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Natürliches Entgiften mit Koriander

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Schadstoffe sammeln sich im Körper

Gefährliche Schwermetalle setzen sich in unseren Körpern fest: ungesunde Ernährung, schädliche Umweltfaktoren wie verunreinigte Luft oder schlechtes Trinkwasser oder Rauchen. Das krebsverursachende Pflanzenschutzmittel Roundup wird auf Spielplätzen und öffentlichen Flächen eingesetzt. Die Massentierhaltung schwemmt viele Chemikalien in den Boden, die dann wieder in unsere Nahrungskette gelangen. Die Konzentration toxischer Substanzen in unserer Umwelt und unserer Nahrung steigt beängstigend.

„Zu meinem Horror bin ich zu der Schlussfolgerung gelangt, dass sich die Menschheit selbst in den Wahnsinn treibt mit endloser chemischer Kontamination. Die Verunreinigung mit Schwermetallen führt dazu, dass Menschen klinisch nachweisbar verrückt werden.“
(Health Ranger Mike Adams, Experte für Schwermetalle)

Warum sind Schwermetalle schlimm?

Es existieren Meinungen, die eine Belastung durch Schwermetalle für etliche körperliche Beschwerden verantwortlich machen. Psychische und emotionale Probleme und eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten wie Gedächtnisstörungen, Konzentrationsprobleme oder Lernschwächen sind nur ein Aspekt. Auch brüchige Knochen, Herzerkrankungen und ein erhöhtes Krebsrisiko werden den Schwermetallen zugeschrieben.

Methoden der Entgiftung

Die wichtigsten Entgiftungsorgane sind die Nieren und die Leber. Daneben übernehmen auch das Lymphsystem, Haut, Lunge und Darm Funktionen bei der Ausleitung von Schwermetallen und Giften. Alle Stoffwechselprozesse sind essentiell für den Ablauf. Es gibt verschiedene Methoden der Entgiftung.
Das Gewürz Koriander ist ebenfalls großartig dafür geeignet, um auf natürliche und bezahlbare Weise zu entgiften.

Koriander

Koriander enthält eine ganze Reihe wichtiger Mineralien, die Ihrem Körper bei seinen Aufräumarbeiten den entscheidenden Schlüsselreiz geben können. Vor allem Quecksilber kann diese kleine unscheinbare Pflanze gut aus dem Körper spülen.

Darüber hinaus ist der Vitamin K und Vitamin A-Lieferant dafür geeignet Entzündungen zu bekämpfen und das Blut zu reinigen. Auch gegen Pilzinfektionen ist Koriander ein gutes Mittel zur Unterstützung.

Kochen mit Koriander

Unbehandelter Bio-Koriander lässt sich wunderbar in Ihren Speiseplan einbauen. In Suppen, auf dem Sandwich oder in Salaten ist er kleingehackt eine gesunde und köstliche Komponente. Aber auch in Smoothies lässt er sich zusammen mit anderen Lebensmitteln wunderbar mixen. Mit Koriander können sie nichts falsch machen.

Koriander-Entgiftungs-Drink

Zutaten:

10 g klein gehackter, unbehandelter Bio-Koriander
1 TL Weizengraspulver oder Moringa Blattpulver
125 ml rohen Apfelsaft
125 ml Wasser

Alle Zutaten in einem Mixer zu einem gesunden Drink verarbeiten. Möglichst rasch nach der Zubereitung in kleinen Schlucken trinken. Bekämpfen Sie die Schwermetalle in Ihrem Körper und helfen Sie mit dem Koriander diese auszuschwemmen!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Infektionen

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Weltweite und alltägliche Katastrophen: Infekte

Laut WHO sind global gesehen Infekte die häufigste Todesursache. Der Universitätsprofessor Prof. Dr. med. Emil C. Reisinger ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationaler Gesundheit. Seine Zahlen zu Ursachen von Todesfällen weltweit:

  • 41% Infekte
  • 20% Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • 18% Krebserkrankungen
  • 13% zerebralvaskuläre Krankheiten

Die Gefahr an einer Infektionskrankheit zu sterben sinkt mit umfassenden Hygienemaßnahmen und Medikamenten. Trotzdem hat jeder Erwachsene im Durchschnitt 2 – 3 Mal im Jahr eine chronische Bronchitis. Es sind diese alltäglichen, eher harmloseren Infektionen, die uns das Leben schwer machen: Schnupfen, Nebenhöhlenentzündungen, Harnwegsinfekte, Hals-Rachen-Entzündungen, Paradontitis, Pilzerkrankungen der Schleimhäute, Nagel- und Fußpilze, Hautinfekte durch Ekzeme, Furunkel, Akne, usw. Die Wahrscheinlichkeit uns mit dem SARS-, Vogel- oder Schweinegrippenvirus zu infizieren ist verschwindend gering.

Viren, Bakterien und Pilze

Alle lösen sie Infektionen aus und sind dabei doch so unterschiedlich: Viren, Bakterien und Pilze. Bei günstigen Bedingungen und schwachem Immunsystem können sich diese Erreger im Körper rasch vermehren. Sie sind enorm anpassungsfähig und wahre Verwandlungskünstler. Die schulmedizinischen Medikamente, die sie eigentlich töten sollten, werden schnell wirkungslos, weil sich Resistenzen herausbilden können.

Viren

Viren sind 100x kleiner als Bakterien. Sie vermehren sich ausschließlich in und durch die Körperzellen. Sie verbreiten sich im Körper von Zelle zu Zelle, indem sie ein- und ausdringen. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel: Deshalb ist ein Antibiotikum bei Viren nutzlos. Die Ansteckung erfolgt über die Atmung als Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt wie Küssen.

Bakterien und Pilze

Auch die Ansteckung durch Bakterien und Pilze erfolgt über Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt. Bakterien können, wie Pilze, ein ganz normaler Bestandteil des Körpers sein. Im Darm etwa muss es eine Flora aus nützlichen Bakterien vorhanden sein. Erst ein Überschuss an „schlechten“ Bakterien macht den Körper krank. Oder es siedeln sich Bakterien oder Pilze an Orten des Körpers an, wo sie nicht gebraucht werden.

Ausbruch von Infektionen

Infektionskrankheiten können ausbrechen, wenn sich Viren, Bakterien und Pilze durch ein schwaches Immunsystem unkontrolliert vermehren können. Erfolgt die Ansteckung über die Nahrungsaufnahme kann zu wenig Magensäure der Grund sein, dass die Mikroorganismen in den Körper gelangen. Davon sind meist ältere Menschen betroffen.

Entscheidend: Starkes Immunsystem

Ein starkes Immunsystem ist also die stärkste Waffe gegen krankmachende Mikroorganismen. Um das zu erreichen sind Medikamente nicht geeignet. Sie helfen gegen den Schmerz oder gegen die Infektionen, aber sie bekämpfen die Symptome und bieten wenig Präventions-Schutz. Meistens schwächen Antibiotika, antivirale Medikamente oder Mykotika das Immunsystem sogar. Der Körper kann keine eigenen Abwehrstrategien entwickeln, um bei einer erneuten Infektion immun zu sein. Von den Nebenwirkungen dieser Medikamente sei an dieser Stelle nur auf die zerstörte Magen-Darm-Flora durch Antibiotikum und die geschwächte Immunabwehr durch Cortison verwiesen. Wichtige Körperfunktionen werden durch Medikamente massiv gestört.

Moringa kann helfen

Keine andere Pflanze der Welt  liefert Ballaststoffe, Enzyme, Fettsäuren, Mineralien, Proteine, Phytamine und Vitamine so zahlreich und ausgewogen wie Moringa.

Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe dagegen haben statt negativer Nebenwirkungen positive: Sie stimulieren die Aktivität von Immunzellen. Vitamine und Mineralstoffe benötigen Enzymbestandteile, um Heilungsprozesse zu beschleunigen. Sekundäre Pflanzenstoffe können auf direktem Weg Entzündungen und Infekte unterdrücken. Sie wirken entzündungshemmend, antibiotisch, antibakteriell und antimykotisch. Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe helfen den Körper dabei freie Radikale und andere Stoffwechselgifte abzubauen, die bei Entzündungen und Infekten entstehen.

Zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten ist Moringa also ideal.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Gamma-Linolensäure (Omega-6 Fettsäure)

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Dreifach ungesättigte Fettsäure

Gamma-Linolensäure (18:3) findet man in der Literatur oftmals abgekürzt als GLA bezeichnet. Es handelt sich um eine dreifach ungesättigte Fettsäure. Sie wird vom menschlichen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure hergestellt. Sie kann außerdem über die Nahrung aufgenommen werden.

Gutes aus der Fettsäure

Gamma-Linolensäure kann einen positiven Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper nehmen und unterstützt das Immunsystem. Bei Neurodermitis wird Gamma-Linolensäure gern lindernd eingesetzt. Gamma-Linolensäure gilt als essentiell für das Gehirn und dort für die Nervenreizleitung. Ihr wird eine blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben.

Natürliche Vorkommen

Die dreifach ungesättigte Fettsäure ist in pflanzlichen Ölen enthalten wie beispielsweise Hanföl (drei Prozent) oder Nachtkerzenöl (10 Prozent). Sie ist Bestandteil des frischen Granatapfels in Saft und Frucht. Besonders konzentriert ist der Gehalt von Gamma-Linolensäure in Granatapfelsamenöl (60 Prozent), gefolgt von Borretschöl (20 Prozent). In geringem Maße enthält auch Hafer Gamma-Linolensäure.

Biosynthese

Im Körper entsteht aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure zunächst die Gamma-Linolensäure (GLA 18:3, Omega-6) durch Biosynthese. Ihre Kohlenstoffkette verlängert sich und bildet sich um zur Dihomo-Gamma-Linolensäure (DGLA 20:3, Omega-6). Die DGLA wiederum ist die Vorstufe der entzündungshemmenden Arachidonsäure (22:4, Omega-6). Die körpereigene Umwandlungsrate von DGLA in Arachidonsäure ist nicht sehr groß und kann durch die Nahrung ergänzt werden.

Arachidonsäure wird in die Zellwände aller Körperzellen eingebaut und spielt eine Rolle für das Immunsystem. Wenn oxidative Prozesse eine Freisetzung der Arachidonsäure bewirken, kann damit ein gesteigertes Schmerzempfinden hervorgerufen werden.

Hinweis

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Verbenenkraut

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Kultisches Heilkraut

Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) ist eine traditionelle Heilpflanze aus der Familie der Verbenen oder Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Eisenkraut wird oft wegen ihres lateinischen Namens Verbenenkraut genannt. Die Pflanze ist weltweit verbreitet und bevorzugt sonnige Lagen mit leicht sauren und nicht zu nährstoffreichen Böden. Am Wegesrand und auf Brachgelände oder Schuttplätzen kann man sie finden.

Das Verbenenkraut sollte nicht verwechselt werden mit dem Teekraut Zitronenverbene (Verveine), die durch ätherische Öle in den schmalen langen Blättern stark nach Zitronen riecht.

Kultkraut bei Germanen, Ägyptern und Römern

Im Altertum wurde die Heilpflanze kultisch verehrt. Als heilkräftiges Wundkraut schätzten es die Germanen bei der Verwundung durch Eisenwaffen. Bei den Römern hieß das Eisenkraut Herba Sancta, Heiliges Kraut, mit dem die Jupiteraltäre ausgefegt wurden. Zahlreiche Synonyme des Pflanzennamens deuten auf rituelle Verwendung hin, zum Beispiel Druidenkraut, Junotränen, Merkurblut, Venusader oder Heiligkraut, Stahlkraut, Wundkraut, Wunschkraut und Katzenblut.

Wirkstoffe

Eisenkraut enthält wenig ätherische Öle (im Gegensatz zur Zitronenverbene), dafür aber unter anderem Gerbstoffe und Bitterstoffe. In Kombination können die Inhaltsstoffe antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Eisenkraut soll die Wundheilung fördern und bei Hautausschlägen hilfreich sein.

Es heißt, dass die Uteruskontraktion (Zusammenziehen der Gebärmutter) von Eisenkraut unterstützt wird. Aus diesem Grund sollten Schwangere das Kraut meiden. Die Volksheilkunde kannte allerdings den Einsatz als wehentreibendes Mittel bei Geburt und zur Förderung der Milchproduktion bei Stillenden.

Traditionell zugeschriebene Wirkungen

Außer gegen Schmerzen der Gebärmutter soll die Verbene angeblich auch gegen Gelbsucht, Fieber und Schlangen- und Hundebisse angewendet worden sein.

Hinweis

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Kamille (Matricaria chamomilla)

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Natürliches Beruhigungsmittel

Echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist eine Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in ganz Europa verbreitet. 1987 wurde sie vom Verband Deutscher Drogisten (VDD) zur ersten „Arzneipflanze des Jahres“ gewählt. Die Echte Kamille ist auch „Heilpflanze des Jahres“ 2002.

Allein in Deutschland herrscht eine Nachfrage nach der Heilpflanze von rund 5.000 Tonnen pro Jahr. Die Echte Kamille wird in vielen Ländern angebaut.

Inhaltsstoffe

Für die arzneiliche Nutzung besonders relevant ist das ätherische Öl. Daneben spielen Flavonoide wie Quercetin, Lutein oder Rutin eine Rolle sowie unter anderem Anissäure, Kaffeesäure, Vanillinsäure und Syringasäure.

Kamilleblüten getrocknet und frisch

Als pharmazeutische Droge darf nur das Blütenköpfchen gehandelt werden (Matricariae flos). Der Gehalt an ätherischen Ölen muss ist auf mindestens 4 ml pro Kilogramm getrockneter Blüten festgelegt. Kamillenblüten wirken krampflösend, entzündungshemmend und antibakteriell. Deshalb werden sie innerlich als Tee oder Aufguss eingesetzt bei Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Magenschleimhautentzündung, Colitis und Menstruationsbeschwerden.

Kamillentee

Im Kamillentee werden Kamillenblüten, Samen und die krautigen Blätter verwendet. Es ist als Beruhigungsmittel und Schlaftee beliebt.

Kamillenöl

In Wasserdampfdestillation wird aus den frischen oder getrockneten Blütenköpfen das Kamillenöl gewonnen. Es enthält ätherische Öle und besitzt eine blaue Farbe durch Chamazulen, das in der Destillation entsteht.

Äußerliche Anwendungen

Äußerlich kann eine Auflage mit Kamillenaufguss bei Entzündungen im Mundbereich helfen, bei bakteriellen Hauterkrankungen auch mit Bädern und Spülungen. Nur im Augenbereich wird von der Anwendung von Kamille allgemein abgeraten, da es zu Reizungen kommen kann.

Inhalationen von Kamillenblütentee können bei Atemwegserkrankungen und Hautproblemen im Gesicht hilfreich wirken.

Allergische Reaktionen sind sehr selten

Selten kann es zu allergischen Hautreaktionen durch Kamille kommen. In der Echten Kamille kommt der hierfür angenommene Auslöser, das Sesquiterpenlacton, nicht vor. Eventuell kann das Cumarin Herniarin verantwortlich für die allergische Reaktion sein.

Hinweis

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Gewürznelken (Syzygium aromaticum)

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Nelkenöl gegen den Schmerz

Gewürznelken (Syzygium aromaticum) sind ungeöffnete und getrocknete Blütenknospen vom Gewürznelkenbaum aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Der immergrüne Gewürznelkenbaum ist auf den Philippinen, Indonesien und auf Madagaskar heimisch und kann bis 20 Meter hoch werden.

Die getrockneten Blütenknospen haben die Form von kleinen braunen Nägeln und es wird vermutet, dass diese Form ihnen ihren Namen gegeben hat (Nägeli). Nelken riechen stark aromatisch und leicht süßlich. Auf der Zunge können sie ein Brennen verursachen. Wenn man mit dem Fingernagel auf den Nelkenstiel drückt, sieht man, dass Öl austritt. Wenn kein Öl austritt, ist die Nelke nicht mehr richtig frisch.

Gewürznelken gelten als Heil- und Gewürzpflanze. In Europa sind sie eine wichtige Zutat von Lebkuchen.

Gewürznelke im Wandel der Zeiten

In altägyptischen Grabmälern wurden auf Ketten aufgefädelte Gewürznelken gefunden. In China wurde die Heilpflanze viel in der Küche aber auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt. Es wird überliefert, dass Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert Gewürznelken als Geschenk an Papst Sylvester I überreicht haben soll. Das wäre das erste Zeichen von der Existenz der Gewürznelken in Europa. Sicher ist, dass sie über den Handel schon im frühen Mittelalter nach Europa gelangten, wo sie weite Verbreitung fanden. Als „Nelken“ findet man sie erstmals bei Hildegard von Bingen bezeichnet.

Nelken in Pestzeiten

In Pestzeiten versprach man sich von dem stark aromatischen Gewürz eine desinfizierende Wirkung. Ärzte trugen Ketten aus Gewürznelken umgehängt und kauten die braunen Nelken, wenn sie zu den Pestkranken gingen. Nelken wurden zu hohen Preisen gehandelt.

Lange besaßen die Niederländer ein Monopol auf den Nelkenhandel. Noch heute werden Gewürznelken von den Molukken aus Indonesien in großen Mengen in Amsterdam und Rotterdam umgeschlagen.

Unverkennbarer Duft aus ätherischen Ölen

Nelken wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie enthalten ätherisches Öl, das zu 80 bis 95 Prozent aus dem Hauptwirkstoff Eugenol besteht. Daneben kommen Acetyleugenol, Betacaryopyllen, Oleansäure und Vanillin vor. Eugenol kann eine antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung haben und das Gefühl örtlicher Betäubung auslösen. Daher wird bei Entzündungen in Mund und Rachenbereich in der Volksheilkunde gerne Nelkenöl verwendet. Eugenol kann gegebenenfalls krampflösende Eigenschaften haben.

Eugenol kann medizinisch nachweisbare Eigenschaften entfalten. Bei Überdosierung kann es jedoch zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen. Äußerliche und innerliche Verwendung von Nelkenöl ist mit dem Arzt oder Heilpraktiker abzustimmen.

Antioxidans

Gewürznelken gelten als stärkeres Antioxidans als viele andere Gewürze wie Rosmarin, Thymian oder Oregano. Vitamin A (Betacarotin), Flavonoide und sekundäre Pflanzenstoffe machen die Gewürzpflanze auch zu einer gesundheitserhaltenden Heilpflanze. Es wird aufgrund von Hinweisen aus Untersuchungen vermutet, dass die antioxidative Wirkung des Aromaextrakts im Nelkenöl sich auf den ganzen Körper positiv auswirken kann, das Immunsystem unterstützt und möglicherweise Effekte im Blut bewirken kann wie die Hemmung der Verklumpung von Blutplättchen oder die Reduzierung von Toxinen in der Blutbahn.

Gewürznelken sind Lieferanten von Mineralien wie Eisen, Mangan, Magnesium und Selen. Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Zellflüssigkeit, Blutdruck und Herzfrequenz.

Bei Zahnschmerzen

Nelkenöl kann auch bei Zahnschmerzen hilfreich sein. Da es die Schleimhäute reizt, nicht unverdünnt verwenden sondern tropfenweise auf einem mit Wasser befeuchteten Wattepad. Als keimtötende Gurgellösung wenige Tropfen in einem Glas Wasser verwenden. Lassen Sie sich für die richtige Anwendung von Ihrem Apotheker beraten. Zahnmediziner setzen Nelkenöl vielfach ein. Bei Zahnschmerz lautet ein Rezept der Volksheilkunden: Auf eine Gewürznelke beißen, neben dem schmerzenden Zahn platzieren und später ausspucken.

Warnhinweis

Es gibt Hinweise darauf, das Nelkenöl blutverdünnende Wirkung haben kann und möglicherweise wehenauslösend wirkt. Während der Schwangerschaft und bei Medikamenteneinnahme sollte die Verwendung von Nelkenöl vermieden werden. Eine Abstimmung mit dem Arzt oder Heilpraktiker wird empfohlen.

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