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Geheimtipp Zitronenwasser

zitronenwasser
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2 Zutaten – viele Wirkungen

Eine halbe Tasse warmes gereinigtes Wasser oder Quellwasser und den Saft von einer Zitrone. Auf nüchternen Magen morgens eine Stunde vor dem Frühstück ist Zitronenwasser der beste natürliche Energie-Booster mit vielen gesundheitlichen Vorteilen:

Für das Immunsystem

Für die Verdauung

  • Die Pektinfasern der Zitrone unterdrücken den Heißhunger und helfen bei der Gewichtsabnahme
  • Vor einer Mahlzeit eingenommen hat Zitronenwasser eine alkalisierende Wirkung
  • Die Zitronensäure interagiert mit Enzymen und Säuren zur Stimulierung von Magensaft und Verdauung
  • Der Stuhlgang wird ganz natürlich reguliert
  • Zitronensaft verringert Sodbrennen (1TL in ein halbes Glas Wasser)
Für Herz-Kreislauf

 

  • Tägliches Zitronenwasser senkt den Blutdruck um 10%
  • Blut, Blutgefäße und Arterien werden durch Zitronenwasser gereinigt

 

Zur Reinigung des Körpers
  • Zitronensaft regt die Leber an, Giftstoffe freizusetzen. Mit den Inhaltsstoffen der Zitrone kann die Leber mehr Enzyme produzieren, wie von jedem anderen Lebensmittel. Leberreinigung
  • Zitronensaft trägt zur besseren Auflösung von Gallensteinen, Nierensteinen, Bauspeicheldrüsensteinen und Kalkablagerungen bei.
  • Zitronenwasser verdünnt die Harnsäure

Gegen Schmerzen

  • Zitronenwasser mit Salz hilft bei Migräne
  • Bei Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen
  • Die entzündungshemmenden Eigenschaften helfen bei Halsschmerzen, Infektionen der Atemwege und der Mandeln
  • Zitronenwasser hilft bei Gelenk- und Muskelschmerzen
Für die Haut
  • Der hohe Vitamin C-Gehalt der Zitrone verbessert die Haut, wenn regelmäßig täglich Zitronenwasser getrunken wird.
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Natürliche Mittel für die Nebenhöhlen

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Warum sind wir im Winter häufiger erkältet?

Liegt es daran, dass wir uns im Winter meistens mehr drinnen aufhalten und uns dadurch verstärkt ständig zirkulierender Luft aussetzen? Oder sind wir während des langen, dunklen und trüben Winters einfach nur weniger stark ultraviolettem Licht ausgesetzt? Oder gedeiht der Hauptauslöser von Schnupfen, das Rhinovirus, bei Kälte besser und schlägt zu, wenn unsere Körpertemperatur sinkt?

Der Arzneischrank

Was in der Apotheke oder Drogerie rezeptfrei zur Behandlung der Nebenhöhlen verkauft wird, bekämpft bestenfalls die Symptome einer Erkältung. Damit der Patient möglichst schnell wieder arbeitsfähig ist, werden die unangenehmen Begleiterscheinungen einer Erkältung übertüncht. Auskurieren kostet Zeit, die man nicht hat, oder nicht aufbringen will. Man kümmert sich nicht darum, der Ursache auf den Grund zu gehen. Dabei hat Mutter Natur einiges parat, um eine winterliche Schniefnase zu kurieren.

Ausreichend Flüssigkeit
Trinken Sie viel Wasser, heißen Tee oder klare Brühe. Nur so können Sie den hartnäckigen Schleim verdünnen und wieder Luft durch die Nase bekommen. Alkohol, Kaffee, gezuckerte Säfte und süße Limonaden sollten Sie dabei vermeiden.

Scharf essen
Schleimlösend und antibakteriell wirkt Wasabi, Cayenne-Pfeffer, Apfelessig oder Meerrettich. Ihre verstopfte Nebenhöhle dankt es Ihnen.

Dampfinhalation
Einfach entspannend: Heißen Dampf durch die Nase inhalieren und dabei merken, wie der festsitzende Schleim sich langsam löst. Ein paar Tropfen ätherische Öle, wie Pfefferminz, Eukalyptus oder japanisches Heilpflanzenöl dazu verstärkt die Effektivität. Auch Kolloidales Silber mit seinen antibakteriellen Eigenschaften ist ein guter Zusatz.
Heißen Dampf können Sie mit einem Inhaliergerät, einem Topf Wasser oder in der Badewanne erzeugen.

Salzwasser
Eine Nasendusche mit Salzwasser spült unerwünschten Schleim und Verunreinigungen einfach aus der Nase fort. Ein Pumpzerstäuber oder eine Jala-Neti-Kanne bringt das Salzwasser dorthin, wo die Verstopfung sitzt und löst sie auf.

Grapefruitkernextrakt
Die mechanische Reinigung durch Salzwasser, können Sie mit Grapefruitkern-Extrakt noch effektiver erreichen. Der reine natürliche Wirkstoff der Grapefruit befreit von Schleim und verhindert zusätzlich, dass sich im entzündeten Gewebe der Nabenhöhlen mikrobielle Verunreinigungen festsetzen. Grapefruitkern-Extrakt wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und ist völlig frei von Nebenwirkungen. Auch zum Gurgeln bei Halsschmerzen ist Grapefruitkern-Extrakt geeignet.
Bitte beachten Sie unbedingt den verdünnungs-Faktor auf der Verpackung.

Kurkuma und Ingwer
Der natürliche Wirkstoff Curcumin im Kurkuma wirkt entzündungshemmend und antioxidant. Auch die scharfe Ingwerwurzel kann bei Erkältungen sehr effektiv eingesetzt werden. Diese beiden Gewürze als heißen Tee getrunken, wirken bei Problemen mit den Nebenhöhlen wunderbar – und sie beruhigen zusätzlich den Magen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Bibernelle (Pimpinella saxifraga)

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Esset Bibernell, dann sterbt ihr net so schnell

Die Kleine Bibernelle oder Pimpernelle (Pimpinella saxifraga) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bibernellen (Pimpinella). Seit Jahrhunderten wird sie von den Menschen als Heilpflanze verwendet. Der Sinnspruch belegt die Bekanntheit der Arzneipflanze seit dem Mittelalter. Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung der Bibernellwurzel „bei Katharren der oberen Luftwege“.

Überall in Europa

Die Kleine Bibernelle ist überall in Europa zuhause. Sie wächst genügsam auf nährstoffarmen Böden. Bis nach Zentralasien und in den Kaukasus reicht ihre Verbreitung. In Deutschland ist die Heilpflanze ein reichlich vorkommender Archäophyt, eine heimische Pflanze. Als wichtige Futterpflanze für Schmetterlinge beherbergt sie die Raupen des Bibernell-Widderchens und der Bibernell-Wieseneule, die heute selten geworden ist.

Heilwirkung

Getrocknete Samen und Wurzeln der Kleinen Bibernelle (Pimpinella radix) enthalten ätherische Öle und Cuminderivate (insbesondere Pimpillin). Der Sud besitzt schleimlösende Eigenschaften und wird in der Volksmedizin gegen Bronchitis eingesetzt. Als Gurgellösung soll der Sud desinfizierend wirken. Innerlich angewendet wirkt der Sud als Magenmittel sowie harntreibend und menstruationsfördernd.

Zutat in vielen Hustenmitteln

In Fertigarzneimitteln gegen Husten und Erkältung wird Bibernelle häufig kombiniert mit Thymian, Sonnentau, Süssholz, Anis oder Efeu.

Aromapflanze Bibernelle

Der würzige, pfefferartige Geschmack ihrer Wurzel macht die Bibernelle auch zu einem Aromakraut für Magenbitter.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Wasserdost
(Eupatorium cannabinum)

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wasserdorst
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Seit Antike als Heilkraut bekannt

Wasserdost (Eupatorium), auch Wasserhanf oder Kunigundenkraut genannt, gehört zur Pflanzengattung der Korbblütler (Asteraceae). Es existieren auf der Welt über 40 Arten der krautigen Pflanze, die bis zu drei Meter hoch werden kann. Als Heilmittel gelten der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum), der Durchwachsene Wasserdost (Eupatorium perfoliatum) und der Purpurrote Wasserdost (Eupatorium purpureum). Wasserdost schätzt feuchte, halbschattige Plätze. Als Heilkraut soll Wasserdost die Immunabwehr fördern. Griechische Ärzte des Altertums haben Wasserdost bei Durchfall und gegen Leberleiden angewendet. Die Indianer Nordamerikas schätzten das Kraut als Heilmittel gegen Fieber und Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen.

Verwendet wird das ganze Kraut

Die Blätter des Gewöhnlichen Wasserdost regt die Produktion von Gallensäure an, ist harntreibend und leberwirksam. Bei Ödemen wurde auf die harntreibende Wirkung gesetzt. Wurzel- und Krautdroge wurden nicht nur gegen Leberleiden verwendet, traditionell fand das Heilkraut auch gegen Fieber und Rheuma Anwendung. Als Salbe verarbeitet sollte Wasserdost gegen Geschwüre und Quetschungen helfen.

Als unspezifisches Immunstimulans wird Wasserdost heute in der Naturheilkunde eingesetzt gegen Erkältungskrankheiten. In der Homöopathie wird gerne das frische, blühende Kraut unter der Bezeichnung Eupatorium cannabinum HAB verwendt.

Inhaltsstoffe von Wasserdost

Die krautige Pflanze enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe, Eupatorin, Gerbstoffe, Harz und Pyrrolizidinalkaloide.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Schafgarbe (Achillea millefolium)

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Unscheinbares Heilkraut von der Wiese

Schafgarbe (Achillea) ist eine Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Name deutet auf die Legende hin, nach der der griechische Held Achilles mit der Schafgarbe seine Wunden behandelt haben soll. Die Pflanze ist in ganz Europa verbreitet.

Wirkung

Aus den Blüten wird ein dunkelblaues ätherisches Öl durch Wasserdampfdestilation gewonnen, das beruhigende und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Verwendet wird das ganze Kraut außer der Wurzel. Frische Triebe und Blätter der Schafgarbe gelten als schleimlösend und harntreibend. Bei Erkältungserkrankungen oder Grippe wird daher Schafgarbe gerne als Hausmittel in Tee oder äußerlichen Brustauflagen angewendet.

Die oberirdischen Teile der Pflanzen können die Produktion von Gallensaft fördern. Die blühende Schafgarbe kann daher als Bitter-Tonikum eingesetzt werden bei Koliken oder Verdauungsstörungen.

Durchblutung und Bluthochdruck können durch die Inhaltsstoffe der Schafgarbe positiv beeinflusst werden.

Für kosmetische Zwecke werden die Blüten in Dampfbädern für die Pflege der Gesichtshaut angewendet. In Salaten sind Triebe und Blätter der Schafgarbe eine willkommene Zugabe.

Inhaltsstoffe

In der Schafgarbe sind ätherische Öle enthalten, Proazulen, Gerbstoffe, Flavonoide, Chamazulen, Kampfer, Achillein, weitere Bitterstoffe und Mineralien, darunter besonders viel Kalium.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Studentenblume (Tagetes)

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Sonnengelbe Blütenköpfe

Die Studentenblume (Tagetes) wird auch türkische Nelke oder Sammetblume genannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Name Tagetes leitet sich ab von dem etruskischen Halbgott Tages.

Aus Mexiko in heimische Blumentöpfe

In der Gattung existieren rund 50 bis 60 Arten, die ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika stammen. Heute sind Tagetes in Europa als sommerliche Balkonkastenbepflanzung und Schnittblume sehr beliebt. Die Blüten fallen durch eine sonnige Farbe und einen relativ unangenehmen Geruch auf. Die Studentenblume enthält einen gelben Farbstoff, der unter der Bezeichnung E161b in der Lebensmittelindustrie und als Futtermittelzusatz eingesetzt wird.

Inhaltsstoffe

Aufgrund ihres hohen Gehalts des Pflanzenfarbstoffes Lutein werden Tagetes zu pharmazeutischen Zwecken angebaut. Das Carotinoid Lutein besitzt große Bedeutung für das scharfe Sehen.

Sekundärer Pflanzenstoff fürs Auge

Bei Lutein-Mangel kann eine Macula-Degeneration auftreten. Im gelben Fleck (macula lutea) der Netzhaut im menschlichen Auge ist Lutein zusammen mit Zeaxanthin in besonders konzentrierter Form gespeichert und ist beteiligt am Sehvorgang und dem Zellschutz. Es handelt sich um ein sehr starkes Antioxidans.

In der Behandlung von Macula-Degeneration können mit Lutein positive Effekte verbucht werden. Vorbeugend kann Lutein das Risiko, an grauem Star oder anderen Augenkrankheiten zu erkranken, reduzieren.

Weitere Anwendungen

Durch seine antioxidativen Eigenschaften kann Lutein aus der Tagetes dem Alterungsprozess der Haut und der Zellen entgegenwirken.

In Lateinamerika gilt die Tagetes als volksmedizinisches Hausmittel bei Durchfall, Blähungen, Verdauungsstörungen und Koliken. Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten kommen die Blüten und Blätter zum Einsatz. Das ätherische Öl aus Tagetes besitzt offenbar antiinsektizide, entzündungshemmende und pilzhemmende Eigenschaften.

Hinweis

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Salbei (Salvia officinalis)

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Salbei im Garten, der Tod kann warten

Salbei (Salvia) ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Außer in Australien und an der Antarktis ist Salbei überall auf der Welt verbreitet. Bereits der Name Salbei deutet auf seine Bedeutung als Heilpflanze hin, da er sich von lat. salvare, heilen ableitet. Viele Salbeiarten werden als Heilpflanzen genutzt, der Heilsalbei (Salvia officinalis), auch Echter Salbei genannt, gilt als die heilkräftigste.

Inhaltsstoffe

Hauptwirkstoff sind die ätherischen Öle mit Thujon, Linalool, Cineol, Gerbstoffen und Bitterstoffen. Hinzu kommen zahlreiche Flavanoide, unter anderem mit Kaffeesäure und Rosmarinsäure. Thujon gilt als im Dauergebrauch tendenziell giftig.

Wirkung

Salbei wirkt astringierend (zusammenziehend), antioxidativ, antibakteriell, antiviral (sogar gegen den Herpesvirus) und antimikrobiell und wird daher als Auszug zum Gurgeln verwendet bei Entzündungen in Mund oder Rachen und als Salbeitee. Das Heilkraut besitzt eine schweißhemmende Wirkung, die zurückgeführt wird auf einen Effekt im Wärmeregulationszentrum im Mittelhirn. Salbei hat auch verdauungsfördernde Wirkung. Die Bekömmlichkeit fetter Speisen kann durch Salbei positiv unterstützt werden, wobei sehr praktisch ist, dass Salbei auch als getrocknetes Kraut wirksam bleibt. Das ätherische Öl wirkt auf die Magenwand ein und regt zu einer verstärkten Bewegung im Magen-Darm-Trakt und Produktion von Magensäften an.

Achtung

Das enthaltene Thujon aus den ätherischen Ölen kann zu erhöhter Herzfrequenz und gegebenenfalls zu Krämpfen führen und gilt als leicht giftig. Bei Anwendung als Salbeitee ist nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen. Jedoch sollte bei hohen Dosierungen oder Dauergebrauch darauf geachtet werden.

Aus Pestzeiten

Es wird überliefert, dass während der großen Pestepidemie von Toulouse im Jahre 1630 eine Bande von Dieben gefasst wurde, die Pestleichen ausplünderten und von der hochinfektiösen Krankheit nicht angesteckt wurden. Ihnen wurde die Freilassung und das Leben in Aussicht gestellt, wenn sie ihr Geheimnis verrieten. Ihr Elixier bestand aus in Essig eingelegtem Salbei neben anderen Kräutern wie Thymian, Lavendel und Rosmarin. Die desinfizierenden Eigenschaften von Salbei wurden von sehr vielen Ärzten des Mittelalters geschätzt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Pfefferminze (Mentha piperita)

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Ein Heilkraut, das wächst wie Unkraut

Die Pfefferminze (Mentha piperita) ist eine Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Es existieren mehrere Minzenarten, unter denen die Pfefferminze durch ihren hohen Mentholgehalt und niedrigen Carvongehalt hervorsticht. Der etwas scharfe Geschmack der Pflanze hat zu dem Namen Pfefferminze geführt. Sie wurde vom interdisziplinären Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg als Arzneipflanze des Jahres 2004 ausgezeichnet. Diese Minzenart gilt als besonders heilkräftig.

Wirkstoffgehalt

Der heilkräftige Wirkstoff besteht in den ätherischen Ölen der Pfefferminze sowie unter anderem in Labiatengerbstoffen (zum Beispiel Rosmarinsäure) und Flavonoiden. Für eine arzneiliche Wirkung reicht der Wirkstoffgehalt bei direkter Verwendung von Pfefferminze nicht aus. Eine ausreichend hohe Dosierung kann jedoch zu beeindruckend guten Ergebnissen führen. Und sogar schon das uralte Hausmittel einer Tasse Pfefferminztee kann eine positive Wirkung entfalten.

Wirksames Hausmittel

Pfefferminze hat antimikrobielle und antivirale Eigenschaften. Ein leicht beruhigender Effekt kommt hinzu. Pfefferminztee ist ein beliebtes Mittel der Naturheilkunde und Volksmedizin bei Magen-Darm-Beschwerden, Bauchschmerzen aller Art, Erkältungskrankheiten, zur Nervenberuhigung und zur Verdauung.

Pfefferminze wirkt anregend auf die Produktion der Gallensekrete. Sie wird bei Gallenbeschwerden, leichteren Gallenkoliken oder einfach bei verdorbenem Magen als krampflösend eingesetzt.

Mit viel Menthol

Das ätherische Öl wird durch Wasserdampf aus den Pfefferminzblättern gewonnen und bei Erkrankungen der Atemwege, Kopfschmerzen und Migräne eingerieben oder inhaliert. Bei Kleinkindern und Säuglingen sollten wegen des hohen Mentholgehalts Pfefferminze nicht zum Einsatz kommen. Das Menthol wird bei Erkältungskrankheiten und Kopfschmerzen als kühlend empfunden, da es auf die Kälterezeptoren wirken kann. Die antiseptischen Eigenschaften von Menthol sind auch für den Einsatz von kaltem Pfefferminztee zum Spülen von Mund- und Zahnfleischentzündungen verantwortlich. Bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist Pfefferminze nicht das richtige Mittel der Wahl, da das Menthol die Magenschleimhaut angreifen kann.

Weitere Anwendungsgebiete

Neueste Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass konzentriertes Pfefferminzöl einen deutlich positiven Einfluss auf Herpes-simplex-Viren nehmen konnte und sogar bei resistenten Viren Wirkung zeigte.

Bei Reizdarmsyndrom werden spezielle Pfefferminzepräparate angewendet, die sich erst im Darm auflösen und die Wirkstoffe freigeben.

Ein Kilo Blätter für 200 g Tee

Es sollten nur grüne Blätter gesammelt und verwendet werden, da die Pflanze gerne vom Rostpilz befallen wird. Braue und gefleckte Blätter sollten daher nicht verwendet werden. Für einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen, sollte die Pfefferminze alle zwei Jahre umgepflanzt werden.

Für das Sammeln der Pfefferminzblätter zum Trocknen ist der beste Zeitpunkt kurz vor der Blüte, denn dann ist der Gehalt an ätherischem Öl am höchsten. Rund ein Kilo getrocknete Pfefferminzblätter ergeben rund 200 Gramm Pfefferminztee.

Medizinale Wirkung

Wenn Pfefferminzpräparate eine arzneiliche Wirkung entfalten sollen, sollte auf den Zusatz „Arzneibuchqualität“ geachtet werden, um den notwendigen wirksamen Gehalt an Inhaltsstoffen zu erreichen.

Hinweis

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Melissenkraut (Melissa officinalis)

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Arzneipflanze der Klöstergärten

Zitronenmelisse oder Melisse (Melissa officinalis) ist eine Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Namensgebung bezieht sich auf griech. meli, Honig, denn die Zitronenmelisse ist eine ausgezeichnete Bienenweide. Der Name officinalis deutet auf die Verwendung als Arzneipflanze hin. Die Melisse wurde als Arzneipflanze des Jahres 1988 ausgezeichnet.

Die ausdauernde Heilpflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und Westasien. Sie ist weltweit verbreitet und nicht nur in Klostergärten sondern auch den heimischen Bauerngärten unserer Breiten zu finden.

Inhaltsstoffe

Die Blätter der Melisse enthalten Hydrozimtsäure-Derivaten, Chlorogensäure, Kaffeesäure und ätherisches Öl. Die Zusammensetzung des ätherischen Öls hängt von den Klimabedingungen und dem Alter der Pflanze ab und sogar vom Zeitpunkt der Ernte. Die Melisse enthält Vitamin C, Bitterstoffe, Harz, Schleimstoffe, Glykoside, Saponine und Thymol.

Pflanzenheilkunde

Ein Tee aus Melissenblättern wird traditionell bei nervlicher Belastung eingesetzt, mit beruhigendem und leicht krampflösendem Effekt zur Unterstützung der Magenfunktion und Verdauung. Bei Schlafstörungen, Fieberbläschen und Verdauungsbeschwerden allgemein kann Melissenblättertee förderlich sein.

Ein Tee kann auch einfach als wohlschmeckende und zitronenduftige Kräuterteezugabe genossen werden.

Die Rosmarinsäure und weitere Phenolcarbonsäurederivate besitzen eine antivirale und antimikrobielle Wirkung. Offenbar hilft eine Salbe mit Melissenextrakt sogar gegen Herpes simlex. Als Hausmittel wird die Zitronenmelisse unterstützend bei Infektionskrankheiten und gegen Kreislaufschwäche verwendet.

Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden meist die Blätter der Melisse, frisch oder getrocknet. Das Europäische Arzneibuch schreibt einen Mindestgehalt an den wirksamen Hdyroxyzimtsäure-Derivaten fest. Aus den Blättern werden auch Melissen-Extrakte (Melissae extractum), Pulver (Meliassae pulvis) oder Melissengeist in alkoholischen Auszügen (Melissae spiritus) hergestellt.

Melissenöl

Das reine Melissenöl ist sehr kostspielig und nur schwer erhältlich. Bei Angeboten sollte man darauf achten, ob es sich nicht um Verfälschungen wie indisches Melissenöl oder ähnliche Öle wie Zitronengrasöl handelt.

Melissengeist

Als Zutat in dem hochprozentigen Alkohol und Markenartikel „Klosterfrau Melissengeist“ ist die gesundheitsfördernde Wirkung von Melisse, Klostermelisse oder Zitronenmelisse in weiten Teilen der Bevölkerung bekannt.

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