärzte den Verbrauchern raten auf die Nährstoffangaben zu achten, so meinen Sie die hübsch aufbereiteten bunten Tabellen mit Angaben zu den großen 6: Brennwert (Kalorien), Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Ballaststoffen und Natrium (Salz). Komischerweise werden die eigentlichen Zutaten immer winzig klein und möglichst versteckt ausgewiesen. Dabei lauert hier die eigentliche Gefahr: Künstliche Süßstoffe, Konservierungsmittel, Lebensmittelfarben und Geschmacksverstärker. Die Liste der Chemikalien ist lang. Angaben zu gentechnisch veränderten Organismen, Anteilen zu Pestiziden und Schwermetallen suchen Sie auf jedem Etikett natürlich vergeblich. Dabei sind diese Chemikalien häufig der eigentliche Grund des Übels.

Fette ja! Aber die richtigen!

Auf Fett völlig zu verzichten oder sie drastisch zu reduzieren ist jedenfalls der falsche Weg. Es kommt darauf an zwischen guten und schlechten fetten unterscheiden zu lernen: Einige Fette werden für gesunde Herzfunktionen und sogar für die Gewichtsreduktion benötigt. Viele fetthaltige Lebensmittel sind sehr gesund für unseren Körper und Geist.  Hier einige gesunde Fettquellen:

  • Kokosöl
  • Avocados
  • Lachs
  • Hanfsamen
  • Fleisch von Weiderind, das mit Gras gefüttert wurde
  • Unbehandelte Vollmilch
  • Diverse Nussarten

Low-Fat-Diät

32 Jahre lang hatte der britische Gesundheitsdienst NHS vor Vollfettprodukten gewarnt. Nun nahm die Universität Harvard Vollfettmilch, Vollfettbutter und andere Lebensmittel mit hohem Fettanteil unter die Lupe.
In einer Studie wurden über 12 Monate die Ergebnisse von verschiedenen Diäten ausgewertet. Dabei kam heraus, dass Diäten mit geringerem Kohlehydratanteil wesentlich erfolgreicher waren, als die Diäten, die den Fettanteil reduzierten. (Lancet Diabetes & Endocrinology)

 „Es sprechen keine guten Gründe dafür, Low-Fat-Diäten zu empfehlen.“
(Dr. Deirdre Tobias)

Portionsgröße und Chemie

Die Forscher an der Harvard-Universität waren sich einig: Die Konzentration auf Fett, Kohlenhydrate und Proteine sind bei einer Diät nicht ausschlaggebend. Viel wichtiger ist die Größe der Essensportion und die verarbeiteten Chemikalien.

Stressmanagement

Arbeitsstress oder ein stark stressendes Umfeld haben mehr Einfluss auf unser Körpergewicht als Diäten. Den Umgang mit Stress effektiver zu gestalten trägt also mehr als eine Diät dazu bei Gewicht dauerhaft zu verlieren. Wie Sie Ihren persönlichen Stress am besten mildern können ist ganz individuell. Hier ein paar Anregungen:

  • Atemübungen während des Arbeitstages
  • Spaziergänge im Freien während der Mittagspause
  • Morgendliche Meditation und Gebete, die helfen, Dinge in die richtige Perspektive zu rücken
  • Kräuter, die die Nerven stärken (sibirischer Ginseng, Saathafer)

„Es müssen innovative Methoden gefunden werden, unser Wissen darum zu erweitern,
wie Arbeitsfaktoren zur Entwicklung von Fettleibigkeit beitragen.“
(Christopher Bean, australische Universität Adelaide)

Christopher Bean hatte 450 Personen aus verschiedenen Berufszweigen vermessen und dabei festgestellt, dass verantwortungsvolle Entscheidungsträger mit höheren Anforderungen im Zusammenhang mit einer breiteren Taille stehen. Der Stress tagtäglich schnell Entscheidungen treffen zu müssen wurde sozusagen in Kummerspeck angesetzt.

Die Ernährung

Nur mit Stress umgehen lernen, reicht selbstverständlich nicht aus. Besinnen Sie sich auf die Mittelmeer-Diät und reduzieren Sie Ihre Essensportionen. Hier einige kleine Anregungen:

  • Olivenöl
  • Nüsse
  • Fisch
  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornkost
  • Kein Frittiertes
  • Verzicht auf Kuchen, Kekse und zuckerhaltige Getränke

Hinweis

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Nährwertangaben: Chemikalien nicht ignorieren!

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Kalorien zählen

Warum nehmen wir trotz ununterbrochenen Kalorienzählens weiter zu? Die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen wächst ständig. Der Schwerpunkt der Nährwert-Tabellen auf den Produkten wird immer auf Kalorien, Zucker- und Fettanteil gelegt. Abgesehen davon, dass oft unrealistische Portionsgrößen die Einschätzung erschweren, sind die Kalorien nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gar nicht die Übeltäter. Vielmehr sollte man sich um die Zusatzstoffe kümmern.
Spezialisten, wie Dr. Sally Norton, hält es beim Abnehmen wichtiger auf Chemikalien im Essen zu achten, als auf Kalorien.

Zuckerfrei und fettarm

Zuckerfreie und fettarme Speisen sind nur dann die gesündere Wahl, wenn keine Farb- Süß- oder Konservierungsstoffe zugesetzt sind. Durch den Entzug von Fett und Wasser verlieren diese Nahrungsmittel aber oft an Geschmack. Chemische Zusatzstoffe sollen das ausgleichen.

„Einige Studien ergaben, dass uns chemisch hergestellte Süßstoffe verleiten können, mehr zu essen, sodass wir stärker zunehmen, als wenn wir richtigen Zucker äßen. Damit soll allerdings nicht gesagt sein, Zucker sei gesund.“ (Dr. Norton, Daily Mail)

Chemikalien als Zusatzstoffe

Gar nicht zu selten finden sich in unseren Lebensmitteln Giftstoffe, die viel schlimmer als Zucker oder Fette unsere Ernährung beeinflussen. Die am häufigsten verwendeten Zusatzstoffe in unseren Nahrungsmitteln ist der Süßstoff Aspartam und der Geschmacksverstärker Mononatrium-Glutamat (MNG). Beide sind sehr gefährlich für unser Nervensystem.

Aspartam
Der synthetische Süßstoff Aspartam (E 951) findet sich häufig in Erfrischungsgetränken, Süßwaren, Backwaren, Milchprodukten, Backwaren und Backglasuren, Frühstücksflocken, Kaugummi, Instantkaffee, Pudding und Fertiggerichten. Süßstoffe erzeugen einen süßen Geschmack, ohne die entsprechende angekündigte Glucose zu liefern. Der Körper reagiert mit einem gesteigerten Hungergefühl und Appetit.
Die Insulinbildung wird gestört, das über Neuronen gesteuerte Essverhalten wird enorm beeinflusst.

Mononatriumglutamat steuert unser Essverhalten

Mononatriumglutamat ist ein Geschmacksverstärker, der unter den verschiedensten Namen im Verkehr ist: E621, MSG, Natriumglutamat, Hefeextrakt oder Würzmittel. Als Geschmacksstoff ist Mononatriumglutamat in der Lage, andere geschmacksaktive Bestandteile zu verstärken und den geschmacklichen Gesamteindruck bestimmter Gerichte auszugleichen. In vielen Fertiggerichten, Soßen, Suppen und Marinaden, Salatdressings und vielen anderen Vorratsprodukten der Restaurantküchen ist Mononatriumglutamat enthalten. Durchschnittlich verzehrt jeder Mensch 600 Milligramm industriell hergestelltes Mononatriumglutamat pro Tag, was ca. 4 g pro Woche entspricht. Weltmarktführer ist General Foods.
Als Zusatz in Futtermitteln sorgt es dafür, dass Tiere über ihre Sättigung fressen und schnell an Gewicht zulegen. Auch an Ratten und Menschen konnte diese Reaktion nachgewiesen werden, wenn Glutamat und zugehörige Rezeptorblocker verabreicht worden sind.

Chemikalien in Verpackungen

Andere Chemikalien sind in den Verpackungen unserer Lebensmittel. Auch sie sind gesundheitsschädlich und greifen direkt in unseren Hormonhaushalt ein:

Bisphenol A

Bisphenol A wird bei der Herstellung von Kunststoffen eingesetzt. Folienverpackungen und die Beschichtung von Konservendosen werden mit Bisphenol A hergestellt, Plastikschüsseln und Babyfläschchen werden damit gehärtet und lichtdurchlässig gemacht.
Im Kontakt mit heißen Flüssigkeiten, Säuren und Laugen löst sich Bisphenol A von der Kunststoffbeschichtung ab und wird so vom Mensch über die Mundschleimhäute aufgenommen. Bisphenol A ist sehr gesundheitsschädlich und greift negativ in den Hormonhaushalt ein. Es kann zu Fortpflanzungs- und Entwicklungsstörungen kommen. Sogar Hirnschädigungen und Fettleibigkeit werden damit in Verbindung gebracht.

Phthalate

Die Weichmacher Phthalate sind eine ganze Gruppe chemischer Stoffe. Manche sind bereits verboten (Kinderspielzeug), andere Vertreter dieser Gruppe finden sich weiterhin in Lebensmittelverpackungen, Sonnencremes, Haarsprays, Medikamenten, Plastikprodukten wie Autoauskleidungen oder Spielsachen, Bodenbelägen und Textilien. Sie können eingeatmet werden, über die Mundschleimhäute und sogar über die Haut in unser Blut gelangen. Weite Teile der US-Bevölkerung sind bereits mit Phthalaten belastet, dort vor allem Frauen im gebärfähigen Alter. Besonders erschreckend ist gerade diese Tatsache, weil Phthalate in den Hormonhaushalt eingreifen: Sie hemmen die Hormonproduktion, was vielleicht den häufigen unerfüllten Kinderwunsch erklären könnte. Auch das Risiko an Diabetes zu erkranken wird mit diesem Stoff in Verbindung gebracht.

Schützen Sie sich!
  • Weniger oder keine industriell verarbeitete Lebensmittel
  • Weniger oder keine abgepackten Lebensmittel
  • Kaufen Sie frische Bio-Produkte wie Obst, Gemüse, Samen, Nüsse und Vollkorngetreide
  • Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten möglichst selbst zu

Solide Gesundheit, Prävention von Krankheiten und ein dauerhafter Gewichtsverlust sind die angenehmen Begleiterscheinungen einer solchen Ernährung.

„Und wenn das noch nicht reicht: Wenn wir auf abgepackte, verarbeitete Lebensmittel verzichten, tun wir auch etwas für die Umwelt – aus meiner Sicht schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. (Dr. Norton, Daily Mail)

Quellen
Hinweis

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Inositol

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inositol
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Allrounder in allen Körperzellen

Inositol (auch Inosit) wird oft als “Muskelzucker” bezeichnet, auch wenn es sich nicht um ein Kohlenhydrat handelt. Früher wurde Inosit den B-Vitaminen zugeordnet, sein Vitamincharakter ist heute umstritten. Zweifelsohne arbeitet Inositol eng zusammen mit Substanzen aus dem Vitamin-B-Komplex: Vitamin B6, Folsäure und Pantothensäure. Der sechswertige Alkohol kommt in der Natur häufig vor. Inositol kann vom Körper aus Glukose synthetisiert werden.

In Kosmetikprodukten für Haut und Haar wird der natürliche Inhaltsstoff vielfach eingesetzt. Auch in Energy Drinks kann Inositon enthalten sein. Im menschlichen Organismus spielt der Vitalstoff eine wichtige Rolle.

Zahlreiche wichtige Funktionen

Als sekundärer Botenstoff bei der Signalübertragung in den Zellen ist Inositol bedeutsam und beeinflusst stark den Zellstoffwechsel. Die Neutrotransmitter-Vorstufe Inositol kann Depressionen offenbar positiv beeinflussen. Es scheint an der Wirkung von Serotonin beteiligt zu sein. Klinische Studien haben jedoch noch keinen sicheren Beweis für den therapeutischen Nutzen als Antidepressivum gefunden. Weiterhin steht die Substanz jedoch im Interesse der Forschung.

Einsatz in der Krebstherapie

Die Wirkungsweise von Inositol ist noch nicht ausreichend verstanden. In gewissem Umfang wird es therapeutisch in sehr genau bestimmten Kombinationen bei der Chemotherapie und zur Hemmung von Metastasenbildung bei Krebs eingesetzt. Aktuelle Forschungen beschäftigen sich mit dem Einsatzgebiet. Niemals sollte eine Selbstmedikation stattfinden.

Fette und Cholesterin

Im Körper stabilisiert Inositol die Leberfunktion und im Fettstoffwechsel sorgt es für die Verteilung von Körperfett. Bei der Verarbeitung von Fetten und Cholesterin besitzt es positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Zusammen mit Cholin bildet Inositol Lecithin, das wiederum für Zellmembrane und Fettverdauung bedeutend ist. Die Kontraktion im Magen-Darm-Trakt (Peristaltik) wird von der vitaminähnlichen Substanz unterstützt und schafft so weitere Voraussetzungen für eine gesunde Verdauung. Für Wachstum in Mikroorganismen spielt Inositol eine große Rolle.

Rund herum hilfreich

Besonders konzentriert tritt Inositol im Herzmuskel, im Gehirn und in der Augenlinse auf. Es wirkt auf die Sehfunktion und die Tätigkeit des Herzmuskels. Das Wachstum der Haare wird unterstützt. Inositol wird eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Die Wirkung von Vitamin E kann durch Inositol gesteigert werden.

Natürliches Vorkommen

Inositol-Lieferanten sind frisches Obst und Gemüse. In Orangen, Grapefruit, Melone, Trockenpflaumen, ist Inositol enthalten. Ebenso steckt die vitaminähnliche Substanz in Getreide, Hefe, Sojabohnen, Nüssen und Fleisch. Inositol wird durch Biosysthese im Körper generiert. Alkohol, Kaffee und Zucker können die Produktion jedoch hemmen.

Nie ohne Arzt oder Heilpraktiker

Die Wirkung von Inositol ist noch umstritten und die Substanz sollte in Nahrungsergänzungsmitteln nur in Abstimmung mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Isoflavone

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In den Wechseljahren beliebt

Isoflavone (oder Isoflavonoide) gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen aus meist gelblichen Pflanzenfarbstoffe der Klasse der Flavonoide. Sie besitzen eine natürliche Funktion für pflanzliche Abwehr von Pathogenen, die positiv auf die Immunabwehr wirken kann.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit angereicherten isolierten Isoflavonen sollte stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt sein.

Vorkommen

Isoflavone wie Glucosid Daidzin und Genistein kommen in Soja vor. Isoflavone wie beispielsweise Orobol sind auch Bestandteil in diversen Kleearten. In Rotklee stecken außer Genistein auch die Isoflavone Pratensein, Daidzein, Formononetin und Biochanin A. Diese Isoflavone gehören zu den sogenannten Phytoöstrogenen.

Hormonähnliche Eigenschaften

Isoflavone, insbesondere die Phytoöstrogene besitzen eine starke strukturelle Ähnlichkeit mit Östrogen. Als Mittel bei der abnehmenden Östrogenproduktion im weiblichen Körper in den Wechseljahren, wird vielfach zu Rotkleepräparaten gegriffen, da Rotklee in Mitteleuropa als Phytoöstrogen-Lieferant schlechthin gilt. Pytoöstrogene können den Hormonhaushalt regulierend beeinflussen, je nach Vorhandensein von Östrogen im Körper. Die Isoflavone können an freien Östrogen-Rezeptoren andocken.

Außer dem Zyklus der Frau hat der Östrogenspiegel weitreichende Funktionen im Körper von Mann und Frau. Östrogen bindet Feuchtigkeit im Bindegewebe und lagert Fett unter der Haut ein. Es unterstützt die Durchblutung und die Weitstellung der Venen. Es reguliert den Cholesterinspiegel und die Calcium-Speicherung in den Knochen. Darüber hinaus sorgt das körpereigene Hormon für eine positive Stimmung und Konzentrationsfähigkeit.

Rotklee

Im Rotklee sind Isoflavone an Glucose gebunden, dadurch wirkt er bekömmlicher als beispielsweise Soja. Soja enthält zwei Isoflavone, Rotklee enthält fünf Isoflavone mit hormonähnlicher Wirkung, insbesondere Biochanin A und Formonontin.

Hinweis

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Fettsäuren

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Fett macht glücklich

Fettsäuren entstehen im menschlichen Stoffwechsel als unterschiedlich lange Ketten von Kohlenstoffatomen, die Wasserstoffatome tragen. Je länger die Fettsäurekette ist, desto fester ist das Fett. Langkettige Fettsäuren sind schwerer zu verdauen. Am einen Ende der Molekülkette befindet sich eine Säuregruppe, die mit Glycerin reagieren kann.

Der Mensch braucht Fett

Fett ist der Energielieferant Nr. 1 und besitzt darüber hinaus nützliche Eigenschaften. Fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K können überhaupt nur durch gleichzeitige Fetteinnahme aufgenommen werden. Neben Energie liefern vor allem Pflanzenfette die essentiellen Fettsäuren, die im menschlichen Organismus unentbehrlich sind und nicht biosynthetisch gebildet werden können. Sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Fett hält die Zellmembran elastisch und dient als Baustein von Zellen und Hormonen. Fett federt innere Organe ab und speichert Energie für Notzeiten. Naturheilkundler Urs Buergi stellt fest: Der Mensch braucht Fett. Ob gesund oder ungesund, dafür ist entscheidend, welche Art von Fett und wieviel davon in der Ernährung auftaucht.

Einteilung von Fettsäuren

Jedes Fett besitzt ein eigenes Fettsäuremuster in der Zusammensetzung. Die Fettsäuren werden in drei Gruppen eingeteilt: Gesättigte, ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Von gesättigten Fettsäuren spricht man, wenn die Verbindung zwischen den Molekülketten stabil ist. Die ungesättigte Fettsäure besitzt eine instabile Verbindung. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren besitzen mehrere instabile Verbindungsstellen.

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren sind Energielieferanten. Sie unterstützen das Immunsystem und sind an zahlreichen Stoffwechselabläufen beteiligt. Sie wirken sich auch positiv auf Depressionen aus – deswegen heißt es im Volksmund verkürzt: Fett macht glücklich.

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren sollten nur in Maßen aufgenommen werden, denn sie bewirken einen höheren Cholesterinspiegel, insbesondere den Gehalt an LDL-Cholesterin. Dieses Cholesterin findet man oft als das „schlechte“ Cholesterin bezeichnet, da es sich im Blut ansammeln kann und so das Risiko für Arterienverkalkung erhöht.

Das gesunde HDL-Cholesterin hingegen ist beteiligt an der Produktion von Zellwänden und Ausgangsstoff von Steroidhormonen wie dem Östrogen. Darüber hinaus unterstützt es die Bildung von Vitamin D und die Produktion von Gallensäure, unabdingbar für eine gute Verdauung. Gesättigte Fettsäuren sind in tierischen Fetten enthalten, aber auch in Kokosfett.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren mit nur einer instabilen Verbindungsstelle in der Molekülkette werden im Organismus benötigt für die Elastizität der Zellmembranen. Sie sind außerdem am Stoffwechsel beteiligt und senken den Cholesterinspiegel.

Die wichtigste ungesättigte Fettsäure heißt Ölsäure. Sie ist leichter verdaulich als gesättigte Fettsäuren. Enthalten ist Ölsäure in kaltgepresstem Olivenöl, Rapsöl und Erdnussöl, in verschiedenen Nüssen und der Avocado.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren, die im Körper nicht synthetisiert werden können. Sie müssen durch die Nahrung zugeführt werden. Die beiden Arten, Omega-3-Fettsäure und die Omega-6-Fettsäure, sind unentbehrliche Helfer. Der Hauptvertreter der Omega-6-Fettsäuren ist die Linolensäure. Die essentiellen Fettsäuren wirken positiv auf den Blutfettspiegel, reduzieren die Gefahr von Blutgerinnseln, die ein häufiger Auslöser von Infarkten und Embolien sind. Sie stärken den Herz-Kreislauf und es gibt Hinweise darauf, dass die Omega-3-Fettsäure an der Vorbeugung gegen Herzrhythmusstörungen beteiligt sein kann, die bislang noch nicht ausreichend belegt sind. Essentielle Fettsäuren spielen auch eine Rolle für die Produktion von hormonähnlichen Regularstoffen des Stoffwechsels.

Wenn Fettsäuren zu Transfettsäuren werden

Zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören aber auch die schädlichen Transfettsäuren, die die Blutfettwerte erhöhen. Sie entstehen beim Erhitzen oder industriellen Härten von Pflanzenölen. Von der Lebensmittelindustrie werden sie gerne eingesetzt, denn sie sind hitzebeständig und länger haltbar. In Deutschland sind Transfettsäuren nicht kennzeichnungspflichtig. In Fastfood, Gebäck und Lebensmitteln aus der Fritteuse sind Transfettsäure anzutreffen.

Welche Fette sind empfehlenswert?

Pflanzliche Fette können durch die Fettverdauung leichter aufgenommen werden und sind zudem reich an ungesättigten Fettsäuren. Empfehlenswert sind hochwertige, kaltgepresste Öle aus Raps und Oliven, Walnuss oder Leinsamen und weiteren Pflanzensamen. Der Verzehr von Nüssen und Avocados trägt ebenfalls zu einer Versorgung bei.

Essentielle Fettsäuren sind in mehreren Pflanzenölen enthalten wie Leinöl, Rapsöl und Walnussöl (Omega-3-Fettsäuren), Maiskeimöl, Sojaöl und Sonnenblumenöl (Omega-6-Fettsäuren). Omega-3-Fettsäuren sind außerdem vorhanden in fettreichen Fischen wie Lachs, Hering und Makrele.

Versteckte Fette im Auge behalten

Den Verzehr von gesättigten Fettsäuren in Butter, Käse, Schmalz, Fleisch und Wurst sollte kritisch im Auge behalten werden. Die meisten tierischen Fette enthalten vor allem gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren. Im Alltag werden außerdem viele Fette, oftmals gerade die Transfettsäuren, nicht wahrgenommen. Sogenannte versteckte Fette stecken in vielen Snacks, Süßigkeiten, Pommes frites, Chips, Backwaren und vielen anderen Lebensmitteln.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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