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Phenylalanin (L- Phenylalanin)

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phenylalanin
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Wirksamer Eiweiß-Baustein

Phenylalanin ist eine essentielle Aminosäure, die über die Nahrung zugeführt werden muss, da der Körper sie nicht selber herstellen kann. Phenylalanin ist die Vorstufe von der Aminosäure Tyrosin, die wiederum Catecholamine, Hormone und Neurotransmitter gebildet werden.

Phenylalanin liegt in drei Formen vor, von Bedeutung für die menschliche Gesundheit ist vor allem das L- Phenylalanin. Es spielt eine wichtige Rolle im Stickstoffwechsel. Phenylalanin ist auch Bestandteil zahlreicher Proteine.

Phenylalanin besitzt eine aufputschende Wirkung, da es im Körper zunächst in Dopamin und danach in Adrenalin und Noradrenalin zerfällt. Unter Umständen kann Phenylalanin in der Lage sein, Depressionsanfälle zu lindern und Suchtverhalten zu kontrollieren. Daneben ist es ein Appetitzügler, der das Hungergefühl herabsetzt.

Bei Autismus und Parkinson kann Phenylalanin positiven Einfluss nehmen. Die Einnahme sollte stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt sein.

Süßstoff

Phenylalanin ist Bestandteil des synthetisch hergestellten Aspartam, ein umstrittener Süßstoff, der zu 50 Prozent Phenylalanin enthält, 40 Prozent Asparaginsäure und 10 Prozent Methanol. Das Produkt hat möglicherweise abführende Wirkung und gilt eventuelle als Risikofaktor für Krebserkrankungen.

Vorkommen

Phenylalanin wird stets im Zusammenhang mit der Aminosäure Tyrosin genannt, dessen Vorstufe es ist. Proteinhaltige Lebensmittel sind gute Phenylalanin-Lieferanten wie Soja, Karotten, Tomaten, Nüsse, Weizenkeime, Mischprodukte, Fleisch und Fisch.

In der Schwangerschaft sollte auf Phenylalanin verzichtet werden, da es Hinweise darauf gibt, dass es das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Methionin

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methionin
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Aminosäure für Gehirn und Körper

Methionin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die zu den essentiellen Aminosäuren gehört, die dem Körper zumindest teilweise über die Nahrung zugeführt werden müssen, da sie nicht komplett als körpereigene Stoffe gebildet werden können.

Vorkommen in Lebensmitteln

Methionin-Lieferanten sind unter anderem Vollkornprodukte und Reis, Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Rosenkohl und grüne Erbsen sowie Ei, Nüsse, Weizenkeime, Emmentaler Käse, Lachs, Garnelen und Geflügel. In Lebensmitteln liegt Methionin meist in gebundener Form als Proteinbaustein vor.

Wichtige Biofunktionen

Die stoffwechselaktive Form von Methionin, das S-Adenosyl-Methionin (SAM), ist Bestandteil aller Körpergewebe und Körperflüssigkeiten. Es ist notwendig zur Biosynthese, zum Abbau und zur Aktivierung vieler Stoffe und Prozesse, darunter Hormone und Nervenbotenstoffe. Es ist beteiligt an der Produktion von Adrenalin, Cholin, Carnitin, Kreatin, Melatonin und Nukleinsäuren.

Der Körper bezieht aus Methionin Methylgruppen und Schwefel. Die Aminosäure ist eine Vorstufe der wichtigen Biosubstanzen Cystein, Glutathion und Taurin. Cystein ist ebenfalls eine schwefelhaltige und proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure, die teilweise Methionin im Körper synthetisieren kann. Es wird vermutet, dass es Schutzfunktion vor Strahlenschäden besitzt.

Einfluss auf Krankheiten

Methionin in der Form von SAM ist im Gehirn besonders konzentriert und hat antidepressive Eigenschaften. Im medizinischen Einsatz als unterstützende Behandlung von Parkinson kann Methionin die Bewegungsfähigkeit verbessern und Zittern und Schlafverhalten positiv beeinflussen.

Methionin kann die Ausschüttung von Histamin reduzieren und damit positiv auf Allergien wirken. Es vermag Bakterien im Wachstum zu hemmen, die Infektionen auslösen und wird bei Blasen– und anderen Harnwegsinfektionen medizinisch genutzt. Phosphatsteine (Harnsteine) in den Harnwegen werden durch das Mittel verhindert. Muskel- und Wundheilung können positiv beeinflusst werden und bei Leberentzündung kann Methionin gesundheitsfördernd und regenerierend wirken.

Verbessert Wirkung von Antibiotikum

Methionin wird zur Optimierung der Wirkung von Antibiotika eingesetzt. Es ist ein Bestandteil der künstlichen Ernährung durch Infusionslösungen, die oral oder über eine Magensonde verabreicht werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Arginin

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arginin
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Die essentielle Aminosäure für die Blutgefäße

Arginin zählt zu acht essentiellen Aminosäuren, die unersetzbar ist für den menschlichen Organismus und im Körper nicht in genügender Menge durch Biosynthese hergestellt werden kann. Der Bedarf muss daher zusätzlich über die Nahrung gedeckt werden. Da sie teilweise vom Körper gebildet werden kann, also nicht ausschließlich von der Nahrungsaufnahme abhängig ist, wird Arginin auch als semi-essentielle Aminosäure bezeichnet. Ein erhöhter Bedarf durch Krankheit oder Stress kann durch die Nahrungsaufnahme ausgeglichen werden. Insbesondere für Durchblutung und Leistungsfähigkeit des Herzens ist Arginin ein unabdingbarer Baustein der menschlichen Gesundheit. Als „Wundermolekül“ stand L-Arginin 1988 in den Schlagzeilen, als die Wissenschaftler Robert F. Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad den Nobelpreis für Medizin erhielten für die Erforschung des Zusammenhangs von Stickstoffmonoxid und einem gesunden Herz-Kreislauf-System. Und natürliche Quelle für Stickstoffmonoxid im Körper ist die Aminosäure L-Arginin. Mehr als 3.000 Studien weist die maßgebliche Internet-Datenbank „PubMed“ zu Arginin-Einnahmen auf. Focus online berichtete 2014 euphorisch von einer neuen Studie zu L-Arginin, die die Blutzirkulation in den Mittelpunkt stellt – und damit Krankheitsbilder berührt wie Diabetes, Bluthochdruck, hohen Cholesterinspiegel, Erektionsstörungen und viele andere.

Funktionen von Arginin

Die proteinogene (eiweißbildende) Amionosäure Arginin enthält den höchsten Stickstoffanteil unter den Aminosäuren und sorgt für die Produktion von Stickstoff in den Blutgefäßen. Stickstoff ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren für Gefäße. Stickstoffmonoxid unterdrückt Zellwucherungen, ist beteiligt bei der Verteilung der Nährstoffe im Muskelgewebe und soll schädliche Mikroorganismen reduzieren. Unterstützend wurde Arginin bereits bei Therapien gegen Tinnitus, Nierenfunktionsstörung, erektile Dysfunktion (Erektionsstörung) und Bluthochdruck eingesetzt. Arginin ist bedeutend für die Leistungsfähigkeit des Herzens. Diese Aminosäure ist Vorstufe eines Botenstoffes, der die Erweiterung der Gefäßmuskulatur kontrolliert und damit für die Blutzirkulation verantwortlich ist. Aus diesem Grund kann Arginin ein Faktor sein, der präventiv vor Herzinfarkt schützt. In einer placebokontrollierten Studie von 1988 wurde bei den Patienten, die Arginin erhielten, eine um dreißig Prozent gesteigerte Insulinempfindlichkeit und eine Blutdrucksenkung beobachtet. Im Eiweißstoffwechsel hilft Arginin, giftiges Ammoniak über den Harnstoff auszuscheiden. Sogar ein krebshemmender Effekt wird für Arginin vermutet.

Bei Leistungssportlern beliebt

Laut einer Studie der Universität Exeter (UE) konnten durch L-Arginin die sportlichen Leistungen der Probanden um 20 Prozent gesteigert werden. Die Anregung zur Ausschüttung von Wachstumshormonen wie Prolaktin und Glukagon durch L-Arginin kann den Muskelaufbau positiv beeinflussen und die Fettverbrennung optimieren. Die Durchblutung wird durch die Gefäßerweiterungsfunktion verbessert und Arginin ist daher als „Pump-Supplement“ im Bodybuilding beliebt. Außerdem ist die Aminosäure an der Bildung der weißen Blutkörperchen beteiligt und daher für die Immunabwehr förderlich.

Arginin in Lebensmitteln

Natürliches Arginin ist in proteinhaltigen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch und Krustentieren, Ölsaat, Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten. Einen extrem hohen Arginingehalt weisen Kürbiskerne auf. Milch und Käse enthalten ebenfalls Arginin aber in deutlich geringeren Mengen als Fleisch.

Erhöhter Bedarf an Aminosäure

Bei Operationen und Leistungssport, aber auch bei Reduktionsdiäten steigt der Bedarf an Proteinen. Das gilt auch für katabole Stoffwechselzustände bei Verbrennungen, Verletzungen, Krebs, Chemotherapie, AIDS oder Knochenmarkstransplantation. Die Körperfett- und Proteinspeicher werden dann zur Versorgung mit Energie und Aminosäuren für die Immunantwort und die Wundheilung mobilisiert.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Lysin (L-Lysin)

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lysin
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Bezugsquelle: L-Lysin & L-Prolin Complex (125mg / Kapsel)

Unentbehrliche Aminosäure

Lysin (abgekürzt Lys oder K) ist eine proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure. Sie gehört zu den essentiellen Aminosäuren, das bedeutet, dass sie durch die Nahrung aufgenommen werden muss, da sie im Köper nicht gebildet werden kann. Gemeint ist stets die L-Form der Aminosäure, das sogenannte L-Lysin.

Vorkommen

Lysin ist nicht als freies Lysin in Lebensmitteln enthalten, sondern gebunden in Eiweißen. Tierische Eiweiße sind dabei ergiebiger als pflanzliche Eiweiße. Lysin-Lieferanten sind Fleisch und Fisch, Milch und Eier, Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte.

Biochemische Funktionen

Lysin ist im menschlichen Organismus an der Biosynthese von Kollagen und Elastin beteiligt, Bestandteile von Haaren, Haut, Zähnen, Knochen und Sehnen. Es wirkt mit beim Hormonstoffwechsel und dem Stoffwechsel von Knochen und Calcium. Unter anderem unterstützt Lysin die Aufnahme von Calcium im Darm und die Einlagerung in den Knochen. Gerade für Kinder in der Wachstumsphase ist Lysin ein wesentlicher Biobaustein. Für das Wachstum spielt Lysin eine erhebliche Rolle.

Damit das Immunsystem auf Virusinfektionen reagieren kann werden Antikörper, Enzyme und Hormone benötigt, an denen Lysin beteiligt ist. Lysin unterstützt die Stickstoffbilanz mit der Förderung der Carnitin-Produktion. Lysin wird ein positiver Einfluss auf depressive Stimmungen nachgesagt.

Osteoporose

Durch die Beteiligung an Calciumaufnahme und Einlagerung in den Knochen besitzt Lysin auch ein Einflusspotential bei Osteoporose (Knochenschwund).

Medizinische Anwendung

Möglicherweise vermag Lysin die Substanz Arginin zu hemmen. Da Arginin die Reproduktion von Herpesviren begünstigt, wird diese angenommene Eigenschaft von Lysin medizinisch zur Therapie und Prophylaxe von Herpes Simplex Labialis eingesetzt.

Lysinmangel

Wird der Organismus nicht ausreichend mit der essentiellen Aminosäure versorgt, kann es zu Mangelerscheinungen kommen wie Wachstumsstörungen und Beeinträchtigung der Immunabwehr, Konzentrationsschwäche oder Schwindelgefühle.

Achtung

Bei Patienten mit Nierenproblemen oder Gallensteinen werden hohe Lysin-Dosierungen nicht empfohlen. Eine Einnahme sollte mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden.

Hinweis

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Alanin

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Wichtig für Energiestoffwechsel und Immunsystem

Alanin (abgekürzt Ala oder A) gehört zu den nicht essentiellen Aminosäuren. Das bedeutet, dass es vom menschlichen Stoffwechsel biosynthetisch selbst hergestellt werden kann. Die α-Aminosäure von Alanin tritt chiral auf, also in zwei spiegelbildlichen Formen, man unterscheidet L-Alanin und D-Analin. Speziell von dem L-Alanin (in der Literatur auch unter dem Namen (S)-2-Aminopropansäure oder (S)-Alanin bekannt) soll hier die Rede sein, da es sich um eine proteinogene Aminosäure handelt, die für rasche Energielieferung und den Muskelaufbau von Bedeutung ist. Alaninsynthese spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel zwischen Muskulatur und Leber. Die Aminosäure hilft bei der Energiebereitstellung und bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels. Alanin kommt in Eiweißprodukten vor wie Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte, aber auch in pflanzlichen Proteinspendern, beispielsweise aus Sojabohnen.

Anwendungsgebiete von Alanin

Bei einer proteinarmen Ernährung über einen längeren Zeitraum kann ein Alanin-Mangel auftreten. Zu Auswirkungen eines Alanin-Mangels existieren nur wenige medizinische Studien, es gibt aber Hinweise darauf, dass zu geringe Alanin-Mengen eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) auslösen können. (vgl. Porcellati F. et al: Effect of the amino acid alanine on glucagon secretion in nondiabetic and type 1 diabetic subjects during hyperinsulinaemic euglycaemia, hypoglycaemia and posthypoglycaemic hyperglycaemia; Diabetologia; 2007; 50; S. 422430). Niedrige Alanin-Werte im Blutserum können auf Hypoglykämie hinweisen. Alanin-Zusätze können hilfreich bei Unterzuckerung wirken, da sie helfen, den Glucosespiegel zu erhöhen, indem die Ausscheidung von Glucagon anregt wird. Dieses Hormon ist der Gegenspieler von Insulin und fördert die Glucoseherstellung aus Aminosäuren (Glukoneogenese). Gleichzeitig kann Alanin bei einem Mangel an Glucosereserven in Kohlenhydrate umgewandelt werden. So wird die Regulierung des Blutzuckerspiegels positiv beeinflusst und der Körper kann genügend Energiereserven zur Verfügung stellen. (vgl. Müller W. A. et al: The effect of alanine on glucagon secretion; J Clin Invest. 1971; 50; S. 2215-2218). Sportler schätzen Alanin, um Muskeln vor vorzeitiger Ermüdung und vor Übersäuerung zu schützen. Alanin wird vom Körper in Carnosin umgewandelt, das Muskelaufbau und Ausdauer unterstützt. Alanin kann das Immunsystem stärken und reduziert das Risiko von Nierensteinen.

In besonders hohen Konzentrationen tritt Alanin Untersuchungen zufolge in der Prostataflüssigkeit auf. Es wird davon ausgegangen, dass es die Vorsteherdrüse möglicherweise vor krankhaften Vergrößerungen schützt. Bei Patienten mit Prostatahyperplasie, verbunden mit Schmerzen beim Wasserlassen, konnte Alanin in Kombination mit weiteren Aminosäuren wie Glutaminsäure und Glycerin die Symptome lindern. Die genaue Wirkungsweise ist noch nicht erforscht, es wird vermutet, dass Alanin bei der abschwellenden Wirkung des Drüsengewebes beteiligt ist. (vgl. Shiga H. et al: Amino acid therapy for hypertrophy of the prostate; Hinyokika Kiyo 1968; S. 625632).

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Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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