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Nierenreinigung
(nach Dr. Hulda Clark)

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nierenreinigung
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Einmal durchspülen bitte

In der klinischen Urologie bezeichnet der Begriff Nierenreinigung eine Spülung des Harnleiters mit einer sterilen Flüssigkeit.

Von der Alternativmedizin wird Nierenreinigung in mehreren anderen Varianten praktiziert. Die Reinigung bezieht sich dabei entweder auf das Entfernen von Nierensteinen oder Harnsteinen oder aber auf sogenannte „Schlacken“ oder Gifte, meist aus „auskristallierter Harnsäure“.

Tee

Eine „entschlackende“ Wirkung sollen bestimmte Nierentees oder Blasentees wie beispielsweise Brennnesseltee entwickeln. Die Befürworter sprechen bei Genuss des Tees von einem Durchspülen der Niere.

Viel hift viel?

Eine sehr deutlich höhere Menge an Flüssigkeiten trinken, als die normalen Trinkgewohnheiten vorsehen, das soll bei einigen Befürwortern eine Nierenreinigung bewirken, bzw. natürliche Nierenspülung. Die Idee dahinter rührt von der Annahme, dass eine erhöhte Menge an Urin die Niere durchspülen und dadurch reinigen würde. Manchmal werden spezielle Säfte statt Wasser empfohlen. Statt die Trinkmenge drastisch zu erhöhen, wurden auch schon Infusionen mit Kochsalzlösung durchgeführt. Eine Warnung an dieser Stelle: Übermäßiger Wasserkonsum kann zum Tod führen. Bei einem Versuch in den USA, bei dem 7 Liter Wasser getrunken wurden, verstarb der Kandidat an „Wasserintoxination“.

Dr. Hulda Clark

Die verstorbene Wunderheilerin Dr. Hulda Clark aus den USA hat ein Nierenreinigungsprogramm propagiert, das man im Internet häufig beworben findet. Ihre Methode besteht aus der Verabreichung von einer Mixtur aus Tee, diversen Wurzeln, Vitamin B6, Glyzerin, Kräutern und Nahrungsergänzungsmitteln drei bis sechs Wochen lang und möglichst zweimal im Jahr. Die Hulda-Clark-Methode verspricht eine „Auflösung von Nierensteinen“ und die Auflösung von „Ablagerungen“.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

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brunnenkresse
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Vitaminlieferant im Winter

Brunnenkresse oder auch Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist ein Kreuzblütengewächs (Brassicaceae) aus der Gattung der Brunnenkressen (Nasturtium). Als wintergrünes Gemüse und Heilpflanze ist die Brunnenkresse seit dem Altertum beliebt. Ihren Namen erhielt sie von ihrem durch Senfölglycoside verursachten, leicht scharfen Geschmack, abgeleitet vom althochdeutschen Wort cresso, scharf. Sie wächst an schattigen und feuchten bis sumpfigen Stellen. Im Volksmund wird die Pflanze auch Wasserkresse, Bornkersch, Bornkassen oder Kasse genannt. Geerntet werden die zarten, grünen Blätter vor allem im Mai und Juni, als winterhartes Gemüse steht es jedoch grundsätzlich ganzjährig zur Verfügung. Zu Heilzwecken werden die Blätter kurz vor dem Erblühen der Brunnenkresse gesammelt. Brunnenkresse sollte stets getrennt von anderen Trockenpflanzen getrocknet und aufbewahrt werden. Die Brunnenkresse ist in ganz Europa verbreitet.

Inhaltsstoffe

Neben Bitterstoffen und Gerbstoffen enthält die Echte Brunnenkresse viel Vitamin A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C und Vitamin E. Als winterhartes Gemüse erfüllte die Brunnenkresse in früheren Zeiten eine wichtige Funktion als Vitaminlieferant noch vor dem Frühjahr. Inhaltsstoffe sind außerdem Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor und Calcium sowie Zucker, ätherische Öle und Raphanol.

Heilpflanze Brunnenkresse

In der Homöopathie wird Brunnenkresse in verschiedenen Darreichungsformen als Wirkstoff verwendet. Seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde eingesetzt wurde die Pflanze bei Harnwegserkrankungen als harntreibend und auch bei Geburten als wehentreibend. Ein positiver Effekt auf Erkrankungen der Mundschleimhaut, der Galle und des Magens wird ihr nachgesagt. Gegen Frühjahrsmüdigkeit und als Aphrodisiakum soll sie ebenso helfen wie bei erhöhtem Blutzucker (Diabetes mellitus) und bei Rheuma. Aus den Kräutergärten der Klöster wurden Tees gegen Bronchitis zu zur Behandlung von Atemwegserkrankungen aus den Samen mit Honig vermischt hergestellt, zur Blutreinigung und Entschlackung. Äußerlich angewendet soll sie einen frischen Teint bewirken und gegen Ekzeme wirken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Brennnessel (Urtica)

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brennnessel
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Universales Heilkraut mit Unkraut-Image

Die Brennnessel (Urtica) aus der Gattung der Brennnesselgewächse (Urticaceae) ist praktisch überall auf der Welt zuhause. Lediglich an der Antarktis wird sie nicht gefunden. Über 30 Arten sind bekannt. Je nach Standort werden die einjährigen Pflanzen 10 Zentimeter bis drei Meter groß. In Deutschland wachsen vor allem die Große Brennnessel und die Kleine Brennnessel, seltener die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel.

Die wichtige Futterpflanze für Bienen und Schmetterlinge dient auch dem Menschen seit Jahrhunderten als Heilmittel. Durch die sengende Nesselkraft bei Hautkontakt gilt die Brennnessel heutzutage als Unkraut. Im Kräutergarten findet man sie daher viel zu selten. Dabei hält die Brennnessel eine erstaunliche Vielfalt an Einsatzgebieten für die Menschen bereit, die in vergangenen Jahrhunderten in gängiger Praxis genutzt wurde: als Viehfutter, Nährstoffquelle in der Küche, Heilkraut, Düngemittel und als Faserspender für Nesselstoff.

Brennhaare statt Dornen

Auch wenn die Brennnessel in der Ordnung der rosenartigen Gewächse steht, besitzt sie weder Dornen noch Stacheln. Dafür hat sie als Schutz gegen Fraßfeinde Brennhaare entwickelt, die Blätter und Stängel wie einen Pelz umgeben. Das Brennhaar erhält seine Festigkeit und Härte durch Kieselsäure. Das Haar ist wie eine sehr feine, nach oben gerichtete Kanüle aufgebaut, durch die beim Abbrechen an der Sollbruchstelle eine ameisensäurehaltige Brennflüssigkeit in die Wunde spritzt, die außerdem Serotonin, Histamin, Acetylcholin und Natriumformiat enthält. Der brennende Schmerz hat der Pflanze ihren Namen gegeben (von lat. urere, brennen). Manchmal entstehen Quaddeln auf der Haut an den Kontaktstellen mit der Brennflüssigkeit.

Inhaltsstoffe der Brennnessel

Brennnesselkraut- und blätter enthalten mehr Eisen als ein Rindersteak. Neben ungesättigten Fettsäuren, Caffeoylchinasauren wie die Caffeoyläpfelsäure, Kaliumsalzen (nur in den Blättern) und Calciumsalzen enthält die Brennnessel Flavonoide. In den Brennhaaren finden sich biogene Amine wie Serotonin, Histamin und Acetylcholin. Die Wurzel enthält Cumarin, Lignane und Polysaccharide sowie Sterole und 3-β-Sitosterin.

2x mehr Vitamin C wie Orange

Die jungen Brennnesseltriebe werden im Frühjahr wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden geschätzt, Mineralien wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Silizium sowie Vitamin C und Vitamin A und wegen ihres Eiweißgehalts. Der feinsäuerliche Geschmack macht sie küchenfein, besonders in Notzeiten wurde sie wie Spinat eingesetzt. Der Nesselwirkung kann leicht entgangen werden, wenn man die Blätter von unten nach oben ausstreicht oder sie ein Tuch einwickelt und durchwalkt. Da Brennnesselblätter die Vermehrung bestimmter Bakterien verhindert, wurden sie früher auch verwendet, um Butter, Milch, Fleisch und Fisch länger haltbar zu machen. Nach wie vor wird gehackte Brennnessel als Vitaminfutter an Ferkel und Schweine, Kälber, Kühe und Küken gegeben.

Heilwirkung

In der Naturheilkunde wurden getrocknete Brennnesselsamen für gesunde, glänzende Haare und gegen Haarausfall verwendet. Angeblich sollen die Samen durch hormonartige Inhaltsstoffe auch als Stärkungsmittel eingenommen worden sein sowie gegen Impotenz, zur Steigerung der Libido und der Milchproduktion bei stillenden Müttern. Mönchen soll aus diesem Grund im Mittelalter der Verzehr von Brennnesselsamen verboten gewesen sein.

Ein positiver Einfluss auf den Bluthochdruck durch gefässerweiternde Eigenschaften wird der Brennnessel ebenfalls nachgesagt. Als Vitamin C-Lieferant kann die Brennnessel das Immunsystem stärken. Laut einer Studie der Philipps-Universität Marburg soll ein Präparat aus Brennnesselwurzelextrakt bei Prostatakrebs das Wachstum der Krebszellen hemmen können. Bei Harnwegsinfekten entfaltet der Kaliumgehalt der Brennnessel einen verdünnenden und harnreibenden Effekt. Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften der Brennnessel können laut klinischen Untersuchungen eine Therapie von Arthrose oder rheumatischer Arthritis unterstützen. Bei Anämie (Blutarmut) wird gerne von Naturheilkundlern auf die Brennnessel mit ihrem hohen Eisengehalt zurückgegriffen. Je nach Boden liefert die Brennnessel bis zu drei Mal so viel Eisen wie Spinat und mindestens doppelt so viel Eisen wie ein Rindersteak. Ein positiver Einfluss auf Leber, Galle und Darmerkrankungen sowie Hepatitis (Gelbsucht) wird der Brennnessel aus der Volksmedizin nachgesagt. Sie galt als allgemeines Heilmittel bei Frühjahrsmüdigkeit und zur Entschlackung.

Nesseltuch

Die Fasern der Brennnessel wurden wie Hanf für die Textilherstellung genutzt. Noch um 1900 galt das Nesseltuch als das „Leinen der armen Leute“.

Färberpflanze

Als Färberpflanze wurde insbesondere die Wurzel der Brennnessel eingesetzt. Nach dem Vorbeizen der Wolle mit Alaun erreicht Brennnesselwurzel einen Gelbton. Die grünen Pflanzenteile konnten graugrün färben, allerdings war eine Vorbeize mit Zinn, ein Entwicklungsbad mit Ammoniak und eine Nachbeize mit Kupfer erforderlich. Aus diesem Grunde wurde die Brennnessel durch einfachere Färbetechnikern ersetzt.

Dünger und Pflanzenschutzmittel

Hobbygärtnern ist sicher die „Brennnesseljauche“ ein Begriff. Der kalt angesetzte Auszug klein geschnittener Brennnessel mit Wasser stärkt durch Kieselsäure die Zellwände der gegossenen Pflanzen gegen Schädlingsbefall. Zusätzlich werden Stickstoff und Spurenelemente in dem Sud freigesetzt, der eine gute Düngewirkung besitzt.

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Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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